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Miniſterium, hat ſeine Entlaſſung eingereicht, eingereiht, weil er mit dem Entwurf des Generals de Ciffey Ciſſey zur Reform der Heeres- verwaltung nicht einverßanden ift. niht einverſtanden i. Der Marſchall Marſhall Mac Mahon hat, nach nah dem „Journal officiel“, die Demiſſion des Hrn. Guillot angenommen. - _ : Die „Ag. Havas' Havas“ vom 29. März ſchreibt: \{reibt: Man hat gemeldet, daf; verſchiedene daß verſhiedene Gruppen der Kammer fich anſchicken, Geſexentwürfe einzudringen, wclche fich \ſi< anſchi>en, Geſegzentwürfe einzubringen, wel<he ſi< auf die Gemeinde- Verfaſſung beziehen. Liu< Auch die Regierung gehi geht damit Um, um, einen ſolchen ſolhen Entwurf auszuaxbeiten. auszuarbeiten. Nachdem aber die Ver- faffungSgeſeße faſſungsgeſeße votirt ſind und eine definitive Regierung herge- ſtellt iſt, ſo glaubt man, daß ſie fie den Kammern auch au< nur einen Entwurf vorlegen darf, welcher den definitiven Charakter eines organiſchen organiſhen Geſeßes hat, nicht ni<ht aber das beſtehende provi- ſoriſche Geſeß durch ſoriſhe Geſey dur< ein anderes proviſoriſches proviſoriſhes ablöſen kann. Man begreift, daß fich \ſ< ein Geſeßentwurf Geſegentwurf von ſolcher Wichtigkeit nicht improvifiren viht improviſiren läßt, ſondern reifli< reifli<h er- wogen und durciigearbeitet durchgearbeitet werden muß. Die Regierung hat bis jeßi noch nicht jezt no< niht Zeit gehabt, alle Beſtimmungen dieſer Bor- Vor- lage ieftziiſthen. feſtzuſtellen. Was aber die Verwaltungsmaßrcgeln Verwaltungsmaßregeln betrifft, die ſchon jeßt hinſichtlich jetzt hinſichtlih der ihrer Gemeinderäthe beraubten und von ernannten Ausſchüffcii vkrwalteten Ausſchüſſen verwalteten Gemeinden ergriffen werden könnten, ſo hat der Miniſter des Innern von den Prä- fcktcn al1c Aufſ<1üffe fekten alle Aufſchlüſſe gefordert, die ihn über die Lage uxd und die Bedürfiiiffe dicſer Bedürfniſſe dieſer Gemeinden aufklären könnten. Sobald dieſe Berichte eingegangen ſind, wird er eine Entſcheidung treffen. trefſen. Uebrigens werdcn werden jeßt im Ganzcn Ganzen nur 64 Gemeinden von er- nannten Ausſchüſſen regiert. Vermilies, Verjailles, 3. Llprii. April. (W. T. B.) Der Senat nahm in ſeiner heuiigen Sißung feiner heutigen Sizung den Geſeßeniwurf, Geſeßentwurf, betreffend die Aufhebung des Bciagerungdzuſtandes, Belagerungszuſtandes, an. _ Ter — Der Konſeil-Präſident, Dufaure, und der Miniſter des Innern, Ricard, cricdicuen crſchienen heute in der von der Depuiirtenkammer Deputirtenkammer zur Berathung der Amneſtievorlage gewählten Kommiſſion. Beide Miniſter ſpra<en fi< ſprachen ſi gegen cine allgemeine Amneſtie, da- gegen fiir für Begnadigung Einzelner aus. Spanien. S panien. In der Siizung derCortcs Sizung der Cortes vom 28. fragteHr. Nuiiez dc fragte Hr. Nuñez de Arce dic Regieriing, die Regierung, ob der Veröffentlichung Veröffentlihung des päpſt- lichen lihen Breve das rEZimn Lxsquxiinr dorangegangen regium exequatur vorangegangen ſei, weil fick; fich im andcrcn FaUe anderen Falle der Kardinal Moreno iiach ſpaniſchim Rccizie nah ſpaniſchem Rechte eine ſtraidare Hundlung ſtrafbare Handlung hätte zu Schulden kommen laſſen. Der Miniſter-Präfichx Miniſter-Nräfident Canovas erwidsrte, erwiderte, wenn ſchon {hon nach dem Strafgeſexibuckie Strafgeſeßbbuche von 1850 der Geiſtliche, welcher VUÜen, BTWLS ddsr Schriftſtücke welher Bullen, Breves oder Schriftſiü>ke der „Kurie Kurie ohne Vorher eingeho11e Cr- laudniß vorher eingeholte Er- laubniß der Beddrdc Behörde veröffentlicht, mii zkitwciliger mit zeitweiliger Verbannung zu biſirafen beſtrafen ſei, ſo habe das im Jahre 1870 von Montero Rios aUS-anxdciteie Und ausgearbeitete und von der: damaiigm den damaligen konſtituirenden Cortes be- wiliigte reformiric Strafgeiexi diöſe willigte reformirte Strafgeſez dieſe Verfügung aufgehoben. Italien. talien. Rom, 1. April. Bekanntlich Hat hat eine Depniation Deputation der klerikalen Interuatidnale klerikfalen Internationale vor einigen Tagen dem Papſt Pap| eine Adreſſe Überreicht. überreiht. Der Papſt L*cklagte, beklagte, wie die Zeitungen berddrhcbcii, hervorheben, in ſeinek ſeiner Erwiderung zunächſt zunähſt di: zahlloſen Ruinsn, wclche Ruinen, wel<e durch die gegcnwärtige- gegenwärtige Revolution in der Kirche Verurſacht verurſacht worden; die Klöjxer, Klözter, in denen einſt friedliche friedlit,je Mönche und J ngfxaucn J. ngfrauen wohnten, ſeien cht jet von Fremden und Profanen, ja nocl) ſ <1imnxcrcn Perſdnsii janoch ſhlimmeren Perſonen als 13113?- Profancn beſ 81,31. blos Profanen beſeyt. Die Güter der Kirckzs, fuhr Kirche, ſuhr der Papſt for?, find fort, ſind die Beute der Revolution ge- worden, die geiſtliche Hierarchi-I Hierarchie iſt gebrochen, die Kirche Hat hat nicht mehr das Rccht, Recht, ihre Dienst Diener zu wählen, die Freiheit des Unicr- ri<ics Unter- ri<tes wird in ein Staatsmdridpdl Staatsumonopol verwandelt. Er eriimkrie iodann erinnerte ſodann an eine cine Viſion, welche welhe der Prophet Ezechiel gehabt, und wie auf Vkiehl Befehl des Herrn die Lei<enfelder Leichenfelder wieder zu leben be- ganneU Und gannen und die G:“dcine Gebeine fich mit Fleiſch und Vini Blut umgaben. Damit zeige 001" Prdpkiet das der Prophet dos Ende der Kne<iſ<aft Knechtſchaft an, und ſo werde auch die K1k<]LILſUCk)kifti Kirche Ieſu Chriſti wieder aus: aus dem Trümmerfeide fick) erhebemind Trümmerfelde ſich erheben und dauern bis an das Ende der Tage. Ehe Che aber die Ruinen fich wiedcr aufbauen, ſi wieder aufbaguen, wurden ſie fie erſt erzittern und fiel; fih zu bkwegen anfangen; bewegen anfangen ; dieſe Bew;;mng Bew:gaung habe begonnen in den zahlreichen Pilgcrzügeri, Pilgerzügen, in dem häufigen Kirchenbeiuck), Kirhenbeſu<, in der Wahrung der guten Werke. Die Kirch? Kir: Petri ſtehe auf einem Felſen, um- ſtürmt von Orkancn Orkanen und Wogen. Dieſe Wogen hätten die dic Be- ſtimmung, dcn den Felſen rein zu waſchen von allen niederen Seelen, von aUcn Gleichgültigen allen Gleihgültigen und allen Denen, die ſick) ſich dem Satan ergaben. 21112 Alle dieſe Gottloſsn wnrden Gottloſen wurden zu Grunde gehen, wie einſt Herodcs, Vilnius, ein Herodes, Pilatus, Kaiphas und ſo fo viele Andere noch in unſeren Tagen. _ Nc1<dcm — Nachdem die mit der Unterſuchung der ſicilia- \icilia- niſchen Zuſtände betraute Kommiſiion cine Kommiſſion eine Reihe von Berlin, Werlin, den 4, Lipril 4. April 1876. Unie: piriönii<=exii Vcrſiß isiner AÜQrböck-ſtcn Proiéktorin, Unter perſönlichem Verſiß ſeiner Allerböchſten Protektorin, Ihrer Majcſiäi de:x Kaiierin-Königin bielr dsrBerliner Majeſtät der Kaiſerin-Königin bielt der Berliner Frauen- Lazaretbvercin [)xutL Lazarethverein heute Mitiag 12 111): Uhr im kikincn kleinen Saale des Juſtiz-Minifteriams Suſtiz-Miniſteriums ſeine oxden11i<e Generalvcrfammlung, ordentliche Generalverſammlung, die von dM den Mitgliedern des Ycrcins zahlrsick) bciucht Vereins zahlreih beſucht war. Wir Wurden werden aus Dem er11att€ten (Heſcixciftdbericht tem erſtatteten Geſchäftdberiht morgen Näheres mijihciien. Det mittheilen. Der „Magd. Ztg.“ wird aus Weſtfalen geicbrieken: geſcrieben: „Zu den vornehmſten HÜifÉmiUeln Hülfsmitteln der Ult ramontanen gchörcn Ultramontanen gchören die neyariig neyzartig über das ganze Land auögebreiicien_„Katl)oliſcven ausgebreiteten „Katholiſchen Volks- oder Bürgervereitxc“. " Bürgervereine“. Dortmund beiaß befaß einen derartigen Verein noch nicht. Jetzt niht. Jett iſt fur .den_ für den Stadt- und Landkreis Dortmund ein „Katholiſcher Volksvcrem" m ,einér Volksverein" in einer zu Doxtmund ſtaitgei)abten Dortmund ſtaitgehabten Ver- ſammlung jammlung gegründet worden, in welcbex welcher die HH- HH. Baron v. Schor- lemer-Over'dagin lemer-Overhagen und (Eduard FWS, Praſident “des kathoiiſcbin Voiks- Eduard Fuchs, Präſident des katholiſchèn Volks- vereins, Vorträge Hieiten. hielten. Gegen die, deutſchen die deutſ<hen Profeſſoren und die Freimaurcr miiffe Freimaurer müſſe die ganze katholiſche Welt „einen einen neuen Kreuz- zug führen. Das Dortmunder Kontigent fur dicien für dieſen Zug ſoli ſoll der gedackije gedachte Verein ſein, déffkU chck u. deſſen Zwe> a. in der Wahrung der gemeinſamen Angelegenheiten auf aiicn allen Gebieten des öffentlichen Lebens und b. in der Au- An- regung imd und Belehrung ſeiner Mitglieder durch Yoriraxe dur Vorträçe und Bc- ſprechungen 