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wenn auch auc die Aktionäre nichr vortheiſhaft nicht, vortheilhaft ihr Kapital dabei angelegt hätten, die Bahnen doch nicht volköwirthſchaftlich ſchädlich aw nä<ft.s volkswirth\ſ{haftlih {ädli< als nähſt:s zu erfirebendes erſtrebendes Ziel der deutſchen deutſhen Eiſenbahnpolitik die vermehrte Anlage lokaler Bahnen für den nachbarlichen nahbarlihen Verkehr, mit vereinfachten: vereinfahtem Betrieb. Die ſeien. Er bezeichnete Tarife könnten nicht einheitliche niht einheitlihe im ganzen Reiche ſein, fein, weil ſie fie abhängig ſeien von den verſchiedenen HerßeUungskoſten Herſtellungskoſten der Bah- nen und den TranSportkoßen Transportkoſten auf denſelben. Man könne die Tarife ni<t willkürliä) niht willkürli<h von ReichSwegen feßſehen, Reichswegen feftſezen, denn fie ſeien natür- 1i<e lihe Produkte, welche ſich welhe fich mit innerlicher innerliher Nothwendigkeit er- geben. Einheitliche Normen aber für den geſammten Eiſenbahn- Eifenbahn- verkehr ſeien auch au< in dem jetzigen Zuftande erßrebt jeßigen Zuſtande erſtrebt und häufig erlangt erlanat worden. Beim Schluffe Schluſſe des Blatts dauerte der Vortrag des Redners noch noh fort. _ Die Eiſenbahnverwaltungen find bereits vor längerer Zeit von dem Handxls-Minifter Handels-Miniſter auf die durch durh Frachttarife ſtattfindende flat!findende Begünſtigung der ausländiſchen Induſtrie und Pro- duktion überhaupt hingewieſen und zu einer genauen Prüfung der ke,":ehenden bejtehenden Tarife nach nah der gedachten gedahten Seite hin allgemein veranlaßt. Der HandelS-Minifter Handels-Miniſter hat durch dur< Erlaß vom 14. d. Mis. Mts. Gelegenheit genommen, die Eiſenbahnverwaſtungen noch Eiſenbahnverwaltungen no< beſonders darauf aufmerkſam zu machen, daß jene Prüfung fich nicht \ih nit etwa auf die Erörterung der Frage zu beſchränken hat, ob eigentliche FrachtdiSpariiäten Frahtdisparitäten vorliegen, 1). 1). d. h. ob die Jra<tſäße Frachtſäße für den Traanort Transport von einer ausländiſchen ausländiſhen Station nach nah einer inländi- ſchen nirgends“ ſen nirgends billiger find, als diejenigen für den Transport von einer in derſelben Richtung vorgelegenen inländiſchen inländiſhen Station, daß vielmehr bei dieſer Prüfung die Frachtiäxze Frahtſäge aller glrich gleih weit oder näher gelegenen inländiſchen inländiſhen Stationen _ gleichviel, na< welckxer welcher Richtung hin dieſe im Verhältniß zu der inländiſchen Bezugsftation gelegen find _ in Verglci< Vergleih gezogen werden müſſen. So iſt z. B. die deutſche deutſhe Spritproduktion ni<t enva ni<ht etwa nur dann geſchädigt, geſhädigt, wenn die Frachtſäße Hamburg-Baſck Frahtſäße Hamburg-Baſel und Hamburg-Mannheim niedriger geſtellt find, als etwa Lüneburg- Vaiel Baſel und Lüneburg-Mannheim, Lüneburg- Mannheim, oder Hannover-Vaſel Hannover-Baſel und Hannover: Hannover - Mannheim, ſondem ſondern fie it es auch in dem Falle, wenn die Fracht Fraht von leich gleih weit oder näher gelegenen ſchlefiſchen ſ\{leſiſhen oder ſächfi chen ſächſiſhen Sta- tionen höhsr gefieüt höher geftellt iſt, als jene ab Hamburg. Die Eiſen- bahnverwaltungen haben demgemäß die beſtehenden Tarife für die wi<tigcren wihtigeren Konſumtions- und ProduktionSgegenftände Produktionsgegenſtände der betreffenden Bahngebiete einer eingehenden Prüfung in der ge- dachten Richtung zu unterziehen. Bei Mittheilung des Ergeb- niffes niſſes dieſer Prüfung wird eventuell auch au eine Aeußerung darüber erwartet, obdie ob die der ausländiſchen Produktion :c. 2. etwa gewährten Frachtbegünfiigungcn Frachtbegünftigungen entweder aufzuheben find, oder in welch wel< anderer Weiſe deren ſ<ädigende \ſ{<ädigende Einwirkung auf die deutſche Jndußrie :c. Induſtrie 2c. abzuwenden ſein möchte. _ möhte. In Folge der ungewöhnlichen ungewöhnlihen Naturereigniſſe dieſes Jahres haben mehrere Civilbehörden Veranlaſſung genommen, fick; fih wegen Gewährung militäriſcher militäriſher Hülfe an verſchiedene und mehrfach ni<t mehrfa<h ni<ht kompetente Militärbehörden zu wenden. Hierdurch Hierdur< erwachſen, da zur Gewährung derartiger Hiilfe Hülfe zu- nächfi nôhſ|t die General-Kommandos befugt find, nur Verzöge- rungen, und hat deshalb, wie der Miniſter des Innern den Re- gierungen 2c. durch dur Cirkularreſkript vom 24, 24. März d. I. mitthxilt, mittheilt, der Kriegs-Minifier Kriegs-Minifter darauf aufmerkſam gemacht, daß bei Vor- kommniſſen kfommniſſen der beregten Art die betreffenden Behörden fich fih direkt an das bezügliche bezüglihe General-Kommando zu wendén wendéeù haben. _ Nach — Nah dem Erlaß des Miniſters des Innern vom 27. Juli 1875 bildet die Ueberweiſung an die Landes-Polizei- behörde zum Zwecke Zwe>e der Jeßſeßung Feſtſezung einer Korrektions-Nach- Korrekti3ns-Nach- haft einen Theil, nicht niht aber eine Folge der Strafe. Die Uebrrweiſung Ueberweiſung an die Landes-Polizeibehörde gehört ſonaeh, \ona<, wie der Minifier Minifter in einem Reſkripte vom 12, 12. März d. I. ausführt, zur Vontreckung Vollftrekung der prinzipaliter erkannten Strafe, und ſo ſ\o lange dieſe geſammte Hauptßrafe _ einſchließlich Hauptſtrafe — einſ<ließli<h der mit der Strafe aus §. $. 361 Nr. 3-8 3—8 des Straf-Gef. Straf-Geſ. B. zugleich zuglei < etwa wegen eines anderen Delikts erkannten Freiheiisftrafe _ ni<t voUßreckt, Freiheitsſtrafe — niht vollftre>t, und namentlich auch namentli<h au< die Ueberweiſung an die Landes=Polizeibehörde ni<t thatſächlick; Landes- Polizeibehörde nit thatſächlich erfolgt iß, ift, kann der Zeitpunkt, von welchem ab die Präklufivfrift Präkluſivfriſt zur Fefrſeßung Fefiſezung und Vollßrcckung Vollftreung der Korrektions-Nachhaft zu rechnen iſt, über- re<hnen ift, Über- haupt nicht nit eintreten. _ Auch — Aug aus dem Bereich des Königlich bayeriſchen Telegraphengebiets laufen günſtige Meldungen über den Erfolg Crfolg des neuen Telegraphentarifs ein. Scſchreibt Se ſhreibt die Handelsbeilage der „Angsb. Allg. „Augsb. AUg. Ztg.“ vom 13. 