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., ' «WQ' BMW vir: in ſeinem O Beamten die blbarkeit Wäblba1keit nimmt; wir bieten Ikonen Ihnen die nd da u. ;;Dis Hand dazu. Die zweite That, wende welche die „Konſervajiven Konſervativen in ganz beſonders onftitu o- ;xkeliet Belembtuu konſtitutio- “neller Beleuhtung vor uns erſcheinen lä !, läßt, war das Mißtrauensvotum ?! es Grafen Lim urg Limburg gegen den Kam er, Kanzler, ganz enjſprc nd entſpre<hend einem ?Ziealer'ſcben Worte: Diegler len Warte: Der Miniſter mu muß fort von ſeinem lav. Play. Der eicbskanzler eihékanzler iſt ſo lange taub gebl eben gegen geblteben aegen ähnliche Aufforde- rungen in der effe' Preſſe; da mußten us ſie zu ſchärferen ſhärferen Mitteln reifen greifen und ibm her ihm hier ein beſcb okſenes beſ<lofſenes Mißtrauensvotum ert eilen. ertheilen. Herr von Kardorff Kardo!ff und der Bund der Landwirt? B unterſchreiben dieſe .Kriegßerklä-ung'. „Kriegterklärung". Bei meiner großen perſön ichen perſönlihen Verehrung für den Kanzler mußte mir beſonders um die Gründe dieſer eraus- Heraus- forderung zu thun ſein. Das Verbindungsverboi Verbindungsverbot konnte es ni t nicht ſein die axxrariJe Preffe ſelbſt batte R Preſſe ſelb} hatte ja die Aufrechterhaltung Aufre<terhaltung als lächerlicö erklär. lächerlich erklärt. e Münznvvelle? Ia, Münzncovelle? Ja, darüber zürnt Herr von Kardot , Kardorff, aber für 154 die Konſervativen fällt das nicht ſo ins Gewi<t. Gewicht. Wer d : die agrar [che Preffe lief, muſ: e Preſſe lieſt, muß zu der Meinung_kommen, Meinung kommen, daß wir nie eine eendere, ſchw chere elendere, {wä<here Regierung gehabt halten bätten als jryt. jeßt, denn dieſe Regierung kann ja segen gegen England i_md Numerika und Amerika nichts aus- richten. rihten. Da liegt wohl der ei entli<e_S<lu el fur eigentlihe Schlüſſel für die altun Haltung der Konſervaiiven. Iſt Konſervativen. Ift es denn w rilicb wirkli ein Ver rechen, Verbreden, daß eutſ land ' nnd Deutſchland uad Amerika ſich \\< über eine gemeinſame gemeinjame Kommiſſion zur Erörterung der wittbf<aftii<en wirthſchaftlichen Fragen geeinigt hgben? haben? Hat nicthürſtBtßmarck nit Fürſt Bismar> erade den Grundſatz Grundſaß aufgeſtellt, daß politiſche politiſhe und wirtbſcbaftlirloe wirthſchaftliche ragen nicbt niht vermengt werde'n werden dürften in dsr der auswärtigen Politik? Würde Politik ? Würte nicht beutez heute z B. die Aufhebung des ruſſi|<en ruſſiſchen Handelsver- trag-s trags zu den ſchwerſten politiſchen politiſhen Folgen fuhren ? führen? Als der Kaiſer nach Kaifer nah England reiſen wollte, hat man in Deutſchland annſemckiſche antiſemitiſche und alldeviſcbe alldev!ſhe Verſammlungen veranſtaltet und Adreſſen an den Kaiſer beſchloffen, beſchloſſen, die Ibn erſuchien, Ihn erſuchten, dieſe Reiſe zu untérlaffen. unterlaſſen. Zu den Zeiten des Fürſten Bisinarck batte Bismar> hätte man das den Herren nicht ratben ſollen. rathen follen. Wir ſind zufrieden, daß der Kaiſer nach nah England ging. Mit der Kräbwinkelpolitik, Krähwinkelpolitik, die die Konſervativen treiben, wouen wollen wir nichts nihts zu thun haben. Freilich die „Deutſche TaPszeitung“ ſagt ſebr R fagt ſchr deutlich, die Mißſtimmung, die jetzt jeßt gegen die Reg erung Regterung herrſche, ziele noch höher no< bôher hinauf. Der Bund der Landwirthe, die macbtigſte mähtigſte Organiſation nach na< den Sozialdemokraten, iſt iſ groß geworden durch dur die verſtändnißvdlle Unterſtützung verſtändnißvolle Unterſtüßung der Behörden, von den Landräthen angefangen. Zest angefangen, Jett wundert ſich \i<h die Regieryng, Regierung, wie ihr dieſe von ihr ſelbſt ßebätſchelte çehäiſhelte Organiſation uber über den Kopf wächſt. Die Herren vom Bunde der Landwiribe Landwirthe aber ſind un- dankbar gegen die ngierung, Regierung, die ſie ſich ſo gedeihlich bat entwtckeln ſh fo gedethli<h hat entwid>eln laſſen; nicht Mißtrau-xn, ſondern höchſte ni<ht Mißtrauen, ſontern höcbſte Anerkennung _bätte hätte ſie Ver- ver- dient. Ich komme jetzt jeyt zum Etat. (Die näxhſtsn Ausfuhrungen nächſten Ausführungen des Redners acben gehen unter lebhaften Zurufen auſ auf der Rechten verloren; Vize-PräſidentS<u1idt erſucht Rehten verloren ; Vize-Präſident Schmidt erſu<ht den Redner, auf die anufe Zurufe und Unterbrechungen Unterbrehungen nicht zu antworten; er wérde werde ihn gegen Unter- brechungen brehungen und Zurufe ſ<üßen.) Ich \{üßen.) Ih werde alſo dem Befehl des Präſidenten gemäß dieſeZurufe ignorieren; ich dieſe Zurufe ignorteren; ih habe bis jetzt jeßt geglaubt, man könne Zurufe machen ma<hen und darauf erwidern; aber i | werde mich mi< der mir gewordenrn gewordenen Anordnung des Präſidenten fügen. Was auch au< immer für finanzielle Maßnahmen in Zukunft pet nothwendig werden ſollirn, ewe ſollten, eive Belaſtung der rmeren Klaſſen wird meine Partei nirmals mitmachen. niemals mitmahen. Die endgültige Stellungnahme zur Flottenverſtärkung behalte ich mir vor; ih wir vor ; aber die Prüfung wird man vornehmen unter Berückſichtiauna Berückſichtigung der Thatſachen der leßten 2 Jahre. Ob die Summe von 783 Millionen zutrifft, kann man noch nicht no<h niht überſehen. Nur die Frage muß objektiv geprüft werden, ob ſich ſih in den ieizten ?Jabrkn leßten 2 Jahren Veränderungen in den poliiiſchen politiſ<hen uud wirtbſchaftlichen itaterkxationalen wirth\{aftli<hen interr ationalen Verhältniſſen geltend gemacht haben. welcbe haken, welche zu einer verandérjen veränderten Stellungnahme nöibigen. nöthigen. Herr von Kardorff kann den Liberalen bezeugen, daß ſie wegkn wegen ihres Flotteneifxrs Flotteneifers aus der Umaebung Umgebung des Für ten Bikmarck Fürſten Biemar> Vorhaltungen haben über ſich ergeben la en übex ſi< ergehen laſſen müſſen. Das Wort ,Welipolitik“ ſtört mich garnicht. „Weltpolitik“ \ört mih garniht. Die alte Hanſe Hanfe hat nicht ni<t bloß WelLbandel getriebkn, Welihandel getrieben, ſondern auch au< Kriegsſchiffe ausgkrüſtet, ausgerüſtet, die zum Schuss Schutze dieſer Handxls:<1ffe_ Handels|[chiffe dienen ſoliten. Schmolln bat ſollten. Schmoller hat mit Rccbt darayf bingewirſen, Recht darauf hingewieſen, daß m in älteren Zeiten gerade entſchiedene Liberale wie Schulze-Delißſcb, wre Schulze-Delißſch, wie Friedrich Haikort Harkort am feurigſten für eine fjarke ftarke Flotte eingetreten ſind. Den ſtarken Mann, von dem geſtern Graf Poſadowsky ſprach, ſpra, haben wir gehabt, es war Fürſt BiSrnarck. Bismar>. Aber was iſt iſ bei ſeiner Erwürgungder Sozialdemokralie heraungkommxn? Erwürgung der Sozialdemokratie herausgekommen? Am Ende de_s Sozialiſtengeſkßes des Sozialiſtengeſeßzes hatten dieſe Herren bier (links) 15 Millionen Wahler] Beſchämrnd Wähler! Beſchämend iſt es nach meinkm (Gefühl, nah meinem Gefühl, daß ein Mit-iſirr aufſjeden Miniſter auffiehen muß, um der Volksvertretung zu ſagen, daß alle Parteien Paiteien nur behandelt werden könncn Fönnen auf dem Bodrn tem Boden der Geſkße. Geſcße. Nur Sine Radikalkur eine Nodikalkur gegen die Sozialdemokratie girdt giebt es, das iſt die tie Freiheit. , Das Volk v-rlangt verlangt eine vvliSibümlich Polijik, volkstbümlihe Politik, darum können Sie in îin demſelben AUJM- blick, e bli>, wo Sie die Flotte verſtärken. rerſtärken, um den dentichcn Weltver ebr deutſhen Weltverkehr und Welthandel zu ſchüßen, nicht niht eine Handelxpoliiik Uribe", welcbe iEinfluliorvtt-rhote und Vsrtbeuerungrn der noihwcndigen Leiensmittel nwo !) er . Handelt politik treiben, welche Ne und Vertheuerungen der nothwendigen Lekensmittel nvolviert. Abg. Dr. Roeſiclc-Kaiſkrslauietn (b. Roeſi>e- Kaiſerslautern (b, k. F.): Der Bund der Landwirtbe Landwirthe hat die Aufhebung drs Verbindunngcrdojs 11i<tver- des Verbindungsverbo18 uicht ver- langt, er brauchte ſie nicht fie niht zu verlangen, denn xriſt er iſt ſo oraaniſiert, organiſiert, daß er mit dem Vereinßgeſcß