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möge der Handelskammerbezirk und der Regierungsbezirk zuſammenfallen. Ich habe mich nicht mi nit auf disſen dieſen Standpunkt geſtellt, ſondern ich ih habe von vornherein an die Handelskammern dis die Frage gerichtet: iſt gerichtet : ift es richtig, rihtig, mehr die Zuſammengebörigkeit Zuſammengehörigkeit zu dem Verwaltungsbezirk oder die Zuſammengebörigkeit Zuſammengehörigkeit der Jntrreffen Intereſſen zu berückſichtigen? berü>kſihtigen? Schon aus der Frage war erſichtlich, erſichtli<h, daß meinerſeits die Zu- ſammengebörigkeit ſammengehörigkeit der wirtbſchafilicben Jntereffen wirthſhaftilihen SIntereſſen für die Hauptſache gehalten würde. Die Beantwortungcn Beantwortungen gingen meiſtentheils dahin, daß dieſer Gedanke für richtig rihtig gehalten wird, und drsbalb bat deshalb hat er auch au< in den Motiven ganz ausdrücklich ausdrü>li< Anerkennung gefunden. Meine Herren, es iſt nicht ni<t die Abſicht dieſer Vorlage, die be- ſtehenden ftehenden Handelskammern alis alle zu ſtreichen, flreihen, dann einen Zirkel zu nehmen und aus dem Staatögebiei nach Staatsgebiet nah dem Zirkel neue Handsls- kammerbezirke Handels- kamimerbezirke zu machen. mahen. Dieſe Abſicht liegt mir vvÜſtändig fern; ich vollſtändig fern ; ih hatte geglaubt, das wäre in den Motiven ſo dcutlicl) ausgeſprochen, deutlich ausgeſprohen, daß ich mich ih mi< gegen dieſs dieſe Vermuthung geſchüßt geſ<hütt glaubte. Msine Herren , Meine Herren, die Geſtaltungen, dir nach die na< dem Geſev Geſeh den Handelskammern gegeben werden, werden garnicht ſo er- heblich heblih von dem abweichen, was wir augenblicklich Vor augenbli>li< vor uns haben. Wenn die Herren beſchließeiq ſollte'n, beſchließen ſollten, das Gsſeß Geſeß einer Kommiſſion zu überweiſen, ſo werde ich Ihnen i< Jhnen für jeden Brzirk mitibeilen, Bezirk mittheilen, wie ich ih mir ungefähr die künftige? künftige Gliederung denkc, denke, und wir Werden werden uns dann eingehend darüber unterhalten. Es liegt nicht ni<t in mrinrr meiner Abſicht, die Handelskammern, die an ſich leiſtungsfähig ſind, dir rinrn Bézirk umfaffen, die einen Bezirk umfafſen, der ihnen die Auswahl der geeigneten Pcrſönlickykeitrn Perſönlichkeiten zur Vertretung ibrcr Inte'reſirn gefiattrt, ihrer Intereſſen geftattet, zu beſeitigen. Meins Meine Herren, drr der Herr Abg. Stkngel bat erwähni, Stengel hat erwähnt, man könnk könne Handel und Induſtrie überhaupi nicbt örtlich organifirren, überhaupt ni<t örtlih organiſicren, ſondern man könne fir ſie nur auf (Grund Grund der Brrufsgenoffrnſcbaftln Berufsgenofſenſchaften und in freien Verrinigungen organiſisrrn. MsinZHrrren, Vereinigungen organiſieren. Meine Herren, das iſi cine V8rurik>6ilring iſ eine Verurtheilung des bisherigen Vertretungsſyſiems. Vertretungsſyſtems. Meine Herren, die Genoffrn d€r einzklnen Genofſen der einzelnen Induſtriezweige haben frei) ſi< zur Vrrtrrtung Vertretung ihrer ſpezieUen Jnirreffen ſpeziellen Interefſen bei uns in ausgedLHntrſiem ausgedehnteſtem Maße in dm freirn den freien Ver- einigungen zuſammengrfundcn zuſammengefunden und das iſt mcincs Erachtrns cin vol]- meines Erachtens ein voll- ftändig richtiger rihtiger Weg. Hier finden ſie Völlig frrié Brwkgung völlig freie Bewegung und ſind befreit von jsdér Rückſichtnahme jeder Rü>kſihtnahme auf andrrc» Jnirreſfen. andere Intereſſen. Wir haben brutc krinsn bsde'uie'nden heute keinen bedeutenden Induſtriezweig, dcr ſick) nicht der {ih ni<ht in einer freirn Vereinignng ſrinkr Gmioſſen zuſamme'ngefundrn hätte, freien Vereinigung ſeiner Genoſſen zuſammengefunden bâtte, die ſich MéiſfknÖ iibcr ſi< meiſtens über das ganzk ganze Reich Erſtreckt. erſtre>t. Es iſt iſ auch ſeitens der Regierung nicht Verſäumt nit verſäumt worden, in Fragrn, Fragen, die ſolche Jntrreffénzwerigs brtrcffrn, fis zU Raths Intereſſenzweige betreffen, ſie zu Rathe zu ziehen. Adcr, mrine Aber, meine Herren, die Handelskammern Hadan ſsit haben ſeit ihrem Beſtsbrn eine? Beſtehen eine abſolut andere Bedeutung gsbabi. gehabt. Als man ſir fie gründete, hatte man dkn den Gedanken, daß man in bkſtimmieit, adgkgrcnztcn BrzirkrnHandÜ und Jndüſtrie vkrsinigcn WOÜÜS, 11111 dis örtlichsn Inikrkffen dicſer Bezirkk beſtimmten, abgegrenzten Bezirken Handel und Induſtrie vereinigen wollte, um die örtlichen Intereſſen dieſer Bezirke in geeigneter Weiſe wahrzwnrbmén. Dirſer chanke wahrzunehmen. Dieſer Gedanke hat ſich immerwsitrr eni- wickrlt; ſih immer weiter ent- wickelt; er hat fick) gcſiärkt ſi geſtärkt und wird heute ſeitens der Bethriligien Betheiligten als richtig ritig feſtgehalten. Will man Handrl urid Handel und Induſtrie nicht andrrs anders behandeln, wie man dir? Landwirthſchaſt die Landwirthſchaft behandelt hat, wie man das Handwkrk Handwerk behandeln wii], will, ſo kann man doch meins?) do< meines Erachtens [*iÜigcr billiger Weiſe ihnkn ihnen die Organiſation nach örtlich abgrgrenztrn Brzirkeii nicbt vkrſagen. nah örtlih abgegrenzten Bezirken nicht verſagen. Auch ich ih halte übérgroße übergroße Handelskammerbezirke nicht nit für richtig. Ich rihtig. Jch bin deshalb gdrnicht drr Mcinung, garniht der Meinung, daß man Üi-craU“ überall den Regierungsbezirk als die Grrnze drs Grenze des Handelskammer- bezirks machen fol], rxbglsicb es mahen ſoll, obgleih e ja aiich Handklskammkrn au Handelskammern giebt _ das muß i< gcgenübsr drm Hsrrn ih gegenüber dem Herrn Abg. Stcngrl Beimikn _, dic cirisn ganzsn chirrurigddezirk unifaſſén Stengel betonen —, die einen ganzen Regierungöbezirk umfaſſen und ihr? ihre Aufgabe bishrr bisher in höchſt dankenswxrider Wriſe dankenswerther Weiſe gelöſt babrii. Ich haben. Ih will bloß an drn Régirrungsbkzirk Oppyln mii ſCinrr Entwickrlirn den Regierungsbezirk Oppeln mit ſeiner entwi>elten Induſtrie erinnern, in dkm dem die Wahrnehmung drr