11er wichjige Be- \prehungen über wichtige Tagesfragen und gemeinuußige,Gegenſtände gemeinnützige Gegenſtände beſteht. Der Verein wird auf kommunale und politiſche WJNLU vvrzugSWeiie Wahlen vorzugsweiſe ſein Augenmerk richten, erklärte Hr. Fuchs. Zu'Siegen, Zu Siegen, wie fis ſie die katholiſche Partci Partei in Cölu crrei<t Haix, ici ]cHt Cöln erreicht hake, ſei jeßt die günſtigſte Zeit, denn mit dem LiberaliSiims Liberalismus gehe es 1a ſ5<111< zixEndc. Abc-r ja ſihtlih zu Ende. Aber wenn die ultramontane Partei dan Kulturkampf, ficgreia) deu Kulturkampf ſiegreich aus- gefcckzisn, gefochten, dürfe fie nicht ſie nit auf ihren Lorbeeren ruhen. Die Aufgabe der katholiſchen Volksvercine fatholiſchen Volksvereine ſei, die Pfixnzſtäite Pflanzſtätte des Jeſmttsiuus Jeſuitismus zu iim, ſein, und zwar dcs „Allergefährlichſten Jeſuitismnd“. N4<d2m .die Geſel]- iiiaft des „allergefährlichſten Jeſuitismus“. Nachdem die Geſell- \vaft Jeſu aus dem Lande Vertriebkn, vertrieben, müßten dieſe diefe Vereine e_s es als ibren Beruf kettachten, vcrkapvte Jeſuitxn betrachten, verkappte Jeſuiten im Frack Fra> groß zu ziehen. Wenn (63 s dann an allen Ecken Eten und Enden von ſolchen Jeſmten iriniiUeln winde, darm folhen Jeſuiten wimmeln würde, dann würde die katholiſche katholiſhe Partei .'nit deni mit dem Liberalismus Abrechnung halten und dann würde die Kirche nunmehr ihrerſeits den Ruf ertönen laſſen: „Vorwärts!“ Sißungm Sigzungen in Rom abgehalten und definitive Beſchlü'ffe Beſchlüſſe über | viele Gegenſtände ihrer Unterſuchungen Unterſuhungen gefaßt hat, wählte fie, dem „Popolo romano“ zufolge, am 29. den Abgeordneten Bonfadini zu ihrem Berichterſtatter. _ In — Jn Palermo, Avellino, und Mailand'haben Mailand haben De- monſtrationen ſtattgefunden. Während man fich fih aber 111 Palexmo in Palermo und Avellino damit begnügte, dem neuen Miniſteriiim Evdwas Miniſterium Evvivas zu bringen, verlangte man in Mailand das aUgetxieine allgemeine Stimm- recht. re<t. Wie man in miniſteriellen Kreiſen erzählx, erzählt, hat der Miniſter des Innern Jnnern den Behdrden Behörden von Maichxid fur Mailand für den Jau Fall der Wiederkehr ſolcher ſol<her Demonſtrationen energnche energiſhe Maßregeln empfohlen. . _ 3. : — 8. April. (W. T. V,) B.) Der Papſt Hat Heute 'em heute ein Konſiſtorium anghalten, abgehalten, in welchem wel<em mehrere BiſchofHſiHe beſeßt Biſchofsſ\ihe beſezt und die Jeſuitenpater Franzelin und Davanzo zU Kar- zu Kars dinälen ernannt wurden. _ 4. April. (W. T. B.) Dem ,Berſagliere“ „Berſagliere“ zufolge hat der Miniſter des Innern, Nicotera, die Präfekten ange- wieſen, ſich ſh jeder Beeinfluſſung bei den politiſchen politiſhen Wahlen zu enthalten. _ Graf Barral begiebt fick) demnächſt noch Brüjſel, fich demnähſt nah Brüſſel, um an Stelle Blanes Blancs den Poſten des italieniſchen italieniſ<hen Geſandten zu Übernehmen. _ übernehmen. — Graf Moltke iſt hier an- gekommen. Türkei. Konſtantinopel, 3. 3, April. (W., _T. B,) (W. T. B.) Ueber das von der Regierung in den Zeitungen piibltzirie publizirte offi- zielle Communiqué: Communiqué wird weiter gemeldet: Daiſelbx iſi yon Daſſelbe iſt von dem Finanz-Minifter unterzeichnet Finanz-Miniſter unterzeihnet und der Bayque impdxiale Banque impéeriale mitgetheilt worden. Das Communiqué erwahnt zunachß erwähnt zunäch|t des Beſchluſſes der Kaiſerlichen Kaiſerlihen Regierung voin vom 6. Ok- Of: tober 1). J., v. I., betreffend die Zahlung der Zinſen der ottomaniſchen ottomaniſhen Schuldtitel zur Hälfth Hälfte in bgar' baar und zur Hälfte in 5pwz. 5proz. in 5 Jahren rückzahlbaren rü>zahlbaren Obligationen. Der Betrag der am 11. |{1. April in baar zu zahlenden Symme Summe habe fick) fi<h auf 859,000 Pfd. St. belaufen. Man habe dieſelbe durch Einziehung durh Einzichung der Einnahmerückfjände Einnahmerü>ftände des verfloſſenen Finanzjahres, Welche ßck] welche fi<h auf 2 MiÜionen Millionen Pfd. St. beziffern, aufbringen wollen. Die am 1. April gleichfalld glei<hfalls fälligen Annuitäten und Prämien der rumeliſ<en' Eiſenbahtien rumeliſhen Eiſenbahnen hätten fick) \ſ< auf 267,000 Pfd. St. belaufen; dieſelben ſeien zum Voraus aus dem Erträgniſſe ker indirekteri ter indirekten Steuern und anderer Einkünfte des laufenden Jahres zu beſtreiten. Na<dein Nachdem „in Folge von ;“ } lokalen Umſtänden zwingender Natur“ _Und und in Folge einer „Entwerthung „Eatwerthung der Laiidesprddukte' Landesprodukte" die Eingangs Eingänge der Einnahmerückſtände Einnahmerü>ſtände des verfloſſenen Jahres Verzögerungen er- fahren hätten und ,da „da die türkiſche Finanzverwaltung ohne den voxherigen vorherigen Eingang dieſer Einnahmen die Zufiu<tnahme Zufluhhtnahme zu koſt- ſpieligen \pieligen Anleihen unzuläſſig finde“, ſo fo habe man, obwohl die nothwendigen Fonds für die Zinszahlung der Eiſenbahn- obligatioiien ſchon realifirt obligationen \<on realiſirt ſeien, in Anbetracht Anbetraht des Umſtandes, daß der Zahlungstermin ſchon, {on abgelaufen ſci, bi'ſcl)1offen, beſchloſſen, die Zinszahlung für den in baar zu zahlenden Theil der Anleihen vom Jahre 1869 ,und und 1873 und ebenſo die Zinszahlung für die Obligationen. Obligationen der rumeliſchen Eiſenbahnen bis zum 1. Juli d. I. aufzuſchieben. Am Schluſſe Shhluſſe des Communiqués verſicheri verſichert die Regierung, daſ; fie daß ſie es ſich angelegen ſein laſſen werde, die Intereſſen der Inhaber der türkiſchen türkiſhen Obligationen ſicher zu ſteilen, Und ſtellen, und erklärt, daß ſie in jedem Falle den Aprilcoupon am 1. Juli mit 6 Proz. Ber- zugSzinfen Ver- zugSzinſen ausbezahlen Werde. . werde. | Belgrad, 3. April. (W. T. B.) Nachdem Nahdem die Aufyahme einer Aufnahme einex Anleihe im Auslande geſcheitert iſt, iſ, hat die Regieriins Regierung unter Zuſtimmung des permanenien Ausſchuſſes Aus\{uſſes der Skupſckgtiiia Sfupſchtina nunmehr beſchloffen, beſchloſſen, ein freiwilliges Anlehen von 12 Mil- lionen Frcs. im Lande aufzunehmen. Die Gemeinden ſdUen ſollen aufgefordert werden, fich ſi< an demſelben je nach nah ihrem Vermogen Vermögen zu vetheiligen. betheiligen. Amerika. Waſhington, 3. Avril. April. (W. T. B.) Die Rspräientantenkammcr Repräſentantenkammer hat din den Antrag, den fruheren früheren Kriegs-Miniſter Bclknap Belknap in Anklagezuſtand Jil xerießen, zu verſetzen, angenommen. _ Nack) Hier cingcgangencn Nackyrichten udsr — Nach hier eingegangenen Nachrichten über den Aufſtand in Mexiko Haben haben die Jniurgcnten Juſurgenten unter Diaz Matanioras beſitzt. . Matamoras beſeßt. Landtags = - Angelegenheiten. I'm A b g eo rdn eteiih aufe iſt, wic Im Abgeordnetenhauſe ift, wie die „Nai. „Nat. Ztg.“ mittHcilt, mittheilt, das General-Synod algcſeß General-Synodalgeſeß und das Geſetz Geſe über Verwaliung Verwaltung des ka- tholiſchen Diözeſanvermögkns iii tholiſhen Diözeſanvermögens in der Kommiſſion ſo_iveit ſo weit gefördert, daſ; Lider dicſe daß über dieſe beiden kirchlichen Vorlagen die Berichte feitgeſtciit Warden feſtgeſtellt werden können. Als Referenien fungireri : fiir Referenten fungiren: für das Synodalgkſetz dsr Nb- Synodalgeſeß der NAh- geordnete 1)r. Dr. Gneiſt, für das Diözeiangeſeß Diözeſangeſeß der Achordnete 1)r. Abgeordnete Dr. Wehren- pfennig. Béide Beide Entwürfe isilen gicich nach ſollen gleih na< Oſtern das Haus be- Seifion bes- Seſſion der Schwerpunkt S<hwerpunkt der Arb.iien wieder Arb.iten wicder in das Plenum faken fallen wird. Auch dcs Kompetenxgeſeß des Kompetenzgeſeß wird, wenigſtens “Tn erſ:er_chuus, noch {n erſter Leſung, no vor den Oſtzrferien Oſterferien zum Abichlu gelangen: Abſchlu gelangen. Die Vemuhuxigeu Bemühungen find dahin gerichtet, dabin gerihtet, die Pienarbccat ung de? uberauö komplizirtm Entmxrfes, ioweit Pienarbecathung des überaus fomplizirten Entwurfes, ſoweit es irgend angeht, zu vereinfachen vereinſachen und womoglich womögli<h die Eabloc-Aunabme Enbloc-Annahme des Entwurfes durchzuſeßen. Geloerbe smd Handel. durchzuſetzen. Gewerbe und SanVel. Berlin. De: Kaiſer von Oeſterrxicb bat Oeſterrei< hat den Malz- extrakt- extraft- und Cbokoladen-Fabrikanten, Kommriſiousſ-Ratb Job_ann Chofkoladen-Fabrikanten, Kommiſſions-Rath Johann Hoff bierſeibſt hierſelbſt unterm 4. v. M. zu Anecbochſemem Allerhöhſeinem Hofliefe- ranten ernannt. - Deu — Den Ergebniſſen der über die Frauen- und Kixider- Kinder- arbeit in den Fabriken auf Griinddcs BundeUatds angeiteilten