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236 Inland. Friedrich Leopold von Kircheiſen ward in Berlin geboren“-am Beklin geboren am 28. Iunk1749.“- Juni 1749.7: Sein Vater; Kauni „DaviQ Kirche'iſe'n, wal“ Präſtdent dex Vater, Karl David Kircheiſen, war Präſident des Magiſtrats und Polizei-Dir'ektor, Polizei: Direktor, ein kann Mann aus- gezeichnet durcb gezeihnet dur<h Geiſt und Herz und berühmt dur< durch ſeine kraftvolle fraſtvolle Verwaltung der Polizei der Hauptſtadt unter den ſchwierigſten Verhältniſſen und unter denAu- den Au- gen Friedrichs. Friedrihs. Zu den liebenswürdigſten ihres Ge- ſchlechts ſchlehts gehörte unſeres Kir<eiſen's Wkutter, Kircheiſen?s Mutter, eine geborne Lauer, von ihm innigſt geliebt und verehrt.. verehrt. Seine Erziehung und ſein Unterricht Untcrriht ward anfätiglich anfänglich Privatlehrern anvertraut; von -vou ſeinem 1Zten 18ten Jahre an beſuchte beſachte er das Gymnaſtum Gymnaſium des grauen Kloßers. Kloſters. und die letzten leßten zwei „Jahre vor Jahre vox der U'niverfität Univerſität - das Joachims- t-halſche Gymnaſtum. thalſche Gymnaſium. Kircheiſen genoß alle Vortheile Yer öffentli<en der öffentlichen Erziehung, vérbunden verbunden mit einem fortge- jekzten Privat-Unterricht; jebten Privat - Unterricht ; ſeine Fähigkeiten wurdenaus- rourden aus: gebildet und ſeinCharakter gewann ſein. Charafter gewaun Feſtigkeit. Aber im Sjttlichen Sittlichen hatte er, er manchen Kampf zu beſtehen, zu- beſtehen. Es _war war die Zeit des, ſiebenjährigen des ſicbenjährigen Krieges, große Bege- benheiten folgten ſchnell |[<hnell aufeinander, Volks und jedes Alter Altex ward davon ergriffen. ergriffen, Sein vä- terlichxs vä: terliches Haus war-der P?ittetpunkt aüer ſtädtijchen Er“- eigzdiſſc, war- der Mittelpunkt aller ſtädti]chen Er- eigniſſe, die Rachricbrcn Nachrichten des Tages wurden von hieraus :vecxer- weiter. verbreitet, die Herſchicdenarcigſteu verſchiedenartigſten Menſchen tra- fen hier zuſammen, Etnpft'n-dungen Empfindungen und Wünſche wur- den gegeminander ausgek'qixſcht. gegeneinander aüsgetauſhr. Der rajche rache Jüngling ſah ſich entbunden embunden von ßéßhn'mittelbarenLeitung ſemcs Vielbcſ<äfxigten dex unmittelbaren Leitung ſeines vielbeſchäftigten Vaters, üſiöWſe nd“ die liebende Mutter koxmte x_mr bitten, rathxn konnte nur bitien, rathen und wä'énxe-“u. ken wätneu. Jen den Gefahren jener Zeit""“Untergelegen haben,:venn Zeit untergelegen haben, weun ihn nicht „ein ein hohes Ehrgefühl .von “ſeiner vou ‘ſeiner Kindheit an begleitet und ihn zu jeder Abweicbu-ng Abweichung von Yer Baht] der Bahn des Rechts und der “Moralität unfähig Moralität unfähig. gemacht hätte. _Die Die Beſtimmung eines Juriſten Auriſten hatte für ihn ſchona'ls Schül-cr ſchon als Schúl.x einen ganz beſondern Reiz; gauz béſonderù Reizz mit dem höchſten