Vereinsgeſeß in jeder Bezirbuna Beziehung übereinſtimmt. (Zwiicbenruf 'des (Zwiſchenruf des Abg Singer.) Sie brauchen ſich brauhen ſi< nur die Gerichtßurthetle darauf Gerichtsurtheile tarauf anzuſehen, daß wir immer mit den geſeßlickxen geſeßlicen Beſtimmungen fonfoxm fkonfo1m gingen. Wenn Herr Rickert NRi>ert meine, daß nur ein Theil der Landwirtbe Landwirthe an den Getreide- preiſen intereſſiert ſei, ſo kenne er ex die landwirtbſckoaftliäpen landwirthſchaftlichen Ver- hältniſſe nicht, obwohl er ſiä) fic im Verkin ,Nordoſt“ Verein „Nordoſt“ darüber infor- mieren könnte. Auch der kleinſte Landwirjb Landwirth muß doch threide do< Getreide oder irgend ein anderes Produkt der Landwirtbſcbaft verkaufen Landwirthſchaft verkaufen. um den Erlös ten Grlôs dafür als Arbeitslohn für ſich ſi< zu gewinnen. Wolien gewinnen, Wollen Sie etwa dem Landmann dieſen Lohn verkümmrrn? diejen Lobn verkümmern? Einen amtliohen amtlihen Apparat zur Agitation für dem den Bund der Landwirihe brauchen Landwirtbe brauen wir nicht. Wir haben imeeaentbeil im Gegentheil den Beamten den Außiriit Austriit nahegelegt, um ſie nicht in Konflikt mit der Reqieruna Regierung zu bringen. Infolge Jnfolge der Erklärung des Grafen Limburg gegen drn den Reichskanzler bezeichmt dir bezeichnet die „Norddeutſche Allgemeine Zeitung“ heute die Aeußerung des Grafen Limburg, daß der Reichskanzler die Landwirtbſchaft nicht nach Landwirthſchaft niht nah ihrem Werthe ſchäße, |<häte, als irrig, weil gerade unter untcr dem Fürſten Hohenlohe zahlreiche geſe geberiſche geſeßgeberiſhe Maßnahmen zur Fördrruna Förderung der Landwirthſtbait Landwirthſchaſt er- zri en griffen ſeien. Welche Maßregeln ſind das geweſen? Der national- iberals Rednrr ertbeilie iberale Redner ertheilte dem Reicbikanzler Reichtkanzler ein Vertrauenßvotum, Vertrauensvotum, aber ich i< kann mir nicht nit denken, daß die Nationalliberalen, welche auch dem Bunde der Landwittbe Landwirthe angehören, darin einſtimmen. Das Ver- trauen zur Regierung auf dem Lande geht den Bankerottgang und es tritt bei Erörterung dkr wirtbſ<aftli<en der wirthſchaftlihen Verhältniſſe immer die Frage auf: „Wo iſt i} der Herr Reichskanzler?“ Reichskanzler ?" Auf die Perſon kommt es nicht cs ni<t an. Graf Limburg batte nicht haite niht die Abſicht, den Reichskanzler Neichékanzler zu ſtürzen, aber die Landwirihſcbaft batte Landwirthſchaft hatte Urſache, ſich ſi< zu beilagen. betlagen. Das Börſengeſxy iſt Böiſengeſeyß iſ in Berlin, dem größten Getreide vekulationßort, noch Getreideſpekulation8ort, no< immer nicht niht ausgeführt. Man hat uns auf Geriöbtßurtbeile Gerichtsurtheile hingewieſen, aber die ſind find längſt vergangen. In dem Geireidepreis Getreitepreis des Inlandcs gracnüier Jnlandes gegenükter dem Auslande Uuslande liegt ein direkter Verluſt der Landwirtbſcbaft. Landwirthſchaft. Wo iſt ift der Reichskanzler, der für die Ausführung dieſes Geſeßes ſ<leunigſt ſ{<leunigſ| ſorgt? Trotz Troy der Handelsvertragsbeſiimmungen iſt Handelsvertragöbeſtimmungen iſt für die Beförderung des ruſſiſchen Zuckers ruſſiſhen Zud>kers auf inländiſchen inländiſhen Eiſenbahnen ein billi erer billigerer Tarif eingeführt als für den deutſchen Zucker. deutſ<hen Zu>ker. Wo iſt ift der eichökanzler, Reichskanzler, der dieſen nationalwirtbſckpafrlichen Nachtbeil nationalwirthſhaftlihen Nachtheil ab- wendet? Wo iſt der Reichskanzler, der für das Fleiſchbeſchaugeſev ſorgt? Fleiſhbeſchaugeſet forgt ? Eine gemeinſame Kommiſſton Kommiſſion von Deutſchland Deutſhland und Amerika ſoll foll die Lebenömittelkontrole Lebensmittelkontrole erörtern. Das gefährdet unſere Auto- nomie; es iſt unglaublich, unglaublih, daß Amerika über die Vorſchriften be- ſtimmen ſoll, welche flimmen foll, welhe wir zur Kontrole der Unſchädlichkcit Unſchädlichkeit der Nab- rungSmittel feſlſeßen. Nah- rungsmittel feſiſeßen. Herr Sattler befürchtet eine konſervative Re- gierung. Wir werden nicht konſervativ konſervatiy regiert, ſondern 1batſä<li< demokraiifch. 1hatſächlih detnokraliſh. Die Regierung leiſtet in jeder “ Beziehung demo- und der Land- * ran» geralben rgan gerathen bat, ein Geſeß, welches den. Vorſtkiiié wel<es den . Vorſchub. Es iſi , “böhäüékkié (: t K U i iſt bedauert, a Do iſt inläßt, di «"NRW-1 . kx! wetden. Wi it : “PIMF Lnöilkeicbsk WNW Rt KUW |>? .? il: we den Wo 7 w er an «Biber E e en r, . _ kYnzlxr? : Tendenzen kit An pes e c werden. Wo | wieder aufgegeben werden. anzer? ‘ t er gv-iozrber oibee die Unmöglichkeit eines lunes Planes erkannt, ſo , da een“ vont u ma' en“ er dagegen Front zu machen; hat er die Unmög- FWW fi?) iter erakagrmt ?ind der: Mut? ve'rloken, Unmöz- lichtele er v 4 ram T ben Muth tat, dann wäre das ein Mangel an äbigkeit, Fähigkeit, die politiſcſke La : ar agt Lage zu überſehen, wie er auf dieſem Poſten 11 cbt wünſchenswert!) ſt. Jm niht wünſchenswerth iſt. Ln Abgeordnetenhaus ſind die Beamten behandelt, als wäre der Artikel 84 der Verfaſſung,- wonacb Verfaſſung, wonach die Ab eordneten Abgeordneten nicht zur Rechenſchaft gezogen werden können, eliminiert. ( iT-Fräfident 1 PeL Schmidt: > Ich kann die Behauptun nicbt zula en, a nicht zulaſſen, daß eine Handlung des eicbskanzlers Reichskanzlers ſo ſei, als 1) o eine Ver affun sbeſtimmuna Verfaſſungöbeſtimmung eliminiert ſei,) ſei) - Die Ereigniſſe kommen vlöyii unbekannte plöglid, unkekannte Einflüſſe machen ſich mahen #\< geltend, und Keiner iſt me 1: i mehr bereit, die Verantwortung zu übenebmen. üÜbenehmen. Das kommt daher, weil keine Individualität mehr da iſt und der Begri Begriff der politiſchen Verantwortlichkeit verloren iſt. Die demokratiſchen endenzen demokratiſhen Tendenzen werden beute heute gefördert. Wir bedauern, daß der Staatsſekretär Graf von Bülow angeſichts angeſihts des Tranßvaalkriegs Trans vaalkriegs die en liſche PoliLik engliſche Politik im Widerſpruch Widerſpru<h mit der Meinung des Volks unter- ſtügst ſtüßt hat. Von den roſigen rdſigen Verhältniſſen, von denen er geſprocben geſprochen hat, insbeſondere inébeſondere in Bezug auf Amerika, ſehe i ſehr i< fehr wenig. Ein Zugeſtändniß zieht das andere nach ſich, ſchließt! nah ih, ſ{ließli< muß der Rückſchlag Pärker Rückſhlag tâärker ſein, wenn die Staaten ſehen, daß wir ſtets nachgeben. nahgeben. Wozu brauchen wir noch eine große Flotte, wenn wir ſtets nacbqeben? nahgeben ? Uebrigens iſt die Begeiſterung für die Flotte, das möchte ich ih Herrn Richter ſagen, keine künſtliche. fünſtlihe. Man wird prüfen müffen, müſſen, wie weit es norb- wendia noth- wendig iſt, die Flotte zu vermehren; dazu wird es eit Zeit ſein, wenn die Vorlage gemacht iſt. Bei den Buren handelt es >) fi< um Bauern, Welche welche für ihre Heimatb Heimath kämpfen und von voa früh an Waffengebrauch Waffengebrauh gewöhnt ſind. Wir brauchen eine Armee und werden ſie uns durch dun Herrn Bebel nicbt nit verkümmern (affen. laſſen. Der Aufſchwung Aufſhwung der Induſtrie JInouſtrie iſt hervorgerufen durch dur< größere Anleihen für Zwecke d-r Zwe>ke der Marine u. ſ. w. ſt. w, Dem ſteht aber gegenüber die ſchlechte {le<te Lage der Landwirt!)