OCR diff 126-8045/334

OCR 2017: tesseract-4.0.0-alpha.20170703/126-8045/0334.hocr
OCR 2018: tesseract-4.0.0-20181201/126-8045/0334.hocr

Rittergutsb 13er v o n lo e y - DöUingen Rittergutsbeſißer von Ploeß-Döllingen betont, daß die angeſtrebten Mgßregeln dieangeſtrebten Maßregeln auf dem Geb et Gebiet der Vererbung und Verſchuldung nicbt eetgnet nicht eeignet ſeien, den momentanen Notbſtand Nothſtand der Landwirtbſcbaft Landwirthſchaft zu be- eitigen. Um le teren leßteren zu kennzeichnen, kennzeihnen, führt er Beiypiele Beiſpiele der Ueber- ſcbuldung ſhuldung aus ommern, Pommern, Poſen, Weſtpreußen, aus der Provinz Sachſen, aus Walde> an. Er nimmt Stellung zu den Ausführungen der Vorredner und kommt zu dem Erßebniß, Haß Se daß er die Einführung des Anerbenrechts Anerbenre<ts als Juteſtaterxecht, eme Inteſtaterbreht, eine fakultative Verſchuldungßgrenze Verſchuldungsgrenze bei vortheilbafter Kredttgewabrung vortheilhafter Kreditgewährung und das Inſtitut der Heimſtätte empfiehlt. ' „ , Rittergutsbefi er Wendorff-Zdziechowo bet i j i Rittergutsbeſißer Wendorff-Zdziehowo bei Gneſen ſxxmmt ſtimmt dem General-Land cbafts-Direktor Von General-Land]chafts-Direktor Bon zu. „Auch Auch er tft de_r Memung, iſ der Meinung, daß eine geſeßliche Verſchuldungsgrenze Verſhuldung8grenze zu emer Mopopoltßerung dßs Grundbeßßes einer Monopoliſierung des Grundbeſißes in der Hand letſtungs ähiger Kapttaltſtkn fahre. leiſtungsfähiger Kapitaliſten führe. Die Rentenform ſtatt der hypothekariſ en Vexſchulbupg hypothekariſ<hen Verſhuldung des Grund- eigenthums iſt ihm genehm, doch wün cht do< wünſcht er eme zxttltche Beſchrankung eine zeitlihe Beſchränkung der Rente auf 50 bezw. 20 Jahre, je nachdxm ſte bet ficherem nahdem ſie bei ſicherem oder unſicherem Kredit in Betracht kommt. Fur Für alle in Ausficht ge- YIWMM S Maßregeln zisht zieht er die obltgatoriſche obligatoriſche der fakultatiVen Em- fakultativen Ein- rung vor. * . , . „ : : j U Geheimer Ober-Regierungs-Ratb 1313 Tblßl-Berltp fahrt Ober-Regierungs-Rath Dr. Thiel- Berlin führt aus, daß eine Steigerung der Gutwarthe ausſchxießltch Gutswerthe ausſcließli<h für dre Gegenryart die Gegenwart wirke, während eine dauernde Hilfe gegen dteborhandenen Mlßſtande die vorhandenen Mißſtände in einem Stei en Steigen der Grundrente bei gletchzeitigsm Falken gleichzeitigem Fallen oder Wenigſtens Ste enbleiben wenigſtens Stehenbleiben der Jmmobiliarkaufpreiſe Immobiliarkaufpreiſe zu erblicken ſei. erbli>en fei. Eine Beſchränkung in_ in der Vererbung und in der Verſchuld- barkeit des Grundbeftßes Grundbeſißes ſeien die zu dieſem Zwexck anzxz- ſtrebsnden geſeßgeberiſchen Zwe> anzu- ſtrebenden geſeßgeberiſhen Maßnahmen. Ihnen Jhnen könne nicht dxe Jreiheit die e des (Grundbefiyes Grundbeſißes in dem vom General-Landſcbafts-Direktor General-Landſchafts-Direktor on und vom Vorredner verſtandenen Sinne entgegengehalten werdßn, werden, denn eine unbeſchränkte und überſpannW Außnußung Üüberſpannte Ausnußung des Realkredtts Xbe Realkredits E nur in ſeltenen Fäklen Fällen bei einzelnen beſonders tüchtigcn tüchtigen Perſonen rfol : aufzurveiſen, rfolge aufzuweiſen, in den meiſten zur S<uldkne<tſ<aſt Schuldknehtſchaſt und nicht zur chuldabſtoßung Schuldabſtoßung und wirklicher Freiheit des Bsßßes gefßhrt. Zudem Beſiges geführt. S komme neben dem Immobilienkredit Immobiliarkredit der PerKſodnalkredtt Perſonalkredit in etra<t, etraht, der, wenn jener eingeſckyränkt, d11r<zw€>mz1ßtge eingeſhränkt, dur< zwe>mäßige Organi- ſation fation der ibn Vermittelnden ihn vermittelnden Inſtitute der Möglichkeit ettxer umfa en- deten Aanußung entgegcngefübxt Mrden einer umfaſſen- deren Ausnugung entgegengeführt werden müſſe. Unrichtig ſeyda Ünrichtig ſei, daß bei in- fübrun ciner Verſchuldunngexchränkung Ein- führung einer Verſhuldungsbeſchränkung nur reiche Kapitali ten Kapitaliſten Land- Der wsnig wenig kapitalkräftige andwirth Landroirth auf den Erwcrb Erwerb kleinerer Güte'r beſchränksn Güter beſhränken oder als wirthſcbafTen. wirthſchaften. Im letzteren Fal] ' Entgehe er dem leßteren ls gene ban mannigfachen Rifiko, Welches Riſiko, wel<hes der utsergenthümcr utseigenthümer laufe, wie dknn denn der umgskehrtc umgekehrte Zuſtand, daß der ſtark Ver- ſchuldete GutSLigentbümer aÜe ver- \{huldete Gutseigenthümer alle Gefahr, welche welhe das Eigc'ntbum Eigenthum an ländlichem Grundbefiß ländlihem Grundbeſiß mit fich ih bringt, zu tragen habe, während der Hypothckcngläubiger, Hypothekengläubiger, der tbatſächliche Cigsntbümer, thatſächlihe Eigenthümer, davon vöÜig völlig- unberührt bleibe, ein unhaltbarer ſei und unbsdingf befc-itigt unbedingt beſeitigt werden müſſe. ' : Landes-Direktor, Wirklicher Gsbetmer Raxh bon Lebeßow- Geheimer Rath von Leveßow- Berlin bejaht für die Provinz Brandenburg du: Uebe-rſchuldung die Ueberſhuldung des "ländTichen BLfiZES, füZrt ‘Tändlichen Beſißtes, ur für das Sinken der Rsinerträgc Neinerträge ein Bei- ſpiel aus eigener Crfa rung Erfahrung an und hält die obligatoriſche Einführung obligatoriſhe Cinführung des Anerbenrecbts Anerbenrechts als Inteſtaterbrecht Inteſtaterbreht und einer Verſ<uldnngsgr8nze Verſchuldungégrenze für dringend geboten. Nachdem Landſchafts-Direktor Landſchafts - Direktor von Laer:Münſter Laer-Münſter ſich gegen 516 die Eintragung der Renten ſtatt des Kapitals erklärt, auf Mißſtände der Stempelſteuergefeßgebung Stempelſteuergeſeßgebung hingewieſen und ſtch ſih wiederholt gegen dre Verſckxuldungsbcſchränkung die Verſchuldungsbeſchränkung aus- geſprochen" geſprochen hatte, trat Profeſ or ])1'. Schmollcr : Profeſſor Dr. Schmoller - Berlin den Ausfuhrungen Ausführungen des Pro effors ])x. Profeſſors Dr. Sering bet, bei, in- dem auch er das Anerbenrecht Anerbenreht als Jntcſtaterbrccht 1111.13 cine Jnteſtaterbreht und eine fakultative Verſchuldungsgrenze bei Gewährung günſtiger Kreditbedingungen forderte. Finanz-Yéiniſter ])r. Miqucl Finanz-Miniſter Dr. Miquel will nicht niht beſtimmte Vorſ<lä (: Vorſchläge machen, um welche es ſich ſih gegenwärtig auch au< nicht, name-ntücl) ni t namentli nicht für ihn als Miniſter handeln könnte. Er woÜe wolle nur cinYe b thatſäch- liche lihe Mittheilungen zur Beurtheilung eines etwaigen 5 edürfniſſes Bedürfniſſes für Teſeßgxberiſches feigenden Bo Einſchreiten machsn. machen. Er hob berbor, hervor, daß die wirthſ at wirthſchaft betreiben könnten. müffe !" müſſe fi Pächter bei tcigenden Bodenprsiſen ſteigenden Bodenpreiſen und Rsinerträgxn erträglich gcweſens Schu denlaſt Reinerträgen erträgli<h geweſene Schuldenlaſt des ländlichen GrundbEſW-“ss ſe:t Grundbeſißes ſeit etwa 10 Jahren 581 bei ſtabilen oder ſinkenden Gutswerthéu zn unberkennbaren Mißſtänden Gutswerthen zu unverkennbaren Vtißſtänden geführt habe. Da die ländlichen S<U1kcn ländlihen Schulten in den leßten 7 «Jahren Jahren um etwa 1 Miüiarde Milliarde gewachſen ſeien und in manchen Provinzen bereits eine Ueberſcbuldung Ueberſhuldung vieler Gxunbbeſiher Grundbeſißer beſtehe, frage es ſich, ob nicht die Weſentlichſte weſentlihſte Urſache dimer Perſchuldung, dieſer Verſchuldung, die abſolute Ver- ſchuldun sfreibeit, \{huldungsfreiheit, einzuengen ſei. Wahrend Während in den Landeétbeiken Landestheilen mit geſ [offenen geſchloſſenen Höfen (Hannover, (Hannover , Weſtfalen, Sck)[LSn»iq-:Oolſtein Schleswig: Holſtein und