Intereſſe nahm er an ‘an dem in der erſten Klaſſe des Joachimsrhalſchen Gymnaſtums Joachimsthal} hen Gymnaſiums damals eingeführten Un; Uns terricht Ükker ÚúÚber das Naturrecht und die Znßitutionen Jnſtitutionen Theil, und er erhielt von ſeinem achtzigjährigeti achtzigjährigen Lehrer, dem RektorLJr. Rektor Dr. Heinéus, ,bei bei einer öffentlichen Cenſurl ôffentlichen Cenſur das Zeugniß: „ein gurcr „„ein guter Kopf, könnte fieißéger fleißiger ſein, aber ein, _qurer ein. guter Juriſt wird er derciuß werden.“ Zw dereiuft werden." Jm Jahre 1,767 1767 bezog er die UniverſtäcHaUe. Univerſitär Halle. Seine Leh-Z Leh- rer waren Nettelbladx warea Nettelbladt und Madihn, damals An-_ tépoden Ane tipoden in der Rechtswiffenſclwft, Rechtswiſſenſchäft, von denen er dem! leßtern, dem | lebtern, wie er oft äußerte, alles Gute verdankte, was er im Richteramre Richteramte auszuüben ſo reichliche Getegenheic Gelegenheit gehabt hat. * Nachheendkg'tem akademiſkbexn Nach beendigtem akademiſchen Studium und _ “beſtanv, beſtan dener Prüfmpg tracKér<eixſen Prüfung trat .Kircheiſen als Referendaréus in, Neferendarius in j das Geſchäftsleben Gejchäftsleben ein. Der uvmitte'lbar unmittelbar darauf et", et- | folgte Tod ſeines feines Vaters und die beſ<ränkcen_Ver-' mögensumßäwde 1'4.'a'ner-M-ut'rer beſchränkten Ver- mögensum{ſtäude ſeiner -Mutter forderten ihn dringend auf, für fich ſejbſc zu“ ſorgeU “und ſelbſr zu forgen und mit gcwiſeuhäſ“ ker Anßreugung gewiſſenhaf- ter Anſtreugung ſeinem Ztcle exntgegen Ziele entgegén zu gehen. Sehr“ Sehr bald zog eér er die Aufmekk'ſamkeit Aufmerkſamkeit des Großkau-zlers Großkanzlers von Fürß auf- ficb, uach deſen Vorf<lage Fürſ auf ſich; nach deſſen Vorſchlage er, “23 23 Jahr alt, und im großen Examen tüchtig befm1den, túchtig beſunden, im Jahre; 1773 zuglei-éh mic ſetnm Frentxd-eu, den 4773 zuglei mix ſeineu Freunden, deu Grafen von „Reuß Und, Reus und von Finkenſtein Finkewſtein und dem kü:zli< kürzlich ver- ßorbexuen Ravs'lebm z:“um Kammergeri-chts- ſtorbenen Ransleben zum Kammergerichts - Rath er- 4141th warlx “Seine Liebſten namt wärd. Seine liebſten Wünſche ſah er'defriedigc; er befriedigt; ihm war ein <rekwoües chremvolles Richteramt zu Theil geworden, das ſewem t-hätiquen Geiſt: die reichUchſteNaHrung ver; “* ſeinem thätigſten Geiſte die reichliche Nahrung ver- | ſprach, ſeine Lebensbedürfniffe Lebensbedürfniſſe waren gefichert , gefichert, er ge-Z "“Oxß ges noß die AMung ſeiner Voxgeſeßtnr und Mitarbeiter;, Achtung ſéiner Vorgeſeßten und Mitarbeiter f Und er durfte tri<t mus e-inc/m geſellégm nitht aus einem geſelligen Kreiſe ſcbeia ſchei: den, für den er n-nd Der und der für ihn geſ<affen waw. Im geſchaffen war. Jm jede Klaſſe desY des | So würde Kirchew Kirchei- f führten nemn Geſehgebung. , mergerétchts verſetzt neucn Geſeßgebung. mergericts verſeßt