Grund des Bundesraths angeïtellten Erhebungen ziifolgx zufoig? ſind nach na< den ZuiammenſteUuygen 'decz Zuſammenſtellungen des Reichs- kanzler-Amts kfanzler-Amts in den in Frage kommenden,Induſxrieziveigcn kommenden Induſtriezweigen nahezu 88,000 jugendliche Arbeiter heſchgfngr. beſchäftigt. Hiervon fallen auf Preußen 47,500, alſo mehr als_ aljo mebr als die Halfte Hälfte der Geſammt'zabi Geſammtzahl und etwa 1,8 0/0 dcr durch 9% der dur< die Volkszablung, Volkszählung vom Jahre 1871 __m dieſem in diefem Staate ermittelten 2,500,000 Perſonen im Aller Alter von 12 bis 16 Jah- ten, ren, auf Bayern 5600 oder 1.3 0/0 1,3 °/ der Geiammtzahl Geſammtzahl von 437.000, 437,000, auf Sachſen _ 17,000 oder 6,5 0/0 65 9% von iuSgeiammt 257000, insgeſammt 257,000, auf Wurttembera Württemberg 3000 oder 1,8 0/0, %%. von 164,500 Pexſonen Perſonen des eniiprechenden entſprehenden Alters. Von den, 1u'gend- den jugend- lichen Arbeitern gehöxeu 24 0/9 Arbeiteru gehöcen 24/9 der erftm erſten Altersklaſſe _ 12 bis"14 bis 14 Jahre - 76 der ZDLÜM _ zweiten — 14 bis 16 Jahre -_an. (100/0 imd- — an, 60 9% find Knaben und 40% 40/9, Mädchen. In Jn der Textilinduſtrie ſmd 34,000, find 34,090, alſo nahezu 40 0/g %%6 der geſammten jugendlichen Fabrikaradeitcr kcichaf- Fabrikarbeiter heſchäf- tigt, und zwar in Preußen 14,500 (in den Bezirkxn Diiſſeldorf Bezirken Düſſeldorf 3900, Aachen 1900, Bxcslau Breslau 1050, Frankfizrt, Frankfurt, Liegniß und Coin Cóôln je 900), in Bayern 3100, in Sa<1en Sachſen 10,500 (davon aÜxm. im allein. 1m Bezirke Zwickau Zwi>kau nahezu 8000), in Wurttembcrg 1850, Württeinberg 18950, in Baden 2300, in dm Übrigen den übrigen Staaten _ziiſaiiiiiicn 1750, In zuſammen 1750. Fn den Berg- und Hüttenwerken ſind 14,800 beſchaftigt, m dexi beſchäftigt, in den Ta- bak- Und und Cigarrenfabriken ungefähr die gleicbeAnzahl. _Von gleihe Anzahl. Von den i_ii in den Berg- und Hüttenwerken beſchäftigten WF hat Preußen allem 80%, allein 80°%/,, Sach- ſen 90/0 aufzuwiiſen, 99/6 aufzuweiſen, auf die übrigen S_taaien zuſatgmen falchn mir Staaten zuſammen fallen nur 11%. Anders geſtaitcr ſich geſtaltet ſih das Virhaltmß beireffs der, m Virhältniß betreffs der in den Tabak- und Cigarrenfabrixen verwmreteii jchndlichen Cigarrenfabriken verwenteten jugendlichen Arbeiter: von dieſen faiien fallen auf Preußen 43 0/0, auſ Baden_ 430/06, auf Baden 24, auf Sachſen Sahſen 15, auf Hkffrn Heſſen 6, auf (111€ alle übrigen Staatcn 3u_1ammen iiur 1213/0- Staaten zuſammen nur 12%. Die Zahl der in den Fabriken beſchäftigten Arderter (566,500 Man- Arbeiter (566,900 Mâän- ner, 226.000 226,000 Frauen, 88,000 jugendliche Arbeiter) ketragt 880500. beträgt 880,990. Die jugendiicben jugendlichen Arbeiter kiioen kiloen davon den' den zehnten Theil. Dex Wochenlodn Der Iochenlohn der Arbeiter im 211191: Alter von 12 bis 14 Jabxen ſchivankt nacb Andweis Jahren {wankt na< Ausweis der TÜÖLÜL U. Tabelle 11. in iehr weiien Grinzen zw1ſ<en ſehr weiten Grenzen zwiſchen 1 und- und 9 „M., M, der der Jiveiten AlterSklaffe zweiten Altersklaſſe in nicht Wenigerdedcuténden niht weniger bedeutenden Ab- ſtänden zwiſchen 1,50 und 13,50 „M; cr i1_t durcbſchnxttiicb 4; er iſt durchſchnittlih auf 3 „M, 4. für die erſte und auſ" auf 5 „FH 4 für die zweite Alierskigſie auzuiiehmixn. Altersklaſſe anzunehmen. Der höchſte Lohn ſ<€int ſcheint den jugendiichen Arbeitcrn m dsn Ziegeiiien jugendlichen Arbeitern în den Ziegelcien gewährt zu Werden. . _ werden. E Wien, 3. April. (W. T. B.) Wie'dW Wie die „Preſſe“ uiiter unter Vorbehalt meldet, wird die 'Karl-LUDYViZSOahil Karl-Ludwigsbahn nebſt emxr einer Superdividende von 21/19 2!/10 Fl. einen Reingewmn cinen Reingewinn von 400,000 409/000 Fl. fur für das Jahr 1876 vortragen. _ _ _ 4. N — A4, April. - (W. T. B.) Ueber den Reckymingsabichluß. Rechnungsabſchluß: der Galiziichen Carl-Liidwigsbqhn pxo 1875ver1autet ferner„ daſ; derſc1be Gal1iziſhen Carl-Ludwigsbahn pro 1875 verlautet ferner,. daß derſelbe einen Ueberickxuß Ueberſhuß von 984,000 Fl. uber über die *u ()))/9 derech- zu 5°/9 berech» neten Zinſea ausweiſt. Diem; Ueberſcbuß ſollinfolgender «eiieVestn- ausweiſt, Dieſer Uebexrſ<huß ſoll in folgender Weiſe Verwen- dung finden: 476,000 F1. ſoÜen Fl. ſollen als Superdividende (21/10 Fl. per Aktie) zur V?LTHLUUUJ Vertheilung kommen, 50,000F1, 50,000 F!. für die Verwaltung veraudgabxwſxrdxn. verausgabt werden. Der Reſ-xrvefond Reſervefond ſoll mit 40,000 Fl. dotict: dotirt werden. Dir Der noch iibrige übrige Betrag von 418.000 418,000 Fl. ſoll auf Rechnung des_ des laufenden Jahres ge- ges ſtellt werdcn, werden. Die im vergangenen Jahre geaußsrteti WuniK-Ie geäußerten Wünſcve der Aktionäre“ Aktionäre find von der Verwaltung inſofern berückſichtigt wordm, worden, als die Tantiéme Tantième der VerWaliung Verwaltung von 10 gui auf 5 0/0 0/9 reduzirt wordiii iſt, Dam Betriebökonto worden iſt. Dem Betriebékonto des abgelaufenen G§1<aſtéjxhr26 Geſchäftéejzhres wurden 200,000 Fl. fÜr Fl, für Erneuerung von Schicnm zugewwien. Schienen zugewie]en. London, 3. April. (W. T. B.) Nack) Meldiing Nach Meldung der Abend- blätter hat die Firma Alexander Durant & Co. ihre Zahiungea Zahlungen eingeſtellt. Die Paifiva Pajſiva betragen angeblich 410,000 Pfd., “_«tsrl. ;. 400,000 Pfd. “Sterl, ; das Ausbleiben von Rimeſſen icli ſell die Urſache d?- Urfache dec Zahlungs- cinſtcüung icin. . _ _ cinſtellung ſcin. i : j Konſtantinopel, 3. April. Apcil. (W. _T. T. B.) Cixi Ein den Zeitungxn zugefielltes Zeitungen zugeftelltes offizielles Communiqué erklart, erklärt, daß die „Regierung Regierung in Folge Solge „lokaler Verhältniſſe zwingendér _Natur zwingender Natur und in Folge der“ Cntwertbung der Entwerthung der Produkte des Landed“ Landes“ die Zahlung VLS April- des Apr il- coupons der Anleihen von den Jahren 1869 und 1873 und der Eiſenbabn-Obligaiionen Eiſenbabn-Obligationen bis zum 1. Juli 1). J; vericbobcn, d. J, verſchoben habe. Die chierung Regierung werde am 1. Juli 1). I. d. J. den Aprilcoupon niit 60/0. VerzugSzinfen ausbezahien. Verkehrs-Anſkalten. , _ Frankfuri mit 6°/0. Verzugszinſen ausbezahlen. Verkehrs-Anſtalten. i Frankfurt a. M., M,, 3. April. (W. TUB.) T. B.) Die Eiſenbahn- ſtre<€ ſtre>e Mainz-Bingen iſt zwiichaneidesbeimkund Ingel- [)eim durch zwiſchen Heide8heim und Inge l- heim dur einen Wolkenbruck) beicbadigt Wolkenbruch beſchädigt worden, dieReYaraturen die Reparaturen nahmen mehrere Tage in Anſpruch Anſpru< und findet daher vorlaufig nur“ vorläufig nur ein beichxänkter Diénſt fiir beſ<ränkter Dienſt für den Psrionen- Perſonen- und Lokakaabr Lokalverkehr ſtatt. Madrid, 3. April. (W. T. B.) Nach einer „Meldung Meldung des „Tiemvo“ iſt das Handeldſahrzeug .Odin“ Kapitan Reiß, bei Handelsfahrzeug „O din* Kapitän Rei, bet Kap Gaia Gata an der Küſte von Andaluſien Andaluſiea am 1. d. Mis. Mts. geſunken. Von Non der chanuung Bemanuung ſind 12 Perſonen gerettci gerettet und in Karthagena ſchäftigen, wie denn überhaupt überbaupt von jener ini (11) Zeit ab bis zum Schluß der Der ſoeben erſchienene 22. Jahresbericht des „_,Germani ichen National=MuſeumS" „Germani \<hen National-Muſeums" enthält einen ſummariickzen Audziig ſummarii<hen Auszug aus der Richnung Rechnung des Muſsums Muſeums über Einnahmen und Nukgaben fiir Ausgaben für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1874. Danach betiugen bet: ugen die Einnahmen 77,550 F]. F1. 27 Kr., die AUSgaben Ausgaben 89,836 F1. 