wirihſckyaftlichcxi der wirthſchaftlichen Intereſſen durch eins dcn dur eine den ganzen Bszirk uxnfaſſknds Handclskammsr Bezirk umfaſſende Handelskammer in cincr durchaus ſacbgémäßrn Wkiſk ciner durhaus ſahgemäßen Weiſe vor ſick) grlxt, I> [Jabs ſih geht. Ich habe nicht [*r- mr'rkt, be- merkt, daß die: die Verhandlungen dicſkr Katiimrr untcr dcm Marigci diefer Kammer unter dem Mangel an Intereſſe ihrer eigenen Mitglisdkr Mitglieder litten. Nun, mcinexHerrc'n, wLnd-Z ich mich meine Herren, wende ih mi zu riixrm weitersnpriuzipislicn eincm weiteren prinzipiellen Einwand, dem des Herrn Abg. Von (Jyncrn, wrichcr drr Msinung iſt, von Eynern, welcher der Meinung ift, daß die Kammern nicht im Partikularſiaaie, Partikularſtaate, ſondern durch dur< das ganze Deutſ<e RLicb bättrn Deutſche Reih hätten gebildet wkrdcn ſollrn. Mrine werden ſollen. Meine Herren, ich babe ih habe mir auch au< die Frage Vorgélegt, vorgelegt, ob Ls es richtiger iſt, ift, die Handelskammer-Organiſation im Wkge Wege der Reichsgrſkßgrbung Reichégeſetzgebung zu Vcrſuchen verſuhen oder ob ich fi? i< ſie für Preußen allrin Preußcn allein in Angriff nrlymen ſol]. nehmen ſoll. Mich haben zwri Erwägungkn zwei Erwägungen zu dem leytcren leßteren Wege gc'fübri: geführt : zunächſt die Veſorqniß, Beſorgniß, daß die Anſchauungen und Jntercffrn Intereſſen über und an dieſer Frage im Reich Reih noch ſrbr Weit auseinandergchen, ſehr weit auseinandergehen, und zweiikns zweitens die Erwägung, daß die nicht niht zum Deutſchen Reich gcbörigen gehörigen Staaten, mit Austiahmc Ausnahme einiger kleineren Staaten, berkiis «ine vöÜig abgeſchloffene bereits eine völlig abgeſchlofſene Organiſation in örilicb abgkgrenzien Handcls- örtlih abgegrenzten Handels- oder Gewerbekammern haben. Preußen aÜein allein iſt es, wo große Landſtriche“ Landſtriche einer ſolchen ſol<hen Organiſation nicht nit unterliegen und wo die Bildung der Handelskammerbezirke ſo außerordentlich vrrſchiedén außerordentli< verſchieden ſowohl in Bczug Bezug auf ihre Ausdrhnung Ausdehnung wie auf ihre Leiſtungsfähigkeit erfolgt iſt. Auch die HandLlL-kammern babcn ſicb dirſkn Handelekammern haben ſih dieſen Erwägungen angeſchloſſen. Nun, meine Hsrren, Herren, was die Einzclbeiten Einzelheiten betrifft, ſo möchtk ich mich augenblicklich möchte ih mi augenbli>li< nur auf wenige Dinge beſchränken. Es iſt als ein Bedenken von drm Hcrrn dem Herrn Abg. Stengel hervor- geboben gehoben worden, daß der Handrlskammer-Seiretär vermutblich Handelökammer-Sekretär vermuthlih in dsr der Zukunft ein MMM ſkin müßtc, der ſcine zwci juriſtiſ<€n Prüfunge'n Mann ſein müßte, der ſeine zwei juriſtiſchen Prüfungen abgelegt hätte. Auch hier, meine Herren, weiß ich ih nicht, aus wel<em welhem Paragraphen des Geſeßes Geſeyes oder aus welchem welhem Theil der MotiVL Motive der geehrte Herr Abgeordnete dieſeVermutbung ſchöpft. dieſe Vermuthung {öpft. Das Gegentbeil iſt auch bier Gegentheil ift au hier ausgeſprochen Worden!_ worden! Es iſt ausdrücklich ÜUSJLſPWÖLn ift ausdrü>li< ausgeſprochen worden, daß ich i< es nicht niht für richtig halten würde, im Gcfrß Geſcyz die Qualifikation der Handelskammer-Sekreiäre vorzuſchreibmi. Handelskammer-Sekretäre vorzuſchreiben. Es iſt ausdrücklich ift ausdrü>li< der Handelskammer die Wahl des Sekretärs übrrlaffcn überlaſſen worden, und entgegen dem Vorſchlage, de'n den früher der chtraiverband Zentralverband der deutſchen Induſtriellen geſtellt hatte, die Handelskammcr-Sckreiärc Handelskammer-Sekretäre der Beſtätigung der Regierung, der Aufſichtsbehörde zu unte'rwerfen, ifi unterwerfen, ift dieſes Beſiätigungßrecbt nicht Beſtätigungsre<ht niht aufgenommen, um den Handels- kammrrn kammern völlige Freiheit in der Wahl ibrer Sekreiäre ihrer Sekretäre zu geben. Meine Herren, die Frage der Wablabtheilungcn möchtc ich Wahlabtheilungen möchte ih im gegenwärtigen Augenblick Augenbli> auch nicht niht näher berühren. Ich wil] JI< will auch hier nur darauf aufmerkſam machen, daß das Gefey Geſetz den Handels- kammern es überlaſſen hat, die Wablabtbcilungen ihrem Jntereffe Wahlabtheilungen threm Intereſſe gemäß zu geſtalten, und daß nur für den Fal], Fall, daß eine ſolche ſolhe Ge- ſtaltung nicht ftaltung ni<t zu ſtande kommt, dann die Bildung zweier Wahl- abtheilungen plaßgreifen ſoll. platgreifen foll. Meine Herren, es ſind find dann Bedenken hervorgehoben worden gegen die Möglichkeit, daß die Handelskammern ihre Mit- glieder mit 10 0/0 10% der Gewerbeſteuer ohne Zuſtimmung des Miniſters beſieuern dürfrn. Ich beſteuern dürfen. Ih halte dieſe Beſtimmung nicht niht für eine drr der weſentlichſten; wrnigſiens wenigſtens iſt die Frage, ob hier 10 ''/o gegriffkn 10% gegriffen werden folien ſollen oder nicht, ni<t, eine Sache, über die wir uns, glaubs ich, unſchwer glaube ih, unſhwer verſtändigen. Der Herr Abg. Kircher, der ſich ſi< ja ſonſt in ſehr freundlicher Weiſe zu dem Grſcy Geſeh geäußert hat, hat es als einen Fehler des Ge- ſcßes bezeichnet, daſ; ſeßes bezeihnet, daß in dem Grieß nicht Geſez nit die Pflicipt Pflicht der Staats- bcbörden ausgsſprochcn behörden ausgeſprochen ſei, die Handelskammern über ſolche Geſeße Geſetze und Verordnungrn, die' Verordnungen, die ihre Intereſſen betreffen, zu hören. Meine Hkrrcn, Es Herren, es lag ſehr nahe, dieſen Paragraphen gknau genau ſo zu formu- lierrn, lieren, wie er im Landwirtbſchaftskammergeſsß Landwirthſchaftskammergeſeß formuliert iſt _ iſ — die Faſiung Fafſung iſt genau dieſelbe. Nun, meine Herren, hat beſondere Bedenken, beſonders auch bsi bei dem Herrn Abg. von Eynern, der F" $ 22 erwe'ckt. erwe>t. Er bat hat eine ziemlich ziemli be- ängſtigende Schilderung Von ÖM von den Folgen dieſrr gcſeßlichen dieſer geſeßlichen Beſtimmung gemacht; gemacht ; er hat ſick) ſi unter anderem Vorgrſiellt, vorgeſtellt, daß, wknn wenn der „Geheim- Rath', Rath“, den er ja vor aUcn allen Dingen auf dieſer Erde fürchtet für<tet (Wider- ſpruch ſpru des Abg. von Cynsrn) _ nicbt Eynern) — nit fürchtet, ick; i bitte um Ent- ſchuldigung (Heiterkrit), {uldigung (Heiterkeit), das iſt wvbl sin unrichtiger Ausdruck: iſ wohl ein unrihhtiger Ausdru>: den cr er aber für kinrn dcr bcdenklichſien einen der bedenklihſten Perſönlichkeiten dirſer Erde? dieſer Erde hält _ aiſd Wenn — alſo wenn ein ſolchér Grbeim-Ratl) ſolher Geheim-Rath mal eine ſtatiſtiſche cine ſtatiſtiſGe Arbeit zu machen hat, daß er dann daun den Handslskammcrn anbefchlrn könnts, ibm Handelskammern anbefehlen Tönnte, ihm dazu das gerigncte geeignete Material zu ſ<affrn. ſchaffen. Das war wenigſtens nicht meine Abſicht, cine ſolche? eine folhe Beſtimmung iii in das Geſsi; Geſetz zu bringcn. Ich bringen. Ih habe den § $ 22 désbalb deshalb aufgenommen, ivcil dic weil die Handelskammern bäufiß ſclbſt dariibrr häufig ſelbſt darüber geklagt habrn, haben, daß die von ihnen an ihre thre Mitglieder gerichtcic'n gerihteten Fragen überhaupt ni<i bcantworiet Wsrden. Sir nit beantwortet werden. Sie halten dieſrn dieſen Zuſtand für durchaus unsrfrruli< durhaus unerfreuliß und Haben ihrerſrits sine Rcmcdur haben ihrerſeits eine Remedur gewünſcht; im übrigen erkläre ich, ih, daß ich i< dieſe Vrſtimmung nicht Beſtimmung ni<ht für Eine kapitalr Halte, eine kapitale halte, und ſollts ſeitsns drs Abgeordnrtenhauſes ſie fiir bédrnklich ſollte ſeitens des Abgeordnetenhauſes fie für bedenkli<h und nicht acceptabsl zichaltrn nit acceptabel gehalten werden, ſo würde ich mich ih mi darin zu findkn wiſſkn. finden wiſſen. Nun möchte ich i< nur noch dr'n S<lußw0rtkn drs Hkrrnvon Cyncrn sinigé Schlußwortr kntgegknſickien. no< den Schlußworten des Herrn von Eynern einige Schlußworte entgegenſtellen. Er hat geſagt: dieka Grieß sni- ſPricht der Vorbandknen Orgmiiſaiimis- und Schabloniſicrungswutk). Meins Hirren, wann dieſes Geſetz ent- ſpricht der vorhandenen Organiſations- und Schabloniſierungswuth. Meine Herren, wenn das wirklich wirkli< ſo iſt, dann theils ich theile ih dieſen Fehler mit ſ'aft faft allen Handrlskammern unſc'rcr Monarchis; drnn ſie" Handelékammern unſerer Monarchie; denn ſie alle babe'n fich, Wrdrm dics Geſsi; Vorgc'lc'gt iſi, haben ſih, vordem dies Geſeß vorgelegt iſt, dahin ausgeſpwch, ausgeſprohen, man mögr dcn *Handelskamnicrn Lim: obligatoriſche möge den Handelskammern eine obligatoriſhe Organiſation gc'brn, geben , und nacbdrm nahdem dies (5)?er ibnrn Vorgelegt Geſetz ihnen vorgelegt iſt, haben ſik fi< fie ih mit WEUigLn ?luSnabmcn wenigen Ausnahmen durchaus zuſtimmend außgeſprdchen. ausgeſprochen. Alſo ich i< habe wenigſtrns wentgſtens den Troſt, daß dirſe Sckyxbioniſicrungsivutk) Von dc'n dieſe Schabloniſierungswuth von den bei dieſen Fragkn Nächſtbeibriligien géibkili Fragen Nächſtbetheiligten getheilt wird. Nun, meim- Hrrrkn, lirgt doch meine Herren, liegt do< die Sa<€ Sache ſo: Ich babs Ih habe mir bercits gsſiatte'i, bereits geſtattet, darauf hin- ZUkUk'iſk'n, daſ; die's (Heſcß kinkm Qltkli zuweifen, daß dies Geſeß einem alten Wunſche Von Hande)! von Handel und Jiiduſirir ('ntſpricht. Induſtrie entſpri<zt. Für mich liegt dic prinzipiklle Bedrutung die prinzipielle Bedeutung des (Bsſrizis drxrin, Geſetzes darin, daß es rinkn Fortichriit bkdruiet einen Fortichritt bedeutet in der korporativcn Organiſaiion unſsrrr Berufsſiändc, korporativen Organiſation unſerer Berufsſtände, ein Anſpruch, dcr der bisher nach nicincr „F'iknninif; drr Ding? doch auch yon dsn konſer- datiVSn nah meiner Kenntniß der Dinge do< au<h von den kTonſer- vativen Parteien ?rbobcn wordr'n iſt. Méinc Hkrrkn, ick) erhoben worden iſ. Meine Herren, ih finde dri! Writl) cincr ſoickien den Werth einer ſol<hen Organiſation krſieiis erſtens darin, daß die? die Einzel- i'ic'ifir zuſatmurngrfaii irkrdcn zu Cinrr grmeinſamrn Kraftäußcrung, dic ſick) kräfte zuſammengefaßt werden zu einer gemeinſamen Kraftäußerung, die fich durch dis zuſammkngefaßtcn Kräftk Lkböblick) potrnzikrt. die zuſammengefaßten Kräfte erheblih potenziert. Der HAL“ Herr Abg. Von EVUCM bat griadcli, daſ; de'" Handklskamme'rn "('US Anfgäbcn zusrwieſkn wordén ſricn. von Eynern hat getadelt, daß den Handelskammern neue Aufgaben zugewieſen worden ſeien. Ja, mrinc Herrrn, meine Herren, darauf [We i< aiicidings rinrn r(cht crlieblicbcn Wkrtl), lege ih allerdings einen re<t erheblihen Werth, und iki) i< möchte nur bs- mrrkrn, daſ; doch ciuc Roids Von Handklskammcrn be- merken, daß do< cine Reihe von Handelskammern ihre Aufgabe?: rr<t ernſtlicb Aufgaben ret ernſtlich auffaſſen. I> wil] J< will nur an die' Handeldkammrr die Handelskammer in Haibsrſiadi erinnrrn, dir jetzt Halberſtadt erinnern, die jeßt in cincr einer ganz unriaſſcndkn umfaſſenden Weiſe dr'n Unicrricht dcr Urhrlingc den Unterricht der Lehrlinge in die Hand gcrwmmcn bai. genommen hat. Das iſt cin Bciſriri, irrickxcs, ein Beiſpiel, welches, wie ich [;Ofic', ih hoffe, günſtig wirken wird, und das zeigt, daß die? Zufammcnfaffimg drr Kräiic iii Linen größkren Brziri die Zuſammenfaſſung der Kräſte in einen größeren Bezirk ganz aiidkrr andere Reſultate crzielcn erzielen kann, als Wenn wenn man dir Einzrlkräfir ſirix ſelbſt Übrrläßt. die Einzelkräfte d ſelbft überläßt. Zweitens finde ich ih den Wrrtk) dcr iorpvmiidrn Werth der korporativen Organiſation drr Blruféſiändk der Berufsſtände darin, daß ſik iii dcr Organiſatiyn ſie in der Organiſation in ganz andsrrr Wriſc anderer Weiſe in dcr der Lage ſind, ihre Jntcreſſrn Intereſſen der StaatIrcßicrung gr,;cn- Über zu Vcrtrrte'u. K'lrinr Handclßkammcin, dis ſich Staatsregierung gegen- über zu vertreten. Kleine Handelskammern, die ſi< auf dcn den Bezirk kirinér kleiner Städte beſchränken, beſhränken, mit einem (Fiat Etat von 500 und (IWM, ſmd keine" genügknds