- ſchaft. Landwirth- haft. Abgeſehen von Spiritus und Zucker, Zuker, ſind die Getreidevreiſe zurück- zurü>- gegangen. Dazu kommt dieLeutenotv infolgedesZuſammenftuffes die Leutenoth infolge des Zuſammenfluſſes in den Städten. Statt Bahnen im Auslande zu fördern und dafür Geld hinaus- zuſ<i>en, hinaut- zuſhi>ten, ſollte man lieber Eiſenbahnen in unſeren Kolonien bauen. Uebrigens babe ich mich habe i< mi< darüber gefreut, daß Hurt Herr Siemens, alſo auch auh ein freiſinniger Großgrundbeſißer, freiſinnigec Großgrundbeſizer, geadelt worden iſt. iff. Die Junker, auf die man ſchlägt, find \{lägt, ſind weiter ni ts nichts als die Führer des Volkes. Will der Reichskanzler eine um cbtigexPolitik umſihtige Politik treiben, dann mag er nicht einen einſeitigen Jnduſtrieſtaat, Induſtrieſtaat, ſondern den Mittel- und Bauernſiand Bauernſtand fördern. Die Buren haben bewieſen, was der Bauernſtand wertb werth iſt. Staatsſekretär des Innern, Jnnern, Staats-Miniſter ])r. Dr. Graf von Poſadowsky-Wehner: Meine Herren! Der Vergleich Vergleih des Herrn Vorredners zwiſchen den Verhältniſſen Deutſchlands Verkbältniſſen Deutſhläands und den Verhältniſſen des Landes, wo das kleine, tapfere Volk der Buren jeßt einen ſchweren {weren Kampf um ſeine Selbſtändigkeit führt (Bravo!), war doch do< etwas kühn; ich i< glaube kaum, daß ſeine Deduktionen dahin gehen ſollten, follten, wir möchirn möchten in Deutſchland Zuſtände einführen auf wirtbſcbaftlichem wirthſhaftlihem Gebiete (Widerſprucko), (Widerſpruch), wie ſie im Weideland von Transvaal exiſtieren. (Sehr gut! links.) Ich Jh kann deSbalb deshalb nicht verſtehen, warum uns gerade die Buren beute Vorgefübrt Wurden heute vorgeführt wurden als Vorbild, wie wir unſe're unſere Politik im Reiche leiten ſollten, um ein ähnliches ähnlihes Volk zu erzeugen, wie die Buren. (Sehr richtig! links.) I> Klaube, JI< glaube, man kann doch zwei ſo vollkommen parodoxe Dinge abſolut nicht vergleicbrn. vergleichen. (Sehr richiig!) richtig!) Das mag ſich ſebr ih ſehr gut machen, mahen, wenn man das in einer öffentli<en öffentlichen Verſammlung ſagt, bewieſen wird damit aber auf ſtaatßrechtlichem ſtaatsre<tlihem Gebiete garni<ts1 garni<ts! (Sehr wahr! links.) Von mir iſt i\t es bekannt, daß ich ih ein aufrichtiges, aufrihtiges, warmes Intereſſe für die Landwirtbſckpaſt Landwirthſchaft habe, und ich ih bekenne dieſes Intereſſe, weil ich ih der Anſicht bin, wir können eine kräftige landwirtbſcbaftlich landwirthſchaftlihe Bevölkerung in Dkutſchland Deutſchland aus politiſchen politiſhen und ſoxzialezn fozialen Gründen abſolut nicht niht entbehren. ( Sehr richtig! rechts.) Ich (Sehr richtig ! re<ts.) Jch habe dieſe meine Auffaſſung bereits ganz offen ausgrſprocben, ofen ausgeſprochen, als an manchen anderen Stellen vielleicht noch vielleiht no< ſehr ab- weichende weihende Anſichten herrſchten. Aber ich ih hege zum Beſten der Land- wirtbſcbaft wirthſchaft den dringenden Wunſch, daſ; daß die Herren, welcbe, grwiß welche, gewiß aus innerſier innerſter Ueberzeugung, landwirtbſcbaftliche landwirthſchaftlihe Intereſſen vertreten, dies in einkr einer Weiſe tbäten, thäten, die weniger geeignet wäre, die Gkgnerſchaft Gegnerſchaft anderer Erwerngrvppen Erwerbsgrvppen in Deutſchland hervorzurufen. Ich Jh - glaube, ſie würden damit für ihre eigene Sache praktiſcher praktiſher handeln, namsntlick) namentlich in Brzug Bezug auf die wichtigen wihtigen Verhandlungen, die uns im nächſten nä<hſten Jahre bevorſtehen, bevorſtehen. (Sehr wahr! links.) Der Abg. Rorſicke Noeſi>ke hat heftige Angriffe gegen den Hsrrn Reichs- kanzlcr perſönlich (xc'richtet. Herrn Reichss kanzler perſönlih gerihtet. Er hat behauptet, die Regierung käme ihm vor wie ein K*:uiſchukball, Kautſhukball, den Jkdxr Jeder preſſen und drückrn drücken könne, wie es ihm believe. I> beliebe. Ich hatte den Eindruck, Eindru>k, daß er aber mit der Regierung gsrade dekhalb unzufricden iſt, gerade deéhalb unzufrieden ift, weil er dieſen Kautſchukball nicht ſo fo preſſen und drücken drü>en konnte, wie ihm beliebte. (Sehr gut! links.) Er bat, hat, um ſeine Unzufriedenheit mit der Leitung der Regie- rung im Reiche näher zu brgründen, begründen, auf die Ausführung des Börſrn- geſetzes Börſen- geſeßes und auf die Eiſenbahntariipolitik Eiſenbahntarifpolitik in Preußen hingewieſen. Ich. Ih, glaube, der Herr Abgeordnete bat hat vollkommen verkannt, daß cr im er i m Deutſchen Reich sta ge ſpricht Neichstage ſpriht und nicht im preußiſchcn preußiſhen Ab- geordnrtenhauſe. geordnetenhauſe. Die Ausführung des Börſengeſeßes iſt nicht Suche iſ ni<ht S2che des Hérrn Herrn Reichskanzlers, ſondern der Einzelregierungen, und deshalb müſſen Sie, wenn Sie glauben, daß- das Börſengeſeß in Preußen unrichtig außgefübrt ausgeführt wird, Ihre Angriffe grgen gegen die preußiſche preußiſbe Regie- rung im preußiſchen preußiſ<hen Abgeordnetenhauſe richten! rihten! Das iſt ſtaaiSrechtlich i}t \ſtaaisrehtli< ganz unzweifelhaft. Ich begegne auch hier wieder roieder dem Jrribum, Irrthum, dem ich bier ih hier im Reichstage ſo oft begegne, daß man nicht unterſcheidet zwiſchen zwiſhen den Rechten, welche welhe die Rsicbéverfaſſung Reichéverfaſſung dem Rsicbßkanzler Reichskanzler und den verbündeten Regierungen giebt, und der ſouveränsn Vcrwal- ſouveränen Verwal- tung der Einzelſtaatrn. Tjoßdem Einzelſtaaten. Troßdem bin ich i< ſehr gern bereit, bei der Beratbung Berathung des Etats des ReichSamis Reichsamts des Innern in der zweiten Leſung die Frage der Ausführung des Börſengeſkßes Börſengeſeßes eingehend zu erörtern oder erörtern zu laſſen. Was ſvezile ſpeziell die Tarifpolitik der preußiſchen preußiſ<hen Eiſenbahnen in Bezug auf den Zucker Zu>ker betrifft, ſo ſo. wird nach nah mir der preußiſche Herr Eiſenbabn-Miniſter Eiſenbahn-Miniſter die entſprechende Antwsrt crtheilen. entſprehende Antwort ertheilen. Der Abgeordnete hat ferner gefragt: was iſt iſ nun eigentlich im Reich zum Beſten der Landwirthſcbqft geſchehen. Ich Landwirthſchaft geſhehen. Jch glaube, er ver- gißt dabei, daß die Schwerkraft der Verwaltung auf landwirtbſchaft- lichem Gebieje nach landwirthſchaft» lihem Gebiete nah unſerer beſtehenden Verfaſſung immer noch no<h in den Einzelſtaaten liegt, und daß das Gebiet, auf dem das Reich allerdings eingreifen kann, vorzugsweiſe das Gebiet der Handelsverträge iſt, daß die Handelsverträge aber noch no< bis 1903 feſtgelegt ſind, und daß da ta vorläufig kein Simulieren über die Vergangenheit hilft. (Zuruf rechts.) - re<ts.) — Es wird mir zugerufen: der Artikel der „Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung“! Meine Herren, der Artikel ſtammt * \tammt nicht von mir her und ich habe'ibn ih habe ihn nicht geleſen, 'das das verſichere ich ih Ihnen, aber das möchte ich doch ih do< dem ſehr verehrten Herrn Interpeüanten Interpellanten antworten, einiges haben wir doch auch do< au< auf dem Gebiete der Reichs- verwaltung vérwaltung gethan für die Landwirtbſcbaft, und- ich Landwirthſchaft, und: ih bin glücklich :'dätüber, glü>lih darüber, daß «5 „an" i an dieſen Ma regeln Maßregeln in W:“Amévetsxirtgxßeßxx," erſter Linie betheiligt geweſen bin. Wir haben einBranntweinſteuergeſep ein Branntwein ſteuergeſey im Reiche akmacht Reihe gemacht was, glaube ich“, ih, den Wünſchen der Landwirtbſcbaft Landwirthſchaft im höchſten Grade' entſprochen bat. Grade entſprohen hat. Wenn wir 1th jegt verhältnißmäßig ſo gute Preiſe fü: für Spiritus haben, ſo verdanken wir es unzweifelhaft dieſem Geſetz, Geſeg, Und wir haben ferner ein Zuckerfteueraeſeß gemacht," Zu>erſteuergeſeß gemacht, ebenfalls unter meinerBetbeiligung meiner Betheiligung in erſter erfter Linie, was zwar ſeiner Zeit ſeh: ſehr angegriffen wurde; als man aber in der Oeffentlichkeit über ſeine Abänderung berietb, berieth, erklärten die Jntereffenten Intereſſenten der Zuckerinduſnje einſtimmig: Zu>erinduſtrie einſtimmig : wir wünſchen, daß das Geſev aufrecht Geſeß aufre<ht erhalten bleibt, und es iſt auch ift au< bis jktzi tbatſächlicb noch jeyt thatſähli<h no< kein beſſerer, praktiſcherer Vor. ſchlag praktiſherer Vor- \<lag gemacht. Es iſt ift dann weiter yon von dem Herrn Vorredner eingegangen auf eine angeblick) gcmeinſcbaftlicbe angebli<h gemeinſ<haftlihe Kommiſſion zur Unterſuchung des Lebensmittelmrkebrs zwiſchen Unterſuhung deg Lebensmittelyerkehrs zwiſhen Amerika und Deutſcbland. Ich Deutſchland. J< kann ihm thm darauf antworten, mir iſt iſ von dieſer Sache offiziell noch no< nichts bekannt (hört, hört! rechts) re<ts) und deshalb bin ich auch nicht i< au< nit in der Lage, mich zu dieſer diéſer Frage zu äußern. Ich möchte