1 . — — 2 —
— —
unter gewissen Vorbehalten, heute, Donnergtag, die Arbeit unter der Bedingung wieder aufzunehmen, daß der Ausstand ven neuem be⸗ ginnen soll, wenn im Parlament nicht ein Gesetz angenommen wird, durch das die Stärke der wr r festgesetzt und die Arbeit an Bord geregelt wird. — Die eingeschriebenen Matrosen melden sich sehr zahlreich zur Wiederaufnahme in die Listen. Der
. Theil der Dampfer kann mit feiner Bemannung von einge⸗ chriebenen Matrosen abgehen.
Literatur.
Grotefend's Gesetz⸗ Sammlung 1806— 1902. 4. Auf⸗ lage, in systematischer Anordnung und in gegenwärtiger Geltung neubearbeitet unter Mitwirkung von Dr. Cretschmar, Erstem Staatsanwalt, Geheimem Regierungsrath Dr. Hoffmann, vor⸗ tragendem Rath im Ministerium für Handel und Gewerbe, Wirklichem Geheimen Kriegsrath Dr. Mielcke, vortragendem Rath im Kriegs—⸗ Ministerium, Regierungsrath Petersen, Hilfsarbeiter beim Ober— Landeskulturgericht, Geheimem Ober-Finanzrath Dr. Strutz, vor= tragendem Rath im Finanz-Ministerium, und herausgegeben vom Geheimen Regierungsrath G. A. Grotefend. Lie ferung 1 (Band 1, Heft 1) und Lieferung 2 (Band II, Heft 1). Verlag der Königlichen Hofbuchhandlung von L. Schwann in Düsseldorf. Preis je 50 3. — Unter 122 Stichworten gruppiert der Prospekt den erstaunlich weitschichtigen, mannigfaltigen Stoff, dessen Bearbeitung in diesem Werk unternommen wird. Es ist in der That eine gewaltige Aufgabe, deren Lösung dem. „Grotefend“ bereits in drei, Auflagen gelungen ist. Für die hier angezeigte 4. Auflage ist die Arbeit infolge erheblicher Aenderungen der Gesetz⸗ gebung . wichtig geworden. Namentlich das seit dem Erscheinen der vorigen Auflage in Kraft getretene einheitliche bürgerliche Recht hat den vielgliederigen Bau unserer Gesetzgebung vollkommen umgestaltet und in fast alle ihre Gebiete eingegriffen. Aber auch in anderer Beziehung stellt sich diese Neubearbeitung als eine vollständige Umgestaltung des , Grotefend“ dar. Der ganze Stoff ist nicht mehr 6 nach dem Datum der Gesetze u. s. w. geordnet, sondern nach Materien, also systematisch gruppiert. So sollen z. B. im dritten Theil des JI. Bandes alle Gesetze zum Abdruck gelangen, die speziell auf die Landwirthschaft Bezug haben, geordnet nach den Unterabtheilungen: Agrar- und Aus— einandersetzungsgesetzgebung, Ansiedelungswesen, Landwirthschafts— kammer, Landeskultur, Viehzucht, Viehseuchen, Thierärzte u. f. w. In großen Zügen ist das ganze Werk so disponiert, daß der J. Band das Verfassungsrecht, der II. Band die Verwaltung, der III. Band das bürgerliche Recht, das Strafrecht und die Rechtspflege behandelt. Ein IV. Band wird das alphabetische und das chronologische Gesammt⸗Register enthalten. Das Ganze ist auf etwa 50 Lieferungen zum Preise von je 1 M6 berechnet und soll binnen Jahresfrist vollständig sein. Bisher liegen die beiden ersten Lieferungen vor, die den Anfang der Bände 1 und II bilden. Die praktische Anordnung, die sachgemäße Kürze der verweisenden An— merkungen, nicht zuletzt auch die übersichtliche, raumsparende typo⸗ graphische Einrichtung machen einen guten Eindruck. Der Jurist und der Verwaltungsbeamte, sowie jeder, der am öffentlichen Leben be— sonderes Interesse hat, wird in diesem Werk eine Rüstkammer be⸗ itzen, die ihn vermöge ihrer Vollständigkeit und Ordnung bei keinem
nlaß im Stiche lassen wird.
— Die Kunst unserer Zeit. Eine Chronik des modernen Kunstlebeng. Verlag von Franz Hanfstaengl in München. Subskrip— tionspreis für die Lieferung 3 16, Einzelpreis 466 — Die vorliegende zweite Lieferung des 14. Jahrgangs beschäftigt sich mit dem Maler Anselm Feuerbach. Die trefflichen Abbildungen von Ge— mälden und Skizzen des Malers aus verschiedenen Abschnitten seiner Entwickelung geben ein anschauliches Bild seiner Eigenart.
ritz von Ostini hat den Text zu dem Heft geschrieben, und eine lichtvolle Darstellung von dem Werden und Schaffen Feuerbach's dürfte, unterstützt von dem Bildermaterial, dazu beitragen, das Inter— esse für den eigenartigen, noch lange nicht genug gewürdigten Künstler, der für das deutsche Voll auch heute noch nicht viel mehr als ein wohlklingender, achtunggebietender Name ist“, zu beleben und für seine Künstlerschaft ein tieferes Verständniß zu erwecken.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs⸗ Maßregeln.
Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.
(Aug den „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts“, Nr. 51 vom 17. Dezember 1902.) Pest und Cbole ra.
Britisch - Ostindien. In Kalkutta sind in der Woche vom 9. bis 15. November 6 Personen an der Pest und 24 an der Cholera gestorben.
Gbolera.
Türkei. Die Hafenstädte Haifa und Akka waren bis zum 15. November von der Seuche verschont geblieben.