ertErCffMNrirrtung; Wii einst Geltkndmackyung ibrcr Anſchauungxn 600 (4, ſind keine genügende Intereſſenvertretung; von einer Geltendmachung ihrer Anſchauungen kann nicht dic Rech ſkin. Dru Hrrren, dis fich die Rede ſein. Den Herren, die \ih dafür intereſfisrcn, würd? ich interefſieren, würde ih den bandgrriilickyſtrn Bcweis durch dic handgreifli<ſten Beweis dur die Vor- iegung Linigcr Bkri<ic ſührrn könnrn; legung einiger Berichte führen können; es giezbt giebt ſogar Handrls- kanimcrn, Handels- kammern, von dcnkn überbaupticinc Jahrkdbcri<te bcrausgcgrbcn denen überhaupt keine Jahresberihte herausgegeben ſind. Meine Hcrre'n, Herren, darnach glaube ich i< doch, daß man zugeben muß, daſ; grundſäßiici) dic daß grundſäßlih die Einrichtung der obligatoriſchrn Handklskammrr obligatoriſhen Handelskammer ein richtigkr Grdanke rihtiger Gedanke iſt. Daß cr er im gégrnwäriigen Augenblick gegenwärtigen Augenbli> vor die Häuſer gebra<i gebra<t wird, likgt liegt daran, daß die Arbeit jcßt' fertiggrſtrlii ivordcn iſt, jetzt: fertiggeſtellt worden iſ, und daſ; daß es mir allcrdings ri<tig allerdings rihtig erſcheint, nachdem na<hdem man der Landwiribſchaft Landwirthſchaft in dcn Landwirtbſckpaftskammern cine ſolcbc den Landwirthſchaftskammern eine ſolche Organiſation gsgcbrn bat, nachdem gegeben hat, na<hdem man, wie ich > erivartr, i< es erwarte, dazu kommen wird, drmnächſt fie drm Hanerker demnächſt ſie dem Handwerker zu geben, auch au< Handel und In- ÎIn- duſtrie mit Jirichem gleihem Maße zu msffen. meſſen. Abg. Dr. Eckels (ni.): E>els (nl.): Es giebt Verſchicdene Weg?, verſchiedene Wege, die Geſeg- Geſeßz- entwürfe vorzubereitkn. vorzubereiten. Das Bürgerliche Geſeybnch Geſeßbuch iſt der Orffent- lichkeit Oeffent- lihkeit übergeben worden; die Steuerreform iſt iſ entſtanden, nachdem vorbe'r durcb offiziöſe nahdem vorher dur offizióſe Artikel und Broſchüren die' die Stimmung er- forſcht forſ<t worden war" iibcr war; über andere Vorlagsn Vorlagen befragt man die Jnter- effenten, Inter- eſſenten, und zuweirn zuweilen bereitet man dis Vorlagcn die Vorlagen ganz im Ge- heimen vor und überraſcht die erſtaunte W911 Welt damit. Das gilt von dem AffefforenparaÉreapbcn. Dir Bcfragimg orlage pm eil Die Befragung der Intcrsſſrnten Intereſſenten hat der Vorlage zum il gereicht. Dic H,)azidrlskammcrn folien obligatoriſck) Heil gereiht. Die Handelskammern ſollen obligatoriſh ſein, aber € Werdkn fie werden eine viel freiere Stkliung Haben Stellung haben als die jrßigkn. jeßigen. Die WU?? Vrrtreiung Von jebige Vertretung von Handel und Induſtrie giebt ein ganz falſches w rtbſchaftlichrs falſ<es wirthſchaftlihes Bild, denn auf Rheinland und Weſtfalrn Entiaücn Weſtfalen entfallen von 74 Handelskammern über 40, auf Han- nodcr nover 10; die übrigen vcrtbkilen fiel) auſ die' vertheilen ſi<h auf die andern Pro,!)i'nzen. Provinzen. Die Handelskammern ſollen jeßt der Botmaßtgkeit de_s Botmäßigkeit des Miniſters entzogen und unter das Gkſeß Geſeß geſtellt werden. Konflikte zwrſ<en zwiſchen ihnen und der Staatßre ierung Staatsregierung werden ſelten ſein; aber derart: 8 derartige Konflikte haben wir ge abt, gehabt, als Fürſt Wißmarck Bismar> ſein neurs Zo - neues Zoll- ſyſtem einführte; Pe fe wurden damals untcr unter Zenſur geſieÜt, geſtellt, und da ſik, fie ſich dagegen an lehnten, auflehnten, wurden ſie zwar nicht niht aufgelöſt, aber die Behörden wurden angewieſen, keine Beiträge für ſie einzuziehen. Der Miniſter ſoll in Zukunft nicht berechtigt berehtigt ſein, in die “inneren inneren Angelegenheiten der Kammern einzugreifkn; einzugreifen; die Schablqmſierung Schabloniſierung wird vermieden dadurch dadur, daß die Regelung vieler Dinge den Statuten überlaſſen wird, und dazu gehört auch au< das Wahl- recht, Wabhl- re<t, das aktive wie das aſſiVe. paſſive. Die Verpflichtung der Verpflihtung derx Kammern zur Erhebung von tatiſiiken bat Statiſtiken hat Bedenken erregt, erregt. ie Gewerbetreibenden ſind doch do<h keine Poliziſten; | fie j fle werden 11 cbt nicht ſolche Fragen ſtellen, welcbe welche läſtig werden können für den Ge- werbetreibenden. Nach Nah der Vorlage und nach nah den Motiven nimm: nimmt der Handels-Miniſter das Recht in Anſpruch, die Handelskammerbezirkc Handelskammerbezirke abzugrenzen; es wird dabei immer Bezug genommen auf die Land- wirtbichaftékammern. wirth|chaftékammern. Sonſt ſoll foll das Werk den Meiſter loben, bier [oben hier loben die Meiſter ihre Werke, und dabei wiſſen wir noch noh gar ni !, nit, ob die Landwirtbſchaftskammsm fick) Landwirthſchaftskammern fi< bewährt haben. Eine Hande s- Handels- kammer für jede Provinz würde nur VolkswirthſcbaftSräthe Volkswirthſchaftsräthe mit lang?;i langen Reden und lan en langen Diners ſ<affen, ſchaffen, arbeiten würdeder andelskanimcr- würde der Handelskammer- Sekretär. I J bitte den Miniſter, drr Kommiſ on der Kommiſſion die Etats der einzelnen Handelskammern mitzutheilen. chn Wenn man altk alte Handelskammern, die der Bevölkerung likb gsworden lieb geworden ſind, auf: beben wil], auf- heben will, wird man großen Unmutk) Unmuth erregen, wrnn wenn man nicht eine gewiffs gewiſſe Mittelſtraße verfolgt. Daß eine Handelskammer bloß einen Etat von 50 bis 60 „16 4 hat, habe ich ih gar nicht nit gewußt. Dafür kann kaum ein Jahresbkricbt hergrſieüt Werdrn. Jahresbericht hergeſtellt werden. Eine wicht? jolche Handelskammer hätte hâtte keine Berechtigung. Vor der Annexion batte Annexion. hatte Hannover 20 Handelskammern; ſie haben ſich ſelbſt ſih ſelbſ auf 10 reduzirt nach der Einwerleibunq. Kammsrn Einverleibung. Kammern mit großkn großen Bezirken können nur ſchwer ſ<wer regelmäßig Siizun en abhaltkn ; Sihungen abhalten; aber dis mündlicbe'n Beſprechungeri ſind die mündlichen Beſprechungen find gerade die Hauptſache. Saupiſa@e. Die großkn Handelgkammern, großen