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1822 / 128 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Thu, 24 Oct 1822 18:00:01 GMT)

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1279 d thungen, die Vortheile auseinandergesetzt, die aus n n nr Misse daselbst, fur den ki ee f , Handel erwachsen würden, und um die Ermaͤchtigung zur Ausführung, ih⸗ res Vorschlages gebeten. Das General- Konseil des Rhonc-Deyt. hat eine Summe von 177οοο Fr. zur Verwenduug fur, Fuͤndlinge bewilligt. Gleichzeitig sind die noͤthigen Fonds zur Errichtung des bronzenen Standbildes Ludwigs XIV. angewiesen. ond on, 2. Okt. Gestern hat der Königl. Preuß, außeror⸗ dentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister am hiesigen Hofe, Baron von Werther, mit dem Chef des hiesigen Handlungs- Hau⸗ ses Gebruͤder Rothschild, Bankter N. M. Rothschild, in Gegen⸗ wart des bffentlichen Notars Bonnet, die von der Preußischen Re⸗ gierung zum achten Tilgungs-Termine eingeldsten Obliggtionen, aus der, bei jenem Hause am 31. Mai 485 erdffneten Anleihe, nebst den dazu gehörigen Koupons, dem Kontrakte gemäß; kassirt und in der, den englischen Tert enthaltenden Haͤlfte, bei der Bank von England niedergelegt. Diese Obligationen bestanden in fol— genden Apoints und Nummern, als: 9 Obligationen Lit. A. No. 111. 122. 191. 285. 340. 433. 4535. 40. 456. jede uber 100 Eslerl zusammen 9 Obligationen Lit. B. No. 256. 615. 688. Jo. 748. 1061. 11489. 1299 und 1385. jede uͤber Joo Lsterl. 8 Obi , , KJ ationen Lit. C. tr 20. 155. 199. 256. 415. 6 b28. 629. 667. 668. 669. 670. 681. 682. 683. 775. 817. 951. 960. 1136. 1299. 1450. 1460. 1558. 1632. 1643. 1804. 1805. 1819. 1887. 1946. 1978. 2095. 2286. 2590. 2420. 2b. 2471. 2629. 269. 2678. 2725. 2817. 286. 2975. 3050. 3467. 3468. 3497. 3580. 33 3532. 35535. 3616. 3898. 3925. 230 Lsterl, zusammen —. Les Obligationen Lit. D. No. 136. 167. 448. 655. 533. 6539. 5.0. G55. 569. 637. 1133. 1168. 1222. 1597. 1665. 1658. 2200. 2305. 2519. 2g00. Z6 12. Za. 3419. . 4254. 4508. 4324. 4bi9. 4696. So 52. Sbꝛio. S726. 6382. 6384. 6880. 7244. 7494. 7641. IG55. 7855. 7857. 8055. S249. 38251. 8531. 89659. gogi. 9506. 9627. 93690. 9917. 10065. 10,05. 10,077. 10,078. 10,079. 101,494. 10,592. 10, 882. 10,634. 11048. 11,091. 11, 104. 11,442. 11720. 11,721. 11,816. 11,976. 12,001. 12,0 15. 12017. 12,019. 5 12,119. 12/201. 12/292. 12/209. 12, 209. 12, 375. 12,562. 12,624. 12,955. 13,015. 13048. 13,094. tI3, 255. 153,257. 13/535. 15,557. 15/664. 15,780. 14,015. 14,424. 14425. 14,618. 14/668. 14,/883. 15,555. 15, 605. 16,026. 5. 16,091. 16, 155. 16,577. 16,653. 16751. 17489. 18,545. 18/696. 18/999. 19,245. 19, 244. 19/245. 19, 251. 19,510. 19,69. 19,750. 19,824. 20, 081i. 20,99. 20,527. 20/6530: 20,794. 20,795. 20,796. 21,056. 21,057. 21,0656. 22,519. 21,370. 21,4685. 22, 175. 22, 256. 22445. 22,9535. 23,245. 26,574. 25,81. 25/615. 23,5165. 25,817. 24,021. 24/9 ö 24/4 5 , h 2,6. 2c 44. jede über 100 Lsterl, zusammen w in Summa

in den 7 ersten Tilgungs⸗

g/ooo Lsterl.

