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der aufgestellten Ansichten und Vorschlaͤge auferlegt, und die Man⸗ nigfaltigkeit der dabei in Betracht kommenden Interessen und Verhälthiffe nur immer erwarten ließetz. Was bei der besendern Ratur diefes noch in diplomatischen Berhandlungen hegriffenen Gegenstandes der Mittheilung faͤhig ist, soll Ihnen, in Beziehung auf den noch unerledigt gebliebenen Zollgesetz Entwurf vom Jahr 128919, auf geeignetem Wege mitgetheilt werden. — Seit mehreren Jahren werden über die Berichtignng unserer Rheingraͤnze mit Der Franzbsischen Regierung Unterhandlungen gepflogen Diese haben bereits das erfreuliche Resultat gewahrt, daß auf der Strek⸗ ke von Basel bis Kappel, die gegenseitige Ruͤckgabe der streitig gewesenen Rheininseln vollstaͤndig bewirkt, und die Aussteckung der Eigentbumsgranzen vollzogen ist. Auf der Strecke von Kappel bis Tanterburg wird dieses mit vielfachen Schwierigkeiten ver—
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knäpfte Geschaͤft innerhalb der naͤchsten zwei Jahre sein Ende er⸗
reichen. Die vorbereitete desinitive Uebersinkünft mit Frankreich eröffnet uns die angenehme Hoffnung, sowol unsere Eig enthums⸗ und Banngraͤnzen, als unsere Hoheitgraͤnzen, fuͤr die Zukunft auf eine feste Weise gesichert, und den immer wiederkehrenden Stoff zu gegenseitigen Irrungen und Reibungen endlich fuͤr immer be⸗ seitigt zu sehen. — Ein von beiden Seiten gewuͤnschtes weiteres Ucbereinkommen uͤber das gemeinschaftlich zu befolgende System Der Nheinhauten und Uferdeckungen, laßt uns hoffen, daß der Be⸗ trag der fuͤr diese Zwecke bisher jaͤhrlich verwendeten bedeutenden Kosten sich in der Folge betraͤchtlich vermindert werde. Es wird Dadurch dem Rheine manches versunkene Terrain wieder ab⸗ genommen und der Kultur zurückgegeben werden. — Die seit ei⸗ nigen Jahren mit dem Paͤpstlichen Hofe, von mehreren Bundes⸗ Regierungen in gemeinsamen Einverstaͤndnisse geyflogenen Verhand⸗ lungen uber die neue Regulirung der Verhaͤltnise der teutsch—= katholischen Kirche, haben bereits erfreuliche Resultate gewaͤhrt. Der Umfang der Diszesen ist festgesent; die Sitze der bischoöflichen Stuͤhle sind bestimmt, die Dotation derselben geregelt. Unser Landes Bischof wird seinen Sitz zu Freiburg aufschlagen. Es ist unserm Staate die Auszeichnung zu Theil geworden, daß er zu⸗ gleich die Funktionen des Erzbischofes uͤber die in den Stagten Der zu diesem Zwecke vereinigten Bundes-Fuͤrsten errichteten Didb— zesen versehen wird. Im gegenwartigen Augenblicke tst der Voll⸗ zug dieser Anordnungen Gegenstand der gewissenhaften Sorge der Regierungen. Weitere, fr das Wohl der katholischen Kirche in Teütschland nicht minder wichtige Bestimmungen werden das, von Den saͤmmtlichen Regierungen mit gleichem Eifer verfolgte Ziel fernerer Unterhandlung mit dem Roͤmischen Hofe seyn. Vie Wiedervereinigung der durch einige abweichende Lehrbegriffe in zwei Haͤlften gespaͤltenen protestantischen Kirche war durch die auf⸗ geklaͤrte Stimme unserer Zeit laͤngst dringend gefodert. In meh⸗ reren Staaten Teutschlands war man bereits mit ermunterndem Beispiele vorangegangen; nun ist das vielfach erfreuliche Werk auch bei uns zu Stande geksmmen, und zwar auf eine ausgezeich net schöͤne, gruͤndliche und die wohlthaͤtigsten Fruͤchte verheißende Weise. — Der von Ihnen, meine Herrn, bei Ihrer letzten Ver—⸗ sammlung der Universitaͤt Freiburg vorgeschlagene Zuschuß zu ih—⸗ rer, durch das Ungluͤck der Zeit ünzureichend gewordenen Dotag—
tion, ist derselben längst zugewiesen Es war eine der angelegentlich⸗