17-2 Fl. 17È Kr. (worunter 30,500 Fl. Baukoſtenz, Baukoſten;, ſomit ergab ſich ſi< ein Defizit von 12,285 F1, 50? Fl. 503 Kr., Welches nach welches na< Beſchluß des Verwaltux«g§a11§ſ<iiffes Verwaltungéané ſchuſſes aus den Einnahmen des Baufonds 17er der Jahre 1875 und 1876 Wieder gedeckt wieder gede>t wurde. Vor einigen Wo<en Wochen hielt, wie wir bereits des Weiteren be§i<tei, berichtet, im Saale des Großen Handwerkervereins hierſtlbſt hierſelbſt der damſche däniſche Rittmeiſter Clauſſon - Kaas einen Vortrag über ſeine , von Er- folg gekrönten Bemühungen, in Dänemark die Hausinduſtrie Haus induſtrie wiederum zu beleben. Unmittelbar nach nah dem Vortrage traten d_er Ceniralverein der Centralverein für das Wohl der arbeitenden Kiaſſen, Klaſſen, die Geſeüſxbaft fur . Geſellſchaft für Verbreitung don Volksbildrm , von Volksbildung, der GroßsHandwerkerverem Groß: Handwerkerverein und Vertretxr Vertreter der Berliner Lehrerſchaft zu ammen, zuſammen, um durck) Delegirtd durch Delegirte einen Verein begründen zu laſſen, der den Clauffon-Kaasſchen Ideeiz Claufjon-Kaasſchen Jdeen in Deutſchland Eingang verſchaffen 1011. joll. Die Delegirten bahen haben die Statuten ent- wOrfen worfen und dem Verein den Namen Numen „Verein ziir Förderuni! zur Förderung des 1)äus1i<en Gewerbeflci ec“ gegeben. häuslichen Gewerbefleißet" gegebin. Die Aynahxne'der Statuxen Annahme der Statuten und die Konſtituirung des ereins erfolgtegeftern Bereins erfolgte geftern Mittag in einer im großen Hörſaale desGeWerbemuſeums desGewerbemuſeums abgehaltenen Verſammlung. In Jn den Ausſchuß Aus\{huß wurden gewählt die Herren Proj. 131“. Gneiſt. Prof. Dr. Gneiſt, Ritter- guiöbefißer gutsbeſitzer und Mitglied des Abgeordnetenhauxes Abgeordnetenhauſes Neumann, Direktor Wilski (Rummelsburg), Lehrer Schubert, Jaques Meyer, Geb. Regierungs-Nath Geh. Regierungs-Rath Schneider, Ssnator 131". Senator Dr, Eggers, Fadrikani Vr, Fabrikant Dr, Burg, Studiſ ndikus Ebern), Stadtgerichtsi'atb Lebfeldt, Stadtſyndikus Eberty, Stadtgerichtörath Lehfeldt, Direktor Grunow und Öifeubahndirektor Eiſenbahndirektor Schrader. Wie man dem „St. Peterkb. Herold? Peteréb. Herold" ſchreibt, hat kürzlich der Sebeik-ui-Jslam, Scheik-ul-Jslam, die Spitze Spiße der türk1ſ<_en (Heiſtlichkxit, türkiſchen Geiſtlichkeit, vor der in Makka Mekka verſammelten Menge der Gläubigen prophezeit, daß im Verlauf von zehn Jahren ganz Frankiſtau Frankiſtan (Europa) dem Halbmond unterwoifen unterworfen ſein und der Sultan den ganzen öſtliciien öftlicen Theil dieſes Reichs iamnit ſammt der _Stadt Rumi-el- Stadt Rumi - el- Kubrie (das . mächtige Rom) bebenſtben wurde;_ beheirſ<en würde; zur ſelbe_n ſelben Zeit würde der Sultan von Marrokko Marrokfo den weUlicben weſtlichen Theil Frankiſtans mit der Stadt Tuleitula (Toledo), mit ſeinem Reich gelandet Wurden. worden. vereinigen. Dann würden die Giaurs ſchließlich \chließli< ganz unterdrückt unterdrüd>t ſein und fick) ſich zum Islam bekehren. Jslam bekchren. Theater. ,Tricocixe „ Tricohe und Cacolei“, Cacolet“, eine fünfaktige Pariſer Oxiginal- poſie, welche Original- poſſe, wel<he vor Jahren ſchon ſchou hier in SOME aeſeßt Scene geſetzt wurde, ging am Sonnabend neueinſtudirt Über über die Bretter des Wallner-Tbeaters. Wallner-Theaters. Die Poſſe erhielt durch dur< die gelungene Darſtellung der Herren Helmerding und Formes, in Vertretung genannter „ehrcnwertber“ „Chrenwerther“ Firma, eine höchſt ergößlicbe, hö<ſt ergößliche, beluſtigende „Jauſtrati'on. IJlluſtration. Beiden Künſtlern wird in dieſem Stück Stú> die Gelegenheit zu Theil, durch dur ihr konkurrirendes fonfurrirendes Zuſammenwirken auf dem Gebietdex Cbarakterdar- ſtemug Gebiet der Charafktecdar- ſte ung dem Publikum einen in ſeiner Art einzigen Genuß zu bieten. Unter den übrigen Kräften ziemt beſondere Anerkennung Hrn. Kadelburg, welcher es verſtand, die nicht eben dankbare Rolle des biaſirten blaſirten Herzogs Emil de Sauterne mit Jeinbéit und_ Feinheit und außer- ordentlichem Geſchick Geſchi> bis ans Ende durch uführen. durchzuführen. Frl. Carlicn, Carlſecn, Hr. Engels und Hr. Wilken ſpielten ihre oilen Rollen re<t brav und gaben fick) ſich die erdenklicbſte erdenkliſte Mühe, von dem Hauptintereſſe, Weiches welches man den meiſterhaften Leiſtungen der Herren Formes und Helmerdmg Helmerding zollte, auch für ihre Partien einen Theil hinüberzulenken. _ Ja — In der Großen Oper zu Paris fand gm29, am 29. v. Mt§._die Gcncmlprobe Mts. die Generalprobe zu einem neuen Werke des Komponiſten Mermet, emer vieraktigeu heroiſchen einex vieraktigen hero!ſhen Oper „Jeanne d'Arc“, ſtatt. Der Renzfckze Renzſ<e Circus hat noch no< zum Schluß S<{luß der Saiſon, auf die Hr. Direktor Renz mit großer Genugthuuxig ſehkn finn, Genugthuung ſehen kinn, zwei audgezeicbnete ausgezeichnete Acquiſitionen gemacht und zwar in dcm_ dem, Wieder- engagement der vorirefflichen S<u1reitecm vortrefſliven Schulreiterin Frl. Eliſe und eiiies eines aus- gezeichneten Künſtlers auf un eiaitelfem Pfexde ungeſatteltem Pferde Hr. Barenco di Erber, deſſen Eleganz und Geſ<i<i<keit dcn" hochſten Anfyrdexmigen Geſchicklichkeit den höchſten Anforderungen an ſeine Kunſt entipricbt.- entſpricht. - Das erſte Debut Debüt des Frl. EU]? midet noch, Eliſe findet no<. in dieſer Woche ſtatt. Redacteur: F. Prebm. Prehm. Verlag der Expedition (Keſſel). Druck: Dru>: W. ElSaer, Elsner. Vier Beilagen (einſÜließlick) Börſeu-Beilage). (einſ(ließli<h Börſen-Beilage). Berlin: Nichtamtliches. Denkfchej Reich. "urttembergx Nic<htamlliches. Deutſches Neis. Württemberg. Stuttgart, 2. April. Die von dem Abgeordneten Elben m in der Sißung Sizung der württembergiſchen Jamm'er de_r Kammer der Abgeordneten vom 30. o. v. M. in der Debatte uber über die Eiſenbahnfrage gehaltene Rede hat nach na<h dem „Schwad. „Schwäb. Merkur“ 'folgenden folgenden Wortlaut: „„Meine Ahficht iſt, „Meine Abſicht ift, die Stellung Württembergs zu der nxnen 'vreußiichen EtienbahngeſeßeSvorlage hauptſächlich neuen preußiſhen Eiſenbahngeſeßesvorlage hauptſächli<h vom volkswirth- ſchaftlichen St_andpunkte Jus ſhaftlihen Standpunkte aus zu bexeuchtcn, Ich beleuhten. Jh ſtelle natürlich nicht in Abrede, „day fie daß ſie auch eine eminent politiſche politiſhe Seite hat, ich i< werde ghet auſ rieſe aber auf dieſe nur _wenB zit_fprechen kommen, nig zu fprehen fommen, da meine Hauptaus- 1uhxung dsr volkswirtbſ afilichen führung der volfswirthſ<aftlihen und zum Theil der finanziellen Seite_dcr Fcag<_gewikmex Seite der Frage gewidmet ſein ſou. _Wir ſoll. Wir behandeln die Frage hier im rvurttembergnchexi Standeſaal; Uliiér AuLgauswunkt württembergiſhen Ständeſaal ; unſer Auêgangspunkt iſt Württém- bxrg. Württem- berg, das erkenne ich ih bereitwillig an, und 'ich i< werde auch durchweg 'disien Staiidpunkx au<h dur<weg ‘diejen Standpunkt im Auge behalten, und die allgemeinen Verhält- mffeiſo _ivxitYeremzieheiz, niſſe ſo „weit heceinziehen , als es zur Begründung des Antrags noth- wendig iſt. I> ixerdx uberall auſ Jh werde überall auf die Stellung Württembergs ipeziell ſpeziell zur Frßge zuruckzukommcu, Frage zurü>zukommen, und um, um hiermit zu bsginveu, ſpr_e<e . ich beginren, ſprehe i< zum _ Vorau) Vorau>- meine Befriedigung dxrüher darüber aus, da:; Wir daß wier vom wurttembeigiſchen württembergiſchen Standpunkte aus kein Inter- eſſe; hatten JInter- eſſe haiten und l)al*cn_, haben, die Frage in dieſer großen Tragweite an'ſ auf die TagZSorduung geielzt Tagesordrung geſeßt zu ſehen. Wenn es ſich ſi<h nur um unſere wurtteiiil'crgiſcl)cn Babuezi württembergiſchen Bahnen handelte, ſo haben wir im Wiſentlichen, Weſentlichen, was uniere inne_xe_n Verhaltniſſe unſere inneren Verhältniſſe anbelangt, in der Thai That keinen Grund ziiKlaZen, zu WUWÖW- Klagen, zu Wünſchen, zu Bitten um irgend welche Veränderung. Die wurtteinbergzſcve Yerw-kxixizi-q württembergiſche Verwaltung iſt gut, ſolid, ſparſam, das habe 1< ſeldſt hier. ih ſelvſt hier, wie a_n einen; anwcn an einem «ändern Orte, mehr als einmal anerkannt, uiid und das nicht blos m_ ÜUJLMcmen Redendartm, in allgemeiuen Redensarten, ſondern geſtüizt geſtüßt auf em emgelysndes ein eingehendes vergleichendes Studium der Verhältniſſe der vetſ<ie- dznen thnen uiid verſchie- denen Bahnen und auf die Zahlen. I>) kann auch J<{ kaun au<h das Weitere bei- “fiigen, fügen, die Unbeſapgeiiheit dgr garizen Unbefangenheit der ganzen Betrachtung wird dadurch er'- hoht, dadur er- höht, daß es ſich, wie die verßUÖL. preußiſche Eiſenbahngeſeßvorlage und die Motive dazu ergeben, in keiner Weiſe 1111! um eine etwaigeAbtreiung etwaige Abtretung der wüi'ttemdkrgi- 'ſchen württembergi- {cen und der anderen ſudxxutichen Staatseiſcnbahnen handelt; ſüddeutſchen Staatseiſenbahnen handelt ; unſere Bc“- tracbtgng Be- trahtung der Angele enheit Angelegenheit iſt deshalb eine viel unbefangenen. Ailein unbefangenere. Allein wir konnen können nicht [) os vdn blos von dem württembergiſcben Staudpunkte württembergiſchen Standpunkte aus- Bhen; ſciwn unſere, Verhaliniffe ziz gehen; con unſere Verhältniſſe zu unſeren Nachbarſtaaten und deren ahnen Haben, wre haben, wie das 1a viclſcicl) die_-Verhandlungen ja viclfah die Verhandlungen in dieſem Saale fruhxr früher ergeben [)izben, _gezeigt, haben, gezeigt, daß wir nicht iſolirt ſtech. 