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ganze Einwand, drr der aus der ſogenannten Nentcntbeorir gcnommen Nententheorie genommen wird, kann unter ſolcbrn ſol<en Umſtänden bier hier in keiner Weiſe zutrcffrnd zutreffend ſein. Aber, meine Herren, man kann dock) auch nicht bchauptcn, do< au< ni<ht behaupten, daß durchgängig die Grundſteuer bereits zu einer Renis Rente geworden iſt. ift. Daß ſic ſich fie ſih im Lauf? drr Jabrbundcrtr Laufe der Jahrhunderte als Rente incruſtiren würde, das glaube ich ih ſelbſt. Da ſie (1er rrſt aber erſt in den ſrchzigrr Jabrrn ncu rkr- ſe<ziger Jahrcn neu ver- anlagt iſt ift und doch noch do< no< eine ſrbr groß:? ſehr große Anzahl ron Brſißmigcn _ von Beſißungen — wir wcrdc'n Gclrgcnbrit babcn bci Liner andcrrn werden Gelegenheit haben bei einer anderen Frage, das näbrr näher zu ſcbrn _ ſick) nicht ſehen — ih nit bloß in der Hand der Erben, Erben ; ſondern noch der- ieibcn Prrſonrn ſich felben Perſonen \i< befindet, kann man auch bier dock) Von hier do<h von einer noth- wrndigcn (ſbarakieriſirung drr Grundſirucr al:"? Liner antc wendigen Charakteriſirung der Grundſteuer als einer Rente nicht ſprechen. Dann, meine Hrrrrn, Herren, iſt abcr auck) biöber aber auch bisher die (Hrnnd- Grund- und Grbäudcſteuer Gebäudeſteuer Gegenſtand dcr der Zuſchläge in den Communcn Communen geweſen, Und und dieſe Ziiſchläge warrn wc<ſelnd€r Zuſchläge waren wehſeluder und Verſcbirdcncr verſchiedener Natur und [xabcn auch dir Verwandimig haben au< die Verwandlung der Stcurr Steuer in eine antc Rente verhindert bszw. Vermindrrt. „In den nrusn Probinzrn endlich, mcinc Herren, n'y dir ncu bezw. vermindert. In den neuen Provinzen endlih, meine Herren, wo die neu veranlagte (Brandſtetter noch Grundſteuer no< ganz jurigrnDatums iſt, jungen Datums ift, tritt drr Rsntrnciwrakicr iwc!) der Rentencharakter no< in dir! viel geringerem Maße in dr" Vordrr- griind. Mrinc «Herrrn, den Border- grund. Meine Herren, man ſagt mm: Dic Vrrwandlimg dicſer nun: Die Verwandlung dieſer Steuer i" rina Commmmlſtrnrr iſt bsi dcn Gernrindcn ia mögiiä), Und da in eine Communalſteuer iſt bei den Gemeinden ja mögli, und da ift die Widerlegung der I)icntcnibcorie aitck) Rententheorie auch richtig; ſir ſie trifft aber nicht zii bri dcn Gutsbezirkrn, dann zu bei den Gutsbezirken, denn das find ſind keine Grmcinden, nnd- ſic beben isine Stcnrrn: Gemeinden, und fie heben feine Steuern: da tritt aiſr dcr Cbaraktcr alſo der Charafter eines Geſchenk? _ wir Geſhenks — wie die Hrrrrn VON Herren von der frriſinnigen Partei ſagen, freiſinnigen Partci fagen, der agrariſche (_Tbaraktc'r agrariſ<he Charakter der ganzen erorm _ Reform — in den Vordergrimd. Vordergrund. Nun, meine Hrrren, Herren, wir [Jabra ami) rin? haben auch eine große Anzahl Von von Gemeinden, did die garkeine Sirnrrn erbrben; wir ſtebt dann Steuern erheben; wie ſteht denn da die Sackxc? Wolken Sahe? wollen Sie die auch Von au< von der Beſeitigung der Ticſritigung dr Rchſtrucrn ansſckplicſch'? Realſteuern ausſchließen? Wir bach eim" haben eine andere Anzabi Anzahl von Gemeinden, Welcbe welche nur ſebr Uiibcdriliciidc Strucrn zi: cr- b-ckrn ſehr unbedeutende Steuern zu er- beben brauchen und längſt nicht gcnöibigi wärcii, Um ibrc comimmaicn Brdiirfiiiſſr genöthigt wären, um ihre communalen Bedürfniſſe zu bcfricdigrn, dic befriedigen, die ganzen Rralſtcnrrn wcitcr Nealſteuern weiter in Hebung 311 ſeich: _ WEZ woiicn Sir zu ſeten: — was wollen Sie da anfangen, incinc «Horch? meine Herren? Endlich abcr, aber, wir wwlien nicbt Vorſchreibcn, mcinr Hrrrcn “_ irh wollen ni<t vorſchreiben, meine Herren — ich glaube, das wird von krinrr Seiko rrrlangi Werden _, daſ; keiner Seite verlangt werden —, daß irgend einr eine Gemeinde rrrpflicbtrt icin verpflichtet ſein ſoll, dir die geſammten rrm Staai aiifgrgebrncn R&Li- iciirrn Weiter vom Staat aufgegebenen Neal- teuern weiter zu crbrben, iondcrn erheben, ſondern wir woiirn nacb der beſondcreich- ſchaffenbcir ieder eiiizriiicn Grinrindc Priifan, wollen nach der beſonderen Be- \chaffenheit jeder einzelnen Gemeinde prüfen, nah ihrem ſonſtigen Vrrmögen, nach fonſtigen Vermögen, nah ihren Aufgabrn Aufgaben und AusZabrn, fiir Ausgaben, für welche Zwrékr ſir rrrwcndci wcrdrn, nm da:? Zwe>e ſie verwendet werden, um das richtige Verbältniſ; zwiſcbrn ?)irai- und Pi'rſonaiſtcucrn in dcn Gcmeinden feſtznſtcUrn. Verhältniß zwiſchen Neal- und Perſonalſteuern in den Gemeinden feſtzuſtellen. Wir wrrdcn werden alſo Taxiſcndc Tauſende und aber Tauſcndr ron Gemcindrn babrn, WV- nicbi cntfcrnt dir grſmnmtc aufgrgcbriic Rcalſtcurr Tauſende von Gemeinden haben, wo nicht entfernt die geſammte aufgegebene Realſteuer in Zukunft wieder zur Erbebung griangf. Wo. Erhebung gelangt. Wo iſt da ritt principielicr Unierſcbird gegrn dir ein principieller Unterſchied gegen die Lage der Gutsbezirks, dir Gütsbezirke, die zwar dir AiiZgabcn fiir öffcniiicbc Zwecke aucb die Ausgaben für öffentlihe Zwe>e auch zu leiſten baben, haben, aber es nichr grradc nit gerade in der Form eiiier Struer tbrm? Mrine Hrrre'n, wrnn einer Steuer thun? Meine Herren, wenn Sie cinmal Von einmal von dem Grundſatz ausgeben: ('I ausgehen: es iſt rinc Prägradation dcr Grinidbriiysr Vorbanden, ivricbc ncben der roilrn Pcrſonaiſtrncr obne: Rückfirbt aiif ibrr eine Prägravation der Grundbeſißer vorhanden, welche neben der vollen Perſonalſteuer ohne Nü>kſicht auf ihre perſönlichen Vcr- b'iliiiiſſr, obnr Riickſicht Ver- báltniſſe, obne Nückſiht auf ibrr Schuldrnbclaſiung ihre Schuldenbelaſtung in dsr der Grund- ſtcnrr 'bciaſtct ſteuer belaſtet ſind, ſo könnrn Sic naiiiriick) nichr können Sie natürlich nicht diejenigen Grund- bcſißsr aiisiirbmen beſißer aus8uehmen und nicht dikjcnigrn Grundbeſiiznngen diejenigen Grundbeſißzungen mit der Stcurr “briaſirt kaſſen, Steuer belaſtet laſſen, die ziifäkiig zufällig in Gnisbczirkcn [irgexr Gutsbezirken liegen. Das wäre doch Line vöiiig unmögliche Ungerechiigkeit! Mrinc .Herren, dieſe erorm kann do< eine völlig unmöglihe Ungerechtigkeit! Meine Herren, diefe Reform fann die Hiſtoriſcbr Tbaiſachc drs Vorbmidenſrins hiſtoriſhe Thatſache des Vorhandenfeins großer, in einrr einer Hand [*rfiitdlicbrr Grnndbrſiizungc'n nech Uiibcdruirndrm, befindliher Grundbefitßzungen neben unbedeutendem, kleinem bäncrlichcn BrſitZ bäuerlihen Beſiß nicht befritigcn: beſeitigen: das kann iiicht ibrc nicht ihre Aufgabe ſcin. Dirie Fragr drr Guisbrzirkc ſein. Dieſe Frage der Gutsbezirke iſt gelöſt wwrdrn diirch dic Landgkmrindc- ordnung; ſic lirgt mii pokitiſchrm, worden durch die Landgemeinde- ordnung: ſie liegt auf politiſchem, aber nicht auf ſicnrrlicbcm (Vebirt. Wrnn Sir ſagcn, dic (?Ztifsbezirkc babcn ſteuerli<hem Gebiet. Wenn Sie ſagen, die Gutsbezirke haben zu wsnig wenig Laſten, nun, meine errrn, Herren, ſo liegt micky dieſ? Fragr nicbt aiif auch dieſe Frage nicht auf dem Grbiet drr Erbrbung der Stcnrrn, ſvndrrii anf dcm Grbiri drr karindrorganiſatirn; bikr iönnrn Si? dirſr Frage' nicht liiſrn. Mrinc Hrrrrn, UMF Hat Gebiet der Erhebung der Steuern, ſondern auf dem Gebiet der Gemeindeorganiſation: hier fönnen Sie dieſe Frage nicht löſen. Meine Herren, was hat aber dieſc ganzr F*WJL' fiir ein? Be?