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worden. Es beſteht, „W. T. B.“ ufol 8, zufolge, aus dem Premier- mtxtiſter miniſter und Miniſter des Innern uſ ir Saltarxel), hem Jnnern Muſchir Saltaneh, dem Miniſter des Auswärü en Ala_slaſtel),„ dem'Juſttzmmiſter Auswärtigen A laslaſteh, dem Juſtizminiſter Muayid Sultaneh, Jem Mintſter de_r offeytiichen Arbeitxn Muſtaſchar Daulek] Saltaneh, n Miniſter der öffentlichen Arbeiten Muſtaſhar Dauleh und dem Unterrichtsmmiſter _Muſ<1r Dauleh. Unterrichtsminiſter Muſchir Dau leh. Das Krieg-x, Finanz: und,. Handelsrmmſtertum Kriegs-, Finanz- und, Handelsminiſterium bleiben unverändert. _“ _ E Der Schah S chah hat, nachdem er die Verhaftung etmger einiger her- vorraqender vorragender Perſönlichkeiten angeordnet hatte, wie ein Londonex Blatt'meldet, Londoner Blatt meldet, Hajibed Danleh, Dauleh, der der reaktionären Partei angehört, zum Gouveryeur Gouverneur von Teheran ernannt und eine Bekanntmachung erlaſjen, wonach aÜe Aufwieqler erlaſſen, wonah alle Aufwiegler beſtraft werden. DaS_ParlaWSnt bsmßßt ſich, Das Parlament bemüht \ih, eine Kataſtrophe abzu- wenden und rat rät zu einer Verſohnung. Verſöhnung. Afrika. Einer Meldung _ aus Fes vom 3. d. M. ufolge zufolge hat Mulay Hafid Mßkines Mekines verlaſſen und befindet [> ſich auf dem Marſch nach Uladdkil und Ulanzier. Aus Mogador wird, „W. T. B.“ zufolge, vom 5. d. M. Jemeldei, O, daß der Geſandte Geſandie des Machſen Mathſen Hadjomar _qui, Tazi, er am 30. v. M. dort eingetroffen iſt, eine Exyedttton KW Ln Expedition gegen Marrakeſ ck) < ausrüſte, die Maler) Mulcy Boubeker fuhren führen ſoll. DJS „Zuſammenkunft Die Zuſammenkunft Tazis mit den Anflus hat zu be- fttedtgenden friedigenden Ergebniſſen geführt, _ geführt. h __ Wie der AdmiralPhilibert telegraphtch) Admiral Philibert telegraphiſh meldet, Herrſcht herrſht in allen Hafenpläsen Hafenpläßen Ruhe. Dagegen meldet der General Lyautey, daß in Tafiielt fick) xvieder Tafilelt ſih wieder eine Gärung bemerkbar mache und er VerteidigungSMaßregeln Verteidigungsmaßregeln getroffen hgbe. habe. Statiſtik u_ud Volkswirtſthaft. und Volkswirtſchaft. Zur Arbeiteröewegung, Arbeiterbewegung. In Trier ſind, der „Köln. Ztg." Ztg:“ zufolge, die Hoizarbeiter Holzarbeiter in eine Lobnbewegung Lohnbewegung eingetreten. 100 Arbnter, pie Arbriter, die der cbciſtlichen (Gewerkſchaft anaehören, <ciſtlihen Gewerkſchaft angehören, haben am Sonnabend, Sonrabend, weil ihnen die Forde- rukng nund höheren Lohnes nicht bewiüigt woxden ni<t bewilligt worden war, das Arbeitsverhältnis ge ündigt. gekündigt. In Mannheim Haben, nach haben, nah demſelben Blaiſe, Blatte, die vereinigten Holzinduſiriellen bekanntgegeben, Holzinduſtriellen bekannt -gegeten, daß die Ausſperrung der * oizarbeiter Dolzarbeiter beendet ſei. _ Eine Verſammlung der Holzarbeitxr Holzarbeiter at die Wiederaufnahme der Arbeit nativ ds_m nah dem alten Tarif bis MIX! ZM, E E mit kleinen Lohnerhöhungen, für die nachſten zwei nächſten zwet Jahre e o en. eſ<lofſen, Das Bremer Maurergewerbe ſchloß, {loß, wie die „Köln. Ztg.“ Ztg." erfährt, eigen jweijäbrigen Tarifvertrag einen zweijährigen Tarifberirag ab, mit 65 „5 24 Stunden- lohn [lohn und neunſtündigem neurſtündigem Arbeitstag. In Paris wurde, wie .W- „W. T. B.“ bexichtet, berichtet, geſtern morgen der ZLF. XIX. Internationale Bergarbeiterxongreß, Bergarbeiterkongreß, der von 130 Vertretern, darunter 17 deutſchen, beſucht iki, beſu<ht ift, eröffnet. Der Vor- ſitzende fißende des KongreFes, ker engliſche Depujierte Edward, F onareies, der engliſ<he Deputierte Cd ward, betonte, die Arbeiterklaſſe abe Arbeiterklafſe habe alles zu gewinnen, wenn [ie ſie am Frieden feſt- balte. halte. Der franzöſiſche Delegiexte Cord'ie: hieß franzöſiſhe Delegiecte Cordier hie die ausländiſchen Vertreter willkommen. - Etwa 3000 Mitglieder der Arbeiter- ſyndikate Arbeiter - \yndikate hielten am 7. d. M. eine Proteſtverſammlung gegen die Vorgänge in Vigneux Vigneurx (vgl. Nr. 133 15.231.) d. Bl.) ab. Nach Schluß Nah S@luß der Verſammlung kam es zu heftigen Zu ſamznen Zuſammen - ſtößen fößen zwiſchen der Polizei und Teilncbmern Teilnehmern der Verlamm- lung, Verſamm- Tung, bei denen zwölf Polizeibsamte Polizeibeamte und meiner: Ruheſtörcr verieyt mehrere Ruheſtörer verletzt wurden. Ein Café wurde geplündert. Gegen Mitternacht Mitterna@t war die Ruhe wiederbergeftelit. ' ' wiederhergeſtellt. F Aus Parma wird dem .W. „W. T. B.