sten Sorgen der Regierung, durch zweckmaͤßige Verwendung dieser vermehrten Einkuͤnfte die Lebranstalt einem hoͤhern Grade der Vollkommenheit entgegenzufüͤhren. Die Summe von 20,000 Fl., die auf Ihren Äntrag fuͤr die Erleichterung des Looses allzu erg besoldeter Schullehrer ausgesetzt wurde, ist nach der See— enzahl vertheilt worden. Bei der Vertheilung unter beide Kon⸗ fessionen hat der evangelische Religionstheil 6300 Fl. und der ka— thollsche 130 Fl. erhalten. — Wir koͤnnen nur bedauern, daß piese Mittel nicht zureichend waren, dem Beduͤrfnisse im allg emei⸗ nen auf eine genuͤgende Weise zu entsprechen. Der aus Ihrer Mitte hervorgegangene Wunsch der Errichtung eines allgemeinen Taubstummen-Instituts, ist von der Regierung aufs sorgfaͤltigste gepruft worden. Sie hegt die gegruͤndete Hoffnung, ihn noch im Taufe dieses Jahres in Erfuͤllung setzen zu können, so gut als es die ihr zu Gebote stehenden beschraͤnkten Mittel nur immer gestat⸗ ten. -In den Entwürfen und Vorschlägen, welche die Regierung zu Ihrer Berathung vorbereitet hat, werden Sie der Erfuͤllung pieser von Ihnen fruͤher geäußerten Wuͤnsche begegnen. — Nir⸗ gends werden Sie die Abstcht verkennen konnen, alles dasjenige, was bie dringendsten Beduürfnisse des Landes fodern, mit kluger Vorsicht ins Leben zu rufen, und so allmaͤlig, aber auf dem sich er⸗ sten Wege, die Entwickelung einer Verfassung herbeizufuͤhren, die, pem Regenten und dem Volke gleich theuer, nur dann fuͤr beide , , seyn kann, wenn von beiden Seiten durch gewissen⸗ haftes Festhalten an ihren Grundbestimmungen jede Stockung, so wie jede Uebereilung in dem gemesscenen Fortschreiten zum vorge⸗ steckten Ziele, vermieden wird. — Das Finanz-Ministerium wird Ihnen, meine Herrn, eine detaillirte Uebersicht uͤber die Verwen⸗ dung der, für das Etats⸗Jahr 1820 verwilligten Gelder vorlegen. — Ein Hauptgegenstand Ihrer Arbeiten wird die Prufung des Budgets fuͤr die Etats⸗-Jahre 1822 und 1ge3 seyn. — Wenn Se. Koͤnigl. Hoheit, unser erhabener Regent, Ihren geliebten Untertha⸗ nen noch nicht alle Erleichterungen gewaäͤhren konnten, die Ihr vaͤterliches Herz ihnen so gern goͤnnen möchte, so finden Sie fuͤr dieses schmerzliche Gefuͤhl nur in dem Gedanken Betuhigung, daß der reinste menschliche Wille stets durch die Macht der Umstaͤnde in den Schranken des Moͤglichen und Erreichbaren festgehalten wird. — In der Ueberzeugung, daß es gegenwaͤrtig vor allen die ackerbguende Klaffe ist, die einer nahen Hilfe bedarf, haben Seine Königl. Hoheit befohlen, daß man sich mit Vorschlaͤgen zu Er⸗ leichterung der auf dem Grundeigenthume haftenden Lasten beschaͤf⸗ tige. Zu diesem Zwecke werden Ihnen, meine Herrn, in Bezug auf die von Ihnen selbst in Anregung gebrachte Verminderung der Grund⸗ und Haͤuser⸗Steuer, und besonders zu Erie chrerunj der mit Schulden belasteten Haus- und Guͤter-Besitzer, demnaͤchf die Antraͤge der Regierung vorgelegt werden. — Gleiche Absicht der Erleichterung der ackerbauenden Klasse liegt dem Entwurfe ei⸗ ner Abaͤnderung des, nach dem letzten Landtage ergangenen Gesez⸗ zes über das Straßen⸗ Geld zum Grunde. — Es soll die Freiheit bedeutend erweitert werden, welche dem Landmanne durch jenes Gesetz, nur auf eine unvollstaͤndige Weise zu Theil geworden war, worauf er aber um so besser begründete Anspruͤche hat, da die ur— spruͤnglich gehegte Hoffnung, dem neuen Gesetze Kber das Stra— ßen⸗Geld, die Aufhebung der Strgßenbau⸗-Frohnen bald folgen lassen zu knnen, unter den gegenwartigen Verhaältnissen sich im⸗ mer mehr entfernt. — Mitten unter den unguünstigsten Zeitverhaͤlt⸗
—
gung gewaͤhren, daß die Regierung nichts unbeachtet gelassesf gleiche Weise
stitutionellen Systems, fuͤhren kann. — An die Gemeind
Freiheit ist eine unzweideutige Anerkennung der Beduͤrfnisse