4/500

jede uͤber

14,000

3624. 3626. 4325. 3526. G06. ob. 5726. 5758. 6 6585. 6386. 7286. 7288. 7785. 7801.

16,040. 16,590. 17,968. 19, 171. 19/248. 193570 20, 380. 20, 65 z. 21,008. 21,173. 21,608. a2, 9659.

19250. 19.7577. 20,489. 20,657. 21,022. 21 256. 21 do.

22,500

50/000

299 Sbligationen Mit Zurechnung der Terminen bereits kassirten sind demnach nunmehr uberhaupt —=

dieser Anleihe abgetragen. 9 Okt. . el der Abtey Font⸗Hill, Hr. Farquhar, kam

aus Bengalen, mit einer halben Mill. Pfd. Sterl, die er dort mit sei⸗ nen Pulver⸗Muͤhlen erworben hatte; er landete in Gravesend, und fuhr von da hieher auf der Außenseite der Landkutsche, auf dem wohlfeilsten Platze. Als er bei seinem Banquier, Hrn. Hogre, der ihn nicht persoͤnlich kannte, erschien, um 25 Pfd, zu seiner ersten Einrichtung zu heben, ward er von den Komptoir⸗-Bedienten, sei⸗ ner gar äͤrmlichen Kleidung halber, mit empöͤrender Geringschaͤz⸗ zung behandelt; sie bückten sich nachher um so ehrerbietiger, als sie hörten, daß das der Mann fey, der bei ihrem Prineipgl eine halbe Mill. stehen habe, ohne davon Zinsen zu heben, die mehrere Jahr⸗ Zehende hindurch immer zum Kapital geschlagen worden waren. Tin Baronet, sein Verwandter, der wohl wußte, wie schwer der Bengalische Pulver⸗Muͤller wog, hatte ihn in sein Hau aufgenom⸗ men, veranstaltete, zur Feier seiner Ankunft, ein großes Banket, und machte ihn als den Koͤnig des Festes, auf die Nothwendigkeit auf—⸗ merksam, Toilette und Garderobe etwas zu retabliren. Dies ver⸗ droß den Mann dergestalt, daß er sofort auszog, und sich in eine der entferntesten Straßen einmiethete, wo ihm einige seiner neuen Nachbarn, aus Mitleiden mit seinem Aeußern, Allmosen anboten. ur Errichtung einer Schulanstalt in Aberdeen, seiner Vaterstadt, at er 100,090 Pfd. bestimmt, und mehrere gemeinnuͤtzige Unter— nehmungen hat er, von Niemand, als von seinem Herzen aufgefo⸗ dert, mit zehn, und zwanzigtausend Pfd. unterstuͤtzt. . Darm stadt, 24. Okt. Der eigentliche Zweck der bereits erwähnten Reise des Kommerzienraths Hoffmann nach Mar— seille ist, dort die Einschiffung eines kleinen dentschen Korps

459,200 HSog/ 200 Esterl.

19651

mit zwei Kanonen, nach Griechenland zu besorgen; die der von ihm in Philhellenischen Angelegenheiten expez Briefe, wird auf 0, o90, die der Personen, welche sich Marsch nach Griechenland gemeldet, auf 10,00 7), um Summe der zu diesem Behuf eingekommenen Geldbenn auf 3o, 000 Fl. angegeben.

Dresden, 16. Okt. Heute ist der regierende 5 von Sachsen-Meiningen Durchl. hier eingetroffen, hat tags mit Ihren Koͤnigl. Majestaͤten und den Königl.“! zen und Prinzessinnen, an einer Familientafel gespeist, ist Abends wieder nach Meiningen zuruͤckgereist.