“ von: vom 7. d. M. gemeldet: Ausſchüſſe Ausſchüfſe der Beſißer und der ſtreikenden Landarbeiter, die unter dem Vorſitz Vorſtß des Bürgumeiſters tasten, Bürgermeiſters tagten, beſchloſſen, den Bürger. Bürger- meiſter, die Ab eordneten Abgeordneten der Provinz und den Präſidenten der Deputajion dss rovinjialrats.zu erſuchen, Deputation des Provinzialrats. zu erfühen, eine Einigungsformel auf- zuſtelien, zuſtellen, die den xchrteien E zu unterbreiten iſt und auf die die Antwort beider Parteien 6 Fcéitag bis Freitag erfolgen ſoll. Kunſt foll. Kunft und Wiffenſchaft. Wiſſenſchaft. Im Neuen Muſemu Muſeum ſind die Säle des Hquptgßſchoffes,„in Hauptgeſchoſſes, in denen früher die Abßüffe nach Bildwxxken Abgüſſe nah Bildwerken der italisni1<€n Renaiſſance italieniſhen Renaifſance und die deutſ<rn Bildwetke aufgeſtellt deutſhen Bildwerke: aufgeſiellt waren, dem aligémxinen Bkſulh wi:d-r allgemeinen Beſuch wieder geöffnet worden. Sie enthalten jest jeßt die GiHSabgüffZ Gipsabgüſſe der bei de:) Außgrabungen den Auszrabungen des Deutſchen Reichs in Olympia gelandenen Bildvoerke gefundenen Bildwerke und was ais Dublckken als Dubletten von Origixmlfundſtücken Originalfundſtü>en von dort bierhergxxommen iſt. hierhergekommen ift. Dieſe ſehr wichtige fehr wihtige Sammlung hat nacheinander im Cqmpo Campo Santo des Doms, in einem Schupykn Schuppen auf dem Gelände bixzter hinter der Säulenhalle der Saulénbaile derNationalgalerie, Nationalgalerie, in einem Anbau an einen Getreideiveicher Getretdeſpeier des ehemaligen Packhofes cin Pa>khofes ein verborgenes Daſein geführt und war, nur auf beſonderen Wunſch zugänglich, de Muffe Wunſ zugänglih, der Maſſe der Muſeums- bxſuchxr beſucher unbekannt. Zest Jetzt zum erſten Male hat ſie'in decx ſie in den organiſchen Zuſammenhang mit den übrigen GiPSabgüffen Gip3abgüſſen antiker Bildwérke Bildwerke ein- gereiht gereibt und an einer Stelle untergebracht w:xden_ untergebraht werden können, wo kein Muſeumsbeſucber Muſeumsbeſucher an ihr vorbeigehen thr vorbetgehen wird. Auch hter Au hier handelt es ſicb ſi nur um eine vorläufige Aufſiellung, Aufſtellung, bis die geplayten Neubczuten geplanten Neubauten wirklich angemeſſene Räume für dieſen bnvorragend diefen hervorragend wichtigen TUl dex Teil der Abguß- ſammlung gebracht babenwerden. gebra>t haben werden. Eine Ano “dnung, dre dnung, die der urſdprunglichxn urſprünglichen Wirkung der großartigen Monumentalſkulpturen ge:e<t WiikDS, gere<t würde, iſt m in den jetzigen jeßigen Räumen unmöglich, insbxſondcre können insbeſondere fönnen die riefigkn rieſigen Giebelgruppen bier hier ni<t in ihrem _volien ibrem vollen Zuſammenhang zur Anſchauung gebracht gebraht werden. Dafür iſt 1831 ift jeßt Gelegenheit zu einer ſo fo eingehenden Einzelbetrachtung gegkben, Einzelbetrahtung gegeben, wie ſie fie bei einer auf die Geſamtwiran auSgebendkn Gejamtwirkung ausgehenden Aufſtellung nicht ni<ht zu ermöglickyen iſt. ermöglichen ift. Dem Mangel wird durch Modellz dur< Modelle in vsrkieinértem verkleinertem Maßſtabe einiger- maßen begegnet. ' i Von dsn dzn berühmteſten iy Oiymvka in Olympia gefundenen Einzelſtatuep, Einzelſtatuer, dem Hermes des raxiieles Praxiteles und der Nike_ Nike des Paionios, ſind Patonios, find außer den Originalabgü en auéh _Originalabgüſſen au< ergänzte Abßuffe- aufgefüllt, Abgüſſe aufgeſtellt, ebenſo em ein in Originalgröße in bemaltem Gips aUSJEfuhrtes ausgeführtes Modell, das die Verwendung der in zahlreichen zahlreihen Originalproben ausgeſtZiiten ausgeſt-Uten Ver- kleiduncßsſtücke E aus gebranntem Ton zum Schmuck Shmu> des Dachgebälks veranſ aulicht. veranſhaulicht. Der antike Brief. In der im Veriage Verlage der Géb:üder Gebrüder Paetel in Berlin erſZeinenden erleineaden Zeitſchrift „Deuticke Rundſchau“ bat „Deutſ Rundſchau" hat Otto See> See > eine eiraéhth protung über Den den antiken Brief Veröffenilicbt, (zus veröffentlicht, aus der das „Aktbiv fut oſt „Archiv für Poſt und Teisgtapbie“ olgendes Telegraphie“ folgendes wiedergibt. (Finleüend bemexkt Seeck- Einleitend bemerkt See>, daß die Fähigkeit, ch ſchriftlich f< {Friftli<h unge- zwungen auSzudruckcn, awungen- au8zudrü>en, eine hohe Kunſt ſei, die nur deshaib deshalb gegen- wärtig nicht nit mehr als Kunſt Künſt empfunden werde, Weil fie weil ſie unter den (Ge- Ge- ildeten faſt aligemein allgemein verbreitet ſei, daß deß aber dieſe Kunſt, ebenſo wie e heute den weniger (beillzeten, Gebildeten, Dienſtboten uſw., meiſt fremd Zieeibfe; Uhu? dxn erſtes? («MYLIFE ZeitsalkFern gänzlkch Diet aus E elies t Se gänlid gefehlt bcxbe, rue rng,erza re e S rfür-bringt.er zahlreihe Beiſpiele aus den uns übe rieſ- a e eeau enunsüe : - lichetxdékvkixxteißmgen Eo des !,")UllttcxtumZ.3 i f t riieferlen b ef E tri eee e a : en älteſten uns er a enen ree ragen, erhaltenen Briefe tragen, wie Seeck na weit, deutli< See> naHweiſt, deutlich die Spuren jener Zeit, in der die Schrift no< unbekanZ odT-„r doch ſebr_ wenigverbreitct ias N do< ſehr wenig verbreitet war, und in der Mitteilungen an Abweſende daher mundlicb mündli beſtellt werden mußten. Dieſe älteſten Briefe ſtammen ſammen von dem berühmten Geſesgeber Hammurabi- Geſezgeber Hammurabi, der gegen Ende des dritten Iabrtau:ends v7 Cb; Jahrtauſends v. Chr. in Babylon berrſihte. In herrſ<te. Fn ihnen wird zu Anfang der Brief ſelbſt ſélbſt angeredet, als ob er ein menſchlicher menſhliher Bote wäre, dem die Beſtellung der Königsworte Königéworte aufgetragen würde, z- z. B. .Zu Sinidinnmn «Zu Sinidinnam ſage: Alſo ſpricht Hammurabi'. ſpri<t Hammurabi“. Später wurde dann allerdings die Anrede an den Brief foxtgelaffen, doch forigelaſſen, do< die Empfindung, daß der Brief der Vertreter einer mundlichen mündlichen Mitteilung ſei, kam noch no< Jahrtauſende hindurch hindur in den Anfangsworten sum zum Aus- druck. dru>. Ein perſiſcher Bxief perſiſher Brief des fünften Jahrhunderts v- CHT, v. Chr., der uns in arie<iſ<er Ueberſeßung grie<iſher Ueberſezung erhalten iſt, beginnt "VÖ; no<: „Alſo ſpricht KöniZXetxes zu Cer ¿u Pauſanias“. - ehr bezeichnend bezeihnend für die Unbeholfenbeit Unbeholfenheit des Abſenders im ſchrift- ſcrift- lichen Ausdruck Ausdru> iſt der älteſte griechiſche griehiſhe Brief, de_n den wir kennen- kennen. Er ſtammt aus der Zeit der Perſerkriege; eine Abſkblex Abſchrift von ibm ihm wurde im Nachlaſſ: Nalhlaſſe des Pauſanias, des Siegers von Plataa, Platää, gefunden, als man ihm wegen ſeiner hochverrätetiſchsn hocverräteriſhen Verbindungen mit Xerxes den Prozeß gema<t batte. gemacht hatte. Seiner Eigenartigkeit halber bringen wir den Brief in der von Seeck See> gegebenen Ueberſeßuna wörtlich Ueberſezung wörtlih hier zum Abdruck. Abdru>k. Er 1auiet: lautet: „Pauſanias, der Führer ge Spartas, ſchickt {<i>t Dir dieſe (nämlich perſiſche Kriegßgefangene 9 ne Krieg8gefangene ohne Löſegeld) zuriick, Um Dkk zurü>, um Dir einen GefaUen Gefallen zu tun, ſie mit dem Speere gefangen habend, 1111?) ich bege ‘und i< hege die Meinung, wenn es auch au< Dir ſcheint, ſheint, Deine TOÖM Tochter zu heiraten und Dir Sparta und das andere Griecheniand untertäntg Griechenland untertänig zu machen. Dies außzufübrrn, auszuführen, glaube ich die ih “die Macht ja _baben- Mit ¿u haben, mit Dir Näf Nat pflegend. Wenn Dir nun eWas etwas hiervon gefallt, gefällt, ſo ſ<i>e ſchi>e einen zuverläſſigen Mann an das Meer, durch dur< den wir weiter unſere Reden führen werden.