Zufolge einer Mittbeilung aus Amman vom 25. November entfielen an diesem Tage von 13 neuen Erkrankungen 5h auf die Bahn arbeiter, 8 auf die Einwobner und von 8 Choleratodes fällen 2 auf Babn⸗ arbeiter, G auf Einwohner. Die Bezirkeregierung zu Damaskus batte jufolge einer Mittheilung vom 295. November zum Schutze der Haupt- stadt einen Sicherbeitekorden gegen Amman angeordnet und serner bestimmt, daß auf der Hedjajzlinie nur nech Babnbaumaterial und swar in der Weise befördert wird, daß die von Mierib kommenden Züge nicht über Ainzerka binausßfabren und dort ibre sür die üdlichen Stationen bestimmten Lasten an nur zwischen Ainserka und Amman verlebrende Züge abgeben. Der fran⸗ jösischen Dauranbkbabn ist verboten werden, in Mierib Per sonen und Gepäck zur Beförderung anzunebmen und andere Güter alg Getreide und Holjkoblen für den Bedarf von Damaskus zu befördern
Nach einem sechsten amtlichen Ausweise über den Stand der Cholera in Palästina vom 2. Dejember sind vom 24. bis 3090. Nevember
innerhalb der Sandschacks von Jerusalem in Jaffa 135 Erkranfungen und 56 Todegfalle an der Cholera, dagegen in Gaja und in Lydda keine weiteren Fälle zur Anzeige gelangt. Gbolera- Todes fälle kamen
ferner dor im Sandschack Hauran 42 (pom 18. bis 28. Nevpbr.). im
Sandschack Geruk ju Amman 18 (vom 21. bis 27. Nopbr ), im schac Affa ju Tiberias und Saffed J (am 22. und im Sandschack E
sollen im Sandschack Sajlie zu Djebelia nach einem Telegramm vom 27. November wäbrend der letzien vierig Tage 209 Personen an der Ghbolera erkianlt und davon 70 gestorben sein. Nach Inbalt der sechg big um 2. De sember versffentlichlen amtlichen Aueweilse waren biernach in Jaffa 192, in Tiberias 188. .
Palastinas 182 kesammt To Gboleratodeefalle seit dem Dfteber d. J. dort zur An jeige gelangt
* ö Sand
Gelbfieber.
Gg gelangten wur Anzeige in Port Lim en am 31. Okiober und
1. Nerember 4 Erkrankungen (und 2 Teder falle, in Panama vom 23. Oftober big 3. Nedember 6 (0), 22. Dfteber (2) in Geatzaccalceg vem 12. Ofieber big 8. No- dember 2 (1), in Tampicg vom l wurde am 15 Dfiober auf Guavan aug Panama gargefemmenen englischen Dampfer Der am AN. Olieber in San Juan auf dem gemerr“ beobachtete Krantfbettefall verlief am 29
unge fall auf dem
gemeldet . 1 1
Verschieden Pecen: Liwerroel 4 Lende New Der R. Pari 8. St. Pererekurg 344 Wanschan
an 7 Erfranfurgen Barizell Budavesl 5 New Mert 76
1151 . Prag IJ. Wien 117 Gifranfungen Fleckfieber Warschan (Kranken-
127
30 Novbr ), Svrien zu Hatem Y (vom 21. bis 28. Novbr.,); endlicãh
in anderen Ortschaften Persenen der Gbelera erlegen; (g waren alls ing - finden wünschen, müssen sich in der Regel mit einem kleinen Gewinn
in Gugagvaguil vom W big
21. Oftoker bie 2. Nevemker (5), in Vera Gru vem 26. DOfteber biz 8. Neveml ferner
häuser) 11 Erkrankungen; Rothlauf: Budapest 20, Wien 26 Er⸗ krankungen; Influenza: Berlin 5, Magdeburg 2, Hamburg 4, Amsterdam 2, London 13, Moskau 2, 6 3, St. Petersburg 8 Todesfälle: Nürnberg 50, Hamburg 21, Kopenhagen 68, Warschau Krankenhäuser) 27 Erkrankungen; Keuchhusten: London 41 Todesfälle;
eg - Bez. Schleswig 79, Munchen 22, Hamburg 35, Kopenhagen 31, Wien 73 Erkrankungen; Lungenentzündung: Reg.⸗Bez. Schleswig 82, Kopenhagen 20, Warschau (Krankenhäuser) 43 Erkrankungen. — Mehr als ein Zehntel aller Gestorbenen starb an Masern (Durchschnitt aller deutschen Berichtsorte 1886s395: 1,Ü15 0υί'): in Aachen, Duisburg, Christiania — Erkrankungen wurden gemeldet in Breslau 144, in den Reg.⸗Bezirken Aachen 361, Arnsberg 248, Erfurt 107, Königs berg 631, Liegnitz 120, Marienwerder 160, Posen 341, Schles— wig 175, Stettin 1066, in München 37, Hamburg 164, Buda⸗ pest 100, Christiania 431, Kopenhagen 239, New Jork 52, St. Peters⸗ burg 98, Stockholm 43, Wien 282; desgl. an Scharlach (1886/95: O9L o: in Beuthen — Erkrankungen kamen zur Anzeige in Berlin 24, Breslau 37, in den Reg.⸗Bezirken Arnsberg 133, S les wig 131, in Nürnberg 54, Hamburg 108, Budapest 51, Edinburg 20, Kopen⸗ hagen 25, London (Krankenhäuser) 255, New York 169, Paris 40, St. Petersburg 51, Prag 206, Wien 37; desgl. an Diphtherie und Croup (1886/95: 4,27 u): in Königsberg, Kottbus, Mülheim a. d. R., Potsdam — Erkrankungen kamen zur Meldung in Berlin 25, Hamburg 44, Budapest 37, Christiania 23, Kopenhagen 30, London (Krankenhäuser) 146, New Vork 354, Paris 57, St. Petersburg 79, Wien 77; ferner wurden Erkrankungen an Unterleibstyphus angezeigt in London (Kranken⸗ häuser) 33, New York 109, Paris 43, St. Petersburg 46.
Sandel und Gewerbe. Nach der Wochenübersicht der Reichsbank vom 15. De— zember (4 und — im Vergleich zur Vorwoche) betrugen: Aktiva: 1902 1901 1900
Metallbestand (der Mp0. 0 06 Bestand an kurs⸗ fähigem deutschen Gelde und an Gold in Barren oder aus⸗ ländischen Münzen, das Kilogr. fein zu 2784 M½ι berechnet)
Bestand an Reichs⸗ kassenscheinen.