in Anregung gebrachten Veraͤnderungen n gegenwartigen System der Verwaltung der sogenannten ärlichen Gerichtsbarkeit, ausgeseßt bleiben. müßen. Die ung hat die gründliche Verzesserung diesc, wichtigen Zwei unferer offentlichen Einrichtungen zu einer ihrer Hauptsorgen
je tiefer man aber in diesen Gegenstand eindringt, je r man ihn ins Auge faßt, desto mehr haufen sich die wierigkeiten, desto lebendiger wird die Ueberzeugung, daß hier
nissen hat die unerschoͤpflich reiche Natur unseres n so vielfach landes, in ihrer verborgenen Tiefe, uns einen 6 urn en! sen sorgfaͤltige Benutzung uns, in einer nicht allzufernen 4 die Erfüllung eines lange und allgemein genaͤhrten Wuns deutende Minderung des Saljpreises und damit eine ne fuͤhl bare Erleichterung der auf der ackerbauenden Klasse ruhen sten verheißt. Es war der glorreichen Regierung unseres hochve fuͤr die Vermehrung des Wohlstandes seines Volkes rastlos . ten Großherzoges vorbehalten, durch ein beöarrliches Reg] häiteten Hesteezungen nicht; Göcdeihlichss herdorgehen öhne¶ endlich das einzige Produkt noch aufzufinden, was unser in, sogengunte willkürliche Gerichtsbarkeit steht in den mannig⸗ so gesegneter vaterlaͤndischer Boden, bisher uns zu versagen sten und innigsten Beziehungen, mit den Vorschriften des bür⸗ Da indessen der gegenwartig bestehende Kontrakt mit der S wichen Nechtes und den Formen seiner Anwendung. Reformen modiattons⸗Gefellschaft, in der Hälfte des zweiten Budger Fdiesen verschiedenen zweigen der bürgerlichen Rechtsverwaltung zu Ende geht, so wird das Finanz- Ministerium Ihnen n en von festen, gleichförnegen Grundsätzen ausgehen und ane setz Entwurf über die Verlaͤngerung des Salzregals vorlen] eich umfassen. Wer nach andern Gesichtspunkten arbeitet, kann sen Zwect i, der Regierung und Ihnen, meine Herrn, . unhaltvares Stickwert liefern. ber nicht übétzilte, in ih- heit zu sichern, deren Sie beduͤrfen, um bei der naͤchsten e n Entstehen schon dem baldigen Untergang geweihte, sondern Versammlung diesen wichtigen Zweig des Staatshaushalt. zie, durchdachte, gediegene und die Bedingungen eines langen Umsicht und mit gebuͤhrender Berücksichtigung aller, zihen Lebens in sich tragende Gesetze, fodert die oͤffentliche bestehenden Verhaͤltnisse ordnen zu können. — Die g, nme und das Beduürfniß des Volkes von seinen Vertretern. — gung eines von Ibnen geäußerten Wunsches bez n, meine Herrn, dies ist die Haupt umme unserer politischen GHesetz⸗ Entwurf uber die Gleichstellung der Kompenn sccheit; nichts in allzurgschein Eifer uͤbereilen; die naturgemaͤße katholischen und evangelischen Geistlichen rückichtlich e mwickelung unserer könstituttonellen Einrichtungen, mit besonne⸗ steuerung. — Ein Gesetz⸗Entwurf wegen Aufhebung des 1 r Veisheit herbeiführen; in dem schoͤnen geraͤumigen Kreise, den Zuschreibens der Zinsen und Guͤlten, hat die Vereinfachm Verfassung um uns gezogen hat, mit festem, gemessenem Steuer⸗Wesens und die Verminderung der Kataster Ko] Hhritte wandeln, itzn nie uͤberspringen. — Jede Verirrung von Ziele. — Die Ausscheidung der sogenannten Landschaft⸗ Sal er scheren ahm kann nur zu Stockungen und Ruͤckschritten füͤh⸗ und die Uebernahme derer, welche den Karakter oͤffentlicher ihr festen unverruͤckten Ganges folgend, gelangen wir zuver⸗ Schulden an sich tragen, auf die allgemeine Staatsschulden Ti iin rem schdnen Ziele das wir ak suchen: das Gluͤck des Kasse, ist ein eben so wichtiges, als durch die unzweideutige Höerehrten Regenten und seines Volkes! . me der Gerechtigkeit laͤngst und dringend gebotenes Vorhäa Nach der hlesigen Zeitung befindet sich der bekannte Prof. Die fuͤr die Untersuchung der noch bestehenden, mit dem (ler, in K. K. Hestreichschen Diensten, zu Paris.