“ Seeck See> hebt den außerordentlich außerordentli plumpen Stil dieſes Sibtififtücks Schriftſtü>ks hervor und bemerkt dam. verglei<end, daſ; dazu. vergleichend, daß heute Eltern, die einen Brief des kurzen Inhalts erhielten: „I> „Jh hege die Meinung, wenn es auch au< Ihnen ſcheint, ſcheint; Ihre _Tochter iu heiraten“, kwobl Tochter zu heiraten*, ‘wohl ein wenig freundliches freundlihes Geſicht machen winden. würden. An weiteren Beiſpielen zeigt Seeck, See>, daß in Sparta der Briefſtil auch au in ſpäteren Iabren nicht Jahren nit höher entwickelt entwi>elt war, während man esin Y_then es in Athen um die gleiche Zeit darin erheblich erheblid) weiter gebracht haite. hatte. In Alben fuhrte Athen führte die planmäßig: planmäßige Ausbildung der Redekunſt in der Mitte des fu_nften Jabr- bunderts auch fünften Jahr- hunderts au zu einer früheren Vervollkommnung der Fabi keit„ficb ſchriftlich außzudrücken. Fähigkeit, ſich ſchriftli auszudrü>en. Ein aus jener Zeit erhaltener Vref cmes AtbenerS, Brief eines Atheners, ein Bericht des Feldherrn Nikias über die Belagerung von Syrakus, der die Not des Heexes Heeres und ihre Gründe klar und ſchlicht _ obne \{<li<t — ohne überflüſſigen Wortſtbwaii, Wortſwall, aber doch erſ<övfend - do< erſ<öpfend — darlegt, beweiſt deutlich, deutli, daß der Schreiber anders mit der Feder UMngebén uwmzugehen verſtand als ein Spartaner. Der Brief läßt aber anderſeits er- kennen, daß |> auch fi< au< in Alben Athen damals noch keine feſten Formen ent- wickelt batten, wid>elt hatten, die Brief und Rede klar voneinander ſ<teden,_ ſ{ieden, denn er enthält enthäli im erſten Satze erfien Saße die eingeſchoben: einge\<hobene Anrede: .o Athener - Wie „o Athener“, wie ſie in öffentlicher dffentliher Verſammlung von den Nednern gebraucht Rednern gebrau<ht wurde. Der Brief Brièf iſt alſo offenbar der VolkSrede Volksrede nachgebildet. In einem Punkte, meint Seeck, ſeien See>, ſeten die Alten ri<1iger Alien richtiger verfahren als wir, nämlich nämli darin, daß ſie fie den Naixxen Nainen des Abſenders an den Anfang ihrer Briefe ſeßten, wo er vernunftigerweiſe vernünftigerweiſe au< hingeböre. hingehöre. Wenn mcm - man einen Brief von unbekannter Handſchrift empfange, [o ſo leſe man zuerſt die Untexſchxift; Unterſchrift; der Inhalt eines Briefes gewmne gewinne meiſt erſt ſeine Bedeuturg, wenn znan wiffe, man wiſſe, von wem er aaSgebe. ausgehe. Dieſem Bedürfnis habe die S<retbiveiſe dsr Schreibweiſe der Alten entſprochen, bei der es ſpäter allgemein üblich wuxde, wurde, daß die Anfangöwoxte iUnächſt Anfangs8worte zunächſt den Abſender, dxnn dann den Empfanger nannten Empfänger naunten und bxide durch beide dur< eine Grußformel - Grußſormel — im Griechiſchen .NET-“*. ZZR „xat(oew*", im Lateiniſchen „881113' - „salus* — verbanden. AUerdings Allerdings ſeien die Alten dafur nicht dafür nit in der Lage geweſen. geweſen, den Grad der Fremdheit oder Vertraulich- keit, deriüblen der kühlen Höflichkeit oder Verebrung Verehrung uſw. ſchon {on im Eingang eines Briefes ſo fo zum Ausdruck Ausdru> zu bringen, wie dies bei unſerem HSUÜJM heutigen Briefſtile durch dur die einleitenden Worte, 3. z. B. „Euer HW- wobigeboren“, Hoh- wohlgeboren“, „Lieber Herr Profeffor", Profeſſor“, „Lieber Otto“, „Mein Herr“, .FeebßterFHFr€„ „Hochverehrter tee H eHochverehrter Herr Profeffor', .Verebrter Freuud' u w., er (1 er. Profeſſor“, „Verehrter Freund“ uſw., der Fall ſei. Der Aufſaß enthält weiter Angaben über die äußereGeſtaii äußere Geſtalt des antiken Briefes. Die älteſten erhaltenen Briefe ſtehen auf Tontafeln; Tontafeln ; die Schrift Wärde wurde in den weichen weihen Ton eingedrückt cingedrü>t und dann durch Brennen unzerſtörbar gemacht. gema<ht. Als Umſchlag diente ebenfalls eine Tonbüile, cine Tonhülle, auf der dec der Abſender vor dem Brennen_ Brennen einen Abdruck feines Abdru> ſeines Siegels anbracbte- anbrahte. Die griechiſchen - und römiſchen Briefe be- ſtanden anfangs aus zwei innen unt Wuchs angegoffenen mit Was ausgegoßſſenen dünnen Brettchen - äé-iko „oder (306161111 -, Bretten — @Fé4ro oder codicilli —, die durch dur< eine Ari Art Scharnier miteinander verbunden waren, ſodaß man ſie gleich glei einem mee zuſammen- Buche ¿uſammen- oder auseinanderklappen konnte. Die S<rift wurde" Schrift wurde mit einem ſcharfen ſ{harfen Griffel in die wächſernen-Innenfiäähen aerißt; wähſernen- Innenflähhen gerißzt; ſodann wurden die Täfelchen Täfelhen zuſammengeklappt und mit e ner S<nur einer Schnur umwunden, auf die man in Wachs oder plaſtikchem Malen Ton das Siegel drückte. drü>te. Dieſe Täfelchen gewährten