Bestand an Noten anderer Banken
Bestand an Wechseln
Bestand an Lombard⸗ forderungen
Bestand an Effekten
Bestand an sonstigen Aktiven. ;
87 5 522 000 936 249 000 Sl8 908 000 C 8S 521 000) ( 13 252 000) (4 9405 000)
26 384 000 23 820 000 22 962 000 ( 341 000) ( 118000) ((ᷓ 681 000)
S 867 000 9 126 000 15 637 000 ( 1241000 C 730 000 (4 2715000) S09 99 000 348 ol3 00 378 253 000 C 12 472 000 (4 14 454 000) (4 564 894 00),
64 279 000 62 621 000 73 5673 000 C 7660 000) ( 1921 000) 4 6771 000) 187717 000 105472 09090 39 672 0900 (C 6 554 000) ( 50650000 4 10163000)
S3 940 0090 8 375 000 99 4536 000 1505 000) (4 116000 4 11937 000)
Passiva: das Grundkapital
der Reservefonds
150 900 000 (unverändert (unverändert) 44639 000 40 500 000 (unverändert) (unverändert) der Betrag der um⸗ laufenden Noten. 1214923 000 1172401 000 1160 435 090 ¶ 10 864 000) (— 13 166 000) 4 20117 000)
150 000000 120 000 000 (unverãndert) 30 000009
(unverandert)
*
die sonstigen täglich fälligen Verbind⸗ lichkeiten
die sonstigen Passiva
614 616009
6ol 435 909 583 457 000 465 849 ο:
44 868 000) (4 73 872 000)
32 490 000 39 340 000 54 629 000
C 299 000) (4 90000) 4 2577 000)
Der Metallrückfluß war in der letzten Woche nicht so erheblich
wie im Vorjahr; die Lombardforderungen haben zugenommen, im
Vorjahr batten sie abgenommen. Der Notenumlauf war in letzter Woche durch den Metallbestand zu 72 0 gedeckt.
(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrieꝑ )
Uebersicht über die der französischen Industrie in den letzten elf Jahren gewäbrten Staatszuschüsse. Nachstehende Zusammenstellung gewährt einen Ueberblick über die der französischen Industrie in den letzten elf Jahren gewährten Staats zuschüsse: am Ser. VDandels Marine S.. einen. fischerei u Bau· zur L= schiefer undgiache * zwecken Schiffahrt? Industrie Industrie ?? Zuschüsse in 1000 Franken 1891 2841 2800 — . 1392 2930 2018 2 — 3669 2544 3891 1893 3484 21653 8173 3967 133 2416 ho? 1894 3727 2089 1109 283 2490 5356 1895 3516 2800 89. 3 300 2494 1705 1896 5622 41106 95973 596 X 2492 4717 1897 5516 5145 806 . 3 2495 3929 1598 4739 4613 229 2480 6189 1899 4741 7064 3246 . x 2483 4191 1900 5540 9266 5: 410 h 24835 5569 1901 5600 9950 —
Del⸗ Hanf⸗
Jabr
Handelgverbältnisse in Argentinien. Der General Jonsul der Niederlande in Buenos Atres berichtet über die argentinischen Handeleverbältnisse dag Folgende * Kenkürreniverbältnisse: Tbwobl Argentinien in bandela— wirthschaftlicher Beziehung ein verbaltnißmäßlsg neuck Feld ist, so ist es doch sür den Kaufmann leinetwege leicht, daselbst einträgliche Geschäsfte zu machen. Starke Konkurrenz berrscht im Jalandegeichäst nicht weniger als in den kommersellen Beziehungen mit dem Aug— land. Diejenigen, welche für ibte Waaren in Argentinien Absatz ju
zufrieden get
den. Die Ursachen des scharfen, lelalen und internationalen Wett⸗ bewerbe dürften ju einem greßen Theil in dem Umstande zu suchen
kin, daß fast der gange argentinische Handel auf einen Plan, Buenog
Aires, jusammengedtüngt ist. Die Dauptstadt ist dag mächtige VandeltGmrorium, welckeg nicht allein seine eigene, mebr alg 80 009 Seelen zäblende Gevollerung, sendern auch gräßtentbeilg die ubrigen Sinwebner der Nerublik mit Imrertartifeln versorgt. Babia Blanca nnd La Plata haben nur eine geringe direkte Ginfubr
Außer Bueneg Aireg ist für den argentinischen Impertbandel
lediglich Resario de Santa Fa ven einigem Belang; dabel sind die
ar,. ernebmsten dertigen Häuser zum tbeil Fillalen den Firmen der
Daurisladt. Wäbrend an dem gesammslen Japert Baia Blanca und La Plata miät nur je 1 20e beibeiligt sind, entfallen auf Mesarlo Zweck den Abiatzeg don Waaren erschesnt durchaug angezeigt. ann T auf Bucnesg Aird danrgen nicht weniger all 7 de, Die dag Aaentenwesen in diesem Vande noch weng entwickckt ii ihn
Consulaire Verlagen en RHerichten,., Amsterdam.)
fuhrt erfelgt etwa jur altre ter Buenes Lire; indessen wird nder Hälfte, reennschen sie über andere argenttnische Häfen
6. gr oßtentbeiie r Rechnung den Firmen in Baenez Mireßz
Infolge dieser e farssis⸗ sind in Buenos Aires außerordenthn viele Kaufleute ansässig; oft sind es Häuser ersten Ranges, im Ben von großen Kapitalien und allen damit verbundenen .
welche Hunderttausende in jedem Jahre umsetzen; sie machen einann⸗
nicht nur die Wagare, sondern auch jeden Kunden streitig. Groß Vorräthe von Waaren sind in den geräumigen Geschaͤftglolaln ausgestellt, um die Kauflustigen der Hauptstadt und des Binnen landes zu locken. Daß ein Artifel, der gewünscht wird, c im Auslande bestellt werden muß, ist eine Ausnahme. Nicht selle * die Lager überfüllt. Die Importhäuser für Manufakturwaagra
alten zuweilen öffentliche . von Artikeln ab, dern
Absatz zu langsam von statten geht; nicht selten wird unter den Einkaufspreis verkauft. Der Importhandel ist so entwickelt, da jedes Haus sich meistens auf eine besondere Branche legt und dahn nur Güter von einer bestimmten Art, einführt. So trifft ma Firmen an, die, ausschließlich mit Getränken, mit Eßwagng oder mit Taback handeln. Andere wichtigere Branchen find Drogen und Chemikalien, Farbwaaren und Fensterglas, Porzellan Glas und Töpferwagre, Papier, Manufakturwaaren, Kurzwaaren Klaviere und andere Musikinstrumente, Eisenwaaren, AÄArtikel für Pe leuchtung, Wasch⸗ und Bade⸗Einrichtungen, Baumaterialien, Petroleum Steinkohlen, landwirthschaftliche Geräthe und Werkzeuge, Nähmaschinen Maschinen, Waffen, Bijouterien, sogenannte amerikanische Artikes. w. Möbel, Uhren und Oefen. Von allen Sorten dieser Artikel hat man stets vollständige Zusammenstellungen, und nirgends vielleicht win jede neue Mode so eilig befolgt wie hier.