183. April Fol- gendes: Wir find ſind in der Lage miriheilen mittheilen zu können, daß der ſeit dem 1. März [. l. I. ſowohl im bayeriſch-württembergiſchen bayeriſh-württembergiſhen als im ReichS-Telegraphenverkehr Reichs-Telegraphenverkehr eingeführte Worttarif allen Erwartungen, welche welhe man bei Aufſtellimg Aufſtellung deſſelben hegte, voll- ſtandig ftändig entſprochen hat. Troß der andauernden Geſchäftsfälle Geſchäftsſtille hat fick; ſich ſowohl die Zahl der beförderten Depeſchen als die Ein- nahme hirrfiir ni<t unbeträchtlick) hierfür ni<ht unbeträhtli<h vermehrt; hanptſächlick; aber. hauptſächlih aber verdient hervorgehoben zu werden, daß die Dur<- ſchnittswortzahl Durcb- \hnittswortzahl des einfachen einfahen Telegramms fich ſi<h ſehr weſonilich weſontlih gemindert brit _ hat — ein Beweis dafür, daß dem Bedürfniſſe des tekegraphirenden telegraphirenden Publikums in den meiſten meiften Fällen auch au< mit Telegrammen von weniger als 20 Worten genügt werden kann. Für den Betrieb der Telegraphenanſtalten iſt dieſes diefes Verhältniß ſehr erwünſ<t, erwünſcht, da den erſteren dadurch ihre Aufgabe bei Wieder wieder vermehrtem Verkehr weſentlich erleichtert weſentlih erleihtert wird und ſie nicht niht ge- nöthigt find, ihre Betriebsmittel noch no<h mehr als ſeither und über das Dnrchichnittsbedürfniß Durhſchnittsbedürfniß hinaus anözudehnen. auszudehnen. Eine neue Zu- ſammenſtellung fammenſtelung der Beſtimmungen über die Behandlung der telegraphiſchen telegraphiſhen Korreſpondenz wird demnächſt die Preſſe vcr- Kaffcn msd ver- “alz eris um den Selbſtkoſtenpreis an das Piiblikum Publikum abgege- en wer cn. . _ werden, ‘ Die Stadtverordneten-Verſammlung von Cöln hai fich hat ih gegen den Antrag ihrer Kommiſſion für die Beibehaltung des Dreiklaſſen-Wablſnſtems Dre iklaſſen-Wahlſyſtems bei den Stadtverordnetenwahlen erklärt. In demſelben Sinne hat auch au<h die Stadtverordneten- Verſammlung von M.-Gladba< M.-Gladbach ihre Deputirten zum Siädte- Städte- tag in Cöln inſtruirt. _ Tie vorſäßliche Beiſeiieſchaffung von Sachen, inftruirt. — Die vor ſäßlihe Beiſeiteſhaffung vonSachen, welche durch dur die zuſtändigen Behörden gepfändet oder in Beſchlag genommen worden find, wird mitGefängniß Bis mit Gefängniß bis zu einem Jahre beſtraft, auch au< wenn der Thäier Thäter bei dem Beifeiieſchaffen nicht Beiſeiteſhaffen niht die Abſicht hatte, die in Beſchlag*genommenen Beſchlag ‘genommenen Sachen der VM- ßrccxung Voll- fire>ung zu entziehen; vielmehr genügt zur Strafbarkeit der erwahnten erwähnten Handlung das Bewußtſein des Thäters, daß durch d R, ßTZt. L| dur der Reſt, feht. unwirkſam gemacht ſei. Erkenntniß des Oder-Tribunals Ober-Tribunals vom 7. März d. I. _ Die Pfand- oder Hypothekeubeſtellung Hypothekenbeſtellung des Gemeinſchuldners innerhalb der zehn der KonkurSeröffnung Konkurseröffnung vorhergegangenen Tage zur Sicherung von Verbindlichkeiten, die bereits vor jenen zehn Tagen mtßanden entſtanden find, unterliegt nach §. nah 8. 101 der Breußiſthen Preußiſhen Konkurs-Ordnung nicht nit der Anfechtung, Anfehtung, wenn die Pfand: Pfand- oder Hypothekenbeftellung Hypothekenbeſtelung bei Entſtehung der Verbindlichkeit oder dow do< vor den erwähnten zedn zezn Tagen aus- bedungen worden iß. if. In Beziehung auf dieſe Veßirnmung Beſtimmung hat das ReichS-Oberhaudel!geri<t, 11. Reihs-Oberhandelsgeriht, IL Senat, in einem Er- kenntniß vom 25. März d. I. auögeſpro<en, ausgeſprochen, daß ſelbſt dann die Pfandbeßellung Pfandbeſtelung von den Konkursgläubigern ni<t angefoch- nit angefoc- ten werden kann, wenn bei der Ausbedingung des Pfandej Pfandes daſſelbe ni<t individualifirt worden und die genauere Beßim- Beſtim- mung des Pfandes erß erſ bei der Uebergabe erfolgt iſt. _ Die Bevollmächtigten zum Bundesratk): Bundesrath: Großherzoglich ſächſiſcher ſächſiſher Geheimer Juſtiz-Ratk) 1)r. Brügcr, Juſtiz-Rath Dr. Brüger, Herzoglich iackyien-coburg-gotbaiickocr StaatZ-Miniſter ſa<ſen-coburg-gothaiſher Staats-Miniſter Freiherr von See- bach, Fürſtlich reußiſ<er bah, Fürſtlih reußiſher Staats-Miniſter von Harbor: Harbou und Senator der Freien und Hanieſtadt Hanſeſtadt Hamburg Dr. Schroeder ſind find in Berlin angekommen. Wilhelmshaven, 23. April. (N.H.Z.) (N. H. Z.) Sr. Majeßäi Panzerfrcgatte Majeſtät Panzerfregatte „Kaiſer“ hat vorgeſtern den Kriegshafen ver- laffen laſſen und iſt ift auf Rhede gegangen, um mit den Probefahrten zu beginnen. Bayern. München, 24. April. Die „21119. „Allg. 3.“ meldet: Se. Majeßät Majeſtät der König hat dem König von Sachſen anläßlich deffen Geburtsfeßes geſtern anläflih deſſen Geburtsfeſtes geftern ein ſehr herzlich herzlih gehaltenes Glück- wunſchtele rama: Glüd>- wunſhtelegramm überſandt. Am Abend hat Se. Majeſtät den Prinzen Leopold, welcher von ſeiner mehrmonatlichen mehrmonatlihen Reiſe zurückgekth iß, zurü>gekehrt if, in längerer Audienz empfangen. Der Herzog von Na an, Naſſau, der vorgeſtern auf Schloß Hohenburg Hoheuburg bei Lenggries ſeine ſil erne ſilberne Hochzeit gefeiert hat, ift zu derſelben von Sr. Ma- jeſtät telegraphiſth beglückwünſcht telegraphiſh beglü>wünſht worden. _ Wie daffelbe dafſelbe Blatt vernimmt, iſt der Profeſſor für Moral: Moral- und Paßoralihcologie Paftoraltheologie an der theologiſchen theologiſhen Fakultät der Univerfität Univerſität zu Würzburg, Dr. Franz Joſeph Stein, als künftiger Biſchof von Würz- WÜürz- burg in Ausſicht enommen Ausficht genommen und ſmd find bereits Unterhandlunqen Unterhandlungen mit demſelben ein e eiter. - Bekanaiickx eingeleitet. — Bekanatli<h wurde der Verein der liberalen Reichsfreunde hierſelbß durch hierſelbſt dur einen ſeinem Jragekaſien Fragekaſten ent- nommenen Antrag aufgefordert, ſeine Stellung zur Eiſenbahn- frage kundzugeben. fundzugeben. Der Ausſchuß Aus\huß des Vereins beſehäſtigie fich beſchäftigte fih nun, der „A. Abdz.“ zufolge, in ſeiner Sitzung Sizung vom 21. mit dieſer Frage, und nachdem nahdem Frhr. v. Siauffenberg Stauffenberg erklärt hatte, daß er als Vertreter der Stadt München“ München im Rei<stage ni<t Reichstage nit verfehlen werde, vor der nächßen Rei<stagsſeſſwn mti nächſten Reichstagsſeſfion mit ſeinen Wählern hierüber im! ins Benehmen zu treten, daß er aber wenig- ßens ftens auf 4 Wochen in Folge durch Geſundheitöverhältniſſe dur<h Geſundheitsverhältniſſe be- dingter Abweſenheit von hier daran verhindert ſei, wurde be- ſchloſſen, \{loſſen, in der nächſten nähſten Vereinsverſammlung lediglich ledigli<h zu Mzinungsäußerungen DROn g über dieſe Angelegenheit Gelegenheit zu ge en. _ geben. 25. April. Der Finanzausſchuſz Finanzaus\<uß hielt geſtern zwci zwei eheime Sitzungen, Worin, Sibungen, worin, dem Vernehmen nach, über Cr- Zöhung Er- böbung der Civilliſte des Königs und Erhöhung der prinz- li<en lihen Apanagen berathen wvrden icin worden ſein ſoll. Sachſen. Dresden, 25. April. Die Erſte Kammer genehmigte heut bis auf eine ganz unbedeutende Differenz, den mit den Beſchlüſſen der Zweiten Kammer übereinßimmenden übereinſtimmenden Anträgen ihrer 2. Deputation entſprechend, den Etat des Finanz- Minißeriums. Miniſteriums. In der Zweiten Kammer wurde auf Antrag des Abg. Heine beſchloffen: 8) beſhloſſen: a) die Königliche SraatSregierung Staatsregierung zu ermäch- 1igen, ermädch- tigen, dem Comité für den Elbe-Spree-Kanal zu den für den- ſelben no< no<h nöthigen Vorarbeiten eine Veihülſe Beihülfe aus Staats- mitteln in Höhe von 10,000 Mark zu gewähren, 6) þÞ) die (den- ſelben Gegenßand Gegenftand betreffende) Petition von F. E. Guſtav Große in Berlin für erledigt zu erklären, dieſelbe aber noch no< an die Erße Erfte Kammer gelangen zu