Am ü6ten ging der Geheime Finanzrath v. Zanthie

Tode ab.

Frankfurt. Der Russ. Kaiserl. Minister Staats

kretair Graf Capodistrias, hat Bad-Ems verlassen, um

nach Westphalen gewendet.

Die Sachsenhaͤuser verlangen fuͤr die Ohm ihres di mußten, un

Bologna,

rigen Weines den fast unerhoͤrten Preis von 28 Rthlr.

Gotha, 16. Okt. . von Bose, als Koͤnigl. Saͤchsischer Geschaͤftstraͤger, unst Herzoge Durchl. vorgestellt. *

Karlsruhe, 15. Okt. ginnt mit folgender offieiellen Anzeige: „Die Großherzo Hohe Regierung hat der Redaktion der Karlsruher Zel Ihr Mißfallen uͤber den Inhalt und grellen Ton meh seit einiger Zeit erschienenen Artikel zu erkennen gegeben

Muͤnchen, 14. Okt. Heute Vormittag begaben sit Koͤnigl. Garden und uͤbrigen Truppen der hiesigen Besa in die Hofkirche zum heil. Michael, wo, im Beiseyn de sigen Generalitaͤt und Stadt-Kommandantschaft, das fe Todtenamt fuͤr die verstorbenen Mitglieder des Militaimh Joseph-Ordens abgehalten wurde. Man hoͤrte von! telstunde zu Viertelstunde während des ganzen Tages durch einen Kanonenschuß fallen.

Bei dem gestrigen General-Landwirthschaftsfeste an Theresen-Wiese, verweilten Se. Maj. mit der Koͤnigl. J lie mehrere Stunden. An dem Pferde-Rennen nahm Renner Theil, welche in 10 Minuten die 7400 Fuß Rennbahn dreimal umliefen. n

Weimar, 20. Okt. Grundgesetzes unserer landstaͤndischen Verfassung, die bis gen Landtags-Abgeordneten und Stellvertreter aller drei St. nach dem jetzt zu Ende gehenden Zeitraume von 6 Ie abtreten und an deren Stelle neue gewählt werden mn so ist gegenwaͤrtig das allgemeine Interesse auf diese Wr gerichtet. Vorgestern waͤhlten die 17 Wahlmaͤnner der gen Residenz, den Ober-Medizinalrath von Froriep zum!

Heute ward der Kammerherr

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zu dessen Stellvertreter. Dem Vernehmen nach ist Hof Luden von Seiten der Universitaͤt Jena, zum Landtags- ordneten gewahlt worden. Der 18. Okt. ist, wie im feierlich hier begangen worden. Abends von 7 bis wurde mit allen Glocken gelaͤutet, und das schoͤne Weng die Befreiungs-Feuer. welche auf unsern Hoͤhen branntag empor lodern. .

Wurzburg, 15. Okt. Fuͤr die Bulle diesjaͤhrigen e Wein, die in der Regel zwei, diesmal aber kaum einen mer giebt, werden 63 Rthlr. gefodert. Auch vom kuͤnß Jahre verspricht man sich, nach Maßgabe des neuen N Triebes, eine reichliche Weinaͤrndte. Der Unaufhalh wie sich der bekannte Pitschaft nennt, hat hier die Erlau ein Deklamatorium zu geben, nicht erhalten, und mite Laufpasse versehen, seine Ruͤckreise angetreten.

Wien, i5. Okt. Waͤhrend des Aufenthalts JJ. MY Kaisers und der Kaiserin in Wels, geraheten J. M. die Ka einem Karroussel beizuwohnen, welches von der Oberstlieuten Division des dritten Cheveauxlegers⸗Regiments O'Reilly verng tet worden war. Der Mannschäft des Regiments ließen J. ein betraͤchtliches Geschenk in Geld zustellen.