Das Fremden-Element ist in Buenos Aires stark vertreten. Meh
als die Hälfte der Einwohner stammt aus dem Ausland oder won eingewanderten Ausländern ab. Es wird sehr gearbeitet und mi allen Theilen der Welt über Handelsangelegenheiten ein lebhafte anhaltender und vielseitiger Gedankenaustausch gepflogen, was in s hohem Maße wohl nicht der Fall sein würde, wenn die argentinisch Bevölkerung einen weniger internationalen Charakter hät te. Sicherlst . (. ö diesem Umstande mit zuzuschreiben, daß die Konkurrenz so arf ist.
Anknüpfung von Handelsverbindun gen. Zur Genüg
dürfte hieraus hervorgehen, daß derjenige, welcher Geschäfte mi Buenos Aires anbahnen will, auf die stärkste Konkurrenz gefaßt un zu den größten Anstrengungen bereit sein muß. Dies wird bi, weilen vergessen. Einige Handelshäuser hoffen ihr Ziel bereits i erreichen, wenn sie den argentinischen Häusern schriftlich ihre Anerbi. tungen machen. Die Erfahrung lehrt jedoch, daß dies Verfahren mu selten zu dem gewünschten Ergebniß führt. Die argentinischen Häuse welche überallhin. Verbindungen unterhalten, haben der Nan der Sache nach kein Interesse an ihnen unbekannten Menschen un Waaren. Man muß sie deshalb für ihre Vortheile zu interessiete
wissen, z. B. durch Vermittelung von beiderseitigen Geschäftsfreunden
durch einen persönlichen Besuch bei den europäischen Exporthäusen ader bei den Firmen am Platze. Sonst wandert die eingegangen
Offerte gewöhnlich in den Pabierkorb. Nur wenn das Angebot seh vortheilhaft erscheiut, führt es vielleicht zum Abschluß eines Geschäftz
Häufig verweist man den Interessenten an das europäische Haut durch dessen Vermittelung der Importeur seine Waaren bezieh. Dies geschieht auch deshalb, weil in Europa die Preise der Offer wie auch die Leistungsfähigkeit und die moralische Persönlichkeit de Anbietenden besser beurtheilt werden können. Es ist von große Wichtigkeit, daß die Waaren in der gewünschten Qualität, Größe und Verpackung und zur bestimmten Zeit geliefert werden. Komma die Waaren später als verabredet an, so ist in Buenos Aires, wo st viel von Jahreszeit und Mode abhängt, gewöhnlich auch der günstig r, . für den Verkauf verstrichen, und der Importeur erleida edeutende Verluste.
Gerade in den ersten Offerten, die zwecks Erwerbung neun Kunden gesandt werden, sind nicht selten überaus hohe Preise ange geben, und vielfach stimmen bei der Ausführung gerade (iner ersten Bestellung, welche doch die Grundlage zu neuen Srdres bilden sol Verpackung, Größe oder Gewicht der Kaufwaaren mit den gestellten Bedingungen nicht überein. Manche beachten die empfangenen In= struktionen zu wenig. Man scheint häufig nicht zu glauben, dez Buenos Aires ein so viel verlangender Markt ist. Möglicher Wein spielt dabei auch Mangel an Erfabrung im Exporthandel eine Rolle und vor allem die Unkenntniß, daß die argentinischen Abnehmer ihren Wünschen gemäß bedient werden wollen und nicht, wie es dem eure. päischen Absender beliebt.
Will man einen Artikel einfübren, so ist es gerade nicht immer gerathen, mit einem großen Haus in Verbindung zu treten. Dü größeren Firmen haben bisweilen schon zu viel Sachen an der Hand als daß sie sich noch mit der Auffindung und dem Vertrieb neuer Artikel befassen könnten. Mitunter verdient ein kleines Haus, da sich noch emporarbeiten muß, den Vorzug, besonders wenn es sie um kleine Artikel handelt. Weiß man, daß eine Firma betriebsan und vertrauenswürdig ist, dann muß man sie auch mit Vertrauen und vor allem mit Kredit unterstützen. Es möge bedacht werden daß in Argentinien übermäßige Unkosten, namentlich hobe Einfubt zölle, die Waaren belasten. Will man angesichts dieser schwierigen Markfwerhaltnisse eine Waare zur Einfübrung bringen, so ma man zu Anfang zu Opfern bereit sein. Hat ein Artikel dur Preis und fortgesetzt gute Beschaffenbeit einmal die Gunst da Publikumg gewonnen, dann wird auch noch immer etwas an ibe verdient. Vor allem ist darauf zu seben, daß eine einzufübrende Waare auch wirklich für den argentinischen Markt und Geschmal vaßt, andernfalls sehe man lieber von einem Handel Argentinien ab; es weiden dann wenigstens Enttäuschungen und Ver luste vermieden.
Viele ausländische Kommissiongbäuser und auch einzelne große Fabriken haben in Buenes eigene Geschäfte, welche, wie berein erwäbnt, sich in der Regel mit dem Vertrieb von Spenalartileln be fassen.