Handelskammern, in dcncn denen die Großhändler überwikgkn, überwiegen, haben die Jüblung Verloren Fühlung verloren mit dem kleinkn G€ſ<äft kleinen Geſchäft und ſcincm Intereſſe, ſeinem Intereſſe. - Die Beſeitigung der kleinchxi kleineren Handelskammern würd? würde den leim-n kleinen Kaufleuten ihre Vertretung ent- ziehen. Die kleinen Kammern haben auch au< mehr Füblung Fühlung mit dsr Landwirtbſckkaft; diejlnige' der Landwirthſchaft; diejenige meines Wahlkreiſes bat fich Wabhlkreiſes hat ſich für die Korx;- zölie außgeſprocben; CiUL Korn- zôlle ausgeſprochen; eine große wird das nicht thun. Bezüalicb Bezüglich der 011911 Korporationsn folite alten Korporationen follte in der Kommiſſion mit möglichſiér möglichſter Schonung vorgégangcn vorgegangen werden. Abg. (Hofheim Gothein (fr. Bg.): Vg.): Vor F $ Jahren hat ſich ſi die Handew- Handels- kammer Von von Barmen noch no<h gegen die obligatoriſche? obligatoriſche Einführung dc! Handrlskammern ausgrſprochen. Drr ch> dLs Gkſk ('s der Handelskammern ausgeſprohen. Der Zwe> des Geſetzes iſt die kor- porative Gcſtaliung Geſtaltung der Berufsſiände. Berufs\tände. Die .Schieſifcichcitung“ ſprach Von “Schleſiſche Zeitungs ſprah von den Lcuikn,_wei<€ Leuten, welche mit der «Horndrilie' Hornbrille vor den blödén blöden Augen dix USUS eéit nicht ſehen. I> die neue Zeit niht ſchen. Ich kann untrr dcr korporatiVLn (Heſiaiixms unter der korporativen Geſtaïtung mir nichts nihts denken; ich ih halte das für eine Phraſk. Wmm Phraſe. Wenn man die Berufsſtände Berufs\tände korporativ organifieren organiſieren will, dann kann man ſich ni<1 nicht bloß auf Landwirtbſcbafk, Handwsrk, Hdndrl und Jnduſtris br- ſ<ränk8n, Landwirthſchaft, Handwerk, Handel und Induſtrie be- ſchränken, dann iſt das Notbwendigſic cinr Nothwendigſte eine Organiſation der Nrbriter, Arbeiter, deren Jnierrffen msi): ſolidariycb Intereſſen mehr ſolidariſ<h ſind als die anderer Bcrirfé- ſiände. Berufs- ſtände. Aber dadurch dadur< fördert man den Gkgrnſay Gegenſatz zwiſchen de;“. cinzclncn Bc-ruisſiändrn, nicht den einzelnen Berufsftänden, ni<ht zum Brſtkn drs Staatsgrdankcné Beſten des Staatsgedanken® und der ſozialen Entwicklung. Entwi>klung. Darin ſehs ici) ſchwere (He- fahrrn ſehe ih \{<were Ge- fahren für dir die Zukunft. Was man dem kini'n einen Stand qkwäbri, mmſ; axis!) drm anderkn ge'grbrn wrrdrn. gewährt, muß au dem anderen gegeben werden. (Zuruf drs Grafr'n Limbrirg- des Grafen Limburg- Stirum: Ti: Arbciier ſind kcin Die Arbeiter find kein Stand.) Die Induſtrie und das .Handwrrk ſm'x- auch Handwerk ſind au< kein Bcrufsſtqnd! Berufsſtand! Die Viajdrität drr Handcis- kammlin bai ii< alir'rdings is?)? für obligatoriſch Kammi'rn Erklärt; Majorität der Handels- kammern hat ih allerdings Lee für obligatoriſhe Kammern erklärt : aber urſprüiMi-Fb urſprünglih war eine Mc rhei! daxik'arn. Ykan Mehrheit dagegen. Man hat ſich ſih nämlich üdrrlcx'ii, da?“; überlegt, daß man dann cinzslm', Bkziiks, die? fick) jcvt ſträubcn, in di? H,);idciskamnirrn hineinzwingrn könnte'. einzelne Bezirke, die ſih jeßt \träuben, in die Handelskammern hineinzwingen könnte. Die Handklöiammc: Sebwridiiiig Handelskammer Schweidniß will dir (Hrafſ<aft_ Gloy cinbrzirlwn, dic ſi< dagearré ſträu'vi. Mi! dcr Viidung Von Oandeldkammrrn die Grafſchaft Glaß einbeziehen, die ſi dagegen ſträubt. Beit der Bildung von Handelskammern würde man ſchön weitsr gkkommcn ſkin, wcnn drr Ykiniſicr ni<t_mit Rückficht aiif die bcdyk- ſtkbkndL Okziaziiſaiion dic (Hrſucbr abgexchlagrn hätts. ſon weiter gekominen ſein, wenn der Miniſter niht mit Rükſiht auf die bevor- ſtehende Organiſation die Geſuche abgeſchlagen hätte. Für dic Zn- duſtrir babrn die In- duſtrie haben wir dir xirofzrn Brruidvkrrinr; de'r Kiciuvändle'r ba! die großen Berufsvereine; der Kleinhändler bat gar nicht dyn WUnſch nach nit den Wunſch nah einer Handelskammrr Und Handelskammer und nach einer neurn Bkſtsucrung. Di? Handelskammer neuen Beſteuerung. Die Handelêkammer in Opvkln srſtrrcki Oppeln erſtre>t ſich auf dcn Janzen sziierungsßbézirk; dic (Hkſcbäitc wickrln den ganzen Regierungsbezirk; die Geſchäfte wi>eln ſich dort ſo ab, da?; daf nur Wenizic Plénarfiyungcn iiaiifindcn; dus Mexiſts wenige Plenarſizungen ſtattfinden; das Meiſte wird im Wrgr de'.“ Korreſpondsnz krikdigt, und 7<lief31i< bskommt dcr Sekrriär den Überwirgkndc'n Eiiifiilß. Ansrksnnungßivrrtb Wege der Korreſpondenz erledigt, und \{ließli< bekommt der Sekretär den überwiegenden Einfluß. Anerkennungswerth iſt, daß dkn Handrld- kammérn dic juriſtiſ<c Pkrſönli<kcit Vcriikbcn werdc'n ſoll. den Handels- kammern die juriſtiſhe Perſönlichkeit verliehen werden foll. Für dir Abarrnzniig dsr Kammxrn gicbt die' dic Abgrenzung der Kammern giebt die Vorlage cin? eine Blanko- vwÜmacbt vollmaht für de'n Miniſtsr, den Miniſter, der keins keine Wünſche drr beſisbcndcn Kammrrn 511 [*rrückſichtigrn br:u<t. _WMU dir? Handi'lgkaizimcr BrrIlau Cxw-x-itcrt wrrdr-n ioliic dnrch *OianZZLhUmz dcr Graficbai! Gſay, wci<€ nacb drr karrbciicucr cin Fünitsl der Miiglicdrr- zahl BrOSiQUG wäblrn würds, iv würdkn dic _ncucn Mitgliedr! ma'oriſirrt we'rde'n niid fich der beſtehenden Kammern zu berüdſihtigen brauht. Wenn die Handelskammer Breslau erweitert werden ſollte dur Hinzuziehung der Grafſchaft Glaß, welde nah der Gewerbeſteuer ein Fünftel der Mitglieder- ¿zahl Breslaus wählen würde, ſo würden die neuen Mitglieder majoriſiert werden und ſih gar nicht niht wohl fühlen; !ir' krürdru fühlen ; ſie würden an drr Arzcit kaum ibrilnchcn könnkn. der Arbeit faum theilnehmen können. . EI wärs bcdrnklich, in dir hiſtoriſch? EiikWikklilUg riuzuzire'ifcti, Es wäre bedenklih, in die hiſtoriſ<he Entwi>klung einzugreifen, bloß Weil dsr weil der Etat cincr einer Handels- kammrr kammer zu klrin iſi. We'nn ſis klein iſt. Wenn ſie gar krimi: Brricht