und das Jahr darauf erhielt er zu- zy gleich eme Aſſeſſorſkelle eine Aſſeſſorſtellé im Ober-Revifions-Kollegium, Ober - Reviſions - Kollegium, Im Jahre 1777 ſ<lug- ihtk» ſ<<lug: ihu=> das General; Direkt», General - Direkto, rium .an an die Stelle des Geheimen Raths “Scbüle -zum-'.Geheimeu Ober-Reviſrons-Ratb S c< üle! „zurn-Geheimen Ober - Reviſions: Rath vor und der Marginale: Kj, Makrginale : „wenn er kein fein Formaliſt iſt, gut.“ So vtel'Urſachen gut.‘ S, viel Urſachen Kircheiſen hatte, mit ſeinem Schickſa] zufrteden Schikſy| zufrieden zu ſein, ſo ſollte do< auch do<h au< ſein Weg nicht gan gay ohne Dornen bleiben. Der leidenſchaftliche Eifer d großen Friedrich für eine unpartheiiſche Rechtspfle-. batte Rechtspfleqy hatte den Machtſpruch in der Müäer Mülier Arnoldſchen Sm. Sa herbeigeführt. Kircheiſen ward davon auf eine do pelte ſ<n1erzli<e ſ{hmerzli<he Weiſe betroffen. becroffen. Er hatte ſelbſt an dmeJrkenntniffe felbſt q dem Erkenntniſſe des Kammergerichts, welches der Kö; mg Kl nig für ungerecht erklärte, erflärte, Theil genommen und gegen bey geg den Müller ſein Votum abgegeben, und er mußte - ( erfahren, daß drei ſeiner Kollegen und nähern Freunde die]es richterlichen Ausſpru<s Freund dieſes ‘rihterli<hen Ausſpruhs wegen beſtraft wurden Erſreylich'er wurdq Erfreulicher waren für ihn die erſten „Jahre erſten“ Jahre der Regt?- Regi rung König ‘König Friedrich Wilhelms des Zweiten, Zweitu, Im Jahre 1787 ward er zum Mitgliededer Geſek- Kommtjſxon, Mitgliede - der Geſ Kommiſſion, in demſelben Jahre Jáähre zum Kammergerichnx Kammerzgericht( Direktor ernannt; im Jahre 1788 ward ihm und ui) dem damaligen Kammergertcl)ts-_ nnchherégenGeheim Ober- Tribunals- Kammergerichts: nachherigen. Geheim Ober - Tribunals - Rath .Vkayer, Mayer, die höchſt ſchwierix ſchwierig Heinrich zu Schwedt Übertragen. In übertragen. Jn dem Zet Zeil raum vom Jahr 1785 bis 1787 fällt Kircheiſens crß" erſi Theilnahme an den Vorarbeiten Voratbeiten zu der von Fri Fris drich beſchloſſenen beſchloſſenei und von ſeinem Nachfolger ausg Nicht allein hatte einen groß::n groß.n Theil der von dem K'annnergericlU einge- Kammergericht - eing reichten Erinnerungen gegen die einzelnen Theile de entworfenen chelzbucbs Gejeßbucbs ausgearbeitet, „ſondern er ſoudern «t ward au< auch demnächſt von dem Großkanzlevvon Car- Großfanzler vo n Cart mer zu den Beratyungen Berathungen über den neuen Entwyrf x_ugezogen, Entwur zugezogen, wobei er in Gegenwart Gegenwart. Suarez au< Kleln's uud Klein?’s den Vortrag “hatte. »minaideputation hatte. „minatdeputation des Kamtncrqerichts Kammergerichts blieb indeſſen KM" eigentliches (wn eigentlichhes und [jebſtes liébſtes Geſchäft. * Dies war der Bo- By! den, auf „dem dem er mit nie ermüdender ermúdender Thätigkeit ſäen ſäett und der ihm die ſchönſten Früchte getragen