- driitimg gkgcniibc'r der grſammtcn Entiaſtung drs ermdbeſiizes in gxnz Prrußrn? Glaubcn Sir, dax“; dcr bamwrkrſcbc, drr ſchirsivig- bolſteiniicl)? dieſe ganze Frage für eine Be- deutung gegenüber der geſammten Entlaſtung des Grundbeſites in ganz Preußen? Glauben Sie, daß der hannoverſche, der \hleswig- holſteiniſ<he Bauer zuiricdrii zufrieden iſt, dirir CommUnaibclnſtung dieſe Communalbelaſtung weiter zu iragcn, tragen, bloß damit nichr auch dir (IJUiÖbczirf'r dadbii niht au<h die Gutsbezirke davon frei wcrden? (Zrbr gui!) Joi) giaubr werden? (Sebr gut!) Ich glaube nicht, incinr Hcrrrn, dax“; dicſrs Aiikiang iin Volks meine Herren, daß dieſes Anklang im Volke finden wird. In einer Zeitung, ili cincr agiiatoriſc'brn der libri in einer agitatoriſchen Rede bört ſich das ſebr ſchön ſehr ſ{<ön an (ſebr richtixxk imd (ſehr richtig! und Bravo!), abcr wrnn dic aber wenn die Frage Praktiſch gcſtslli prafttiſh geſtellt wird, hat dir SWL die Sache ein ganz andere? Gcſichi. Mcinr .Hcrri'n, Sir anderes Geſicht. Meine Herren, Sie ſollten drci) aiich do au<h nicht die Belaſtung drr Sixiisbkzirkr (111511 der Gutsbezirke allzu gering anſchlagen; drmi nach denn nah der Anlagc Anlage zur Band- gsmrindrordimng Land- acmeindeordnung tragen dic GniÖbéZ-iſkC dock) ſebr bedruténdc die Gutsbezirke do<h ſehr bedeutende und crbcblicbr Laſtrn. (Schr erhebliche Laſten. (Sehr richtig!) Darnacb brtragcu dir K'WiI- iind Crninimmiiaſtrn in drii Öſtliche'n Prodinzrn «Urin Darnach betragen die Kreis- und Ceommunallaſten in den öſtlichen Provinzen allein 17 596 536 000 ;16, wäbrcnd dic gcſmmntrn 4, während die geſammten in dcn Giiisbczirirn aiifkommrndrn Grund: und Gcbäudkſtcucrn niir 93387000 016. [*r-tragen. den Gutsbezirken auffommenden Grund- und Gebäudeſteuern nur 9 387 000 4 betragen. (Hört! Hört!) Hier [abril baben wir allerdings fiir öffentlicbr Laſik" auch noch für offentliche Laſten aub no< eine ſehr rrbeb- erheb- liche vxrblcibrnde Iltisgabc ſclbif iiach drm Vkrzicht verbleibende Ausgabe felbſt nah dem Verziht des Staats auf dir Rcaſſtcurrn. Mrinr die Realfteuern. Meine Herren, dicſe Laſtrn dieſe Laſten aber werden gerade in dcn öſtlickxsn den öſtlichen Provinzen in Zukunft ſebr rrbeblick) ſteigcn (ſebr rirhtiJI): wcnn fehr erhebli<h fteigen (fehr richtig !): wenn die Urberwciſnng Ueberweiſung aus drr 1«*-x „33116116, dir der lex Huene, die ja auch zu zwei Drittcln nack) Grnnd- und Grbäudrſtrurr vrrtbrilt wurdc, anf: bdrt; io ivrrdrn die' Kreisſtrucrn gcrudc Dritteln na< Grund- und Gebäudeſteuer vertheilt wurde. auf- bört: fo werden die Kreisſteuern gerade in dcn den öſtlichen Provinzen, w'." dcr .“drcis grwiſſrrmaßrn dic" Urgrmrindc wo der Kreis gewiſſcrmaßen die Urgemeinde bildet und ganz in dem Brrdcrgrund ſtebt gegeniiber dcn kirincn vielfacbcn Zwsrggemeinden, ſc'br (?rbe'blich ſtrigrn, Und dis Krriöſieurrn Haben dic Guthezirke g;;imu Bordergrund ſteht gegenüber den kleinen vielfalen Zwerggemeinden, ſebr erhebli<h fteigen, und die Kreisſteuern haben die Gutsbezirke genau ſo gilt 31: gut zu tragen wie dir ciiizrlnrn Grinrinden. die einzelnen Gemeinden. Alſo na< dii'ſcr ?)iicbtung bin findrt ſick) Aitsgleicbimg bedrutendcr nah dieſer Richtung hin findet ſih Ausgleichung bedeutender Art. Nun iſt ift dem ganzen Programm borgrwmfen, es vorgeworfen, cs ſei agrarifcber agrarifcher Natur, namrntiick) käms namentli<h käme das p[attc platte Land vici boſſrr viel beſſer dabei weg als die Städte. Mcine «He'rrcn, ich würdr (mf dieſrn Vbrwnrf Meine Herren, ih würde auf dieſen Vorwurf auch nicht das gxringſtc geringſte Gewicht (egen, legen, wenn darin nicht auch ciiibaltrn wäre; au enthalten wäre, daß die Reform zu eincr iingerccbtkn Vertbrilung dcr Staatslaſtrn einer ungere<ten Verthcilung der Staatslaſten führe. Wemi Wenn eine Reform anf richtigen Principicn auf rihtigen Principien beruht, die die Gererbtig- kritdictirt, Gerechtig- keit dictirt, dann iſt es gleich, mrinr-Öerrrn, glei, meine Herren, wem die Reform zu gute kommt: kommt; ſie wird imme'r drmjcnigcii 511 guto immer demjenigen zu gute- kommen, der bisher ixbrrlaſtrt überlaſtet war. (Brady!) (Bravo!) War däs das Land bisher überlaſtet, nun, ſo wird dir die Reform dem deu Lande zu guts zu“ gute kommen: Waren waren die Städte icbcriaſtct. überlaſtet, nun, ſo wird dir die Reform dsn “Städten den Städten zum Iortbeile Vortheile ge- rrichrn: warcn di? reichen: waren die Städte weniger bi'laſtet belaſtet im Verhältniſ; zum-Landr, ſo muſ; Verhältniß zum. Lande, fo muß die Reform Neform dem Lande mcbr mehr zu gute krnmtcn. kommen. Nun, meins *Hrrrrn, meine Herren, das Neſter Beſte an der Sache iſt, daß, wenn man mal irgend einen Maßſtab nimmt, beiſpielsweiſe dock) dcn viellricbr aiirin do den vielleicht allcin mög- lirbrn dcr Kopizabl lichen der Kopfzahl in drn den Städten und auf drm Land“, die Wabr- beit dem Laudb, dic Wahr- heit gerade das Gegentbcil Gegentheil zeigt. (Sehr richtig !) richtig!) Dann könnte man virl eber viel eher behaupten: dieſe ganze Reform iſt nicht agrariſch, ſondern urbaniſcb. nit agrariſ<, fondern urbaniſ<. (Große Heiterkeit.) . : Meine Herren, ich i< kann den Beweis leicht leiht führen, und ich ih mache den Herrn Abg. Rickert vor allem auf dieſe Zahlen aufmerkſam. Wenn er den Satz bertrsten Saß vertreten will, den ick) i< vorher auSgeſprocben ausgeſprochen habe, ſo bitte ich, ih, dieſe Zahlen zu beachten. Nun, in den Städtrn Städten kommen auf an Grundſteuer in dcr der ganzen Monarchie 29 „3 - pro Kopf, an Grbäudeſtruer Gebäudeſteuer 2,23 «45, , macht zuſammen 2,52 „FQ A Auf dem platten Lande'kommen Lande “kommen auf an Grundſteuer :) «ſé, 2 4, an Gebäudefteuer Gebäudeſteuer 47 „3, S, in Summa 2,47 „16, _ dur<ſ<nitiii< A. — durchſchnittlih 2,49 ;M 46 im ganzen Staat; folglich Staat ; folgli< bleibt in dieſer Brziebnng Beziehung das Land gegrn dcn gegen den Durchſchnitt nur um 2 «3 zurück, ' S zurü, : Nun kommt aber die Gewerbeſteuer. Da ſtrÜt ſich ſtellt fi<h heraus nach nah einer ſehr ſorgfältigen, alkerdings nicht allerdings ni<t abſolut genauen Zuſammen- ſtellung _ das iſt bei dcr Gewrrbeſtensr nicht der Gewerbeſteuer niht möglich, wcilſie größcre Brzirkc weil fie größere Bezirke umfaßt _ 65 wiirden nacb dcr Vrranlaguug — es würden na< der Veranlaguug von 1892/93 im ganzrn ganzen- auf den Kopf drr der Bevölkerung 04 «! fa[[cn, und dabon nnr '.)4 64 - fallen, und davon nur 24 auf das platte Land; alles Uebrjgc fäkit Uebrige fällt den Städten zu. (Höri! (Hört! Hört!) Wir Wie kann man nun da, mrine Hcrrrn, yon cincr bcdenklichen Vorbcgiinſrigimg meine Herren, von einer bedenklihen Vorbegünſtigung (Abg. Ricbicr: Einkommenſtruer!) _ Richter: Einkommenſteuer!) — Herr Richter, darauf werde ich gkeich ih gleih kommen, auf Jbrrn Ihren Einwand, ich ih danke anen ſebr, Ihnen ſehr, daß Sir ibn Sie ihn machen _ (*Hciterkeit) — (Heiterkeit) nun, wie kann fann man da Von cincr von einer agrariſchen Trndcnz dieſcr JCMZL'U Rcform iiberHauyt 1pre<en?! Abrr, Tendenz dieſer ganzen Neform überhaupt 1prechen ? ! Aber, meine Herren, was bcf'ommt bekommt nun das Land? _ Land ? — eine bis dahin fixirte Struer! Steuer! Was bekommen die Städte? _ cine wa<ſrnde Gebäudcſtcurr! (Srbr — eine wachſende Gebäudeſteuer! (Sehr richtig! rccbts). rechts). Was bekommen die “Städte Writer? _ cine Städte weiter? — eine gleichfalls wachſrndr Gcwcrbrſtrucr! (Srbr richtig! rc<ts.) wachſende Gewerbeſteuer! (Sehr richtig ! rechts.) Nun ſagt Hrrr Ricbtrr: Herr Richter: ja, die (Tinkommsnſtmier! Einkommenſteuer! Ja, meine Herrrn, Herren, es iſt mir [icin lieb, daß dikſer (?imvand bier glcick) gcmarbt dieſer Einwand hier glei<h gemaht wird. (Heitcrkeit) (Heiterkeit.) Kann drnn denn Berlin ſich darübcr bck'lagrn, darüber beklagen, daß dort birke ſtsucrkräſtige, reiche Lenke wobncn, viele ſteuerkräftige, reihe Leute wohnen, die nach ihren Kräften im Staate ſtrucrn miiſſcn? (Heiirrkcii.) ſteuern müſſen? (Heiterkeit.) Ich biii rrſiaunt grjvcſcn, dax"; rinc politiſchx: Parrci cin Wabiflugbiatt bin erſtaunt geweſen, daß eine politiſhe Partei ein Wahlflugblatt zur Empfrbiung ibre-Z Candidcxtcn Etnpfehlung ihres Candidaten in Bcriin Berlin herum bcrſcndet, verſendet, wo rs beißt: es heißt: wir miiſſcn Einen Candidatrn müſſen einen Candidaten wählen, dcr der dafür ſorgt, daſ; Brrlin nicbt daß Berlin nicht zu vicl Vcrmögcnsſtruer viel Vermögensſteuer zu bezahlen bat. hat. (Hört! Hört!) Ja, meine Hérrcn, drm Herren, dem Staat iſt ('s gleichgültig, ww dir ſicucr- es gleihgültig, wo die ſteuer- pflichtigen Ccnſitrn wwbnru. Cenſiten wohnen. Heute wobncn wohnèn ſie in BcrUn, 11wrgrn wobnen Berlin, morgen wohnen ſie in Köin, übermrrgcn Köln, übermorgen in Frankfurt; ſic werdcn dom ſie werden vom Staat [)crangezogrn nach herangezogen na< ihrer Lriſtnngsféibigkeit, Leiſtungsfähigkeit, wo ſic ſich ſie ſih aufhalten, zu welcher Gemeindr ſir grbörcn: Gemeinde fie gehören; und die (5,5cmcinde Gemeinde mag giiickiirh ſrin, glü>li< ſein, die virlc ſoicbx ſtrurrkräftigr Eirmcnic viele ſolche ſteuerkräftige Elemente in ſicb ſich birgt. (Scbr (Sehr wahr! rechts.) Es würdsn würden wohl manche Städte und manchr Grmrindcn manche Gemeinden im Lande in dikſcr Bezirbimg dieſer Beziehung mit Bcrlin iauſchrn Berlin tauſchen mögen. Schr ri<tig! rechts,) Mrinc Hrrren, (Sehr richtig! rechts.) Meine Herren, wir babrn ailerdings vorſchlagrn miiiſsn,“ haben allerdings vorſhlagen müſſen, ! daß die Entſchädigungcn Entſchädigungen für dic Aufbrbimg drr Steucrfreibcit, wcchc (inf