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ſchaft eme ſaft eine Kolonie anlegen will, hat dazu die (Zenebmigung Genehmigung des Kreisausſcbrzffes, tn Stadtkreiſe!) Kreisaus\{<uſſes, in Stadtkreiſen der Orts- olizeibebörde, Orts - Polizeibehörde, zu bean- tragen. Mit dem_Antrage xſt em dem Antrage iſt ein Plan vorzu egen, vorzulegen, in welchem, wel<em, unter Verfugung Beifügung einer SituationSzetchnung, Situationszeichnung, die im öffentlichen Intereſſe für die Kolonie erforderlichen Anlagen nach nah Umfang und Art ihrer Ausführung darzulegen ſind„ dre kunfttge_UntxrbaltungSpflicbt fiir ſind, die künftige Unterhaltungspfliht für dieſe Anlagen feſtzu- ſte_lien ſtellen und endlxcb na<zuwerſen iſi, endli na<zuweiſen ift, daß die nöthigeu nöthigen Mittel zur ordnungs- zpaßrgen Ausfuhrung mäßigen Ausführung und dauernden Unterhaltung derſelben vorhanden imd, _Soweit ſind. Soweit zur Herſtellung dieſer Anlagen die anderweite Ge- nebrmgrrng nehmigung einer Stagtsbebörde geſeylich erforderlich iſt, Staatsbehörde geſeßli< erforderli ift, iſt gleich- zeitig dre Ertbetiung die Ertheilung dieſer Genehmigung nachzuweiſen. §. nawzuweiſen. S. 7. Hinfi<tli< Hinſichtlich der Genehmigung zur Anlegung einer Kolonie finden die Bxſtimurungen Beſtimmungen der §§. 88. 2 bis 4 entſprechende Anwendung. Dre Die Genehmigung rſt auch i} au< dann zu verſagen, wenn der mit dem An- frage trage vorzulegende Plan nichx nicht den Anforderungen des §. $. 6 Abſatz Abſay 2 zmd 3" entſpricht. und 3 entſpriht. Zur Ausfuhrung Ausführung und dauernden Unterhaltung der un offrntlicben im öffentlichen Intereſſe für die Kolonie erforderlichen erforderlihen An- lagen ,iſt nach ertberlter iſt na< ertheilter Genehmigung die Anwendung des polizeilichen Zwangsverfabrens zuiäſfig. polizeiliden Zwangsverfahrens zuläſſig. Gegen den die Ertbcixung Ertheilung oder Verſagung der Genehmigung betreffenden Beſrbcrd, we1<er Beſcheid, welcher mit Grunden Gründen zu verſehen und dem AntragſteUer, ſowtr denxemgen, welcbe Antragſteller, ſowie denjenigen, welhe Einſpruch erboben erhoben haben, zu eröffnen iſt, ſtebx Letzteren, iowre ſteht Leßteren, ſowie dem Antragſieüer Antragſteller bei Beſcheiden des Kreis- aus'1cbuffes aus\{<uſſes der Antrag auf'mündlicbe auf mündli<e Verhandlung im Verwaltungs- ſtkekttvcrra'bren, ſtreitverfahren, bei Bcſ<rtden Beſcheiden der Orts-Polizeibebörde Orts-Polizeibehörde eines Stadt- kxfetſcs es die Klage bei dem Bezirksausſchuſſe innerhalb zWei zwei Wochen 9 en. §. 8. offen. $. 8, Wer vor Ertbeilung Ertheilung der vorgeſchriebenen (Genehmigung vorgeſhriebenen Genehmigung mit einer neuen Anſiedelung oder der Anlegung einer Kolonie beginnt, wird mit Geldſtrafe bis 150 „> # oder Haft beſtraft. Auch kann der Landraib, Landrath, in Stadtkreiſen die Orts-Polizeibebördc, Orts- Polizeibehörde, die Weiterführung der Anſiedelung oder Kolonie verhindern und die Wegſchaffung der errichteten errihteten Anlagen anordnen. §. 8. 9. Das Verfahren nach nah dieſem Geſeße, einſchließlich Geſetze, einſhließlih der er- tbeilten theilten Genehmigungen, iſt ſtempelfrci. §. 10. ift \ſtempelfrei. S. 10, Das gegenwärtige Grieß Geſe tritt mit ſeiner feiner Verkündigung in Kraft. Von dieſem Zeitpunkte ab find ſind ſämmtliche entgegenſtehenden BkſtiTUMUUUM auſgehoben. Beſtimznungen aufgehoben. Diejenigen anderWeiten anderweiten Beſtimmungen, welcbe welche die Erricbtung Errichtung von Gebäuden in der Nähe Von von Forſten, Eiſen- bahnen, Cbauffeen, öffentlichen Chauſſeen, öffentlihen Gewäſſern, Strömen, Kanälen,Dei<en, Kanälen, Deichen, Bergwerken, Pulvermagazinen und anderen Anlagen „polizeilichen polizeilihen Be- Zcbrßltyiktungen (O unterwerfen, werden von dem gegcnwärttgen gegenwärtigen Geſeße nicht eru r . §. erührt. S. 11. Die zuſtändigen Miniſter ſmd ſind mit der Ansfübrung Ausführung dieſes Geſeßes Geſetzes beauftragt. Die Begründung lautrt: lautet: Für die ſieben öſtlichen öſtli<hen Provinzen der Monarchie und für Weſi- Weſt- falen iſt die als notbrvendig nothwendig erkannte Reform der geſe lieben VO):- ſcbrifien Über geſeßlihen Vor- {riften über die Gründung neurr Anfiedclunaen dur neuer Anſiedelungen dur< die §§. $8. 13 bis 26 des Geſetzes Geſeßes vom 25. Auguſt 1876 (Geſeß-Samml. S. _405) 405) erfolgt. Zu einer Ausdebnung dcs Geltungsbereichs Ausdehnung des Geltungsbereihs dieſer Beriim- mnngen Beſtim- mungen auf die übrigen Provinzen lag damals keine Vergniaſſung Veranlaſſung vor. Nachdem dieſelben jedoÖ inzwiſcben durch jedo® inzwiſhen dur< das Gejey Geſeh vom 4, Juli Iuli 1887 (GeſcH-Samml. (Geſecz-Samml. S. 324) auſ auf die Provinz Hannover, und dnrch dur das Grieß Geſeß vom 13. Juni 1888 ((Hrſeß-Samml. (Gefeßz-Samml. S. 243) auf die Provinz Schleswig-Holſtrin Schleswig-Holſtein mit einigen Abweichungen uber- tranen ivorden find, über- tragen worden ſind, iſt gegenwärtig auch au< in der Provinz Heſſen- Naffan Naſſau das Bedürfniſ; nach Bedürfniß nah Einführung beſonderer geſetzlicher geſeßliher Vor- ſchriften 1":er über die Gründung von Anfiedelungrn brrrorgeiretern Ju dcn Verſchiedenen Landestbcilen, (Jus Anfiedelungen hervorgetreten. In den verſchiedenen Landestheilen, aus welchen der Regierungs- bezirk Kaſſel gebildct gebildet worden iit (Kurfüriientbum iſ (Kucfürſtenthum Heſſen, Bayeriſche und Großherzoglich Großberzogli< Heſſiſche Grbietstbeile), find geſrßltckye Gebiet8theile), ſind geſeßlihe Beſtimmungen Über Ncuanſirdelungen -- abgeſrben über Neuanſiedelungen — abgeſehen von den Vorſchriften des (Yeſi'xzrs Geſetzes vom 2. 2, Juli 1875 über die Anlrgung Anlegung von Straßrn Straßen und Playen m Städtrn Pläßen in Städten und ländlicben Orjſebaſten _ ziir ländlihen Ortſchaften — zur Zeit nicht niht in Geltung, mit Ausnahme des Artikel 20 §. $. 10 der Heſfiſchen Heſſiſhen ſogenannten Grcbrnoknung Grebeno»' nung vom 6. November 1739 (K“ulenkamp, Nruc (Kulenkamp, Neue Samm- lung d- Landesordnnngen de _Landesordnungen 2c. Hc119ns Heſſens Bd. 11._S. IT. S. 95), wonach ...an ſ'xicben wona<h an ſ-[hen Orten, woſclbſt woſelbſt vorhin keine Wohnbauwr Wohnhäujſec vorhanden, nicht * iders ſers als mit obrigkeitlicbmn Vorwiſſen obrigfkeitliczem Borwiſſen gebaut werden darf.“ _ h, / Von bcſondcrrr beſonderer Bedeutung für den waidreicbrn waldreihen Regierungsbezirk iſt ferner der Ö. $. 47 ff. dss ff. des Feld- und Forſt-Polizeigeſctzcs dom 1.April Forſt-Polizeigeſcßes vom 1. April 1880, wodurch wodur< die Erricbtnng nrner Errichtung neuer Feuerſtätten in der Näbe von Waldungen eingrſckyränkt wwrdrn "iſt. Endiick) eingeſ<ränkt worden iſt. Endlich haben auch noch au no< von der Bezirksregirrung criaffinc Bau-Poiizriordnungen" dre PViiiLilick“? Erlaubniſ; Bezirksregierung erlaſſene Bau-Polizeiordnungen die polizeilide Erlaubniß für nile Neubanten alle Neubauten an die Bedingung gcknupft, dab dirielbrn geknüpft, daß dieſelben nur auf Grundſtücken Grundftü>ken erri<tet Werden diirfen, welche werden dürfen, wel<he an einrr öffrntiiÖcn Straß? liegcn, odrr einer offentlihen Straße liegen, oder von einer ſolchen eme aus- reicbende Zufabrt ſol<hen eine aut- reihende Zufahrt haben. . , , Wrrxn ſich : : i Wenn ſih auch bisbrr bisher die Arwendnng Anwendung dieſer Beſtinixnunnen Beſtimmungen in 17211 den meiſten landrätblickoen landräthlichen Kreiſen des_2degi2rungsbezir1sKc_1_nel des kegierungsbezirks Kaſſel bei der geringrn Nrigung geringen Neigung zu Ausbauten außerbaib dcr gricbloiirnen außerhalb der geſchloſſenen Ort- ſrbxfrrn arisreicbend ſchaften ausreihend erwieſen hat, ſo mirſ; dock) muß do der „Erlaß geſcßlriher Bcſrimmungcn iibcr Neuanſiedrlungen Erlaß geſetzlicher Beſtimmungen über Neuanſiedelungen für die grbixgigen Genenden dich Rrgicrungsbrzirks, WO die vrrrinzelſen Nicderlamungrn baufiger gebirgigen Gegenden diefes Regierungsbezirks, wo die vereinzelten Niederlaſſungen häufiger ſind, für notHWrndig erachtet nothwendig erahtet werden, na<drm na<hdem auch das Direktorinm drs lnr-dwirtbſchaftlickykn Centralbereins Direktorium des landwirthſchaftlihen Centralvereins für dcn den Regierungsbezirk Kaiirl nach Kaſſel nah Anhörung und in Uebkrcinſtimmnng Uebereinſtimmung mit cinficiytsvollrn Lnndwirtbrn einſichtévollen Landwirthen dieſes Brdiirfniß ausdriickiick) Bedürfniß ausdrütli<h anerkannt hat. Hixrbet Hierbei kommt noch in Brtrackpt, daſ; Betracht, daß in Folg? drr T_nrrbxübrung drr Sena- küiiOiLxxi dic landwirtbſchaiilickxen VsrbUtniſis Folge der Durchführung der Sepa- rationcn die landwirthſ<haftlihen Verhältniſſe im Regierungsbezirk Kaff?! ſicb vorausſichtlich Kaſſel ſih vorausfihtli< ebenſo geſtalten werdsn, wir geftalten werden, wie im Übrigen brrnßiſrbsi'. “Staatsgebiet, übrigen preußiſchen Staatsgebiet, und daß dadurch dadur das Bediiriniß nach ?in- nrn'Umg derartixxrr gcſctzliciyer Bedürfniß na<h An- wendung derartiger geſeßliher Beſtimmungen inZukunft in Zukunft immer fribi- fühl- barer brrbortrcisn hervortreten wird. _ Vinci) irn chierungsbczirk Wiesbadcn iſt L Auch im Regierungsbezirk Wiesbaden ift die Grundunn Gründung neuer Anſiedelmigrn *- abscſebén bon dcn Anſiedelungen — abgeſehen von den Beſtimmungen des Siraßen- UndBanilUÖiengcſles Straßen- und Baufluchtengeſezes vom 2. JUli Juli 1875, ſowie des Frld- nnd Föl'l-Pbiiikigcſcßcs Feld- und Horſt-Polizeigeſeßes vom 1. April 1880 - zur int (18168- ltckcn (Zinſcbränkungrn nicbt unterivoricn. Zeit geſetz- liGen Einſchränkungen ni<ht unterworfen. Das p[anloie planloſe Bauen, Wickiis bi-rnack; geſrßlicb nicbt grbindcrt wel<hes hiernah geſeßli< ni<ht gehindert werden kann, bat 111 dir'cm ?iir.;irrnngsbrzirk ni<i hat in dieſem Regierungsbezirk ni<ht bloß auf dem Platten Lands, platten Lande, ſondern AUTO au in drr der Nähe der Städte, namentlich namentli<h der Stadt Frank- ixxrk &. *.