'Wie ſtehen. Wie oft wrederhaliten wiederhallten die Wande Wände dieſes Saales von Klagen über unſere Nachbaren in Betxeff Betreff des Auf<lnffes, Anſchluſſes, in Betreff des Bitriebes, Betriebes, in Betreff ſogar der Tarife! - .Das — Das führt nun unſere Blicke hinaus _auf'das auf das große Eiſciibahiiſyſtem; Eiſenbahnſyſtem ; denn an einen ſpezifiſch württem- bergiſchxn Verkebx_iſt m<t bergiſchen Verkehr iſ nicht zu denken, dieſer iſt in allen Theilen nur ein Bru<1tuck Bruchſtü> des geſammten deuiſchen deutſhen und Weiler weiter hinaus ' des" ge_1_ammten des geſammten Weltverkehrs. Jn- Deukſchland In - Deutlſhland hat aber die hiiioMche Entſtxbung hiſtoriſhe Entſtehung der Eiſenbahnen, anſchließend aii an die PÜÜUÉJU' Verhaltniſſe _ politiſcen Verhältniſſe unſeres Geſammivaterlandes, eino urigekieure Zeripiitierang „des Ciienbahnwéſens Geſammtvaterlandes, eine ungeheure Zerſplitterang des Eiſenbahnweſens ergeben. Es war gg: iiicht gtiderd moglich, der gar nicht anders mögli, bei der Zerſplitterung des Vaterlandks Vaterlandes in 'die_vielen S'inzelitaatcn, die vielen Einzelſtaaten, als daß eben im großen Ganzen das Eiſen- bahnweſen fig) ſih ſo geſtaltean nmizte, geſtalten mußte, wie es wirklich wirkli der Fal] Fall iſt. Ja, beim reixen ()?-taatsvau Ware reizen Staatsvau wäre. es bei der Zerſplitterung Ter der Territorien ebenſo geweien, geweſen. Dazu komnit kommt noch die in früheren Jahren höchſt hekiagenswexthe Schwankung 127 beklagenswerthe Shwankung in der preußiſchen Ciſenbabnpolikik; Eiſenbahnpolitik; bald ubergab maxi lediglich dsr Privatinduſirie übergab man ledigli<h der Privatinduſtrie den Bau der Eiſenbahnen, bgid untorſiuizte_man fie ix_Ukck) Staatßmittel, bald Wollte unterſtüßte man ſie dur< Staatsmittel, bald wollte man wieder em ein anderes Syſtem diik<ſühken, dur<führen, indem man den Eingang der Eiſen- Bavnſtequ bahnſteuer zur Amortiſation und allmählichen Eriverkung Erwerbung der Eiſen- bahnen fur für den Staat verweiidete; verwendete; dies wurde wieder eingeſtellt; eingeſtellt ; ein ander Mai Mal ſah man fick) darin Wieder gepötbigi, ſich dann wieder genöthigt, den Staatsbau ſelbſt an die Sprße Spiße zu ſtelikn, imd ſcit ncuarerZeit ſtellen, und ſeit neuerer Zeit hat ſich ſih Preußen nun mehr und mehr dem Syſtom Syſtem des Staajsbguz zugeneigt. Staatsbaus zugèneigt. Die Folge von beiden Vor- aiisſitzungen min, dcr Zeripltiieximg Dkutfcblands ausſezungen nun, der Zerſplitterung Deutſchlands und der preußiſcbexi preußiſchen Eiſenbahnpolitik, iſt nun die Zerriſſenheit unſeres deuiſchen Eiſm- babniyſtems. deutſhen Eijen- bahn\yſtems. Unter d2u_28,000 Kilomotern, weiche den 28,000 Kilometern, welhe Ende 1875 im Beiriebs Betriebe ſtanden, ſind find 12,500 Kilometer Staatsbahncn, 2903 Staatsbahnen, 2909 Kilometer “Privatbahnen, WS[<L,1mfkr Privatbahnen, welche unter der Verwaltung des Staates ſtehen, und 12,600 Kilometer ;;)rivatbahnen. F L Dieſe Bahnen ſtehen unter 68 ver- *ſ<iédét]en Vsrwa tungen, ſchiedenen Verwaltungen. Wir haben 15 Staatsvexwaltungen, Staatsve: waltungen, 10 ?):wgtbadnen unnier Siaaiddirekticn D unter Staatédirektion und 43 Privajdirkktionen, Privatdirektionen, in Wa rheit ſmd Wahrheit ſind es ubrigens übrigens 89 getrennte VerwaltnngöorganiMikn, Verwaltungsorganismen, weil bei den Privatbahnen viole viele einzelne Linien wieder ihre eigene Leitung imd und Verwaltung haben. Die Zerriſſenheit in ſo viele Verwaltungen iſt aber no< 11th nit das ſchlimmſte, ſ{limmſte, ſondern das ſchlimmſte iſt ſ<limmſte ift vielmehr, daß dieie Bglwen, namentlich dieſe Bahnen, namentli< in Nord- und Mitie1- deutſchland Wirt nsben cmandcr Mittel- deutſhland wirr neben einander hin- und durch einander laufen. Wsnn Wenn man eine nach nah den Vexwaltungen Verwaltungen kolorirte Eiſenbahnkarte Ciſenbahnkarte anſieht, ſo Bekommt mein em vHÜig „motſaikartiges fo bekommt man ein völlig moſaikartiges Bild 1200 des deutſchen Eiſßtibaßn- uieiens. Bxinahe Feine einziae Jroße Eiſenbahn- wejens. Beinahe keine einzige große Linie findet fick) ſih in Deutſchland, die _unter einer unter ciner Verwaltung ware. Ich wiii wäre. Jch will nur ein einzigcs einziges Beiſpiel aiifuhren: anführen: Von Berlin nqxb nah Stuttgart oder Straßburg ſind find es ſieben Verwaltungen, die _Anhalttixhe, Anhaltiſche, Thüringer, Bergiſ<-Markiſ<e, Bergiſch-Märkiſche, Bebra, 'Main-Neckar„Badiſcb_e, Wurttxmbergijc-he, Main-Ne>ar, Badiſche, Württembergiſche, oder in der Richtung gkgk'n Straßbuig gegen Straßburg die HuiſiiciU Heſfiſhe Ludwigsbahn, die Pfälzer und die Eliaſ;- LoibrmgiſM Bahn.. Viehmen Eljaß- Lothringiſche Bahn. Nehmen Sie dagegen anderwarts, anderwärts, z. B. in Frank- reich, eine Jani ganz gleiche oder ſe-lbſt noch Weitere ſelbſt no< weitere Entfernung, 3. z. B. Paris- Brsſt, Paris-Botdeaux, Parts-Tonlouſe, Paiis-Marſeiiie Breſt, Paris-Bordeaux, Paris. Toulouſe, Paris-Marſeille oder Mddaue ani Modane am Mont CeniS,_ Cenis, ſo haben Sie ſtets eine ei ne Verwaltung, oder, wenn Sie quer Herabsr nelzmen, herüber nehmen, Marſeille -Bordeaux oder Lyon- Naxiies, jo find „es zwixx _VerWaliungen, ive1<e ſicb Lyou- Nantes, ſo ſind es zwei Verwaltungen, welche ſich in dieſe große “Linie Linie theilen. Die Miß'ſtavke dieſcr Mißſtäyde dieſer Zerſplitterung gehen nun ins UlZtheUlre. Ich kati?) Ungeheuere. Jh kann hier nur in ganz Wenigen wenigen großen aÜgemeinen Zugen „daraxlf verweiien, xnuſ; allgemeinen Zügen darauf verweiſen, muß es aber thun, weil es die Voraus- ſetzung iſt fur ſeßung ift für das, ipas, ich was ih Ihnen ſpäter vorzutragen haben Werde. I> „ſchicke werde. Ich ſchi>e aber ausdtucklich ausdrü>lih voraus, daß dieſe Mißſtände zum größeren 'Th'eil fick) 'auf_ und Theil fi< auf uns und unjere unſere Nachbarſtaaten nicht nit oder weniger beziehen, Weil,!)ier weil hier dieſe Zerſplitterung nicht herrſcht. I>, herrſ<ht. J< habe ſchon gxſagt, dqß geſagt, daß die Untereinandermengung der Bahnen in räumlichér räumlicher Be- ziehung eme eine große Quelle des Uebeis iſt, Uebels iſt , und hier herrſcht herrſht im Bau linſerer deiitſcyen Etieniahneu unſerer deutſhen Eiſenbahnen anſtatt eines geſunden volköwirthſchaft- lichen volkswirthſchaft- lihen Prinzipes vielmehr das der Konkurrenz der verſchiedenen S_eſeaſchaften Geſellſchaften und Staaten unter einander. Es ſollte doch “keine .Bahn gebaut, _iverdeu . „welche nicht keine Bahn gebaut werden, welhe niht entweder ein wolkSWirthſchaftlich wolfk3wirthſhaftli< wichtiges Gebiet neu erſchließt, erſhließt, oder für “den den großen Verkehr m maßgebezider Ri<tuu in maßgebender Richtung eine Abkürzung ſchafft. Statt deffxn deſſen bauen z. 3. B. m Rbeinland-Zizeſtfalen in Rheinland-Weſtfalen drei oder vier Geſellſchafteii Geſellſchaften einander Alles gegenſeitig ab, ſie erri<ten errihten Bahnen, auch „wenn fie wenn ſie mit anderen Parallel parallel laufen, damit nur jede die nächſte Verbindung von Oſt nach Wsſt, jede Oft nah Weſt, ſede den Zugang zu jedem Verkehrs- xentr'um, centrum, ja jedem itsend irgend bedeutenden Etabliſſement habe, habe. Ganz ahnlich ähnli verhält es ſich ſi<h auch in anderen Theilen von Deutſchland, in Schleſien, Sachſen, in der chhtung„von Richtung von Berlin nach naß Weſten, in der Umgebung von Frankfurt, und ein qhnliches ähnliches Beiſpiel war vor Kurzem u_o< uo<h zu ſchauen hauen in Bayern, Bayeru, wo die Staatsbahn und die Oſtbahn Oftbahn einander ihre Bahnen abzubayén abzubauen ſuchten. Die Folge hiervon iſt, daß jede Bahn daun dann genöthigt iſt, eine noch no< kürzere Linie zu bauen; ſo fo entſtand ein Wettrennen der „allerurwolkswirtbfcbaftlicbſten allerunvolkswirthſchaftlihſten Art. Es ſind find auf dieſe Weiſe Millionen vergeudet worden, es ſind find in großen Gebieten, “wo wo mit der Hälfte des Aufwandes vielleicht “ten iſt von einer Zweckmäßigkeit Zwe>mäßigkeit für das öffentliche Leben in Fr Erſk- Erſte Beilage M ZZum L Zun Deutſchen Reichs-Anzeiger Reichs-Auzeiger und Königlich Königlih Preußiſchen Staats-Anzeiger. Berlin, Dienſtag, den 4. April Nationalvermögens vergeudet ivorden, worden, ſo da" ſchließlich daß \{ließli< die am eniſtxbt: Frage entſteht: Iſt unſer Deutichlaud reich genug,8 Deutſchland rei Sia ſolche EinbußchFr Ga ee Br am Nationalvermögen ertragen zu können? Das ift zum Theil aller- dings vergacgeUe Klaas, vergargene Klage, allein es geht au< auch ſo fort in der