vandelgsmarken. Gine Anzahl Waaren sind in Argentine durch die Handelamarfen bekannt, mit denen verseben sie auf der Markt ko]mmen. Viel mehr als in Europa richlet der Konsume— seine Aufmerfsamkeit auf diese Marken; es ist ibm sast gleichgaltig. wer für eine Waare er unter der Marke kaut. Diet ist in solchem Maßed Fall, daß von vielen Artikeln nur belannte Marken Absatz find während die unbekannten, wenn sie auch von eben so guter order selke von besserer Qualität sind alt jene, keinen Käufer sinden. Je belannn eine Marke ist, den o höher ist der Prei, der für die betreffend Waare erielt wird. Fabrikanten oder Exporteure, welche einen n Artilel einführen, mögen daber nicht versäumen, dessen Marle eintt ju lassen. Wie sebr von diesem Mittel, sich des ausschlie : Recht zum Verkauf eines Anikels zu versichern, Gebrauch gemalt wird, erbellt aus der Thatsache, daß eine einnge Nummer da argentinischen Staats Anzeigers, deg Bolotin ossseinl vom 6. Sa tember 1907 die Eintragung von einigen zwanzig verschiedenn Marken bekannt gemacht bat bierunter bestnden sich Schug marta für Gfwaaren und Getränke, landwirthschaftliche Gerätbe na Maschinen, Avotbeferwaaren, Tafelöl, Pflanzen, und Minerale Farben und Firnisse, Webwaaren, Konfekilorgartikel und Kurjwaarmn Dliwenöl, Heilmittel gegen Rbeumatiemur, Drogen und Gbemifalle⸗ antiseytische Mittel, Beltdecken, Damp flessel, Garne
Preraganda. Dann und wann erobert ein Artikel oder ein Waare mit cinem Male den Marft. Dieg ist meisteng die Fel einer entsprechenden Nellame, die in großem Maßstab und ung
Aufwendung don viel Geld getrieben wird. Ge giebt Waarrm
Wachbolderbranntein 4 B., die fast allein durch Annoncen Abin finden. Wird mit der Reklame aufgebört, so macht die Mare R
wöhnlich in der Ganst deg Publikum einer anderen Platz, welke
nachhaltig angelundigt wird. Die Gatsendung ven Geschäftareisenden nach Argentinien fan
(Schluß ia der Jrelten Geilage.)
Zweite Beilage
zun Dentschen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preußischen Staats⸗Anzeiger.
Sandel und Gewerbe. (Schluß aus der Ersten Beilage.)
Die Eröffnung der Lofoten-Eisenbahn.
e provisorische Eröffnung der für den Transport der nord— . Eisenerze hochwichtigen schwedisch-norwegischen Er e weg ift nde (Lulea — Narvik), der nördlichsten der Wert, fand am 15. Nopemher d. J. statt, während die offizielle Gröffnungsfeier erst im Juni 1993 abgehalten werden soll. Am 15. Robember traf nämlich der erste Passagierzug aus Stockholm in dem norwegischen Hafen Narpik, ein, am 17. November der erste Erztransport aus dem Bergwerksdistrikte Luossavara. Täglich kommen etz. Eritransporte in Narvik an. Die Erzverschiffungen werden kee erst im Januar 1903 beginnen, da die Hafenanlagen gegen⸗ wärtig noch nicht ganz vollendet sind. (Oesterreichisches Handelsmuseum.)
Dominikanische Republik.
Erhebung der Einfuhrzölle nach vier Tarifen. Ein Dekret vom 12 September d. J. hat in Anbetracht, daß ' Länder dle landwirthschaftlichen Erzeugnisse der Republik mit Einfuhrzöllen belegen, die in manchen Fällen gleichsam prohibitiv sind. und in der Absicht, die Einfuhr nach diesen Ländern durch den Abschluß von auf Gegenseitigkeit beruhenden Handelsverträgen zu erleichtern, Folgendes
rdnet:
, ,, 1. Die Entrichtung der Einfuhrzölle soll nach folgenden vier Tarifen erfolgen: dem Mindest«, dem gemäßigten, dem Zuschlag- und dem Höchsttarif. Den Min desttari sollen die olle des gegenwärtig oder in der Folge geltenden be, . ilden; den gemäßigten Tarif. dieselben Zölle mit einer Erhöhung von 30osfs; den Zuschlagtarif die angegebenen Zölle mit einem Aufschlag von 7060,½ und den Höchsttarif ebendieselben Zölle mit einem Zuschlag von 1000 / o. 1
Artikel 2. Zur Ausführung dieses Dekrets wird für Zucker, Kaffee, Kakac und Taback der Werth für je 50 kg in der Republik, wie folgt, festgesetzt: a
eso
(amerikanisch. Gold) R unter 940 und für Melasse .. 1,50 J 12,00 d D Es soll Anwendung finden: der Mindesttarif oder die tarifmäßigen Zölle auf alle Waaren aus Ländern, die irgend eins der vorstehend bezeichneten dominikanischen Erjeugnisse mit keinem höheren Zoll als 20 o des in dem vorstehenden Artikel an⸗ egebenen Werthes belegen oder in welchen die Einfuhr der genannten e m. zollfrei ist ;
der gemäßigte Tarif auf alle Waaren aus Ländern, in denen irgend eins der vorstehend genannten dominikanischen Erzeugnisse mit 21 bis 30 o½9 des obenbezeichneten Werthes belegt wird,
der Zuschlagt arif auf Waaren aus Ländern, welche irgend eins der bezeschneten dominikanischen Erzeugnisse mit 31 bis 450, des obenbezeichneten Werths belegen, und ;
der Höchsttarif auf Waaren aus Ländern, welche irgend eins der genannten dominikanischen Erzeugnisse mit mehr als 40 0½ des oben bezeichneten Werths belegen oder wo deren Einfuhr verboten ist.
§ 1. Die Kolonien einer Nation sowie die verschiedenen Gemein⸗ wesen, die einen Staatenbund oder einen Staat bilden, werden im Sinne dieses Dekrets ebenso angesehen wie der Staat oder die Nation, dem oder der sie angehören, auch wenn sie an sich auf die in Artikel 2 genannten dominilanischen Erzeugnisse keine Einfuhrzölle oder solche in geringerem Ausmaße erheben als der Staat oder die Nation, die fie bilden oder denen sie angehören.
§ 2. Als Erzeugnisse eines jeden Landes werden diejenigen an gesehen, die aus diesem Lande in die Republik eingeführt werden, wofern nicht mit Sicherbeit feststeht, daß ähnliche Erzeugnisse weder von der Landwirthschaft noch von der Industrie des betreffenden Landes beworgebracht werden, oder die besonderen Zeichen, welche die Waaren tragen, oder andere deutliche und bestimmte Angaben das Ursprungland unzweifelhaft erkennen lassen.
Artikel 4. Der Jolljuschlag auf die Waaren der Länder, in denen die in diesem Dekret erwähnten dominikanischen Erzeugnisse einem böheren Zoll als 20 0½ unterliegen, soll in folgender Weise Anwendung sinden:
vier Menate nach Verkündung dieses Dekrets 10 9 deg Zuschlags, der dem Unterschied zwischen dem Mindest⸗ tarif und dem nach Lage des Falls anzuwendenden Tarif entfpricht;
sieben Monate nach der genannten Verkündung 30 0,
zehn Monate danach 70 0 und
ein Jahr nach der Verkündung der gesammte Zuschlag.