jeßt auf die Aquübrungen Ausführungen des Herrn Abg. Richter eingeben. I> eingehen. J geſtehe gern zu, der Herr Abg. Richter Hat ſich durch hat ſih dur ſeine lange parlamentariſche parlamentariſ<he Thätigkeit eine glänzende und für Viele beſtechende beſtehende Beredſamkeit erworben. Ich babe Jch habe aber ſolche ſachlich ſo fahli< fo ſorgfältig vorbereiteten Reden, wie der Herr Abg. Richter beute heute ge- halten hat, ſchon ſ{<on oft von ibm ihm gehört, wenn es fich ſih darum handelte, große Maßregeln im Intereſſe des Vaterlandes auf dem Gebiete der Landeßvertbeidigung Landesvertheidigung oder irgend welchen welhen anderen Gebieten durchzu- durhzu- führen, und ich kann nicht ih fann nit leugnen, faſt immer waren die Reden des Abg. Richter oonbra. contra. Wenn man eine ſolche tiefgehende Frage hier erörtert, ſo halte ich ih es wirklich wirklih für nebenſächlich, jkßt noch nebenſä<li<, jeßt no< lange zu verweilen dabei, wie dieſe Bewegung zu Gunſten der Flotte ins Lesben Leben gerufen iſt. Der Kernpunkt der Frage iſt doch der: iſt it das Ziel, Was was man mit der Bewegung verfolgt, ein ſachlich berechtigtes? ſahli< bere<tigtes? In dieſer Beziehung ſtellen Sie fich, ſich, bitte, einmal die maßgebende Situation vor, Ich vor. Ic empfinde es gewiß ſchmerzlich, ebknſo ſchmerzlich ſ{<merzli<, ebenſo {<hmerz;li< wie der ge. ge- ehrte Herr Vorredner, daß unſer bandeldpolitiſches Verhältniſ; handelspolitiſhes Verhältniß zu Amerika bisbrr noch bisher no< immer nicht geregelt werden konnte, weil ich ih der Uebetzeugung Ueberzeugung bin, das gute Recht ſteht auf unſerer Seite. (Sehr wahr! Sehr richtig!) rihtig!) Wir haben ſehen müſſen, daß, während Amerika fort- geſetzt geſeßt unſeren ganzen Kondentionaltarif Konventionaltarif eingeräumt erhält, dieſes Land ſeinerſeits ſeine Zölle erhöht hat in einer Weiſe, die zum Theil einen probibitivrn prohibitiven Charakter annimmt, und dieſe Zollerböbung durchführt Zollerhöhung durhführt in einer Weiſe, welche welhe für die deutſche Induſtrie außerordentlich deutſWe Induftrie außerordentli läſtig iſt. (Sehr wahr! rechts.) re<ts.) Das iſt mit Von i} mir von Vertretern aller Parteien ſebr eiugrhend Paeteien ſehr eingehend zu 'kaüibe *Gemüthe geführt worden. Wir Vir müſſen alſo ſehen , ſehen, daß dieſes gewaltige Land, diefer dieſer große Staat, den man faſt einen Kontinent für ſich ſür ſi<h nennen könnte, immer mehr ſucht ſich ſu<t ſi< gegen europäiſche europäiſhe Fabrikate abzuſchließen. Auf der anderen Seite hat uns England den Vertrag gekündigt, durch dur< den ausgeſchloſſen ausgeſhlofſen war, daß das engliſche engliſhe Mutterland VorzugSzöÜe Vorzugszölle in den einzelnen Kolonien gegenüber den deutſchen deutſen Bundesſtaaten einführen konnte. Bis jkizt babkn jeßt haben von dieſem Rechte Rehte der Vorzugszölle bekannt- lich li<h nur Canada und eine kleine Kolonie Gebrauch Gebrau gemacht, die wir deshalb ebknfaüs ebenfalls dem autonomen Tarif unterſtellen werden. Daß abkr aber in England die Neigung brſicbt, beſteht, auf dicſem dieſem Wege fortzufabrcn fortzufahren und uns ſo zu Gunſten Mgliſchr engliſher Fabrikate mit der Ausfuhr unſcrer unſerer Fabrikate zu differenzieren und ſo vielleicht vielleiht auszuſchließen von dem ganzem ganzen Markte drs engliſchen Weltreich, des engliſhen Weltreihs, das iſt iſ ebenſo unzweifelhaft. Stellen Sir ſich Sie ſi alſo, dittt', dor, bitte, vor, wenn Nord-Amerika in ſeiner un- gehruren Ausdrbnung geheuren Ausdehnung und mit dem (Einfluß, Einfluß, den es auch auf andere amerikaniſche Staaken amerikaniſhe Staaten übt, und wenn ferner das engliſche Weltreich engliſWe Weltreih verſucht, uns in dieſer Wéiſe Weiſe mit unſerer Produktion von dem Welt- markt außzuſchiießen; sin wic auszuſchließen: ein wie verhältnißmäßig kleiner Theil der ziviliſierten und balbziviliſierten halbziviliſierten Welt bleibt uns dann noch no< übrig für die Ausfuhr unſerer Fabrikate! (Sehr richtig! rechts.) Daſ; re<ts.) Daß unter dieſen Verhältniſſen der Wunſch bei uns rege iſt, daß wir wenigſtrns wenigſtens auf dem noch no<h verbleibenden Theile des Erdballs eventuell mit gleichen Machtmitte'ln gleihen Machtmitteln auftreten, wie England, wie Amerika, daſ; daß wir auch au mit gleicher Autorität auftreten auſtreten können, wie unſere bandelßpolitiſchen handelspolitiſ<hen Konkurrenten -- das iſt, glaube ich, gerechtfertigt, ih, gere<tfertigt, und Hierin likgt auch hierin liegt au die eigentliche innere Urſache, weshalb im deutſcbkn deutſhen Volk in ſo weiten Kreiſen ſilb plößlich ih plöulih das Verſtändniſ; Verſtändniß für die weitere Vermehrung unſerer Flotte Balm Bahn gebrochen bat. hat. (Sehr richtig! rechis - Widerſpruck) re<ts — Widerſpru< und Zu- rufc Zu? rufe links.) Das geſtehe i< ih dem Herrn Abg. Richter obne weiirres zu: ohne weiteres zv: mit Kanonc-n Kanonen erwirbt man kcine Kondentionaliarife keine Konventionaltarife und ſchließt {ließt keine HandelSverträge ad. Handelsverträge ab. Jemand, der aber eine ſtarke Waffe in der Hand hat, den behandelt man, wenn es zum Streit kommt, immer mit mehr Achtung Achtang wie den Waffenloſen. (Zuruf links.) Ja, Herr Abg. Richter, waffenlos ſind wir nicht, ſoweit es ſich ſi< um unſere trockenen tro>enen Grenzen handelt; aber es handelt ſich ſih um Verſtärkung unſerer Seewebr Seewehr in Gkbieten, Gebieten, die außerordentlich außerordentliÞh weit vom Vaterland ent- ent! fernt ſind. I> ; Jch habe einmal ein ſehr intereſſantes Schriftſtück Schriftſtü>k des (Grafen Grafen Caprivi geſehen. Dem Grafen Caprivi war ein Bericht, eine Denk- ſ<rift, \<rift, will ich ih einmal ſagen, vorgelegt wvrdkn, worden, in dem ſich ih die Aus- führung befand: die Erweiterung Ecweiterung unſeres Kolonialgebiets ſei ohne Einfluß, ohne Bedeutung für die Ausbildung unſerer unferer Flotte, die ihre eigenen beſonderen Ziele habe. Graf Caprivi ſchrieb {rieb an den Rand die Bemerkung: „Das iſt i} ſehr unrichtig, denn es wird ein Tag kommen, wo die Flotte ihre Wünſche für Erhöhung ihrer Bedeutung auf die Kolonialderivaltung Kolonialverwaltung und den Beſiß Beſiy unſerer Kolonien ſtüßen wird." Ich ſtügen wird.“ Fh glaube, dieſes Wort war richiig richtig und ein prophetiſckoes- prophetiſches. Ich hatte heute, wie der Herr Herc Abg. Richter ſprach, den Eindruck, Eindru>, die Rede hätte hâäite er eigentlich eigentlih halten müſſen, wie es ſich ſi< darum handelte- handelte, die erſte deutſche deutſhe Kolonialerwerbung hier im Reichsrage Reichstage zu ge" nebmigen. gé' nehmigen. Wenn man keine Kolonien hat, dann iſt iſ vielleicht eine Flotte in dem Maße, wie wir ſie jeßt fordern, nicht fo nothwendig- wenngleich ſich niht ſo nothwendig, wennglei<h ih ihr Bedürfniß immer mehr betonen wird, je größére größere Kapitalien wir im Auslande in gewagten Geſchäften anlegen. Sobald man aber Kolonien erwirbt, werden*die werden die Kolonien nicht nur ein Tl)?" Theil unſeres weiteren Vaterlandes, ſondern ſie werden auch ein Theil unſerer un ſerer nationalen Ehre (ſebr (ſehr richtig! rechts). re<ts), Und deshalb, meine Herren, müſſen wir die Slärke Stärke der Streitkräfte zur See beſitzen, beſißen, daß wir unſere nationale Ehre auch au<h in unſeren Kolonien "ve“rtbeidigen können; (Schluß ‘vertheidigen können. (Séhluß in der Zweiten Beilage.) Zive'ite Zweite Beilage “zum zum Deutſchen Reichs-Anzeiger ReichszAnzeiger und Königlich Prerifziſäjen Slants-Anzejgex„ * M Preußiſchen Staats-Anzeiger. L „M 296. (Schluß aus der Erſten Beilage.) Der Herr Abg. Richter bat hat hervorgehoben, man könne die Ent- wickelung wi>elung der Einnahmen nicht vorherſehen und ſollte deshalb ſolche großendauernden Außgaben, ſolhe großen'dauernden Ausgaben, wie fie ſie mit der Flottenverſtärkung zu- ſammenhängen, nicht fammenhängen, nit auf die Zukunft Zukunſt baſieren. Das iſt ift in gewiffem gewiſſem Grade ſicher richtig. rihtig. Aber