Am 11ten starb der, am 25. Sept. geborne Erzherzog Rulte ihm aber dazu an 3oo0o Rubeln. fd bei seinen Bekannten und Freunden in Irkutsk zu negoeiiren,

Franz, Sohn Sr. Kaiserl. Hoheit des Erzherzogs Karl, und

nd, sich Die heutige hiesige Zeitun n

dies und jenes zu sprechen, und der Russe bediente sich im des Gespraͤchs mehreremale des in der Unterhaltung solcher t wohl uͤblichen Ausdruckes: „Freund; so oft aber der R s Wort brauchte, schnitt der Chinese allemal ein verdrießliches esscht, und als jener diese Benennung mehreremale noch wieder⸗ be, brach des Chinesen lange verhaltener Unwille aus,

* h

tags-Abgeordneten, und den Landes-Direktionsrath Huf sehr verstimmt „nun, gut, gut. Freund! Freund! das wird

inden.“ Der Russe empfahl sich endlich, und warf die gewohn⸗

Florenz, 7. Okt. Der Kronprinz von Schweden ist von sei⸗ eeise nach“ Lucca, wo er J. Mal der Frau Herzogin einen ch abgestattet hatte, wieder hier eingetroffen und hat am ten peine Neise nach Nom förtgesetz Aus der Werkstaͤtte des muten Bildhauers Pisani, hat er verschiedene Kunsiwerke ge⸗ Er speiste nochmals bei Hofe, und wohnte einem glaͤnzen⸗ Balle, welchen der Prinz Camillo Borghese gab, bei. Der jn v. Stedingh ist als Kurier von Stockholm hier eingetrof mit Depeschen, welche auf die Vermaͤhlung St. K. H. mit der zter des Herzogs von Leuchtenberg, Bezug haben. Turin, 1. Okt. Am 11 v. M. hat eine Raͤuberbande aus Fesuiten⸗Kollegium von Navarra, durch Einbruch, 2,781 Lire

wendet. Die Regierung hat eine Belohnung von Ho Lire auf Entdeckung der Thaͤter gesetzt. len an drt ou, gn , M. die Bormida plötzlich, mit solcher Heftigkeit an, daß sie h zlzerne Brücke, auf welcher sich Zoo Arbeiter befanden, zer⸗ nmerte,

a9 derselben fluͤchteten sich auf einen isolirten Pfeiler⸗ en, wo sie, von den tobenden Pogen umgeben, in steter Todes⸗ ahr von Nachmittags 3 Uhr bis zum naͤchsten Morgen zubrin⸗ d dann erst gerettet werden konnten. 6. Okt. Officielle Nachrichten aus Rom melden, des Koöͤnigs von Neapel Maj., wegen Unpaͤßlichkeit, vor der ' sich nicht nach Verona begeben wird. Es sind daher die hier zur Reise Sr. Maj. bereit gehaltenen Pferde, auf ihre Sta— zuruck geschickt worden. . Rom, 2. Okt. Thorwaldsen arbeitet an einer Buͤste Sr. M. Faisers von Rußland. Der Marmor ist aus dem in Toskang zrüch entdeckten Bruche genommen, welcher eben so weiß als Carrarische, aber noch zarter, und zu feinen Arbeiten noch geeig— i eter sburg. Die vom hiesigen Reichs-Admiralitaͤts⸗Kolle⸗ bekannt gemachte Veraͤnderung und Ordnung des Lichts guf Leucht⸗Thuürme der Insel Tarif, ist bei Umschreibung des vollen cis binnen 136 Sekunden folgende: Es zeigt sich helles Licht, das zsidene Strahlen wirft und sich allmählig 483 Sekunden hin⸗ h vergroͤßert, binnen welchen das zuruͤckschlagende Licht bald eine groͤßere Helle annimmt und sich dann zu einem glaͤnzen den bildet, der vier Lichtscheine hinter einander in 12 Sekunden orbringt, diese Helle nimmt dann in derselben Ordnung und Zeit, delcher sie zugenommen, wieder ab, verschwindet sodann gaͤnzlich die dann eintretende Finsterniß dauert eine halbe Minute oder Fekunden, so daß das Licht des Leuchtthurms 106 Sekunden end der ganzen Zeit der Zu⸗ und Abnahme, die Finsterniß aber 30 Sekunden anhaͤlt.