Erſtatirt, dani: lirgt übcrbanpt krixi Jntcrcffs keinen Bericht erſtattet, dann liegt überhaupt fein Intereſſe für eins ſol<€ Kainmrr eine ſol<he Kammer vor. WCM". Wenn die Handrlskammrrn aaſsrlöſt wrrdcn könncn, was" ſoli dann MC“ drn *Öalidllsgi'kiÖiW, and W Handelskammern aufgelöſt werden können, was foll daun aus den Handelsgerihten, aus den Börſen und drn S-„icbvi'rſtändigc'x: wrrdcn? Z).)iii dcm Wal>1r8<t bat drr 'Entwurf all_rrdings dac- Ri<tigc gitroffcn, den Sachverſtändigen werden? Mit dem Wahblreht hat der Entwurf allerdings dat Richtige getroffen, denn kin «inbkitlickors Wahlrecht paßt ein einheitlihes Wahlreht vaßt nicht 721-- alls Kammcrn. für alle Kammern. In Bczag Bezug auf ihre Bkiragimg blrrbt ('I bcim Alira; Es iſt nicht noiiywrndis, daf; fie bkfrngt Wkkk'lll müſisn. Befragung bleibt es beim Alten ; es ift ni<t nothwendig, daß ſie befragt werden müſſen. Die BMW) Beſtim- mung, daf; ſic dcrpflichtrt daß ſie verpflichtet ſein ſolikn, Erbrbungcn aiixuſtclicn, max: arſ-irichrn wrrdrn. (Es ſollen, Erhebungen anzuſtellen, muß geſtrichen werden. Es hätte ausgrrricht, ausgereiht, wenn man am ixrſirbsndc'u Iak'ikllkkÜmUikl'gkſky Liiiigk Ai'lidi'kilnzikn beſtehenden andelékammergeſeß einige Aenderungen vorgenommen hatte- durch «Jörlcibmig hätte dur Verleihung der juriſtiſcher: Pe'rſönlicbkkit juriſtiſhen Perſönlichkeit und Wridkrung ÖOI'VZKÖL- rk<ts. Aenderung des Wakhl- re<ts. Ein in'iter's Bedürfniſ; lie'gt nicht weiteres Bedürfniß liegt niht vor. Poffkntliäi_[ii'lanLkſ-y Hoffentlich gelingt es, das Geſsi? ii: dieſkm Geſe in dieſem Sinne abzuändrrn. I> bitts, abzuändern. Jch bitte, eine Kommtſiirr Von Kommiſſion von 21 Z.,kitxilikkc'kn Mitgliedern zu wäblkn, wählen, damit mrinc d'olitiſchcn Freunde: miri)- die' Möxiliciyic'it habrn, meine politiſchen Freunde au die Möglichkeit haben, an drr der Kommiſſion tbrtlzuncbmrn. theilzunehmen. Abg. Böttingrr (an.) crklärt ſich. Böttinger (nl.) erklärt ſi< für dir die Vorlage Up_d isa: und hat nur in drm sine'n Punkts Brdrnken, dem einen Punkte Bedenken, daß Link zu, eine zu große Zqiitrxltkath: Zentralifation ſtattfinden warde. Erfrsulici) ſsi werde. Erfreulich ſei es, _daſ; daß der Mintitrr aui dsn § "Z“.) Üb?!" Miniſter auf den $ 22 über die Erdcbnngrn, wei<e dic Dandriskammrrii anzuſtril-Zn vr:- pfiichtct ſkin ſoſlcn, feiner! großcn Erhebungen, welche> die Handelskammern anzuſtellen ver- pflichtet ſein ſollen, keinen großen Werth lrge. lege. Abg. Noellc' (ml.): Noelle (nl.): Ich e_rkenne (311, daſ; dir erkenne an, daß die Vorlage manchk Beſſkrung manche Beſſerung bringt, abcr ich bszwriſklr, daßrs um_dteſ8r Bcrbcſirrurig aber ih bezweifele, daß es um dieſer Verbeſſerung willen nothwendig iſi, cine ncue Or aniſatton zu 1<affan. ' Bz'deknkiicb ift, eine neue Organiſation zu hafen. __Bedenklich iſt, daſ; daß der Ykiniſter iiber Bézirk, itz Miniſter über Bezirk, Siß und Zahl dsr Pitixillkdkk'dc'x Handelskammrrn fick) der Mitglieder der Handelskammern ſich die Beſtimmung Vorbehalten hdi. vorbehalten hat. Dieſe ' Dingi härte Dinge bätte man in das Geſciz Geſeß aufnehmen müſſen. Wo ein Brdurfmß Bedürfniß vor- liegt, beſtehen 'rizt ſchon «Handslskammxrri. Maxi ſpricht vm: leiſtungOfäbigen Handelskammern. jeßt {hon Handelskammern, Man ſpriht von leiſtungéfähigen Saabelemmert: In kletnerexi kleineren Bezirken kann der Präſident den Brricht ſslbft erſiaitr'n, dér Znundltchx N??inungSczuI- tauſch iſt lei<t möglich. Bericht ſelbſ erſtatten, der mündliche Meinung8auts- tauſ< iſ}t leiht mögli<h. Bei größeren Bezirken wird der Miniſter eincn Bkricht einen Bericht erhalten, de_r nicht dirékt der niht direkt den Ariſchgaungen Anſchauungen der In- tcrrſienten entſprungcn iii, terefſenten entſprungen iſt, ſondern der _dur< dur die Anſchauungen dcs Sekrrtärs breinflußt des Sekretärs beeinflußt iſt. In tbeorctiſtben, theoretiſchen und VolkSwtrtbſchaft- lichen Fragrn ſollen fich volkswirthſchaft- lihen Fragen follen ſih die Handelskammern nicbx außerni niht äußern; dazu find dic Rrgierung ſind die Regierung und das Parlament da. Aus!) fur Auch für die Bildun dx! Bildung der jungen Leute könnrn können die kleinen Handxlskqmm-eri beffer Handelskammern befſer ſorgen (: s die' als die großen. Wenn eine Fachſchuledder ahnliche Einrichtung" fur mebrcre Hande'lskammern Fachſhule oder ähnliche Einrichtung für mehrere Handelskammern zuſammen errichtet wrrdcn wl], werden joll, dann konntenſéich 16 at ad ja mehrere kleinere Handelskammern zuſammcnthun, nachdem e di“, zuſammenthun, nahdem ſie dic Rechte der juriſtiſchrn Psrſönlichkcit juriſtiſ<en Perſönlichkeit erhalten habcn. Win" ,k.“ kikinercn beſcitixit werdkn, haben. Wenn dic kleineren beſeitigt werden, dann müſſen die Leute, die Urſprungszcizgmß“? habrn Urſprungszeugnifſe haben wollen, ſich nach drm ſi< na< dem Sitze der Kammcr bcgcbcn odcr fur rm polizcilicbes Zeugniſ; Kammer begeben oder für ein polizeilihes Zeugniß Gebühren und Stempel bezahlen. Durch ZU? ſammcnlcgung mcbrerer Dur<h Zu- ſammenlegung mehrerer kleineren Kammern werden Koſten auch nick)! au< nichi erſpart werden. ' , Abg. Weyerbuſ cb < (fr. konſ.): Als Vertreter des deuſiriebczirkk JInduſtriebezirkt Elberfeld uud und Barmen tbeile ich doch nicht theile i< do< niht die Anichten memks Iraktionsgenoffen Anſichten meines E onszenofſen Stengel, vielmehr glaube ich, daß die! ?orlagemancbk * efferung die Vorlage manche Beſſerung mit ſich \i< bringt. (Schluß in der Zweiten Beilage.) zum Deutſchen Reichs-Anzei „NH M 99. Zweite „Beilage Beilage Berlin, Sonnabend, den 25. April ger und Königlich Königlih Preußiſchen Staats-Anzeiger. (S<luß Slaats-Anzeiger. (Schluß aus der (?rſtcn Beilage:.) Erſten Beilage.) Abg. won von Brockhauſen (konſ.): Dic 5i"'diiſcrdatiw€11 (fonſ.): Die Konſervativen ſind Gegner der Vorlage; es kann grprüHt nvrrden, ol) E