wknn wenn man ſo weit gehen ſollte, follte, daß man überhaupt Wachſende Außgaben nicht wachſende Ausgaben niht mehr wagt, weil man nicht nit ſicher i|, {fft, daß in Zukunft auch die Einnahmen ſicb fortgeſetzt ih fortgeſeßt ſteigern oder auf der Höhe erhalten bleiben, bléiben, dann müßten wir den weiteren Aus- bau unſeres Staatsweſens Stáatsweſens auf wirthſthaſtlicbem, wirthſhaſtli<hem, politiſchem und militäriſchem militäriſhem Gebiet überhaupt fiftieren. Hrrr üherhaupt ſiftieren, Herr Abg. Richter unterſchäßt unterſ<häßt die Verpflichtungen, Verpflihtungen, die Deutſchland über- nimmt mit der fortgeſevten fortgeſeßten Steigerung ſeines Exports und mit der Vermehrung ſeines Kolonialbeſißes. Kolonialbeſiges. Das iſt i} aber sine faſt- ſtebcnde'Tbatſackpe, eine feſt- ſtehende Thatſache, mit der wir rechnen müffen. Ich re<nen müſſen. Ih meine, wenn ein Staat wie Deutſchland, der ſich bereits ſo im Welthandel engagiert, und mit Kolonialbeſiß Koloniälbeſig ſo feſtgelegt hat, nicht niht eine ausreichend ſtarke Flotte hat, die den militäriſchen militäriſhen Anforderungen unter allen Umſiändru Umſtänden genügen kann, die an die Seewxbr Seewehr geſtellt werden, ſo würde Deutſch- land etwa [ſand ‘etwa in der Lage eines Kavalleriſten etnes Kavalleziſten ſein, der ‘der zwar ſehr gut reiten kann, aber kLin kein Pferd hat. EH Es beſteht zwiſchen der Auffaſſung des Herrn Abg. Ri<ter Richter und der dex Auffaſſung, wie ich i< annehme, der Majorität dieſes Hauſes ein cin tiefgehender Unterſchied. Der Herr Abg. Richter legt an jede “an ‘jede derartige Maßregel, wie ſie ‘wie fie hier - vorgeſchlagen wird, ſeine kritiicbe kritiſhe Sonde an und ſ<reibt \<reibt alles das in das Debet der Sach. Sache, was Zweifel hervorrufen kann. Aber jede große nationale Entwickelung Entwi>elung in dor der Welt iſt aus dem Grfübl hervorgeganged, Gefühl hervorgegangen, daß ein Staat mit ſeiner ſetner wachſenden Kultur auch fortgeſeyt au<h fortgeſeßt wachſende Aufgaben zu erfüllen hat, und daß man das Vertrauen baden haben und von der Zukunft hoffen muß, daß dir die Nation ſtark und opferwillig genug ſein Werde, disſe ‘rwoerde, dieſe Aufgaben auch finanzikll au< finanziell zu löſen. E(nyn mathematiſchen Einen mathematiſhen Beweis wird Ihnen der Har Schaizſckretär Schahſekretär auch nicht ait erbringen können, daß die finanzislle Entwickelung finanzielle Entwi>elung immer ſo ſein werde, daß wir ohne nrue neue Opfer dieſe Floticnverſtärkung Flottenverſtärkung tragen können. Wenn aber die Mcbrheit Mehrheit des hohen Hauſes der Anſicht iſt: iſt : wir brauchrn cine ſtärkcre brauchen eine ſtärkere Flotte zur politiſcbrn politiſhen und handelspoliiiſchen Entwickelung handelspolitiſchen Entwi>kelung Deutſchlands, dann dann. müſſen wir auch au< den Muth haben„ disſen Schrijt haben, dieſen Schriit zu unternrbmen unternehmen und, wenn es nothwendig iſt, auch die Mittel dafür aufzubringen. (Bravo! rechts.) rets.) Miniſter der öffentlichen Arbeiten Thielen: Meine Herren! Wie mir mitgetheilt worden iſt, hat der Herr Aby. Abg. Dr. Roificke Noeſi>ke die Verkehrspolitik Veikehrspolitik Preußens aus dem Grunde an- gegriffkn, gegriffen, weil für den ruſfiſchen ruſſiſhen Zucker ermäßigte Uekerſeetarife gr- ſtcllt Ueberſeetarife ge- ſtellt worden ſind nach na< Königsberg und Danzig. Die Tbalſacbe Thatſache iſt richtig. Ich rihtig. Jch habe leider ſcine Redrn ſeine Reden und ſeine Begrütdung Begründung der An- griffe nicht niht gehört, kann alſo polsmiſch polemiſ<h auf dieſelben nicht niht antworten, ſondern hier vielmehr nur tbatſäcblicbs thatſählihe Aufklärung gebs". Absr dirſs thatſäcblicbe geben. Aber diefe thatſächlihe Aufklärung wird, wik i< wie ih hoffe, vollſtändig binr€i<?n, hinreichen, die Verkehrspolitik drr preußiſchen SiaatsEiſenbahnwerwaltung der preußiſhen Staatês-Eiſenbahnverwaltung in dirſcm dieſem Falle zu rechtfertigkn. re<tfertigen. Meine Herren, wir ſind in Prsußen ſchon lansc - Preußen {on lange — und ich füg? ic füge hinzu, mit vollem Recht » Re<t — ſehr vorſichtig vo!ſichtig in unſerer Tarifpolitik genosſen, chb drr geweſen, na< der Richtung hin, die agrariſcbrn Intereſſen nicht agrariſhen JIutereſſen nit zu verleßen, verleßëa, ſondern zu fördern. (Sebrrichtig! (Sehr richtig! links.) Meine Herren, wir haben nach nah der Richtung Nichtung der Förderung hin außer- ordentlich ordentli viel gethan, baden haken keinen Dank dafür erwartet (hört! hört! links), allerdings auch ‘allerdings au keinen Dank dafür erhalten (ſeébr richxig! erbalten (fehr ri<tig! links), obgleich obglei< wir wirklich wirkli< mit Hinjanſeßnng fikkaliſchsr Jnterrffen ſchwer- Hintanfeßung fitkaliſher Intereſſen \{<wer- wiegenden Intercffsn Intereſſen der Landwirtiſchnft dadurch Landwirtſchaft dadurÞ Rechnung JLTWJEU getragen haben. (Es iſt Es iff}t hier nicht dcr ait der Ort, das im Einzelnen auszuführen; es iſt ift das auch an< oft genug im preußiſchen Landtage außgefüdri ausgeführt worden. Die Herren Landwirtde Landwirthe glauben abkr aber häufig, ſie fie ſeien ganz allein auf der Welt (hört! hört! links; große Unruhe rechts), re<ts), die Andern müßten ihnen gegcnüber zurücktretrn, gegenüber zurü>treten, und daher iſt dieſrr dieſer Fall der Tarifsrmäßigung Tarifermäßigung für den ruſſiſchen Zucker ruſſiſ<en Zudter ein ganz zwkckmäßiges zwe>mäßiges Beiſpiel, das ich ih mit Freuden begrüße, um hieran einc eine Aufklärung zu knüpfen. Die ruſſiſ<en ruſſiſhen Eiſenbahnen find bsmübt ßkweſen, ſind bemüht geweſen, die nichl unbedeutendkn ruſſiſchen Zzckcrcxporte nicht unbedeutenden ruſſiſhen Za>kerexporte für ihren Hafsn Hafen Liebau zu er- werben, und hatten infolge deſſen Ermäßigungcn Eintreten Ermäßigungen eintreten laſſen, die, wenn preußiſcherfeiis preußiſ<erſeits die Konkurrenz für Danzig und Köni„sbcra Könt,sberg nicht aufgenommen aufgenomnen worden wäre, zum Ergebniſ; Ergebniß gehabt hätten, daß dann Königsberg vnd Danzig den Handrl Handel und die Rbederei Rhederei in ruſfi-"chem Exportzucker ruſſi’ hem Erportzu>er vollſtändig verloren bättrn. hätten. (Hört, hört! links.) Weil wir nun aber doch vorſi<tige Lxute ſmd, badrn do vocſihtige Leute ſind, haben wir uns vorher ge- nügend vergewiff7ri, welche vergewi}?rt, welhe Aufnahme dieſe Maßrrgel Maßregel bei dcn den zunächſt Beibeiligten Betheiligten finden wird. Wir haben daher den Bezirks-Eiſsnbabmatl) Bezirks-Eiſenbahnrath befragt. Der Bezirké-Eiſenbahnratb, Bezirks-Eiſenbahnrath, in dem die agrariſchen Intereſſen naturgcmäß berechtigterweiſe agrariſhen Jatereſſen naturgemäß berehtigterweiſe und entſprechenderwc'iſe Vertreten entſprehenderweiſe vertreten ſind, hat ſich ſih mit dieſer Maßrkgel entwedrr einſtimmig diefer Maßregel entroeder einſtiminig oder mit allen gegen zwei Stimmen (böxt, (hött, hört! links) - das ivriß ich weiß i< in dieſem Augewblick nicht Augenbli> ni<ht genau - einverſtanden — einrerſtanden erklärt. Wir haben alſo durchaus dur<aus keinen Anſtand nehmen dürfkn, dürfen, dieſe Maßregel einzuführen. Dsr Der Bezirks- Eiſenbahrratb Eiſenbahrrath hat dabei außdtücklicb ausdrü>kiih ſein Votum dahin motiviert, daß auch au<h die Lundwirtbſchaft Landwirthſchaft ein großes Jntercſſe Intereſſe daran bäite, hätte, Danzig und Königsberg Ködönigsberg mit ſcinc'ri Hedereien ſeinen hedereien und ſeinem Handel präſiationsfähig präitationsfähig zu erhalten, und daß er aus dieſrm chnde auch dieſem Gcunde au<h für das auEländiſche auêländiſhe Produkt Tarifsrmäßigung Tarifermäßigung gewähren wollte; er habe daran den Wunſch geknüpft, den ich auch tbeile, i< au théile, daß auch au< für den inländiſchen Zrcker Exportiarife inländiſhen Zu>ker Exportiarife. gewährt werden möchten. Wenn die Eiſenbahnverwaltung allein darüber zu entſ<eiden entſheiden hätte, wären dieſe Tarife längſt eingeführt. (Hört, hörtſ links.) hört! Links.) Aber i< ich bitte die Herren