waͤrtigen Steuer⸗System unpertraäͤglichen, alten Abgaben n Livo cuo, 16. Maͤrz. Bei dem Sturme der Griechen auf setzte Kommission, hat ihre Arbeiten mit ununterbrochenen holt di Malvasia, blieb der Hauptmann Leßing, dem ein Schen⸗ fortgesetzt, und dabei als Richtschnur die Grundsaͤtze befolg jzerschmettert ward.
welche am Schlusse des leßten Landtags, die Regierung mit d Bassamo. Auch hier wurde am 3. Maͤrz morgens eine hef⸗ ten Kammer vorlaufig uͤbereingekommen war. Das Resulta e Erderschütterung wahrgenommen, welche aber doch keinen muühsamen untersuchungen wird Ihnen mitgetheilt werden. Haden anrichtete. .
minder bedeutend sind bie Entwürfe, die, aus dem Geschaͤsss Turin. Am 14. Maͤrz leisteten die adlichen Staͤnde, und des Ministeriums des Inneren hervorgegangen, Ihnen,
nacht: seitige
sere
was zu einer befriedigenden Loͤsung dieser großen Aufgabe, der wichtigsten und schwierigsten in der Entwickelung unser⸗—
1a 2* — ** vier 1e 83.
ich
. e, f, ⸗ . Bevollmächtigten der Staͤdte des Königreiches, in der Metro— Herrn, zur Prufung vorgelegt werden sollen. — Der nen bMltan Kirche, Er. Majestaͤt dem Könige Karl Felin, den Huldi— tete Entwurf einer Gemeinde⸗Ordnung wird Ihnen die Ueh schwoͤren. ; BFriester aus Piemont, Mina, Audisio, Garetta, und Pey⸗ ch zuistang einzuschiffen. Der Abt Inglesi erwartet selbige zu ße di , g e,. . ; saeaut, von wo er sie mit mehreren andern Geistlichen nach über die Nechtsverhältnisse heimatloser Personen.— Im I der öffentlichen Sicherheit und zur Befriedigung von Ihnen Venedig, 15. Maͤrz. Nach hier verbreiteten Geruͤchten, ; inßzerter ul . begr das Seetreffen im Golf von Lepanto, am 3. oder 4. bei der Entwurf eines Gesetzes uber die Einrichtung eines Zwang⸗Ar Hauses in Verbindung gesetzt. Mit dem Entwürfe eines spanto geendigt haben. Die Griechen haben, heißt es, as, die e, , ,. es. hofft die Regterung den die letzteren sollen, mit Ein⸗ über die Maͤngel und Unvollstaͤndigkeit des gegenwartig besteh in der Algierer und Aegypter, Ho Schiffe von allen Großen, abzuhelfen — Der Entwurf eines Gesetzes über volle Ste Griechen ungefähr eben so viel gehabt haben. C) Zeit und der von Ihnen, meine Herrn, ausgesprochenen di sllen gedrückte Kattune gestempelt: i319 dagegen 452,976. El⸗ chen Meinung. — Nicht minder klare Zeichen einer sorgfasn. 130,497 Ellen Baumwollen, dagegen 1619: 135,253 BVeruͤct sichtigung der oͤffentlichen Stimme und der aus der politssen. 18241 aber wurden 526,236 Elle gedruckte Kattune und Bildung unserer Zeit hervorgehenden n, ,,, ö, s, Mo; Ellen Baumwollenzeuge gestempelt. Dagegen hat die 23 1* - * — er 21 1 If (HMM ) gen Minister und Mitglieder der obersten Staats-Behoͤrde lch e, nr2aEllen geliefert wurden, im Jahre 1821 nur 8i,o27 El⸗ der Kriegskosten⸗Ausgleichung angeordneten Arbeiten, werde Stockholm, z2. Maͤrz. Den großen Masken-Ball, den am werden. — Durch das Mintsterium der Auswaͤrtigen Ange n Jahres-Tag der Restauration seines Koͤniges zu feier e . 1 h 5 * . e . 1 831 . 8⸗ 51 ⸗ 2 * 11 4. 