*-„ii, furt a. M, zur großen Brna<tbeiligung bffenilicber Benachtheiligung öffentlicher Intereſſen bereits einc brdznklicbr eine bedenklihe Ausdehnung gc-wvnncn. gewonnen. Das Bcdürfniß nacb Bedürfniß na< Regelung Uk Mdkdrlnngsbrdingungen iſt biernacb der Anſiedelungsbedingungen ift hiernaG im RegikrnnßsbexirkſWies- badrn Regierungsbezirk Wies- baden im Lanſ? Laufe der Jahre immer dringender l;,ervprgetreten, er bervorgetreten, wie dies auch brri drm Vrrcine naſſauiſcher au von dem Vereine naſſauiſher Land- und Forſtwirtbe, Forſtwirthe, ſowie von Trinklaizdniirxbſ<aftli<en E landwirtbſchaftlichen Verein zu Frankfurt a. M. anerkannt *Or en iii. „tinter dirirn vorden ift, „Unter dieſen Umſtänden wird die Einführung geſcßlicber geſchßliher Vor- iÖLYTM chr dir ſhriften über die Gründung neuer Anſiedelrxngen Anſiedelungen in der ProvinzHcffen- NMR! nicbt längrr Verzögert Provinz Heſſen- Naffau nit länger verzögert werden dürfen. Da die Verhaltniſſe MisxPrqvmz Verhältniſſe dieſer Provinz in dieler Hinfi<t vieler Hinſiht mit drnen denen des ſüdlichen ſüdlihen Bezirks kßk Prbbmz Hannobcr der Provinz Hannover gleichartige find , ſind, ſo empfiehlt es ſich, ſi, die .Miixkékbrnörn entſprehenden Beſtimmungen des Geſeßcs Vom Geſeßes vom 4. Juli 1887 ZGLiWE-amml, (Geſeß-Samml. S 324), weiche welhe im Weſentlichen auch au< mit den ZNWUÜZY drs aitländiſchen Geſeyes Vorſchriften des altländiſhen Geſeßes vom 25. Auguſt 1876 (Gefes- SÜMWÜ S- (Geſetz- Samml. S. 405) übereinſtimmen, auf die Provinz Heſſen-Naſiau Heſſen-Naſſau zu ubextragcn, Tieielben übertragen. Dieſelben haben ſich ſi< in der Praxis bewährt; die freie GkUUDUngFevxrAnfiedeiungen Gründung never Arſiedelungen wird dadurch nicht dadur nit weiter eingeſchränkt, a]s i_lZM L?ck)! *- als zum Sch1 % wichtiger, namentlich namentli öffentlicher Intereſſen erforder- lich M li iſt, und p» *inzieUe Eigentbümlichkeiten, welche p. inziele Eigenthümlichkeiten, wel<he eine Abweichung in den mnterreiieiöYorſcbriften materiellen Vorſchriften bedingen würden, ſind nicht niht vorhanden. Der voxltegende Geiexentwurf ſchließt fich vorliegende Gefeßentwurf ließt ſi< daher den §§. 8&8. 14 bis 24 des Geieses dom Geſetzes vom 4, Huli Juli 1887 en eng an und läßt nur diejenigen Be- ſiixnmungen dieſcr, ſtimmungen dieſer Paragraphen un erückſichtigf, welcbe lediglich unberüd>ſihtigt, wel<he lediglih mit Ruxkficbt Rückſicht auf dre eigentbümlicben die eigenthümlihen Verhältniſſe der umfangreichen Ö„Nde“ Md Hochmoordiſtrikte Haide- und Hohmoordiſtrikte in der ©Provinz Ci Hannover getroffen find (I- ſind (Ï. 15 lester Nbſaß leßter Abſay des erwähnten eſeyes). Geſetzes). An Stelle der Oris-Polizeibebörde, welche nach Orts- Polizeibehörde, wel<he na< dem Geſeß vorn 25. Au uſt Geſe vom 2%. Auguſt 1876 und nach nah dem Geſetz fur Geſeyß für Hannover vom 4. Juli 1887 die erſte Inſtanz für Prüfung und Genehmigung des Anſiede- lungSantrags lungsantrags bildet, iſt für die Landkreiſe der Landrqtb geſeßt'worden. Landrath geſeßt worden. In den alten Provinzen, ſowie in Schleswig-Holſtem „lte t Schleswig-Holſtein liegt die Orts- Polizeiverwaltung in den Händen der AmtSvorſteber, m annovrr Amtsvorſteher, in Hannover in denjenigen der Landräthe, Behörden, denen die zur Beurtheilung der bei Neuanſiedelungen in Frage kommenden geſeßlrckien geſeßlihen 2c. Beſtimmungen möglich mögli< iſt, wahrend während von den die örtliche Polizei bandbabenden bandhabenden Bürgermeiſtern der_Landgemernden m der Landgemeinden in der Pro- vinz Heſſen-Naffau Heſſen-Naſſau dieſe Geſeßrskenntmß Geſegzeskenntniß in dem gebotenen Um- fan e nicht fange nit verlangt Werden kann. Dazrz werden kann, Dazu kommt noch, nod, daß nach §. 28 8. 38 der Kreisordnung für die Provinz Heſſen ? Naſſau - Nafſau vom 7. Juni 1885 diejenigen Zweige der örtlichen Polrzewerwalt'ung, welche örtlihen Polizeiverwaltung, welhe bei Erlaß jenes Geſetzes Geſeßes auf (Grund geTeßlrcbcr Vorſchriften Grund geſeßliher Borſchriften oder Von von der Aufſichtsbehörde Auſſihtsbehörde erlaſſener Verfugungen Verfügungen von anderen Behörden, als dem Bürgermeiſter, verwaltetUwerden, verwaltet werden, fortan vbndem Landratb von dem Landrath wahrzunehmen find. ſind. Hierzu gehort anch dre polrzerlxbe gehört au< die polizeiliche Genehmigung zu Neubauten 2c., ſodaß ſ<on {on aus dteſxm dieſem Grunde dem Landrathe auch au die bier hier in Frage ſtehende Befugmß Befugniß zu ubertragen übertragen ſein wird. Dics iſt iſ in den §§. $8. 1, 4 und 8 des Geſeßentnourfs Geſeßentwurfs ge- ſchehen. \hehen. Die übrigen Beſtimmungen dieies Geſetzentwurfs, „welche dieſes Geſehentwurfs, welche mit den entſprechenden entſprehenden Vorſchriften der Geſeßeſ vonx Geſeße vom 4. Jult_1887 Juli 1887 und 13. Juni 1888 übereinſtimmen, werden mit Ruckſicht brerauf Rü>kſicht hierauf einer beſonderen Begründung nicbt bedurfen.__ Dcr ni&t bedürfen. _ Der Provinzial-Landtag von Heffrn-Nanqn, welchem der_ (Gefeſs- Heſſen-Naſſau, wel<em der Geſeßz- entwurf zur Begutachtung vorgelxgt vorgelegt worden _1ſt, bat fich. mri iſt, hat ſi< mit dem- ſelben nach na< Annahme einiger Zuſaße Pulébe zu den §.§. $8$. 3 und 4 einverſtanden erklärt. Von Aufnahme der ersteren wrrd_1edo< "abgeſehen Letzteren wird jedo<h abgeſehen werden müſſen. Wenn der Provinzial-Landtag zunachſt wunſcht, zunähſt wünſcht, daß _mehr nit nur den betbeiligten Gemeindeborſtanden, betheiligten Gemeindevorſtänden, ſondern nuch au< den Gemeinde- vertretungen ein Einſprucbsrecht Einſpruhsre<ht gegen beabſichtigte beabſihtigte Anſiedelungen gewahrt, und daß dieſes Einſprucbsreckyt, anch Einſpruhsrecht au<h auf den Fqll Fall einer zu befürchtenden befürhtenden Gefährdung der Gemerndetniereffen ſ'cblxchtbrn ausizedehnt Gemeindeintereſſen \{le<thin ausgedehnt werde, ſo iſt ein Provinzteiirs "Bedarfmß znr Einfuhrung provinzielles Bedürfniß zur Einführung dieſer Vorſchrift, welcbe Von welhe von den für dxe ubrtgxn Provrnzrn die übrigen Provinzen geltenden geſeßlichen geſeßlihen Beſtimmungen abw-ricben wurde, n_r<t erſi<tl1< gemacht abweichen würde, nicht erſichtli<h gemaSt worden. Eine Becinträckptigung Beeinträchtigung der Gemeindemtereffen aiigemetn Gemeindeintereſſen allgemein und ohne jede nähere Beſtimmung als fakultatrveriCrurrd fakultativen Grund zur Ablehnung der Anſiedelungsgenebmigung einznfribxcn, wurde Anſiedelungsgenehmigung einzuführen, würde zudem gegenuber gegenüber den Beſtimmungcn Beſtimmungen des Freizügigkeitsgeicßes Vom Freizügigkeitsgeſcßes vom 1. November 1867 unzuläſſig ſein. _ ( „ 5 j ¡ ſ Der vom Provinxial Provinzial - Landtage ierner ferner zu §. $. 3 befurworteie u a : ' " Z 8 befürwortete uſaß: / s O „Erklärt dcr Grmeindevorſtand, der Gemeindevorſtand, daß für die Annedeiungs- ſkelie Anſiedelungs- ſtelle die Aufſteliung einrs Bebanungsplans Aufſtellung eines Bebauungsplans beabſichtigt werde, ſo iſt die Entſcheidung übxr über das («M) Geſuch um Anſiedelnngsgenebmtgung auszuſetzen Anſiedelungsgenehmigung auszuſeßen bis zum Ablauf einrr_' dcm Génirtndevorſtande za einer dem Gemeindevorſtande zu beſtimmenden Fri:t fÜr Frit für den Beginn der Offenlegung des Be- bauungsplans)“ _ bauungeéplans“ : erſcheint entbehrlick), entbehrlih, da die Anſicde1unßsgenrhxnrqnng nach '§, Anſiedelung8genchmigung na< $. 1 des Entwurfs die polizeiliche Baucrlaubmß m'cbt cmjchlreßr polizeilihe Bauerlaubniß nicht einſhließt und binfi<tli< hinſichtlich der Ertbeilung Ertheilung der Leßtcrcn bci Letzteren bei projektirter Anlegung oder Verande- Verände- rung von Straßen die richtige rihtige Handhabung der Beſtimmung dxs §. des S. 11 des Straßen- und Vaufiuckse'ngrſexxs Bauflu<tengeſeßes vom 2, Juli 1815 1875 (Geſeß-Samml. S. 561) den erforderlichen Schutz gewahrt. -- erforderli&en Schuß gewährt, Dem Hauſe dsr der Abgeordneten nt iſt der nach nah ſtehende Antrag des Abg. Muhl zugxgangen: _ _ zugegangen : L Das Haus der Abgrordnctcn woiie beichlirßen, Abgeordneten wolle beſchließen, folgendem Grieß- Geſetz- entwurf ſeine Zuſtimmung zn (ichn: Eninnrrf kijikÖ Grießcs, _ zu geben: Entwurf eines Geſetzes, . betreffend die nachträgliche Brrückſrcbtigung na<träglihe Berückſihtigung der nach §. nah $. 15 Nr. 3 des Geſeßes vom 11.Februar1870 (Grfeßiammle 11. Februar 1870 (Geſeßſamml. S. 85) er10ſ<cnenEnt- erloſchenen En t- ſchädigungsanſprüche in drr der Provinz Schleswig-Holſtern. §. S<hleswig-Holſtein. 