laſſen. - Eine durch dur den Obermeiſter Diettrich Diettrih in Glauchau überreichte überreihte Petition der S<ornſtein- fegermeifter Schornftein- fegermeiſter des Königreichs Sacßſen Königreihßs Sachſen um Einführung feſter Kehrbezirke und der Meifterprüfung Meiſterprüfung für Stadt und Land ließ die Kammer auf Antrag der Beſchwerde- Beſhwerde- und Petitions-Depu- tation auf fich \fi< beruhen. Baden. KarlSruhe, Karlsruhe, 24. April. Der Großherzog und der Erbgroßherzog find herne ſind heute früh von Wiesbaden in der Refixenz Refitenz eingetroffen. Heute Nachmittag begiebt fich \i< der Großkxerzog Großterzog mit ſeinem älteſten Sohne nach nah Heidelberg, wo der Prinz ſeine Univerfitätsßudien \eine Univerſitätsftudien beginnen wird. Am Abend gedenkt der Großherzog nach Karléruhe zurückzukehren. _ nah Karlsruhe zurü>zukehren. In der heutigen Sißung Sizung der Zweiten Kammer nach Oftern, nah Oſtern, unter Vorfiß des Präſidenten Lumen, Präfidenten Lamey, wurden ſämmtliche Pofiiionen Poſitionen des Budgets des Jinanz-Minifteriums nach Finanz-Minifteriums nah den Regierungs- bez. Kommiſfionsvorſchlägen Kommiſfionsvorſhlägen genehmigt. Mecklenburg-SchWerin. Schwerin, Me&lenburg-Schwerin. S<{<werin, 24. April. Ein zweites Cirkular des Oder-Kirchenraths Ober-Kirchenraths ertheilt An- weiſung über das, waZ was für beſondere Leiſtungen beider bei der Trauung und Taufen und für die Verrichtung Verrihtung dieſer Handlungen außer- außers- halb der Kirche oder des Kir<ories Kirchortes an Gebühren zu fordern und wie dieſe Einnahme zu vertheilen ſei. Ferner belehrt es die Kirchendiener, daß fie freiwiilige freiwillige Gaben für die jetzt jet gratis zu verrichtenden verrihtenden Trauungen und Taufen au< auch fernerhin ganz unbe- ſchränkt \<ränkt annehmen dürfen. ,Die „Die Annahme von Honorar und Ge- ſchenken“, wird bemerkt, „welche den Paſtoren Paftoren und ſonſtigen Kirchen- dienern für Taufe und Trauungen freiwillig gegeben werden möchten, iß geſesiick) ift geſezli<h nicht verboten, alſo fiatthaft.“ ſtatthaft.“ Am Schluſs Schluſſe wird den Paßoren Paftoren empfohlen, auf die Mittheilung der Tarif- ſaße ſäze der bei Beſtand bleibenden Gebühren, welche die Grund- lage des nach na< Vorſchrift der Verordnung vom 13. U. v. M. in jeder Gemeinde bekannt zu machenden Verzeichniſſes bilden ſollen, follen, die größte Sorgfalt zu verwenden, da ſich einſchleichende \ih einſhleihende Irr- thümer leicht leiht zu ärgerlichen ärgerlihen Weiterungen führen könnten und ſchwerlich rückgängig \hwerli<h rü>gängig zu machen ſein würden, ſoweit fie dem Paſtor und andern Kirchendienern zum Schaden gereichen. Oldenburg. Oldenburg, 24. April. Der )(1)(.Land- ing iſt XiX. Land- tag iſ auf den 4. k. k, M. einberufen worden. _ Was die Phyfiognomie Phyſiognomie des neugewählten Landtags betrifft, ſo Wird wird derſelbe, nach na< den . N.“, _N.*, nur einen Staats- beamten in ſeiner Mitte haben; von den übrigen 31 Abgeord- neten ſtehen 7 im Gemeindedienſte, außerdem find ſind 2 Aerzte, 5 Kauf- und Handelsleute Mitglieder des Landtags, währrnd „alſo während “alſo die größere Hälfte, aus Landleuien Landleuten be- „Die Mehrheit des Landtags ſchließt ſilb, \<ließt \i<, dem ſeine Handlung die VoUßrkckung, Und Vollfire>ung, und wenn auch au< nur zeitweiſe", zeitweiſe, genannten Blatt zufolge, den des aufgekößen aufgelöſten Landtags an, um ſo \o mehr, als deren derer Führer ſämmtlich \ſämmtli<h wiedergewählt find, trosdem iß troßdem if immer noch no<; die Hoffnung feßzuhalten, feſtzuhalten, daß bei der Unerheblichkeit der Diſke- renzpunkte Diffe- renzpunfkte und bei dem entſ<ieden entſchieden hervortretenden Bedürfniſſe der Landtag die geforderten Bewilligungen für das ßaatliche ftaatliche Schulweſen und für die Forſt- und Vermcffungsbeamten gp Verniefſungsbeamten ge- nehmigen und dieſe Genehmigung nicht ferner niht ferer an unerfüllbare Vedingungm Bedingungen knüpfen werde.“ Braunſchweig. Braunſchweig, 25. April. Die „G. u. B-S.“ veröffentlicht V.-S.* veröffentliht ein Geſes, Geſetz, die Errichtung Errihtung einer Ober- Schulkommiſſion Ober= S<hulkommiſſion und die ßaatlicbe Veaufſichtigunjg ftaatlihe Beaufſichtigung der UnterrichtSanßalten betreffend, (1. 41. Unterrihtsanfſtalten beireffend, d. d. Braunſchweig, den 8. April 1876. Die der LandeSregierung zußehenden Landesregierung zuſtehenden Rechte der Oberaufſicht Oberauffict und oberſien oberften Leitung des gejammien Unterrichts: geſammten Unterrichts- weſens im hieſigen hiefigen Lande werden nach nah dieſem Eeſeß Geſeg wie bisher vom Staats-Minißerium auSgeübt. Staats-Minifterium ausgeübt. Die Herzogliche polytech- niſche Schule (Collegium (Zaroljuuw) Herzoglihe polyte<- niſ<he Shule (Collegiam Carolinum) bleibt der unmittelbaren Aufſicht und Leitung des Staats-Minißeriums Staats-Miniſteriums unterſtellt. Die Leitung und Veauffichtigung Beauffichtigung der übrigen dem höheren Unter- richtöweſen hößeren Unter= ri<htsweſen gewidmeten |aatli<en Lehranßalien, ſtaatlichen Lehranſtalten, alſo zur Zeit der ſämmilichen ſämmtlichen Gymnafien einſchließlich eiuſchließlih des ftaatlichen Real- ftaatlihen Real= gymnafiums in der Stadt Braunſchweig wird in Unterordnung unter die oberſte Auffickrt Aufficht und Leitung des Staats-Minifteriums Staats-Miniſteriums einer Ober-Schulkommiſfion übertragen. Dieſelbe tritt bezüglich dieſer Lehranſtalten an die Stelle des Konßftoriums. Konſiſtoriums. Als Hülfs- Hülfs. organe dienen ihr die bei den einzelnen Gymnaſien Gymnafien zu errich- ienden errih- tenden Kuratorien. Die Leitung und Beaufſichtigung der evan- geliſch-lutheriſcben Gemeindeſchulen geliſh-lutheriſ<hen Gemeindeſhulen und Seminaranftaltcn, gleich- Seminaranſtalten, gleih- falls unter der erwähnten oberßen oberſten Aufſicht und Leitung, ver: ver= bleibt dem Konſiſtorium Konfiſtorium. Sachſen - : Coburg : Gotha. Coburg, 24. April Der H c rz o g ifi Herz og if heute nach nah Gotha abgereiſt und wird ſich morgen nach nah dem Jagdſchloß Oberhof Jagdſ<loß Obcrhof im Thüringer Wald auf mehrere Tage begeben. S<warzbnrg-Nudolftadt. Rudolftadt, Schwarzburg-Nudolſtadt. Rudolſtadt, 22. April. (Leipz (Leipz. 3.) Von Seiten der preußiſchen Regierung iſt ift der ſeit dem 23. 93. Dezember 1873 bezüglich bezügli der Unterbringung der hierländiſchen hierländiſhenæ Korrektionäre in preußiſchen preußiſhen Anſtalten beſtehende Vertrag, welcher vorläufig nur auf 2 Jahre, jedoch nicht Iahre, jedo< niht vor 1876 künd- künd=- bar, abgeſchloſſen abgeſ<lofſen war, gekündigt worden. Es beßeht außerdenr noch beſteht außerdeux no< ein älterer Vertrag vom 31. Juli 1868 bezügli< bezüglich der Unter- bringung der hierländiſchen hierländiſhen Sträflinge in Königlich preußiſ<en preußiſchen Strafanſtalten, welcher vor 1880 nicht kündbar ift. Elſaß-Lothriugeu. Elſaß-Lothringen. Straßburg, 24. April. Die „Straßb. Ztg.