werden, ob das Oeſtsbcude GLſL beſtehende Geſeß einiger Aenderungen bedarf; des alb bedarf ; deshalb ſoll diE Vorlage die Borlage nicht Von yornYcrein von E on abgelehnt, ſondern fondern einer Kommiſſion übrrwieſrn wsrden. überwieſen werden. Handel und Induſtrie ſollten, wic wie in Frankreich. gr'ionderi Frankrei, geſondert organiſiert werden. Die Handelskammern haben fich MFM ih gegen die Margarinédorlags Margarinevorlage und dir Zuckerſteuer ausJeſprochcn, die Zu>erſteuer ausgeſprochen, und da ſdliln Molkekröigrnoſſsn- ſcXTaften und'Zuckerfabrikrn noch Briirägé ſollen Meolkereigenoſſen- [GO und Zu>erfabriken no< Beiträge für die H(anrlqummcrn bs- zailen? Handelskammern be- zahlen? Die korporativc' korporative Organiſation der BeruiÉiiändc ſordcrn Berufsſ\tände fordern wir fkit langs" ſeit langen Jahren. Für die Arbsiter umſ; ſchlirßlich aucb rine Arbeiter muß {ließli auch eine Organiſation grſchaffen geſchaffen werden, Qbkk dic Arbe'iicér aber die Arbeiter als ſolch? find krin Vrrufsſtaiid, DMU Arbriter ſolche find kein Berufs\tand, denn Arbeiter ſind wir ſchlicßlich Allr. \<ließli< Alle. Miniſter für Handel und Gcwcrbc Gewerbe Freiherr von Berlepſci): Berlepſ\ch: Nach dem den Ausführungen drs des Herrn Vorrrdnsrs Vorredners muß ich i< allerdings 51: meinrm Bkdcmsrn konitaiierc'n, daſ; cine zu meinem Bedauern konſtatieren, daß eine Mitwirkung drr konſrr- rmTivcn Parisi bci der Außgsſtaliung die'ſcs (Hrſchs mixigrſcihwſicti iſi; drmi dad, der konſer- yativen Partei bei der Ausgeſtaltung dieſes Geſetzes ausgeſ{<loſſen ift; denn das, was er in Ausſicht geſirllt lxat, nämiick) geſtellt hat, nämlih die Bereit- wiiiigkrii, willigkeit, zu untsrfuchen, unterſuhen, ob dri cinzrlnrii Paragrapbsn birr Und bei einzelnen Paragraphen hier und da wohl eine Aenderung dci“; Nrdrngrchcs notbwcndix iſi, iam: kaum für mich das:; Zirl ſein, das ich Sri Vorlsgung drs des Nebengeſeßes nothwendio if, ann Tau r mda os Siel fen, Das ih bei Vorlegung des Entwurfs vrridlgtr. Dir Bcdcniung verfolgte. Die Bedeutung dieſes Grirxzsniwurfd lisgt, Geſeßentwurfs liegt, wie ich ih mir grſiaticic geſtattete zu brmcrkrn, nach mrinsr Lliiffaſiuntx bemerken, nah meiner Auffaffung in der korporatiykn ?[udgsſialiung 0011 Hxiidkl und Grivcrbx) iii obligatoriſck)? Handslskammern. Libiii korporativen Ausgeſtaltung von Handel und Gewerbe in obligatoriſhe Handelskammern. Lehnt man dirſcn dieſen Grundgedanken air, darm ab, dann lohnt ("s ſich nicht es ſih ni<t der Mühe; Mühe, in dir Bcratbumg dikſés (Hr- iWI cixrzzrirektkn die Berathung dieſes Ge- ſeßes einzutreten und rs es in cine Kommiiſion zit dcrwriſc'n. eine Kommiſſion zu verweiſen. Nun möcht? ich möchte ih mir doch do< noch grſiaiirn, drr: HUM Vorredncr aii!“ rinige Mome'nte: aufmkrkſam zn machen:, dic iixri die'llcicht br- iiiiimikn geſtatten, den Herrn Vorredner auf einige Momente aufmerkſam zu machen, die ibn vielleiht be- ſtimmen könnten, yon ſkinr'n Anſcharrungrn zrrriiithrrirn. von ſeinen Anſchauungen zurücfßzutreten. Er bat ausxirfübrt, hat ausgeführt, daß ie gcſ<i<tli<e Entwickclungdrr die geſchichtliche Entwi>kelung der Organi- ſatémi Utiſcrcs Haridc'ls und unſrrer Induſtria zu andrrrn Réſultatrn iüi'irtsn ſation unſeres Handels und unſerer Induſtrie zu anderen Reſultaten führten als zu drnrn, die' ich denen, die i< mir jetzt grſiaitri Hako Jhrirxi in dikſi'k erlagr zn xxnirrbrkitcn. jeßt geſtattet habe Jhnen in dieſer Vorlage zu unterbreiten. Er bat fi< dabri dernier! arif dis hat {ih dabei berufen auf die Organi- iaéiIix, dir ſicb _ iibrigens ſation, die ſi< — übrigens ja kbiic wcſc'nilicikrn Eka-[J _ iii dri: errrbckammrrn drr siiizrinsn Provinzci! voil- zd,i:*:: da::r, Mid ohne weſentlichen Erfolg — in den Gewerbekammern der einzelnen Provinzen voll- zogen hatte, und auf dem “Lirikswiiibſckxaftdratb. den Volkswirthſ{aftsrath. Er bat ,;sixr,i!: Ok; hat geſagt: da war Landwirtbſchaſi, Landwirthſchaft, da warm! *!*,mdc'i mid Jiidniiri-x nnd Hrixidwrrk, jsdcr cinzrlnr waren Handel und Induſtrie und Handwerk, jeder einzelne Theil dcrtrrirn, imd dds vertreten, und das iſt drr Wr.], drr a:::<i> iirr ('inzuſMagcn der Weg, der auc) bier einzuſ<lagen iſt. Der err Vorrc'iiirr vrrwr )ſrlt dabri zwxi D*iiizic, ic man meinss (Erachtrn-H d'i :irſcr Fragr' iiicht vrr- wrrhſsln dar?. Herr Vorredner verwe felt dabei zwei Dinge, die man meines Erachtens bei dieſer Frage niht ver- wechſeln darf. Er Vi'kaLÖſéit nämlich dis SWM einm“ iol<rn Ok;;.111iſ3ii0:i mii dcm Unisrbari. Tir Laricwrrbkkanmicr dildcir iii ick r Prrdiixz Cin? verwechſelt nämli die Spitze einer folchen Organifation mit dem Unterbau. Die Gewerbekammer bildete in jeder Provinz eine Zuſammenfaſſung drr erſchiskxnrn Bcrufsſiändr, di: i'nrrvrrge'bcn ſdiiic aux; dcn Walch drr landwirtb- W.?Wlichx: Bkrkinc, dc'r «Haiidi'lskammkrii, dsr Handwrrirr. Dx.“ Volkswiktbſckpaftsratb der verſchiedenen Berufs\tände, die hervorgehen ſollte aus den Wahlen der landwirth- ſhaftlihen Vereine, der Handelskammern, der Handroerker. Der Volkswirthſchaftsrath war dir iii*i>e*ri', dic darübrr ſirdsndr Spiros, die höhere, die darüber ſtehende Spitze, bei dcr ami) diirck) Wahl?" drr dsrx'ckyicdcnmi J:?srrffciitcngrupyrn dir Vcrtrrtum; ſiaiiiiiidr'ii ſolii-I. Abrr di? Uiik.*likl,i(* drr mittlcrrn Und biibrrrti Orzmniſatioit der au dur< Wahlen der verſhiedenen Intereſſentengruppen die Vertretung ſtattfinden ſollte. Aber die Unterlage der mittleren und höheren Organiſation war dir“ SMW- Or,;aiiiſatcrx: ch rinzeiiicn Bcruis. die Sonder- organiſation des einzelnen Berufs. Wie disſe" dieſe für di? Iaiidtviridſrimit ZFYÖWÜCU iſt, wir ſi? die Landwirthſchaft geſehen ift, wie ſie für das *Haiidwcirk xirſcOaZiC-“i wcrdkii ſdli, ſy wiii di: Vriiaz]: iir am!) für Haiidri imd Jiidiiiiric [*.1bi'ii. „Hat man drm *ißiixiriirx» T€" SondcrorganiſaTioncxi ('iiii' SWO? ili ciix-kr ZiCMi'ili- ſirix! ;: Jirkirrtirnſ, zx xxsbrn. ſr1 iiiüiii'ii diſc" fiir dir ziroſxrti LirruiI: 5w-i,:.