8. 1. Diejenigen Anſprü<c_ nuf Entſchädigung Anſprüche auf Entſhädigung für frübxre frühere Grundſteuerbefreiungen und (Ornndiiruerbcborzugnngen Grundſteuerbevorzugungen in der Provrnz SchleSwig-Holſtein, welche Provinz Schleswig-Holſtein, welhe nach §. $. 15 Nr. 3 Abſatz Abſay 2 des Geſrtzes Geſetzes vom 11, 11. Februar 1870, betrcffrnd betreffend die Ausführung der anderweiten Regelung der Grundſteuer 2c., ((Heſetz-Samml. 2., (Geſeßz-Samml. S. 85) (116 als erloſchen anzuſehen Waren, ſollcn nach waren, ſollen na< Maßgabe der ter folgenden Beſtimmungen noch berückſichtixzt wcrden. „ _ „ „ _ ' §. 2, berüdſihtigt werden. i E E $. 2. Dieſe Ariſvrüche find bet Anſprüche ſind bei dem zuitandrgen Krrislnzidrati) zuſtändigen Kreiélandrath bis zum Ablauf des Jahres 1890 ſcbriitlici) orrr protokoilarlicb \{@riftlih oder protokollariſ{< an- zumelden. „ „ , §. | E 8. 3. Dieſe Friſt iſt alsbald nur!) drr Yubltkairon dcs gcgenwärtigen Geſeßrs na< der Publikation des gegenwärtigen Geſeßes und ſpäteſtens bis ziim zum 1. Srptcmber September d. I. durch J. dur< das Regierungs-Amts- und dnrck) dds dur< das Kreisblatt bkkamit , bekannt zu machen. Dieſelbe iſt außerdem innerhalb drr „L_inzrlnrn Grmcjmden der einzelnen Gemeinden und ſelbſtändigen Gutsbezirke in NWÜÖÜÖU Wc»: zi; brrbffrntli<rn §. ortsübli<her Weiſe zu veröffentlichen. $. 4. Die Anſprüche, welcbe welche bis zu drm bbrbczxicbncirn dem vorbezeichneten Termine nicbt nit in der vorgeſchriebenen Form odcr niibt oder niht am richtigen rihtigen Orte an- gemeldet werden, ſmd ſind als endgültig erlbſ<2n an*,rrſcben. §. erloſchen anzuſehen. 8. 5. Im Uebrigen finden die in dern (chriz bbm dem Geſe vom 11. Febrna: Februar 1870 gegebenen und in Bezug genommenrn V0r1<rriirn 11nn§rmaße genommenen Vorſchriften ſinngemäße Anwendung. -- Bei dem Hauſe der Abgeordnetrn Abgeordneten iſt von den Nbg . Abgg. Freiherrn von Huene und von Strombeck drr nachiztehende Strombe> der iaftebenbe Antrag zu der zweiten Berathnng Berathung des Etats des Miniſteriums der geiſtlichen, Unterricht?- geiſtlihen, Unterrihhts- und Medizinal:Angelegenheiten Medizinal-Angelegenheiten und zwar zu den Dauernden AusZaben, Ausgaben, Kap. 116, eingebracht worden: eingebraht worden : Das Haus der Abgeordncirn woiie brſ<liefzsrix Abgeordneten wolle beſchließen : Die Königliche Staatsregierung zn erfncknn: , zu erſuchen: : 1) Crmittelungen dariiber Ermittelungen darüber anzuſtellen, ob und Mick): iatbbliſä)? wel<he katholiſ he Seelſorgeſtellen, deren Untrrbaltung bon drr Staatsrcgrr'rung M7 Unterbaltung von der Staatsregierung auf Grund rechtlicher re<tliher Verpflichtungen neleiſtet geleiſtet wird, „zur Zéit zur Zeit ihren In- habern ein ſtandesgemäßes Einkommen nicht gewabren; _ gewähren ; i 2) eventuell im nächſt'jäbrigen nä<hſtjährigen Etat dnrci) c'ntibrecbcndr Erbbbnng dur entſprehende Erhöhung des in Kap. 116 ausgrworfenen ausgeworfenen Fonds _die die Mittel znr AUſchchig zur Aufbeſſerung ungenügenden Steüeneinkommens Stelleneinkommens zu gewabxen. gewähren. Rekursentſcheidungen, Beſcheide und Beſchlüſſe des Reichs-Verſickjernngsamts. 792. m Anſ<lu Reichs-Verſicherung8amts. 792.) Im Anſ{luß an den Beſcheid 641 („Amt1icbe Nackyricbtcn dcs ?ii-„VXK“ (, Amtliche Nachrichten des N B 1888 Seßite Ste 349) hat das Reichs-Vernckrrrnngsamt Reichs-Verſiherungsamt in einer Rekursentſcheiduna ciner Rekursentſheidung vom 18. Nobembert1889 Jusgeſukirx, November 1889 ausgeführt, daß eine Molkerei, in welcher welher im Allgemeinen lediglich ledigli die in dern land: wirtbſcbaftlichen dem land- wirthſhaftlihen Betriebe des , Unternehmsrs gewonnene Milch Unternehmers gewönnene Mil zu Butter und Käſe verarbeitet Wird, dadurch wird, dadur no< mxbt ibrcn Cbaraktrr nit ihren Charakter als landwirtbſcbaftlicher landwirthſ<haftliher Betrieb verliert, daß darin griegrntlirb gelegentli< oder in einem im Vcrbältniß Verhältniß zu der ſelbſtgewo-nnenen ſelbſtgewonnenen Milch Mbédrutenden unbedeutenden Umfange auch au zugekaufte Milch verarbeitet wird. Im, borlcracnden Faile Im vorliegenden Falle handelte es ſich ſi bei einem feſten Beſtande von _90_ 90 eigenen Milek;- küben Milc- fühen um die Mitverarbeitung der Milch vonx15 von 15 fremden Kuben. Kühen. (Zu vergleichen vergleihen Beſcheide 648'und 648 und 658, auch auh 712, „Amtliche Nack;- richten Nah- rihten des R,-V.-A.“ R .-V.-A.* 1889 Seite 118, 139, 321.) 793. n 793.) In einer landwirtbſckyaftlichen UnfaUVerſicberungsigM, landwirth\{aftlihen Unfallverſiherungsſahe, in rvelcbir er Zuſtändige Sektionsvorſiand wil u Jeftändige Sektionsvorſtand und das Schiedsgxrtcht an. Schiedsgericht an- genommen batten, hatten, daß der bei der Feldarbeit in Folge Blrßfchlggcs Vlipſchlages eingetretene Tod eines landwirthſcbaftltchen Arbeiters'als Betriebs. landwirthſchaftli<hen Arbeiters als Betriebs- unfall nicht an eſeben rverden nit angeſehen werden könne, batte hatte der Landesdirektor der be- treffenden preu iſchen preußiſhen Provinz in der Rekursinſxanz Rekursinſtanz Namens des Vor- ſtandes der beklagten Genoſxen <aft Geo chaft die Ver fitchtung Verpflichtung der Beklagten zur Entſchädigung der in er liebenen Hinterbliebenen des rbeiters nach Ma gabe Arbeiters nah Maßgabe des §. ? 8. 7 des landwirtbſ aftlicben UnfallverſicberungSgeſeßes aner annt. landwirthſchaftlichen Unfallverſiherungsgeſeßes anerkannt, Dieſem Anerkenntniffe Anerkenntniſſe gemäß hat das Reichs -Verſi<erungßamt - Verſicherungsamt mittels RekurSentſckoeidung Rekursentſheidung vom 7. Oktober 1889 die Beklagte ver. urtbeilt. ver- urtheilt. Es wurde hierbei erwogen, daß, wenn auch na< au<h nah dem Statut der betreffenden Genoſſenſchaft die Feſtſteliunq Feſtſtellung der Entſchädigungen emäß §§. 62ff. des landwirtbſlbaftlicben Unfallverſicberungsireſetzes denS ions- Entſhädigungen gemäß $8. 62ff. des landwirthſ<aftlihen Unfallverſiherungsgeſeßes denSektions- vorſtänden obltege, doch nacb obliege, do nah dem mit dem §. $. 63 Abſav Abſay 1 des Unfall- verſicberungsiieſe es verſiherungsgeſeßes übereinſtimmenden §. $. 68 Abſa Abſay 1 des landwirts- ſcbaftlicben Unfa„ verſicherungSJeſeyes landwirth- ſhaftliden Unfallverſiherungsgeſetzes der Genoffen <aftsvorſtand Genoſſenſchaftsvorſtand das- jenige Organ ſet, Welches ſei, welhes allein die Genoffenſcbat Genoſſenſhaſt in dem Rekurs- verfabren verfahren zu vertreten habe (zu vergleichen verglei<hen Beſcheide 255 Abſay 2 und 785, „Amtliche Nachrichten Nachrihten des R.-V.-A.“ R.-V.-A.* 1887 Seite 11 und 1890 Seite 130).' 130). Als Genoffenſchaftsvorftand funaire nach Genoſſenſchaftsvorſtand fungire na< dem Statut der ProvinzialausſÖUÜ; Provinzialaus\<uß. Das auSdrücklicb ausdrü>li< Namens diefes dieſes Vorſtandes von dem Landeödtrektor Landesdirektor abgegebene Anerkenntniß Arerkenntniß des klägeriſchen Axiſprucbs klägeriſhen Anſpru<hs bilde jedenfalls dann eine ausreichende formelle Grundlage fur dre („Entſcheidung, für die Entſcheidung, der gegenüber eine ſachliche ſachlihe Prüfung nicht erforderlt<,erſ<'cine, erforderlih erſheine, wenn dasſelbe, dasfelbe, wie hier, über zweifelhafte leatfragen dispomre Thatfragen disponire und gegen zwingende Vorſchriften des Geſeßes nicbt verſtoße Geſetzes nit verſtofie (zu vergleichen §, $. 17 Abſatz 1 der Kaiſer- lichen lihen Verordnung, betreffend das Verfahren .u. ſ, w, u. #. w. vor dem Reich- VerficberunJSamt Reichs- Verſihherungsamt vom 5. Auguſt 1885/13. November 1887, §. $& 278 der Civilprozeßordnung und der oben angeführte Beſcheid 255). (794.) Im Anſchluß an die Entſcheidung 668 („Amtliche (, Amtliche Nach- richten rihten des R.-V.-A.' 1889'Se1te156) R.-V.-A.“ 1889 Seite 156) hat das Reichs-Verficherungs- Reichs-Verſicherungs- amt in einer RekurSentſcbetdung Rekursentſheidung vom 7. Januar 1890 einen Unfal], Unfall, welcher dem ſogenannten, ,Gacbenaufbinder“ anf ſogenannten „Garbenaufbinder“ auf der Maſchine eines gewerblichen Dreſchmaſchrnenbeſißers zugeſtoßrn Dreſhmaſchinenbeſißers zugeſtoßen war, für einen ſol<en erachtet, folhen erahtet, der ſicb ſi<h in dem ,landwrrtbſckxaftltcben landwirthſhaftlihen Betriebe des die Maſchine mietbendcn Lanthrjbs, nicht miethenden Landwirths, nit aber in dem gewerblichen Be- triebe des Maſchinenbefißers Maſchinenbeſißers ereignet bat. hat. Leßterer hatte, wie in dem Falle der Entſcheidung 668, nicht den ganzen Dreſchakt in eigenen Akkord übcrnommen. (795) übernommen. (795.) Ein ſtatutariſck) ſtatutariſ< verſicherter landwiribſcbaftlickoer landwirthſchaftliher Unter- nehmer verunglückte, verunglü>te, als er bei einern einem Nachbarn zu ſeinxm ſeinem eigenen Bedarfe Kirſchen pflückte, wozunbm pflü>te, wozu ihm die Exlaubnrß hauptſachlich des. Erlaubniß hauptſächlich des- halb ertbeilt ertheilt worden war, weil die Famüie Familie des Nachbarn _ſich ſich ihm für die unentgeltlick; unentgeltlih gewährte HÜlFeleiſtung bet Vtebkrankbciten Hülfeleiſtung bei Viehkrankheiten ver- pflichtet fühlte. Das Reichs-Veiſnberungsamt Reichs - Verſiherungsamt hat, indem es das Kirſchenpflücken vorliegendenſalis nach Kirſhenpflü>en vorliegendenfalls nah Maßgabe des Beſcheides 625 („Amtliche Nachrichten des RWWA: R.