die Aufhebung der Steuerfreiheit, wel<he auf Grund drs Geſcßrs Von des Geſetzes von 1861 gewährt worden, zurückzuzahlen zurü>zuzahlen ſind, ſowrii ſoweit die betreffcndcn Grnndbeſißungcn noch nicht durch Singuiarſuccrſſionm betreffenden Grundbeſizungen no< niht dur< Singularſucceſſionen in einc: ande'rc „Hand eine andere Hand übergegangen ſind. find. Daß dir Entſchädigungcn die Entſchädigungen in dieſem FaÜc nicbt zuriickgrforderi wrrden Falle niht zurü>kgefordert werden können, brauchs ick) wobl nichr anIszÜbrcn, brauche i<h wohl nicht auszuführen, denn drr chigc Brſitzcr [Hat dic der. jetzige Beſißer hat die Entſchädigung nicht brkommen, bekommen, als Er er das Grundſtück riwarb, Grundſtü> erwarb, und itmgckrbri drr- jrnige, umgekehrt der- jenige, der die Entſchädigung brfommrn, bai Von bekommen, hat von der Aufhebung der Arifbrbung dsr Grundſtcnrrfrcibrit Grundſteuerfreiheit keinen „Wortbril. DaJrgcn Vortheil. Dagegen in drm _andrrcn Falk), dem anderen Falle, wo es ſich cniwrdcr nock) entweder no<h um drnſcibrn Brſißer Handrli, Um dasſelbe denſelben Beſißer handelt, um dasfelbe Fideicommiß, odcr iim Vrrcrbmigén, jvcnigſirns in drnſrlbrn Familirn, bat oder um Vererbungen, wenigſtens in denſelben Familien, hat die SiaaiIrcgicrnng Staatsregierung es für richtig gcbaltrn, dieſc gehalten, dieſe Entſchädigungen jetzt wirdLr zurückzuzirhrn, welcbe doch gcgrbrn ſind dafiir, jeßt wieder zurückzuziehen, welche do<h gegeben find dafür, daß die bctreffsnden betreffenden damaligen Stcnerfrcicn odor Biborzngtcn Steuerfreien oder Bevorzugten ſich unter das aÜgrmcinL Staatsgrſcxz drr Hrranzirbimg allgemeine Staatsgeſez der Heranzichung zur Grundſteurr ſicUten. Fälit mm Grundſteuer ſtellten. Fällt nun die Grundſirncr Grundſteuer weg, ſo fo fällt itaiiirgemäß aur!) dir naturgemäß auch die Voraus- ſetzung ſeßung der damaiigcn Eniſcbiidignng. Ricbtig iſi damaligen Entſchädigung. Richtig iſt gewiß, mrinr meine Herren, daſ; civiiiſtiſck) daß civiliſtiſ< vom Standpnnktr dcs Privatrigrntbmns bier «inc VCr- Pfli<iung Standpunkte des Privateigenthums hier eine Ver- pflichtung zur Zuriickzabiimg Zurückzahlung der Entſchädigung nichr nicht zu conſtrnircn conſtruiren iſt. Aber ſtaatsrechtlicl) f\taatsrehtli<h hat dir Scribe ciiic die Sache eine andere Bcdrniitjig, Bedeutung, und wir babcn grgiaubt, haben geglaubt, daß cs wenigſtcns iii bobrm Grade“ dcr Biiligkeit cntſprächr, WWU in cinc1'cingi'1neffcncn, nicbt drückrndcn wenigſtens in hohem Grade der Billigkeit entſpräche, wenn in einer angemeſſenen, nicht drü>enden Form, wir wie wir dies Wrgcſcblagc'n babcn, dir vorgeſchlagen haben, die Entſchädigungen zurück;]e'szt wrrdrn. zurückgezahlt werden. Meine Hrrrcn, Herren, wenn wir die Rralſtrucrn Realſteuern aus dem Staatsſteuer- Staatsſ\teuer- ſyſtem ausſcheiden, dann brrnbt beruht das Staatsſtcnrrſyſtrm Vorerſt Staatsfteuerſyſtem vorerſt lediglich auf der Einkommcnſtrurr. Einkommenſteuer. Ein ſebr brdeutcnder ſehr bedeutender Grund zur Un- zufrirdenbeit, Un. zufriedenheit, ein ivcit Verbrritetcs Gciiibi nngcrechtrr Bclaſtrmg durch dic Doppeibcſtcncrimg' weit verbreitetes Gefühl ungerehter Belaſtung dur< die Doppelbeſteuerung wird von mm nun an cms aus dem preußiſchen Staat Verſchwunden verſhwunden ſein. Meine Hcrrcn, ivcrch Sir nnreincn Biick Herren, werfen Sie nur einen Bli>k auf dic die Entwickelung unſrrcs Communalwcſenx?! Drr unferes Communalweſens! Der Staat Hatte hatte die Nsalſteurrn Realſteuern im wrisntlichrn weſentlihen in Beſchiag gcnommrn, Beſchlag genommen, um ſo meHr fo mehr mußten die Ge- mrindrn brſtrcbt icin, meinden beſtrebt fein, in angemeſſener Wriſt Weiſe die mit der Gemeinde auf (Hrdkib Gedeihß und Vrrdcrb wrrbundcncn Objectc, dicjcnigen Objects, Verderb verbundenen Objecte, diejenigen Objecte, welche von Linkk einer größeren Anzabl br]! Gcmeindeauögabcn Wertb- ſteigrrungcn Anzahl ven Gemeindeauësgaben Werth- ſteigerungen erfahren, dirjcnigen Objecir Und Brtricbc', wclche diejenigen Objecte und Betriebe, welche cinen großen Tbcil drr Theil der Gemeindeausgaben U8r11rſa<trn, verurſahten, in angemeſſencr Wriſt: [)rranzuziebcn. Dic Britimmimgcn dcr Rrickysgcſch Habkn angemeſſener Weiſe heranzuziehen. Die Beſtimmungen der Reichsgeſcße haben in Prcußen, namcniiich durch Preußen, namentlih dur< das Verbot der Griränkcacciſe anf Wrin, dic Getränkeacciſe auf Wein, die Entwickelung dr? indirectrn Strucrſyſteniß Hintangcbalfen. des indirecten Steuerſyſtems hintangehalten. Es bieibt, wir bleibt, wie geſagt, den dei Gemeinden bri dcn bei den ſteigenden Aus- gabän allcr gaben aller Art kaum clwas Aiidcrrs iibrig, faum etwas Anderes übrig, als das Schwergewicht der (d' 0111111Uimlbrſtcurrnng Communalbeſteuerung auf die Pcrſonalſtcucrn, Perfonalſteuern, auf die Ziiſchlägr znr Einkommenſténsr Zuſchläge zur Einkommenſteuer zu [rgcxr Yie'inr Hcrrrn, die's legen. Meine Herren, dies iſt eben ſo un- gerecht gere<t in der Gemeinde, wir wie das *)iebrnc'inanderbcſtcbcn drr Nebeneinanderbeſtehen der Real- ſteucm ſteuern und der Pcrſonalſteucrn Perfonalſteuern im Staat; dcnn dic Grmeindc iſt denn die Gemeinde ift neben ibri'r ihrer Eigenſchaft als Glik'd drs Glied des Staats, auf Welchcs welches der Staat all- gemeine ſtaatliche Aufgabcn iibcrträgt, auch wcſrntlicl) Aufgaben überträgt, au<h weſentli ein wirthſchaſt- licher Kbrpcr, geivifſcriiiaßrn wirthſchaft- lier Körper, gewiſſermaßen ein gemeinſames Untkrncbmen gemeinfames Unternehmen zur Stärkung drr wirtbſchaftlichrn der wirthſchaftlichen Kräfte der einzelnen Gemeinden. Das Arbeitseinkommkn Arbeitseinkommen und das reine' Kapitaleinkrmmcn, reine Kapitalcinkommen, was mit der Ge- meiudc garnicht unzcrtrrnnliéh verbunden meinde garniht unzertrennlih verbinden iſt und danrrndc Vortbriic virlfack) bon dcn Gemeindeausxiabm nnd -Vrm*cndungcn dauernde Vortheile vielfach von den Gemeindeausgaben und -Verwendungen nicht hat, Vor- zugöwriſc bcranzuziehrn, ſtrilt dis vor- zugsweiſe heranzuziehen, ſtellt die Sache grradezu geradezu auf den Kopf. Der Grundgedanke der ganzen ncucn Reform ñeuen Neform beſteht darin, die Ungerechtig- keitcn, dir Ungerc<htig- keiten, die die Realſteucrn Realſteuern darſtellen, im Staat dadurch zn bcſeitigcn, daſ; dadur zu beſeitigen, daß man ſie an die richtige Stelle ſctzt, ſeßt, und in dcn den Gemeinden eine andsre andere Ungerechtigkeit, dic die übermäßige Bciaſtung Belaſtung des Arbeits- eini'ommrns einfommens und des Einkommrns Einkommens von reinem Kapital vermindert. Nun, meine 1neine Herren, bei dieſcr Comumnalbeſtcncrimg, dieſer Communalbeſteucrung, wie ſie ſich in den letzten leßten Jahren entwickelt entwi>elt hat, bei der alle Ausgaben auf dem bequemen Weg der erhöhten Zuſchläge zur Einkommenſteuer gelegt find, ſind, wo in deri preußiſchen den preußiſhen Städten, darunter in ſehr großen, über- haupt die Realobjccte Realobjecte und Gewerbebetriebe nicbt niht herangezogen worden ſind, _ da liegt nicht ni<ht bloß eine Ungerechtigkeit vor, eine ſchlechte {le<te Ver- theilung der Gemeindelaſten, ſondern zugleich zugleih eine große Gefahr für das Finanzweſen der Gemeinden. Ich Ih habe ſchon vorber {hon vorher geſagt: dicſes dieſes Schwergewicht drr Gemeinde-Einnabmen der Gemeinde-Einnahmen aus der Steuer auf die Pcrſonaiſteueru Perſonalſteuern zu legen, beißt, ſich heißt, ſih auf ein ſchwankcndcs, ſ<wankendes, unſicheres Rohr Verlaſſen. Nohr verlaſſen. Von Zufälligkeiten hängt 65 es ab, ob ein Betrirb, Betrieb, auf deſſen Gedeihen die Wohlfahrt der Gemeindr Gemeinde beruht, nichr niht im Rück- Nük- gang befindlich befindli<h iſt, vom Zufall hängt es ab, ob rin rcicbcr ein reiher Mann lebt oder ſtirbt, ob er bleibt oder zieht; und je [)öber höber die Zuſchläge werden, wird rr er aus kleinen leinen und mittleren Gemeinden, Geineinden, wenn ſeine Verhältniffe Verhältniſſe es ihm grſtattrn, geſtatten, auswandern in dir Kapitalcentrcn dcr die Kapitalcentren der großen Städte, wo wch wegen der Concrnirirung Concentrirung des Kapitals dir die Zu- ſchläge Verhäifnißmäßig {läge verhältnißmäßig geringer ſind. (Sehr wahr !) Meine Herren, ich babe jabrrlang i<h habe jahrelang mich mit dicſcn diefen Communal- fragen beſchäftigt, jahrelang die Entwickckung unſccm Communaiwrſens Entwickelung unſeres Communalweſens verfolgt, und ich Habs i<h habe mit ſtcigeitdrr ſteigender Sorge dicſrr dieſer Entwickelung