Da, in Gemaäͤßheit des §. 3 Ein Beamter zu Irkutsk kam vor einiger Zeit nach Kjachta, trat in die Bude eines ihm gaͤnzlich unbekannten Chinesen,

em er Verschiedenes kgufte; waͤhrend des Handelns kam man

der Russe und er

Floskel, daß der Chinese, wenn er einmal in seine Gegend fa, ihm nicht vorbeigehen solle, zum Abschted leicht hin. ze Monate spaͤter hätte der Chinese Geschaͤfte in Irkutsk. Er mit einem Gefolge don 12 Personen, trat bei dem nicht be— ers bemittelten Beamten ohne Umstaͤnde ab, nahm von dessen en Wohnung Besitz, und that, als ob er zu Hause waͤre. Der th wider Willen erschoͤpfte sich in Aufmerksamkeiten aller Art, Hhieser Besuch aber eine ganze Woche waͤhrte, so ward ihm die er dieser Einquartierung doch fast zu lang, und man entsinnt nicht gehort zu haben, daß er den Chinesen in der ganzen Zeit Freund genannt haͤtte. Endlich trat der heinahe laͤstig ge⸗ hene Gast, nach sieben theueren Tagen, seine Ruͤckreise an. er und alle seine zwoͤff Leute, sich auf den weiten Weg mit nsmitteln versahen, als laͤge Kjachta am Ende der Welt, war er Ordnung, aber, als der Chinese, alle Zimmer durchstrich,

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Meubles, Gemaͤlde, Flinten, Uhren, kurz alles, was ihm ge⸗ lauf die Kibitken packen ließ, bat der in keine kleine Verlegen⸗ lgesetzte Wirth doch den Himmel im Stillen, mit dergleichei ichen fernerhin moͤglichst verschont zu bleiben; vom Wagen aus,

*

te der Chinefe dem Russen die Hand, rief „lebt wohl, Freund!“

war in wenigen Minuten ihm aus den Augen. Nicht lange Huf, mußte der Gepluͤnderte in Geschaͤften hieher reisen; es

Alle Bemuͤhnngen, das

am 135ten in der, unter der Kapuziner- Kirche befindlichen Hen erfolglos; denn die guten Freunde sind, wie die Droschken

Hofgruft beigesetzt. Nachrichten aus Neapel zufolge, hat Haus Rothschild eine neue Anleihe fuͤr diesen Staat von 20 Duegti (ungefaͤhr 33 Mill. Gulden Konv. Mze.) abgeschlossen

Lemberg, 7. Akt. Fuͤr die Königreiche Galizien und

mirien, mit Einschluß der Bukowina, ist auf den 15. d. M r Schluͤssel zu meiner Schatulle, da nimm, was du brauchst,

Eroͤffnung des Landtages angesetzt.

Triest, 8. Okt. Nachrichten aus Morea vom 22. Sen folge, machten die Tuͤrken am 1hßten einen großen Ausfall an rinth, wurden aber mit einem Verlust von 000 Mann zun schlagen. Die Griechen drangen hierauf in die Stadt und Hafen von Korinth ein, und besetzten beide. Es sollen sich rinth gegen 5000 Verwundete befinden. (Eine spaͤtere Nm aus Ragusa vom 2ten d. meldet, daß das Schloß von Korim am 24. Sept. in Folge eines verlornen Treffens an Kololt ergeben habe) Von der tuͤrkischen Flotte vernimmt man, de selbe ihre Ruͤckfahrt nach den Dardanellen zur Ueberwintt laͤngs den Kuͤsten von Morea, von der Griechischen Flotte ged fortgesetzt hatte, und am 13. Sept. in den Golf von Napoli di mania eingelaufen war. Sobald die Griechen diese Richtung rer Feinde bemerkten, eilten sie von allen Seiten hinzu, um! in diesen Gewaͤssern eine Niederlage beizubringen. (Diese richten bedürfen noch sehr der Bestaͤtigung.)