De en-Naffau Heſſen-Naſſau zum thsil theil ſowie ThlilC Theile des Oſtens dcr der Monarchie) die Ver chuldung fich Verſchuldung ſich unter 30 0/0 3009/9 des ermdſteucr-Reinertrags Grundſteuer-Reinertrags halte und ſogar fogar bis 14% 1499/9 finke, ſei ſie fie in den übrigen Gebiefen Gebieten des Staats erheblich größer. Wo tbatſä<li< thatſächlich freie Naturaltbcilung Naturaltheilung in ErbfäÜen Erbfällen an- Jwendet En werde, erreiche ſie nicht die Föhe, Wie Hobe, wie in den msiſten meiſten Theilen dcs des ſtens, denn durch durh die üblichs 5 Saltbeilung üblihe Nealtheilung komme dort die Be- laſtun laſtung mit Kapitalsſchuldkn Kapitals\{hulden in Erbfäklczn nicht Erbfällen niht in Betracht, währmtd während im Oßen Olien die meiſten Gütér faktiſch Güter faktiſ<h ganz oder zum großen Theik Theil untheilbar ſeien, und dabei das Rachj; aÜLr Recht aller Erben auf gleiche gleihe Ab- findung beſtehe, was mit Notbw-anigkeit Nothwendigkeit zu erheblichen erheblihen Schuld- belaſtungen führen müffe. Dis bedéutendſt-Z Verſchuldung müſſe. Die bedeutendſte Berſ<huldung be- ſtehe im'Oſten im Oſten beim grö eren "Grundbefixx; größeren Grundbeſiß; bei den bäuer- [ichen BeſWern lichen Beſigern trete ſix Ert aÜmablich fie erſt allmählih ein, da die Verſchuldungs- freiheit erſt Verhältnißmaßig verhältnißmäßig kurze “?> Li beſtehe. Cs [iSIS jetzt erLits *genügendes Es liege jeßt bereits - genügendes Material bor, vor, um die olgcn Folgen der beſtehenden ſtaatli<€n Gsſeßgébung beurtbeiſen ſtaatlichen Geſetzgebung beurtheilen zu könnkn. können. Es handle 1111) ſich nicht darum, durcb eincn geſehgeberiſch-sn dur<h einen geſeßgeberiſ<hen Akt Abhilfe zu ſchaffen; Ls müßte!) es müßten vielmehr dxe eanelnen 1lrſa<€n die einzelnen Urſachen der Kriſis bekämpft und m in langſamer Wtrkung dcr gxſsßg€b€riſ<en Wirkung der geſeßgeberiſ<hen und Ver- waltungsmaßnabmen'eine LVer- waltungsmaßnahmen eine Reform durchge1ührt durchgeführt werden, WS1<L welche nicht das Intereſſe eines c'mzelnen einzelnen Standes, ſond€r11 ſondern das allgsmkine allgemeine Staats- Wobl wohl fördere. ' Staats-Mimſter ])r. Staats-Miniſter Dr. Graf von Zedliy Zedlit und Trütſ<lcr- Trüßſchler- Nieder-Großenborau fübrk führt das MiſZVLrhältniß zwiſchen 901)- Mißverhältniß zwiſhen Roh- und Reinertrag. Reinertrag des ländlichen Grundbeßßks ländlihen Grundbeſißes neben de'r Steig-Zrung dsr Arbettslöhne in erſter 5311318 auf dis Erheblicben der Steigerung ver TEDEILSTO Ne in erſier Linie [auf die erheblichen Laſten zurück, welßbe zurü>, wel<he dem Guthtgsnthüm-Ir durch Gutseigenthümer dur<h die Ge- ſeßgebung auf€rlegt ſeren auferlegt ſeien (Schul- und Ktrohenlaſten, KommunalabgabLn, Invaliditäts- und _Alteréberficherung, Ux1fal1verfi<erung2c.), Kirchenlaſten, Kommunalabgaben, Invpaliditäts- und Alteréverſicherung, Unfallverſicherung 2c.), und weiſt im einzclnen einzelnen aus etgenex Erfahruxt nach, eigener Erfahrung na<, wie trotz troß der hohen Ent- wickelung wi>elung der [audwxrtbſÖaſtlche-„n „Technik“ lattbwirthfwaftlichen Technik und der dadurch bewirkten I.)?ehrproduktion Mehrproduktion cin Smken dsr Reincrträgk Sinken der Reinerträge zu konſtatieren ſexi. ſei. Er findet den auptgrund Hauptgrund für die ungünſtige Lage der Grundbeßtzer Grundbeſißer des Oxens Oſtens der Monarchie in der akizugroßen allzugroßen Entfernung der Produktionsſtc'llen Produktionsſtellen vom Abnahmeort der ,Produkte. . Produkte. Auf eine günſtige Bxfißſtandßberthsilnng Beſißſtandsvertheilung innerhalb der einzelnen Landesthéile Landestheile will er bei enxer einer Betrachtung der wirthſchaft- lichen wirthſhaft- lihen Verhältniſſe des Grundbeſtßeß em Grundbeſizes ein großes Gewrcbt gelcgt Gewicht gelegt wiſſen und hebt hervor, da“ daß da, wo wie tm im Oſten eine GrundefitZkateaorie Grundbeſißkategorie zu ſehr prävaliere, itte! Mittel und nge gcſnndkn Wege gcfunden werden müßen, _dieſelbe müſſen, dieſelbe theilweiſe der fehlenden Kategorie (Aufforſtun- gen landwirtbſcbaftlick) nicht nutzbaren Bodens„ Unnvandluug nicht leiſtun sfähigen Großaxun'dbefißks m Gütcr mittlercn Umfangcks). Fakultative Etnrtckptuxxgxn' landwirthſchaftlih ni<ht nußbaren Bodens, Umwandlung niht leiſtungsfähigen Großgrundbeſißzes in Güter mittleren Umfanges). Fatkultative Cinrichtuugen auf deux dem Gebiete des - Kreditweſens ſeien unwirkſam; dagkgen 16,1eme„korporaWEÉZuſajnmsn- unwirkſam ; dagegen [ei eine e nter, faſſung des ganzen Grundbefi es Mit oblt atorxſcher Cmfüuung Grundbeſißes mit obligatoriſher Ginführung einer VZrſckyuldungsgrenze N ounggrene zur Be erung Beſſerung der <uldverhaltmffe drmchnd ge oten. , Schuldverhältniſſe dringend geboten. j Die Verhandlung wurde alsdann auf heute Vormrttag Vormittag 10 Uhr vsrtagt. zuzuführcn vertagt. zuzuführen Der Regierungs-Affeſſor Regierungs-Afffeſſor Dr. Kühnert u zu Düſſeldorf iſt an die Königliche Regierung zu Caſſel ve eßt umz verſegt und der Re- Yerungs-Affeſſor ])r. Grolmazt iſs Aſegor Dr. Grolman zu Eſſen der " Koniglichen Königlichen egierung zu Düſſeldorf zur werteten dtenſtlichen weiteren dienſtlihen Verwendung überwieſen worden. Der zur Zeit mit der Vertretun Vertretung des Landraths in Birn- baum, Regierungsbezirk Poſen, beau fragte Regierungs-Affeffor beauftragte Regierungs-Aſſeſſor von Bernuth iſt dem Landrath des Kretſes Kreiſes Rees, Regierungs- bezirk Düſſeldorf, und der neuernannte Regierungs-Affeffor ])r. Regierungs-Affeſſor Dr. Schoen aus Königsber Königsherg dem Landrath des Kreiſes S<lo<au, Schlochau, Regierungsbezirk arienwerder, Marienwerder, bis auf weiteres zur Hilfeleiſtung in den landräjhlichen landräthlichen Geſchäften zugetheilt worden. Die RegierungSNeferendarc ])1'. Fur. Regierungs-Referendare Dr. jur. Graf vonKosPoxh von Kos poth aus Hannover, von Roeder aus Frankfurt a. O., Marttn Martin Suche aus Gumbinnen, Hexmann Hermann von Numohr Rumohr aus Erfurt, von T Szka Tyszka aus Königsberg und Krauſe aus Marienwerder ha en haben die zweite StaatsPrüfung Staatsprüfung für den höheren Verwaltungsdienſt beſtanden. Laut telegraphiſcher telegraphiſher Meldung an das Ober-Kommando Ober - Kommando der Marine wollte S. M. Kbt. „Lorclcy“, „Loreley“, Kommandant Korvetten-Kapitän Grolp, am 28. Mai von Galaß Galay nach Konſtantinopel und wird S, S. M. Kbt. „Iltis“, „JFlti s“, Kommandant Korvetten-Kapitän Graf von Baudiſſtn, Baudiſſin, am 30. Mai von Shanghai nach nah Kobe in See gehen. Bayern. Vayernu. Die Kaiſerin von Oeſterreick) iſt Inkognito Oeſterreich iſ JInkognito in München eingetroffen. Seine Königliche Hoheit der Prinz Leopold wird, der „Ang. Zig.“ „Allg. Ztg.