aber nur e nen einen ſehr beſchränkten Raum. Seb: Sehr früh ſchon ſhon kam daher daneben die Verwendung des Papyros auf, den man in beliebig lange Streifen ſchneidm konnte, \{neiden konte, die dann gerollt und mit einem Faden umſthlungen wnrdxn, umſ<lungen wurden, auf deſſen Knoten das Siegel ſeinen Play Platz fand. Hinſichtlich Hinſichtli<h des Inhalts der Briefe balebrt belehrt uns Seeck See> darüber, daß die antiken Bxiefe ſich Briefe ſi< von d&] den heutigen Briefen namentlich namentli da- kur< weſentlich dur< weſentli< unterſchieden haben, daß in ihnen die Erzählung der neueſten Ereigxaiffe, EGreiguifſe, die bei uns den größten Teil des Inhalts zu bildkn bilden pflege, nur Linen VerhältniStnäßkg einen verhältnismäßig geringen Ragm Raum einnehme, ja in den Meiſten Fällen dea meiſten Fällca ſogar ganz fehle. Dies erklart erklärt er aus der im Altertum üblicy geWefenen übli) geweſenen Verbindung ſ<riftli<ör uni) mündliche: thichterſtajtang, \{<riftli<er und mündlicher Berichterſtattung, die dem Empfänger _die „mündlube die mündliche Ueber- liefcrung dcr wi<iigſten Lieferung der wic<tigſten Neuigkeiten gewabxletſtete. gewährkeiſtete. Eine Poſt, die jedem Privatmanne zur Verfügung geſtanden hätte, Hätte, war im Altertum nicbt Vorhanden. uicht vorhanden. Die Ueberbringung der Briefe xrfolgte durch erfolgte dur< beſondere oder gelegentliche gelegentlihe Boten, durch dur< Freunde, die eine Reiſe unternahmen Meiſe unternah:nen uſw. Der mündlichen Berichterſtattung dureh Beri@terſtattung durh den Ueberbringer wurde dabxi ein? dabei eine ganz béſondere beſondere Bedeutung bei- gemeffen. bet- gemeſſen. Dafür wird in dem Aukſaxz Aufſaß als bezeicbnendes bezeihnendes Beiſpiel die Ausgeſtaltung dss des bekannten römtſchen oursag publjoug römiſchen cursus publicus ange- fübxt. führt, Als Auguſtus Zur HerrſcHafT zur Herrſchaft gelangt war, ſorgte er_vor er vor allem dafür, auch mik dxn entf=rnteſten au< mit den entfernteſten Teilen des weiten_ römijchen Rsichs. durcb ſ<nellen Na<1i<iendien1i weiten römiſchen Reichs. dur ſ{<nellen Nachrihtendienſt in ſteter Verbindung zu bleiben. Er erxichxete ercihtete daher cm an den grpßen großen Heerſtraßen in kurzer Entfernumz Voneinander Stationen, Entfernung voneinander Statione», an denen bei Tag und Nacht kräfiiae Laufer bereiiſtanden, uxn kräftige Läufer bereitſtanden, um Briefe an den Kaiſer ſchleunigſt \<{leunigſt zur nächſten nähflen Station Miterzubrtngen. weiterzubringen. Sehr bald aber wurde dieſe Art der Beförderung durch dur< eine andxre e_rſeßf. andere erſezi. In den Poſthäuſern wurden ſtatt dér menſchlichen der menſ{li<en Läufer Pferde und Maultiere bereit- gehalten, um mit dem Briefe auch au den erſten Ueberbringer nach Rom nah Nom zu befördem. befördern. Dies geſchah nichk geſ<ah ni<t etwa, weil der frühere frühece Poſt- dienſt dem Kaiſex - Kaiſer zu langſam geweſen ware, wäre, ſondern weil er nich: nicht nur den Wie! Brief leſen, ſo-Kdern ſoxdern den Boten, der unmittelbar vom Orxe Orte der Ereigniffe Ereigniſſe kam, ausfrßgen onie. Lediglich ausfragen wollte. Lediglih dieſem Be- ſtreben, nach nah Vereinigung der ſ<riftli<en unt ſ{riftlihen mit der mundli<en mündlichen Bericht- erſtattikngverdanktß daher erſtattung verdankte daber die erſte römiſche Poſteinricbtung rômiſhe Poſteinrihtung mit regel- mäßi em mäßigem Pferde- mw. uſw. Wechſel ihrxr ihrer Entſtehung. Zn Sn ſeinen weiteren Ausfuhrungen unterſucht Seeck ein. gebend Ausführungen unterſu<ßt See> ein- gehend die Fragx, Frage, ſeit wann und aus welchen welhen Gründen im Altertum Briefe Veröffen11i<t Bricfe yersöffentiliGt wurden. Der erſte, deſſen Briefe geſammelt und durch dur< den Buchhandel verbreitet wurden, iſt bier- nacb hier- nah der griechiſche griehiſ<e Philoſoph Platon _ geweſen. Bemerkens- wert iſt die von Seec! gegebkne Erklarung fur See> gegebene Grklärung für die Entſiebun Entſtehung dieſer Briefſammlung. Platon batte ſicb theoretiſch hatte ſi< theoretiſ< viel mit Po tik Politik be- ſchäftigt, \<äftigt, in ſeiner Heimatſtadt Athen aber für Die Verwirklichung die Verwirklkiung ſeiner Lehren vom