“ Ztg.* enthält folgende Mittheilung: „Ueber die Vor- lagen, welche welhe dem LandeSausſchuß Landesaus\<huß in ſeiner dcmnächß demnächſt de- ginnenden Seſſion unterbreitet werden, laufen verſchiedene Mit- Mit= theilungen durch dur< die Preffe. Preſſe. Dieſe Mittheilungen find ſind inſoweit mit Vorßcht Vorſicht aufzunehmen, als die Vorlagen überhaupt noch ni<t feſtgefteUt “find. _ no<h nicht feſtgeſtellt find. Zur Feier des 49. Geburtstages des Königs Albert von Sachſen waren geßern wären geſtern alle öffentlichen öffentlihen Gebäude feßlich feſilih beflaggt. Um 11 Uhr Vormittags war Gottesdienſt in der Thomaskirche, dem das Infanterie-Regiment Nr. 105 bei- wohnte. 12Z 124 Uhr war gemeinſame Parolc-Au9gabe Parole-Ausgabe auf dem Broglieplaß. Na<miitags4Uhr Nachmittags 4 Uhr fand ein Feſteſſen des Offizier- Corps des Infanterie=Regiments Infanterie-Regiments Nr. 105 im Offizier-Kafino ſtatt, ftatt, an welchem fich auch welhem ſich au der Ober-Präfident, die Generalität, ſowie die StabSoffiziere Stabsoffiziere der Garniſon betheiiigten. Oeſterreickj-Ungarn. betheiligten. Oeſterreich-Ungarn. Wien, 25. April. (W. T. B.) In hiefigen Regierungskreiſen wird die Zumuthung einer Okkupation VoSniens dur< öſterreichiſche Bosnièns dur<h öſterreichiſ<he Truppen lebhaft zurückgewieſen. _ zurü>gewieſ en. In einem Leitartikel über die Vorgänge im Süd- oßen often ſagt die „MontagsRevue“: „Montags -Revue*: „Wir möchten nicht niht gerne optimißiſ<er Selbßtäuſchung beſchuldigt optimiftiſher Selbſitäuſhung beſhuldigt werden. Aber wir wiederholen, es ift kein Symptom vorhanden, das auf die Verſchlimmerung der Situation hinwieſe und ge- wichtige wihtige Chancen find vorhanden, welche iHre wel<he ihre Ver- einfachung einfahung und Verbeſſerung in AUSficht ßellen. Ausficht ſtellen. Daß Schwierigkeiten Shwierigkeiten zu überwinden, natürliche natürlihe und künſtliche künſtlihe Hemm- niſſe zu beſeitigen find, wird wohl Niemand in Abrede ſteUen. ſtellen. Die Heilung der türkiſchen Zußände türkiſhen Zuſtände kann immer nur eine halbe und paliiative palliative ſein. Allein an einer ſolchen ſolhen Heilung zu ver- zweifeln, iſt kein Grund, heute ſo wenig, ja vielleicht noch ww no< we- niger, als da Graf Andraffn Andraſſy ſein Reformprojekt „entworfen, entworfen, wel- ches <es die Anerkennung Europas gefunden und den Hoffnungen auf Erhaltung des Friedens die erſte poſnive poſitive Grundlage dar- dar= geboten hat.“ _ Die ungariſchen Minifier, wel<e ungariſhen Miniſter, wel<he bisher an den gemeinſamen Konferenzen, betreffend die AuSgleichs- Ausgleihs- verhandlungen Theil nahmen, find in Begleitung ihrer Räthe hier eingetroffen. Nachmittags hatte Graf Andraffn Andraſſy eine einſtündige Konferenz mit den ungariſchen Mi- niſtern; Mi= niſter; morgen wird unter dem Vorfiße des Kaiſers eine ge- meinſame Konferenz der Minißer Miniſter beider Reichshälfien Reichshälften ſtattfinden. Prag,24. Prag, 24. April. ZurPalacky-Feier Zur Palacky- Feier fanden fick) 304Theil- ſih 304 Theil- nehmer ein, darunter 13 vom Feudaladel, worunter Fürſt Karl Schwarzenberg, Fürſt Georg Lobkowitz, Lobkowigt, die beiden Grafen Clam- Martiniß. Skrejſchovsky Martiniz. Skcejſſchovsky hielt eine Begrüßungsrede, hierauf ſprachen Graf Clam-Mariiniß, Clam-Martiniß, Iirecek, Zeithammer, Palackn Palacky und der ſloveniſche \ſloveniſhe Redacteur Piercen. Pietcev. Das Publikum, Publikum. verhielt fick) ſh ganz theilnahmslos; die Polen blieben vollſtändig aus. Lemberg, 24. April. Der ,Dziennik „Dgziennik Polski“ hebt in ſei- nem heutigen Leitartikel hervor, daß der Landtag unter Füh- rung der Grocbolski'ſcheU Grocholskfi'ſhen Partei fich in der ganzen Wahlperiode zu keiner erſprießlichen erſprießlihen Thätigkeit aufraffen konnte. Die Ueber- tragung der Leitung der Agitation für die bevorſtehenden Land- tags-Neuivahlen tags-Neuwahlen an dieſe Partei ſei daher beſorgnißerregend. Krakau, 24. April. In hiefigen hieſigen nationalen Kreiſen wird die Na<ri<t Nachriht Wiener Blätter bezüglich bezüglih der Bildung einer Polenlegion für die Herzegowina entſchieden dementirt. dementirt, Peft, 24. April. Der Minifterrath beſchloß, Miniſterrath beſ<loß, der „Peßer „Peſter Korreſpondenz“ zufolge, die Wiener Auggleichs-Punkta- Ausglei<hs-Punkta- tionen als Baſis der endgültigen Abmachungen an- zunehmen, zugleich jedoch zugleih jedo< zu erklären, daß er außer Stande ſei, für ſelbe, wenn fie ni<t niht modifizirt würden, die Majoritäf Majorität des Parlaments zu gewinnen. _ j Der „Peſter Lloyd“ bezeichnet bezeihnet die Lage als ſehr kritiſch. kcitiſh. Das Minißerium befihe Minifterium beſige das Vertrauen der Krone und (der ¿der ge- ſammten liberalen Partei, dennoch denno werde es vielleicht zum Rücktritte Rü>tritte genöthigt werden. Das Miniſterium beſitze Minifterium beſize das Vertrauen auch auh< bei jenem Theile der Partei, welcher die bekannte Gegen-Demonfiration Gegen-Demonſtration in Scene ſexte; erade dirke- ſehte; gerade dieſe Demonſtranten ſeien die begeißert- begeiſtert- ſten Anhänger Tisza's. Dieſe glauben jedorh, jedo<, der Miniſter- Anßchten Anfichten der Majorität Präſident würde fich durch fi< dur<h Annahme des vorliegenden öſter- rei<iſ<en Vorſchlages reihiſhen Vorſhlages dem Hauſe gegenüber unmöglich amchen, - _rveSQalb ße unmögli<h machen, ; weshalb fie ihn zum Rücktritte Rü>tritte drängen. Sie wollen ihn für rene jene Zeit reſerviren, wo man, durch dur< Erfah- ruzrgdeen TINGR und Verluße Verluſte belehrt, auch au< drüben erkannt haben war , würde, Ungarn könne ſich fönne fich mit dem gebotenm gebotenen Maße nicht be- gangen. gnügen. Das Miniſterium habe noch no< keinen Entſchluß gefaßt, weshalb Tisza fich gegen fh. gegen" jeden Barteibcſchluß Parteibeſ<luß verwahrte. Nach Nah den Erfahrungen, wel<e wezelhe wir neueſtens an unſeren Wiener“ Wiener Kollegen gemacht, gema<t, meint der Beßer Peſter Lloyd, wird die Qppofitwn Oppoſition im Schoße der Partei vielleicht vielleiht als ein abgekartctes Syiel abgekarietes Spiel betrachtet, was zwecklos zwe>los wäre; denn wenn TiSza Tisza ſeinen Rncktritt ſelbſt Rücktritt ſelbſt| für nöthrg nöthig findet, ſo braucht er ſich fi dazu nicht drangen drängen zu (affen; laſſen; wenn er bleiben will, kann die Partei ihm nur die Stellung erſchweren. erſhweren. Der „Peßer „Peſter Lloyd“ findet die Zuverſicht der Wiener Blätter durch dur<h den hiefigen Stand der Angelegenhet nicht gerechtfertigt. Bezüglich gerehtfertigt. Bezüglih des Zoll- Zolle tarifs und der Reſtitutionsfrage ſeien die Differenzen nnerdings allerdings erledigt. Die B erzeb ru n gs ſie 11 er kann jedoch ſ<1e<terdings n i cht fa [ l en gelaffen V erzehrungsſteuer fkann jedo<h - \{le<terdings ni<ht fallen gelaſſen wer- den, höchſtens könne man