-V.-A,* 1888 Sxtte'343) Seite 343) als eine land- wirtbſcbaftliche wirkhſhaftlihe Thätigkeit anſgb, tn anſabß , in Uebereinſtimmung mit dem Schiedsgericht Swiedsgericht einen Betriebsunfall angenommen und den Rekurs dec Ber'uxsgenoffenſchaft durch Entſ<cidung der as dur< Entſcheidung vom 3. Februar 1890 zurück- gewte en. (796) zurü>- gewieſen, (796.) In einer Rekursentſiheidung Rekursentſheidung vom Z.,Februax'1890 bat 3. Februar 1890 hat das Reickrs-Verficberungsamt ausgrſprogben, Reicbs-Verſicherungsamt ausgeſprochen, daß dre Beköittgung die Beköſtigung des verſicherten verſiherten Perſonals eines landwirtb1<aftli<en landwirthſchaftlihen Betriebes jedenfalls dann, wenn die Beſchaffung und Bereitung der Mahlzeiten in dem örtiicben örtlihen Bereiche des betreffenden Betriebes durch dur<h das Betriebsprrſonal Betriebsperſonal vorgenommen wird, zu dem landwirtbſckoaftlicben landwirthſhaftlidben Betriebe zu rechnen, re<nen, und daher ein UnfgÜ, cin Unfall, welcher ſ1< _bierbei ſi< hierbei ereignet, nacb na< dem land- wirtbfchaftlicben UnſaÜderficherungsgeyeß wirthſchaftli<ßen Unfallverſiherung8geſeß zu entſchadigen iſt. (797) entſchädigen ift. (797.) Aus Anlaß einer zwiſchen einer Berufsgenoffenſcbaft Berufsgenoſſenſhaft und einer Ortspolizcibebörde Ortspolizeibehörde entſtandenen MeinungsVerſÖiedenheit Meinungsverſchiedenheit hat das ReickyS-Verficbcrunngt untcr Reichs-Verſicherungsamt unter dem 10. Februar 1890 ſich fylgender- ſi< folgender» maßen geäußert: Die Pflicht der Ortspolizeibehörde, gemqßß. gemäß $. 53 Ziffer 5 des UnfaÜverZicherungsgeſeßes_ Unfallverſicherungsgeſeßes im Wege der polizeilichen Unfallunieriucbung ÜUnfallunterſuGung die Hinterblixbenen Hinterbliebenen eines durch dur<h Unfall Getödteten bon AmtsMgrn frſizuſteilcn, erxtrrckt fick) nicht auch von Amtswegen feſtzuſtellen, erſtre>t ſih_ niht au< auf die'Er- Mittelung drr narf) §, die Er- mittelung der na< $. 7 Abiaß Abſay 2 a. a. O. rentenbezugsbcrecbtigten D. rentenbezugsberehtigten Angehörigen des zum erecke der Zwecke dec Kur und Verpflegung in einem Krankrnbauſe untergebrachten Krankenhauſe untergebrahten Verleßten. Wenn auch im, au< im Falle der Tödiung durch Tödtung dur< Unfall ein Bcdüriniß voriicat, Bedürfniß vorliegt, daß die Hinter- bliebenen des Getödteten, welcbe nicbt ſeiten dom welhe ni<ht ſelten vom Orte des Unfaiis enifernt Unfalls entfernt wohnen und obne bebördlicbe ohne behördlihe Vermittelung oft lange Zsit Zeit der ibncn ihnen gebührenden Entſchädigung entbehren würden, von Amtswegen ermitielt werden,_ ſo Amtswegea ermittelt werden, fo trifft dies offenbar nicht zu im Faüe Falle des §. $. 7 a. a. O. D. In die!em dieſem Falle wird vielmrbr vielmehr der in dem Krankenbauſe lintcrgrbracbte Krankenhauſe Untergcbrachte in der Regel'ſeibjt Regel felbſt ſeine und ſeiner An- gehörigen Recbte Rechte genügend rvabrzuncbmrn wahrzunehmen in der Lage ſern. (798) ſein. (798.) Auf Anrufen einer Orisvblizeibebbrde Ortspolizeibehörde hat das Reichs- Vcrfickperungsamt Reich3- Verſiherungsamt unter dem 10. Februar 1890 darauf bingewieſen, hingewieſen, daß, ſowcit ſoweit ein Genoſſenſ<aftsorgan Verqnlaffung Genoſſenſhaftsorgan Veranlafſung hat, außerhalb der Unfailunterſuckyung Unfallunterſu<hung und zwar geſtützt geſtüßt auf das ibm dur< §. ihm durh $. 101 des UnfallberfiÖerungSgcſeich cingrränmte Requifitibnsreckß Unfallverſicherung8geſeßes eingeräumte Requiſitionsre<ht eine behörd- li<e lite Mitwirkung in Anſpruch Anſpru< zu nehmen, zur Vermcidung zritrauberrdrr Weitläufigksiien Vermeidung zeitraubender Weitläufigkeiten und unnöthigrn unnöthigen Schreibwerks thun- iichſt lichſt unmittelbar die Recbtsbülfc Recbtshülfe derjenigen Behörde nach- zuſncbcn nah» zuſu<hen ſein wird, wclche wel<he die 3:1 bczntragende zu beantragende Handlung ſelbſt vorzuncbmen vorzunchmen in der Lage iſ_t. ift. Wenn daher insbeſondere über die im Rabmrn Rahmen der Unialluntern-Önng Unfallunterſv<hung von der Ortspoliieibebbrde Ortspolizeibehörde von Amtswegrn Amtêwegen zu bcwirkenden FeſtiteYungen bewirkenden FeſtſteUungen hinaus die Einholung ſtandesumtlicber ſtande8amtlicher Urkunden erfordrrlick) erforderli iſt, ſo wird hierzu nicht die Ver- mittelung der Orkspolizeibebbrde anznrufen Ort8polizeibehörde anzurufen ſein, wrl<e ſick) welche ſich in der Regel rrſt erſt wieder ihrerſeits an die oft wait entſcrntrn weit entfernten Standesämter wenden tnüßtr, müßte, ſondern es wird im Aiigcmcinen Allgemeinen das Criu<cn Erſuchen um Ausfertigung der crcfkbrdsr1i<enlirkunden Me Ae Urkunden direkt an die betbeiligtrn Standesämter betheiligten Standes8ämter zu ri irn ein, (799) richten ſein. (799.) Anläßlich cines Einzrlfleies bgt Einzelfalles hat das Reichs-Verſichernngs- Reichs-Verſicherungs- amt aus;;eſprbchen, ausgeſprochen, daß die Berufsgcnomcnſckoaften nicbt verpiiichtet Berufsgenoſſenſhaften niht verpflichtet ſind, den unteren Verwaiiungsbrbörden Verwaltungsbehörden dasjenige Porto zu erſeßen, wrlckxcs durcb erſetzen, wel<es dur< Erhebungen und Miiiheilungen Mittheilungen zur nachträglichen nahträglihen Er- gänzimg irronſtändiger gänzung unvollſtändiger (dem § $ 35 des UnfaÜverfi<erung§geſeßes nicbt geniigrnder) Anzxigen Unfallverſiherungsgeſetzes nicht genügender) Anzeigen entſteht. Die unteren Verwaltungsbehörden ſmd nacb §. find na $. 36 Abiaß Abſatz 1 a. a. O. vsrpflicbter, d_en Berufsgenoffen- ſchnitrn verpflichtet, den Berufsgenoſſen- chaften Anzeigen im Sinne des §. $8. 35 a. a. O, alio boliſtändige alſo vollſtändige An- zrigen, zeigen, zu übermittrln, übermitteln, und Haben haben demgemäß vor Weiterbeförderung dcr Anzeigrn der Anzeigen dieſe auf ihre _ Vollſtändigkeit zu prüfen und dir Vervoilſiändigung nöthigeniaiis die Vervollſtändigung nöthigenfalls unter _Anwendung Anwendung der in §. $. 35 _Abſaß Abſag 2 und §. $. 11 Abſatz Abſay 3 des UniaüverſicherungSgeſeßes aucb iür diricn Unfallverſiherungsgeſezes au< für dieſen Fall aewähtien gewährten Strafbefugniß herbeizuführen. AYÖ Aub die nachträgliche Verbolliiändigung na<hträglihe Vervollſtändigung mangelhafter Anzeigen erſol-zt mitbin erfolgt mithin auf Grund des §. $, 36 Abſatzl Abſay 1 a. a. O., und die nach §. nah $. 101 a,_a. a. a. O. beſtehende Verpflichtung der Berufsgenoffen- ſckvaitrn ;ur Berufsgenoſſen- ſchaften zur Erſtattung von Koſten tritt dann nicht niht ein, wenn jene nackxjräglicbrn (Erbebungen nachträglihen Erhebungen u. ſ. \. w. auf Erſuchen des (Genonenſcbafts- boritandcs crwlgt Genoſſenſchafts- vorſtandes erfolgt find. Vergleiche Beſcheid 110 ( „Amtliche Nachri<ten (, Amtliche Nachrichten des R.-V.=A.' R.-BV.-A,“ 1886 Seite 5), auch das eine ähnliche ähnlihe Rechtslage behandelnde Rundſchrcibcn dcs ReiW-Verficbrrungsamts Rundſchreiben des Reichs-Verſicherungsamts vom 18. Oktober 1887, betreffend die den Berufsgenyſſrnickxaſten nacb §§. Berufsgenoſſenſcaften nah $8. 53, 54: 54 und 101_des UnfailvrrfiÖrrungsgeſctzes zmtebende 101 des Unfallverſiherungsgeſeßes zuſtehende Befugniß zur Einwirkung auf die ortsvolizeilichrn Unfailunterſuchungen („Amtliche ortspolizeilihen Unfallunterſu<hungen (,„Amtlihe Nachrichten des RnBuA.“ R.-V.-A.“ 1887 Seite 336). 1.800.) (800.) Ein als Beauftragter des Reichs-VerſiÖerungSamtsmit der, Reichs-Verſi@erungsamts mit der Leitung bon Schiengericbtsbeiſitzerwahlen befa 1er Schieds- gerichtsborſißender von Siedsgerichtsbeiſigerwahlen befaßter Scieds- gerihtsvorſißender hatte die in der erſtgeda<ten igenſcbaft erſtgedahten Eigenſchaft an Privatprrionen Privatperſonen und öffentliche öffentlihe Behörden, welche nicht welhe ni<ht Reichs- brbörden behörden find, gerichteten gerihteten Briefſendungen zwar mit der'Bezetchnung „Reichsdienſtſache' der Bezeichnung „Reichsdienſtſahe“ verſehen, jedoch jedoh mit dem ihm anderwert anderweit zuſtehenden ſtaatlichen ſtaatlihen Siegel verſchloſſen. Die Portofreibert Portofreiheit der „Hragltcben Ee Sendungen (vergleiche (vergleihe Beſcheid 147, „Amtliche Nacht: ten Nachrichten des R.-V.=A.“ 1886 R. - V. - A,* 1586 Seite 72) war voſtamtlick) nt<t poſtamtli< niht anerkannt worden. Das Rei s-Verſicberungsamt bat Reichs - Verſicherungsamt hat nunmehr im Etn- Ein- vernehmen mit dem eichs-Poſtamt Reichs-Poſtamt den Wahlbeauftraxiten erſu t, Wahlbeauftragten erſut, in Zukunft die gedachten gedahten Sendungen mit dem von ihm gefuhrten S ieds- gerichtsſiegel geführten Schieds- geri<tsſiegel zu verſchließen. Statiſtik und Volkswirthſäjaft. Volkswirthſchaft. Zur Arbeiterbewegung. Einer Correſpondenz der „Köln. Ztg.