Verona, 6. Okt. Zum Schlusse unserer uͤbermorgen zu gehenden, außerst lebhaften Messe, wird ein Wettrennen von gen und Pferden veranstaltet, welches drei Tage waͤhren soll. Namensfeste Sr. Maj. wurde bekannt gemacht, daß das gu Ereigniß des in unsern Mauern abzuhaltenden Kongresses, das der Stadt dadurch zu Theil werdende Gluck, den besten

narchen in ihrer Mitte zu sehen, durch ein feierliches in der thedral⸗Kirche abzuhaltendes Triduum begangen werden sollc

und in Warschau und uberall: wenn man ihrer bedarf, sind sie ge⸗

*

hlich nicht da. Von der Noth gedraͤngt, reiste der Russe nach Kijachta,

ste sich bei seinem Chinesen ein, und druͤckte sich, nach den

I Begruͤßungen, die Bitte ab, ihm zoo Rubel zu leihen. hen, leihen, und guter Freund!“ brummte der Chinese; „hier du aber noch einmal von Leihen und von Wiedergeben sprichst, d wir gute Freunde gewesen;“ der Russe nahm die benothigte mme heraus, und gab den Schluͤssel zuruͤck, und als er weg⸗ reichte ihm der Chinese mit freundlicher Herzlichkeit beide .. die Kibitke und rief: „lebe wohl, mein lieber, lieber

Fuchare st, 26. Sept. Der Hospodar Ghika ist mit seinem

sat und 2900 Mann frischer Truppen eingezogen, nachdem

kt fruͤhere Garnison abmarschirt war. Es heißt, unsere Be⸗ ug solle nur aus 700 Mann bestehen, der Rest aber auf die Doͤr⸗ erlegt werden.

torfu, 7 Sept. Am gten d. M. ist der Lord Ober-Kom⸗

ir Sir Adam, am Bord der Fregatte Euryalus, von seinem iche der suͤdlichen Inseln hier angelangt. Madrid, 6. Okt. zer, etwa 1800 Mann stark, ist am

ͤ ö. am 27. v. M. nach Cerverg, Haupt⸗Quartier des General Mina, aufgebrochen.

Die

nz St. Sebastian ist mit Linien⸗Truppen uͤberf( llt, daher das

ment von Valencey von dort ab, nach Pampelona marschirt

Im 2. d. M. war der Brigadier Porras mit seiner Truppen⸗

tilung in Bergara angekommen, ünd hatte Motrico, Deva u.“

gtia besetzt: die in dortiger Gegend kreuzenden Schiffe sollen

snigen leichten Fahrzeugen verstarkt werden, um die Zufuhr affen fuͤr die Antikonstitutio nellen abzuwehren. Figuieras

Zu Alessandria schwoll am

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ist fortwaͤhrend bon konstitutionellen Truppen besetzt; das Geruͤcht von ber Einnahme von Taragong und der Blokade von Lerida sind, authentischen Nachrichten zufolge, eben so ungegruͤndet, als der angebliche Sieg des Barons Eröles uͤber den General Mina, am 22. Sept. Eroles befand sich an diesem Tage in Urgel, wo er die Gluͤckwuͤnsche der provisorischen Regterung über den Ausgang des Tabuencaschen Unternehmens empsing. Alle Abtheilungen der Glaubens⸗Armee ziehen sich gegen Salsona zusammen, um Urgel zu decken und den General Mina festen Fußes zu erwarten; sie halten außerst vortheilhafte Stellungen besetzt, die, von Natur schon zu starkem Widerstande geschaffen, durch Kunst fast unuͤberwindlich gemacht worden sind. General Mina hat die Befestigung von Puiguerda angeordnet und die in der Gegend von Saragossa ste⸗ henden Truppen in drei Korps von 006 Mann Infanterie und 400 Mann Kavallerie getheilt. Taragona hat uber Meer eine Verstaͤrkung von 2500 Mann erhalten.