zu- gkſcben. Jui) gchen. Ich bin überzeugt: wsnn hiér nicbt wenn hier ni<ht Wandel gcſckwffrn geſchaffen wird, ſo können wir in ſchwirrigen Zeircn ſ{<wierigen Zeiten zu den größten Kataſtrophen kommen. (Ssbr richtig!) (Sehr rihtig)) Sie ſehen wohl, die vorgrſckyſagcncn vorgeſchlagenen Re- formen ſind, wenn auch ein Product der Wiſſrnſchaſt Wiſſenſchaft und im großen und ganzen durch die Heutige Volkswirtbſckyaftlicbe Wiffcnſcbaft heutige ‘volköswirthſhaftlihe Wiſſenſchaft ver- treten, dock) Weſcntiick) hrrdorgegangen doh wefentlih hervorgegangen aus der praktiſchrn Notbivrndig- krit, ſchwrre Uebriftäude praftiſchen Nothwendig- keit, ſ<were Uebelſtände und Gefahren aus* unſerrm aus unferem Volksleben zu beſeitigen. _ Mrinc Hrrrcn, dié' Ucbrrwciſung vrn Rcaiſteucrn : Meine Herren, die- Ueberweiſung ven Nealſteuern an die Gr: msindrn, Ge- meinden, ihre zwcckmäßigr Vrrwendung inncrbalb drr Grmcinde- beſtrarrung, zwe>mäßige Verwendung innerhalb der Gemeinde- beſteuerung, berührt zngirick) auch zuglei au< ein großes Staatsiniercffr. Staatsintereſſe. Meine Hrrrcn, Herren, wenn der Staal Staat in Zukunft allein auf die Prrſonaſſtrnrr Perſonalſteuer an- gewieſen werdcn werden ſoll, dann muß er auch ſichrr ſrin, daſ; ſicher ſein, daß nicht durch ſolcbe ungrmeſirnr ſolche ungemeſſene Zuſchläge bis 600 0/0 9% hin dir Richtigkrit die Richtigkeit der Ver- aniagung drr Prrſonalſtcurr unwidrrbringlici) anlagung der Perfonalſteuer unwiderbringlih in Gefabr grſtcilt Gefahr geſtellt wird. Das kann dock) doch gar kein Zweifel ſein, mein; Hcrrrn, meine Herren, und ich giaube ih glaube das nicht writrr darirgrn weiter darlegen zu iiiüſſen, müſſen, daß, Ob ob bewußt odcr unbrivnſzi, cine oder unbewußt, eine Veranlagung, die ſchlicßiich {ließli< zu ?inrr Brlaſtimg drs einer Belaſtung des Einkommens, auf ercbes welches der Staat dann in Ziiknnft weſrntlicl) angcwirſrn iſt, durch Zukunft weſentlich angewieſen iſ, durh die (Tommuncn Communen bis zn zu 24 0/0 9% führt, _ daß eine ſolche Vcranlagung ſchlicßiick), folhe Veranlagung \<ließlih, ob brivnßt bewußt oder unbewußt, einc eine unrichtige odcr nngrnügends oder ungenügende wird. Wir Haben rs alſo bier mii rinrm cdiicnrrircndcn, haben es alfo hier mit einem concurrirenden, wichtigen Stnafsintercffe Staatsintereſſe zu ibun, thun, aber nicht niht mit cinem Staatsintcrcffe, wricbks einem Staatsintereſſe, welches mit dcn Gsmrindrintrrcſſsn den Gemeindeintereſſen in Widerſpruch ſtrbt, ſondrrn voilkmnmcn mii ibm ſtebt, ſondern vollkommen mit ihm harmonirt, wie wir wir iibsrbaupt _ das überhaupt — das. will ick) Hicr Lin: ſchaften _ durcb dcn, i< hier ein- \chalten — durch den, möchte ick) ih faſt ſagen, glücklichen glücklihen Umſtand, daf; daß wir grnötbigt genöthigt ſind, gicichzeitig dic Staat:? Und gleichzeitig die Gcmcindrſtenrrn zn rrformircn, übrraii Arisgirichung Staats- und die Gemeindeſteuern zu reformiren, überall Ausgleichung finden. Wer im Staat mrbr briaſtct mehr belaſtet wird, wird in der karindc mindrr bcſaſtct, Gemeinde minder belaſtet, und wer im Staat rniiaſtcf entlaſtet wird, wird in drr Gcmriiidc bcrangrzogcn. Mrine Herren, jetzt kbmmr ick) der Gemeinde herangezogen. Meine Herren, jeßt komme ih auf die Frag? dcs finanziellrn Cr- ſatzr-I. Frage des finanziellen Er- ſatzes. 35 MiÜionCn Millionen fehlen uns; dieſe 35 Miliionen miiſſcn auigebraÖt werdcn. Sir ſrl[en Millionen müſſen aufgebracht werden. Sie follen nur das erſexzrii, erſeßen, was der Staat dcn Strucr- pflichiigcn grgrben: ſic [)(-[aſien nicht den Steuer- pflichtigen gegeben: fie belaſten ni<ht neu. In dirſrr Ykzicbung iſt diefer Beziehung ift die Crgänzungsſtcnrr kciUC neus Ergänzungsſteuer keine neue Steuer, ſdndrrn ciiic Crſatzſtcukr. Dirie Z:“) Viiilionrn ſondern cine Erſaßſteuer. Dieſe 35 Millionen ſind noibwcndig, nothwendig, weil iiach Unſrrrr Mriitung nah unſerer Meinung und nach dM Erfabrmigcn drr Vrrgangrnbrit iibcr die'. nah den Erfahrungen der Vergangenheit über die Einwirkung der Brrnfungcn nnd BcicbWeren auf die? rrſir Vrranlagnng Berufungen und Beſchwerden auf die erſte Veranlagung der Ein- kmnmrnſtrucr kommenſteuer auf mehr als 40 Millioncn drfinitiv Millionen definitiv an Mehreinnahmen nicht niht zu rrchnen re<hnen iſt. BCi dcr Bei der erſten Veraniagung Veranlagung dürfen wir nicht, nit, wenn wir grwiſſenbafi vrrfabrcn woll?" _ und da:? miiſſcn Sir tbim ſowobi wic ick): Sie rrpräſcnrirrn ni<i drn („Ziegcniatz grgen dic gewiſſenhaft verfahren wollen — und das müſſen Sie thun ſowohl wie ih; Sie repräſentiren ni<t den Gegenſaß gegen die Staatskaſſe, Sir rrpräſrntircn Sie repräſentiren den Staat _ das Mcbranfkommen drr CiUkOUlUWUſtCULk 55er veranſchlagrn Mehraufkommen der Einkommenſteuer höher veranſchlagen als auf 40 MiÜidnen. iim ſagiman: Dicſc Millionen. tun fagt man: Dieſe 40 Viillionen wcrdcn ſich Millionen werden \ſi< in 45 im nächſirn Jabrr, nächſten Jahre, in 50 im folgendrn folgenden Jahre, in 100 Miilionen mindrſicns bé-i Ansgang dirſrs Jabrbundcrt-Z Millionen mindeſtens bei Ausgang dieſes Jahrhunderts verwandeln. Ja, wenn dirſe Propbctrn dieſe Propheten nur (B(anben Hätten, Glauben hätten, meine *Herrrn, Herren, oder Glattben Vrrdirnten! Wobcr wiſirn Glauben verdienten! Woher wiſſen denn dirſc Propbctrn daI? dieſe Propheten das? (Abg. Richter: Wobrr wiffcn Nichter: Woher wiſſen Sie es denn?) _ I> bebaupte — Ich behaupte das Gcgcntbril güétlikiÜ, Gegentheil gatuicht, Herr Ricbtcr: ich wiil Richter: ih will das girici) rrklärrn. GLwiſ; glei<h erklären. Gewiß wiſſen wir auch, au, daß mit drm ſteigkndcn Wobiſtand dic Einkmnmcnſtruer ſteigt: dem ſteigenden Wohlſtand die Einkommenſteuer ſteigt : das wollen wir aiTe crwartcn, kwffrn alle erwarten, hoffen und glauben. Denn wenn wir nicht mrbr niht mehr an den ſtrigrndrn ſteigenden Wohlſtand unſcreö unſeres Volkes glaubten, dann wärc wäre es um den Staat bedenklich beſiclii. beſtellt. Aber wozu ſind dcnn dicſe denn dieſe ſteigenden Einnabmsn vorbandrn? Toei) Einnahmen vorhanden? Doch um die ſteigrndcn Auégabcn ſteigenden Ausgaben zu dccken? Wrr de>en? Wer kann birr auftrctrn hier auftreten und dir die Behauptung aufſtciirn, aufſtellen, daß 65 wabr- ſchrinlicl) ſri, daſ; auch dir ?[usgabcn es wahr- ſcheinlich ſei, daß au<h die Ausgaben des Staats ſick) vermindcrn? keine HMM, ſi<h vermindern? Tcine Herren, wir könncn dir rnlturrilen fönnen die culturellen Aufgaben des Staats Heute ſchon nicht mcbr heute {hon ni<t mehr in voilcm vollem Maße erfiiilen, erfüllen, das Wkiß weiß niemand beffer beſſer als ich, i, der ici) fortwäbrend dcn rotben ih fortwährend den rothen Stift in der Hand babcnmuß: abcr daſ; haben muß : aber daß die Arisgabcn Ausgaben des Staats im “Steigen Steigen bleiben werden mit drr wachſenden (5'11[tur der wachfenden Cultur und den wachſrndcn Culturcmfgabcn, wa<hſenden Culturaufgaben , darüber kann nicht drr niht der mindeſte chifel ſein. Zweifel fein. Wir könncn können alſo nur aitsgebsn ausgehen von drm Vrrbälmiſ; dem Verhältniß der jcizigkn Ausgabekn jeßigen Ausgaben und dar jcßigcn der jeßigen Einnahmen. Nun ſagt man: Ja, die ]ox »Han, lex Huene, die U€berwkiſ1mg8n Ueberweiſungen aus dcn Vicb- den Vieh- und Getrcidrzölicn, Getreidezöllen, ſind doch wieſ böber, ais bri drr Rechnung do viel höher, als bei der Re<hnung angenommen iſt, als 24 Miliionrn! I>) vcrwriſc Millionen! Jch verweiſe in dicſer chicbung dieſer Beziehung auf dic Dcnkſckyrift. Ick), giaubr, die Denkſchrift. Jch glaube, es iſt iſ dort iibrrzcugcnd na<gewi6ſem daſ;, wcnn mmi überzeugend nachgewieſen, daß, wenn man abwägen will, welchen ve*i'11111iblick)?n vermuthlichen Durchſchnitts- wcrtk) dirſc Urbcrwriſnngmi inZukunft babrn Wcrdcn, werth diefe Ucberweiſungen in Zukunft haben werden, man nicht Verant- wortrn verant- worten kann: ſie- [MW (116 24Wl1ioncn rinzuſckÜHkn. ſie höher als 24 Millionen einzuſhäßgen. Meine Herrrn, laſſrn Herren, laſſen Sic du?; 1835: das leßte Jahr aus drm Spiel; drnn allc dem Spiel: denn alle Welt weiß, daß das ein ganz crtraordinärcs crtraordinâres Jahr war. Nebmcn Sir dir Jabrc - Nehmen Sie die Jahre 1889 bis 189], ſo können Sic 1891, fo fönnen Sie auf cinen einen Durchſchnitt von 39 Millions", wéibrend Millionen, während das „Jahr Jahr 1889, das ſpäter cinc brſondcrs gutr cine beſonders gute Ernte bracht?