“ zufolge, als Gencral-Inſpekteur General-Jnſpekteur vom 4. bls bis 7. Juni Truppentheilc Truppentheile der 117. Armec-„Jnſpcktionä in Erfurt„ Rudolſtadt, Gcra TV. Armec-Fnſpektionß'in Erfurt, Nudolſtadt, Gera und Altenburq beſtehtigen. In Altenburg beſichtigen. Jn den drct leßtgcnanntcn drei leßtgenannten Städten wird der Prinz (Gaſt Gaſt der betreffenden Landesherren: Landesherren : Seiner Durchlaucht des Fürſten von Schwarzburg- Rudolſtadt, Seiner Durchlaucht OLE des Fürſten Reuß ]üngerer Lime jüngerer Linie und Seiner Hoheit ch Hkrzogs des Herzogs von Sachſen-Altcnburg, ſcxn. Sachſen-Altenburg, ſein. Am 8. Juni trifft tri Seine Königliche Hoheit in Berlm em, Berlin ein, wohin ſich ſih an demſelben Ta eſ auch Ihre Kaiſexliche Tage au< Jhre Kaiſerlihe und Königliche Hohkit dic Prinze ſm Hoheit die Prinzeſſin Giſela auS Munchen aus München be- geben wird. , Die Kammer der Rei<sräthehatchfter1zdas GLſLH 11er Reichsräthe o das Geſetz über die Abänderung der pfälziſchen emctnde-Ord: nunq pfälziſhen Gemeinde-Ord- nung unter Streichung Streihung der von der Kammer dcr der Abgeordneten eingefügten Vorſchrift des Wahlkuvcrts Wahlkuverts bei den Gemeinde: wahlén Gemeinde- wahlen angenommen und ſodann den Nachtrag zum Kultus-Etat berathcn; berathen; im Laufe der Erortcrung Erörterung gab der Ober-Konſiſtoria[:Präſident Ober-Konſiſtorial-Präſident Stählin dem Wunſch Ausdruck, Ausdru>, die Stolgebühren nach na<h dem Vorgang Heſſens, Sachſens und Preußens abzulöſsn. _ abzulöſen. Die Kammer der Abgcordnetcn Abgeordneten lehnte in thrsr ihrer geſtrigen Si ung Sißung mit großer Mehrheit die qudcrung Forderung von 435000916. ?fir 435 000 M. fir den Ankauf der Thereſienwxyſc Thereſienwieſe bei dem Bavaria:Dcnkmal Bavaria-Denkmal für AusſtellungSzwecke Ausſtellungszwe>e ab. DW Die Mehrzahl der Redncr Redner erklärte dies als eine Aufgabe dsr Hauptſtabt, ni<t der Hauptſtadt, nicht des Staats. Der Abg. Grillenberger erklärte ſlch ſich dagegen, damit Nicht niht das bayeriſche Ausſtellungsweſen nock) bayeriſhe Ausfſtellungsweſen noch mehr in München zentralifisrt zentraliſiert und WWW!) Faneſondere dadurch insbeſondere Nürnberg geſchädigt werde. Dsr Finanz-Mmiſter Pr. reihcrr Der Finanz - Miniſter Dr. reiherr von Riedel Niedel erwiderte, Nürnberg könne gewiß mcht nicht lagen, da die [chte aügcmeine LandeE-Ausſtcllung leßte allgemeine Landes-Ausſtellung dort ſtatt- gefunden habe und die nächſte 1898 1896 dort ſtattfmdcn ſtattfinden werde. Die Kammer genehmigte weiterhin Mittel für den neuen vierten Präparanden-Kurſus Präparanden - Kurſus der Lehrerbildungsanſtalten. Die Abgg. Schubert und ])1', Andree“? Dr. Andreä wünſchten Ein: Ein- führung einer fremden Spra<e Sprache in dic die Bildung der Lehrcr Lehrer im ſtrengſten und bedauerten, daß der Miniſter hisrauf hierauf nicht cingsgangsn eingegangen ſei. | Sachſen. Seine Köniſ liche Hohcit-der Königliche Hoheit -der Prinz Georg hat ſich ſih am Sonntag S onntag zu In pizicrungen Injſpizierungen im Bereich des 1'. ArmesMorpE nach V. Armee-Korps nah Schleſien begeben. _ _ . i L Wie das „Dr. J.“ meldet, hat ſ1ch Ihre ſih Jhre Kaiſerliche und Königliche Hohkit Hoheit die Prinzeſſin Friedrich Friedrih Auguſt einc eine leichte Verbrennung am rechten Auge zugezogen. Wenn hic Verchung auch die Verlezung au<h nur eine unbedeutende in, int, ſo wird ſlch ſich doch eine Schonung von acht bis vierzehn Tagen, nothwcndig Tagen nothwendig machen. Anfänglich-vorhandene Anfänglich vorhandene Schmerzen haben ſick) ſich weſentlich ermäßigt. Ficber Fieber iſt nicht vorhhnden. Heffen. vorhanden. Heſſen. Am 27. d. M. fand in Mainz, wie mir wir dortigen Lokal: blältcrn Lokal- blättern entnehmen, die feierliche Beſichtigung dcs Béſichtigung des neu exrichte- errichte- ten Geſchäftshauſes dcr Rcichsbaukſtclle der Reichsbankſtelle in der Kaiſsr: Kaijer- ſtraße durch einen erleſenen Kreis hochſtehendcr und_angcſchencr hochſtehender und angeſehener Perſönlichkeiten ſtatt. Der Rci<sbank-Präftdc»nt Wirk11<cGeheime Reihsbank-Präſtdent WirklicheGeheime Rath ])1'. Dr. Koch war dazu von einer VorſtandSbeamtcn-Konfcrcnz Vorſtandsbeamten-Konferenz in Frankfurt a. M. herüber gekommen. Aus Darmſtadt waren der Staats-Minifter inger Und Staats-Miniſter Finger und der Finanz-Miniſtcr Finanz-Miniſter Weber ſowie derMiniſtcrial- ath der Miniſterial-Rath Emmerling erſchienen. erſhienen. Aus Mamz Mainz waren anweſendder Gencraldcr Infanterie anweſend der General der Jnfanterie von Holleben, Gouver- neur von Mainz, der (53c11c-ral-Major Sjchart Gencral-Major Sichart von S1<arts: Sicharts- hoff, Kommandant von Main, dcr Mainz, der Großherzogliche Pro: vinzia1:Direkwr, Pro- vinzial-Direktor, Geheime RMZ Rath Rothe, der Landgerichts: Landgerichts- Präſident Lippold nebſt den Landgeri<tS-Dircktoren Landgerichts-Direktoren und dem Vorſißcndcn dcr Kamm-Zr Vorſißenden der Kammer für Handelsſachen, der Erſte StaatScmwalt Staatsanwalt und Vank-Juſiitiar Bank-Juſtitiar Ewald, Regierungs- Rath O1“. Dr. Wolf, Tclcgrapſ1cn:Direktor Meter, Telegraphen-Direktor Meyer, Steuer-Rath von Buri, Poſtdirekwr Marizh, Poſtdirektor Marizy, ferner der ürgermxiſter 1)r. Bürgermeiſter Dr. Gaßner mit dem Bcigeordnct-en Kommerzicn-Rath Remert Beigeordneten Kommerzien-Rath Reinert und Iſt u vollzählig die Handelskammer, an ihrer SpiHe Spiße der räſidcnt, räſident, Geheime Kommerzicn-Rath Kommerzien-Rath Michel. Nachdem die Vc1ſammelten Ve1ſammelten ſich in dem großen then (Heſchäftsſaal hellen Geſchäftsſaal gruppiert lattcn, hatten, begrüßte dieſelben zunächſt der Wirkliche Gehexme Rath 5Éré'iſident1)1'.K?0<. Geheime Nath Präſibent Dr. Koch. Der Erſte Vorſtandsboamte, Vorſtandsbeamte, Bank-Direktor Kretſchmer gab ſodann eine Usberſicht dcr Entwickchmg Ueberſicht der Entwi>kelung der Reichsbankſtcüe Neichsbankſtelle ſeit ihrer Errichtung im Herbſt 1875 und der ausführende Architekt, Re ierungs-Baumciſter Regierungs-Baumeiſter Haveſtadt ausBerlin,cine Veſchrcibun aus Berlin, eine Beſchreibung der eſchichte dechubaues,wel<cr Geſchichte des Neubaues, welcher hierauf in allen Theilen bexſzickſtigt beſichtigt und als ſchön ſ{<ön und zweck: entſprechend zwe>- entſprehend befunden wurde. Um 2 Uhrfand Uhr fand ein von der Handels: kammer Handels- fammer aus Anlaß der Anweſenheit des Rei<sbank-Präſidentcn Reichsbank-Präſidenten veranſtaltetes Dinkr Diner in dcr „Ligdertafel“ der „Liedertafel“ ſtatt, zu welchem ſämmtliche vorgenannten Thcilnehmer Theilnehmer und zahlreiche zahlreihe andere Notabilitäten der Stadt, insbeſondere des Handelsſtandes, im ganzen 80 Perſoncn, erſchienen Perſonen, erſhienen waren. Der Handelskammer: Präſtdent, Ge eim_e KommerziemRath Handelskammer- Präſident, Geheime Kommerzien-Rath Michel brachte das o Ho auf Seine ZNa eftät Ma eſtät den Kaiſer und Seine KönigY<2 Röniga Hoheit den Gro heron, ſodgnn d eraog, ſodann das auf die Ehren äſte, Ehrengäſte, inſonderheit den Rei sban - räſtdenten Reihsban&-Präſidenten aus, welcher mit e nem einem Toaſt auf die Hande skammer Handelskammer dankte. Ferner ſprachen noch der Staats-Miniſter Finger und der Gouverneur von .Holleben,* wel<er Holleben, — welcher leßtere 'die Rei<sbank die Reichsbank als die einnehmende, das Heer als die ausaebende Jnſtqn laumq ausgebende Jnſtanz launig in Gegenſaß brachte und zu geeigneter Zeit einen ftcßer einköslichen figer einlöslihen Wechſel _aulf au! Mainz F i ziehen in Ausſtcht Ausſicht ſtellte, _ der Provinzial-Dtre tor, Provinzial - Direktor, der ürgermeiſter, der Bankdirektor Kretſchmer Kretſhmer und _manche manche andere. Um 8 Uhr Abends erreichte das ſchöne Fei ſ{höne Feſt unter allſeitiger BeHriedigung dat enb ein Ende. Alles_ Alles ſchied un“'er unter dem Eindruck, da Eindru>k, daß die Reichsbank in Mainz eme eine für das Wirth: ſchaftsleben Wirth- \chaftsleben der Stadt und des Landes erſprießliche erſprießlihe Stätte gefunden habe und mit demſelben unzertrennlich verwachſen ſei. Oeſterreiéh Oeſterreich - Ungarn. Heute Mittag erfolgte in der Hofburg unter dcm iiblichen dem üblichen Zeremoniell die Renunziation der Erzherzogin Maria Immaculata in Anweſenheit des Kaiſers, ſämmtlicher in Wien weilenden Erzherzoge, des rinzen Prinzen Auguſt Leopold von Cobur , Coburg, des Fürſt-Erzbiſcho s, Fürſt-Erzbiſchofs, der Hoßchargen, Peldargen, ſowie der öyterreichtihcn ¿ftervetiGen und der ungariſchen Minitcr. Miniſter. Die Ver: zichtSurkunde Ver- zihtsurkunde wurde vom Miniſter des Kaiſerlichen Hauſrs Kaiſerlihen Hauſes Grafen Kälnoky Käálnoky verleſen. Der StaatSeiſenbahnrath, Staatseiſenbahnrath, der geſtern Vormittag durch dur< den Handels-Miniſter Grafen Wurmbrand eröxfnet B wurde, hat, nach nah einer MeldUng Meldung des „W. T. B.