Zukunft, und wenn auch ker Eifcnbabubau der Eiſenbahnbau im Augknblick Augenbli> kleinere Maße an- aenommen bgt, genommen Hat, ſo wird dock) do< auch die Zeit des Neubaues wieder koinmen. kommen. Die vielen Uebergangsſtationen mit doppelten Bahnhöfen, mit doppelten Bauten erzeugen „Koſten Koſten in unglaublicher Weiſe und vekjbeuern vertheuern und erſcwarcn den erſchweren ‘den Betrieb in einer Weiſe, welche wel<e eine Hmlurig durchqus erheiicbt. Heilung durchaus erheiſ<ht. Der Betrieb in Deutſchland ift ungebkuer 1<werſalliz, ungeheuer j<hwerfällig, wie das nicht anders ſein fein kann bei ſolchen Verhältniſſsn; ſol<hen Verhältniſſen ; es entſtehen Weitiäufigkeiten, BetrieHvarzögerungen Weitläufigkeiten, Betriebsv:rzögerungen und Mehr- kdſten. Ich koſten Ih will dieſe nur mit kurzen Zügen andeuten: eirimal einmal bei „dem dem Perſonal; am wenigſten noch macht Es _bei no<h mat es bei den _ „Direktionen, w_ei1 Direktionen, weil dies ein unbedeutender Punkt m_i, Yerkxgifniſ; _Zum gxoxzeu im Verhältniß ¿um großen Ganzen iſt; iſ; aber die unver- haltmymagig gikße hältnißmäßig große Anzahl von Beamten, wclche lediglich daiu vcr- iveridedfind, welche lediglih dazu ver- wendet find, um die AuLgleicbungen_xW1i<en ÄAusgleihungen zwiſchen den verſchiedi-nen verſchiedenen Ge- iellichaſten ſellſchaften herzuſtellen, repräſxntirt ichon repräſentirt ſchon eine ungebc-ure Saxizms, welche erſpair Werden ungeheure Summe, wel<he erſpart werden kann: jedcr jeder fremde Wagsn Wagen muß aufgeſké'riebm imd kontrolirtcwerde-n, aufgeſcrieh-n und kontrolirt werden, jedes Gut muß ausJeicbieden ausgeſchieden und verrechnet, iM Perſon, verrenet, e Perfon, die reiſt, mmi muß gebucht und dariii'er darüter abgerechnet werden; werden ; eder Achskilomeier, Achsfilometer, den ein Wagen auf fremder Bahn läuit, läuft, muß gxre<net_ gere<hnet werden. Auf jeder Usbergangsſtation Uebergangsſtation ſteht für jeden Zyg eme gxheizte_ Lokomoiive, Zug cine geheizte Lokomotive, um den ankommenden Zug zu empfangen und iiber cin viekleicht über ein vielleicht ganz kleines Gebiet zu geleiten. Aus der Zerſplitterung entſteht ferner eine unvolkswiithſ<aftli<e Außnüßung unvolkswirthſhaftlihe Ausnüßung der Wagen. Dr_r Wagenpakk iſt ungleich Der Wagenpark ift ungleih größer, da die Wagen der enizixwen, GeſeUngteu, welche einzelnen Geſellſchaften, wel<he auf dis cmdcre die andere Bahn ixinübergekyen muſtxn, m M.SJilchit kiirzer Zeii zurückkommen hinübergehen müſſen, in möglichſt kurzer Zeit zurü>fommen ſollen. Daraus kaiäkſ erklärt fich dive Erf<§1i1u119,daßin Deutichland eiue die Erſcheinung, daßin Deutſchland eine ungeheure Zahl Gütsrwagen 15er lauft. Güterwagen leer läuft. Ein Drittel aÜeréHüicrwagen aufd-xn dkuiichen aller Süterwagen aufden deutſhen Eiſenbahnen lauft namlich lexr. läuft nämlich ler. Nun Wciß ich natürlich recht weiß i< natürli<h re<t wohl, daß der Hauptgmnd Hauptgrund der iſt, ift, daß, um es in einem Beiſpiel zu ſagen, die KohlenWQgen Kohlenwagen beladen voukden von den Gruben nach nah dem KdniumtionsJebieie Konſumtionsgebiete gehen und leir zizrßck leer zurü> u. 1. |. w. Dies iſt voſlſtäiidig vollſtändig richtig. Allein Wenn wenn man auch dxkies berückſichtigtund uur dieſes berücfſihtigt und nur annimmt, daſ; Ein daß eia Viert-l der [chr leer laufenden Wagen drm dem andern Umſtande zuzuſchreibsn iſt, zuzuſchreiben ift, daß die Wagen der fremden Verwaltungen nichf nicht beliebig dahin ge- ſchickt Werden könne:), \{hi> werden können, wohin gerade Fracht vorhanden iſt, iondsrn ſondern im Nothfaxle Nothfalle leer an i_bren Urſprungöori zurückgeſchickt ihren Urſprungsort zurü>geſhi>t werden müſſen, w'betragk ſo beträgt der unnuße unnüße Aufwand aur auf das Jahr für die Prsuſ;ii<en preußiſchen Eiſenbahnen 15 Mi11.Mark Mill. Mark und für die geſammten deniſchen Eiſm- babnen _20-25 deuiſhen Eiſen- bahnen 20—25 Millionen, wie dies angerecbuct ausgerehnet worden iſt. Ich Ih will Uiicb ni>t_ mi<h ni<t weiter damit auſhaiten aufhalten und will auch, Was auh, was das Tariiweſen Tarifweſen anbelangt, nur einige Wenige Bemerkungek i_naciJen; wenige Bemerkungen machen. Das Tarifweſen iſt LTarifweſen iſ eine ſc: fc-ine, ſo feine, eingehende und 1<wrerige ſ{<wierige Materie, daß es unmöglich unmöglih<h wäre, ſie hier eingehend zu Erörtsrn; erörtern; es irt iſt aber das Eine hervorznkchren, hervorzukehren, daß die Unſumxxie Unſumme von Vsrwirzungen Verwirrungen im Tarifweſen, wi? ſie jcßt fie jeßt beſteht, eine der gtößien-Queüen l_Ucht größten Quellen niht nur der Unzufriedmbeit, Unzufriedenheit, ſondern wirklich eme vo]k2wx_rtk)ſ<aftlt<e eine volkêwirthſchaftliche Kalamität in Deutſchland iſt. ift. Kein Kauf- mann, i_a ja keine einzelne Station beinahe, iſt im Stande, cine geyaue Angkunſt eine genaue Auskunft zu gebxn, geben, was die Fra<t nach Fracht nah irgend einem etwas weiter gelxgknen gelegenen Ort [ein idird. ſein wird. Es kommcn kommen die kraſſeſten kcaſſeſten Beiſpiele vor, daß Frachtku Frachten viel hoyxr höher angeſeßt Werdsn werden und nachhxr nachher unter unglaub- lichen Siberereiexi “_ ruckgeiablt Scherereien zurü>gezablt werden müſſen, Weil weil hier keirie keine. Klar- heit herrſcht. (Cs _ ad herrſht. Es ſind 1357 Tarife. ,Das Das nun iſt ganz richtig, was der Herr Vorredn_er Vorredner geſagt hat, daß mit der jetzt jeßt in Vorſchlaa ac- bxachten, Maßrege1_ diexSacbe Vorſchiag ge- brachten Maßregel die Sache ja UiÖt abgemackzt nicht abgema<t wäre. Allein bis _]kßLlſt jeßt iſt es ebeti zucht einm'al gelu1tgen,_Ordnung eben niht einmal gelungen, Ordnung in dieſem Tarifrvefen Tarifweſen zu WMW- Es" ſchaffen. Es iſt der Rercthewalt, iammt Reichsgewalt, ſammt den Enquétckdmmiſfio- ncn,_dae UL gehort H„at, iiicht geiungen, ſick) Enquêtekommiſſio- nen, die ſie gehört hat, nicht gelungen, fih auf ein Syſtem vereinigxn vereinigen zu konncxi, „wkxl' können, wkèil ſie uberall überall wieder die S<wicrigkeiten Schwierigkeiten in der AnWen- Anwen- dung auſ auf die Ciſezzbahnxn Eiſenbahnen zu empfinden hatte. Ich komme mit einem Punki, init dein nnanzteüen, vielleicht Punkt, mit dem finanziellen, vielleiht darauf noch zuzück. no< zu:ü>. Auch iſt es xxineswxgs inder keineswegs in der Abſicht, zu nwixen, meiren, daß jsßt jeßt alle Differential- tgriſe tarife damit beſeitigt werden. Keineswegs, fiebaben, ſie haben, in gewiſſe Gxénzen G:enzen eingeengt, ihre _volkSwrrjhſchaſtliM volkswirthſchaftliche Berechtigung, und ſie können gar nicht ganz gbgeioſt Herden. Absr abgelöſt werden. Aber es köiixién können die MißIkäUÖL abgeſchnitten Mißbräuche atgeſchnitten werden, .die nch UbékiJÜ die ſi<h Überall an dieſelben knüpfen. knüpfen, und fie können fönnen ſo konſtrn'xi Werden, dax; ſie konſtruici werden, daß fie nur olkswixtizſi-Txaftlich nüßiicky wirkxn. Jui gercn polkswirtl;ſ@aftli< nüßli<h wirken. Im großcna Ganzen kiinn' ici) _m kann ich mth um io ſo mehr enthalikn, enthalten, hierauf ideirerjcmzugc'ixeii, weiter cinzugeben, als ick) m dicſtr ih in dieſec Beziehung mciſtcns einverſtandsn hin Mit meiſtens einverſtanden bin mit den 116515011711 Dailégungen, lihtivollen Darlegungen, die wir in der neueſten oni<ür2 Unſeresvverxhiien Kollsgén" Broſchüre unſeres verehrten Kollegen Frhrn. v. Vcimbüler Varnbüler leſen können. _ Ich woÜte — Jch wollte in disſtn groxen ani'n Jhni'n dieſen großen Zügen Ihnen ein Bild der Zsrriffsnlicii Zerriſſenheit des deutſ<en Eiſletbabnweſens, Hauptſächlich deutſchen Eiſenbahnweſens, hauptſächlih in Miifel- Mittel- und NorddZiitſch- Norddeutſh- land, _im größtstz im größten Theil des Vaterlandes, geben. Dem ſtelle ich nun“ gegeniiber, _daß uberall ::acb don ih nun gegenüber, daß überall na< den Erfahrungen, Welche welche man doch jetzt Hat, hat, im Eijenbahnwsfen Eiſenbahnweſen der Zug nach eiuer na<h_ einer gewiſſen Kcnzc'ttiratixn fich geixend ma<i,_daß L_ML Konzentraticn ſich geltend macht, daß eine gewiſſe Einheit im VerkshrSWcisn, Verkehrsweſen, in de:) Etienbahn-en den Eiſenbahnen eine adiolute thhwendigkeit abſolute Nethwendigkeit iſt. Erlauben Sie nur, mir, Ihnen dies 11113 Zu kurz zu belegen mit einigen Beiſpielen von anderen Staate'n." Staaten. In England Batman hat man vor 20 Jahren ganz genau die gleiche Kalamnat durcßgemmbt, Kalamität dur<&gemaht, wie jeyt jet in Deutſchland. Da- mals waren es HUUÖLÜL vou Hunderte von einzelnen Geieilſchaften; Geſellſchaften; damals