Zuckerintercſſenten, ſich Zu>kerintereſſenten, ſih einmal zunächſt unter ſich zu einigen. Dieſe Einigung ſteht bis dahin vollſtändig aus, und wenn wir nach na< der Produktion abſtimmen wollten, ſo würden, ſoviel ich i< das überſehen kann - ich — ih will mich mi aber gern belebten [affen -, belehren laſſen —, heutzutage die Sachen ſo lirgen, licgen, daß die Majorität entſchieden nicht entſhieden ni<t für die Gewährung der billigen Exporjtarifc Exporttgrife ſein “Berlin, Berlin, Freitag, den 15. Dezember Dezeniber würde. (Hört, hört! links. Zuruf in der Mitte.) - Warum? Das iſt ſehr einfach: wsil einfa: weil dadurch die begünſtigten Regionen der Zucker- Zu>er- erzeugung ſolche Vortbsile ſolhe Vortheile erlangen würden, daß die Minder- begünſtigten ſich dadurch wahrſcheinlich benachtbeiligt ſi< dadur< wahrſcheinli< benahthéiligt fühlen würden. (Unruhe rechts.) re<ts.) Zum Beiſpiel, ganz Süddeutſchland ſteht wie ein Mann gegen dieſe Exporttarife und ein großer Theil in unſerem ünſerem Lande des- gleichen. gleihen. Die Sachs iſt Sache iſ alſo nicht ſo einfach, einfa<, wie ſie vielleicht von der Zeitungßnotiz ber ſicb anſteht. ' Zeitungsnotiz her ſi< anſieht. h Meine Herren, ich ih werde immer beſtrebt ſein und halte das für eine Pflicht der preußiſchen preußiſhen Verkehrspolitik, der Landwirtbſcbaft Landwirthſchaft in ihrrn ſchweren ihren {weren Zeiten beizuſtehkn, beizuſt-hen, ſoweit es irgend möglixh iſt; mögli i; aber ich ih kann nur wiederholen, ſie möge nicht vergeffen, môge nit vergeſſen, daß fi? ſi: auf dieſem Erdenrund nicht niht allein ſteht, ſondern daß auch au andere berechiigte wirtbſ<aftli<e berechtigte wirthſchaftlihe Intereſſen dabei berückſichtigt berü>ſihtigt werden müſſen. (Bravo! links.) Nbg; Abg. Freiherr von Hodenberg (b. k. F.)Z: F.): Der König iſt in erſier Lime erſter Linie dazu da. da, das Schwert zu führen und Rscbt R-<t und Ordnung zu ſchußen, ſchüßen, aber es iſt gefährltcb, ift gefährlih, in Fraßen, fragen, wie ſie uns Vorliegen, vocliegen, die Initiative zu ergretjen, ergreifen, wenn ein Uag ück Ünglü> eintritt. Schmeicbler'ſind dxeichleäpteſten Stußen Schmeichler: ſind die .{le<teſten Stüßen der Krone. Wir tbeilen theilen die Sympathien fur für die Buren, freuen uns aber, „daß daß im quſe Hauſe nicht die Heye Hetze gegen England betriebrn wordsnxiſt, betrieben worden iſt, wie das auß-rbxlb auß-rhalb des Hauſes ge- ſchieht. Der dxgtſche deutſhe Kaufmann hat keine Urtache, ſich Ucjahe, ih an dieſer Hetze Heye zu betbeiltgen. H rr betheiligen. H-:rr Bebel ſchlägt \{<lägt die Frömmigkeit der Buren zu gering an. Es gieot gtievt eine Partei in Dsutſchlmd, Deutſchland, die im Vi-rtrauen' Vertrauen auf (Gottes G;re<tigkeit Gottes G:rehtigkeit und Hilfe lebt. Von einer Weltmaäpipolttik Weltmachipolitik wollte Fürſt BiSmarck -Bismar>k nichts wiffsn; wiſſen; er hat das Hauptgewnbdgelesi -hat-das Hauptgewicht geleat auf den Dreibund und die Rückverſiäoerung Rü>koerſiherung mit Rußland. Smd nt<t Sind nit die Flotienvorlagen Flottenvorlagen der reine Hohn auf die idealen ivealen Ziele des-Zaren bes: Zarèn und die Friedenikonéferenz? ‘die’ Friedenékonferenz? - Glauben Sie, daß man in Oeſterreich Oefterrei<h zu uns Vertrauen hat und Ucſaäpe, Urſache, uns zu vertraurni> vertrauen? Wir ſtehen keinxswegs untdätig da. Die angeborne keineêwegs untbätig-da. Die-angeborne Be- ſcbeidenb-rt, ſcheidenheit, von der der Staatsſekretär Graf von hon Bülow ſprach, zeigt ſich ſih am bfeſten beſten darin, daß wir uns nicht niht in ande-e ande: e Verhältniſſe m:]rhcn. wiſchen. In dieſer Beziehung diefer Beztehung iſt die neue Flottsnvorlage Flottenvorlage eine große “Geighr. Tauſend; Gefahr. Laufende von Arbeitern werden von der Flotte Fiotte und der damrt zufammcnbangsnden damit zuſammenhängenden Induſtrie der Landwirtbſcbaft entzogen. Landwicthſchaft ‘entzogen. _ Abg. Graf vor! _ von Klinckowſtroem (d. konſ): konſ.): Die Aus- fuhrungen führungen des Abg. Richter haben aar gar keinen Eindruck Eindru> auf uns ge- ‘ge- macht. Es hat niemals in un'erer Adſicbt unſerer Abſicht gelegen, die Stellung des Reichskanzlers xrſcbüttern Reichskanzleis erſchüttern zu wollen. Wir wollten -Wir -wollten ihn auch -auh nicht pxriönlich perſönlich angreifen, ſondern nur zum AUSdruck Ausdru> bringen, daß wir mit der Haltrzng Haltung des Reichdkanzlers Reichskanzlers in den wichtigſten innervolitiſ<en Fragrn innerpolitiſhen Fragea nicht einverſtanden ſind. Wir werden immer ſachlich ſahlih zu den uns angehenden Borlagsn zugehenden Vorlagen der verbündeten Regicrungen Regierungen Stellung ne_bmen. Dis nehmen. Die konſervative Partei iſt ift unter allen Umſtänden ſelb- ſtandig ſelb. ſtändig und wird irnmer ſelbſtändig immer ſelb\tändig bleiben nach na< oben uno nach unten. _Abg. Abg. Dr. Haiſe Haſſe (nl) erwidert dem Abg. R1>€!t, Ri>kert, daß der All- druUciZe deutſche Verband die Verantwortung für die erwähnte Verſammlung nicbt ubrrrzebmen nit übernehmen könne, da ſie keine ſolche des Alldeutſcben Alldeutſhen Verbandes g-xveſen ſer. Usher g‘weſen ſei. Ueber die auswärtige Politik bäjte hätte man unter dem FUriten Btßrnnrck Fürſten Bismar> nicht zu ſprechen ſprehen brauchen, weil man ſi: fie gut ge- borgen gewußtbabe. gewußt habe. Seit dem Nei<dkanzl r Grafsn Neichskanzl-r Grafen von Caprivi ſei dds aztders gewordrn, fet das anders geworden, und heute ſei die auSwäxtige auswärtige Politik wi<tiger wichtiger als die innere. Die „Flottenprofeſſoren', „Flottenprofeſſoren*“, fährt der Redner fort, tretsn oline, treten obne eigenes 'Intereſfe Intereſſe und ohne Servilismus, allsin (rus patriotiſcher Pfl-<t_ allein avs patriotiſher Pflicht und voller Idealismus Jdealismus für die Fiokte „(M. Flotte ein. Der STaatzUkrrtac (Graf Staatsſckretäc Graf von Bülow kritiſiert fkritiſiert abfällig die, wrlcbe welche im Studierzimmer bei drr Zigarre der Zigarie Koloni-n erwkrben 2c; Ich Weiß erwerben 2c. Jh weiß nicht, wen er damit meinte, mill) mich jedenfalls nicht, drrzn ich niht, denn ih bin Nichtr 1u<er. Nichtraucher. Es find (1er ſchon ſind aber {on viele groß“: Piäne große Pläne im Studisrzimmec ausgeardkiwt, Studierzimmer ausgearbeitet. worden. Im Bab-ebau Jm Bahuhau in Afrika müffen müſſen wir (“[WKO endli einmal zum Wrzen üdkraeben. Wazen übergehen. Was die Landkonzeſſton Landkonzeſſion in Nordwsſt-Kamerun Nordweſt-Kamerun betr ffl, ffti, ſo ſind Landkonzeſfionen Landkonzeſſionen nothwendige Entwickrlungdpixaken drr EGntwi>kelungéphafen der Kolonien, aber es km::nax kounut auf das Wie an; an ; man hat hierin kLine glückliche Hand gehadk. hîierin keine glüdlihe Han» gehabt. Die Konzeifion Konzeiſion im Süxcn Sütcen Kameruns batie hatte ihre Berechtigung, um fremde Konkurrenz auSzUſchlirßsn, auszuſ<ließen, und au; militäti1<en Gründrn. aus militäriſhea Gründen. Anders iſt iſ es in deweit-Kamerun. Dieje Landfonzeſſion ſ<iedt ſib Nordweſt-Kamecun. Dieſe Landkonzeſſion {iebt ſh zwiſchen Kamerun und drffen defſen Hinterland hinein. Seine Nieſngröße Rieſ-ngröße von 800 Millionkn Millionen Hektar entſpricht nicht dlm winzigw entſpriht ni<t dem winzig.-n Kapital von 4 MtUionexU Millionen, das die Konxſſionäre aviwenden ſollen. Konze ſſionáre auſwenden follen. Was wollkn wollen die Ko.z»71ſionare iu dieirm Grbiet? Ko: zeſſionäre in dieſem Gebiet? Um Handelsmonopole handelt es ſich nicht, rrnn nit, denn der Ha-Zdél Handel ſoll vertragßmäßig vertragsmäßig frei dlciden. bleiben. Es könxien können alſo nur Landipekulatxonsn Landfpekulationen in Frage kommen Welcher Art aber? Planiagrnban Att aber ? Plantagenbau oder Anderes? Bmdrnde Bindende Verpflichtungen haben die Konzeſiionäre Konzeſſionäre ni<t übrrnommkn. übernommen. Es iſt nicht r.