“, getern geſtern Abend ſeine Berathungen wieder geſchloſßen. Jm öſterreichtſchen Abgeor nctcnhauſe fetzt? „cſtern tian id Im öſterreichiſhen Abgeordnetenhauſe ſeßte geſtern der Präſident auf Grund einer miniſteriellen Zuſchrift eſt, daß die Wahlen zu den Delegationen am 1. Juni ſtattzufinden hätten. Zn Jn Beantwortung der J nterp e ll atio nen Wrabcß Jnterpe llationen Wrabeßz und Noske bezüglich bezügli<h der Vertheilung dcs Flugblattcs des Flugblattes „Das Vaterunſer in dcr Zudennoth“ der Judennoth“ durch den éPfarrck Deckert, Pfarrer Dekert, ſowie bezüglich bezügli<h der vcrleßendcn Thäti keit verlehenden Thätigkeit des lthercn durch M*.ßbrauch dcr leßteren durh Mißbrauch der Kanzel hob der Mznitcr: Präfident Miniſter- Präſident Fürſt Windiſ<gräß Windiſchgräg hervor, drei offenbar ſchon hon vor längerer Zeit gehaltene Predigten Dcckert's De>kert’s ſeien in der Monatsſchrift „Sendbotc „Sendbote des heiligen Joſefs“ in den Monaten Oktober, November und Dezember 1893 abgedruckt worden; abgedrud>t worden ; darin ſei auch das „Vaterunſer in der Judcnnoth“ Judennoth“ enthalten geweſen. Der StaatSanwalt Staatsanwalt habe in dem vorgelegten Yflichtexemplar eas keinen Grund zum Vorgehen erblickt. erbli>t. Als absr eckert aber e>ert das „Vaterunſer in der Iudennoth“ Judennoth“ als Flugſchrtft Flugſchrift habe erſcheinen laſſen, habe die StaatSanwaljſchaft Staatsanwaltſchaft das Flug: Flug- blatt wegen deſſen demonſtrativcr demonſtrativer Aufſchrift und wegen der Schlußbemcrkung Schlußbemerkung ſowie me an dcr wegen der bei eipem einem Flugblatt zu beſorgcndcn beſorgenden größeren crbreitnng konfoziercn Verbreitung konfiszieren laſſen. Außerdem ſei Dcckcrt Deckert wegen unbefugten Vertheilens von Druckſchriften ſtrafakrichtlich ſtrafgerihtli<h verurtheilt worden. Bezüglich des Inhalts Jnhalts der Dcckert'ſchen Deckert'ſhen Predigten habe die Staats- anwaltſchaft keinen Anlaß zum Einſchreiten gefunden, gefunden. Nach der Einbringung der Interpeüationcn Jnterpellationen habe er es für (M: an- gemeſſen erachtet, mit der kirchlichsn kirchlichen Behörde, der Deckert be: züglich ſLiUCk bcruflichcn De>kert be- züglih ſeiner beruflihen Thätigkeit Untergeordnck ſexi, «'m untergeordnet ſei, ein Einvernehmen zu ſuchen. Das Fürſterzbiſchöflichc Fürſterzbiſchöflihe Ordinariat ſtehe der Thätigkeit Deckcrt's keincswegs gleichgüitig qegcnüber. Es" Deckert's keineswegs gleichgültig gegenüber. Es habe zwar keincn keinen Anlaß zum V0rgehcn,gegcn Vorgehen, gegen Deckert auf Grund der kirchlichen GeſcY gefunden, [edoch A gefunden , “ jedoch Deckert angewieſen, künftigh'm künftighin bei ſeinen rcdigten dcr Heilig; Predigten der Heilig- keit des Amts und des Orts ſtets eingedenk zu ſein. Nachdem ſich das Strafgericht Strafgeriht mit dym dem Vorfall inncrhalb innerhalb ſeines Wirkungskreiſcs bcfaßt Wirkungskreiſes befaßt und dcm (Hoſch dem Geſeß in der ihm nothwendig und möglich crſchcincnden Weiſt erſhcinenden Weiſe Achtung verſchafft habe, ſei fük für die Regierung 6111 Amlaß ein Anlaß zu einer weiteren Verfügun? N O in dieſer Angelegenheit nicht gegcbcn. niht gegeben. Er ſche ſich voran aßt, hinzuzufügkn, ſehe ſih veranlaßt, hinzuzufügen, daß die Regierung ihrem lebhaften Bedauern Ausdruck Ausdru> würde gxben müſſtn, geben müſſen, wenn ſeitsns ſeitens einer mit dem ernſten Amt des Seelſorger?) Seelſorgers betrauten Perſönlichkeit bei gottes: goites- dienſtlichen Handlungen Töne leidenſchaftlichcr Unduldſamkeik leidenſchaftliher Unduldſamtkeit angeſchlagen würden, die, anklingcnd anklingend an lebhaft crörtcrtc Parteifragcn dcs öffentlich-xn erörterte Parteifragen des öffentlichen Lebens, zumal in dcr gsgen: wäxtigcn, der gegen- wärtigen, von verſchiedenen Widerſprüchen erfüllten “Zcit Zeit geeignet ſein müßten, müßten , die in 11391th weiten Kreiſen vorhandrnc Beunmxhigung vorhandene Beunruhigung zu ſteigern. DasHaueZ Das Haus nahm ſodann das Goſch wc'gen Geſeg wegen Ausdehnung ocr Unfallverſi<crung der Unfallverſiherung mit den vochrrcnhauſe vorgcnommcnsn Acndcrungcn cm vom Herrenhauſe vorgenommenen Aenderungen an und trat in die Debatte über die Prcßreform Preßreform ein. Der Juſtiz:Miniſtcr (Gra? Juſtiz-Miniſter Aral Schönborn war der Anſicht, daſ; daß die zwiſchen zwiſhen dem Aus <uß Aus)\chuß und der Rogikrung bc*i'1gli< dcr Konfiskalions: beſtimmungcn Regierung bezüglih der Konfiskations- beſtimmungen und bezüglich bezüglih der lngabc Angabe der bcanſtandctcn Stollen konfisziertcr Artike1 beſtLhcnchDiffcrcnzen beanſtandeten Stellen konfiszierter Artikel beſtehenden Differenzen nicht ſo ernſt ſeien, daß durch ſic dar:"- Zuſtandckommcn dcs Gcſchcs ſie das Zuſtandekommen des Geſetzes gehindert werden könne, erklärte jedoch, jedoh, ohne aaf dic auf die Frage des objxf: objek- tiven Verfahrens näher cinzugshen, einzugehen, die Re "terung Regierung müßte weitere, weitere prinzipielle Asnderungcn bezü lich dcrchfzgeſehgchng Uon dEr Aenderungen bezüglich der Preßgeſeßgebung von der Beantwortung der Frage aWängig abhängig machen, inmicmcit inwieweit auf die Judikatur dcr Gcſ<worcncngcri<tc der Geſhworenengerichte verzichtet wcrdcxx werden ſolle. Die'ſer Dieſer Standpunkt ſei nicht reaktionär; cr reaktionär ; er verweiſe auſ auf die Preßzuſtändc Preßzuſtände in Dcxrtſchland, Deutſchland, wo die Judikatur hinſichtlich der Preſſe größtenthcils in den Händen der VerufSrichtcr (Lege, Berufsrichter liege, und Die die deutſche Prcſſc Preſſe ſei in ihrer Entfaltung, Ent: Wickelung, Ent- wi>kelung, in der Art und Wkiſe Weiſe ihrer Redaktion und Verbreitnng Verbreitung gewiß nicht niht zu uvterſchäycn, unterſhägen, ſondern zu den bedcntcndſten wurnaliſtiſchcn Gcſammtcrſchcinmx en bedeutendſten 1ournaliſtiſchen Geſammterſcheinungen der Yutk cn Pr en Welt zu zählen. Den Himvcis Hinweis auf die un cdingtc rcßJrciheit unbedingte reſfreiheit in Frankreich Frankrei beantwortete der Miniſter mit ber der Erklärung, daß die franzöſiſche Preſſe auf politiſchem Gcbrxt Gebiet und auch auh ſonſt Erſcheinungen gczcitigt gezeitigt habe, dre die gewiß von keinem Mitglieds Mitgliede des Hauſes gebiüigt Hauſcs gebilligt werden könnten. (chhaftcr Bcifall.) DLL? (Lebhafter Beifall.) Der Miniſter des Innern Jnnern Marquis Bacquehkm Bacquehem erklärte, die Regierung qlaube, glaube, die Kolportage nicht niht freigeben zn könnkn, zu können, weil das Prcßgefeß Preßgeſeß die für eine etne Ueberwachung der Kolportage noth- wendrgen wendigen Garantien nicht _gcmähre. niht gewähre. Auch in Deutſchland hätten die Erfahrungen zu emer EinſchränkunJ dcr Kolportggi' einer Uran der Kolportage geführt. Schlicßlick) Schließlih wies der Miniſter die Bewuptung zuruck- Behauptung zurü, daß in Böhmen die Behörden die Preſſe beherrſchten. Dcr Volkswirthſ<aftsau$ſ<uß Der Volkswirthſchaftsausſ<huß hat danandels- den Handels- vertrag mit Rußland nach längerer Debatte angenommen- Großbritaunien angenommen. Großbritannien und Irland. Jrland. Das Oberhaus hat, wie „W. T. B.