auf eine volle Kompenſation verzichten, verzihten, wenn das Prinzip anerkannt und ziffermäßig au6ge- drückt zifffermäßig ausge- drü>t wird, und ein Modus für die Einflußnahme auf die Manipulation gefunden wird. Hinſichtlich HSinfihtli<h der Bankfrage weiß weiſt der „Pefter „Peſter Lloyd“ na<, nah, daß das vorliegende öſterreichiſche Projekt keine größere Garantie als bisher für die Anſprüche Ungarns biete. Ungarn habe ſeine urſprüngliche feine urſprünglihe Forderung einer ſelbſtändigen Notenbank geopfert, weil öſterreichiſchcrſeits öſterreichiſcher ſeits die Einheit der Währung und der Geldzeichen Geldzeihen für die Monarchie als unerläßlich bezei<net unerläßli<h bezeihnet wurde. Der / Artikel ſchließt \<ließt mit der Mittheilung, daß Abends ein Minißcrrath ßatr- eir Miniſterrath ſtatt- fand, in dem über die großen Tagesfragen die leßten Entſ<lie- kungen lezten Gntſchlie- ßungen gefaßt wurden. Man habe die Ueberzeugung mitge- nommen, daß für die unveränderte Annahme der vorliegenden öſterreichiſchen Propofitionen öſterreihiſ<en Propoſitionen keine Majorität, nicht niht einmal eine reſpektable Minorität zu gewinnen wäre, daß die Vorſchläge beſtenfalls die Bafis Baſis weiterer Verhandlungen abgeben können, für deren Ergebniß dann wohl, wenn auch nicht niht die geſammte liberale Partei, aber doch doh der größere Theil derſelben ßimmen ſtimmen werde. Man wiffe ni<t, wiſſe niht, wozu die Minißer entſchloſſen Miniſter entſ{hlo}ſen ſeien; aUein allein es ſei Jewiß, pevis, daß, falls fie von Wien nicht niht mehr und Beſſeres als as das leßte Mal mitbringen, ſie nicht ni<ht als Miniſier Miniſter wiederkehren können. Großbritannien Grsfßbritaunien und Irland. Jrland. London, 24. April. Der „Obſerver“ hat von dem früheren Premier-Minißer Premier-Miniſter Glad- ftone ſtone folgende Zuſchrift erhalten: „Mein Herr! Vor einiger Zeit ging das Gerücht, daß Ihre Majeßät Majeſtät geruht hätte, zwei früheren Premier-Minifiern Premier-Miniſtern den Vorſ<laa, welcher Vorſchlag, wel<her nun in _der der Königlichen Titelbill verkörpert worden iſi, iſ, zu unterbreiten. Nach Na meinem beßen beſten Glauben wurde ich nicht ih nit als einer derſelben genannt, und aus Gründen, die mir wichtig erſchienen, hielt ich es für beffer, keine beſſer, feine Notiz von einem unauthentiſchen unauthentiſhen Gerücht zu nehmen, welches ſofort verjrummen veriummen dürfte. Während der leßten wenigen Tage iſt der Sache indeß weitere Aufmerk- ſamkeit geſchenkt geſhenkt worden, und obwohl ich ih meine, daß die Ver- dienſte der Frage nicht nit im geringßen geringſten Grade von der Wahrheit oder Unwahrheit irgend einer ſolchen ſolhen Angabe abhängen können, halte ich ih es für meine Pflicht, zu konßatiren, konftatiren, daß, ſo weit ich ih dabei ſelber intereſfirt bin, weder dieſer noch no< irgend ein ähnli- cher her Vorſchlag mir von Ihrer Majeſtät Majefiät während der Zeit, wo ich ih die Ehre harre, hatte, in ihren Dienften Dienſten zu ßehen, ſtehen, unterbreitet wurde. I>) verbleibe, Ih verblcibe, mein Herr, Ihr ſehr ergebener Diener W. E. Gladſtone. Hawarden Caßle, Cheßer, Caſtle, Cheſter, 21. April.“ -- Sciior — Sceñor Prado, der neugewählte Präſident von Peru, iſt ift in England angekommen. Zweck Zwe> der Reiſe iſt, nach iſ, nah der „A. A. C.“, der Verſuch, mit den Inhabern perunniicher peruaniſcher Bonds in EUropa cine Verciril'arung Europa eine Vereinbarung zu erzielen, durch dur< welche für die Zinicnzaiyxnng Zinſenzahlung eine feſte Baſis gewonnen werden ſoll. _ joll. Am Donnerſtag, den 27. d. M., ſoll auf der Werft zu PortSrnouth Portsmouth das neue Panzerſchiff Panzer\hiff „Inflexible“ _ welches bis zur Fertigſtellung der im Bau begriffenenitalieniſchen begriffenen italieniſchen Panzerſchiffe das ßärkße Kriegsſchiff ſtärkſte Kriegs\hiff} der Welt bilden wird _ vom Stapel gelaſſen werden. Die Prinzeifin Prinzeſſin Louiſe hat die Taufe übernommen. Neben den Lords der Admirailität, den Miniſtern, zahlreichen Marine- und Militärbeamien Militärbeamten werden Peers und Mitglieder des Unterhauſes der Feier beiwohnen. Die Koßenberechnung Koſtenbere<hnung ohne die Geſchütze ſoll ſich aufgegen auf gegen 600,000 L. (12 MM. Mill. Mark) belaufen. _ 25. — 925. April. (W. T. B.) In Ju der heutigen Sißung Sitzung des Unterhauſ es Unterhauſes erwiderte der Unier-Staatsſekretär Unter-Staatsſekretär im Departe- ment der Kolonien, Lowther, auf eine Anfrage Dilke's, nach nah den ihm zugekommcnen Na<ri<tcn zugekommenen Nachrihten aus Bgrbadoes, Welche Barbadoes, welche bis zum 23. d, d. M. rci>)en, reichen, ſeien die daſelbſt ſtattgehabren daſelbft ſtattgehabten unbe- deutenden Ruheſtörungen unterdrückt unterdrü>t worden. In Folge der cht jeßt veröffentlichten anderiveiten Privatnachrrcdten anderweiten Yrivatnachrichten von dort habe er jedoch chie jedo<h heute bei dem Grawerncur Gouverneur von Barbndoes Barbadoes tele- grapbiſck) graphiſ<h um nähere Auskunft gebeten und erwarte dre Antwdrt die Antwort deſſelben. (Die Meldung der „21.21. E.“ „A. A. C.“ vom 24. „uber 24, über die Vorfa11e Vorfälle in Barbadoes lautet: Nach Nah einem dem Weßmdtſckxen Comtts Weſtindiſhen Comité in London zugegangenen Telegramme aus Barbaddes porn 21. Barbadoes vom 91. ds. herrſchen herrſ<hen ſehr ernßliche ernſtlihe Unruhen in den Kirchſpielen Kirſpielen St. Joſeph, St. Thomas, S!. Iohn, St. John, St. George und _St. St. Michel dieſer Inſel. Es heißt, daß mehrere Plantagen geplundert geplündert und Getreidefelder verwüſtet wurden, daß Brandſtiftungen an der TagesOrdnnng Tagesordnung find, und die Lage der Dinge überhaupt Überhaupt eine ſehr ernſtliche ernſilihe und gefahrdrohende ift.) Frankrei<. Frankreich. Paris, 24. April. Das dffizielle offizielle Blatt bringt jeßi jezt den Text der Rede des Minirters W"ad- Miniſters Wad- dington, welcher welher dem, was bichr bishcr die Blntter Blätter darüber gebracht, gebra<ht, konform iß. iſt. Die klerikalen Winner fklerifalen Blätter greifen fie ſie mit Heftigkeit an, ſo die „Union“, weil dez: der Miniſter die Robe des Profeſſors Profeffors ſo hoch hoh zu ſtellen ftellen wage, als die Soutane des Profeſſors; Profeſſors ; das „Univers“ kündigt ſogar den nahen Unter- gang der Republik an. _ Die geſtrigen drei Wahlen ſind zu Gunſten 'der der Re- publik auSgefallen. ausgefallen. Im Seine-Departemeni, Seine-Departement, 13. Arrondiffemerii, fiegte dcr Arrondiſſement, ſiegte der radikale Kandidat Cantagrel mit großer Ma1ornat Majorität über den bonapartißiſchen bonapartiſtiſhen und den Intranſigenten; Intranfigenten ; ebenſo unter- lag in St. Denis der Intranfigent; Intranſigent; in Tarn-Garonne unterlag wiederum ein Bonapartiß Bonapartiſt gegen einen gemäßigten Republikaner. So hat die Partei des Qype] Appel au yeupis peuple abermals übernl]. überall bei den Wahlen e'ne ene Niederlage erlitten, und zwar iß fie, wre ift ſie, wie das ,I. „I. d. D.