hat. Mit welcher Gewiſſenhafttgkett Gewiſſenhaftigkeit er hi“ hier die Pfiicbcon ſeines Pflichren ſeine Amtes erfüllte, exfúlite, wie er Strenge und Humanität verei- vere nigte, mit wel<er welcher Sorgfalt er das däs Faktum aufklärte, aufflärtt, mit welchem Scharfſinn: welhem Scharfſinne er das Geſeß amvendete,_ wie anwendete, wil er es verſtand, den Elfer Eifer ſeiner Mitarbeiter,' Mitarbeiter, das Inte- reFe Juts reſſe der ſeiner feiner Leitung anvertrauten auvertrauten jungen Männ! Männ( zu wecken. mw zu'erl)altcn, das*wi'rd we>en. und zu erhalten, das wird allen den“ unvergcßltch dend unvergeßlich bleiben, denen es vergönnt war, ‘war, in dieſer dieſ Zeit mit ihm und unter ihm zu arbeiten. Die Erzeug- Erzeug! niſſe dieſer gemeinſamen Thätigkeit verbreiteten .durü ihren dur} ¿hrea innern Wexr-l) den Werth deu Ruhm des Gerichtshofes , von dem" ſie“ ausgx'ngcn mad Gerichtshofes, vol! demi ſie ausgingen und trugen nichr ni<hr wenig daxu *, 'der.Crimiualre<tswiſſmſ<aſt dazu de | der Crimignalrechtswi ſenſchaft wieder den Pins deu Plaß zu ſchen:- ſichert) der ihr gebührt,;m» gebührt, und den ſse durch ſie dur< frühere Vernachläſ- „ſjqung fa| ganz" Vernachläß _ſigunig faſ ganz eingebüßt hatte. hätte. Die in Kircheiſeui Schtaéle gch'de'ten ONänner Kircheiſeul Schale gebildeten -Männex wirken noch jetzt. aoch jeßc. in ſemen ſeine Geiſte fort und ſegnen das Avdenken Andenkea ihres väterlichen :Lehrers väterliche! Lehrers und Frexmdes. ' Jm W'Tärz Freundes. | sm März 1792 beehrten des jetzt regierenden Kö- nigs Majeßäc jeßt regierenden. K nígs Majeſtät als Kwonprinz Krouprinz das Kamm-xrgexich mit *JY-rem Kammergericht nil _Shrem Beſuche. “Bei dicſe-r Bei dieſer Gelegenheit “hie“lt Kirch“ e-iſen e-i'ne Anrode, m we|<er erüber “hielt Kirch! eiſen eine Autede, in welcher er über den Werth und die BedeutUUgdx-r Preußiſthen Rechtpficge ſpra<-un1 Werch uu dié Bedeutung der Preußiſchen Rechtpflege ſprach- unk die Wünſche und Hoffnungen ausdrückte, die ſeitdem voüſiäudig feitdem vollſtändig und ſo glänzend in ErfÜUUUg Erfüllung gegangen ſind, ſind. *) *) “) Dieſe trefflicho treffliche Rede Fſndet ſéch abgedruät in“ dea Kléinchen ſndet ſich abgedru>t in den K léin{chen Annalen der Goſeßgcbtmg Geſehgebung und RechthelehrW' Nechtsgelehrſam' Jahre 17.75 1775 ward er ex in den zweiten Seam!“ Seuat des Kam ; “& | # keit in den deu Preußiſchen Stagten, "un „NM Baade Sate Wi. Staaten, im 9ten Bande Seite 301. nig F-riedrich. génehmigte Friedrich. genehmigte dieſen Antrag dur<*da tt durch det Regulirung des Nachlaſſes des Markgrafen Friedri- Friedri} Die Direktion Direftion der Cris“. Cri: P erigen Staatskanzier Staatsfanzler Fürſten be? érkwürdigcn“chensperiode. 2,7 nämlichen“ ve(ſnerkwürdigen Lebeneperiode. 