Staate keinen geeigneten Boden gefunden. Durch Dur Vermittlung eines ſeiner S<üier, feiner Schüler, Dion, war er dann in ſpäteren Lebensjahren zweimal einem Rufe an den Hof des Tyrannen Dionys U- nacb I. nah Syrakus gefolgt, ohne daß er jeixoci) auch jedoh au< dort ſeine Hoffnung etfüiit ſal), politiſchen erfüllt ſah, politiſ<en Einfluß zu JSMMM- Nach gewinnen. Nah dem Sturz: Sturze des Tyrannen konnte ſi< Platon zu {ih Platon\-zu einer dritten Reiſe nach nah Syrakus nicbt entſchließen niht entſ{ließen und beſchränkte ſich ſi< darauf, ſeinen reunden brieflich Ratithiäae Freunden brieflih Ratſchläge zu erteilen. Die Rolle, die der Philo opb Philoſoph am Tyrannenbofe geſpielt Tyrannenhofe ‘geſpielt hatte, war wenig ruhmvoil gewe en ruhmvoll geweſen und hatte zu manchen Mißdeutungen Veranſa ung Veranlaſſung gegeben. nſcbelnend Anſcheinend zu ſeiner eigenen Rechtfextigung Rechtfertigung - hat da er daher Platon gegen die Sltxe Sitte der Zeit von. vone allen ſeinen Briefen an den Tyra_nnen Tyrannen und die ſpateren ſpäteren Machthaber von Syrakus Abſchriften zuruckbebalten; zurü>kbehalten. Die Zahl dieſer in ſeinem Nachlaß": vor efundenen Nachlafſe vorgefundenen Briefe genugte, genügte, na<dem man ſie durch dur< einige minder edeutende, bedeutende, von anderen Freunden des Verjjorbenen zurückgeforderte Verſtorbenen zurü>geforderte Briefe vermehrt hatte, um ein Buch, wenn auch au< nur ein ſehr Keines, kleines, zu füllen. - So entſtand die erſte Briefſammlung, die wir kennen, durch dur< ganz beſondere Umſtände. Damit aber war der Brief in die eigentliche Literatur eingeführt, und der große Reiz NReiz dieſer Sammlung bewirkte, daß ihr bald andere folgten. Der nächſte, von dem uns eine Briefſammlung erhalten iſt, war der Philoſoph Epikur, der ſeiné Lehren dun!) dur< Briefe verbreitete, die er wahrſcheinlich wahrſcheinli ſpäter ſelbſt 'bxrausizegeben felbſt herausgegeben hat. Zu der Gattung der Lehrbrief: Lehrbriefe gehören aus ſpatere: ſpäterer Zeit nament- lich li< die Briefe des Seneca und vor aiLen anderm die allen anderen dië Epiſteln des Paulus und ſeiner Genoſſen im Apoſkeiamte. Apoſtelamte. Bei den Römern wird ſckwn ſchon von dem alten Cato eine 9p1515u1a aä 111111111 opistula ad filium erwähnt. Doch ſcheint dies eine kleine Abhandlung eweſen xu geweſen ju ſein, die nur nach na< dem Muſter Epikurs in Form eines tiefes Briefes gekleidet war. Eine Sammlung wirklicher Briefe wurde zuerſt am Ende des zweiten Jahr. bunderts v“ Jahr- hunderts y. Chr. veröffentlicht, veröffentliht, und zwar rühren dieſe von einer Frau, Cornelia, der Mutter der Gracchen, ber. her. Von Cicero hat man nach na< ſeinem Tode faſt jeden Zettel geſaMmelt ‘geſarnmelt und berauSgegeben. herausgegeben. Später wurden außer Lehrbriefen und poetiſchen poetiſhen Epiſteln bäu g auch häufig auß andere Briefe von vornherein in der Abficbt Abſicht der ſpäteren eröffentlicbun Veröffentlichun geſchrieben. " Der ekſie, erſte, dem dies na<gewieſen nahgewieſen werden kann, iſt na See> der jungere jüngere Plinius geweſen, der ſeine feine Briefe ſelbſt beraUSgab. herausgab. Jeder einzelne Brief iſt ſo geſchrieben, daß er ſtets nur nux einen Gegen- ſtand ftand behandelt und ein woblabgerundetes, wohlabgerundetes, ſorgſam qefeiltes gefeiltes Kunſt- werk darſtellt. Aber man muß dem Verfaſſer des Aufſaves Aufſaßes wohl darin beiſtimmen, daß der Wert dieſer Briefe gerade dur< dur die Tat- ſach: ſache verliert, daſ; daß ſie in der Ab cbt Abſicht der ſväteken ſpäteren Veröffentlichung ge- ſchrieben {rieben wurden. Als Veiſpie Beiſpiel führt See?) See einen Brief an, den Plinius an ſeine dritte Frau ge1<rieben bat, obei geſchrieben hat, ivobei er in woblgeſevten wohlgeſeßten Worten .der unglaublichen „der unglaubli<hen Sehnſucht, von der er beſeffen ſei“, beſeſſen ſet“, Aus- dxuck dru> verleiht und ſtiliſtiſch ſtiliſtiſ< vollendete Betrachtungen über die Gründe dieſer Sehnſucht anſteÜt. Seeck Sebnſucht anſtellt. See> ſagt mit Recht, daß dieſer Ausdruck glühender Ausdru> glübender Gattenliebe, ſo hübſch er ja an ſieb ſi ſei, uns froſii froſtig anmuten müſſe, wenn wir