“ berichtet, geſtérn geſtern die erſte Leſung der Bill Über über die Marken der aus ZZZM dem Auslande ſtammenden Waaren angenommen. _ „QM Unterhauſ c — „M Unterhauſe erklärte der Parlamentsſekrctär Parlamentsſekretär des Auswärngcn Auswärtigen Sir E. Grey, daß dre d_em Con oſtaat die dem Congoſtaat pachtweiſe überlaffenen überlafſenen Gebiete m in die britt che Emflußſp äre britiſche Einflußſphäre fielen, wie fie dur ſie dur< das engliſ ;deutſcbe A kymmen, egen engliſh-deutſhe Abkommen, gegen das keine in * frika intereſxerte Afrika intereſſierte Macht Emſpruchxr oben Einſpruch erhoben habe, feſtgeſtellt worden Lei. DW. erkung fe Die Wirkung des engltſchen engliſhen Vertrags mit dem Con o: Congo- taat ſ_er dte, ſei die, daß der Congoſtaat die engliſche Em- ffußſpbare engliſhe Ein- flußſphäre anerkannt habe, wie ſie bereits von Italien Jtalien und Deutſchlanh ancr'kannt Deutſchland anerkannt ſei, unter beſonderer Berückſichtigung der Anxpruche, dte Ae die Egypten und die Türkei haben könnten. Das A kqmmen Abkommen Englands mit dem Congoſtaat berühre in keiner Welſe Weiſe das _Vorkaufswcht Vorkaufsrecht Frankreichs, denn die Wirkungen des Vertrggs Vertrags würden nur ſo lange beſtehen, als der König von Belgwn Belgien oder ſeine Nachfolger Souveräne des Congoſiaats bleiben Congoſtaats bieiben würden. Die Verträge mit Deutſ<land Deutſchland und Italien “beſtimmten Jtalien beſtimmten die Einflußſphäre Englands. “Frankreich. Frankreich. Dupuy hat nunmehr, wie „W. T. V.“ B.“ berichtet, formell den „Auftrag Auftrag zur Kabinetsbildung übernommen; Delcaſſéz, Felxx Delcaſſé, Felix Faure und Varth9u Barthou würden in das Miniſterium eintreten; Poincaré. Poincaré habe ſlch ſi<h bereit erklärt, das Finanz- Mtniſterium Miniſterium zu übernehmen. Der Senqt Senat und dieDeputirtcnkammer die Deputirtenkammer hielten geſtern nur wenige Mmutcn Minuten währende Sißungcn Sißungen ab und vcrtagten ſteh ſodgnn vertagten ſih ſodann bis zum Donnerstag. WW Wie der „Temps“ meldet, hat der INiniſter-Präfident CaſtmirjPSrier Miniſter-Präſident Caſimir Pórier bei dep den Kabineten von London und Brüſſel m in Betreff des ]Üngſt zwiſchen jüngſt zwiſhen Großbritannien und "dem dem Congoſtaat abgeſchloſſenen Vertrags Vorbehalte gema<t. Italien. gemacht. Ftalien. Bei der eſtern geſtern von der Deputirtenkammer fort- geſeßtqn Beratßung geſeßten Beraihuns der Finanzmaßrcgeln Finanzmaßregeln unterzog der Deputtrte Deputirte Fagiuoli die von dem inanz:Miniſtcr Finanz-Miniſter Sonnino vorgeſchlagenen Maßregeln einem erglcich Vergleih mit den Be- ſchluſſc'n ſchlüſſen der Finanzkommiſfion Finanzkommiſſion und erklärte dem „W. T. B.“ zufolge, cr halte es für billig, daß d'ie B. D: D. gUſolde e Vol S u bilid, Dag die Kammer untcr ausdrücklichkm Vorbkhalt unter ausdrü>lihem Vorbehalt bezüg- lrch li<h einzelner Maßnahmen die Einzelberathung dcr Voxlage. der Vorlage vornehme. Der Deputirte Eugenio Valli billrgte dtc billigte die Erhöhung der Rentenſtcuer, ve'rwarf Rentenſteuer, verwarf dagegen jede Erhohung der (Grundſteuer. Dcr Dcputirte Grundſteuer. Der Deputirte Angelo Valli gab den Vorſchlägen des Miniſteriums den Vorzug vor den Beſchlüſſen her der Kommiſſion, da die rauhe Wahrhcit Wahrheit beſſer ſei, als Paüiatrvmittel Palliativmittel und homöopathiſche Kurmcthodcn. homöopathiſ<he Kurmethoden. Der Dcputirtc Deputirte Roſſi (Mailand) ſprach ſprah gegen den Entwurf. Die weitcre weitere Berathung wurde ſodann auf heute vertagt. , Zu Ehren der Offtzikre des: Offiziere des in Venedig anweſenden brttiſcbcn (Heſchwaders britiſhen Geſhwaders fand, wic wie „H. T. B,“ beri<tct, qeſtcrn B.“ berichtet, geſtern Abend daſelbſt cine eine Soirée bei dem Kommandanten bes S_chepartcm-xnts ſtatt,wclcher Des See-Departements ſtatt, welcher der Admiral Seymour und Zahlchthet? ri Offiziere bciwohntcn. beiwohnten. Der MarcuSplaH Marcusplay war feſtlich e cu 8. eleuchtet. Spanien. Die Deputirtenkammer Deputirtenïammer hat nach cinsr einer Meldung des „W. T. B.“ D V! geſtern mi? (51 gegen nit 61 gégeit 14 Stimmen den Art. A 1 des Geſetzentwurfs 1":er Geſeßentwurfs über die Exploſivſto ffe angenommen. Belgien. Geſtern Vormittag 10 Uhr fand im Königlichen Palais in Brüſſel die Vermählung des Prinzen Karl Anton von Hohenzollern mit der dec Prinzeſſin Joſephine von Belgien ſtatt. Unter den zahlreichen zahlreihen Gäſten befanden ſich auch, wie „W, T. B.“ bcrichtet, Verab O U De G b der GencrabAdjutant General-Adjutant Seiner Majkftäk Majeſtät des Deutſchen Kaiſcrs Gcncral=Oberſt Kaiſers General-Oberſt Freiherr von LUS, Loë, der Vertreter der Vcrtrctcr dsr Königin Victoria von Großbritannien General Gartner, der deutſche deutſhe Ge- ſandte Graf von Alvenslebsn, Alvensleben, der rumäniſche (Geſandte BengeScu, die. Geſandte Bengescu, die Miniſter, ſowie zahlreiche Deputirte und Senatoren. Die Zsremonic Zeremonie fand in dem prächtig geſchmückten geſ{hmü>ten blauen Salon ſtatt. Der feierliche feierlihe Eintritt der Hohen Herrſchaften erfolgte um 10 Uhr. Zuerſt tratkn traten der König der Belgier Und ie und die Königin vor) von Sachſen cin, ein, ihnen folgten der Kémig König von Rumänien und die _Königin Königin der Belgier, dcr ürſt der Fürſt von Hohenzollern, dic (Hräfm die Gräfin von Flandern und der “rinz Friedrich Prinz Friedrih Leopold von Preußsn. Preußen. Der Bräuti am Bräutigam hatte ſeiner Großmutter, der Öürſtin-Wittwc Fürſtin-Wittwe von Hohcnzo ern Hohenzollern den Arm gcrcicht, gereicht, während die Frinzeſſm-Vraut Bvinteſſin-Braut von ihrem Vater, dem Grafen von Flandern, eleitet wurde. Der Bürgermeiſter von BrüſſclBuM Brüſſel Buls nahm die Ziviltrauunq Vouirauiina vor. In Jn ſeiner Anſprache an das ncuvcrmähltc neuvermählte Paar herzlichen (Gefühlen Gefühlen und Wünſchen der Bevölkerung Ausdruck. Ausdru>. Um 101/2 Uhr begab ſich ſih der Zug in dcn wcißen den weißen Salon, wo die kirchliche kirchlihe Feier ſtattfand. Die Meſſe wurde qab gab er den vom Erzbiſchof Erzbiſhof von Mecheln zelebriert. Der Erzbiſchof richtete eine längere Anſprache Anſprahe an die Ncuvermählfcn. Neuvermählten. Um 12 Uhr Mittags war die Feierlichkeit beendet. Der Erzbiſchof nnd und der Klerus begleiteten dcn Königlichcn den Königlichen Zug bis vor die Kapelle. Nach der Trauung fand ein Frühſtück Frühſtü>k ſtatt. Nach: Nach- mittags reiſten die Neuvermähltcn nach Neuvermählten nah Köln ab. Heute Abend giebt der deutſche deutſhe Geſandte Graf von Alvensleben cin ein Diner zu Ehren des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen, «Höchſtwclchcr Höchſtwelher heute 2158115 Abend 11 Uhr Brüſſel wieder verläßt. Schtvedeu Schwedeu und Nortvegen. D;.c Norwegen. Die Kommiſſion des Storihings Fr Storthings 1 Unterſuchung der außergewöhnlichen militäriſchen : eranſtaltun- außergewöhnlihen militäriſhen Veranſtaltun- gen in il den Jahren ZahLen. 1894 und 1898 Und 1893 hat, wie „W. T. B.