“ bemerkt, auf ihrem eigenen Terrain beficgt. _ * _ Vorgeßern befiegt. — Vorgeſtern Abend fand die Schlußfißung Schlußſißung des taih aliſ >] e n Kongrei ( es katholiſchen Kongreſſes ftatt. Dieſelbe begann mit einem Vortrage des Fabri- kanten Hrn. Hamel über die Herßellnng Herſtellung „chriſtlicher Handwerergil- Handwerkergil- den“; die „i) Uwes patronesßes“ „Dames patronesses“ ſollen die Arbeiterinnen unterLettung unter Leitung eines Priefters Prieſters verſammeln; ,der „der Syllabus ſei das einzige Heri- Heil- mittel gegen die jenigen jegigen Uebel.“ Dann folgten des Vicointede Vicomte de Chaulnes drei Anträge gegen das dás neue Unterrichtheſeß, Unterrichtsgeſe$, die ein- fiimmig ſtimmig angenommen wurden; demnächſt kam die Frage wegen : vermehrten Einfluſſes der Klerikalen auf die Armee zur Sprache. Aus der Schlußrede des Jeſuitenpaters Ieſuitenpaters Du Long de RoSnan , Rosnay ; bringt das „Journal des Deb-ts“ Deb.ts“ folgende Mittheilungen: „Ihr j habt | habi Gott, den Engeln und den Menkchen Menſchen ein erhabenes Z Schauſpiel ; Shauſpiel gegeben; man hat euch eu< die Rechte Got- , | tes und Seiner Kirche veriheidiaen Kirhe vertheidigen geſehen. Aber * ich ih muß geſtehen, es ſchien {hien mir, als ob ein Schleier S<hleier der Trübſal auf euren Häuptern laßete. laftete, Keine Mutblofigkeii! Muthlofigkeit! Aehnlich jenen Seefahrern, welche welhe dem Sturm und ſeinen Unordnungen preiögegeben, preisgegeben, und die unter ihren Füßen das Schiff krachen kcachen hören, ohne zu zittern, weil fie ſie wiſſen, daß es feſ! feſt gefügt iſt ift und fie den Hafen erblicken, erbli>ken, dürfen wir uns nicht niht von dem drohenden Sturm erſchrecken erſhre>en laſſen, die wir wiſſen, die Wolken find das Eigenthum Gottes, der fie ſie mit einem Hauckze verſchwin- Hauche verſ<hwin- den läßt.“ läßt.’ Alſo, ſagt das „I. d. D.“, die Gewißheit eines nahen Schiffbruchs Schifföru<hs und die Hoffnung einer wunderbaren Er- ren'ung retiung waren, wie man ficht, ſieht, bis zuleßt die beiden Gefühle, welche die Abgeordneten der katholiſchen Kongreſſe während der eben voUendeien vollendeten Seſſion beſeelt haben. Ieder Jeder Redner ver- kimdete fündete neues Unglück, Unglü>, um dann plößlich innczuhalten plößlih innezuhalten und em Triumphiied anzuftimmen, ein Triumphlied anzuſtimmen, das die qcängßeten geängſteten Gemüther wieder berudtgte. Na<dem beruhigte. Nachdem das ,I. „I. d. D.“ über die Sprach- eigenthümlickzkeiten eigenthümlihfeiten der Klerikalen einige Bemerkungen gemacht, ſchließt ließt es ſeinen Artikel mit den Warren: Worten: „Wie weit ſind wir do< von der Zeit entfernt, wo der erſte der franzöſiſchen franzöfiſ<hen Biſchöfe von Boffuet Bofſuet der Kirche den geſunden Menſchenverſtand als den Herrn der Welt empfahl!“ , _ __— Charles Lonſon, Loyſon, der einſi einſt als Vater Hnacintbe mel Pater Hyacinthe viel genannte Kanzelredner, der im Jahre 1869 excommunicirt Wurde, nachdem wurde, nahdem er wegen ſeiner Predigten in Notre-Dame vom „Umvcrs“ keßeriſcher „Univers“ fkegeriſher Anſichten verdächtigt verdähtigt worden war, traf nach na< einem Telegramm der „K. Z.“ 3.“ von Gent in Morez im Departement des Zum Iura ein, um dort die Einweihung der Kirche der altkatholiſchen altkatholiſhen Gemeinde vorzunehmen. ' _ L Seit zwei Monatm Monaten befindet fick), nach ſih, nah der ,Köin. „Köln. Ztg.“ eme eine größere Anzahl von Carliſten, die jeden Tag zunimmt, in Paris. „Ihr Hauptquartirr Hauptquartier iſt im Café de Madrid. In den erſten Tagen der vorigen Woche herrſchte dort große Erregung. Es hieß nämlich, nämlih, daß Don Carlos ſich ſi< an die ſpaniſche Grenze begeben habe. Dieſes Gerücht war dadurch ent- ßanden, ſtanden, daß man plößlich plögßlih erfuhr, Don Carlos ſei ſeit dem 4. aus London verſchwunden. verſhwunden. Die Carliſten, die fiel; ſfi<h in Paris befinden und unter denen ſich \ih viele Offiziere der ſogenannten „Königlichen Garde“ befinden, verweigern die von der Regierung von Don Alfons angebotene Begnadigung. Dieſelben ſuchen ſich fih hier eine Steliung Stellung zu verſchaffen.“ Ihre Hoffnungen in diefrr Hinſicht dieſer Hinficht wurden bis cht jeßt aber nicht erfüllt; denn diciranzöfiſck):n Carliften dic franzöſiſchen Carliſten zeigen fick) nicht fi<h ni<ht mehr ſo ſympathiſch, ſeit Don Carlos das Weite ſuchen mußte.“ Spanien. Madrid, 25. April. (W. (W, T. V.) B.) Der Prinz von Wales iſt iſt| heute hier eingetroffen und von dem König, den Miniſtern und dem engliſchen engliſhen Geſandten Lanard Layard am Bahnhofs Bahnhofe empfangen worden. Italien. Rom, 25.April. (W.T.B.),Wie 25. April. (W. T. B.) Wie „Diritto“ meldet, ift Baron Edmund Rothfckxild Rothſchild hier eingetroffen, um mit dem Finanz- Minifier Miniſter und dem Miniſter für die öffentlichen öffentlihen Arbeiten wegen der Baſeler Konvention zu konferiren. In Betreff der Haltung der Regierung gegenüber den bereits vorgelegten Effen- Eiſen- bahn-Konventionen wird weiter gemeldet, das Miniſterium werde bei Berathung der Vorlagen in der Kammer das Prinzip auf- recht re<t erhalten, daß der Staat ſich ih nicht direkt mit der Exploiti- rung des ganzen Eiſenbahnneßes Eiſenbahunegzes befaſſen dürfe. _ 26. — %6. April. (W. T. B.) Tie Deputirtenkammcr Die Deputirtenkammer hat geßern geſtern ihre Sißungen wieder aufgenommen und einige Wahlen für gültig erklärt. Die Regierung legte einen Geſcß- Geſeß- entwurf über die Verlängerung des geſetzlichen geſeßlihen Umlaufs- termins für die Noten der Konfortialbanken Konſfortialbanken vor. _ Feldmarſchaü Feldmarſhall Graf Moltke iß nach iſt nah Neapel abgereiſt. Türkei. Konſtantinopel, 26. April. (W. T. B.) Said Effendi iſt iſ zum Muſtrſchar Muſtaſhar des Großveziratd Großvezirats und Chevket Paſcha zum Ober-Kommandanten in Scntari (Albanir-n) Scutari (Albanien) ernannt worden. _ Die hervorragendftrn Jinanzetabliffemems hervorragendſten Finanzetabliſſements haben ihre Zuſtimmung zu der Bildung eincr Steuerpa<t- geſ211ſ<aft nnd einer Steuerpacht- GELENTQANS und der Unifikation der Staatsſchuld e e en. g g _ egeben. h — (W. T. B.) Der „Poiitiſchen „Politiſhen Korreſpondenz“ wird aus Konßantinopel Konſtantinopel gemeldet, daß der öfterre1<iſ<e öſterreichiſche Botſchafter, Graf Zicht), Zichy, in Gemeinſchaft mit dem ruſſiſchen ruſſiſhen Botſchafter, General Ignaiieff, Zgnatieff, die Pforte eindringlichft eindringlih| von - ihrem beabfich- beabſich- tigten Vorgehen gegen Montenegro abgemahnt habe. Die Bemühungen der Botſchafter ſeien erfolgreich erfolgreih ge- weſen. _ Weiter wird aus Konſtantinopel gemeldet, daß die Pforte in ihren militäriſchen Vorbereitungen fortfahre und 100 neue Infanterie-Bataillone aufzuſtellen beab- ſichtige. Huſſein Anni Avni Paſcha ſoil foll zum Serdar (Generaliſfimus) und Miihad Mithad Paſcha zum Kaiſerlichen Kommiffar Kaiſerlihen Kommiſſar für Rumelien ernannt werden. _ Die Nachricht, Nahriht, daß dcr der General Ignatieff na< nah St. Petersburg abgereiſt ſei, iſt unbegründet. . _ i Der „Pol. Corr.