207 nämlichen: Jahre ward ſeine Zufriedenheit wix- t;FQn wie- p Mrt durch den ungünſtiger: “Eindruck, den- ungünſtigen Eindruck, welchen dae mſ<eidung die ntſcheidung des Kammergerichts wider „den den der Nevio; angeklagten Neolo- angeflagten Prediger Schullz Schul6 zu Gcelsdorfſ Gielsdorff auf n König Friedrich Friedrich: Wilhelm den Zweiten g-'ma<t g-macht e, und durch die unangenehmen Verfügungen, welche .von von die Folge waren. Kirckveiſen Kircheiſen bewieß dadeiebcn ' reimür igkeit, v;:tlrFSeite Fer dabei ebet ¿el Freimüthigkeit , Ne Weite D damalige Präfidenx dxs Kammerge- „s, Práſident des Kan1merge- hts, nachherige Kanzler d.es.Kömgre1<s.Prectxxßen, . jherr des Königreichs Preußen, reiherr v. Schrötter. No< m Noch in dem uäxnlcchen «zahre nämlichen Jahre 792) WKW ward ihm der Antragjgemacht, dee Antrag gemacht, die Stelle des uſtitiarius yſtitiarius beim Gencral-Htreccorzum „zu übexnehxnen, “[ohnte "ihn _aus General- Directorium zu Übernehmen, lehnte ihn aus Liebe zu mum btshertgen. Geſchafccn jeinen bisherigen Geſchäften . Bedeutender Gedeutender war einAntrag ein Antrag der vop emeyandery Zitean von einer anderu eite an ihn erging. König Friedrch) W-Zl-helxp weite Friedrich Wilhel m iveite wünſchte das wichtige Amt emes Berlinc- .. n Scadtpräfidenten eites Berlini- ven Stadtpräſidenten und Polizei - „Direktors dém Direktors dem tüch- .|en eMcmne ſten Manne anzuvertrauen und er „Jiaubce dteſen tn glaubte dieſen in ehr als einer ciner Hinſicht in Kir<etjen g_efunden Kircheiſeu gefunden zu .beu. hen, Die Aufforderung war in den gt1ädtzz|e11 gnädigſten Aus- packen abgefaßc. Kircheiſen rúden abgefaßt. K ircheiſen kannte ſlch mdeſſcn ſich indeſſcn zu ut, um bei bet allem Gefühl Geſühl ſeines Werth“. Werthes nicht davon herzeugt berzeugt zu ſein, daß er die Anſprßche toucht; Anſprüche nicht würde be- jetzigen können, iedigen fônnen, die an den Poi:zet<ef m emer Polizeichef in einer großen lkreichen (freihen Stadt gemacht werden müffqn. “Das müſſen. Das ausge- c<nete Talent, ihnete Talent welches ſein _Vater n) dteſem Amte 'twi>e1t Vater in dieſem Anite twielt hatte, war auf den Soßn nacht Sohn nicht übergegan- n; wenigſtens hacxe hatte bei dieſem dte die lange Ausübung : ¿s Richteramts, indem fi„e_andere„Krä_fce_ [)ervyrhob, 'e ſie andere Kräfte hervorhob, ie Fähigkeit, in der admimſtrativen Polxzm 'den_Pla'kz adminiſtrativen Polizet den Plaß szufüllen, geſchwächt. Er bat den Kdnzg, thy m ſexz König, ihn in ſei er Laufbahn zu laſſen“ laſſen und wiederholte Heeſe dieſe Bitte, ab:: als er “Antrag Antrag erneuert ward. Dßr damaltgx Der damalige Kammerge- i<tsrath Eiſénberg ihtsrath Eijſénberg ward _hterau-f “hierauf zu Mnem jenem Poſten erufen. Im Jahr 1795, erhaelt Kt'rchetjen, (rufen. Jm Zahr 1795 erhielt Kircheiſen, welcher um Vizepräfidenten Vizépräſidenten des Kammergedrtclzts e_rnaznzc wox- n Kammergerichts ernannt wo0k- en war, von dem damaligen