ß

Breslau, ig. Okt. J. K. H. die Prinzessin Louise von Preu⸗ ßen, Gemahlin Sr. Durchlaucht des Fuͤrsten Anton Radzivin ist nebst Gemghl und Familie, gestern von Fuͤrstenstein hier eingetrof⸗ fen. Zur Feier des Leipziger Schlachttages, ward gestern die neue eiserne Köoͤnigsbruͤcke von einer Magistrats-Deputation eroöͤff⸗ net. Sie war mit Lauhwerk festlich geschmuͤckt; die gestrige große Militagir-Parade marschirte unter fliegenden Fahnen und klingen⸗ dem Spiel zuerst daruber.

Elberfeld, 17. Okt. Die Fabrikation in gewebten, beson⸗ ders in halbseidenen Stoffen, hat fortwaͤhrend guten Fortgang. In ganzseidenen findet jedoch einige Stockung statt, da die theuere Seide, deren Sinken im Preise man erwartet, die Fabrikation ge⸗ ringer macht, besonders weil die Fabrik⸗Besitzer nicht geneigt sind, noch seyn koͤnnen, ihr Lager mit Fabrikaten, aus theuren Urstoffen gefertiget, zu fuͤllen. Die Elberfelder Seiden⸗Waaren erfreuten sich auf der Frankfurter a. M. Messe, eines guten Absatzes, der fuͤr die Baumwollen-Zeuge auch nicht unbedeutend war. Die in allen Theilen Deutschlands gesegnete Weinaͤrndte mag wohl viel zu dem guten Absatze auf der Messe beigetragen haben. Die freiwilligen Ünterschriften fuͤr den (S. 11735 erwaͤhnten) Kirchen⸗ Bau der evangelischen Gemeinde in Unterbarmen hatten, dem Bei⸗ spiel der beguͤterten Buͤrger nachahmend, auch bei den minder be⸗ guͤterten Bewohnern den besten Fortgang. Die Summe der bis jetzt unterzeichneten freiwilligen Gaben betraͤgt beinahe 7000 Rthlr. Bergisch. Die kaum 10 Monate a ,. Sparkasse, hat noch bet jeder Sitzung der Verwaltung derselben, immer mehr oder minder Einnahme, und bis jetzt bereits die Summe von

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28,754 Rthlr. 9 Sgr. zur Aufbewahrung erhalten; eine Summe, die sonst rentlos lag, und nun ihren Besitzern Zinsen traͤgt. Enger (Reg. Bez. Minden, Kr. Buͤnde), 15. Oktober. Heute feierten wir hier zwei Feste, den Geburtstag Sr. K. H. un⸗ seres geliebten Kronprinzen, und die Translokation der Gebeine Wittekinds, von Herford nach Enger. Wittekind, Herzog von En⸗ ger, Ahnherr mehrerer Fuͤrstenhaͤuser und beruͤhmt durch die Kriege und den langjaͤhrigen Widerstand gegen Karl den Großen, hatte seinen Hauptsitz zu Enger. Nach geschehener Aussoͤhnung mit Karl dem Großen, trat derselbe mit einem großen Theile seiner