2 8 seiern, beehrte heiten, als Ministerium des Großherzoglichen Hauses, ch der Kronprinz mit seiner Gegenwart. schon bestehenden Bestimm angen uͤber die BVerhaältnisse des batten, durch Königliche Entscheidung, die eintraͤglichste Pfarr⸗ Herzoglichen Hauses, in Beziehung auf die kuͤnftigen Appawftelle im ganzen Reiche, das Pastorat Stora Tung in Dalekar⸗ grundherrlichen. Recht verhalt ise auf der Grundlage des Der Kronprinz wird, dem Vernehmen nach, auf seinen dies⸗ tikels der teütschen Bundes- Akte, haben Se. Kbuigl, Hohcffrigen Reisen nach Teutschland, die Noute uͤber Kopenhagen haben kerelts theilweise zu dem, von der Regirung lebh sten Len ben Verwüsstungen ein, die vom g. bis 11. die Stürme wuͤnschten vefriedigenden Resultate geführt. Alle Ihrer HB das Meer angerichtet haben. 8 jste Sie auf Ihrem Standpunkte vermögen, um dieser hochwi hlischen Zeitungen, sowol über Schwedens innere Ver⸗ Angelegestheit auch ferner einen gedeihlichen Fortgang zu sisltung als uͤber dessen politische Verhaͤltnisse zu andern Maͤch— rer Verpflichtungen, das Wobl aller Ihrer Unterthanen, den höchste verwundern, Die Angate, daß 1600 Menschen in Da⸗ den, die Ruhe und dite Eintracht aller Gemuther. Wensrlien Mangel an Brot litten, ist eben so ungegründet als die durch die Regierung von dem Gange und den Resusserm Hofe angeknuͤpft habe. Da es allgemein bekannt ist, daß dieser Verhandlungen, auf verfassungsmäßige Weise in Keshweden sowol nach Italien als nach Finnland bedeutende wichtige Reformen vor. Ein neues peinliches Gesetz⸗Buch, *, um einen einzigen Augenblick vermuthen zu können, daß man neue Civil⸗Gerichts-Ordnung, sind dringende und unabwes lr Korn ausfuͤhre, als damit seine eigenen Bewohner ernaͤhre. Hesetz gebungs Kommission sind mit den Vorarbeiten zu ihr fie Negocigtion mit Rußland im Werke, und diese betrifft eine friedigung unablaͤßig beschaͤftigt. Wenn diese Vorarbeiten tel-Konvention wegen der Landstreicher und V : von dem einem Lande nach dem anderen begeben. meine Herrn, schon bei dem Beginnen Ihrer Sitzungen, z G mngtensk, 29 T 8 9 ; marrng' önnen Ktgeftgt werben se liz de n hrtaun Lm len st, en, Febrz, Im cbörtsnhtsd wurden in ber hiesi⸗ 2 22 * 2 3 w 2 7681 * O 2 heit dieser Gegenstande, in ihrem Umfange, an dem inne; nden sich⸗ ersonen von 30 Jahren fammenhange, worin sie unter sich stehen, und in der vieig Smyrna, 8. Febr. Vor wenigen Tagen wurden drei Grie⸗ greifenden Einflufse auf alle Berhaäͤltnisse des bürgerlichen M Anthauptet., die Frauenzimmer koͤnnen ungehindert die Stadt fentlichen Lebens, dringend in Ansoruch nehmen — Wenn en, und sich in ihr Vaterland begeben, auf das Auswandern sen Gesetzentwuͤrfen noch zu der erfoderlichen Vollen du 0 ausgewandert sind; und daher die arbeitende Klasse nicht langen, so wird die Regierung sie Ihrer Pruͤfung vorlegen, mehr vermindert werden darf; indem die Kopfsteuer -Etats dige Zeit zur gründlichen Berathung dieser umfassenden En als einen, Feind mehr ansieht, der sich an die Feinde im Aus- Ihnen, meine Herrn, nach der Erledigung so vieler ander anschsliet. serer gesammten Rechts- und Gerichisverfassung, Ihrer n Noreas Bewohner threm Schi sale überlassen. Versammlung, als die Hauptaufgabe Ihrer konstituttonellen Korfu, 19. Febr. Um die guf dem flachen Lande dieser In⸗