<tiq, nit richtig, daß die Regiikrunq Regierung die Dispoſition über ſo großes Grbiet Gebiet auf 40, 50 Jahre aus der Hand giebt; giebt. Es liegt die Gefahr vor, daß die Konzrjſionäre Konzeſſionäre ein großes Kapital ſammeln ſammein und an der Küſte von Kamerun Kametun mit B(rgbau dknen Bergbau denen Konkurrenz machkn, machen, welche bisher ſchon ſ{<on mit klktnxrem Kavifal fleinerem Kapital Bergbau treiben. Die game Konzrſſion iſt ürerbaupt ganze Konzeſſion iſ ücerbaupt eine 16T jmpsrlscia. lex imperfecta. Redner kritſrsrt krit ſi:2rt im einzelnen die_Beſtimmungen die Beſtimmungen der Konzeifion; Konze|ſion; es könne leicht vorkommen, daß “dle die Inhaber der (Genußſcbenm Genußſcheine die Aktionäre maioriſieren. Cs lieg? dis (Gefahr majoriſieren. Es liege die Gefahr vor, daß vaß noch andere ſolche ſolhe Kon- d(ſfiMkn ertbeilt zcſſionen ertheilt werden, es könne abkr ni<t aber nit geduldet werden, daß das Land unſ-ré'r unſerer Kolonien an wknige Großkapilaliſtcn aufgktbkilt wenige Großkapitaliſten aufgetheilt werde. Was dir Floitxnvorlagc deiuffr, die Flottenvorlage betr ffe, ſo freue er ſich, daß die Wünſche des “Lilldrutfébcn Vkrbandrs „ümrtxoffen ſeiexr. Alldeutſhen Verbandes übertioffen ſeien. Auf die Weltpo!itik Weltpolitik wolle er bei d'r d-r Lage drr (HeſÖafte nicbt näbrr eingeben. der Geſchäfte niht näher eingehen. Im Zuſammenhang damit ſirbe dirstölkerungs- ſtehe die Bevölkerungs8- und die Handelswolitik Handelspolitik Die Zunahme der Bevölkerung Be-rölkerung ſei ſo groß, daß man auf einen Abfluß übkr Abfl(ß über See ſorgen müſſt. (Entweder, ſo ſchlieÉ forgen müſſe. Entweder, fo N der Redner ſtine ſcine Ausführungen, wir fübrcn führen Menſchen aus oder aaren. Waaren. Wir müſſen übergeben überzehen von der Duldung zum Vertrag und vom Vrrtrag om Vertrag zur Hsrricbaft. Ebenko Herrſchaft. Ebenjo wie Preußxn Preußen gezwungen war, in Europa ſich eine Stellung als Großmacht zu erringen, ſo myß muß Deutſchland ſi< ſi<h eine Wcltitellung erringkn. Weltſtellung erringen. Eine Alleinherrſchaft Alleinherr (aft. wie England und Rußland brauchen wir ntcbt nicht anzuſtreben. Wir werden dafür zu ſorgen haben, daß die Bäume nicht in den Himmel wachſen durch eine eniſprechknde eatſprehende Flotte. Wir ſtehen ſeit langem ſchon ſon tief in der Tbeilung Theilung der Welt, und wir müffen müſſen ein Stück Stü von dem Reſte bekommen. Wir ſind Jahrhunderte nur Amboß geweſen ; gewéſen; wir wollen in Zukunft Hammer Hammec ſein. Direktor der Kolonial-Abtheilung Koloaial-Abtheilung des Auswärtigen Amts Dr. von Buchta: Buhka: Meine Herren! Mir iſt aus den Ausführungen des Zenn Vocredncrs nicht recht B Vorxcedners nit ret klar geworden, warum jest jeyt Gefahr im * xrzuge BVer,uge liege und warum die Frage der Konzeſſionspolitik in de:: Schvßgebieten noch in-dèn Schußzgebieten noh in dem gegenwäcti an Augenblick gegenwärtigen Augenbli> erörtert werden mußte, da ich nicht ih ni<ht annehmen kann, da fann, daß das hohe Fans ps in dieſer vor- gerückten Stupde gerü>ten Stupode und in ſeiner jeviqen Präſenzſtär : jeßizen Pcäſenzſtärke no< geneigt ſein wird, dieſe prinzipielle prinziptelle Frage gemaſſermaßen gewiſſermaßen aus dem Handgelenk zu entſcheiden. Da es aber nun einmal dem Herrn Vorredner gefallen hat, dieſe Frage anzuſchneiden, ſo muß i< um _ die Erlaubniſ; bittxn, Erlaubniß bitten, wenigſtens in einigen eintgen großen Zügen ihm zu antworten. Auf das Detail Werde ich nicht werde ih niht eingehen, dazu wird ſich ſih Zeit in der Kommiſſion finden, und ich ih bin ſtets bereit, dort dem Herrn Vor- redner auf alles und jedes Rede 'zu zu ſtehen. Ueber die Nüßlichkeit Nüblichkeit der von mir in Kamerun ertbeilten ertheilten Konzeſſionen ſind mir ſehr ver- 139“- 1899. ſchiedene Anſichten entge angetreten. éntgegengetreten. Es giebt gieht Leute, welche "er- vit über- Lu gegen *jede 'Köbzeſäön ſind jede önzeſfidn find und diexe ie beiden Konzeſſion ***:i ud-Kamerun .und NordweſtvKamerun o ne Konzeſſionen fü! üd- Kamerun „und Nordweſt-Kamerun ohne weiteres ?als ', ' verwerfen. Dam: ‘als \{le| verwerfen, Dann bin ich i< auf Leyte geſtoßen ,die Leute geſtoßen, die mir geſaaß-„xk . getagt Hah2N die Konze ſion “Süd-Kamerun iſt (: baarßräbeend, da, , ' n. Kolodial- Direktor Konzeſſion Süd-Kamerün iſ ja haarftrbübend, da hat d f Kolonital-Virektor einmal [ſeine voll tändige digkeit bewi'e e_n. ſeine vollſtändlge higkeit bèroleſen, di Konzeſſion Mordweſt-“Kamerun iſt Rordweſt-Kamerun iſ viel differ, bſſer, die muß ein „ „' "";-- Andere! gemacht haben. Wieder auf einem anderen Standpunkt “„ tj, Petr Vorredgqx, {teht Herr Vorredner, indem er die Konzeſſion Nordweſt Kam-érun “ L i“ Kamerun vè it und Süd-Kaméru'n Süd-Kamerun für beſſer findet. Bei dieſem Widerſtreit Widerſtteit der ſi<ten glaude ichdocb * ſichten glaube ih doch eine gewiſſe Berechtigung Berehtigung zu haben, wenn zu er f zu-der Annahme gekommen bin, daß ich ih im Großen und Ganzßn Ni tige getryffen “habe. Meine Ganzen Richtige getroffen habe. Melne Herren, die Konzerſioudpolitik, wel, ick) isber Konze} ſiontpolitik, wel ih bisher befolgt und als ri<tig richtig erkannt babe habe und eoentüell :: writer eventuell a weiter verfolgen werde, beſteht darin, das Großka ital Großkapital in die'Kolo'niéu bineinzuziebcn bte Kolontén hineinzuziehen und Land onzeſſionen Landkonzefſionen dort zu ert eilen, ertheil-n, wo die Aixl- ſ<ließung Auf- \<hließung eines noch vo ſtändig no vollſtändig unkultivierten und i<wer zugä-Ylli \{wer B Landes durch kleine e Anſiedler kleinere Auſiedler auf abſehbare'Zeit abſehbare ‘Zeit unmögli n _ _ erreicht ) h erreiht wird, die Aufſchließung der* rate“:- lander Aufſließung der Hiutér- länder in viel chnellerer \{hnéllerèr Zeit berbekzufübren, herbeizuführen, als es “auf auf anderem Wege möglich mögzli< ſein würde. Dieſe Vomüöſch (; Vorausſcßang trifft nun aber meiner Anſicht 'n'acb nah auf ,die die beiden von mir ettbeilt_ ettheilté Konzeſſionen vollſtändig,.Öu. vollſtändig. kt Wenn „der Herr Vorredner gemeinx'kät, gemeint hät, er gäbe gâbe zu, daß es eine * „erccbtigungbabe, Berechtigung habe, in peripheriſcbe'n Geaéndeü, peripheriſ<en Gegenden, in Grenzgebietey Kpnzeſſionen Grenzgebieten Konzeſſionen zu ertbeilen, ertheilen, ſo mache ich daraü'fmi - merkſarx, ih darauf auf- merkſam, daß, wie ein Blick Bli>k auf dieKarte lebrt, die Karte lehrt, ni<t nur die Geſ - ſchaix Süd-Kamerun ſondern auch Geſell- ſhajt Süd- Kamerun, jondern auh die Geſellſchaft Nordweſt-Katkerun ein" Gcenzgrbiet Geſellſ<hft Nordweſt-Kamerun ein Grenzgebiet beſitzt und daß die Grenzen ebenſowohl wie “i'm Suden ‘im Süden gegenüber F-ankreich, Frankreih, ſo au<im au<h im Nordweſten gegenüber “Eug- Eñg- land noch nieht no< ni<t völlig feſtgeſtellt feſtgeſtelt ſind. Der Herr Vorredner bat hat ſcdann ſeine Angriffe gegen .die „gegen . die Konzeſſionen vor allen,.Dingendarauf baſiert, . vor. allen. Dingen .darauf bafiert, daß die Konz-ſfion Konz-\ſion zu groß ſei: 80000 Quadrat- kilometer ſei baarſträubend, filometer fei haarſträubend, das ſei ein Land ſo fo groß wre wie Bayern, und eineKonzeſſion eine Konzeſſion in ſolchem ſolhem Umfange zu vergeben, das ginge zu weit. Demgegenüber möchte ich wöchte ih bemerken, daß das Land, in welchem der Gxſekxſcbaft„Nordwc-„it-Kamexundie Konzeiſigxxe eilt G.