- ſ<on abcr m'bcn brachte, ſchon aber neben der Erhöhung dcr Zölic der Zölle von 1887 doch nur 29 Millionrn rrgab. Jrßt Millionen ergab. Jett ſind die' die Zölle auf 3,50 „16 A reducirt und dabrrwiirden daher . würden wir, wenn wir den Satz Von Say von 29 zu zu: Grunde lcgte'n, legten, ſchon brut? nicht nicht kommen heute ni<t mehr fomnuen auf den D11r<ſ<nittsſax5 Durwſchnittsfaß von 24 MiUioncn. Millionen. Nun ſagt fagt man: Ja, die Bcvölfcruug wä<ſt, die', Getrcideeinfubk“ Bevölkerung wächſt, die Getreideeinfuhr - wird auch au< wachſen. Mag ſein, meine .Hrrrcn. Herren. Aber die ländkiche ländliche Production von Grtroide Getreide kann auch wachſcn (Widcriprurb au< wachſen (Widerſpru links), kann auch wachſmi, fann au< wachſen, und hervorragende Sachverſtändige _ ich "("m"-' 3. — i< nenne ¿. B. den Geheimen Ober-chierungß-Ratb Ober-Negierungs-Nath Thiel, Von von dem ich glaubt?- ih glaube, er weiß von Landwirtbſclxlft Landwirthſchaft mindeſtens ſo viel, wir wie die Herren, die mich da untcrbrr<en unterbrechen (Heiterkeit recht?), _ ſagen: re<hts), — fagen: Allerdings würde -- ..„_.»._ -*. -..,. ._.-4- x . S U a Md E Meg: - d er 4 Ga D Ér ” i in den nächſten Jahren bei fortſchreitender [andwirtbſchaftlickprr fortſ<reitender landwirthſcaftliher Cultur die Getreideproduciion ſicb durchſchnittlich erbebli< erhöhen. Getreideproduction ſi< duür<ſ<nittli< erheblih erböben. Aber, mcine meine Herren, nehmen Sie an, durchſchnittlich dur<ſchnittli< ſtiegen die Einnahmen, ſo fo werden Sie mir doch das nicht beſtreitrn, beſtreiten, daß ſie in Jahren guter ' Ernten auch erheblich erheblih niedriger ſein können, und der Staat muß die niedrigeren Jahre auf die beſſeren übertragsn. übertragen. Es iſt mir ja von vorſichtigen Finanzmännern geradezu zum Vorwurf gemacht, daß ich ih ſichere, feſte Einnahmen aus Grund- und Gcbäudeftruer Weggäbe Gebäudeſteuer weggäbe gegen ſchwankende, ſ{wankende, unſichere, ja möglicherweiſe in ihrem Beſtande bedrohte Ueberweiſungen aus dcn Grtreide- den Getreide- und Viehzöllen. Dieſer Einwand hat etwas für ſich, ſi<, meine Herren. Es» Es iſt das ein grwiffes gewiſſes Riſiko für den Stauf, Staat, was ich ih garnicht leugne. Abcr ich Aber ih kann keinen Unterſchied machen, wenn ich ih die geſammten Intereſſen dcs des Landes in?- ins Auge faffc, faſſe, zwiſchen dcn den finanziellen Interrſſen Intereſſen des Staats und den finanziellen Jntereſſrn ,der Gliedcr. Intereſſen der Glieder. Dann ſage ich: ih: Iſt das Riſiko vorhandrn, nun,- ſo vorhanden, nun; ſo. kann der Staad Staat das Riſiko Niſiko noch eher tragen, als die kleine Gemeinde ode'r oder der Einzelne einzelne Kreis; Riſiko Niſiko aber bleibt es, mrine Herrcn, _ meine Herren, — und zwar [iegf liegt das Riſiko virllricht vielleicht doch nicht ausſchließlich aus\<ließli< in den ſchwankendrn {<wankenden Ernten. Meine «Herren, Herren, wie dieſe Ernteausfälle wirkrn, wirken, das will ich ancn Einmal ih Ihnen einmal aus drn Erfahrungrn 'der [sztrn den Erfahrungen ‘der leßten Monate zeigrn. zeigen. Wir batte'n hatten im April noch no< eine Einnahme Von 8413 000 «M, von 8413000 (, im Mai von 8181000 «46, 8 181 000 M, im Juni Von 6528000516, von 6 528 000 4, im Jiili, Juli, wo allerdings die Abrechnungen aus den Lagrrbrſtänden binzukrmmrn _ Lagerbeſtänden hinzukommen — das iſt aiſo ift alſo unregelmäßig _, 16 074 —, 16074 000 „16. 4 Nun kommt der Auguſt mit 4593 000 „16. 4 und drr Septrmbcr der September mit 3 127000 „46, 127 000 /( Und ſo fo wird aiier Wabrſchrin- lirbkrit nacb _ aller Wahrſchein- lihfeit nah — wir können das jrßt ſchon ziemlich überſrbeu _ drr Oktobrr noch jeßt {on ziemli überſehen — der Oktober no<h ungünſtigere Ergebniſſe in den Einnahmen bringen. Wenn Sie nun mit den beiden [rytrn letzten Monaten Auguſt und Srptcmbrr September die corrrſpondirendrn Monatr drs Vorjabrks vrrglcichcn, ſc) correſpondirenden Monate des Vorjahres vergleichen, - ſo ergab im Jahre 1891 der Auguſt 8 Miilioncn, gcgen 43 Millioncn beutr, Millionen, gegen 44 Millionen heute, und der Srptcmbcr September 10 Millionen, grgrn gegen 3 Millioncn [)(AW. Millionen beute. Da können Sie, meim: Hrrren, die meine Herren, die, Wirkung der Ernten ſehen. Bis dir neuc die neue Ernte auf drn den Markt kam: ſtarke Importe und auch wer- bältnißmäßig noch böbrre au< ver- hältnißmäßig no<h höhere Preiſe; ſowie die neuer Ernie (('-Ucurrirt anf neue Ernte concurrirt auf dem Markt: ein plötzlicbes Zurückgrben Um 11er plößliches Zurückgehen um über 100 0/0. 2%. Das, mrine Hrrrcn, wc'rdrn Sic Untrr ſoick)rn Umſtändrn biiligen, meine Herren, werden Sie unter ſolchen Umſtänden billigen, daß wir dir die dauernden dur<ſcbnitt1i<en dur{ſchnittlihen Erträgniſſe dicſrr Uebrr- wciſmxgrn dieſer Ueber- weiſungen auf nicht Höher ni<t höher als 24 Yiillioncn annrbmrn Millionen annehmen dürfen. Nun b[ribcn bleiben übrig die 85 Miilioneén, 35 Millionen, und hier, mexinr Örrrrn, komme ick; meine Herxen, fomme ih an die xiiésdcz ([S ré-Ziztrmocz pièce de résistance (Zuſtimmung und Hritrrkeit). Ncbmen tbut Heiterkeit). Nehmen thut ja jcder jeder gern, das Geben iſt ſcbrn ſchwirrigcr; abcr bier gebt Nebznrn nicbt obne {on ſ<wieriger; aber hier geht Nehmen niht ohne Geben. Ich Habe Jh habe das ſchon ausrinandcr- {hon auscinander- geſetzt, dir die 35 Miilionen Millionen müſſen wichr eiiikommcn. wieder einkommen. Nun ſtrritrn ſtreiten wir uns über dir die Art und Wciſe, Weiſe, wie wir das Geld erbrben, erheben, und da hat nun die Staatskrgiernng ancn dic Staatsregierung Ihnen die Ergänzungs- ſtracr Vorgcſchlagcn. Glcich bri ſteuer vorgeſchlagen. Gleih bei dem Namrn _ Namen — auch das Wort hat eine Bcdeutung _ bat freilich Bedeutung — hat freilih die „Frcifinnigr „Freiſinnige Zeitung“ mich ſchr verhöhnt; fie bai géſagi: ſie hat geſagt: das iſt ein ſchämcriger Ausdruck; ſ{<ämeriger Ausdru>: man wagt nicht, zu ſagen Vermögrnsſteuer. Vermögensſteuer. Ja, das iſt eine Voilſtéindigc Vcr- kemmng der Sa<lage. Gerwiß, mrinc Hrrren, dirſe Ergänzungsſtcuer vollſtändige Ver- kennung der Sachlage. Gewiß, meine Herren, diefe Ergänzungsſteuer hat dir die Form einer Vermögensſtcuer; Vermögensſteuer; ihr deck Zwe> und ihre Bedcutrmg Bedeutung im Struerſyſtcm Steuerſyſtem iſt aber der der Ergänzungsſteuer nach mxbrerrn nah mehreren Richtungen. Sie ſoll foll Lücken ausfüllen, dir die Einkommenſteurr die Einkommenſteuer noth- wrndig [affrn wendig laſſen muß, und ſir ſie ſoll die Strucrkraft Steuerkraft des fundirtcn fundirten Ein- kymmrns gcrrcbter kommens gerechter erfaſſen, was die Einkommenſteuer nicht [ciſten leiſten kann. Infolge deſſcn deſſen iſt der wrſe'ntiichr Cbarakikr weſentlihe Charakter ter der drr Ergänzung. Aber noch mcHr, _ no< mehr, — und viellei<t vielleicht trägt das zur Bcrnbigung Beruhigung mancher ängſtiiÖen Grmütbcr bci _ ängſtlißen Gemüther bei — ſie ſtebt ibrer inncrrn Naiur nacb ſteht ihrer inneren Natur nach auch in eincm beſtimmtcn Vrrbältniß einem beſtimmten Verhältniß zur Einkrmmrnſteuer. Einkommenſteuer. Um wri<cn welchen Betrag das fundirtr fundirte Einkommen ſtsurrkréiftigcr iſt ſteuerkräftiger iſ als das ni<t nicht fundirte, ja, meine *Herrcn, Herren, das kann man -man nur mit einrrn gcnrrrllcn Sch bcmrſſen. einem generellen Satze bemeſſen. Hat abcr aber mal die Geſcßgebung disſen Zn- ſ<1ag Von Geſeßgebung dieſen Zu- {lag von 1/2 pro Mille Vom Yérmögcn _ in gewiffrn Sfenerkiaffcn gleich vom Vermögen — in gewiſſen Steuerklaſſen gleih 1,4 0/0 %/ des Einkommens _ ab.? — als ein richtiges Verbäitniß Verhältniß der größerrn größeren Steuerkraft drs fundiricn Cinkrmmrns des fundirten Einkommens zum nichtfundirtcn firirf, nichtfundirten firirt, ſo muß dies Vcrbäſtniß aiich blkibcm. Verhältniß auch bleiben. Eine cinicitigc Erböbnng bai einſeitige Erhöhung bei ſteigender wachſender wa<ſender Noth (111 Einnabmen an Einnahmen und bei cintrctcnder Notbwendigkcit eintretender Nothwendigkeit der Steuererböbung, Cine cinſritigc Erböbimg dieſcr Vrrmögensſtcurr Steuererhöhung, eine einſeitige Erhöhung dieſer Vermögensſteuer in ihrer Cigrnſrhaft als» Ergänzungsſteurr wiirde ici) Eigenſchaft als Ergänzungs\teuer würde ich für völlig unzuläſſig [)altrn. halten. (Lebhafte 'Zuftimmrmg Zuſtimmung rechts.) Dru- jrnigcn, mcine Herrcn, Den- jenigen, meine Herren, die in dirſrr dieſer Hinſicht ängſtlich ängſtlih ſind, trotz troß der Gewähr, die in der Natur drr der Sache [irgk liegt, und die