s-Eid. Morgen werden mehrere Korps der Koͤnigl. Armee fi, haben nach Rerdeauß begeben, um sich als Miffionarien nung schließt sich gewissermaßen an, der Entwurf eines äh erika führen wird. fach geaͤußerter und bestens begruͤndeter Wuͤnsche, ist dame fsel Santa Maura angefangen, 35 Stunden gedauert, und bei revidirten Konskriptions-Gesetzes, hofft die Regierung den Kfäͤrken noch mehr Schiffe verloren; Kopenhagen. Im Jahre 1815 wurden hier 352,624 ; mi: 15 dem Gesetz-⸗Entwurfe uͤber das Verfahren in Faͤ schbrikation in dem Grade abgenommen, daß, wahrend 1816 den. — Von dem Gange und bisherigen Resultat der, zum R fahricirt worden ist. durch das Ministerium des n vollstaͤndig in Kenntniß der hiesige Spanische Gesandte, General Moreno, gab, um Ihnen einige Vorschlaͤge zu nothwendiger Erganzung der, l Der Kanzlet-Rath Malmstrom hat, nach vielen stuͤrmischen vorgelegt werden. Zur endlichen Feststellung der standes Mn, erhalten. dem Anfange o ses Jahres neue Eröffnungen ergehen laͤssen. hmen. “ Aus Malmö und Helmstadt laufen die traurigsten Nach⸗ ten Sich bewußt, werden Se. Königl. Hoheit Alles anwende! Die in der Liste der Hamburger Boͤrsen-Halle und in und Sie wollen und wuͤnschen nichts, als die Erfüllung alle, neulich publicirten Artikel koͤnnen uns nicht anders, als auf Zeitpunkt dazu gekommen seyn wird, werden Sie, meine schricht, daß Rußland Unterhandlungen wegen einer Allianz mit gesetzt werden. In dem Gebiete unserer Rechspflege bereit antttaͤten von Getraide ausschifft, so muß man sehr uͤbelgesinnt ] . z ; * 8 ö ; . ; . Beduͤrfnisse geworden. Das bberste Justiz⸗Departement us n die oben genannten Ünterhandlungen angeht, so ist jetzt eine e 2 ter Verbrecher, die waͤrtig noch nicht den Grad der Reife erlangt haben, daß ste— 2a. im Mangel an Eifer, sondern in der eigenthuͤmlichen Besch Eparchie geboren 43,282; gestorben sind 27,697, unter diesen Erwägung, die sie bei ihrer hohen Wichtigkeit und ihrem E in dem Augenblicke, als sie auswandern wollten, ergriffen, rend der Dauer dieses Landtages, die Bearbeitung einiger v Mannspersonen aber steht Todes-Strafe, weil schon mehr als te dies nicht mehr möglich seyn, oder die unumgänglich no kich alterjet werden, und man jeden sich flüchtenden Grie⸗ genstände nicht mehr übrig seyn, fo werden die Reformen i Der Fürst Hypsilanti, dessen die Griechen muͤde sind, hat end= tigkeit vorbehalten bleiben muͤssen. — Bis dahin werden au berhand nehmenden Verbrechen zu verhindern, ist hier ein Re⸗
gung an Haͤusern, Aeckern,
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glement , dessen wesentliche Punkte in Folgendem beste⸗ hen 2. Die Gemeinden muͤssen ohne Ausnahme jeden Scha den er⸗ fetzen, der auf ihrem Gebiete durch Raub oder Diebstahl Jeman⸗ den zugefuͤgt wird;
sie haben dagegen den Regreß an die üter⸗ 2. Sasselbe gilt auch von jeder Beschaͤdi⸗ Weinbergen, Baͤumen ꝛc. 3. Im Falle eines versuchten oder . Meuchelmordes, oder eines ge⸗ waltsamen Angriffes, bei welchem etwa eine Person verwundet wor⸗ den ist, wird ein militairisches Detaschement in das Gebiet der Gemeinde einrücken, wo diese Verbrechen begangen worden sind, und dort, auf Kosten der Bewohner, so lange verbleiben, bis die Thaͤter entdeckt und der Justiz uͤberliefert sind.
Madrid. Bekanntlich hatte der Praͤsident Riego, vor der Abreise des Köͤniges, bei diesem eine lange Audienz. Nach dieser stellte ihn Se. Maj, wie es heißt, auch der Koͤntgin Maj. vor. — Die Minister sollen Se. Maj. bewogen haben, dem Marquis v. Casteldorins seine Stelle bei der Garde wiederzugeben.