“ D. BL2 aus Chriſtiania meldet, geſtern ihren Bericht vorgelegt, worin feſtgeſtellt wird, daß im Jahre 1894 vcrſthisdene verſchiedene hohe Beamte des Heeres und der Flotte 30000 30 000 Gewehre unbrauchbar ge: ge- macht und gleichzeiti gleichzeitig in Chriſtiania die Kanonen in Ordnung gebracht hätten; in Sorten ſcicn arien ſeien die Kriegsſchiffe kkar klar gemacht und dies alles möglichſt mögli<ſt geheim aUsZcführt ausgeführt worden. Damalige Beamte, und zwar der AdmiralKovcn, Admiral Koven, der (Hensral General Wergeland, die Staatsräthe Munthc Und Johanſen,“ dcr Waffcnfabrix- Dirsktor Munthe und Johanſen, der Waffenfabrik- Direktor Prag hätten aus ei ener Jnitiatwe crklaxt, eigener Jnitiative erklärt, daß fze ſie ohne Befchl der höheren chördcn Behörden gehandelt hatten. Dtc hätten. Die Kommiſſion bezeichnet dieſes gleichzeitg]? Vorgxhen gleichzeitige Vorgehen ohne ge- meinſamen Befehl aks unerklärlich unerklärlih und ßnbct dre findet die abgegebenen Erklärungen ungeeignet, beſonders bkzugltck) dcs Urſprzm'gs Und bezüglih des Urſprungs und des Zwecks dieſer Veranſtaltungen, Ebenſo, unerklarltch fmdet Veranſtaltungen. Ebenſo unerklärlih findet die Kommiſſion das Auftreten des Admwalß Koch tm Admirals Koven im Jahre 1893 ohne Befehl von oder Berathung mxt 1rgend mit irgend Jemandem. Bulgarien. „ Der §Frinz - D Brn und die Prinzeſſin Fcrdißand Ferdinand von Sachſen-G'oburg Sachſen-Coburg ſind, wie „W. T. B.“ bcrtchtet, hche berichtet, heute Nacht wieder in Sofia eingetroffen und vom Hofſtaat ſowre ſowie mehreren Miniſtern auf dem Bahnhof empfangen worden. Amerika. Wie „,W. T., „W. T. B.“ aus Waſhinu R berichtet, hat der Senat dte die Berathung der “ ö'ü? Zóle auf etalle Metalle beendet und die Berathung des Kapitels , olzzölle“ „Holzzölle“ begonnen. Die Demo- kraten hoffen, daß die definitive Abſtimmung am 15. Juni ſtatifinden werde. Parlamentaräſche Parlamentariſche Nachrichten. _ __ Das Herrenhaus trat heute zu ſeiner 15. Plenar- ſtßung zuſamme_n. ſißung zuſammen. Der „Präſzdent Präſident Fürſt zu Stolberg-Wernigerode eroffnetc dte'StHung, eröffnete die Sißung, welcher der Miniſter der geiſtlichen 2c. Angenleg'enhetten 131“. Angelegenheiten Dr. Boſſe beiwohnte, um 21/4 2/, Uhr mit geſchaftltchen geſchäftlichen Mittheilungen. Neu inn in das Haus einqetreten_iſt eingetreten iſt Seine Hoheit derHerzog der Herzog Ernſt ("S_unther Günther zu S>1eswrg-Holſtein, Schleswig-Holſtein, welcher von dem Praſtdenten Präſidenten begrüßt wurde und ſofort den Eid auf die Verfaſſung leiſtete. „Erſter Erſter Gegenſtand dxr Tageßordnung der Tagesordnung war der mündliche Bericht der Kommiſſton Kommiſſion für kommunale An ele enheiten Angelegenheiten über den Geſehentwurf, Geſeßentwurf, betreffend das uYegehalt eat ali der Lehrex Lehrer und Lehrerinnen gn an den öffentlichen nicht- ſtaatlrchen mxttleren ſtaatlichen mittleren Schulen und die Fürſorge für ihre Hinterbliebenen. __ Bei Schluß des Blattes nahm der Berichterſtatter Ober: Ober- Bürgermeiſter Martins das Wort. _ Nach amtlicher Feſtſtellung erhielten bei der am 24. d. M. im 28. ſächſiſſchen 283. (EDſen Wahlkreiſe (Plauen) vor- Zenommeney Reichstags-Erſahwahl Omen Reichstags-Erſazwahl von den abgegebenen “0585 Sttmmen 2058 Stimmen Alwin Gertſch Geriſ<h (Sozialdemokrat) 9919 Sttmmen, erhelm Stimmen, Wilhelm Uebel éKartcllkandidat) R R 6000 Stimmen, Max Schubert (dyutſchkon ervativ) 2687 (deutſhkonſervativ) 2667 und Arnold von Schwarze (freiſmnigeVolkspartei) (freiſinnige Volkspartei) 1999 Stimmen. ES Es hat ſomtt eine Stichwahl zwiſchen Gkriſch ſomit eine. Stihwahl zwiſhen Geriſh und Uebel ſtattzufmden. _ ſtattzufinden. Die Kommiſfion Kommiſſion des Herrenhauſes für den Staats- battshaltszEtat haushalts - Etat und für Finanz-Angelegenheitkn Finanz - Angelegenheiten hat in Bezug auf „„die Finanzlage des preußiſchen Staats“, a bie Sinalilade Des VECUA Le Gade in Erledxgung Erledigung des ihr in der Plenarſisung Plenarſizung des Herrenhauſes am 28. Aprik April 1894 ertheilten Auftrages, folgenden An- trag, der demnächſt in Haa, de emuabſt in“ einer Plenarfißung zur Ver- hanblung Plenarſibunag Ux Bex? handlung kommen ſol], geſteklt: ſoll, geſtellt: Das Herrenhaus one wolle beſchließen, zu Erklaren: erflären: 1) Die dauernde OrdnUng Ordnung der Staatsfinanzen Vsrlangt, daf; cine verlangt, daß eine feſte Abgrenzung der Bciträge Prsußens Beiträge Preußens für die Bedürfniſſe des Reichs Erfolgt erfolgt und daß letzteres leßteres nicht allein für die Aufbringung der für - ſeine Aufgaben nothwsndÉg-én nothwendigen Mittel aus den ihm reichs- bkrfaffunJStnäßig zuſtkhcnden Qneüen, reihs- verfaſſungsmäßig zuſtehenden Quellen, ſondern auch au< für Ueber- weiſungsn weiſungen an die Einzelſtaaten in Liner dicx einer die Matrikularumlagen übsrſtexgenden überſteigenden Höhe Sorge trägt. 2) Es iſt Eine angemeſſeneS<u1dem ift eine angemeſſene Schulden- tilgung auf geſetzlicher geſeßliher Grundlage zu erſtreben. 3) Es iſt ift eine Aenderung des Geſeßes vom 27. März 1882 herbeizuführen, Welche bie 1":er Cinén welche die über einen beſtimmten Bétraq Betrag hinausgehenden Ueberſchüffe Ueberſchüſſe der Staats-Eiſenbahnberrvaltung Staats-Eiſenbahnverwaltung der Verwendung für aÜgemeine allgemeine Staats- VLrwaltungszWCcke verwaltungszwe>e entzieht. _ | Auf der Tagksordnung Tagesordnung der 74. PlenarſißunZJdes R ee Hauſes der Abgeordneten am Donnerstag, 31. Mar (5 eginn: Mai (Beginn: Vor- mittags 11 Uhr) ſtche-én: dis ſtehen: die erſte und zweite Berathung des born Herrenbauſe vom Herrenhauſe zu erwartendsn (Geſehentwurfs, erwartenden Geſeßentwurfs, betreffend die (Errichtung Lines Amtherichjs Errichtung eines Amtsgerichts in der G2n:91ndc Kalkberge-Nüdersdorf; Gemeinde Kalkberge-Rüdersdorf; das Ver- zcichniß zeihniß ſolcher Petitionkn, WLlc'hL Petitionen, welhe von den Kommiſfionen Kommiſſionen zur Er- örterunZ Ls im ?)[Snum ad nicht für geeignet erachtet ſmd; fcrner ſind; ferner ein Berichf dcr Wa ,lprü ungskommiſſion Bericht der Wahlprüfungskommiſſion und Kommitßonsbericbte Kommi|ſionsberichte über Petitionen. Nr. 21 des „Zentralblatts der Bauverwaltung", Bauverwaltung“, her- auSgegkben ausgegeben im Miniſtsrium Miniſterium der öffentlichen Arbcxiten, öffentlihen Arbeiten, vom 26. Mai hat folgenden Inhalt: Landhaus in Eiſenach. _ Eiſenah. — Das Bankveſen dsr Bauweſen der Stadt Berli11(S<1uß)._ Berlin (Schluß). — Geheimer Ober-Regikrungs- Rath Ober-Negierungs- Nath H. Oberbeck Oberbe> in Berlin +. _ f. — Eröffnung des neuen Haupt- bahnhofes in Köln. _ Vermiſchtes: Preisbewerbung für einen Brunnen in Kubvbacb. _ Kulmbach. — Wallot's Ernknnung Ernennung zum Mitglied der GeſeÜſcbaft Geſellſchaft „San Luca" Luca“ in Rom., _ Ausſteklung Nom. — Ausſtellung bei dem Kon rkß Kongreß für den Kirchenbau dé's des Proteſtantismus. _ Nachtrag zur" Vau-Éolizeiordnupg zuk Bau-Polizeiordnung für Bérlin. _ Bsſucbsziffer Berlin. — Beſuchsziffer der chbniſchen Ho<ſ<ule Tehniſchen Hochſchule in Braunſchwetcß. _ rae -—— Hünengrab in Rynarzewo. _ Materialſckyleuſe — Materialſhleuſe für Luftdru - Luftdru>- gründungen. Entſcheidungen des Reichsgerichts. Nach F" Nah $ 151 W Prexxßiſckpkn AÜgemeinen Berggcſeßcs born des Preußiſhen Allgemeinen Berggeſeßes vom 24. Juni 1865 müffen müſſen Anſprüche auf Erſaß cinés durch eines dur< den Berg- bau Verurſachten Schadkns, Mlche fick) nicht verurſachten Schadens, welhe ſi< niht auf Vertrag gründen, bon dLm Bsſcbädi tsn in nerba1b von dem Beſcbädigten innerhalb drei Jahren, na<dem nahdem das Daſkin Daſein und dEr Urhe cr dss