ſellſhafſt Nordwett-Kamerun.die Konzeiſion. ertheilt iſt, xyßt, jeßt, ſo wie es iſt, noch garnichts wertb iſt, garnihts werth iſ, daß es erſt nen erft einen Werth bekommrn bekommen kann und wird durch die kultivierende Tbäii keit Thätigkeit der Leute, die mit ibrkm Gelbe ihrem Gelde dort hineingeben. Im hineingehen. Jm übrigen nd ſind die von der Geiellſcbaft Geſellſhaft dort zu erfüllenden Aufgaben ſo große, daß darin allein ſchon {on meiner Anſi<t Anſicht nach eine auskeiwende ausreichende Rechtfertigung für die Größe der Konzeſſion begründet iſt. Zwei Hauptaufgaben Häuptaufgaben werden es ‘es meiner Anſkbt nacb Anſiht na<h zunächſt Zrin, fri welche von den Kon- zeſſionären ¡eſſionären zu erfüllen kein jein werden. Zunächt Zunächſt wird es erforderlich erforderli ſein, de'n Abxpetrungsrcng, den -Abiperrungèring, welcher 1th durch die Küſtenſtämme gegenüber? jeßt durch. die. Küſtenſtämme. gegenüber: den im Hintérlande Hinterlande wohnenden Stämmen gebildet Wird, wird, zu durch- brechen, dadurch durŸÿ-- brehen, dadur< den Handelsprodufken Handelsprodukten des Hinterlandes den We zu der Küſte zu . zu. öffnen und auf dieſe Werſe Weiſe den Handel, der jek jeb zum größtkn größten Theil auf Umweßen nach Umwegen nah dem engliſchen-Gebiet engliſchen Gebiet. geht, nach nah Kamerun bininzuzieben. hin inzuzieben. Eine weitere Aufgabe, wel<e welche den Konzeſſionären Konzefſionären geſtellt iſt, ift, liegt in Fol endem. Folgendem. Aus dem Kon ſfionk- cebicte - Konzeſſions- gebiete bezogen f übcr üher die Calabarbänd er, Calabarhändler, alſo aus engliſchem Bebiete. SklaVen engliſhem Gebiete, Sklaven in großer Menge. Durch die vorgeſchobcnen vorgeſhobenen deutſchen Zoll- poſten an_ an der Nordweſigrenze Nordweſtgrenze ſind die alten Handelswege Tür jür die Sklavenhandler nacb Sfklavenßändler nah Old Calabar geſchloſſen geſhloſſen worden. A er *im Aber ‘im Norden der Konzeſſion wird nördlich nördlih von den Croßſcbnellen, ia etner (Gegend, Croßſchnellen, in welcher einer Gegend, in welher wir bis jeyi noch nicht jeßt no< nit genügend haben Fuß faſſe'rr faſſen können, noah [evt no< jeßt ein ichwungbafter ſ{<wunzhafter Sklavenhandel nacb engliſchem nah engliſhem Gebiet Zettieben, getrieben, und es „wird wird die zweite Hauptaufgabe der Konzeſſionare _ſein, durch Erſchlisßung Konzefſionäre ſetn, dur< Erſchließung dieſes Landes auch déi“! ou< deu weiteren Bé'tlieb „diejes Sklavenhandkls Betiteb dieſes Sklavenhandels zu untxrbinden. unterbinden. Wenn ks es in dcr KonzeſſionSurkunde der Konzeſſionsurkunde heißt: die Freiheit des Handels ſoll kunſerViert Werden, - ſo iſt diss duxchaus konſerviert werden, — fo ift dies du:haus kein tbeoretiſtber Aus- ſprixch, krinx ]SLke R-*drnx3mt, wndkrn cine mr.btma theoretiſ<her Aus» ſpru@, feine leere Redensart, jondern eine w!&tige Verpflichtung der Gsx-Uyckzaft. w51<e 1< beab1i<trge, Geſellſchaft, wle ih beabſihtiye, mit vaem Ernſt durchzuführen. vollem Ecuſt dur<zuführen. Die Konzeſſionare ſisd nicht allem Konzeſſionâre ſid niht allein an dieKonzeiſion gebunden,ſonoem die Konzeſſion gebunden, fondern es beſtehen für ſie auch urch au< nc< weitere V-rr achtungen Verpfl:chtungen auf Grund einer Allerböchſten Allerhöchſten Verordnung über die Scha ung, Beſisergreifung Schaffung, Beſitergreifung und Veräußerung von Kromand, Kroniand, vom 15. Juni 1896, Und uad der Ausfüh- rungßdeſtimn-unqen, rung8bveſtimmungen, die der Herr Reichskanzler zu dieſxr Verordnung Untkr dieſcr Veroktdnung unter dem 17. Oktober 1896 erlaſſen hat. Danach ſind u. a, bxi a. bei der Beſißnabme Beſißnahme von berrenlgſem Kronland, ‘berrenloſfem Krouland, die ja den Konzriſionären Konzeſſionären zu- ci-éi'tanden aeftanden worden iſt, Flachen vorzubebaltcn, Flächen vorzubehalten, deren Bebauung oder Nutzung den.Unterbalt Nuzung den, Unterhalt der Eingeborenen auch au< mit Rückſicht Rü>ſicht auf die künftige Bevölkerungßzunabme ſichert. I> künttige Bevölfkerungszunahme ſiwert. Jh bin alſo berechtigt, nach nah meinem Eruieffen Ermeſſen erhebliche Reſervate 1üc MNeſervate jür die Eingeborenen vorzu- belyalten, vorzus behalten, auf welchen wel<en dieſelben im ſtandeſiud, ſtande ſind, die Produkte des Landes zu ziehen und zu kgluvierew kultivieren und mit denſelben denfelben Handel zu treiben. Ich habe auch au< im ubrigrti übrigen die feſte Abſidt, Abſiht, für den Fall, daß dies eriorderlich werdet) ſollte, erjorderlih werten follte, Maßnahmen zu treffen, welcbe welche geeignet ſino, ſin», den Handel zu ſchußen, ſchüßen, und es lag mit vrlländig mir velländig fern, der Geſellſchaft ,Nordweſt-Kamckgn' ain Handelßmonopol zu ertbeilen, durch wei<es Geſellſhaft „Nordweſt-Kamerun“ 6ia Handelêmonopol zu ertheilen, dur< welGes ſie im ſtande waren, wären, den Handel zu unterbinden oder ausdem Konzeffions„ebiete odèr aus dem Konzeſſions, ebiete zu verdrängen. Daß die Geſellſchaft eine Faktorei an der Küite Küſte von Kamerun erworben hat, wird man ihr ni>t nit zum Vorwurf machen könneti. Wx) ſoll ſie können. Wo foll fie mit ihren Produkken bleiben? ibren Produkten bleiben ? Sie muß ſie doch an die Kuſte fuhren, Küſte führen, und muß, um dieſe Produkte zu ſtapeln und zu lagern und zu verwertben, docv eincn verwerthen, do einea Play babe“. Ich habe, Jh weiß daher ni<t, nicht, wie man der Geſellſchaft einen Vorwarf Vocwu:f daraus machen malen kann, daß fie ſie an dem Orte Kamerun eine Handelsfaktorei begründet hat, hat. D r Herr Vorredner hat nun ferner gemeint, es wäre wáre daraus ein Vorwuriherzuleiten Vorwuf herzuleiten gegen die Konzeſſion, daß ſie keinen Schutz dagr en gewadre, Schuß dagegen gewähre, daß in äbnli<er Wife, wi-dies ähnlizer W. ije, wi- dies mit den Genußſcbeinen dec eſe_[1ſ<aft„Süd-Kamerunlgeſäyebeti Genußfchcinen der Gefellſhaft, Süd-Kamerun“ geſchehen Börſenſpekulationen mit ihren Antdeildcbemen Antheil ſcheinen und Genußſchemen Genußſcheinen betrieben wurden, und er hat den Vyrſ<lag aemacbZ, dea Vorſchlag gemacht, daß die Aktien ausſ<ließli< ausſließli< auf den Namen lauten myßten. Ich wurde müßten. Ih würde an ſich ſi vollſtändig hiermit einverſtanden ſein' ſein; es wurde würde das ja vas das beſte Mittel ſein, um jade jede Spekulation mit er- der- artigen Autbeilſcheinen Antheilſcheinen zu unterbinden. Aber ich glxubekaum, ih gl ube kaum, da es irgend einem Menſchen, und auch au< dem Herrn Vorredner nich, möglich nih1, möglih ſein wird, dann das erforderliche erforderlihe Kapital für eine ſolche ſolhe Geſellſchaft bkrbeizuſäoaffen. herbeizuſchaffen. Das Kapital verlangt eben, wenn es in derarxigc derartige Unternehmungen bineingebt, bewe liche hineingeht, beweglihe Werthe, und dieie beweglichen dieje beweglihen Werthe ſind nur dadurch dadur zu ſcha en, ſchaffen, daß man ſie_ ſie auf den Inhaber ſtellt,- ſtellt... So wie wir die Anfordern" ſtellen wurden, Ze aux Anforderung ftellen würden, E auf den Namen zu ſtellen, würde' würde das Kapital 11 zurück- zichkn. m ubrigen ſih zurü>- zichen. Im übrigen muß ich dqrauf ih darauf hinweiſen, daß ich ih in. dieſen Tagen einen „Antrag Antxag der Geſellſchaft .Nordweſt-Kamerun' genebmi Geſellſſhaft „Nordweſt- Kamerun“ genehmi babe, welcher wel<hér darauf ging, das ſ;:atytenmäßigrr Cauten ge Kapital, Welches b] welches bis dahin 4 Millionen Mark betrug. auſ10M [lionen Mail auf 10 Millionen Mark zu erhöhen. Die Inveſtierung JInveſkierung eines Kapitals von 10 . Millionen Miſltionen “ Mark in einem noch gänzlich ro< gänzli unkultivierten, unziviliſierten und ſ<wer \<hwer zugäng- li<en lichen Gebiete ſcheint ſ<eint mir do< doeh für den Anfang auöteitbmd ausreichend zu ſein. Ich Jch glaube außerdem, daß w-nn winn es erforderlich ſein ſollte, M au eine weitere Erhöhung dieſer 10 Millionen erreicht erreiht werden könnte. Vor- läufig, meine ich, ih, können wir uns dabei dabet beruhigen, daß dieſe 10 Mil- lionen Mark zur Kultivierung ems jenes Landes verwendet werden. Ku! ' Auf weitere Ernzrlbeiten Will ich ni t eingeben, ich Einzelheiten will i< nicht eingehen, ih will aber noch meine": * no< meiner Freude darüber Ausdruck Ausdru> geben, daß der Herr Herc Vorredner ia“ in maßvoller Weiſe ſeinen ent e engeſehten S_tandpubkt eltend' ' entgegengeſeßten Standpunkt geltend | hat, und will weiter bervor e en, hervorheben, daß ich i diei Po itik, " “ Politik, wel als die richtige rihtige erkannt habe, an au weiter verfo gen verfolgen werde, mkd- wüxde, und würde, weil dadüx „ ich mich durch pérſönlicbe Verdä<t gungen dadurd ih mih dur pérſönlihe Verdächtigungen und Angriffe, wie ße» i' ſie thi