“ aus Saarbrücken Saarbrü>en vom 16. März entnehmen wir, FolgendZs: _Wäbrend ſich wir Folgendes: Während ſih die Berg- arbeiter des Saargebtets anfa_nglt< Saargebiets anfänglih mit der Einführung von Arbeiterausſcbuſſen Arbeiteraus\{<üſſen ſowie mit den für die Wahl der Vertrauensmänner' blerzu Vertrauensmänner hierzu erlaſſenen Vorſchriften zufrieden zeigten, wurden ſie inzwiſchen durch inzwiſhen dur<h den Vorſtand des Rechtsſchuß- Rechts\<hußt- vereins und emen und. einen Theil der Preſſe gegen die Neuerung aztfgeſtacbelt, _ Zwar, leugnexe aufgeſtahelt. Zwar leugnete man aucb au<h von dieſer Seite nicht, dgß dre Arberterausſcbuffe _ein niht, daß die Arbeiterausſhüſſe ein geeignetes Mittél Mittel ſeien, die gewunſchte enZlere Fublung zwiſchen gewünſchte enge Fühlung zwiſhen Arbeitern und Verwaltung herzuſteqen, herzuſtellen, die bfaffung Abfaffung indeſſen der Wahlordnung insbeſondere wurde im Einzelnen als einer Aenderung dringend bedürftig be- zeichnet. zeihnet. . ,. Daß der Vorſtand der genannten Vereinigung alſo verfabrt, verfährt, iſt begreiflich; tbr begreiflih; ihr Beſtehen iſt iſ für einzelne Mit- glieder desſelben zur Lebensfrage geworden, nachdem nahdem ſie ſich durch erkurlrcbes \ih dur< willkürlihes Verhalten die Kündigung zugezogen und damit den qnſiandtgen anſtändigen Erwerb ihres Unterhaltes abgeſchnitten haben. So leben dieſe denn vergnugt vergnügt von den anfebnli<en Brocken, anſehnlihen Bro>en, die von ihrer Kameraden Ttſ<e Tiſche fallen. . . . Durch die Unterſtelluna, als ſeien gewiffe gewiſſe Maßnahmen der Verwaltung gegen gegea den „Reckytsfchußverein“, „Rechts\{hußverein“, den verzogenen Liebling “der - der Arbeiterbevölkerung, gerichtet, haben es ' dieſe uneigennuyiyen uneigennüßizen Leute wieder einmal fertig gebracht, einigen Fluß, Fluß in die Bergarbeiterbewegung zu bringen, die ibnen beangſttgend ſtockte. ihnen beängſtigend ſ\to>te. Dies die Veranlaſſung zu einer Reihe von Zuſammenkünften der Bergarbeiter, deren Wichtigkeit ſtark übertrieben wurde inſofern, als ſie, nur von Angehörigen ein- zelner Inſvektionen Inſpektionen beſucht, lediglich ledigli<h einen vorbereitenden Charakter trugen. Erſt der heutigen großen Bergarbeiter-Verſamm- lung zu Dudweiler, woran ſich zahlreiche ſi zahlreihe Bergleute betbeiligten, betheiligten, kann mit Rückſicht Rü>ſicht auf die Meinung eines überwiegenden Theils der Saarkohlenarbeiter Wextk) Werth beigemeſſen werden. _Die Die Verſammlung faßte die Arbeiterausſchuffe Arbeiterauëſhüſſe als Schiedsgericht auſ. auf. Dieſes verlangt Lohnerhöhung. Es wurde eme Anerkennunngepeſcbe eine Anerkennungsdepeſhe an die dem (?)enxrunx Been angehörigen Landtags-Abgeordneten Dasbach Dasbah und Fuchs (: ge1and . §Ilus abgeſandt. Aus der allgemeinen Bergarbeiter-Verſammlung in Alt eneſſ en vorn eneſſen vom leßten Sonntag, über welche geſtern telegrapbiſch berichtet telegraphiſ< berihtet wurde, ijt noch iſt no< bemerkenswerth, daß ſchließlich auch noch \<ließli< au<h no<h die Forderungen des Verbandes zur Syracbe Sprache kamen, und daß der .Rh-Weſtßth.“ „Rh.-Weſlf. Ztg." zufolge die Feſtſetzung einer Feſtſeßung ciner beſtimmten Friſt, bis zu welcher dre die Gewährung einer Lobnerböbung Lohnerhöhung gefordert werden ſoüte, ſollte, angeſtrebt wurde. Zu dieſem Zwerk Zwe> hätten die Deputirien Deputirten mehrerer Zechin, Zehen, wie Prinz von Preußen, VoUmond Vollmond und, wie geſagt worden ſei, auch au von Mont Cenis, die Unterſchriften der Bclegfckxaften Belegſ<aften bereits in Händen. Händen, Nachdem fick) no< mebrrre {ih no<h mehrere Redner in der bekannten Weiſe über die Vertreter und die Notbwendigkeit Nothwendigkeit der Einführung der acbtſtündigrn ahtſtündigen Schicht geäußert batien, wnrde hatten, wurde die Verſammlung, ohne über die leYteren letzteren Punkte Be- ſchluß \<luß gefaßt zu haben, geſchloſſen. Ueber eine von etwa 1000 bis 1200 Bergleuten bcſuckxte beſu<te Ver- ſammlung, welche am [eßte'n leßten Sonntag in Waldenburg ſtattfand, entnebmrn entnehmen wir einem Bericht der „Schlaf. „Schleſ. Ztg.“ Folgendes: Folgendes : Der größere Theil der Erſchienenen warcn Erſhienenen waren Mitglieder der Knappenvereine. Der Führer der Bewegung unter den Bergleuten des Waldrnburger Waldenburger Reviers, der gemaßregelte Berghauer Franz, eröffnete die Verſamm- lung mit rinem dreifachen „Glück einem dreifahen „Glü>k auf!“ auf den oberſten Berg- berrn, herrn, Kaiſer Wilhelm U., II., und vrrfuchte verſuhte ſodann fich ſi< gegen die Vorwürfe zu bertbeidigen, vertheidigen, als woiie wolle er nicht ni<t arbeiten, ſondern ſicb ſi< von den Bergleuten erhalten laſſen. begegnrte laſſen, begegnete indeß dabei dem lebhaftén Widerſpruch lebhaften Widerſpru eines Theiies Theiles der Verſammelien; Verſammelten ; überhaupt ſcheint keine Einigkeit unter den Bergleuten zu herrſchen und ein Tbril Theil derſelben, beſonders die Belegſchaften der Fürſtenfteiner Fürſtenſteiner Gruben, mit der Führerſckzaſt Führerſ<aft des Bergmanns Franz nicht zufrieden zu ſein. Bei der Beratbung_ Berathung über die achtſtündige Schicht- dauer kam es zeitweiſe zu iehr ſehr erregten Auftritten. Die Verwal- Verwoal- tungen des Waldenburger Reviers Haben haben ſich bereits zur Herabſetzung der Arbeitszeit auf acht a<t Stunden vom 1. Juli Iuli d. J. an entſchloſſen, entſ<loſfſen, dieſen Beſchluß aber davon abhängig gemacht, daſ; gemact, daß die Konkurrenzrevirre Konkurrenzreviere bis zu dieſem Zeitpunkt ebenfalls die Acbtſtundcnſcbicbt Achtſtundenſchicht einführen und daß nicht niht inzwiſchen ſich ih die Mehrheit drr Mekbrheit der Bergleute für Beibehaltung der jeßigen Arbeitszrit erklßrt. Bcrgbauer Arbeitszeit erklärt. Berghauer Hermann belrucbteté beleu<tete die Verhältniſſe Verkbäältniſſe im niederf<lefi1cben Bcrgrevier niederſ{leſiſhen Bergrevier und unterzog ſodann die Rede des Abg. General-Direktors Dr. Riiter Vom Ritter vom 14 d. M. einer eingehenden Kritik, wobei er die Unparteilichkeit der Unter- ſuchungskommiſſion ſuhungskommiſſion für die Beſchwerden der Bergarbeiter voilauf vollauf anerkannte! Cr Er mußte auch zugeſieben, au< zugeſtehen, daß ein ſehr großer Theil deſſen, _ rvas was Abg. Dr. Ritter in ſeiner Rede erwähnt, wahr iſt, be1onders beſonders die Charakteriſtik der jüngerrn Verg- mannsgcneration; jüngeren Berg- mannsgenerationz er brſtritt abrr, beſtritt aber, daß der Ausfiand Ausftand vom Mai 1889 die enorme'Preisſteigerung enorme’ Preisfteigerung der Kohle Koble um 100 0/9 °/9 veranlaßt babe; habe; daran ſei einzig und alicin allein der Zwiſchenbandci ,1cbuld. Zwiſchenhandel ſ{<uld. Die Löhne der hieſigen Berglente Bergleute ſeien nur um 25 0/0 %/9 geſtiegen, und dies anch nicht auch niht bei der Gemmmtbrif, Geſammtheit, ſondern nur bei Einzrlnen. bci Einzelnen, Vor- rzrtbcilslos urtheilslos ſtehe heute eigrntiicb eigentlißh nur Sc. Se. Majeſtät der Kaiſer den Beſtrebungen der Bergleute gegenüber. Er Habe habe die Lage der Arbeiter klaren Auges durchſchaut dur<hſhaut und ſei ohne Zweifel von dem Gedanken durchdrungen, daß nur ein kräftiges Bürgertbum Bürgerthum und ein tüchtiger Arbeiterſtnnd_ Arkeiterſtand die eigentiicben Stürsen eigentlitßen Stützen des Thrones bilden können. können, Die L*ürgcrjcbaft Vürgerſchaft handle darin aber ſehr kurzſichtig, kur;ſihtig, wenn fie ſie den Bergleuten Wegen wegen ihrer berechiigien berechtigten Beſtrebungen ihre Sympqibirn enizicbe. Nach Sympathien entziche. Nah längerer Er- örterung Wurde obne Widerjpruci) œurde ohne Widerſpru der Antrag angenommen: „Da die Grubenverwaltungen erklären, nicbi ſchon nit {hon am 1. April d. Z. I. die achtſtündige ahtſtündige Schicht einführen zu können, ſo fo ſind die verſammelten Bergarbeiter zufrirden, wenwdieſe Schichtdaner zufrieden, wenn dieſe Schichtdauer erſt am 1. 1, Juli d. J. eintritt, vorausgeſetzr, vorausgeſeßt, daß die Grubenverwaltungcn Grubenverwaltungen ſich ſchriftlich \hriftlih dazu Verpflichten verpflichten und dar; einicblxeßltck) daß einſ{ließli<h je einer Viertelſtunde Ein- und Ausfabri Ausfahrt die Schichtdauer höchſtens 83 Stundrn 8# Stunden beträgt.“ Die Verſammlung ertbeilte aleicixieitig dén Dcputrrten ertheilte gleichzeitig den Deputirten den Auftrag, fick) ſchriftlich Von drn ſid \criftli< von den Verwaltungen das Verſprechen geben zu laſſen, daß dieſe Arbeitszeit von dem genannten Zeitpunkt ab eingeführt werdenſol]. -- werden ſoll. — Im weiteren Verlaufe der Yerbandlungen wiirde Verhandlungen wurde aus der Mitte der Verſammlung Klage geführt yber über das tvbe rohe Benehmen eines, eines großen Theils der jüngeren Bergarbeiter und energifcbes energiſ<hes Ein- ſchreiten der Beamten und der älteren Arbertrr Arbeiter dagegen geiordert. gefordert. In Halle wurde am Sonntag ein Bergmannstag der Provrn'z Provinz Sachſen abgehalten, weicht dsr .Mgdb. welwer der „Magdb. Ztg.“ zufolge ſo zahlreich, fo zahlrei, beſonders von Bergleuten aus den) ManSieldſ<en, dem Mansfeldſhen, beſucht war, daß der Saal die Zuhörer nicht nit zu fanerx bernwchte. Auſ faſſen vermohte. Auf der Tagesbrdnung Tagesordnung ſtand Beratbung Berathung über die O rganiſatr on d e r Organiſation der Berg- arbeiter in der Provinz, über welcbe welche der bekannte Regierungs- Banmeiſter Baumeiſter a. D. D, Keßler Bericht erſtattete. Dre Die beabſichtigte Or- ganiſation ganifation fußt demnach demna<h beſonders auf §. $. 152 der (Gewerbeordnung Gewerbeordnung und auf §. $. 