dirigtrendcn WTrmſter m dirigirenden Miniſter iu en Fürſtemhümern Fürftenthümern Ansbach und Baykeutl), Bayreuth, dem nach- "von Hardenberg von Hardeuberg den 'renvollen renvollèn Auftrag, die PreußiſcheIuüiz Preußiſche Juſtiz in dtejetrnxu diejen neu worbenen Provinzen,ejnzuführcn- .Daß Provinzen einzuführen. Daß er „auch m auch in ieſem wichtigen Geſchäft den Erwartungen .entjpryclxen, erden entſprochen, veftden die Einwohner Einwehner in jenen Provinzen und..:njon- rheit die uud .{n]0n- theit die- Beamten bezougen können, bezeugen fônnen, welche thn ihu da- aks als zu beobachten Gelegenheit hatten.. hatten. Ihm ſelbſt ard der Aufenthalt Aufénthäle in Franken .und Franfen „und die Aukyüprunkq * Auktnüpfung » mancher freundſchaftlichen Verbindungen zu emer einer ret- en ven Quelle der angenehmſten 'Ex*§nx1e171:1get1. Erinnerungen. Deſſen ngeach'tet konnte er fich ngeochtet' fonnte ér ſih nicht entſthließen, entſchließen, dem thfe Rufe einer dauernden Anſtellung in ‘in den gedachte): Fur. enthümer'tkzn gedachten Für enthúmern zu folgen, ev kehrte _n.a< Berlm er fehrte na< Berlin zu ck. i>. Die Thronbefteégung Thronbeſteigung Seiner . egierenden Königs war für ihn der Anfang emer einer neuen igen Anſträgen Aufträgen beehrt Und und im „Jahre Jahre 1798 in den dek-ſtand erhoben.. ,Zm-Auguſi delſtand“ erhoben. Jm ‘Auguſt deſſelben Jahres er- ielt' ielt er von der Zuriften-Fakultät Juriſten-Fafultät zu Halle dre „Doktor- ürde. Im die Dofktor- úrde. Jm Jahr 1799 verhandelte er mit den Kur- ärkiſchen lárfiſhen Ständen über das Provinziqlrecht. Z-mJahr 802 Provinzialrecht. Jm Jahr $802 ward er wieder mitxlegislatorid<en Arbetten mit: legislatoriſheu Arbeiten be- äftigt hôftige und nach nah dem Tode dés GehéimenOber-Iuſtiz- th Ba umgarten des Gehèimen Ober-Juſtiz- ith Baumgarten mußte er deſſen Amt.als Amt als vortragen .rRa-th er Rath beim Großkanzl'er Großkanzlex biszur anderwemgeu anderweitigen Beſeßung eſſelben verſehen. Er nahm an der Bearbeitung, Bearbeitung. der um C'rifninals'Ordnunq bedeutenden uen Criminal ¿ Ordnung bedeütenden Antheil. Im ſo ahr1805- Jm Wahr 1805 erweiterte ſl< ſi< ſein Wirkungskreis dnr< durch ſeine rnenyung rnennung zum erſten Präfideuten Präſideuten des Kammergerichts. iervtr'afen dier trafen ihn die verhängnißvollen Jahre 1806, 1807 nd1'8087 nd 1808;, - aber fie trafen einen Mann, Manu, der, wem "olken wen Volfen an ſeinem ſéinem Horizonte herauſzichxn, nicbt muri)“ heraufziehen, nicht muth s und verzweifelnd ſch ſih und die Seimgen Seinigen dem Stnrm Sturm als Mäßigung. „Ihm ſtandwür- _ ' Jhm ſtaud wür- | | Tage die Pfixcimn, Pflichten ſeines Amts zu-erfüllen. Majeftäx zu erfüllen. Majeſtät des jelzr jeßt Er ward mit höchſt- wich-* höchſt’ wich- und Ungewitter Preis giebt. Die ervexleßlixhkeit Unverleßlichkeit der _ . Rechtspflege lag ihm vor