Artikel 5. Für Länder, mit denen Gegenseitigkeits. Verträge abgeschlossen werden, sollen die Bestimmungen dieser Verträge anstatt der Vorschriften dieses Dekretg gelten
Artikel 6. (Gaceta osleial, Santo Domingo, 13. Ser- kember 1902)
Das Waffengeschäft in Magkat.
Die Ginfubr eurcväischer Waffen und Munition nach Maekat ist fattet, findet indessen an den übrigen Häfen der Omünküste nicht att. Die Waffeneinfubr bat sich in den letzten drei Jabren be⸗ fländig vermindert und därste sich in Anbetracht der wirtbschaft ˖ lichen Notblage, unter der dag Hauptabsatzgebset, die versische Käüäste, seit langem Infelge von Mißernten leidet, auch fur die nächste Zulunft nicht günstiger gestalten. Im Jahre 1899 besifferte sich die Ginfubhr von Gewehren nach Maglat auf 160009, wäbrend dieselbe im verflessenen Jabre laum die Hälfte betrug. Die Ginfubr erfolgt meist auf direli gebenden englischen Dampfern, don irgend einem englischen Dafen aug, ohne Anlaufen einen kritisch Indischen Hafeng. Von Magkat aug wird dann dag ganze Gebe des Perssichen Golf auf Schelbeeten der Gingeborenen mit Waffen und Munition versorgt. So ging big * eln großer Theil davon nach dem noch nicht unter belgisch versts Zollkontrole hebenden Bender Rig, dessen Gban d bis j Rran vro Gewehr Joll Abob. Gin anderer beträchtliciher Theil wurde in der Näbe don Gender Dilum gelandet. Die Tengeslanl⸗Anste, selbst das in nächster Nabe von 2 gelegene Rischähr, erballen größere Waffen ufubten, don den bedenlenderen Städten wie e. Bender Abbas Bahrein gan u schweigen. Auch Aweit war früber ein quter Wasfenabnebmer den Maclat, wird aber in lepter Jeit von den Waffenbändlern nicht Kesucht. Ghense bat Mubammera feinen Bedarf für Arabfstan von Marlag aug u decken verstanden. Die eigentliche Omanksste (Perlen
Raste)] so 8 Dobel, laust direlt den Maglat. Der an legterem Ort dem Sultan erbebene Jell beträgt Gens; — * Mebt derselbe sedech noch J Dollar pro Gewebr als Pridal-
Olastchtlich der Qualitäten ist dag sogenannte Makenzd* ). Gewebr
2 eln jschen Taufwann fo benanaß, der dagselbe acrn * C86 X ir subr ic
Berlin, Donnerstag, den 18. Dezember
am gesuchtesten und weniger Preisschwankungen unterworfen als die übrigen Waffen, die bis 39000 im Preise variieren.
Eine zweite Waffe ist die sogenannte Nimtschl, d. h. Henry Martini, ,, Patent⸗half stock, mit und ohne Sicherung. Fast gar keine Nachfrage herrscht nach Doppellauf⸗Schrotflinten.
5⸗ oder 10-ladige Mauser⸗Repetiergewehre werden hin und wieder abgesetzt; ein fach, Mausergewehre mit 8. oder g⸗kantigem Lauf sind gangbar, solche mit glattem, rundem Lauf jedoch nicht.
Auch Revolver und Pistolen, wobon im verflossenen Jahre 600 Stück eingeführt wurden, erfreuen sich einer gewissen Nachfrage.
Die Preise der gangbarsten Waffen in Maskat sind (1 Dollar — 5 Kran durchschnittlich 5 Kr. — 1 Pfd. Sterl.). .
Jö oll.
A. Marke Makenzy:
1) Doppelflinten, ein Lauf für Schrot, der andere für Kugel mit 90 patronen 2) Einläufige Gewehre mit 6⸗ oder S8⸗kantigem Lauf (sogenannte veoh michi) d. h. mit einem Nagel (pin) versehen und 100 patronen 3) Sogenannte Nimtschl, graviert und mit Sicherung und 100 patronen 4) Sogenannte Nimtschl, penj michi, d. h. mit fünf Nägeln (pins) versehen, eine Nachahmung des Makenzy⸗ Gewehrs, graviert und mit Sicherung und 100 patronen B. Andere Sorten: ö Doppelflinten, ein Lauf für Kugel, einer für Schrot unb 409 patronen . Beide Läufe für Schrot (unbeliebt)... . 650 Henry Martini, graviert, mit Sicherung und 100 patronen 35 Denty Martini, ohne Sicherung und 109 patronen Henry Martini, ohne Gravierung, mit Sicherung und oo patronen 6833 Henry Martini, ohne Gravierung, ohne Sicherung und 90 patronen. 7) Sogenannte Dixon⸗Gewehre mit 109 patronen. . 26—28 Mauser⸗Repetier, 10ladig mit 400 patronen... 120 ñ bladig . 46065. ö 10) Mauserflinten (ohne hꝛeretier Vorrichtung) mit Wh patronen (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Vize ⸗Konsulats in Buschär.)
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Bau der Quetta⸗Nuschki⸗Eisenbahn.
Indischen n , zufolge ist der Bau der Quetta-⸗ Nuschki Eisenbahn in einer Länge von 829 Meilen (englische) von der anglorindischen Regierung genehmigt worden. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Vize⸗Konsulats in Buschär.)
Konkurse im Auslande.
Rumänien.
Husi: Buium Haim oviel. Herlad: B. L. Dulberg.
Zwangsversteigerungen.
Beim Königlichen Amtsgericht 1 Berlin stand das Grund⸗ stück Victoriastraße 4, dem Kaufmann O. Cd. Ferd. Pfennig in Hamburg gebörig, zur Versteigerung. Nutzungswerth S400 MS Mit dem Gebot von 46000 M baar und 150 000 M½ Hypotheken blieb Hotelier Christian Thielebein, Dresdenerstraße 52/53, Meist⸗ bietender.
Beim Königlichen Amtsgericht 11 Berlin wurde das Verfahren, betreffend die Zwangeversteigerung des Müller F. W. A. Pintsch'schen Grundstücks in Schönfeld, aufgeboben.
Tägliche Wagen gestellung für Koblen und Kokg an der Ruhr und in Dberschlesien. An der Rubr sind am 17. d. M. gestellt 17 753, nicht recht⸗ zeitig gestellt keine Wagen.