8 des preußiſchen preußiſhen Vereinsgeſeßes. Nach dezn dem vorgelegten Statut ſtehx ſteht an der Spihe Spitze des Ganzen der Provinzralausſchuß Provinzialaus\{<uß mit dem Saß tn Siß in Halle a. S. Er hat die Aufgabe, dre die Organiſation zu leiten, ſtatiſtiſche \tatiſtiſhe Erhebungen über Lohn- und Arbeiterverbältniffe anzuſteiien, Arbeiterverhältniſſe anzuſtellen, bei Streittgkerien Streitigkeiten wegen Lohn und Arbeit zu vermitteln und ein friedliches Ueberetnkommen friedlihes Uebereinkommen anzubahnen ec. 2c. Jede Politik iſt ift zu vermeiden; nur die beſonderen Angelegenheiten der Bergarbeiter ſind zu überwachen. Daneben Werden Bezirksausſchüfſe werden Bezirksaus\<üſſe ge- bildet, ſogenannte Lobnkommiſſionen. Lohnkommiſſionen. In dieſe darf jeder Betrieb oder jedes Werk nur einen Vertreter entſenden. Die„Ausſ<üſſe entſenden, Die Aus\{üſſe konſtituiren cb ſi<h ſelbſt, doch do< üben beſondere Reviſoren dre die Kontrole aus. Der weck Zwe> der VezirkSausſébüſſetiſt namentlich, Bezirks8ausſ{üſſe iſt namentlih, Sammlungen zum Generalfonds zu veranſtalten, etwaige Uebelſtande aufzudecken Uebelſtände aufzude>en und abzuſtellen, Streitigkeiten zu ſchlichten {li<ten und an den Prbyinzialansſtbuß Provinzialausſhuß Bericht zu erſtatten. Auch dieſ e Ausſcbüff e dieſe Aus\{üſ}ſe ſollen kemx oltttfcbe Tbatigkeit entwickeln, ondern keine politiſche Thätigkeit entwi>eln, ſondern nur vermitteln zwiſchen Betriebsfu tern zwiſhen Betriebsführern und Arbeitern, Die öffentlich abzubaltenden abzuhaltenden Generalverſammlungen ernennen den ?rovin- xialausſchuß OE zialaus\{huß auf ein cin Jahr, überwachen die Bezirkßausſcbuffe, tre en Bezirksaus\hüſſe, treffen Be- ſtimmung uber über die Gelder und Unterſtützungen Unterſtüßungen 2c., ziehen überhaupt Ants, Alles, was iür für Arbeiter Intereſſe hat, in ihren Bereich. Bereih. Die öffent- lichen Bezirksverſammlungen wäblen jährlich apf wählen jährli auf je 200 Mitglieder höchſtens xinen Dele irten. einen Delegirten. Dieſe Delegirten bilden zuſammen dann den Delegirtentag. eßterer Letzterer muß vom Provinzialausſchß Provinzialaus\huß einmal im Jahre einberufen werden, iſt aber an nichts nihts gebunden. Er kann be- ſondere Kommiſſionen einſeßen, um ein gemeinſames Vorgehen der Arbeiter unter fich ſi< und mit anderen Arbeitern zu beratben. berathen. Die Beſchlüſſe derſelben haben den Charakter von Vorſchlägen, die für die Bezirks-Ausſcbüffe nicht Bezirks- Ausſchüſſe nit bindend ſind. Der Provinzial-Ausſ<uß max; Provinzial-Aus\{uf a auf dem Delegirtentag unbedingt vertreten ſem. ſein. Zur beſonderen Au beſſerun Aufbeſſerun der Lage der Arbeiter werden in allen Bezirken Fach v er eine Fa < vereine gebildet, die ganz für fich ſi< be- Leben Ie und vollkommen unabhängig vom Bezirks- und rovinzialausſcbuß find. rovinzialaus\{<uß ſind. Für dieſe Fachvereine wird ein beſonderes Muſterſtatut auSgearbc-itet ausgearbeitet werden. Auf Grund dieſes Organiſations- planes ſoll die Organiſation erfolgen. Es wurde zunächſt zunä<hſt ein Aus- ſchuß chuß gewählt, welcher den erſten Delegirtentag einberufen und dann daun ſein Amt niederlegen wird. In Halle bewiliigten bewilligten die Tiſchlermeiſter die Lobnmebr- Lohnmehr- forderung derI ders Geſellen und die ſonſt von dieſen geſteliten geſtellten Bedingungen, beſchloſſen aber ihrerſeits, die Preiſe für fertige Arbeiten entſpre'cbend 'zu entſprehend zu erhöhen, wie es die S<loſ ſer- Shloſſer- und Klempnermexſter Klempnermeiſter in Halle gethan haben. Auch Au die Mehrzahl der dortigen Schnrrdermeiſter Schneidermeiſter haben den (Geſellen Geſellen einen Lohnzuſchlag von 10 9/0 %/ bewilligt, dagegen den Lobutarif abgrlebnt. Lohntarif abgelehnt. Hier in Berlin haben der ,Nat.-Ztg.' „Nat.-Ztg.*“ zufolge ſämmtlicbe ſämmtlihe am Bau des neuxn neuen Reichstagsgebäudes beſchäftigten Zimmerer wegen ?tirFkZewrlltgung bbbercr M ns höherer Lohnforderungen geſtern die Arbeit einge e . Aus" Rei<e'nb,erg eingeſtellt. Aus Reichenberg i. B. wird der .Voff. Ztg.“ telegrapbirt: „Voſſ. Ztg." telegraphirt: Zu Grunwald Grünwald iſt in der Baumrvollſpinnerei Baumwollſpinnerei von Mauthner u. Oeſterretcber Oeſterreiher ein großer Ar beiter-Ausſtand ausgebrochen. Arbeiter-Ausſtand ausgebrocher:. 1000 Arbeiter find ausſtändig ſind ausftändig und fordern zebnſtündige zehnſtündige Arbeitszeit, 20 9/0 Lohnerbbbung %/% Lohnerhöhung und Entfernung des Fabrikleiters. Geſtern fanden Ausſchreitungen ſtatt, wobei Lrtzterer Letzterer geprügelt wnrde. wurde. Vier der Rubeſiörrr Wurdkn verbajtet. Ruheſtörer wurden verhaftet. Ueber die große Ausſtandsbewegung unter den Berg - xeuten rn Berg- leuten in England mrldet .W. meldet „W. T. B.“ weiter: In einer geſtern in „London London abgehaltenen Verſammlung von Gruben- beſrßern Wurde beſißern wurde beſchloſſen, auf die Verlangte verlangte Lohn- erbohung „um „5 0/0 „jetzt erhöhung um 95% jet und um Weiter? 50/0 weitere 5% im Juli Iuli als unmoglxcb MÖT, cimugehrn. unmögli ni<t einzugehen. Die Verſammlung erklärte fich ſh aber bereit, mit e_tner einer Deputation “der ‘der Arbeiter am Donnerſtng zu nnterhandeſn. -- Dre „Voſ. unterhandeln. — Die „Voſſ. Ztg * theilt folgenden eigenen Draht- bxrtcht beriht vom 17._ 17. d. M. mit: Der Ausſtand der Grubenarbriter Grubenarbeiter hat bis jejzt „noch nicbt dre befürchteten grobßen jeßt no< nicht die befür<teten grchen Verhältniſſe angenommen. 25000 25 000 bis 30000 ſteilſen ſtellten am Sontra and Sonnabend die Arbrit Arbeit in Süd- und Weſt-Yorxſhrre'em; rnndrn Weſt-Yorkſhire ein; in den übrigen Bezirken wird die Arbsit Arbeit fort- geſetzt, geſeßt, bis dte_ endgultige Entſchlirßuna die endgültige Entſchließung der in London abzu- baltenden Kbnſerrnz des. Grubenbeſißerverbandes haltenden Konferenz des Grubenbeſißzerverbandes be- kannt geworden nt. anw1f<en baben iſt. Jnzwiſhen haben in Lancaibire Lancaſhire 7000, in 'Yorkſbtre 12 000 Yorkſhire 12000 Arbeiter die beantragte Lohnerhöhung brwrlitgt „erbalxen. bewilligt erhalten. Die kleincrrn Grubcnbefißrr kleineren Grubenbeſitzer zeigen M) nach- grebrg, ſi< nah- giebig, die größeren weigern fich jedocb ſih jedo< entſchieden, aneſtändniffe Zugeſtändniſſe zu warben. - machen. — Dagegen berichtet_die berihtet die Londoner „Allg. Corr.“ unter dem g1et<en gleihen Datum: _Der AuS!tand Der Ausſtand der Bergleute in den Koblen- drftrrktxn Kohlen- diſtrikten iſt ſeit Sonnabend in Voliem Schwungr. Jn vollem Schwunge. In Yorkſhire Haben 60000, haben 60 000, in Derbyſbire Derbyſhire 20 000, in Süd-Staffordibire Süd-Staffordfhire und _Oſi-Wbrceſtcrihire Oſt-Worceſterſhire 12000, in Nord-Staffordſbire 15000, Nord-Staffordſhire 15 090, in Nottinghamjbire Nottinghamſhire 12 000, in Nord-Wales 10 000 Beereute Bergleute die Arbeit eingeſtellt. Recbnrt m_an Rechnet man hinzu die Koblenreviere Kohlenreviere in Lancaſbirr, L_erceſierſbire, Warwickibtre Lancaſhire, Leiceſterſhire, Warwickſhire und den übrigen Vinnrngrafſckxaften, Binnengrafſchaften, ſo laßt ſicb Wohl läßt fi wohl annehmen, daß im Ganzen 150 000 bis 200 000 Ar- beiter feiern. In Liverpool fand geſtern Nacbmittag Na<mittag eine groß? große Ver- ſammlung von ſtrikenden Dockarbciiern ſtait. Do>arbeitern ſtatt. In der- ſelben fragt? ' fragte der S<iffsrbeder Schiffsrheder Houſton, warum die Leute die Arbeit auf iernen ſeinen Schiffen nicht ni<ht wieder aufnäbmen, nachdem aufnähmen, na<hdem er ihre Fordcrungxn bewilitgt babe. Forderungen bewilligt habe. Mac Hugh, Sekretär der Arbeitsr- Affociatwn, außerte ſick) _ Arbeiter- Aſſociation, äußerte {ih in ähnlichem Sinne und WLAN wurde von der 1armcnden lärmenden Menge mri mit dem Rufe unterbrochen: „Niemand ſol] \oll arbeiten, wahrend“ während Andere Hunger leiden“. Yiac Hugb erwiderre Mac Hugh erwiderte darauf, er. er werde, da die Menge vernünftigen Vorſtelinngcn11i<tzu,7„ä:1g- [[> Vorſtellungen nit zugäng- lich zu ſem _fcbetnc, uberlegen, ſein ſeine, überlegen, ob er ſkins Entlaßung ſeine Entlaſſung nehmen folie. Wahrend ſolle. Während er [prackxrubrcxn ſprach, fuhr ein großer, mitGrtr eidc [* e [ ade n er Wa g en voruber. Em mit Getreide beladener Wagen vorüber. Ein Haufe ſturzte fickxktroß drr ſtürzte ſi< trotz der Proteſte Mac Hugb's Hugh's und Andrrer anf d;en Anderer auf den Wagen, ,bsmächtigie iich bemächtigte \ſih des (Hrireides Getreides und verſtreute dnsielbe dasfelbe auf die Siraße. DrrKutſ Ther Straße. Der Kut\ her erhielt in dem Handgcmenar Handgemenge einen Meſſerſtrch Meſſerſtih und mehrere andere Männer wurden dnr< dur< Fuß- tritte_ ſcb-WLr verletzt, Cine P () [iz eim (: n nſch aft tritte {wer verleßt. Eine Polizeimannſ<haft von 6 Offizirren Offizieren und 50 590 Konſtablern wurde bci i_brem bei ihrem Eintreffen mit Stsinwürfrn ernpiangen, Steinwürfen empfangen, zerſtreute aber 1<iirßli< j<ließli< die Menge. Tie Bebbrdcn Die Behörden von Liberpbol Liverpool waren unter dem Vorfiß drs Bürgrrmeiſters [121118 Raki)- tnrttag Verſammelt, Vorſitß des Bürgermeiſters heute Nach- mittag verſammelt, um über die Situation zu beraibkn; berath:n; u. A. ſri'i dre dVerlegung Von ſoll die A von 500 Soldaten von Preſton Hierher hierher beantragt wer en. 21113 B eigien werden. Aus Belgien liegen wieder zwei ſehr bezeicbnende ſoz i ali ſtiſcbe bezeihnende ſozialiſtiſ<e Kundgebungen bor. vor. Auf Anrvciſung dcs Erricralratbs Anweiſung des Generalraths der belgticben belgiſchen Arbeiterpartei werden am 18. 