Sachsen, zur christlichen Religion uͤber, und stiftete und erbauete gußer mehreren Kapiteln und Kirchen, auch die Kirchen zu Enger, Buͤnde und Herford. Im Jan. So starb Wittekind im 55sten ö und ward zu Enger durch seine Lehnleute und Knappen, welches der Sage nach, die Vorfahren der jetzigen freien Sattelmeier des Kirchspiels Enger waren, feierlichst auf dem hohen Chore der Kir⸗ che beer igt, wo ihm ein Monument gesetzt, und auf seinen Todes⸗ Tag eine Stiftung milder Gaben an die Schuljugend eingerichtet ward, welche noch bis auf diesen Tag fort besteht. J. J. 1414, als das Kapitul St. Johannis und Dionysü zu Enger, wegen der da— maligen unruhigen Zeit, in dem offenen Srte keine Sicherheit mehr fand, ward solches nach der, zu jener Zeit wohl befestigten Stadt Herford verlegt, die Gebeine Wittekinds aber als theure Reli— Juien nach Muͤnster geschasft, von dort jedoch, auf Begehren der Aeb⸗

Das in Saragossa formirte Korps Frei⸗

tissin zu Herford, Elisabeth, Fürstin von der Pfalz, R. Z. 1653 durch

den Fuͤrsten Bischof Christoph Bernhard, nach Herford gebracht und

dem Kapitul St. Johannis und Dionisüt uͤbergeben, seit welcher Zeit solche bis jetzt in der Neustaͤdter Kirche aufbewahrt worden sind. Nach der Aufhebung gedachten Stiftes war nun höchsten Or⸗ tes angenrdnet, daß die Gebeine Wittekinds, nach ihrer urspruͤngli⸗ chen Ruhestaͤtte, der Kirche zu Enger, wo das Begraͤbniß noch un⸗ versehrt vorhanden ist, zuruͤckgebracht und daselbst aufbewahret werden sollten, wozu von den Behörden der heutige Tag ange setzt war. Zu dem Ende traf Morgens 10 Uhr der Landrath und die Geistlichkeit von Herford, welche die Gebeine Wittekinds mit sich

fuͤhrten, und der Landrath des Kreises Buͤnde und die Geistlichkeit unserer Stadt, in einem dazu eingerichteten Lokale hier ein, und

nachdem die Identitat der Gebeine, welche durch den Wundarzt

Ameler aus Herford sehr sauber geordnet und verzeichnet waren,

durch Dokumente nachgewiesen worden, geschah die Ueberlieferung

derselben an die landrathliche Behoͤrde des Kreises Bünde und die Geistlichkeit in Enger, auf eine feierliche Weise in Gegenwart meh⸗ rerer Zeugen. Nach vollendeter Ueberlteferung wurden die Gebeine, in einem sehr sauber gearbeiteten, mit schwarzem Sammet ausge⸗ schlagenen Kasten, von den vier freien Sattelmeiern des Kirchspiels Enger, deren Vorfahren, der Sage nach, Wittekind ebenfalls zu Grabe gebracht haben und dieserhalb nöch jetzt bedeutende Vor⸗ rechte genießen, aufgenommen u. unter Vortritt saͤmmtlicher Schu⸗ len und einer großen Anzahl Geistlicher in Ornat, in Gefolge der genannten landraͤthlichen und der uͤbrigen Behörden, so wie meh⸗ rerer tausend Einwohner der Stadt un Umgegend, unter Glocken⸗ Gelaͤute und Abfeuerung aufgestellten Geschuͤtzes, feierlichst zur Kirche gebracht und daselbst vor dem Altare niedergesetzt. Kirche und Altar waren geschmuͤckt und durch Kerzen vollstaͤndig erleuch⸗ tet. Nach Absingung eines angemessenen Liedes wurden die Ge— beine, durch zwei in Weiß gekleidete junge Frauenzimmer mit Lor—⸗ beer -Kranzen geziert, worauf der Prediger Lohmeyer von Enger vor den Altar trat, und eine dem Gegenstande, mit Verbindung des Geburtstags- Festes Sr. K. H. des Kronprinzen, sehr angemessene und vassende Rede hielt. Nach ertheiltem Segen wurden die Gebeine, waͤhrend Orgelspiels, Glockengelaͤutes und Kanonendonner, unter Anfuͤhrung der landraͤthlichen Behoͤrde des Kreises Bunde, von den Sattelmeiern nach dem hohen Chore getragen, und da⸗