“ wird aus Ser aj ew :) ausSerajewo unter dem 23. Apr:[ April Folgendes gemeldet: „Es ſteht außer Zweifel, daß die Agen- ten der auSwärtigen auswärtigen Comités die Rückkehr Rü>kkehr der Inſurrektrons- Inſurrektions- flüchtlinge nach nah Möglichkeit zu behindern trachten. Sie verbrei- ten zu dieſem Ende durch tauſenderlei Kanäle, beſonders aher aber im Wege der Oeffentlichkeit, die bÜSrviUigſten böswilligſten und undegrun- unbegrün- detften Nachrichten über die Verwaltung des boSniſchen V_tla]ets. bosniſchen Vilajets. So wird unter Anderem dem Gerüchte Eingang Eingáng zu verrchaffen eeſuckzt, verſchaffen ceſuht, daß die emigririen emigrirten Familien bei ihrer Rückkehr nach BoSnien Rülkehr nah Bosnien eine ſichere HungerSnotk) Hungersnoth erwarte. Dem gegenuber gegenüber kann verſichert werden, daß _ ungeachtet der von den _In- In- ſurgenten im Diſtrikte von Bihac verurſachten Schaden _ Schäden Cerealienvorräthe, welche für die Bedürfniſſe der Emigranten bis zur närften nätſten Ernte angrei<en, ſchon ausreihen, {hon ſeit einem Monnte Monate der Grenze entlang in verſchiedenen, an ſicheren Punkten. Punkten errichteten Magazinen aufgeſpeichert liegen. Auch find alle ſonſtigen ndnn- admi- niſtrativen Maßnahmen getroffen worden, wel<e welche nothwendig er- ſcheinen, \cheinen, um einer Lebensmittelkrifis Lebensmittelkriſis vorzubeugen. Des Ferneren ift al1en Muieffarifs (GouverneurS) allen Muteſſarifs (Gouverneurs) und Kaimakains Kaimakams (Gouver- neurs-Stellvertretern) von der oberſten Verwaliiiirgsſtelie Verwaltungsſtelle an- empfohlen worden, darüber zu wachen, daß den'Wunſthen crller den Wünſchen aller an ihren heimathlichcn heimathlihen Herd zurückkehrenden Jrrmrlien zurü>kehrenden Familien das großie größte Entgegenkommen bewieſen und nichts verab1aumt verabſäumt werde, um ihre Leiden zu lindern.“ Dänemark. Kopenhagen, 26. April. April, (W. T. B.) Bei den geſtern ſtattgehabien ſtattgehabten Neuwahlen zum Folke- thing find, ſind, iſt, 71 Mitglieder der Linken gewählt worden. Von .dcn den zu wählenden 102 Abgeordneten ſo Weit fo weit das Wahlrcſultat Wahlreſultat bis jeßt bekannt- vorausfichtlich bekannt | vorausfihtli<h 74 der Linken ar'gckrörrn. Tie Oppa- ſtion, durch welche angehören. Die Oppo- fition, dur< wel<he bei drm lesken Jolietki'm dem legten Folfething in Folker idrer Folge ihrer Haltung in der Wehrfrage die Auflöſung de9 Joiketdin-Js herbei- Auflöfung des Folkethings herbei» geführt wurde, deßand beſtand aus 60 Mitgliedern. Zu den Kandi- daten der Rechten, welche bei den Neuwahlen unterlagen, gehören u. A. die früheren Minißer Minifter Klein und Holſteinr-org. Säumn- li<e Holſteinvorg. Sämmt- lihe Führer der Linken wurden mit großer Majorität wieder- gewählt. Der Führer der Sozialdemokraten, Pio, erlangte bei dem Wahlkampfe Wahikampfe mit Bille (national-lirerzl), d:r (national-liveral), der mit '.“057 2037 Stimmen gewählt wurde, 1013 Siimmen. Stimmen. Amerika. Mexiko. (21.21.62) (A. A. C.) Den nenoſten Nack;- ri<ten neueſten Nach- rihten aus Mexiko vom 13. d. zufolge, find die Regierungs- truppen aus Oaxaca verdrängt wvrden. worden, aber fie gewinnen Boden in Puebla uud und Talisko. Zn ChiaE-pas iſt Jn Chiaspas ift der Be- lagerungSzußand lagerungszuſtand proklamirt worden. _ Aus den Black Bla> Hills erhält erhâlt die „A. A. C.“ C.* folgende Nachrichten: Die ganze Anpreiſung der Gegend als ein Goldland erweiſt fich danach dana als xine eine Prellerei von Krämern, die an die dorthin verlockten verloŒten Leute Waarcn Waaren um ungeheure Preiſe verkaufen Wollten. wollten. Die ſogenannten fogenannten Städte Cuſter Citi) Cufter City und Hifi Citi) Hill City find zu drei Vierthcilen verfall-xnes Viertheilen verfallenes Hüttenwerk mit einigen ZBranniweinbuden iBranntweinbuden und Kramläden. Es ift Go1d i|ff Gold da, aber bei weitem nicht ſo niht \o viel, daß ein Goldgrädcr dei Goldgräber bei ange- ſtrengter TngeSarbcit firengter Tagesarbeit die Hälfte ſo \o viel verdienen könnte, als wenn er zu Hauſe geblieben und „Holz Holz gehauen oder Steine zer- kiopft klopft hätte. Die betrogenen Leute, die jeyt ſchon jegt {hon wieder den Heimweg fachen, ſuchen, find auf diejenigen Zeitungen erbittert, weiche welche die Black Hias Bla> Hills zu einem Eldorado arrfgebanſcht aufgebauſcht haben. Kauft, Kunſt, Wiſſenſchaft und Literarux. Ans Literacuxz. Aus Düſſeldorf, 24. Avril, April, wird der „Köln. Zia,“ geiwricbcnx Ztg.“ geſchrieben: Am 21.„Apnl entdeckre 21. April entde>ie Hr. ProSper Prcosper Henry in Paris den fünften dieéjäbrigen Plankton, diesjährigen Planeten, deſſen Ort ſo anqégeken iſt: angegeben ift : 13 Uhr eris. Paris, 14 Udr Uhr 9 M. 58 S. Rectaicenüvn, _12 Recta'cenſion, —12 Grad 18 Min. ſüdliche Deklination, tägliche täglihe Bewegung 3 Min. nach nah Norden. Di? Anzab1 Die Anzahl der kleinen Plareten zwiſchen fleinen Planeten zwiſhen Mars und Jupiter ficigt hierdurch au; fteigt hierdur< auf 162, von Welchen welchen 46 in Frankreich e_nideck: iind. Drr Trixie dxes- Frankrei<h entde>t ſind. Der dritte dies- jährige Plam't Planet von PSTUS Peters hat den Namen Una erhalten. Gewerbe und Handel. Sandel. Berlin, 26. April. Der deutſche Avoéhekcrvcrein (Krriſe Berlin,Potsdan1,Frankfurta.O.) Apvothekerverein (Kreiſe Berlin, Potédam, Frankfurt a. O.) hielt Hirt hier geſtern Mittag eine zahlreich zahlrei beſuchte Kreisverſammlung ab. Auf drr der Tagesordnung ſtand zunächſt zunächft der Bericht des Bnndesratbs-Ausſchuſics Bundesraths-Ausſchuſſes für Handxl Handel und Verkehr, betreffend die einheitliche Ordnuna einheitlihe Ordnung des Avoidekerwcisns. Apothekerweïens. Nach län- :ierer gerer Debatte ent1cbied ſich entſchied ſih die Verſammlung mit großer Majorität für folgende Erklärung: „,Die Kreißvrrſammluxq „Die Kreisverſammlu-g der Kreiſe Berlin, Pytödam, Potsdam, Frankfurt a. O. erklärt es für wÜnicbcns- wünſchens- werth, daß im Sinne des vorgelegten Entwurfs eine Selbſt- ablöſung ablôſung der privilegirten und konzciſtonirteu Avotheken konzeſfionirten Apotheken unter Garantie des Staates in Ausſicht genommen werde und giebr giebt dem Vorſtand: Vorſtande die geeigneten Schritte anheim." _ anheim. * — Ferner ſprach die Vzrſammlung V»rſammlung in einer Reſolution dcn dringcnden den dringenden Wunſch aus, daß die pharmazeutiſchen Mitglieder der RcvifionFKommiſfion Neviſions- Kommiſſion in Zukunft nur gegen die den Regierungß-Medizinal-Räthen Regierungs-Medizinal-Räthen zuſtehenden Diäten und Tagegelder die Aufträge zum Reviſto-Sgyiäyäfxe Reviſio-#geſhäfte übernehmen mögen. _ Den S<1uß Schluß der Verhandlungen bildeten dre Abändrrungs- vorſchläge die Abänderungss vorſ{läge zu den Beſtimmungen über die AvctdekergxhülchPriifung Apothekerg:hülfen-Prüfung und eine Beſprechung Beſpre<ung über die Reichsvewrdnnng vorn Reichsverordnung vom 4. Januar 1875, 18759, betreffend den dea Verkehr mit Arzneiixitteln. _ Arzneiu:itteln. Die „Union“, Allgemeine Vcrſickzerungs-Aktien- Verſicherungs-Aktien- Geſellſchaft zu Berlin, hat im Jabre1875 Jahre 1875 für 41,895 arge- fchloffene Verfi<erungcn rnit 525929689 „14 Kavital 1,095884 «FC abge- \chloſſene Verſicherungen mit 525,929,689 „(6 Kapital 1,095,834 4 Prämien vereinnahmt, gegen 859.834 > 859,834 #4 für 29,889 abgeſchloſſene Verſicherungen mit 352350230 „M 352,350,230 & Kapital im Jabra Jahre 1874. Für 259 Brandſckoädcn 959 Brandſchäden wurden für eigene Rechnung Rehnung 239,615 „16. chen 188501.