Nach einer Mittheilung der Preußischen Pfandbrief⸗Bank, Berlin, ist der Bestand an Darlebneforderungen um ca. 18 Millionen Mark, die Umlaufgziffer der Emissionevaviere um ca. 16 Millionen Mark gestiegen. Die Dividende wurde in Höhe von 7 wie im Vorjahre in Aussicht genommen.
Ueber die am 17. d. M. in Berlin abgehaltene Aufsichtgratba⸗ sitzung der Bergwerk gesellschaft Hibernia, Herne, wurden ung solgende Mittbeilungen gemacht: Der Robgewinn des Monat November d. J. beläuft sich auf 806 186 9 gegen 27 956 4 im Oftober d. J. und gegen 786 915 AÆ im November 1901. In den abgelaufenen 11 Monaten des Jabres 1802 beziffert sich die gesammte Koblenförderung auf netto 2 870717 * (gegen J095 995 4 in dem gleichen Jeitraume deg Verjabreg Davon entfallen 516 503 auf die Zeche Wilbelmine ⸗ Victoria. 239 997 n auf die Zeche Hibernia, Rez 773 6 auf die Jeche Sbamreck 111, Jo3 1097 * auf die Zeche Stzamreck 1IIV und 87 02 e auf die Zeche Schlägel und Gisen. An Relg wurden 139072 * auf Jeche Sbamrock 1 11. 1285 277 auf Zeche Sbamreck 111 IV und 43 670 1 auf Jeche Hibernia vroduziert Ju den Rofereien der Zechen Sbamreck 111 und Sbamrock III IV wurden ferner 57 n Theer und 2535 e schmwefel⸗ sauteg Ammeniaf gewonnen, und auf der Bensolfabrik der Jeche Sbamreck 111I1IV 754 1 Robbenol vroduslert. Auf der Gaganstall Shamreck 111 wurden 1119 962 chm 6 25308 Gatfolg und 205 6 Gaetbeer erseugt. Die Produktion an Jie gelsteinen betrug auf Wilbelmine· Ṽetorla 4 019 005 Stück, auf Schläzel und ü 4573009 Stück, und auf der Gaefabrik Wilkelmine⸗Vicherla wurden 357 783 ehm Gag. 79 Gaffel und G3 e Gag tbeer gewonnen. Der erselte Bruttegeminn der abgelaufenen 11 Menate Januar Nordember d. J. wird, unter Hiajarechnung deg muthmaßlichen Neberschusseg pro Detember er, einen Jabreggewinn ergeben, welcher bel auslsmmlichen Abschteibungen die Veri beilung einer Dividende von 10 auf dag 398 40 000 Æ betragende Akrier Iarital zulassen dürfte. Die gunstigeren Nefsultate in den enten Monaten sind, owobi in Besag auf die Prodaftlon alg auf dag Fäaangsesse Ergebniß durch eine 2. deg Absaßet deranlaßt, welche auch dag Inland Geschäft war nicht ganz unberührt gelassen bat, m wesentflihen aber von dem Arkelteraug tand in Frankreich herrührt. Für dag nächte Jaht stebt, wie bekannt, cine ibeilnweise Nedafneon semobl der Reblen- alls auch der Relepreise Kewwer; die selke ist ar nicht pon so cin schae dender Gedentang wie diesenlge deg Versabri, wird aber lmmerbln für die Beurteilung der Nentab lität eich gan aufer Acht gelassen werden fzanen. Von dem Maße, in elchem die jar Jeit wabrnebmbare — * — der Toblen⸗· and Rekaakbeabee darch die Gienfadustrie
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anbẽ 2X fortseht, und der der Möalichtelt, die Selbstfeten
det Preis bildung an en, werd es abbkdegen eb nad lam lemeit des Ira. bald der lauen en 8 ber; erreicht Reiben ann.
— Laut Meldung des W. T. B.“ betrug der Betriebsüberschuß der Gotthardbahn 790 000 Fr. (730 050 Nov. 1901 ov., 41 851,45 Nov. 1901 def) — Die Einnahmen der Canadischen
k bahn in der vergangenen Woche betrugen 824 000 oll. (35 000 Doll. mehr als i. V.).
Kursberichte von den Fondsmärkten.
Hamburg, 17. Dezember. (W. T. B.) Gold in Barren für das Kilogr. 2788 Br., 2784 Gd., Silber in Barren für das Kilogr. 67,50 Br. 67,00 Gd.
Wien, 18. Dezember, 10 Uhr 50 Min. Vorm. (W. T. B.) Ungar. Kredit · Aktien 706, 00, Oesterr. Kredit⸗Aktien 671,75, Franzosen 672.25, Lombarden 62, 50, Elbethalbahn 451 00, Oesterr. Papierrente 101,40, Loso ungar. Goldrente 120,15, Oesterr. Kronen⸗Anleihe 100,50, Ungar. Kronen-Anleihe 97, 90, Marknoten 117.10, Bankverein 449 00, Länderbank 384,00, Buschtierader Litt. B. Aktien ——, Türkische Loose 111,50, Brürer — —, Alpine Montan 370,00.
Ton don 17. Dezember? JW. T. B) (Schluß) 24 0 ο Eg. Kons. 927i, Platzdiskont 37 /s, Silber 2256.
Paris, 17. Dezember. (W. T. B.) (Schluß.) 3 0 ο Franz. R. 8,77. Suezkanal⸗Aktien 3920.
Lissabon, 17. Dezember. (W. T. B.) Goldagio 25.
New York, 17. Dezember. (Schluß) (W. T. B.) Bei Er⸗ öffnung stiegen Chicago, Milwaukee u. St. Paul, Missouri Pacific, Philadelphia and Reading und Manhattan Railway. In den . Werthen waren Gewinne und Verluste fast gleichmäßig verthellt. Sehr beachtet waren diejenigen Papiere, die von spekulativen Interessen⸗ gruppen seit langem bevorzugt werden. Gerüchte von Erhöhung der Dividende der New JYork Central wurden von maßgebender Seite in Abrede gestellt. Für Pennsylvania⸗Aktien war einige Kauflust vor⸗ handen auf die Genehmigung des Privilegiums zur Anlegung eines Tunnels von New Jersey nach Long Island. United States Steel Cor⸗ poration schwächten sich anfänglich ab auf die gestern erfolgte Erwerbung der Union Steel Company, befestigten sich jedoch später. Die Hoff⸗ nung auf baldige Ratifikation des Reziprozitätspertrags mit Cuba wirkte günstig auf American Sugar Aktien. Der Geld⸗ markt zeigte heute freundlichere Gestalt infolge des Rück⸗ flusses von Geld aus dem Innern. Im späteren Ver⸗ laufe gingen die hauptsächlichsten Gewinne wieder verloren, da ebenso wie gestern der höhere Kursstand ein größeres Angebot zur Folge hatte. Aktienumsatz 630 000 Stück. Geld auf 24 Stund. nin zehn 5, do. Zinsrate für letztes Darlehen des Tages 4, Wechsel auf London (60 Tage) 4 85,12, Cabel Transfers 457,37, Silber Commercial Bars 48/6. Tendenz für Geld: Leichter.