allem am Herzen; ihr brachte er ſeine Ruhe Ruhè und Bequemlichkeit Bequemlichkeit. zum Opfer., Opfer. und bei den fremden Behörden Wußte „er ſt<.dur< wußte er ſich. durch die Würde ſeines" ſeines Amtes, die Feſtigkeit ſeines Charakters und ſeine edle'Perſönlichkeic edle Perſönlichkeit Bahn zu verſchaffen. In Jn ſeinem Kreiſe half er, wo er konnte, fonnte, und wo Hülſe Hülfe nicht mög- môdg- lich war, da tröſtete tróſtete er. Der König ernannte ernaunte ihn im Jahr 1809 zum Chef-Präfidenten Chef - Präſidenten des ganzen Kammer- "gcrjchts gerichts mit dem Range eines Geheimen Staats-Raths, und bei der erſten Verthcßlung dex neu ge-ſtifleven ,bei-( Vertheilung der ueu geſtifteten beis den Klaſſen des rothen Adler-Ordens Jm Adler - Ordens im Januar 1810 1310 wurde er Ritter der dritten Klaſſ? diejes Ordens: Klaſſe dieſes Ordens. Aber noxh noch ſollte ſein Ziel nicht erreicht [ein. Im Zum 1810 ſein. Jm Juni -1810 übertrugen ihm Se. Majeſtät das Zuſtiz-Departement uud Juſtiz- Departement und ernannten ihn zum Juſtizminiſt'er. Juſtizminiſter, Dieſem neuex! nzuen großen Berufe widmete ſick) Kirchetſxn mac d'em Feuxr ſich Kircheiſen mit dem Feuer eines Zünglings; Jünglings; ſeinem ſcharfen Bir<e_entgtt:gen. dee Blicke entgingen. die Gebrechen dcr RechtSpfiege der Rechtspflege nicht, .er bewrz'kre Yerheffe- rungen „er bewirfte Verbeſſe: rungeu im Einzelnen und im Ganzsu; dre“ Margiaeder der Landes-ZußizCoUegien Ganzen; die. Mitglieder der Landes- Juſtiz Collegieu verdanken ihn] eme ejrhdhete EiUnahme, “viele gsſckzleclw ihm eine erhöhete Einnahme, vicle geſcßlihe Anordnungen wwohl tm ma- terieUen ſo:vohl im mas- teriellen Recht 916 als in den Formen des Yeyfahrenö Verfahrens ſind von ihm aUSgegangen, ausgegangen, manche HinerJU-tſſe emeos regel- Hinderniſſe eines regels mäßigen Geſchäftsgang“ Geſchäfesganges von ihm bxdetttzzt. Ole hxrr- beſeitigt. Die herrs lichen Tage unſerer Wiedergeburt entjchädtgten „shu reach- lich für_ entſchädigten ihn reie lih fúr alle Leiden der Vergangenhetſr." C'r etlce,0 Vergangenheit. _ Er eilte, den Provinzen, die ein uuglückli<es Sclnckjal fieben unglücfliches Schickſal ſieben Jahre lang von uns getrennt hatte, das gute deutſche Recht wieder zu verſchaffen.* : verſchaffen. Das Jahr 1814 hrachte thm brachte ihm aus der_ Hauptſtadt Frankreich: der Hauptſiadt Frankreichs die Juſtgmen hes Juſiguien des rothen Adler Adler“ Ordens erſter Klaſſe als einen „Dewey; einen. Beweis der Zu- friedenheit Zus fricdenheit ſeines Königs mit, mit ſeiner MikllßkrleuetL-Wtrk- ſamkeit. Im miniſteriellen Wirk: ſamfeir. Jm Jahr 1815 nahm ihn dt: Akkxdexme dex nüßlichen Wiffenſchafccn iu Erfurczu die Afademte der nüblichen Wiſſenſchaften in Erfurt-zu ihrem N?xtgFtcde aux. Mitgliede auſ. Der von ſxinen Freundén ſeinen Freunden und Verehrern m Vcrlm vexan- ſtatteten in Berlin