“ H. gegen 188,501 A im Vorjahre gezahlt. Der Nettogewinn beträgt 86.658 «M, 86,658 4, von denen der Kapitalreſervefonds 100/0 10%/, mit 8665 „46, #Æ, der Aufſichts- raid rath an Tantiéme Tantième 7799 >, 4, der Vorſtand 6239 „;> Æ erhält, an die Aktionäre werden 63,000 „M M. oder 7*“/0 7?/9 als Dividende r*erthciit,_ vertheilt, dem Kavitalreiervefonds Kapitalreſervefonds ferner 665 «M üderwieien 4 überwieſen und 28:5 „16 anſ nruc Rechnun 283 4 auf neue Rechnung vorgetragen. ' ' _ Bern Gef<afi§ber1<i : — Dem Geſchaftsberiht der Deutſchen Bank in Brriin ent- Berlin cnt- nehmen wir folgende Mittheilungen: Die Auflöſung der Filialen in Shanghai und Yokohama iſt iſ am 1. Oktober beendrt. beendet. Die daher dabei entſtandenen Abſchreibungen von 245,61] .jé. 245,611 K Shanghai, 190,811 .16. Yokohama, haben ihren Grund in Vrrluncn, hanvnächlich Verluſten, hauptſächlich aber in dcr Cntwerihung drr der Entwerthung der Valuta. Die Grrman German Bank of London brachte 60/0 6% Dividende. Jm inländiſchen Gcſckoäſt iſt Im inländiſhen Geſchäft ift die Zadl Zahl der Provifionsvflickotigen proviſionspflihtigen Verbindungen von 635 639 am 31. De- zember 1874 auf 743 am 31. Dezember 1875 grſiicgen. geſtiegen. Die im Vorjahre anf Deikredere auf Delkredere - Konto gebrachte Reiervc fiir dre Reſerve für die Forderung an die Geſcüicbaft Geſellſchaft Pleßner n.Co. Hat fick) u. Co. hat ſih als unzureichend herausseſtclit. herausgeſtellt. Hierzu traten noch no< einige klxine Vrrlnſte, w01<e kleine Verluſte, welche zu- ſammen cine fjammen eine Abſchreibung von 546,349 „76. nothwcxidiq ' nm<en, K. nothwendig machen, zu deren Deckung ſtatutengemä De>ung ſtatutengemäß die im V0:ja1)re unvertherlr gevliebene ProviſiouS-Reſerve Vorjahre unvertheilt gebliebene Proviſions-Reſerve von 120,00.“ 120,000 heranzuziehen 1ſt. „ _ , _ ift. ; In drr Generalvet1ammlung der Chemiichen Generalvetſammlung der Chemiſchen Fabrik E. Schering wurde die Bilanz genehmigt und Decharge crthcilt. - ertheilt. Das Accrptenkonto Acceptenkonto hat ſich Von ſi<h von 154,675 „76 4 Ende 1874 auf 128,154 „FQ 198,154 4 Ende 1875 erringrrt, verringert. Der Brnttogewinn Bruttogewinn in 1875 ſteak ſich ſtellt fich auf 498,679 «is., you ercbem 4, von welchem die Fabrrkzmkdſten _mit'210,971-/Fä Fabrifunkoſten mit 210,971 M und die Handlungsuukoſtcn Haudlungsunkoſten mit 200631 >>, iowie Abichrerbnngrn 200,631 H, ſowie Abſchreibungen von 69,167 „Fk; (darunter 10,6(10-71; aur O_ebityrcn) M (daruntec 10,600 auf Debitoren) in Aqug Avzug zu vrmgen ſind. bringen find. Von dem verbleibendrn Uebrr1<uß verbleibenden Ueverſ<huß von 23219914 ſind 23,219 4. find zu- nächſt die 1874 dem Reſcrvefonds Reſervefonds entnommenen 15,003 ail; A. dem- ſelben zurü>rrſtattek zurü>erftattet, der ysrblcibendc Bruch verbleibende Betrag von 7393 „(6 (nnch A (nah Uebertragung von 10 0/0 10/9 auf Rcſsrvrfondükonio : 821516.) Wird - Reſervefondókouto = 821 A) wird auf ncuc neue Rechnung vorgetragen. _ _Jn — In der geſtrigen Generalveriammlung dcr Generalverſammlung der Flora, Akiien- Geſellſchaft Aktien- Geſellſhaft für Berlin in Cbarlottrnburg, und Charlottenburg, gab das Ge- winn- und Verluſtkonto pro 1875 zu [ärmeren Debatten längeren Debaiten Veranlaſſung. Es wurden alsdann alsvann einige beantragte Sratutenäuderungcn Statutenänderungen genehmigt und der Verwaltung Dechargc eriheilt. _ _ Decharge ertheilt. i Der AuſſiediSratd Aufſichtsrath der Frankfurier Wechölerbank Frank fucter Wechslerbank hat nach den üblichrn Abſchreibnn-Zen üblichen Abſchreibungen die Dividende auf 2,117.) 2X %%/ feſtgeſeßt. VevkehrS-Anftalten. B erlin. Drr Vexukehrs:Anſtalten. Berlin, Der hieſige Priizsirichterbatte Pelizeirihter hatte in Beziednng Beziehung auf die frei- gelegten Vorgärten der PotSdamerſtrZßJ ausgemrockyen, Potsdamerſtraße ausgeſprochen, daß dieſelben dnrch dur< ihre Ueberlaſſung_ Ueberlaſſung an den Htxaßenrxerkckix untcr dre ſtraſzevpolizeilicben Beſtimmungrn ſaÜcn,_ Straßenverkehr unter die \ſtraßenpolizeilihen Beſtimmungen fallen. In LUUKM Jailsn Moc!) einigea Fällen jedoch hatte der Polizeiricdicr Polizeirichter in Ergänzung Gcgäuzung zu rsmum aklgcinernen AnLiprnche bemerkt", fetneu allgemeinen Autſpruche bemerkt, daß nur an ſolchen Stellen die ſtraßrnpolizyrltciyn J-Zxcrinn- ſtraßenpolizeilihen DBeſtim- mungen zur Anwendung kommen„ wo durch sine Kcntraveniion _der kommen, w0 dur< cine Kontraveniion der Verkehr thatjäcblicb thatſächli< gehemmt wrrd; An_f_dcn R_c"knr;c dcsxPolizer- wird. Auf den Rekurs des Polizei- Anwalts hat jedoch das Kammergericht dn]? thaliawlrwr chchran- dieſe thatſächliche Beſchrän- kung für unbcrecbiigt erkinrt. unberehtigt e:flärt. Nach der E11U<riku11ſz Entſcherdung dieſes erxi<ts- Gerichts- hofes iſt, ift, wenn ein vwremcm Hanſe brfindlrrdi-r vor einem Hauſe befindlicher und zu drin Pauſe dem Hauſe gehöriger Vorgarten beieiiigt beſeitigt und das freigrl-thr Teraxn DIN «_:raſzcn- freigelegte Terrain dem Straßen- verkehr überlaffen überlafſen wird, das Terrain brdingunadws U16 Hirnnenland bediugungst1os8 als Straßenland zu behandeln und unterliegt demgemäß dcn ſtrM-ZUDHUZIYÉUPM Be- den ſtraßen» oltzeichichen Be» ſtimmungen; dem (Eigenidümrr drs Eigenthümer des fraglichen T*)rrams. nr irlbſt xn deni FaÜe, Terrains iſt ſelbſt in dem Falle, daß tdatiäcdiicd drr Vcrksdr 127.191 a::ixcmmr wrkd, vrrboien, den ſtraßenyolizciliÖcn Anordnungcn zuwrrrr das Terran". 511 benutzrn. thatjächlih der Verkehr nicht aehemmt wird, verboten, den ſtraßenpolizeili<hen Anordnungen zu@æider d.s Terrain zu benußen. Southampton, 25. April. (W T. B.) Der Dampfer dürften ſchließiich „Odcr“ \<ließtih „Oder“ vom norddrixtſcken norddeutſcen Lloyd iſt LZUJLÜMSU- “***-*.* „.*. * F“?""é, *Skx" ' .- *;1 „".:- K&MÉ-“L **.--Z.?" . „ :* "*, *W- "x-UF/FKX MMR", „- ; Y) . - eingetroffen. R E T v. RBTIE Be i RB Vin Bi E E E E r E “Meri P E S 5] 3 Y