Die Herzogin von Lucca (vormalige Koͤnigin von Hetrurten) hat von den Körtes, eine Summe von ig Millionen Realen mit 5 Proc. Interessen verlangt, welche man ihr, in Folge des, von ih⸗ rem Vater Karl IV. unterzeichneten Ehe⸗Kontraktes, schuldig ist, und die sie bisher umsonst bei den Kortes des vorigen Jahres re⸗
wiesenen Thaͤter.
klamirt hatte. (An die Finanz⸗Kommission verwiesen.)
Handels Berichte.
Pau (in Bearn). Der Handel mit Spanien gewinnt wieder neue Lebendigkeit in hiesiger Gegend. Die Geschaͤfte zwischen bei⸗ den Laͤndern lassen sich mit vieler Leichtigkeit abschließen; die Aus⸗ fuhr der Wolle, von der unsere Speicher uͤherfuͤllt waren, ist vor⸗ zuͤglich betrachtlich.
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Potsdam, 4. April. Mit der evangelischen Hof- und Garnison-Gemeinde wohnten heute des Koöͤniges Maj. mit Ih— rem Hause und Gefolge, der Feier des heiligen Abendmahles bei, und empfingen dasselbe aus der Hand des Bischofs Dr. Eylert und des Feldpropstes Offelsmeyer.
Berlin. Bie Königl. Ministerien der Justiz und des In⸗ neren haben die Frage: „ob Polizet- Behörden in den, zu ihrem Ressort gehbrigen Untersuchungs Sachen, Zeugen eidlich zu ver⸗
nehmen, Befugniß haben?“ dahin beantwortet, daß diese Behörden
in denjenigen Üntersuchungs- Sachen, in welchen sie, ohne Vorbe⸗ halt des Rekurses an die Fustiz-Gehoͤrden, eine Entscheidung ab⸗ geben knnen (zufolge 5. 247. des Anhanges zur Allg. Gerichts⸗ Ordnung), wenn die festgesehte Strafe eine maͤßige körperliche Züchtigung, vierzehntaͤgige Gefaͤngniß⸗ oder Straf-A Arbeit von die⸗ ser Dauer, oder fuͤnf Thaler Geldbuße nicht uͤbersteigt, zu diesem Behufe auch die vernommenen Zeugen zu vereiden befügt sind; daß dagegen in solchen Fallen, in denen gegen die Entscheidung der
Polizei⸗Behdörden, die Provokation auf gerichtliche Untersuchung und Entscheidung stgttfindet, die Bereidung der Zeugen von Sei⸗ ten der Polizei⸗Behbrden nicht erfolgen kann.
= Zu den hier zu machenden Staats-Pruͤfungen der Medieinal⸗ Personen, behufs ihrer Zulgssung zur Praxis, konnen, nach der Bestimmung des Königl. Ministeriums der Geistl., Unterr. und Medic. Angel, nur diejenigen Kandidaten zugelassen werden, wel⸗ che ver dem 1. Dec. eines jeden Jahres, sich bei dem gedachten Ministerium gemeldet und ihre saͤmmtlichen, zur Pruͤfung erfo⸗ derlichen Qualifitations⸗Zeugnisse, also ein promovirter Arzt, auch einen Abdruck des Doktor⸗Diploms und 15 Exemplare der wirk⸗ lich vortheilhaften Inaugural-⸗-Disertgtion eingereicht haben. Ue⸗ brigens müssen im Lgufe des Kursus⸗Jahres diejenigen, welche zu den Pruͤfungen zugelassen werden, dieselben auch vollenden, und wird
2 . e ö 1
ein Hinüberztehen der Pruͤfung in spaͤtere Jahre nicht gesaattet.