veran? ſtalteteu Feier ſeiner 50jährigen Amtsführung am 30. „„zan'. _ Jan. 1821 entzog er [eine perſönliche ſeine per\duliche Gegenwart aus Beſchetdcn- Beſcheidens heit undxaus und. aus Beſorgniß, daß -daß das Uebevmaaß ferner Ge- fühle, Uebermaaß ſeiner Ges fühle ihm die Kraft rauben könnte, Hen den ihm bevorſkx- benden bevorſte- henden Anſtrengungen die Spitze Spiße zu btcten. Abex dxe zahlrei<en bieten. Aber die zahlreichen Beweiſe des Wohlwollens, der Freu11d1<afk Freundſchaft und Anhänglicheic, Anhänglichkeit, die «von von nahe und fern auf, [hn (Jer- beiſtrömten, tharen auf ihn here beiſtrômten , thaten ſeinem Herzen wohl und lteßeu thn ließen ihn -auf den langen Weg, Weg „ den er zurückgelegt hatte, ' unc mil Freude und Dank gegen die Vorkehung zurückbltckcn. Ole Vorj\ehung zurüctbli>-:n. Oie Gnade des Königs ſekzte dieſem Feile dieKKron-e Feſte die Krone auf, der Jubelgreis empfing mit einem huldreichen Schrel- bxn ſetues'Monarchen huldreicheu Schreis ben ſeines Monarchen den erſten exſten Orden des Retchß. Reichs. Dem ſo ¡o Gefeierten blieb blieb- nun nichts zu wünſchen Jbrtg,_ ,als übrig, als daß ihm vergönnt werden möge, bis an's Ende “jemer ' ſeiuer ] Und auch aucl dieſer Wunſch Wunſch, ſollte ihm gewährt, gewährt werden. K_ixxheiZ ſen ſetzte ſeine-Gsſ<äfte mic Kirchet- [en [ebte ſeine Geſchäſte mit gleichmäßiger ThangYett Thätigkeit fort, und ‘und wenn gleich die Beſchwerden des Alters ſtel) einfanden ſich einfanden- und insbeſondere eine Schwäche desGehdrs chu verhinderte, des Gehörs ihn’ verhinderte an großen Verſammlungen Theil zuqne'h) zu neh- men; ſo konnte founte doch nichts ſeénem Triebe-uach-Bejckmx- tigung uichts ſeinem Triebe nach -Beſchäſ- cigung Einhalt thun. Im Jm April 1824 begrüßte er ſc;- ſci- nen würdigen Freund, den wirklichen Geheemen Ratſ) Gehetmen Rath und Kammergexiäzcs:Präſtdenten Wol_d ermgnn „am Kammergerichts - Präſidenten Wol dermann am Tage ſeiner funfzigjährigen Dienüjub'elſeier"mcc eme: Dienſtjubelfeier "mit einer herzlichen Anrede und nahm an,. au, dem Feſte des Tages zur Freude aller ¡zur Freude-allex Anweſenden Theil. Im l'clzren Jm lebten Jahre ſcines ſeines Lebens nahmen ſeine "körperlichen „Kräfte körperlichen Kräfte ſichtbar ab; eine Schwäche der Füße verhinderte.die thm ſo noth1v*ndi_qe und zum „Bedürfniſ; gewordxne Bewegung *dzs Sehens.“ Den'noch ſelzee verhinderte. die ihm {o nothw-ndige uud-zum Bedürfniß gewordene Beweguug des Gehens<-- Dennoch ſeßte er die Lcuungkder .Ge- ,ſchäfte ununterbro_<en..forc, Leitung der Ge- ‘<âfte ununterbrochen. fort, bis am 16. )))?arz dcojes März diejes Jahres ſeine Thätiakeitein Nervenſcblag agſmelt, deß'xm Thätigkeit ein Nerven ſchlag aufhielt, deſſen Folgen am 18. 18, deſſelben Monats nach „Em Ein Uhr Weijl- Mir- cags ſeinem Leben im 76|en 76ſten Jahre ]emes ſeines Alters Un eiu