viel bedrntrndcr bedeutender iſt als alls alle Paragraphen, _ will ick) ih gern cntgrgcnkommen; mrincrſrit-Z babe ick) nichts entgegenkommen ; meinerſeits habe ih ni<ts dagegen, wcnn wenn dies ſogar fogar in einem Paragrapbén Paragraphen aus- grſprochen geſprochen wird. Ich glaubc alſo, glaube alfo, der Herr Nbg. Ricbfcr Abg. Nichter wird jetzt wobl zugrben, daſ; ('s ſich Hier nicht jeßt wohl zugeben, daß es ſih hier niht bloß um einc Vrrdrckung dsr wabrrii eine Verde>ung der wahren Natur der Stkuer Handelt, ſondrrn Steuer handelt, fonderu um eincn einen durchaus bére<tigten Namrn, bere<tigten Namen, um der neuen Vermögensſteuer gleich gleih die richtige Stsüung Stellung in unſerem Steuerſyſtem anziiirciſcn. Nnn babr ich Steuerfyſtem anzuweiſen. Nun habe ih geſagt, ſie" ſoll Lückrn aquiillen, dic fie foll Lücken ausfüllen, die nothwendig, WEnn wenn wir den Strurrpflichtigcn nach Steuerpflihtigen nah ſeiner eigentlichen Steuerkraft, nach ſeiner Leiſtungsfähigkcit brranzirbrn wvlicn, Leiſtungsfähigkeit heranziehen wollen, die Einkommenſteuer [affcn laſſen muß. Mcinr Meine Herren, wenn cin Gewrrbtrcibendrr, ein Gewerbtreibender, der ſein ganze?» fein ganzes Vermögen in ſeinrm karrbc ſtkcke'n bat, ſeinem Gewerbe ſte>en hat, zwei Jahre bintrr- hinter- einander cine Unierbiianz bat, vicUricbt mii ('in-Jm eine Unterbilanz hat, vielleiht mit einem Vermögen von zehn Millionen Mark, ſo iſt der Mann ſtcurrfrei, ſteuerfrei, die Einkommen- ſtcurr ſteuer kann ihn nicht brranzirbcn, cr bat fsin Nrttorinkommen nit heranziehen, er hat fein Nettoeinkommen in den eniſchridendcn Jabrrn. entſcheidenden Jahren. Wenn ein Grundbrſißrr Grundbeſißer mit 20000 Morgen ſ<uld€nfrcien Beſiizrs, {uldenfreien Beſites, der ein paar ſcblrc'btc ſ{<le<te Ernten gebabt bat, odcr dUrck) gehabt hat, ôder dur andere bcſonderc beſondere Umſtände kein thtorinkommcn Nettoeinkommen aus ſeinem Grundbrſiy Grundbeſiß entnommen hat, ſo iſt rr nach dcm Einkommenſtcncrgcſcß er nah dem Cinkommenſteuergeſetz ſteuerfrei. Iſt Jſt dies nun richtig, mein? Hrrrcn, fragr ich meine Herren, frage ih Sie? Verliert W ererbtreibendk, drr viellci<t der Gewerbtreibende, der vielleiht Millionär iſt, ſtine Strnrrkraft ſeine Steuerkraft und ſeinc öffcntlicl)en Pftichtrn ſeine öffentlichen Pflichten dem Staat und dcr der Gemeinde J'Egcniibcr _ gegenüber — denn auch dir (chicindezuſcblägr [*,-Iren au< die Gemeindezuſhläge hören in klricm ſolchem einem ſol<hem Falle auf _, —, - bloß weil er in einem Jabrc kk'kn Jahre kein Einkommen bat? (Ski)? hat? (Sehr richtig! rechts.) DM iſt- re<ts.) Dies iſt, glaube ich, [FWF nicht zutreffend. Wenn jemand abſi<t[i< abſichtlih aus irgend welchen Grunden, ,ſei Gründen, ſei es aus ſpeculativrn fpeculativen Gründen odcr oder aus Lurusgründrn, Lurusgründen, nußbare Theileſeines Vermögcns, Theile feines Vermögens, die der Production diencn könnten!, dienen könnten, außer Ptoduction ſetzt, Production ſeßt, hört er dadurch dadur auf, ſteuerkrc'iftig ſteuerkräftig zu ſein? e"" fein? eun von zwei Brüdern _ ich — i< rede von praktiſchen Fiillen, dic Fällen, die Herren [)czbc'n haben es mir ſelber felber erzählt _, —, die beide "200 200 000 «> M erben, der eine Tm u Geld in preußiſche'n preußiſchen Conſols anlegt, ſo zahlt ex Einkommenſteuer. i er Einkommcnſtsukk- 1 "er andere, ein ſycculativer ſpeculativer Kopf, legt dcn den größten THM ſkillks VLF- nogens m Bauplaßcn Theil feines Ver- n0gens in Nixdorf Baupläten in Rirdorf an und iſt hrutc heute weit reikbcr, wic reiher, wie der andere“, andere, aber er zahlt nichts, ni<hts, weder an den Staat, noch no< an die Gemeinde. Iſt das richtig? rihtig? Bedarf nicht "die “die Einkommenſteuer in dicſrr dieſer Beziehung einer Ergänzung, die freilich freilih erſt bcute beute möglich iſt, bei der erſtem erſten Einbringung noch no< gar nicht möglich niht mögli< war? Meine Herren, man kann ſelbſt ſagen, eine gewiſſe Anglei<ung Ausgleichung iſt mich auch berechtigt in dem Verhältniß eines ſehr wohlhabenden Mannes, der eben, rvéil weil er ſehr wohlhabend iſt, einen großen Theil ſeinrs ſeines Ver- mögens zit niedrigcn zuú niedrigen Zinſen anlrgt, anlegt, weil er Sicherheit Vorziebt, gegen-. vorzieht, gegen-e über einem anderen, mit geringeren: Beſitz„ geringerem Beſitz, der auf dic die Zinſen an- gewieſen iſt und dabrr daher nicht ſo ſehr in der Lage iſt, auf dic Si<erhcit die Sicherheit zu ſchen, und böberc Zinſen höhere Zinfen empfängt. Auch Hier [iefrrt hier liefert die Ver- mögensſtruer einem mögensfteuer einen einigermaßen Entſprechenden LluÖglcick). entſprehenden Ausgleich. Ich will nun abwarten, ob Sie mit irgend einer andrrrn anderen Form dieſe Ergänzung dcr Einkomnirnſtruar bewirkrn Werdkn. Disſe Sachr der Einkommenſteuex bewirken werden. Dieſe Sache hat doch do< bei Wachſendrr wahſender Cultur und wachſendem Wobiſtand nnd Reichtbum wa<ſendem Wohlſtand und Reichthum eine wackyſrndk wahſende Bedeutung. Denn das kann nicht bsſtritirn Werden, wrnn beſtritten werden, wenn der Wohlſtand wächſt, ſo find ſind immer mrbr Stcurr: mehr Steuer- pflichtige in dcr Lagc, Thrilr ibrés der Lage, Theile ihres Beſißes außer Production zl! ſetzcn. zu \eten. Wir brauchen nicht nach niht na< dem alten Rom und Griechi'nland bin- zuſrbcn, Griechenland hin- zuſehen, um das zu brgrrifen, begreifen, wir babcn haben die Beiſpicſr am!) Heute Beiſpiele auch heute in England ſkbr und ſehr und. in Teutſchiand auch Deutſchland au nicht gering Vor Aiigrn, I)ieine vor Augen. Meine Herren, das iſt krine ungercchtr Bchandiung keine ungerechte Behandlung der reiche'n reichen Leute, nein, es bat hat nur dcn ereck, den Zwe>, die reichen Leute nicht günſtigeér nit günſtiger zu brbandcln, behandeln, wie die weniger reicbcn Lcutc. Méiitc Herrrn, reihen Leute. Meine Herren, wenn das bisher ſchon bedenklich Hervortrittxund {hon bedenkli<h hervortritt und zu großrn I.)“iißſtimmungen großen Mißſtimmungen führt _ i< kann Ihnen ſagen: ich Habe habe einen ganzen S<rank Voll Schrank voll Zuſchriften übrr über das Mißbrbagen, Mißbehagen, das Gcfiibl Gefühl der Bcgünſtigung, Begünſtigung, was gegrniibcr ſolcbcn ſtsurrkriiftigen, reichrn Cenfitrn gegenüber ſolchen ſteuerkräftigen, reihen Cenſiten beſteht _, wic —, wie wird das Erſt erſt in Zukunii Zukunft ſein, meine Herren? Dieſc Dieſe Parks, dicſe Banpiätze, disſe Viilc'n, die ivarrn dock) bisbrr beſtrucri: ſii“ Jabltcn dic Grundſteurr dieſe Baupläte, dieſe Villen, die waren do<h bisher beſteuert: fie zahlten die Grundſteuer und dic Gebäudcſteucr; cht nrbmrn die Gebäudeſteuer ; jeßt nehmen Sie ihnen die Grund- und Grbäudrſtrusr Gebäudeſteuer ab, ziehen ſie virÜcicbt ZUM tbcil vielleiht zum theil do< nur in drr Gcmeindr wiedrr bcran der Gemeinde wieder heran und ſir biribcn ſie bleiben in drr Einkommrnſteurr nach wie: der Einkommenſteuer nah wie vor frei, da wird das Urbrl Uebel ja nr< größrr. * noch größer. u Aber, meine Örrrrn, Herren, dieſes iſt nicht ni<ht der entſcbridende entſcheidende Grund für die Vermögcnsſienrr. Ter entſckyridendr Vermögensſteuer. Der entſcheidende Grund iſt ift der, daß in dieſer Form nach drr Urbcrzrngung drr Staatsrkgierung aUcin, wrnigſtrns ailcin zweckmäßig urid zutréffend, die Untcrſcbeidung zwiſcbcn fiindirirm Und der Ueberzeugung der Staatsregierung allein, wenigſtens allein zwe>mäßig und zutreffend, die Unterſcheidung zwiſchen fundirtem und nichtfundirtem Einkommen gemacht wrrden werden kann. Jui) wriß, Ich weiß, daß Sie, als Sie disſe Uiitrrſ<€idung brrkangten, dieſe Unterſcheidung verlangten, als Sic Sie darin einen wriirrrn nrtbwrndigén Aci ausglrirhcnder Gcrccbiigkrii erbiirkten, weiteren nothwendigen Act ausgleichender Gerechtigkeit erbli>ten, als Sie fahrn: aiif ſahen: auf die TULLN? Dauer kann der Arzt, der Gricbrte, drr Litrrat, dcr Adwocat, der kleinr Baucr, drr wrnig Brſitz bat, dsr Hand: wc'rkc'r, ni<i nach drinſrlben Satz bsſteurrt werdcn Gelehrte, der Literat, der Advocat, der kleine Bauer, der wenig Beſiß hat, der Hand- werker, niht nah demſelben Saß beſteuert werden wie der, der vrrerblichrs Vrrmögrn brſiizi vererblihes Vermögen beſißt und danebrn doch auch daneben do<h auß im Er- wcrbc nichr brbindrrt iſt _ meine Hrrren, wrim rin werbe nicht behindert iſt — meine Herren, wenn ein Arzt mit fünf Kindern 7000 «FC:, #, häufig untcr Gcfabr ſsinrö Lebrns unter Gefahr ſeines Lebens und mit