Aachen, 2. Marz. Vor den hiesigen Assisen- Gericht erschien am 22. und 35 . ie. ö,, ,. n , . aus Aachen, angeklagt des Mordes
er zjahrigen Hanshaltekin des katholischen Pfarrers zu Alsdorf, im Landkreif Aachen, Namens Graf, ö jolischen Pfarrers zu Alsdorf, im Landkreise
5H. Maaßen, von der Natur durch gute Anlagen begünstigt, wie er sich d noch in den letzten Jahren mit Erfolg zum ,,, 16 ten schien, war seinem Vater schon in früher Jugend bei Aussbung des Hau— ster-vandels mit Tuch und Kasimir behilflich gewesen und wurde von demselben vaterin allein in bengzhharte Ortschaften ausgesendet. So wurde er auch meh— reren Bewohnern von Alsdorf, namentlich dem dortigen Pfarrer, bekannt. n. rere Wochen vor der schrecklichen That, die ihn den Händen der Justiz überlie— ferte, hatte sich M. unter dem Verdacht, Gelder für abgesetzte Stoffe unterschla— gen ut haben mit dem Vater entzweit. Verstoßen vom Bater wandte er sich zur Sutter, die von Ersterem getrennt, in bedrangter Lage sich benndet. * Am 7. Nov. v. J. verließ er Agchen, erreichte am ig. Linnich, wo er die Nacht zu brachte, und am folgenden Morgen, nachdem er im Wirthshguse noch einen Brief niedergeschrieben, die Rückreise antrat. Zwischen 3 und 1 Uhr nach⸗ mittags trat er in die Wohnung des Pfarrers zu Alsdorf, wo außer der hoch— bejahrten Haushälterin anfangs noch die Dienstmagd anwesend war. M zeigte dort einige Proben von Kasimir vor. Als man ihn guf den folgenden Tag zu— rück heschied, wo der Pfarrer anwesend seyn würze, bat er um ein Glas Was⸗— ser. Die Magd reichte ihm ein Glas Bier und kehrte gleich darguf durch den Garten auf die anstoßende Wiese zu dem dort weidenden Vieh zurück. Etwa eine halbe Stunde spater wird sie durch den Knecht des Pfarrers, der nach been⸗ digter Arbeit aus der Scheuer zur Wohnung zurückkehren wollte und dort beide Thÿßtren verschlossen gefunden hatte, atzgerufen. Es gelingt ihr, ein halb geöff— netes Fenster zu ersteigen, der Knecht folgt ihr durch die geöffnete Thüre, man zündet Licht an und findet nun den Leichnam der Haushalterin in der Küche, auf schauderhgfte Art verstümmelt, ani Voden hingestreckt, Bald darauf fand man in der Schlafstube des Pfarrers das dort betndliche Schreibepult gewaltsam er— brochen, einen andern Schrank geöffnet, auch fanden fich Kleidungsstücke eines fremden Menschen (sie sind spaͤter von dem Maaßen als die seinigen anerkannt mit vielem Blut bedeckt dort vor; erst am folgenden Tage entdeckt man in den Bette des Pfarrers das blutige Mord-Instrument, und nach Verlguf mehre- rer 3ochen findet sich in dem schon erwahnten Schreibepult eine Brieftasche und in dieser ein von Maaßen an seine Verwandte gerichteter Brief, worin er seiner verzweiflungsvollen Lage gedenkt und der Absicht der Ausführung eines Strei— ches, . J 36. bẽssere ,, u Sd n Am Abend zwischen 6 und 7 Uhr, 418 Alles mit S ecken iber die vollfü
That erfüllt war, trat Hr. Maaßen nüt mehreren Schuittwunden . i, n einer Kopfwunde bedeckk fast tref- und sprachlos in das am Eingange des Dorfs benndliche Haus eines Bewohners von Alsdorf. Er erhalt die Hilfe eines Wund Arztes, er wünscht das heilige Sakrament zu empfangen, welches er indessen bei Ankunft des Kaplan mit dem Vorwande ablehnt, daß er wegen zu groger Ent⸗ kraftung sich nicht im Stande fühle, zu beichten. Seiner Angabe nach, war Maaßen, etwa n / Stunde von Alsdorf bei dem dort belegenen Büsche von 3 Nau—⸗
bern überfallen, verwundet, seiner Kleider und alles dessen, was er bei sich führt
beraubt worden. Der lleberrock, mit welchem bekleidet er eintrat (es . — des Pfarrers), war ihm angeblich von den Räubern ur e, worden. Der Wundarzt sprach den Maaßen von der Ermordung der N. Graf und richtete
an ihn die Frage: was ihm davon bekannt seyn möchte, worauf die matt . und Herzensschlaͤge des Verwundeten lebhafter zu werden schie nen. 6. allender ist das Zeugniß eines Pewohners von Alsdorf, kei welchen Maaßen einige . . e . . , n . * . an. ob der Knecht des Pfarrers außer den Hause schlafe, und ob der Pfarrer auch wol zu Verr
eines benachbarten Ortes zu gehen , z en Es ist nicht gelungen, ihn zum Geständnisse der vollführten verbrecherischen