bedä<ten, bedähten, daß er von dem feurigen Lieb aber Liebhaber nicht nur ſelöſt veröffentltckzt Worden, ſelb veröffeatliht worden, ſondern ſchon {hon bei der Niederſchrift für die Veröffentlichung Veröffentlihung beſtimmt geWeſen geweſen ſei. Dix (Gewyhnbeit, Die Gewohnheit, Briefe zum Zwecke Zwe>e ſpäterer Veröffentli ung zu ſchxerben, ſ{reiben, die die ganze Folgezeit beherrſchte, beherrſ<te, führte ſ<1ießli u immxr ?rößerer \<Gließli< zu immer lere Heuchelei und machte matte den Briefſtil unnötig wortrei-Y, ſ<wuiſ1 g WortreiB: ſ{<wülſlig und unklar. Jm leisten Im leßten Teile ſeiner Abhandlung weiſt S_eeck nach, See> nah, daß dieſe im Briefſtile zur Gewohnheit aewordene gewordene gezierte Kunſteiei ein_en Künſtelei einen unheilvollen Einfluß auch au< auf die Form der Geſek- gebuxj 'au5ubte, Geſeß- gebung ausübte, in der an SjeUe Stelle der früheren ſ<ii<ten \{li<ten Klarheit alima iich allmählih ein Gebilde wortreicher, wortreiher, aber oft halb unverſtändlicher Redewendungen trat. Fett Atlaſ?! bYeescksIbeéxnſFru<t,d wiiſet .dxr vorxtebändeBikuirje Au!- E Jula a Gs wie Us Malteveae AOE Auss zug aru, e ae nereeun enwervoer etra ur Geſ<i<te dss dartut, lebhafte ntereſſe un! ein wertvoller Beitrag zur Geſchichte des Briefes im Altertum. (; 1 Vaulveſen. L Vautwveſen. Zur Erlangung von Entwurfsſkinen “(ür Entwurfs ſkizzen für eine Fried- hxiskapelle hofsfapelle in Flensburg wird unter den in der Provinz Schleswig-Hoiſtein, amburg Schleswig-Holſtein, Hamburg und Lübeck wobnbaſten Lübe> wohnhaften ſowie den in S<les<ig-Holſ1ein ge orenen Schleswig-Holſtein geborenen Architekten ein Wettbewerb auSgeſchrieben. ausgeſchrieben. An Preiſen fiyd außgeſeßt ſind ausgeſezt 500, 400 und 300 «M. (. Der Erwerb weiierxr Entxourfe fur weiterer Entwürfe für je 200 „M iſt 46 ift in Ausſicht genommen. Die Entwurfs mu en Entwürfe müſſen bis zum 15. 15, Juli d. J. an das fjadtiſche ſtädtiſhe Hochbau- amt in Fiens urg Flensburg verſchloſſen eingeſandt ſein. Die Unterlagen ſind von dort gegen poſtfxeie Einſendung poſtfreie Ginſendung von 3 „M ju besieben, H zu beziehen, die bei bet Einreichung der Entwurfe zurückerſtattet werden. Telhnik. * GCniwürfe zurü>erſtattet werden, Technik, Dem Bericht des VerwaltUnJSrats Verwaltungsrats des Bayeriſchen Bayeriſhen Ge- werbemuſeums für das Jahr 1907 iſt zu entnehmen, daß Auggaben Ausgaben im Betrage von 253 425,61 „;- 46 246 838,64 „M /6 Einnahmen egenüber- gegenüber ſtanden, ſodaß ſich ſi ein Fehlbetrag von 6586,97 „M 4 ergab. !?)» Nein- Das Rein- vermögen belief fiä) End: ſi Ende d. I. 1907 auf 1520 010,93 .,“ 6 und hat ſich ſi in dieſem Jahre um 19 436,14 „FH 6 vermehrt. Von Wichtigkeit für das Muſeum war die Entſ<eidung Entſcheidung des vorgeordneten Miniſteriums, nach “der nah der das Gewerbemuſeum im Verein mit Vertretern der a<t bayeriſchen aht bayeriſhen Handwerkskammern die Oberaufſiäöt Oberaufſicht über die mit Staats- mitteln' durchgeführten gewerbliÖen Mei terl'urſe mitteln dur<geführten gewerblihen Meiſterkurſe führen ſol]. ſol. Das Mu. Mu- ſeum hat beſchloſſen, “an beſ<lſofſen, ‘an einzelnen Orten ebenſtellen Nebenſtellen zu erri<ten, errihten, die den Gewerbetreibenden des betreffenden Kreiſes die Außnuvun Ausnußung der Ein- richtungen ri<tungen des Muſeums erleichtern ſollen. Als erſte Neben teile Nebenſtelle wurde Landshut aUSerſeben. auserſehen. “ Die me<aniſ< me<haniſ< - te<niſ<e te<niſhe Abteilung wurde in erhöhtem Maße in Anſpruch genommen. Die Geſamtzablder im_Beri<thabr erledigjen Geſamtzahl der im Berichisjahr erledigten Aufträge betrug 4931. Von der Material- vrufunanftait prüfungsanſtalt wurden 205 Prüfungszeugniffe außgeſtelit, Prüfungs8zeugnifſe ausgeſtellt, die > d auf die Unterſu<ung Unterſuhung von 1511 Probekörpern bezogen. Um den An Au gaben der Anſtalt be er gerecht beſſer gére<t werden zu können, wurde der Beſtand der Prü- fungsmaſ nen fungsmaſchinen und Apparate bedeutend vermehrt. Mit der Umregi- ſirierung ſtrierung der deutſchen Patentſchriften, nach der nah dec vom Kaiſerlichen Patent- Patents amt erfolgten Gruppeneinteilung wurde begonnen. - Die