großrn Anſirrngungrn, Erwirbi großen Anſtrengungen, erwirbt und dadrm davon nichts erübrigen kann, fann, mit Sorgr Sorge auf dis Zilkunft ſriner die Zukunft ſeiner Kinder ſebrn ſehen muß, und wrnn wenn er ſeibſt ſelbſt dienſtunfähig wird und ſtirbt, können Sie auf die Dauer mit dsr der Gerechtigkeit das vereinigen, daß ein Cenfit, Cenſit, der 200-250000 «M 200—250 000 M4 Vermögen bat, hat, daraus die Einnabmrn brziebt, fichr Einnahmen bezieht, ſicher iſt, Es ſcinrn es feinen Kindern Hintrrlaffen hinterlaſſen zu können, gleichmäßig beſteusrt gleihmäßig beſteuert werde wie der erſtere? Das grbt geht gegen das Gerrcbtigkritsgrfühl, Gerechtigkeitsgefühl, und dem kann fich ſchlirßlicb ih {ließli< in Druiſrbland nicmand rniziehrn. Deutſchland niemand entziehen. Und wenn wir nun auf dicſe Perſonalſtrucr unſrre ganzrn ſtaatlichen Sirurrn aklrin ſtiiizcn woÜrn, dieſe Perſonalſteuer unſere ganzen ſ\taatlihen Steuern allein ſtüßen wollen, dann diirfen Sir dirſcn dürfen Sie dieſen Stachel nicht ſtrckrn laffrn, ſte>en laſſen, meine «Herren, Herren, wir müſſcn ibn Herausziehen. müſſen ihn berausziehen. Wenn ich anncbme, dat"; i< annehme, daß das Haus damit rinrrrſtandcn einverſtanden iſt dann ſtreiie ich börbſtrns noch ſtreite ih hôchſtens no< mit den v<rſ<i€d€nen Mrinungrn verſchiedenen Meinungen über die Form, in der wir dieſem Poſtulat der Gerrcbiigkcit Entſprechen. Gerechtigkeit entſprehen. Nun, mcinr .Herren, meine Herren, für mich iſt das Wrſén drr Sach? Weſen der Sache das wichtigſte, die Form ſecundär, aber ich ih behaupte: die 5011- kommrnſte voll- kommenſte Form iſt dir, dic die, die wir bier Vorſchlagen. hier vorſhlagen. Man hat Von Liner Erbſckyaftsſteucr grſprochrn. von einer Erbſchaftsſteuer geſprohen. Nun, meins Herrcn, ſic meine Herren, ſie iſt grwiß auch gewiß au<h eine Form dcr Heranzirbung dss fundirtrn Einkommrus, der Heranziehung des fundirten Einkommens, aber doch Link eine mit fcbwrren Mängrln bebaſtrte, {weren Mängeln behaftete, die alie alle der VermögrnZ- Vermögens- ſteuer nichr anklchn. „„keine Herrrn, niht ankleben. Meine Herren, man bat grſagt: drr hat geſagt: der Finanz- Miniſter bat hat ja ſrlbrr ſelber im vorigrn vorigen Jahre cine Erbſchaftsſtcusr bor- gcſcblagrn. eine Erbſchafts\teuer vor- geſhlagen. Gewiß, mrinc Hrrrcn, meine Herren, mit 5%: F 9%: das drückt drü>t nicht, das war wrſentlich einc Conirolmaßrrgcl. weſentlih eine Controlmaßregel. (Sehr richtig! rr<t§.) rets.) Haben Sie fich abrr berrchnrt, ſich aber berehnet, die Herren vom Rhein, die ſo eifrig cifrig für dieſe Steuer rintrrten, eintreten, was wir Ligrntlick) eigentlih wohl für Säth bri Säße bei einer Erbſchaftsſteuer erbrben erheben müßten, welche welhe 35 Millionen bringt? bringt ? Meine Herren, abgrſeben Von Einzelnen Spreiaibeſiimmungrn abgeſehen von einzelnen Specialbeſtimmungen in beſtimmten Vermögensgattungen in England, hat mcincs Wiffcns meines Wiſſens kein Staat bei Deſcrndenfen, Aſcendcnten Deſcendenten, Aſcendenten und Ebrgatten, jrdcnfaUs nicht Ehegatten, jedenfalls niht bei dem wiebtigſirn Fakle dsr Deſcendenien, t'ink wichtigſten Falle der Deſcendenten, eine höhere Stkuer Steuer als 1%. 10/6. Wir haben die forgfältigſten Rechnungen ange'ſiellt angeſtellt und ſind fir find ſie der Commiſſion Vorzulegen vorzulegen bereit, und dabei kommen wir auf Säße Säge wie folgt, um dieſe 35 MiÜionen Millionen zu erlangen: 2% 29/6 für aue alle Verwandten in gerader Linie, für Ehegatten 20/0, 2 9%, für Geſchwiſter 60/0, fiir Stiefkinder Geſhwiſter 69/0, fiir für Stiefkinder 69/6, für adoptirte imd einkindſcbaftlichc und einkindſchaftlihe Kinder 40/0 49/6 und für die Entfernteren entfernteren Verwandten 12 0/0. 9/0. (Hört! Hört! .Hcitcrkrit.) _ Bcrubigrn Sir ſich, meins Harrrn! hört! Heiterkeit.) — Beruhigen Sie ſi, meine Herren ! Wenn nun die Wahl iſt zwiſchrn drr iſ zwiſhen der Erbſchafts- ſteuer mit ſolchen Säßen ſolhen Sägen und einer Jahr aus, Jahr ein allmählich allmähli<h zu tragendén, glcichmäßig veranlagtcn tragenden, glei<hmäßig veranlagten Vermögens- ſteuer, ſo fo glaube ich nicht, i< niht, daß dcm dem Hauſe die Wahl ſchwer \hwer werden wird. Meine Herrcn, Herren, bedenken Sie wohl, eine Deſcendcntrn- Deſcendenten- ſteuer hat einen ganz andcrcn inncrrn Charakter (ſrbr anderen inneren Charafter (ſehr richtig! rechts) re<ts) als eine Erbſchaftsſteuer Erbſchafts\teuer für die SeiteiWLrwandtrn; Seitenverwandten: da iſt die Erb- ſchaft angcnehmer, cin vielfach unerwartetcr angenehmer, ein vielfa<h unerwarteter Gewinn. Bei den Dc- ſcendentcn De- ſcendenten aber, mrinc Hrrren, meine Herren, in eincm einem Lande, das doch nicht Hervor- hervor- ragend reich genannr reih genannt werden kann, wo die weit iiberwiegendc überwiegende Menge der Erbſchaften in die mittleren Klaſen nittleren Klaſſen fällt, wo die Einnahme aus dem Vermögen zurücktritt ' zurü>tritt “ und der Erwrrb Erwerb / des Vaters noch no< immer die Hauptſache bildet, _ da wird die' die Lage der Kinder - meiſtens un- günſtige'r günſtiger beim Todesfali Todesfalk und nicht günſtiger, weil die Kinder in un- endlich endlih vielen Fällen noch - no< immer auf den perſönlichen Eriverb perſönlihen Erwerb des Vaters angewieſen ſind. . : Ja, meine .Herren, Herren, ſo hohe Säße Sätze zu nehmcn, nehmen, das kann allerdings "gewaltig drückend ſein. gewaltig drü>end ſein, um ſo drückender, wcil drücender, weil dieſe Steuer zufällig trifft, weil ſie abbängt fie abhängt von der Lebensdauer der Familien, weil in Fa. milieu, Fa- milien, in denen Krankheiten erblich find, ſich erblih ſind, ſi< die Erbfällc Erbfälle ſehr drückcnd drü>end in kurzer Zeitdauer wiederholen können. , ' _ | A Nun bedenken Sie weiter, meine Herren, rvcnn wenn wir bei der ge- ' p *. .. ringen Erbſchaftsſtkuer Erbſchaftsfteuer von Zs/g # 9/6 von ſolchen Caukelen Cautelen abſehen konnten, ſo wäre das ja völlig unmöglich unmögli<h in dem Augenblick, Augenbli, wo Sie ſol-be hoben folHe hohen Steuern erheben; dann müſſen Sie, möchte ich ih ſagen, mit Feuer und Schwert die Beſtimmungen verfolgen, die eine Umgebung Umgehung der Steuer verhüten ſ oUen, namentlich follen, namentlih die Schenkungen unter Lebenden, Von von Vater auf aúf den Sohn. Jn In Frankeich, meine Herren, wird in dieſer Beziebung Beziehung ganz gervaltig gewaltig defraudirt _ das iſt die Meinung a[l€r aller Kenner der. dortigsn Verhältniſs. dortigen Verhältniſſe. Ob dieſe ſo läſtigen und hemmenden Be- ſtimmungen, die fortwährend in das Verhältniß zwiſchen zwiſhen Vater und Sohn eingreifen, die unterſchriden müffrn zwiſchen wirklichen unterſheiden müſſen zwiſhen wirklihen Zuwen- dungrn dungen und bloßer eräbrung Gewährung des Unterhalts, die da keine Grenze zirhen, _ zichen, — ob disſe qx: ſich dieſe ap ſih ſo ſchwierigcn, ſ<wer zxxonirolirrndcn, ſhwierigen, ſhwer zwontrolirenden, in ailen allen Fällen drückenden drü>enden Beſtimmungen gkrade gerade die Vcdrliebe Vorliebe für dieſe Erbſchaftsſteusr Erbſchafts\ſteuer erhöhen würden, muß ick) i< ſehr brzweifrln. Abrr, bezweifeln. Aber, meine Hrrren, ich wiedrrbvlr, Herren, ih wiederhole, für mich pkrſönlich iſt mi perſönli ift die Untrrſcheidung bon Unterſcheidung von fundirtem und nichtfundirtem Einkommen die Hauptſache. Wer mir einsn einen beſſeren ch zrigcn' Weg zeigen: kann, als wir ibn bier Vorſchlagen, ihn hier vorſchlagen, deſſen Vorſchläge werde ich ih auf das ſorgfältigſtc? prüfen, ſorgfältigſte prüfen. Nun, meine Hrrrrn, iſt Herren, iſ man noch auf «'i-:e ariderr eine andere Idee gekommen, und die iſt mir nicbt nen, nicht neu, denn ich ih habe au-“h auch damit angefangrn, angefangen, indem ich rrwog, ih erwog, wie kommrn kommen wir zu cinrr zweckmäßigen Unirrſcbridung JWiſChén einer zwe>mäßigen Unterſcheidung zwiſchen fundirtem und nicbtfundirtrm Einkommrn, ni<tfundirtem Einkommen, ob man nicht dieſe Unterſckyridung trrffen diefe Unterſcheidung treffen kann innerhalb drr Einkommcnſtruer ſcibſt? der Einkommenſteuer ſelbſt 2 Ja, mrine Herern, meine Herren, das grbt„ni<t, geht nit, es iſt wenigſtrns iſ wenigſtens ein ganz robrr roher Weg, WSUÜ ich wenn ih den Ausdruck gebrau<€n Ausdru> gebrauchen darf. Es iſt LiUS eine Methode, dir daI» Richtige nicbt die das Nichtige nicht trifft, und ich fragr ih frage nun, meine Hrrren, Herren, was für ein Untrrſchisd Unterſchied iſt zwiſchen bridcn? (Zwiſchrnruf) zwiſhen