Rio de Janeiro, 17. Dezember. (W. T. B.) Wechsel auf London 11216.
Buenos Aires, 17. Dezember. (W. T. B.) Goldagio 127 40.
Kursberichte von den Waarenmärkten.
Berlin, 17. Dezember. Marktpreise nach Ermittelungen des Königlichen Polijei . Praͤs diums⸗ (Höchste und niedrigste Preise.) Per Doppel · Itr. für: Weizen, gute Sorte) 1535 ; 15,32 R — Weizen, Mittel ⸗ Sorte) 15,29 ; 15,726 6 — Weizen, geringe Sorte) 15,23 M; 1520 660 — Roggen, gute Sorte“) 13,50 M; 13,48 A — Roggen, Mittel⸗ Sorten) 13, 46 10; 13,44 M0 — Roggen, Fine Sorten ) 13,42 M; 13,40 M — Futtergerste, gute Sorte 14,350 A; 14,00 M — Futtergerste, Mittel ⸗ Sorte 13,50 ; 13,40 Æ —
uttergerste, geringe Sorte 13,30 Æ; 1230 M — Hafer, gute Sorte 16,8090 ; 15,830 M — Hafer, Mittel. Sorte 15,70 AÆ; 1470 M — Hafer, geringe Sorte 14,60 M; 13,70 M — Richtstroh 5, o0 M; 418 6 — Heu 7.50 Æ; 5,19 4 — 4 jum Kochen 40 90 M; 25 00 MM — Speisebobnen, 22 50 00 4 20 00 M — Linsen 60 00 Æ; 20,00 Æ — Kartoffeln 7 00 A 5.00 0 — Rindfleisch von der Keule 1 Rg 1,8090 MÆ; 1420 AÆ — dito Bauchfleisch 1 Kg 140 M; 100 M — Schweinefleisch 1
1,80 M; 1,30 . — Kalbfleisch 1 K 1,80 Æ; 1,10 M — Hammel
leisch 1 Kg 170 M; 1,10 M — Butter 1 RR 260 M; 200 MÆ — Gier 60 Stück 580 Æ; 3.20 Æ — Karpfen 1 Kg — Aale 1 Rg 260 MÆ; 1404 — Zander 1 Kg — Hechte 1 Rx Ro M; 120 M — Varsche i e — Schleie 1 g 320 *; 140 . — Bleie 1 K — Krebse 60 Stück 12090 Æ; 2.50
) Ab Babn. *) Ab Babn und frei Haus.
Berlin, 17. Dejember. Bericht über Speifefette von Gebr. Gause. Butter: Von einem besonders lebbaften Festgeschäft war leider noch nichtg zu spüren; die Aufträge aus der Prodin waren allerdings etwas größer, jedoch genügten die Ginlieferungen jur Deckung deg Bedarfs; nur allerfeinste, tadellose Marken waren ibeilweise knary. Die Preise konnten sich unverändert bebaupten. Die bentigen Notie= rungen sind: Hof ⸗ und Genossenschaftebutter Ia Qualität 109 big 112 , Hof ⸗ und Genossenschafte butter IIa Qualität 107 bia 110 A — Schmal6jst Der Markt verlief in ruhiger, fester Tenden. In der Provinz bat die Nachfrage infolge der boben Preise und der begonnenen Dausschlachtungen etwas nachgelassen, dagegen sind aber auch die Zu⸗ fuhren so lein, daß die Anarrpbeit an Waare hier und in Vamburg noch immer bestebt. Die beuligen Notierungen sind: Gboice Western Steam 67 50 Æ. amerilanische Tafelschmals (Borussia) 67,0 A. Berliner Stadtichmalj (Rrone) 68 AÆ. Berliner Bratenschmalj (Korn- blume 69 big 72? AÆ — Speck: wenig Nachfrage.
Magdeburg. 18 Dejember. (. T. G.) JZucerberich t. Fern. Lacher 88 e 9. S. 900— 9 20, Nachrredulte 765 e,, obne Gad 0 — 7.40 Stimmung: Matt. Gretrafflnade J. 0. Faß 2870. Krystalllucker J. mit Sack 29. 45. Gemablene Nafflnade m. Sad 29 15. Gemablene Meli mit Sack 23 95. Stimmung — Mob- lucker L. Produtt Transite f. a. G. Hamburg pr. Dehemker 1625 Od. 1645 Gr, — — bez, vr. Januar Mär; 16 30 Gd, 16 40 Gr, — — ben. pr Mal 16 50 Ge, ed Br. == g, pr. Wugnst g 8 Ge- 15695 Gr, 1695 Fer, vr. Dfteber - Dezember 1790 Gd, 17.95 Gr., 17,90 ben Stlmmunng Matt.
* 8 * 17. Dezember. (G. T. G.) Rübel leo Si o), ver al 51. *.
Grem en, 17. Desember. (G. T. G) rn, — Nabila. Sele Tube und Friss Ss Der el imer oJ. arm Dezember - Viefernng Tak und Firfin — Dorpe — —
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Sreck Rabig. Short leke— . Sbert clear — ertra lang —. Naffer still. Ganmn olle rubig lele G8 3. Dam barg, 17. Dœember. (GM. T. G) Petreleum sebr stramm. Standard wbise lolo 7Z 00. Dambarg, 18 December. (G. T. G) Kasee. bericht) Goed Sante ver Deember Mi 83 NM 28 Gd. ver Mal 23 Gd, per Sertemker Di G. bauvtei. — Ja cer markt. (Nnfanghbericht.]) 2 — 1. Predali 38 e, Vendemenl nene Ufance, frei an r ver 16 B. ver Januar 16 *. ver — 16 40, ver Mal 18.
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