S<ad€ns der Urheber des Schadens zu ſeiner Wiſſénſchaft „elanht find, Wiſſenſchaft elangt ſind, durch gerichtTicbe Klug? geltsxid «911161be wkrden, gerichtliche Klage geltend gemacht werden, widrigen- LW falls ſie vczrjäbrt ſmd. verjährt ſind. In Bezug auſ auf dieſe BEſtimmung Beſtimmung hat das REWE €ri<t, 17. Zivikſenat, dmr]; Urthsi'ſ Vom Neichsgericht, V. Zivilſenat, durd Ürtheil vom 7. Fsbruar Februar 1894 aus- gsſpro en, geſprohen, daß dsr kajährungslauf Erſt der Verjährungslauf erſt mit dem Zeitpunkte anfängt, in mel<€m dcr Gcſchädigte welhem der Geſchädigte das Daſein und den Urbebkr Urheber des Sabadkns bo11ſtändig ſicher Swhädens volltändia [ther weiß und dies in M einem anzuſtr€ngend0n Prozcffe nachzuweiſcn anzuſtrengenden Prozeſſe nah<hzuweiſen vermag. Das Vorhandenſein dteſer Wiſſenſchaft diejer Wiſſenſhaft wird in der Regkbanzunehtyen ſCin, Regel anzunehmen ſein, wenn der Geſchädigte dem VertretLr Vertreter der Berggewerkſchaft exklart, erklärt, daß er den Grund der Beſchädigung in dem Bergbau derſelberx beſtmxmt crblicke derſelben beſtimmt erbli>e und deshalb Schadenöerſaß beanſpruchc, Schadenserſaß beanſpruche, und der Geſchadtgtcmcbt nachqueiſSn vkrmag, Geſchädigte nicht nachzuweiſen vermag, daß er dieſe Erklärung abgegeben habe, "ohne wirklich ohne wirkli<h von dcr unbcdingtkn Rechtmäßigkeit ſcines der unbedingten Nehtmäßigkeit ſeines Anſpruchs uber- zerugt über- zeugt zu ſein. „DiE geſetzliche Verpfltchtung dc's Bergwerksbeſxyers „Die geſeßlihe Verpflichtung des Bergwerksbeſißers aus § $ 148 des 2111» Berggeſeyks feht Voraus, Allg. Berggeſeßes ſeßt voraus, daß dem Gxundetgen- Grundeigen- thümer an ſsinkm Grundeigcvthum ſeinem Grundeigenthum ein Schade erwachſen ſet, ynbdaß zwi'ſchen ſei, und daß Ae dieſem S adcn Schaden und dcm Betriabe dem Betriebe des Bergbaues em urſachltcber Zu ammcnbang be tehk. ein urſächlicher Zuſammenhang beſtehe. Von _dieſkn Vorausſetzungen dieſen Vorausſeßungen des AnſpruxſZs Anſpruchs muß der Beſchädigt: Beſchädigte Wiſſenſchaft crlangtbaben, wcnn ngM erlangt haben, wenn gegen ihn dxe erxabryng be'ginncn die Verjährung beginnen ſoll, und zwar muſ; die! Wiſſsnſchaft, muß die Wiſſenſchaft, wie das, R81<sgert<t das Reichsgericht in vielcn Entſcheidnngkn an;]enommcn vielen Entſcheidungen angenommen hat, [9 vollſtändtg xmd Reher ſo vollſtändig und ficher ſein, daß kr ſogleich er foglei<h zur Erhebung Grheburg der Klags Klage zu ſchreiten nn im ſtande iſt. Dic Schwwrigkeixen res Beweiſks Die Schwierigkeinen des Beweiſes können dabei nicht gußer außer Be- tracht gelaſſen Werdkn. gelaffen werden. Sind fie: to gxofz, ſie ſo groß, daß der Betyets Beweis voraus- f1<t1i< ſichtlih ein günſtiges Er ebniß Ergebniß nicht liefern wxrd, wird, und tft ſich iſt ſi<h der Kläger deſſen bewußt, Fo féblt V fehlt ihm die fichere Kemxtntß ſihere Kenntniß der „zur 3 rozeßführung zur Prozeßführung nöthigen GrundlaZ-Zn, Grundlagen, und mag man kann nxcht bon elner «Ziſſenſchaft nicht von einer Wiſſenſchaft des Beſchädigten in dem borerwahnten Stunt: vorerwähnten Sinne ſprechen, ſondern nur von unſicheren, vagen Meinungen und Mutbmaßungen, Muthmaßungen, die einen vorſichtigen cinen vorſihtigen Mann yicht nicht beſtimmen “werben, werden, zur Erhebung Echebung der Klage zu ſchreiten. _ ſchreiten, — Der Kläger hat nun frethch m freilich in den Briefen vom 1.0. Oktobsr 10. Oktober und 17. Nobember November 1883 auf das beſttmmtxſte angeſprochen, beſtimmteſte ausgeſprochen, daß er den Grund der Beſchädigung des Hauſes 111 in dem Bergbau der Bekkagten erblicke; dgbei Beklagten erbli>e; dabei hat er fich ſih auf dre die Lage 'der der Baue be- rufen und auf Sachberſtandige, derkn Gutachten, Sachverſtändige, deren Gutachten er eingeholt habe. Der Berufungsrichter ebt geht nicht fehl, wenn er hieraus folgert, daß der Kläge'r Von Kläger von dem orhandsnſein Vorhandenſein und den Urſachen "des Schadxnö ſchon Urfachen des Schadens {hon zu jc'ner jener Zeit Kennfniß Kenntniß gehabt habe, und er verſtoßt verſtößt auch mcht nicht gegen ,die Grundſätze die Grundſäße von der Beweislaſt, wenn er dieſen Bevoelk- ergebmffen geLGenüber bom Beweis- ergebniſſen Ea vom Kläger, der ſeine Kenntniß leu net, leugnet, den Beweis des egeythetls Gegentheils fordert. Aber der Berufungßrich er über*' FFW??? Berufungsrichter über- mes der Klager Kläger einen ſolchen ſol<hen Gegenbeweis angetreten hat.. . .' _ _Die ?uſamnxenſtelſung zweier Waaren eichen,“ hat...“ —: Dié Jylammenſeltung ¿weier Waarenzeichen, welche einzeln f r_verſchtedene„Anwendungögebiete für verſchiedene Anwendungsgebiete als 'Freézeicben bxnuyt werben konnen, ‘Fr 4 zeihen benußt werden können, zu xtnem Geſammtzeichen einem Geſammtzeihen macht, nach emem Urtbetl bes ReicHSgenchts, nah einem Urtheil des Reichsgerichts, 1. ivilſenats, Zivilſenats, vom 24. ebruar Februar 1894, dteſes n1<t dieſes ni<t zu einem Fretzei en; Freizeihen; läßt ſich i< das Ge ammt- Geſammt- zeichen nur d1zr< dur Anwendung anderer E Aufmerkſamkeit von einem arxbern geſchußtxn Waarenzet n andern geſ<ü ten Wagarenzeihhen unterſcheiden, ſo darf das er- wahnte Geſammxzexcben mcbtbenußt wähnte Geſammtzeichen nit benußt werden. _ Der Kaufmann S. batte hatte Waaren unter emer Marke" tn einer Marke in Verkehr gebracht, wel>22el gebra<t, mee von einer der' Zuma der Ds H. und R. geſchujzten geſhüßten Marke nur durch nwendun dur< Anwendung be- onderer Aufmerkſamkett Aufmerkſamkeit zu unterſcheiden war. H. und R. kßagten Fkgten auf Grund der §§ $S 13, 18" 18 des Markenſchutzgeſe es Markenſhußgeſeßes gegen S. mit dem Anfrage, Antrage, daß Beklagter fur nicht berechtigt erk ärt für nit berehtigt erklärt werde, die Marke zu gebrauchen. gebrauhen. S. t'nacbte, machte dagegen eltend, geltend, daß eine ſeine Marke aus der Zuſammenſtellung emes m Maro o gebräuchli en Frei eichens eines in Marokko gebräuchlichen Freizeichens und des deutſchen Ret<§adlers, Reichsadlers, deſſen Benußun?) durch A dur< den lelerbö ſten“ Erlaßxvom 16._ Marz Allerhò ſten Erlaß vom 16. März 1872 freigegeben L, P eſtehe und demnach e en- fczlls Lm Jrerzexcben ſet, eben- falls ein Freizeihen ſei, deſſen Gebrau ihm nicht unterſagt werden konne. Dteſex Auflſaffung ſ<wß fich könne. Dieſer e i: {loß fi< das BerufungSgericht Berufungsgericht an, welches demzufolge dle, Kage abwtes. die Klage abwies. Auf die Reviſion der Klägerin hob da§ Retchsgerzcht das Berufun Surthekl Reichsgeriht das Berufungsurtheil auf, indem es be- gr'undenb gründend ausführte: „. . . „ .. Ein alk, Fall, wo Zeichen, die als Frei- zetcben tm zeihen im Sinne des § $ 10 Abſ. 2 des Geſexes Ei über den Marken- |th {<uy vom 30. Novembex November 1874 zu erachten nd,_ erahten ſind, lediglich als rei- zercben Frei- zeihen benußt werden, „ltegt rztcht liegt ni<t vor, vielmehr iſt durch willkür übe Zuſammenſte'Uung „zweter Zetchen, dur< willkürliche Zuſammenſtellung zweier Zeichen, die für vöÜig völlig verſchiedene An- wendungsézebtete ernzeln O einzeln als Freizeichen benutzt Werden Freizeihen benußt werden könnten, ein neues Ge arymtzeicben Gefammtzeichen geſchaffen. Deshalb bedarf es einer Prüfung urxd Entſchezdung der_ ange, und Entſcheidung der Frage, ob das bas neu geſchaffene Geſammtzeickpen mrt dem fur dre Klagerm gefcbüßten geſhaffene Geſammtzeichen mit dem für die Klägerin geſ{üßten Waarenzeichen im