beiden? (Zwiſchenruf.) Warum? Höchſtrns Höchſtens könnte es dock) doch die Déclaration ſéin. I> babe Declaration ſein. Ich habe aber grzrigi, daſ; gezeigt, daß bei dieſrm W898 dieſem Wege auch eine viel ſ<ärf€rc Dcclarationrrfor- {härfere Declaration erfor- derlich wärc. Abrr, wäre. Aber, meine Herrrn, Sir Herren, Sie ſagen, Sie Wollen ritien wollen einen Zuſchlag ma<rn zU drm Befitzrinkommrn machen zu dem Beſißeinkommen innerhalb drr Einkomnirnitruer. der Einkommenſteuer. Nun, wir laUten wie lauten denn die Drclarntionrn? I>) déclarire Declarationen ? Jh declarire aus Grund- brſiß beſiß den Bstrag, Betrag, aus Kapital drn Brirag, den Betrag, aus Handel und Ge- ivcrbc dkn Brirag, Vom perſönlickxrn werbe den Betrag, vom perſönlichen Einkommen drn andcrcn den anderen Betrag. Dieſer Betrag aus dem Grundbeſiy, Grundbeſiß, meine Hrrren, Herren, iſt drnn denn der fundirtrs Einkommrn? fundirtes Einkommen? Mit nicbirn, nichten, meine Hcrren. " Sebr Herren. “(Sehr richtig! r€<t§.) re<hts.) Das iſt gr111iſ<tes Einiommrn. ift gemiſhtes Einkommen. Wo biribt bleibt denn die Jnirlligrnz, Intelligenz, wo blcibt bleibt die Arbsitsiciſtung drs Grundbefißrrs Arbeitsleiſtung des Grundbeſitzers und des GSwrrbctrribMden? Gewerbetreibenden? Jemand kann mit einem kleinkn Vermögrn fleinen Vermögen aus Handrl Und (Hewcrbe Handel und Gewerbe große Bsträge Erzirlen, Beträge erzielen, wenn er ein firißiger fleißiger und iniklligcntrr intelligenter Mann iſt, iſ, und drr andrre der andere aus einrm großrn Vcr- mögrn mir einem großen Ver- mögen nur ein grringrs Einkommén. geringes Einkommên. Sie könnrn können in dicſer dieſer Form nicht fcbcidcn ſcheiden zwiſchen drin Arbéiiscinkrmmcn und» dem Brſitzcinkommen. Arbeitseinkommen und dem Beſitzeinkommen. Daran find ſind ja auch ails alle Verſuche in dicſrr Frag? dieſer Frage in aiicn allen Ländern geſckxriteri; geſcheitert; in Jtalirn Italien iſt man zu rinrm gcwif; einem gewiß ganz wilikürlicben Zuſchlag grkommcxi, willkürlichen Zufchlag gekommen, wovon die italieniſckzrn Volksdrrtrsier ſclbſt italieniſGen Volkéêvertreter ſelbſt nichts balirn halten und ſagen, es wärs rin traurigrr Notbbrbrlf. Abrr, wäre ein trauriger Nothbehelf. Aber, meine Hrrrrn, wcnn Herren, wenn Sie wirklich wirkli<h das Rätbſrl [öſrn Räthſel löſen könnten, Arbrits- Einkommrn Arbeits- einkommen und Brüßbinkommen birr Beſiliêinkommen hier zu ſcheidrn, ſcheiden, wo zikbrn Six? ziehen Sie die Schuidrn Schulden ab, auf welchen Tbcil, nacb wrlcbcn Grundiätzcn Theil, nah welchen Grundſäßen ? Das iſt ift ja garnicht ausfübrbar, mrinc Hrrrrn, ausführbar, meine Herren, da kommcn 'Sie wicdrr Vor dieſrlbe Fragc, kommen Sie wieder vor dieſelbe Frage, wie bri bei den RcalſtrUrrn. Sir nrbmrn hicr rinrn Durchſchnittsſaß Realſteuern. Sie nehmen hier einen Durchſchnittsſay an. Ja, Lin Grundbcſißer ein Grundbeſitzer wird wobi wohl aus ſsinem Brſiß ſekbſt obnr Arbsit ſeinem Beſiß ſelbſt ohne Arbeit ſo Und ſovidl brrausſchlagen und ſoviel herausſhlagen können. Das iſt derſrlb: Dur<ſ<nitf§ia$, derſelbe Durchſchnittsſaß , auf dem dir Grundſteuern bsrubrn. die Grundfteuern beruhen. Aber Sic unterſcbridrn aucb zwiſchn dcn brſondchn Vrrbältniffen, Sir vrrlaffen Sie unterſcheiden au< zwiſchen den beſonderen Verhältniſſen, Sie verlaſſen das Princip drr Lsiſtiiiigsfäbigkrit der Leiſtungsfähigkeit des Einzrlncn; Es Einzelnen; es iſt grwiffrrmaßcn Li" Riickfai] gewiſſermaßen ein Rückfall in Ein Syſtrm, welcbes ein Syſtem, welhes wir Cbrn Wegen dérſribrn eben wegen derſelben Mängel Veriaffrn wolkrn. Mrinc .Hrrren, außcrdrm brgrcifc ich verlaſſen wollen. Meine Herren, außerdem begreife ih immer noch no< nicht, warum man drm! Wohl die:? denn wohl dies lieber will als diE Icrmögrnsſteurr, mrnn icb 13011 der chlaraiionsfragc rinmal abſcbr; die Vermögensſ\teuer, wenn ih von der Declarationéfrage einmal abſehe ; denn, meine Hrrren, bezablt Herren, bezahlt wird doch iii bridrn Fäilrn, in beiden Fällen, und zwar dirſrſbr Snmme, Es ſollen dieſelbe Summe, es follen ja 35 Miliionrn aufkommcn, Millionen aufkommen, und zivar yon dcn zwar von den Inhabern Von von Beſitz- tbum. thum. Wenn man befürcbtrt, befürchtet, es könnts könnte einmal die Vermögensſteuer trotz drs Vermögensf\teuer troß des Landtags, trotz dcs Herrenbauſrs, trotz drr StaatSrrgicrung bcnnyt wcrdrn, troß des Herrenhauſes, troß der Staatsregierung benußt werden, um ſie ganz unwerbältnißmäßig unverhältnißmäßig bis zur Confiscation zu Srböbrn, erhöhen, ſo könntc fönnte das in dirſcr dieſer Form doch cbrnſo do<h ebenſo gut geirbsbrn, geſhehen, wie in jener. I> bcgrrife' nicht, Ih begreife ni<t, warum man grrade dicſc-Z Bcſondere gerade dieſes Beſondere will. Msinx Hcirrn, dir Vermögensſtcuer brgrrift aUe Bcfitzarten glkichmäßig Meine Herren, die Vermögensfteuer begreift alle Beſißarten glei<mäßig und löſt [öſt auf disſe dieſe Weiſe die Frage der deitairentcnſtrurr. Kapitalrentenſteuer. Zum erſten Mal“, mcinr Mal, meine Herren, wird mit einer Stcurr, Steuer, die beſtimmt iſt, die Rcaiſtrurr Nealſteuer zu crſrxzen, auch erſeßen, au<h das Kapital brrangczogrn, herangezogen, was bisher innrrbaib innerhalb des Rralſienrrſyſtems rinrn Realſteuerſyſtems einen ganz unberrchtigtrn unberecßtigten Vorzug battc, (Schr hatte. (Sehr richtig! rechts.) Meins Hrrrrn, diL'Vcrmögensſtrnc'r yerrmcidct alle'. Klaſſcngrgenſäße; jcde Beſißart nuybarrr re<ts.) Meine Herren, die Vermögensſteuer vermeidet alle Klaſſengegenſäße; jede Beſitzart nußbarer Natur, ge- eignrt ziir eignet zur Production, wird gleichmäßig bcrangrzygcn gleihmäßig herangezogen in Stadt und Land. Sie rrgrrift Grundeigcntbum Sieergreift Grundeigenthum und Hausbeſitz, Gcwrrbcbetricb Hausbeſiß, Gewerbebetrieb und Kapital: init cinrm Schiagc Kapital : mit einem Schlage ſind die Gegenſätze, dic fick) die ſi aus drn Vrrſchicdkn- artigrn den verſhieden- artigen ſingulären Belaſtungen einzelner Beſitzartcn kyrrausgebildet Beſitzarten herausgebildet haber, beſritigt. «Zermögcnsſteuer beſeitigt. Vermögensſteuer kann ſich nic nie incruſtiren; ſie ändert ſich fich mit dem Vermögensbeſtand und dem Wrrtk) Werth des Vermögens. Gcbt Geht eine beſiimmtr beſtimmte Beſißform zurück zurü> im Werth und in ihren Cr- trägniſſrn, ſo grbt auch Er- trägniſſen, fo geht au< die Vermögensſtcucr zurück, wäbrrnd Vermögensſteuer zurü>, während die Grundſteurr brim Grundſteuer beim Rückgang der Erträgniffr Erträgniſſe des Grund und Bodens ſtabil bleibt. Die Vermögrnsſteuer iſt Vermögensſteuer iſ daher eine Steucr Steuer von Dauer; ſic Hängt nicht Von ſie hängt niht von den Veränderungen im wirthſchaftlichen Lebrn Leben ab; ſie? ſie paßt auf alle Zuſtände, weil ſie allrn allen Zuſtänden folgt. Die Ver- mögensſtsuer cndli< [»eriickſiäykigt mögensſteuer endli berü>ſihtigt die individuelle Lage des einzelnen Steucxpflickxigen, Steuerpflichtigen, weil ja jeder in der Lage iſt, der ein Object zufällig noch beſitzen ſVÜU', "'*'-[>> déi beſißen follte, welhes bei ihm keine feine Erträgniſſe bringt, ein ſolches Objsct folhes Object zu veräUßern veräußern und ſich ſfi daraus einen Ertrag zu bilden. McineHe-rrcn, Meine Herren, die Vermögensſteuer Vermögenéêſteuer zieht die Schulden ab und beſteuert nur das reine Vermögen. 17 MiUiarden, berechnen Milliarden, berehnen wir, liegen auf dem Grund und Boden in Preußen, die bisbcr bisher mit rerſte'uert verſteuert werden mußtrn; mußten; die Vermögensſteuer wird dieſer Thatſache gerecbk- I> gere<t. Jch glaube, meine Herren, wenn Sie die Sache ruhig erwägen und nicht einfach fich nit einfa ſi< vor den Gedanken einer neuen Steuer ſtellen, dann werden Sie doch do) finden, daß daß- dieſe Form, die, wie alle Berichte bezeugen, in der Schweiz dem Rechtsgefübl Rechtsgefühl des Volkes in hohem Maße entſpricht, die "(“> no< vor kurzem die ſebr ſehr nüchternen Holländer ſogar an Stelle der Einkommrnſteuer Einkommenſteuer eingeführt haben, was ich nicht ih nit für richtig kalte, rihtig halte, daß dieſc Stéllkk dieſe Steuer nicht die Erfindung eines Büchergelebkkkn iſt- Büchergelehrten ift, ſondern daſ; daß ſie kÖUTſäkhliÖL thatſählihe Verhältniſſe in der That und Wahrheit richtig bcurtbcilt beurtheilt und bcranziebt, . heranziebt. / Meine Herrcn, iſt Herren, iſ die Vermögensſteuer ctwa drückend durch dur ihre Höhe? Nun, meine «Herren, Herren, wenn der Inhaber eines nußbaren Rein- cines nuybaren Reins