elektro- texiyniſckze elektr o- te<niſ<he Abteilung erledigte im Berichtsjahr: 342 amtliche Zahlxrprufuxgen, Zähkerprüfungen, 54 Unterſuchungen, 71 Gutachten für Behörden, 39 fur Pxivate, für Private, 51 Revifionen, Reviſionen, 18 öffentliche und Lebrvorträge, Lehrvorträge, 2629 „Auskxmfte Auskünfte und allgemeine Arbeiten Arbeiten, 67 Reiſen und Beſu<e„„von Etabliſſements, ' inSgeſamt Beſuche von Gtablifſements, insgeſamt 3271 ÄtbeitSnummern. - Arbeitsnummern. — Die <emif<-te<ntſ<e „Abteiiung <emiſh-te<niſ<he Abteilung erledigte 3934 Arbeits- nummern; _dicſe verietten ſich dieſe verteiten ſi< auf 1434 Analyſen Analyſen, 299 Verſu<e, Verſuche, 1105 Auskunfte, 391 Auskünfte, 891 Gutachten, 36 Fabrikbeſichti ungen, Fabrikbeſihtigungen, Probe- nahmxn nahmen und Ternîine und Termme ynd 169 Vorträge und Unterrithsſtunken. Unterrihtsſtunten. Die Verſuchöanſtalf fur Verſuchsanſtalt für Bierbrauerei erledigte 7177 Arbeits- nuznmern, nummern, die ſicb ſi verteilen auf 5833 Analyſe:«, Analyſez, 530 Inſtrumenten- ** prufungen, prüfungen, 162 Lieferungen von Reinbefe, Reinhefe, 19 Lieferungen von Hauſenxlaſelöſung, Hauſenblaſelöſung, 44 Lieferungen von Jodlöſung, 283 233 Ratserteilungen, 0 Pcufungen Prüfungen von Sudhaus- und KeUerplänen, Kellerplänen, 245 Mälzerei- und Brauereibeſucbe, Brauereibeſuhe, 35 Zertifikate Zertifikaie über Bierausfubr, Bkierausfuhr, 2 Her- ſtellungen Von Ausbeutetabeüen von Ausbeutetabellen und 4 Herſtellungen Ta von FFarbenſkalen. E Die Mitgliederzahl der Ver ucbsanſtakt Verſuch9anſtalt belief > d auf 2316 am Anfang und auf 2274 am Ende des Jahres 1907. Die Muſterſammiung Muſterſammlung konnte um 35 Inventarnummern vergrößert werden und umfaßt umfa deren 9000. Die Bibliothek umfaßte bei 341 Zugängen 90 8 9078 Nummern. Das Zeicbenbureau Zeichenbureau erledigte 137 Aufträge, in deren Erledigung Etledigung 281 Blatt Entwürfe und 354 394 Blatt Werkxeicbnungen Werkzeichnungen hergeſtellt wurden. In den Zeichenſäien Zeichenſälen wurde in 176 Stunden Unterricht an 41 Perſonen erteilt. Bei den Meiſterkurſen für Schreiner, Schloſſer, Maler und Lackierer La>ierer wurde der Fa<1ei<enunk€krk<k durch Fachieihenunterriht dur<h Beamte des- Zei<enbureaus desz Zeichenbureaus erteilt und zum Teil aucb au< die praktiſ_ en praktiſ<hen Uebungen geleitet in u- zu- ſammen 400 Stzmden. Stunden. Die Zeichenſa e Zeichenſäle wurden von 3773 erſo benußt.-Um dre Perſo; benußt. — Um die Medaillen der König Ludwigs-Preis iftung Ludwigs-Preisſkiftung bewarben ſich ſi< 6 Außſteller. Es wurden Ausſteller. Es-wurden 1 ſilberne und 3 bronzene Medaillen vergeben" vergeben; die oldene goldene gelangte nicht ni<t zur Vergebung. '- Der kunſigewnbiic'he eiſierkurs kunſtgewerblihe eiſterkurs wurde von 12 Teilnehmern beſucht, beſudt, die Meiſterkurſe fur für Handwerker von 16 ſelbſtändigen andwerkern und 81 Gehilfen; Gehilfea; der Blißableiterlebrkurſus' aſte Blißableiterlehrkurſus atte 31 Teilnehmer. _. P Theater und Muſik Muſik. Neues Königliihes Operntheatkr. . DieGäſte Königliches Operntheater. i Die Gäſte von der ruſſiſihen of-Oper ru \ſi\<en Hof-Oper brachten am Pfingſt- ſonnabe-nd ſonnabend die Oper „Ruſſalka' Die W etnixe) „Ruſſalka“ (Die Waſſernixe) von Duargo- miſ<5ky, Dargo- miſ{<sky, Text von Puſchkin, zum erſten ale Male zur Auſfiihrung- Daö Aufführung. Das Werk hinterließ tw dem hinterließ, troßdem ihm Sangbarkeit_ Sangbarkeit und eine ungeſucbte, leiÖtÜixkßende ungeſuchte, n lueleade Melodik na gerübmt. gerühmt. werden muffen, müſſen, keinen tiäeren Cindru , tiéferen Eindru>, was weni er weniger in den ungleiihen Leiſtungender ungleichen Leiſtungen ‘der Darſteller, als in der inder Oper ſelb - ſelbſt zu ſuchen iſt. De_r .Ruffalka' feb_lt Der „Rufalka" fehlt es an dramatiſébem dramatiſhem Leben, die Handlun Handlung iſt fur für vier Akte zu durſtig dürftig und die Mu nicbt <arakteriſtiſ< un Muſik uicht charakteriſtiſ< und vertieft genug, um die textlich leeren teilen aquufülien. Stellen auszufüllen. Wenn wir im erſten Akt ſchon \{<on den Treubrucb Treubru< des Fürſten an ſeiner Geliebten, der Mülierstocbter Müllerstohter