war dort_ein dort ein Konkurrenzkampf dsr der einzelnen Geiiiiickyaſtcn Geſellſchaften im Bau und Betrieb gegeneinander, ärger als in Deutſchland, und was war das Rxſuliat? Reſultat? etwa ein Vortheil für das Publikum, billigere Tarife? nem, nein, im Gegeniheil: Verthcukrung dkk Gegentheil : Vertheuerung der Tarife, Veitheuerung Vertheuerung des ge- ſammtey Eiſsnbahnwxſens, ſammten Eiſenbahnweſens, Herunterkommen ſelbſt der älteſten Und beſtfiturricn Geſellſchaiien und beſiſituirten Geſellſchaften und Sinken der Rente auf ein Minimum. Das [)abxn haben ganz unwiderleglich dieeingehenden quuéicn die eingehenden Enquêten gezeigt, Welche daſ) welche das engliſche Paxlamsnt Paulament mehrfach auf die allii'gründlichſteWeiie dcr- anitaltSt'kxai, allergründlichſte Weiſe ver- anſtaltet hat, ſo daß kein Zweifel hier 1ein ſein kann, daß im Eiſenbahn- Weſen die„Konkurrenz weſen die Konkurrenz das vermeintiiche Hiilmittcl vermeintiihe Heilmittel nicht iſt, ſondern ſtets eudigt endigt mit der Verſtändigunß, Verſtändigung, mit der Fuſion; und das war denn au< in England das Heilmittel; die einzelnen Geisa- Geſell- ſchaften hgben ſich verſiandigt, haben ſixh verxinigt. ſih verſtändigt, haben ſich vercinigt. Die Lcndon-Nord- weftern-Ciſenbahn Lendon-Nord- weftern-Eiſenbahn z. B., cine eine der arößtcu, größten, hat ſich ſi<h aus 60 Gefell- fcbaften ſchaften zuſammengebildet. Isst Jcht beſtehen in England überhaupt nur ſieben größite Geſeüſchaften, größere Geſellſchaften, welche den größten Theil des Neßes Netes in ihrer Hand haben, und es iſt die größte Wahrſcheinlichkeit vorhanden, daß dieſe Fuſionen fortfahren werden, ſo \o daß am Ende England in der and Hand ganz WenigereVerwaltungen ſein weniger Verwaltungen fein wird, wie das jetzt Wort der_ all ſchon der Fall iſt in Frankreich. Auch in Frankreich war früher eine chan e gewiſſe Wirrniß; es waren no< 1846 33 Geſellſchaften. Dort hat die Regierung und zwar in ſehr verſtandiger verſtändiger Weiſe die Sache durch ihre Leitung in die Hand genommen, ſie fie hat es bewirkt, daß im großen Ganzen in Frankreich jetzt nur jeßt uur 6 große GeieÜſcbaffen Geſellſchaften beſtehen mid und daneben nur ganz unbedeutende_Loka1ba nen, unbedeutende Lokalbahnen, meiſt von nur 100 Kilom._ Kilom. oder Weniger. weniger. Dieſe 6 großen Geſellſchaften tbeilen ſich, theilen ſfi, und zwa; raumlich etrennt, zwar räumlih getrennt, in ganz rankretch, rankreich, ſo daß jene Erſcheinungen, die ichausDeut$<1andgeſ<ildert abe, dortnichtvorkommen. Fünfdieſer GefeÜſclmften ih aus Deutſcland geſcildert habe, dort nicht vorkommen. Fünf dieſer Geſellſchaften gehen von Paris aus m_id Vertheilen und vertheilen ſich Yrahleuförmig nacb dez: A Temis nach den Provinzen, die ſechſte ſe<ſte im Suden Süden allein hat einen keinen Zugang zu aus., Paris. Die Geſcüſcbaffen Geſellſchaften find eipander ziemlich einander ziemli ebenbürtig in der Gt ße; Größe; die größte iſt Paris-Lvon-Mittelmeer ift Paris-Lyon-Mittelmeer mit über 6000 Kilom, da_nn Kilom., dann folgt die Orleanßgeſellichaft Orleansgeſellſchaft mit 4000 Kilom., und die andern mit 3000, 2500 Kilom. u. ſ, f. w. Die Einrichtung dieſer Geſellſchax- an - reicb, _die,in Beſeihar ank- reich, die in Deutſchland Nachahmung verdient. Ich Jh ſage natürlich ausdrucklicb ausdrü>li<h in dieſer volkSwirtbſcbafilicheu volkswirthſhaftlihen Beziehung. Die einzelnen das ganze uöthige Netz nôthige Ney hätte hergeſtellt werden können, Millionen des GeſeUſchaften Geſellſchaften haben die Verpflichtung übernehmen übernchmen müſſen, gegen 1Z76. theiluxeiie_ZinſenZaraqtien 1876. theilweiſe Zinſengarantien die Maſchen ihres Netzes auszubauen. Nees auêzubauen. Der Ue_b_e„r1<u_t,z,_ Ueberſchuß, den 11? Wii ibxxr ſiz wit ihrer Stammbahn machen, muß konzeſfious- magig hin_u1*_er geleitc! w::ren an* das zwi-ite Meß, iin.“- WMA der Siagt ZUiibuffs mexx. Zériensaiamicn, 10 ““.“-“i;. “*).-",x; T:: konzeſſions- mäßig hinüber geleitet werden auf das zweite Neß, und wern der Staat Zuſcbüſſe giett, Zirſergaranuien, ſo muß, toenn der Ueber- ſchux; geiviſſe Greuisii e.;eikhi, dem S:.Uxe 9.17 “:I-me zurück- zegkbeu {uß gewiſſe Grenzen ecreidt, dem Staate das Seine zurü>- gegeben werden. Daneben l)a'.en haten die (NisUſ-„fox. Gejellſhaften alle ihr thr Recht nur aui 90_Jahre„und auf 90 Jahre, und nach 90 Jahren von vor der Konzeſſione- xrlheiiung Konzeſſions- ertheilung an gcbeL ininmtiiche gehen ſämmtliche Eiſenbahnen Frankreichs unentgeltlich m dtn BLM dss Staaiks nbex. in den Beſiy des Staates über. Wir ſehen ähnlicde ähnlihe Strömungen in andergi Siaaien; Jtczlicn ſchickt fi< anderen Staaten; Jtalien \{i> ſih an, die maßgebendkn maßgebenden Linien in den _Staatsbefiß heruberzuiiebmen. Zn Oeſterreiä) *"irxd Staatsbeſiß herüberzunehmen. Jn Oeſterreih ſind ähnliche Stxmiiungez), Strömungen, und in Oeſterreich beiieiii Oeſterrei bef eht gleichfalls die' Ei:.ri<tun_a ik den KOUJSſUWeU, daf; naiix- die Einrichtung in den Konzeſſionen, daß na< 90 Jahren ſämmtliche Bahnen Bahuen unentgelt- lich li< an „ren den Staat Ocſtkkkéich faÜen. Se1bft Oeſterrei fallen: Selbſt: in Nordamsrika Nordamerika beſteht de"r der Drang unter den _einzelncxn einzelnen Bahnen, dur< (nge V?!- bandx, Welche _oft _tauiende enge Ver- bärde, wel<e oft tauſende Kilometer umiaſicii, iich umfaſſen, ſi< enger an_einander anzu1<1ießen. Ich an einander anzuſchließen. Jh meine, aus disſen Exiibrongen ailnbxxail,_ dieſen Erfahrungen allüberall, wo dxis das Eiſenbahnweſen fi< enrwickeik bar, iiberau entwi>elt hat, überall wo 2111? ahnliche Zsripiixxerung eine ähnliche Zerſplitterung herrſchte, wie bei mis, ZM uns, geht doch ganz iinlkuqkiac bxxvor. dax; anck) unleugbar hervor, daß an< wir in Dcuiickxland Deutſchland unſere Vzknen Bahnen enger zuſxnimriiiaiixn müſſe", daſ; Eine größére Cinhsit «> in Dkuticbland nſctixwxndixi iir. zuſammenfaffen müſſen, daß eine größere Einheit au in Deutſchland nothwendig ift. Und das iſt auch die Ccfaörung Erfaÿrung von allen Pneu Bexmxeien: jenen Beiſpielen: die größeren Komplexe geben dée giößie Garavtie die größte Garartie für cine fi<ökk Durchichdittérenie. ane Schwankungkn, Wikiſ)? bsi dan sinixinsn iwie: fich ſichere Durchſchaittérenie. Jene Schwankungen, we!<he bei den einzelnen unter fi in Konkurrem Konkurrezz liegenden Bahren Bahnen bei (“cm WM- [treiß dem Wett- ſtreit, bei dxm dern Abbau, kei dém Kcnkurrenzmachkn im Bcirikb u. '.. bei dem Konkurrenzmachen ira Betrieb U. 1. w. uberall noihwevdig find, ſind überall nothwendig ſind, find da nicht wahrnehmbar, wo ein großer Komplex von Vahncn, Bahren, von themen theuren und von wohlféiler. Bxibnen, wohlfeilen Babnen, die GJZJUNS 910137, Garantie giebt, daß dsr Diir<ſ<ni1t der Durchſchnitt immer ein mäßiger. cin mäßiger, ein gleich- niaßigcr, alſo vdlkswirthjchaftlick) mäßiger, alfo volkswirthſchaftlih am meiſten onlUIÜTZZé'r iei. _ wohlthätiger fei. — Damit [*01111110 ich komme i< nun zum Eintritt Eiutritt in die T:»gedirage ſc1vſi: Tageéfrage ſelvſt: wie ſoil 111_D€Ut*,“1)la110 gxhdiicn ſoll in Deutſchland geholfen werden? Die crits AUTOR: amt) vou niir iit Die: diirii) erſte Antwort auch von mir iſt die: dur< ein wirkſames Méiéis-Eiienbalmgeieß, Wil<és dic_Beſtin_1inungen Re1el s-Eiſenbahngeſet, welches die Beſtimmungen der ReiſbsMrfaſſung Reichsverfaſſung ins Leben ruii ruft und dem Reicbé-"Ciienbahnamt Reiché-Eiſenbahnamt die Möglichkeit giebt, ſeinen Poſten wirkſam auszuxiillen. I>- auszufüllen. Jch erkläre das als Antw:rt anf di:" FWW? Antwort auf die Frage des Herrn Vwrr-édnßis, da[; Vorredners, daß hier ker der Punkt iſt, in welcbxm wel<hem wir Beide uns der- ſtsixm, ver- ſtehen, in welcb-m welchem wir Übxreiuſtimmkn. WWU übereinſtimmen. Wenn wir [).-nie ur< heute no< die chſorm baden könncn 1111r rurch Reform haben können nur dur das Erlaffi'n Erlaſſen cines wiifiamen wirkſamen Reichs- Éiicxibabngeicßks, ic iiekyme i< Eiſenbahngeſeßes, ſo nehme ich am liebſtsn ledigli< liebſten lediglih die Rskdim Reform auf dieixin dieſem Wege (in. Uher ici) an. Aber ich kann doch den eigcnen Wimicb, Die eigenen Wunſch, die eigene Mkimmg, _d-«t; Meinung, daß das möglich möglih ſei, nicht axs di.