18, d. M., M,, als drm dem Jahrestage der §Yrbklarnattbn Proklamation der quzſer Parifer Commune, alle Arbeiterlokaie Belgirns Arbeiterlokale Belgiens die rothe Fahne anibrßen. aufhiſſen. Der Antwerpener S<a11kwirtb Schankwirth Arcaye, welcbch bet welcher bei der 1eytZen gen Ziehung der Anrwerpener Antwerpener Stadtlooſe 150000 150 000 Fr. gewonnen“ akte, gewonnen hatte, hat 20 000 Fr. dern dortig-kn Urbsrter- dem dortigen Arbeiter- vereine fur für die ſozialiſtiſche ſozialiſtiſhe Propaganda Überwieſen. überwieſen. Zur Lage der Eiſeninduſtric. Eiſeninduſtrie. Die Eiſenfsbrikation Eiſenfabrikation bot im leßiry leßtey Quartal, wie aus Arnsberg grſckyrtebrri geſchrieben wird, in ailen allen ihren Zweigen rin Ziveigen ein erfreuliches Bild Vild dar. Die beſtebrnden beſtehenden Betriebe erfuhren eine fortgeſeßte Er- weit'rrunéx, weiterunz, die Zahl der ncuen Fabrikanlagrn bermcbrtc ſicb. neuen Fabrikanlagen vermehrte ſih. Die Preiſe ſarnmtlichcr ſämmtlicher Fabrikate zeigten eine no< ſicigendc ſteigende Tendenz; ſrlbſi m felbſt in der Erſendrabt-Jnduſtrie, Eiſendraht-Induſtrie, deren Preiſe in auffallendcr auffallender Weiſe zurück- gcblu'ben zurü- geblieben waren, begann ein unverkennbarer Anfſckywung. , Was" Aufſ{wung. __Was den Eifenerz-Bergbau Eiſenerz- Bergbau betrifft, ſo hielt ſich au< dreier wahrend ſi< au<h dieſer während des letzten leßten Quartals nicht ni<ht nur auf drr der zu Beginn desſelben eingenommenen Höhe, ſondern bekundete ſogar cinrn einen weiteren Jortſcbrtxt. ,Da dir Fortſchritt. Da die Geſchäftslage auf dem Eiſentnarkt Eiſenmarkt während dieſer Zett eme Zeit eine günſtige blirb, blieb, und die Erzprciſe Erzpreiſe in Folge vrrſtärktrr Nacbfraae ſtirgen, verſtärkter Na(frage ſtiegen, ſo konnten die Gewinnungsarbciten auſ Gewinnungsarbeiten auf den Berg- Werken werken flott fortgehen und einen guten Ertrag abtrerfen. abwerfen. Kanalbauten. Der Neubau des Oder-Spree-Kanals iſt im Laufe des vergangenen Jahres in erfreulicher erfreuliher Weiſe gediehen. Dieſer12ZMeilc-n Dieſer 124 Meilen lange Kanal fteÜt ſtellt eine neue,_ neue, den heutigen geſteigerten Anſprüchen an Größe und Tiefgang der Schiffeventſprechende Schiffe entſprehende Waſſerſtraße von Juſten- Qo berg a. O. über Müllroſe na< Furſtenwalde, nah Fürſtenwalde, von dort nach nah dem eddin- Seddin- See und der Dahme bis nach Köpenick nah Köpeni> her. Es iſt möglich mögli geweſen, die Hälfte der Strecke Stre>e von Fürſtenwalde abwärts bis zum Seddin-See vollſtändig fertig herzuſtellen, ſodaß dieſer Theil ſchon hon am 1. Juli vorigen Jahres dem öffentlichen Verkehr übergeben Werden werden konnte. Auf der oberen Strecke Stre>ke von Fürſtenberg bis Fürſtenwalde ſind die an er- ordentlicb außer- ordentli<h umfangreichen Erdarbeiten zumal in der Nähe von Fürſten erg Fürſtenberg zwar kräftigſt gefördert Wegen vielfacher gefördert, wegen vielfaher Schwierigkeiten, welche bei der Bauausführung bervortraten, hervortraten, aber nicht ni<t ſoweit gelangt, wie dies anfänglich anfänglih in Ausſicht genomxnen genommen war. Namentlich bei undirung Fundirung der Schleuſen S(hleufen bei Fürſtenberg zeigten ſich ſi< ſo erbeblicbe cbwierig- erheblihe Schwierig- keiten, daß es unmöglich unmögli<h wurde, dieſe Bauwerke, wie beabſichtigt war, bereits bis zu dieſem Frühjahr zu vollenden; es iſt aber ſichere ſihere Ausſicht, vorhanden, dies bis zum Sommer zu erreichen, erreihen, ſodaß dann, da auf der übrigen Strecke Stre>e zwiſchen Fürſtenberg und Fürſtenwalde die Erd- Erd» arbeiten nahezu und die Bauwerke voliſtandig vollſtändig fertiggeſtellt ſind, vbrausſicbtlich \ind, voraus\i<htli< am 1. Oktober 1). I. d. J. der ganze Kanal von ür Für te bis Köpenick Köpeni>k für die Schiffahrt freigegeben werden kann. F ſ nbcrg AONEANTS Zwei weitere Neubauten arößeren größeren Umfangs, Welche welche vorhandene Waſſerſtraßen den erhöhten VerkehrSanſprüchen Verkehrsanſprüchen der Jeßtieit en!- ſprecbend umgeſtqlten ſoßen, Jettzeit ents ſprehend umgeſtalten ſollen. ſind in der Ausfübtung Ausführung begriffen. Die eme dieſer eine diefer Arbeiten, die Kanaliſirung der Unterſpree von der Berliner Werchbildgrenze Weichbildgrenze bis Spandau, ſiebt ſtebt in unmittel- bareurZuſammenbange mrt barem Zuſammenhange mit den zurZrit zur Zeit in der Ausführung begriffénen RFultrungsarbetten drr Sprecinnerbaib begriffenen S Taearbellen der Spree innerhalb Berlins und dem Neubau der S leuſe Sileuſe an den ebemcaltLenDammmüblcn daſelbſt.Letztrreſolidiegleicben ehemaligen Dammmüblen daſelbſt. Letztere ſoll die gleichen Abmeſſungen, wre wie die Oxbleuſen Schleuſen des Oder-Spree-Kanals erhalten, um das Dur<fahrennvbn Kabnen Dur@fahren von Kähnen mit 8 m Breite, 2 111 m Tiefgang und 8000 Ctr. Tragfabtgkett Tragfähigkeit zu ermöglichen, ermöglihen, und dementſprrcbend rnrrß auch dementſprechend muß au<h das Fahrwaſſer _der der Unterſpree bis Spandau vertieft Werden. werden. Nach _D_ur<fuhrung Durchführung dieſer Anlage können Köhne Kähne mit der angeführtrn Tragfahtgkcrt „bon angeführten Tragfähigkeit von Schleſien bis Berlin, beziehungsweiſe bis Hambnrg gefubrt Werdrn, obne mniaden zu Hamburg geführt werden, ohne umladen ¿zu müſſen. Die andere Bauausfubrung Bauausführung betrifft den "Sacrow-Parelxer Sacrow-Pareztzer Kanal, welchc durck), Baggerungrn erbeblick) britieft welber dur<h Baggerungen erbebli<h vertieſt wird und an Steile Stelle der [SHT txorbandrnen, jet vorhandenen, weit in den Kanal binxin- reichenden, flachen Bbichungen hinein- reihenden, flahen Böſchungen neue Drckwrrkc De>werke und damitrin wkſentlick) damit ein weſentlich breiteres Fabrwaffer erhält. „Beide Fahrwaſſer erbält. Beide Arbeiten, ſowohl die Kanaliſirnng drr Unterſdree Kanaliſirung der Unterſpree als auch au<h die Vertiefung Und Verbreiternng und Verbreiterung des Oacww-Pacetzer Sacrow-Pareter Kanals können im Laufe dieſrs dieſes Sommers boiiſtändig vollſtändig beendet werden. - werden, , Literatur. _ _ ' ,GeſchrÖtsdrarnen' . eGeſchi<htsdramen“ von Peter Lohmann. AuSgabe Ausgabe in einem Bande, 'Le-WW. Verlagsbucbbandlung Leipzig, Verlagsbuhbandlung von I. J. F. Weber. 1890, 1890. Es iſt ift die dritte Aufiazze Auflage dieſes Werkes, wriche wel<he uns bor- vor- liegt. Die anziehende Marliſ Mat ſeines Inhalts, für welcbe wel<e die ſo freundliche Aufnabme lznd Aufnahme und fo WWW \<nelle und weite Verbreitung desſrlben wobl dre desſelben wohl die beſten 'Zetcben Zeichen ſind, deutet genügend der Titel des Werks an. (Es Es iſt eben das wirkliche ,voiie Mcnſchenleben“, welches „volle Menſchenleben“, wel<es von den _ „Brettern, 'die die die Welt bedeuten“, bier packend anf hier pa>kend auf den Le1er Leſer einwirkt, gleichviel gleihviel ob ſeine Darſirilungs- fbrmen dre Darſtellungs- formen die Geſtalten eines .MaſanicUo', .Effer', Savomrbla', „Maſaniello*, eEfſex“, Savonarola*“, eines .Scbmteds „S<mieds von Ruhla“, „Appius Ciandins“, .StraFord' Claudius“, „Straford“ oder . dre „die leßten Mauren", „Kari Mauren“, „Karl Stuarts Ende“ und „Wider den Sta<el'_ Stael“ als Gegenſtand wählen. In der DarſtellungSwerſe verſcbmabt Darſtellung8weiſe verſ<mäht der Autor jeden unnöibigen unnötbigen Aufwand an Knuſtmttteln, Kunſtmitteln, jeden übermäßigrn Schwunzi übermäßigen Shwung der Pbantaſie, xeden Phantaſie, jeden Zauber einer pbkrnſenchien Auſbauſckxung, phraſenhaften Aufbauſ(ung, iſt dabingrgen dabingegen in der äußgejtaltung aiicr 1emer .GrſcbiÖtsdramrn“ unausgcſeßt Ausge]taltung aller ſeiner „Geſchihtsdramen“ unausgeſeßt und mit brſtemer-fbl :. beſtem Erfolge bemüht, ſeine Helden und Heidcn-erioffcn gam Heldengenofſen ganz in dem Lubie Lichte ihrer Fett, Zeit, in den Farben ibrcr Zeitnmſtändr, ibrer Zeitumſtände, in dcm “Fmrulſe ileer Zertgedanken, dem Impulſe Ge Beitgedanken, auſtreten, handeln, ſiegen Oder unxeriirgm oder unterliegen zu a en. _ afen. Von dem in Frankfurt a a. M. [ebrndon Dickirkr 111: T-iribur Pfung ſt „liegt lebenden Dichter Dr. Arthur Pfungſt liegt uns der rrſtr T_beil erſte Theil einer rpiſckysn Tirbtnng „Las karis' epiſhen Dichtung „Laskaris* vor (Leipzta, (Leipzig, Verlag von Wilhelm Frirdricb, K. Friedri, K, R. Hofbucbbändler). Hofbuchhändler). Der Verfaffer, dcr ſick) durri) Verfaſſer, der ſih durch eine unisr drm Tiiri „Ibis unter dem Titel „Loſe Blätter“ (im ſelben Verlage) erſchicnenc? erſhicnene Sammlung [r)riirbrr (HrdiMc bcreits bortbeilbafi lyriſher Gedichte bereits vortheilhaft bekannt gcmachi bat, brkUni-ct, wir gemacht hat, bekundet, wie in dicſrr, is an:!) dieſen, ſo auch in dern dem obigen noch unboiirndktrn EPOS eins tirf crniir, «reifte Writ- anicbanunn. no< unvollendeten Epos eine tief ernſte, gereifte Welts anſhauung. Ja, die eingcfibckitrnkn, ans.:rrebrxien Und gedamkcnrciÖen Lebrnsweisbeiis-Lebren gcbrn eingeflohtenen, ausgedehnten und gedankenreiHen Lebensweisheits-Lehren geben der Dichtung gerade:,u cinen rbii-.