Sinne des 18" 18 des Markenſchu geſéßeß berrvecbſelungsfähi Markenſhußgeſeßes verwehſelungsfähig iſt. _ _ — — Die rwagung des, Beru ungßrrcbters, rwägung des Berufungsrichters, daß 613 U!) es ſih die Klägerin ſe'lbſt zuzuſ<retben habxkn ſelbſt zuzuſhreiben Haben würde, wenn mit Rückſicht Rü>ſiht auf dxe " die Auswahl der emzelnen einzelnen Beſtandtheile des für fie Zeſchußten ſie gelpühten Zeichens Für s den Beklagten ſich die Möglichkeit ergeben "abe, dur< abe, dur bloße Zu ammcnſteUung Zuſammenſtellung von Freizeichn Freizeihen ein verwechſekungs- fahrges'Geſammtxetchen verwe<ſelungs- fähiges Geſammtzeichen zu ſchaffen, beruht auf Verkennung der Er- forberntffe bon forderniſſe von Treu und Glauben im Verkehr. Dem Gewerbe- treibenden, der ern Waarenzeicben ein Waarenzeihen auswählt, kann nicht niht die Pfticht auferlegf Pflicht auferlegt werden, anderen, dre die etwa einen unlauteren Wettbewerb unternkbmsn ſolltcn,' unternehmen follten, die geſehwidrige Nachahmung geſeßwidrige Nahahmung des Zkichens Zeichens zu crſcbwercn. Man„w1rd erſ<weren. Man wird im Gegentbeil Gegentheil davon auSzugeben auszugehen haben, daß nach dsn Grundſa enkvon Trku nah den Grundſäßen von Treu und Gkauben Glauben der GeWerbetreibsnde, Gewerbetreibende, der tm Wettbewer im Wettbewerb mit anderen ein Waarenzeicben Waarenzeichen wählt, ſeinerſeits Vorſorgs Vorforge zu trsffen treffen hat, daß „eim: Verlesung eine Verleßung der durch Eintragung YFMLZFFM bererts geſeßmaßtg erworbenkn Cintragung R bereits geſezmäßig erworbenen Rechte vermieden w:rd.' wird.“ Entſcheidungen des Ober-Verivaltuugsgerichts. _ Ober-Verwaltungsgerichts. ____ Der § $ 11 des Geſetzes," Geſeßzes, betreffend die Anlegung und Ver- anderung änderung von Straßen und Plaßen Pläßen in Städten und ländlichen Ort- ſchaften„ pom ſchaften, vom 2. Jul: Juli 1875 ſcbretbt box, ſhreibt vor, daß mit der Offenlegun Offenlegung des Flu_ tltxnenpkans (§ Fluchtlinienplans ($ 8 daſelbſt) eine BeſÖränkung Beſchränkung der Zau- fret ett Baus freiheit des Grundeigentbümers Grundeigenthümers dahin eintritt, „daß Neubauten, Um- und Ausbauten über die Fluchtlinie hinaus verſagt werden kön_nen“. können“. Damit iſt, nach iſ, na< einem Urtbeil Urtheil des Ober-Verwaltungs- Sektéhtß, 17. gerihts, IV. Senats, Vom vom 2. März 1894, diejenige Grenze bezeichnet uber wuchs btnaus bezeihnet über welche hinaus das Geſeß Geſe eine Beſchränkung der Baufreiheit durÖ dur Feſtſeßung von S_traßen- Straßen- und Bauflu<tlinien nicht Baufluchtlinien niht zulaſſen will und Übex Welche bmaus derarti e über welhe hinaus derartige Beſchränkungen daher auch durch [thZBlZerorbnungen ni t au< dur < dd nicht eingeführt werdkn werden können. _ DicortsſtatutariſcheBelaſtung derAdjazenten — Die orts\tatutariſhe Belaſtung der Adjazenten einer neu angelegten Straße, ſobald fieGebäude ſie Gebäude an der neuen Straße errichten, mtt dyn Herſtellungskoſtkn mit den Herſtellungskoſten für die Straße, tritt, nach na< einem Urtbetl „des Obcr-VerwaltungMerickyts, Urtheil des Dber-Verwaltungsgerihts, 11. Senats, vom 9. März 1894, sry„wenn ein, wenn die Gebäude nach der Feſtſeßun Feſtſeßung der Bau- flucbtltnren Bau - fluchtlinien der nkuet) neuen Straße errichtet Werden, gleiniel errihtet werden, gleihviel ob dieſe neue Stxaße Straße zur Zeit der Bebauung ſchon wirklich ber- geſtcllt xſt 0er erſt ſpäter hergeſtellt wird. .Der yon dem_ Revifionsklager ſ{<on wirkli<h her- geſtellt iſt oder eſt [ſpäter hergeſtelf Wid (Der Von dem Reviſionskläger hervorgehobene Umſtand , Umſtand, daß ein er- bebltcher , hebliher Zeitraum zwiſchen zwiſ<hen der Fluchtlinienfeftſehung Fluchtlinienfeſtſeßpung und der wirkltcben HerſteUung wirklichen Herſtellung der Straße gelegen habe, ſteht der Anwendung des § $ 6 des Ortsſtatuts nichts nihts entgegen; denn der § $ 15 des Vauflucbtengeſeßes Baufluchtengeſeßes vom 2. Juli 1875 geſtattet die ſtatutariſche Belaſtung deés Eigentbümers, welcher nach jedes Cigenthümers, welher nah dem Beginn der §Eln- lxgung An- legung der neucn neuen Straße ein Gebäude an derſelben errichtet; und dre die Anlegung beainnt beginnt jedenfalls ſchon {hon mit der Fluckptlinien- feſtſ eßung. Bien ita feſtſezung. Wenn dsr der Kläger betont, die Bauflu tlinien Baufluchtlinien möchten wohl auf der Karte ſtcb ſih befinden, dieſe Karte ſei aber nicbt nicht zugänglich geweſen, ſo genügt die Hinweiſung auf die nach de'n §§ nah den $$ 7 und 8 des éeſYesMom 78 S an 2. JUN Juli 1875 ſtattfindende Offenlegung dos Plans.“ 11 5. des Plans," TI: 365. Kunſt und Wiſſenſchaft. Dkk Wirklichs Ober-Konfiſtoriak-Nntb, Der Wirklihe Ober-Konſiſtorial-Nath, Propſt 1). Brücknkt: begebt_ hcutc D. Brüd>ner begeht heute das 25 jährige Iubi1äum Jubiläum als ordentkichsr ordentliher Honorar- Profsmoc Profeſſor an der Berliner Unierfität. Üniverſität. Geſundheitsweſen, Thierkrankheiten und Abſperrungs- Maßregeln. Malta, Malta. Durch Verordnung dsr Lokalböhörde der Lokalbehörde in Malta iſt die für Her- künfte bon von Konſtantinopel angsordnete Quarantäns angeordnete Quarantäne aufgehoben worden, doch haben ſich Rsiſende Von ſi<h Reiſende von dort bei ihrer Ankunft tn in Malta zu malden melden und unterliegkn unterliegen während 15 Tagen einsr arztlichkn Béobachtung. (Vsrgl. .R-Anz.“ einer ärztlichen Beobachtung. (Vergl. „R.-Anz.“ Nr. 10 vom 12. Januar.) Schiveden. __ Schweden. 1 Durch Bekanntmachung dss des Königlich ſ wedtj en Koxnuxerz- KoÜegiums ſ{<wediſ<hen Kommerz- Kollegiums vom 24. d. M. iſt iſ die Stadt Bret _nebt Breſt nebſt den ubrige'n übrigen Theilen des Departements Finiſtbre Finiſtère für choleraVexkeucht, dage en dre Pbilippinsn-Jnſekgruppe <oleraverſeuht, dagegen die Philippinen-Inſelgruppe für rein von Cholera erklart wordkn. Vergl. .R.-Anz.* erklärt worden. (Vergl. „R.-Anz.* Nr. 83 vom 9. April.) Verkehrs-Anftalten. Verkehrs-Anſtalten. Am Sonntag, 3.Juni, 3. Juni, kommt ein Sonderzug zu ermäßigten Fahrpreiſen von Berlin nach Dresden_ nah Dresden und Schandau übcr über Elſterwerda zur Beförderung. Der Zug fahrt fährt 7,05 Bm. Vmm. vom Anbalt-Dresdener Anhalt-Dresdener Bahnhof ab und tri t m Drssben-Altſtadt trifft in Dresden-Altſtadt 11,50, in Schandau 1,03 Nm. ein. Die Fa rkarjknpretſe betrageq: Fahrkartenpreiſe betragen : von Berlin nach nah Dresden 9 «> 11., 4 Il, 6 «M 111. A Ill. Klaſſe, vyn Bexluv nach von Berlin. nah Schandau 11,40 „FQ U., Æ II., 7,60 „M 111. Æ III. Klaſſe. [Zur Kmder' tm ur Kinder im Alter Von von 4 bis 10 Jahren werden Fahrkarxen Fahrkarten zum glben Prexſe halben Preiſe veraus- abt. Die Rückfahrt Rü>fahrt kann innerhqlb innechalb 8 Tagen, der Schnellzugen bei Schnellzügen gegen öſung von Zuſchlagkarten, beliebig über Röderau oder Zoſſen er- folgen. Freigepäck Freigepä> wird nicht genZährt. Fahrtunterbrechung tft gewährt. Fahrtunterbrehung iſ nur bei der Rückfahrt in Dresden zulaſfia. zuläſſig. Der Faßrkartenverkauf L E erfolgt Vom vom 31. Mai ab an den Fabrfarten-AuSggbejte en Fahrfarten-Ausgabeſtellen auf dem Anhalt- Dresdener Bahnhof und den Bahnhöfen xtedrtchſtra e unix Friedrichſtraße und Alexander- Pla Plaß von 9 bis 1 Vormittags und 3 ts bis 6 Uhr acbmttta s. Bex dcr ?Fabrkartcn Nachmittags. Bei der Fahrkarten - Außgabeſteüe Ausgabeſtelle auf dem Anhalt - Dreödener abnboſ Dresdener Bahnhof wird der Verkauf bis zur Abfahrt des Zuges fortgeſeßt, bei den