- aÜ-in ;:filt;ge iisen. ais die allein gültige ſeßen. Ich kan11_1c]0ft di:) Windung: Wenn cs dcm Rciäxskanziéi" mir kann ſelbſt die Wendung: wenn es dem Reichskanzler mit dem Reichs-Eixeßnbavngeicß ?denio Ernſt Reichs-Eiſenbahngefeß ebenſo Ernft wäre, um ſeine ganze Kraft und 'Macht däſl'x 0103111913211, Macht dafür einzuſeßen, wie Lr er es j-izt anſcbiinend j:ht anſcheinend für einen andkrn Play jhiio, io wiirde €: andern Plan thue, fo würde er daſſelbe du„r<ic13x11,_i< dur<}eß-:n, — ih kann dicſs Rödesn- diéſe Redewen- dung cbxnko<ni<ta1s1xiea11€in umgßcbeukc ſéßen. Ich ſchaue mich eben do nicht als die allein maßgebende ſeßen. Jch ſhaue mi< um in der; Mctiveii dyr Preiißiickxsn _VVIiäJL den Motiven der preußiſchen Vorlage und finde darin drei Pnnktc', wiicbe Punkte, welche auf dieſes Riicbs Eiſkiivaliiigéieß Reichs-Eiſenbahngeſeß von Einfwſ; ſmd Einfluß ſiad und an,? auf die B-xuriizci- Beurthei- lung, ob es möglich iain mêgli< ſein wird, aÜein allein durch daſſcii'c daſſelbe die Rsiorm Reform an- zuſtrebeii. Dcr c:]thunkt zuſtreben. Der erſte Punkt iſt der nur kurz angedeutc-te angedeutete Widerſtand der eiiizcinen 19110an Staaten, Jn dieier Beziklyixig liabe 1< HSUi? eiiie 579732 Frenzy, einzelnen deutichen Staaten. In dieſer Beziehung babe ih heute eine große Freude, indem es mir geſtattet iſt, eine Ancxfon- nun,“, auszfuwrechen, ici ich Anerken- nung auszuſprechen, da i im Beſitze Beſiße der beireffendcn Miiid-iiungen dakU-ÖFY bm. Ick) wsz'; betreffenden Mittheilungen darüber bin. Jch weiß aus zuverläſſigen Mitih-Iilungkm VRT [1611170- Mittheilungen von berufe- ner Seite, und zwar in Berlin, daſ; nicht daß niht etwa die 11*1"iriikmiéxgiſchk „Regierung württembergiſche Regierung es war, an deren Widerſtavd jcns UiiéxriPIZ-diungkn Ubi“): ein_Rki<s Widerſtand jene Unterhandlungen über ein Reichs - Eiſenbahngeſeß geſcheitert wäx'in. Jm ÉCJCUWLU, és wären. Im Segentheil, es iſt mrr rerücbc-ri ivdrdsn, mir verſichert worden, wenn üvérakl überall nur ſo Viki wkr1>iigt ivor- viel verlangt wor- den wäre, als die wüxtiknidergiicbe württeinbergiſhe Regierung 1191101191 verlangt hat, ſo jo wäre wohl eine Vérſtändigung möglich gcwcſcn, mid wi! Verſtändigung mögli geweſen, und wir wären W011?! weiter auf dieſsm nge, dieſem Wege, als wir jeßt find. Jeb wei?"; nicbt, Miche Aniwoxi dEr Herr Miniitér ſind. Jch weiß nicht, wel<e Antwort der Herx Miniſter über dieſe Frage viclleichi vielleicht im Laufe d:r chaits dcr Debatte uns gebkn geben wird, we1<e Aufſchlüffe Über we|{<e Aufſchlüſſe über die Möglichkeit, an*" riciem Wxge noch auf dieſem Wege no< voranzukommen. Sollte es ihm möglich €<6211(::, fonte ſ<einen, ſollte die würixembsrgifchs württembergiſhe Regierung glaubxn, glauben, daß ilxrs chü- ihre Bemü- hungen noch no< etwas ZU zu Stande bringeii können, bringen fôönnen, ſo kxmn fann auch ich , ih nur meine Freude und Anerkénaung ausiwrécbcn. Cin 311361th Pant, déi! 1< Anerkennung ausſpre<hen. Ein zweiter Punkt, den ih in den Motive“ Motioeu finde, iſt fd'igsiider, uud folgender, und dem kann [> 01? Bercchtigung nicbt abſpxc<cn2 die picußiicbsn Motiv: ſeven ausführlich au€einander, ih die Berechtigung richt abſprechen: die preußiſ<hen Motive ſeßen ausführli<h auceinander, daß eine reine AufſiMIOchörd 8, Aufſichtsbehörde, wie das Réichx-Eiieiibahnamt Reiche-Eiſenbahnamt iſt, eben doch einigerniaßsn do<h einigermaßen in kek der Luft ſte_hs. ſtehe. Es 1c1 unmögiécky, Wenn ſci unmöglich, wenn man aus der Praxis dss Täglichsn Ciieiikabiidxriehrs boriiusgeriffsx. des täglichen Eijenbahnverkehrs herausgeriſſea werde, dcm fortwähccnd ſick) lebcxs- voii éniwxckxinden EiſenbaHanſen 311 fvlgsn, dem fortwährend ſich lebens- voll entwi>elnden Eiſenbahnweſen zu folgen, und gar zul>ic1>t crcigne zu leicht ereigne cs ſicb, ſid, daß die Anoidxungén ciner ſolchén AufſMÉ-belyörde Eben Anordrungen einec ſolchen Aufſichtsbehörde eben in das Lrben ni<r paſſat. Leben nicht paſſen. Es iſt iſ dies beſonders ausgeführt in dem finanzisüen Punki, finanziellen Punkt, und Hier hier liegt ja wohl die Hauptichwierégksit, Hauptſchwierigkeit, die Reform bios durch blos dur< das Eiſenbahngeſetz Eiſenbtahngeſeß zu finden. Die Anordnungen im Interéſ? dé?) öffentlichen VLikehrs, Intereſſe des PublikmnI, dec Sicbcrixit, dsr militäriſchen J:;teccſſen öffeatlichen Verkehrs, des Publikums, der Sicherheit, der inilitäciſhen Intereſſen u. ſ. \. w., koiiidirm kollidiren ja in Unendiick) 311171- rcichsn „Fälién unendlich zahl- reihen Fällen mit den finanzieU-xn Intereſſen d-Jk finanziellen Intereſſez der einzelnen Bahnen oder cinzclne“: einzelner Bahnen, ws1<e welche gerade anf,der betrcffcnden auf , der betreffenden Route l_iegcn, iim liegen, um die es fich fih vielleicht handelt. handelt, Wie wei: kanii weit kann die Auf- irckytxxdehoxde gcben? ſihtsbehörde gehen? Wenn fie ſtrexia dur<greifen wiii, iO wiirde |; it) ſtreng durchgreifen will, ſo würde ſie in die ſiimnzieÜeri Jntxreſien finanziellen Jutereſſen der einzelnen Bahnen ſo tief etygreifcn,_ daß, es fich eingreifen, daß cs fi<h häufig um ihre Leiſtungkföhigkeit bandcln Wurde," dax; Leiſtungsfähigkeit handeln würde, daß es ihni'n ihnen eine reine Unmögiixhkeit Unmöglitkeit wäre, die Anfordsrungsu zu er11Üen- „Dies Anforderungen ¿u e:füllen. Dies iſt in den Motiven angedeutet, und da finde ich iioch 1< noch eine weitere dritte Andeutung. Es iſt zwar nicht geſagt, aher ich aver ih meine, man kann es doch herELUÖfi-KÖM. Sikon do herauêfinden, S<on im RiickEtage wiirde _anngi-utci, Reichstage wurde angedeutet, daß die Schwieripkeitkn Schwieriokeitey für ein ReiÖS-Ciicnbabn- ge1€8_vielie1<_r mcht aÜcin Reichs-Eiſenbahn- geſeß vielleicht nicht allein bei den Mittslſtaaten likgen, iondkm Mittelſtaaten liegen, ſondern bei Preußen ſelbſt. ſelbſt, Preußen hat nämlich, ſeine StaatöbalMsn zuſammen- gerecbnkt, auch Staatsbahnen zuſammen» gerechnet, au< den größten Komplex Komplerx von Staatsbahnsn, Staatsbahnen, und Dixie, ditfe, welche dort unter dem Handels Miniſterium ſtehen, mm ftehen, nun durchaus 111118r di? R9i<dauffi<t unter die Reichsaufficht zu fteUen, ftellen, ja das mag in Preußen cbsn eben auch ſeine S_chwmigkeiicn Schwierigkeiten gefunden haben, ch wcifz es haben. Jch weiß es. nicht, aber ich ſ([ÜUiJL ih {ließe es aus dir der Haltung der Motive und ich furchte, raf; ih fürchte, daß hierin ein Hauptgrund mitliegt, warum das Rei<s-Eifenbahngsſeß Reichs-Eiſenbahngeſetz bis jest nicht hat_zu Staude jeßt niht hat zu Stande kommen Wollen. I> wiedexhdic wollen. Ich wiederhole aber noch no< einmal, ich i< bin von Herzen einverſtanden, wenn es der WÜrUSUZ' bergiicxen württem- bergiſcen Regierung gelingen ſoÜte, dvrch ſollte, dur< ihren Eiiifluß kieie Schmierizkeiteu Einfluß dieſe Schwieriz keiten zu beſeitigen. _ Wir müſſen nun aber rechnen re<nen mit dem Plane, der nicht ni<t gerade uns, aber din preußiſchen den preußiſhen Ständen und in weiterer Perſpektive dem Deutſchen Reichsrag Reichstag und überhaupt Deutſchland vorgelegt iſt, ift, und hier möchte ich ih in erſtcr erſter Linie die Tragwäte disſes Tragweite dieſes Planes ſo, wie ich i ſie auffaffe, doch auffaſſe, do< etwas genauer feſtſtellen. I> unterſcheide mich doch J unterſheide mi<h do< etwas von dem chcn Hercn Vor- redner. Der Yerr Vorrkdner Ber Vorredner hat zwar nicht außdrücklich geiagt, auêédrü>lih geſagt, daß die ſofortige oige Folge der Uebergang aller deutſchen deutſhen Bahnen an das Reick) Reich ſei, abcr aber es ging doch dur< eincn grcßcn do< dur cincn großen Theil ſeiner Rede die Annahme von ihm aus. es mö<te möchte das eine ſehr raſche, ſehr ſchr un- mitielbare mittelbare Folge ſein, die gar nicht uiht zu vermeiden wäre. Das iſt ift die Anſchauung auch au< in größeren Kreiſen, die man überall hören kann, daß man ſagt, das irt ift nur der beei, Hebel, den man angeſetzt [Lat, angeſeßt hat, das Uebrige wird nachfolgen, w-na wenn Preußen in der Sache fortfahxt; ia fortfähit; in Kurzem werden alle Bahnen an das Reich Reih kommen müſſen. Ich Jch theile doch do dieſe Anſicht nicbt, nicht, mindeſtens nicht in dieſem Maße. Ich Jch habe Ihnen vorhin geſagt, da daß im folgenden Jahrhundert in den gro en großen Nachbarſtaaten a e alle Eiſenbahnen in den Hän- den des taatcs Staatcs ſein werden. Ob daſſelbe in Deutſchland im 20. Jahrhundert auch der Fali Fall ſein wird, das entzieht ſich fih ja jeder Be- rechnung. Ich glaube, Wir und wir ünd die jetzigen jeßigen deutſchen VolkSvertreter Volksvertreter werden mit einer ſolchen Maßregel nichts mehr zu thun haben. So. So,