**"rdbiſ<- didaktircben Cbaraffsr. geradezu einen philoſcpbiſ<h- didaktiſ<hen Ckarakter. Der erſte" Tbeil dcs Ebbs, dcm sine neu- grirciotkck)? erſte Theil des Cpos, dem eine neus griehiſ<he Sage zu Grunde zn licgcn ſcbsint, brritcii fick) „Laskaris' zu liegen ſcheint, betitelt H „Laskaris? Jugend“ und ſvielt ſpielt auf den Inſeln Cdprrn Cypern und ?)ibrbbs ixi mixrriaiter- li<rr Zoff. Rhodos in mittelalter- lier Zeit. Der Held iſt ift ein vornebm-cr Jiinslirxß, crfriiii ron drm vornehmer Jüngling, erfüllt von dem glühenden (Orange Drange in die Welt binans, wäbrrnd Ybiialrxbrs, hinaus, während Philalethes, ein lcbrnsrrfabrerxrr Weiſst lebenserfahrengr Weiſer und “illckyymiſt, ſiéi) befiiiién zcégr, ibm Alchymiſt, ß< befliſſen zeigt, ihm die Geſgbren, Gefahren, denen er ſick) ausſeßrn ſi ausſetzen werde, nnd dic Eiicikrir aiics eriſcben und die Eitelkeit alies Irdiſchen zu 1<ildcrn. ſchildern. Als fi< ſi Laskaris dennoäy nirist W;! ſcincm Vsrbabcn denno nit von ſcinem Vorhaben abbringen läßt. wiil ibm Pbiialrtbés Wenigi'trris drn Wr.] z::rn waiiren (Mück zsigrn, nnd läßt, will ihm Philalethes wenigſtens den Weg zum wahren Glûd> zeigen, und der Jüngling erklärt ſnip bsrrxr, arri" (ichn be- 1<n*erli<cn Pfads ih bereit, auf dieſem bes \dwerlihen Pfade ihm zu fbigrn. Zn Röbdbs xxxi: IxsiUis folgen. In Réodos mit Laskaris an- gekommen, übrrqiebt dsr übergiebt der Weiſe ibn drr Obbni dcs Präixrrn sines Kxoiiers, ihn der Obbut des Prälaten eines Kloſters, wo Laskaris nun, den edlen Tbatrn dcr Jbbaimizrr-xiiiirsr narb- WLMÖ, I> Thaten der Johanniter-Nitter na<- eifernd, fi unter Anlriinng Anleitung der Mönch? Mönche der Brrritxnxz ban Arseneirn “ſur dic Krankrn Bereitung von Arzeneien für die Kranken widmet. Eincs Tach irn Wridc, wb rr nach b'cilbritYé-ndcn Eines Tages im Walde, wo er nah heilbringenden Kräutern ſncbir, :rmiidr-t einri-ziwizim, ſuchte, ermüdet eingeſblafen, wird (? durcb LMM „Schrei auigcwrckt. DiLiLiii nacbgcbrnd, findrr cr cin: biiifioſe, 5071111121: Schianize grbiffrne ex dur einen Schrei aufgewe>t. Dieſem nagehend, findet er eine hülfloſe, von einer Schlange gebiſſene Jungfrau. Lxskarés «rcxxrr ſic diirch Äusxangz'n Laskaris errettet ſie dur Ausfaugen der gifierfiiiitcn gifterfüllten Wunde rrm iicbrrcn DM *.er grlritet vom ſicheren Tod? und geleitet das Madaben Mädchen dann beim NÜÖ ibrcm DMÉM. Fir Wii? heim na ihrem Dörfhen. Ihr Bild aber hat ſich ibm anfs Tiriſ'ſs ein,;cpriigt; 1'0-“1 beninri'i zirersbrii iiberſteigt cr Nacbjs dic Kloſtermanrrn, nm in ibrx Näbr zu .Wir-.: ::.-*.? *.*-.rnimmt mm aufs Tiefſte eingeprägtz; von Sehnſucht actrieben überſteigt er Na$t8 die Kloſtermauern, um in ihre Nähe zu eilen und vernimmt nun an ihrem Lagxr, daf; ſir: dcmwi» crm Tor»: r*:rnriinr rreil fie die Ncraidrn grſcb-anr, clfrnglri-er Fabcirrsſc=, dir „Air::kx- ars dcn kÜIlen QUEUM Lager, daß ſie denno% dem Tode verfallen, weil ſie die Neraiden geſcaut, elfengleihe Fabelweſen, die „Abends aus den küßlen Quellen ſteigen, um auf dcn Binm-Jn, imb)»; errnxniié'r den Blumen, unter Sternenlicht zu tanzen ibrrn wundcrſamcn Re'gén“. Si: bcrlmnicn nail) xb.“ Und ihren wunderſamen Reigen". Sie verlangen nah ihc und nur durch irdiicbcs dur< irdiſhes Gold kann fie ſio?) ſie ſi aus 1b:-;'r “Grantſ 2.777.751. 7, iſ.“; ihrer Geralt befreien, Dieſes beſchließt ihr der iiebrnerÜngling nm jcdcn liebende Jüngling um jeden Preis xn r*xr1"ii„-.1r7xrx. (Zr zu verſ<affen. Fr nimmt Ur- laub vorn Kloſtrr Und eiii ,;r: ſrir-xrn crfnbxrnrxi r*„Zr-:.i;.'i'r:: vom Kloſter und eilt zu ſeinem erfahrenen väteclihen Freunde. Pbiialcibcs, irn Brſiße ein-xr „Paixaccc, .in? dir ri. LIrit gebxrrt, dir jsd' Métal], Philalethes, im Beſitze einer „Panacee, auf die die Welt geharrt, die jed’ Metall, das ſic dnrkkydringt, zii ('I-bid [57:1 wcrden“, ſe durchdringt, zu Gold läßt werden“, vererbt ihm dieſks Wundrrmiticl dieſes Wundermittel und [r,xt fick) dnnn =:;11: Zirrbkn legt ſi< dann zum Sterben nieder. Laskaris über;;ic-bt dé? Leirbc drm "r"»- M* MUM]! dk? Aſche- Um fie nach übergiebt die Leiche dem Lever und ſammelt die Aſche, um ſie nah Rhodos zu bringen, wir r*.r «.»;an ibxn borgcſchrieben. wie es ver Sicrocuoe ihm vorgeſchrieben. Damit ſchlirßt dsr erſt?, {ließt der erſte, 12 Gefängs n;:ifaſ'ſxxidc Clan der Dicbtnng, anf dercn Fortdang Gefänge umfaſſende Theil der Dichtung, auf deren Fortgang er uns >>! »;eſyan "mcht. 2711-58 Vcrswrm re{<t geſpannt macht. Als Versform ſind 5ſüßige gereimic Jambsn gcwäbii, Wick) ?)lrr dr: ZraM-i, 5 füßige gereimte Jamben gewählt, nah Art der Stanzen, aber um zMi Vcrſe zwei Verſe erweitert. Von wxnigrn Sirlirn ,“rbiisſrixn, bat der Dichtsr aucb ſtrts wenigen Stellen abgeſehen, hat der Dichter auch ſtets Sorgfalt auf die rcgrlrscbir eriairrwg bbri Mrs regelre{<te Geſtaltung von Vers und Reim verwandt, twßdcm troßdem er durch di? ſ(bbn bbcr'. brrrrriicbobcnr Fülie die {hon oben hervorgehobene Fülle und Tiefe dcr Gedankkrr ſicb ſiine Aufgab: mib? [FÜR, der Gedanken ſi< ſeine Aufgabe nicht leiht gemacht bat. hat. Als Proben in dieſer Bezisbnng ſcicn rirxigc Lich Ullkgétbeilt. Beziehung ſeien einige Verſe mitgetheilt. So beißi beißt es im 4. Gcſanac: „D;;s Geſange: „Das was r*cr,*.x;“:;icri. !*;ckkt Dkk vergangen, ſicht der Menſch der- ver- klärt, Tir Die Zukunft firbt cr nm“ ſieht er nur im roi*zi;:1 Liebi, JJWÖ rof'’gen Licht, Jedoch der bSUt'ge Taſt, heut'ge Tag, der ihm gehört, Er findrt findet ſtets zu irbcxr i1'il'iiiwll)" nicht. leben werth ihn niht. Dies Spiel des chcns Ach ſpiricn miiſſkn »“ MET Lebens Alle ſpielen müſſen — Nicht Jeder weiß es _ Keiner wiil will es wiffcn!“ I'm [cyrcn Gciansc QW wiſſen!“ Im leßten Geſange aber legt Lk dcm Pbilaletbcs folgendr er dem Philalethes folgende Worte an Laskaris in dcn Mind: „Dick; den Mund: „Dich kann und wird allein das Leben brilen, heilen, Denn nur, wer es gelebt, kann düſter ſagen: Die Güter ſind nikst wrrtb dsr zchwrren Müb'n, nit werth der ſchweren Müh’n, Die kämpfend ick) ardnidig bab' rrtragcn, Fiir i< geduldig hab’ ertragen, Für die ick) ireudrg ih freudig gab mein Daſein bin! hin! Nur drr, dcm Allos der, dem Alles ward, was rc Ölschkte, „Dem er begehrte, Dem nicht ein leiſer Wunſch mrbr mebr blicb zurück, SWK LILTUÖT Elkeſ, thél zurü>, Sagt endlich: eitel, eitel iſt die Erde _- Was iſt ihr Hbffrn Und w.;s Hoffen und was iſt ißt" »leick?“ _- ihr Slü>k?" — Ueber dieſen [ebrbaften Steiien, lehrhaften Stellen, die allen drnkendrn, denkenden, beſonders nber aber den älteren Lciern Leſern die Dichtuns wcrtb macbcn wrr'dcn,'11;1d jedoch Dichtung werth machen werden, find jedo<h auch die Schilderungcn Schilderungen der Natur und Wirkliihkrir ksxnesivegs vernachläſſigt; Wirklichkeit keineswegs vernachläſſigt ; im Gegentbsil ſind?]: Gegentheil finden wir ſbi<c ſolhe in „farbenrctcbtter farbenrei<hſter Ausführung bei Sonnen- und Mondſchein mciſtrns rnit acdankeutiefen ethiſchen meiſtens mit gedankentiefen ethiſhen Be- trachtungen allegoriicb brrbundcn. Nack) aÜedrm trahtungen allegoriſ< verbunden. Nach alledem kann man dem Dichter wobl (Glück zn icincm 7<önrn, akbaltbbüen Dihter wohl Glück zu jeinem ſ{önen, gehaltvollen Werke wünſchen und ihn nur um baldigr Fortſcyuns baldige Fortſeßung desſelben bitten. - Das ſoeben erſchicncnc Marzbrff erſchienene Märzheft der „Deutſchen Rund. ſchau“ Rund- \<au* zeichnet fich wicderrim „duroh ſemen ſi< wiederum dur ſeinen ebenſo czbwecbslungsVoiien abwe<slungsvollen wie gediegenen Inhalt aus, aus. Wir ncnncn nennen hier nur die bauviſäcblicbſten hauptſächlihften Beiträge: Unter dem Kataipenbäunkx Erzählun en bon Katalpenbaum. Erzählungen von Konrad Mähly. - Mähly, — Ueber den Zurall. Akademtſcbe Abband ung Zufall. Akademiſhe Abhandlung von G. Rä- melin. - Rüä- melin, — Ernſt von Wildenbrucb Wildenbru< als (;Oratnatiker. Dramatiker. Von Hermann Conrad, - Frauenarbeitftw Conrad. — Frauenarbeit in der Arcbaologre. Archäologie. Von Franz Xaver Kraus. - Kraus, — Die Denkwürdtgkerten drs Denkwürdigkeiten des Herzogs von Sachſen-Coburg- Sawſen-Coburg- Gotha. Von Gottlob Egelbaaf. „_, Egelhaaf. — Die Berliner Märztage 1848. Ein Brief Graf Rudolf's don StlÜfrtcd-Alcéxntara. Mitgetbeilt Nudolf’s von Stillfried-Alcántara, Mitgetheilt von Bernhard Kugler. -- Kugler, — Franz Dmgelſtedt. Blatter Dingelſtedt. Blätter aus ſeinem Nachlaß. Nahlaß. Mit Randbemerkungen von Julius Rodenberg. 71. VI. Der koömo- politiſ<e Na<twä<ter kosmo- politiſhe Nahhtwächter und Geheime Rath 1841-1851). (1841—1851). 11. Stutt- art (1843-1851).- (1843—1851). — Aus dem Berliner ufikleben. Muſikleben. Von Theodor Krauſe. - Politiſche — Politiſ<he Rundſchau. - Moriz Carriere, Carriere. Von Hermann „...-.:»... ""*“?"77'; «4x .::.....:;<.,„:.,.«x.:*. . ;„_ *...4 - ; * ** * * „. *;3-1:;.;...-„ ., *. - ;«a“** __ „ ““:- «“*- 45B=5"-.- 75-3“??- * ;>;- S R S R M i E ie Lai S T Mr: r g E L r 7 g M Et R D Er E E Auen