* aid iiiitrrdnu zmiächſi gxxirdxix wrrdcii Dix *][UOiÜi'klliiFOlU Tir“ dci" ,;ce'irrt-k Orr: Vorrcdrikr, mii iiii-(b Zi: widkrirgcii, (TUI dcn (?iiximriv'k Rciviutioncn gcmarixt ['N-i, iind Handwerk geſchaffen werden ſoll, ſo will die Vorlage fie auh für Handel und Induſtrie haben. Hat man den Gedanken, den Sonderorganiſationen eine Spiße in einer gemein- ſamcn Vertretung zu geben, ſo müſſen dieſe für die großen Berufs- zweige als Unterbau zunächſt gegeben werden. Die Ausführungen, die der geehrte Herr Vorredner, um mi<h- zu widerlegen, aus den Eiſenacher Reſolutionen gemacht hat, ſind mir nicht ki'kbt dcritäiidlich ,',rx1**z'-311, (**-7 re<t verſtändlich geweſen, Er hat vrrlrſrn, daſ; mm: ("iii) K*iixxäikkiſckik Wrrtrcxmizi drr ii*i“€[*i*<a5:iii'b:n Intereſſrn für dax) daiizr'YT-xi-„ii wüiiſcht-k. Dax- kniſi'rickxi „U:,Ö) :iii'irrx'r Äuſfaffmtg, mir dax; ici) nini) „inf Prcuſirii ÖkſiXFL'äiikl ik"! 12151 in Ucbrrrinſtimnmng niit drr _Ixidiiiiiik. verleſen, ‘daß man eine obligatoriſche Vertretung der wirthſhaftlihen Intereſſen für das ganze Neich wünſchte. Das entſpricht au) meiner Auffaſſung, nur day i< mi auf Preußen beſchränkt habe, jeßt in Uebereinſtimmung mit der Induſtrie. Er bat frrricr zii:.,rr, dax"; Hands], hat ferner zitiert, daß Handel, Fabrikation und .Hnnkwrri ziir Bildimz ioialrr iii*;i*rrſ<.7fi(*ri beraiigczogru wcrdcn ſdſicri. Da.“? Handwerk zur Bildung lokaler Körperſchaften herangezogen werden ſollen. Das will ich auch, ih au, nur m€x drm iimix'rſckyikdr, daß ich dax- **"),mdwc'rk UW? biiiciitzicdcn mit dem Unterſchiede, daß ih das Handwerk nit hineinziehen will. *Tip?) daz !VOÜM heute! die: .ÖüiikklIkä1111iici'1!"NOT, ebmiio wrnig wi»: kad Handwkrk ſelbſt. (Lndiick) bai kr ſich Auh das wollen beute die Handelskammern niht, ebenſo wenig wie das Handwerk felbſt. Endlich hat er ſi< auf dir“ Nilltiijiſ'l' ];) dsr (,“?iſi'imcixr'r Roid- ]iii(.*li dcruérn, die Nummer 12 der Eiſenacher Neſo- lution berufen, worin (*I beißt: Tir Bertbeilvng dc'rMitgli-Idc'rzabi ani dis (*iiizcliirti (errrbé- ?!WUi'kl es heißt: Die Vertheilung der Mitgliederzahl auf die einzelnen Erwerbs- ruppen bat die? böbcre VrrwaltimgsbrbÖrdr ch Brziris iriiisr „ixizirbunx dyn Notabrln dcr vcrſtbicdrnrn Erwrrbdgriwpcn Wr- =.tiii'i>mrri. Dirſcr die höhere Verwaltungsbehörde des Bezirks unter Zuziehung von Notabeln der verſchiedenen Erwerbsgruppen vor- zunehmen. Diefer Vorſchlag glbt bczügiich dss [*urcaniraiiſckcri Ciniiitſſr-äi jvciic'r ii) xis Vorlagc. geht bezüglich des bureaukratiſ<hen Einfluſſes weiter als die Vorlage. Nach dikſcr ſoil dix !kiildiriixi dcr Wäl)[i1bil)t*iii“ii!x7,011 Vor dieſer ſoll die Bildung der Vkrirctung dcr Jntci'cffc'ntc'n Ovrzériwmmen ivrrdc'n. I> kam nicht krirnncn, Wahlabtheilüngen von der Vertretung der Intereſſenten vorgenommen werden. Ich lann nit erkennen, worin dic VWZÖÜJUXU mciiirr Anführungcn die Berichtigung meiner Anführungen durch dir Zitats drs gre'brtrn *Örrrn Vorrkdiirrs 1ir,;i. die Zitate des geehrten Herrn Vorredners liegt. Er ſagt dann, man hat ſich zn Wr aii ciii Siyſirm gcbaltcn, Obi“) ro ſi zu VCkſtkbén. J< wriſ; tii<1 recht, ſehr an ein Syſtem gehalten, ohne es zu verſtehen. Ich weiß niht re<t, was (*r er damit gkniékiiit bat (Heitsrkeit links); dir'licicixi bat (*r die: (Hüte; dai; mori) (iwas näbcr zu crlänirrn. I> ixadr niir rin- gsiixdét, daſ: ich wknigſienö daI Eyſirm, dass ich mir Jrſtaiirt babc dorzuſchlagén, Verſtehr; j.: nicht gemeint hat (Heiterkeit links) ; vielleiht hat er die Güte, das no< etwas näher zu erläutern. Ih habe mir ein- gebildet, daß ih wenigſtens das Syſtem, das ih wir geſtattet habe vorzuſchlagen, verſtehe; ja niht nur das, ſondkrn daf; Ls auch ſondern daß es au< im aligemeinrn Verſtändlich iſt. allgemeinen verſtändlich ift. Ich habs habe mir gcſiaiici, dcn Füxickiiag z:: rria<en, daß Handci imd Induſtrir iti geſtattet, den F etMlas zu machen, daß Handel und Induſtrie in örtlich ab;;cgrcnzirn kZiric'n abgegrenzten ezirken zu Intereſſerchrirctungeii zuſainnirngrfaſzt ivsrdrn ſolls". Dä?- Ylbwcicbcndk Intereſſenvertretungen zuſammengefaßt werden ſollen. Das Abweichende von dem bisbcriiikn bisherigen Zuſtand lic'zit liegt nur darin, daſ; daß bis Wi dieſc jeßt dieſe Bildung drr der Freiwilligkeit, drr Initiativ: dcr sinzrlncn Jntrrcſſcntrn der Initiative der einzelnen Intereſſenten überlaſſen iſi, iſt, während nach drr nah der Vorlage in Auöfübrung FL? konſr'rvat'ivcn Auéführung des konſervativen Gedankens litik!" korporaiiVTn Br'rufsglicdrcung dicſe Btlkmtgen nicht einer lorporativen Berufsgliederung dieſe Bildungen niht dem Zufall zu überlaſſrn überlaſſen ſind, mit dcm ſic kommcn W grbcn, dem ſie kommen und gehen, ſondern gkſctziich feiigélcgt ivcrdcn geſeßlich feſtgelegt werden und bc- ittmmt be- ſtimmt wird, daß innerhalb beſtimmt abgrgrrnzkrr Bczirks jedi'rmaim, abgegrenzter Bezirke ledermann, der Handel und (Hrnierbc irribt, drr Gewerbe treibt, der in das Firmenregiſter eingetrachn eingetragen iſt und Gewrrbcſtem'r Gewerbeſteuer zahlt, gmxötbigi M M) genöthigt iſt, ſich an der Jnierrſſcndcrtrctung Intereſſenvertretung zu bcihuiiigrn, wenigſtrns durch betheiligen, wenigſtens durh Zahlung cim's eines Beitrags zur Beſtreitung der Koſtka. T*errrnVunkt Koſten. Der Kernpunkt der Ausführungen des grclſtten Hrrrn Abgrordnetsn geehrten Herrn Abgeordneten iſt wohl der, daß er nicht wil], nit will, daß Handel und Induſtrie gemeinſam organiſirrt wSrdcn, organiſiert werden, und er hat auch bicrfür _ au hierfür — muß ich i< annehmen _ di-x die Bemerkung grmaalſ, gemacht, daß dis géſ<i<fli<e die geſhi<tlihe Entwickelung unſerrr griverblirhen Brruföart-zn unſerer gewerblihen Berufsarten dem widerſprä<e. widerſpräche. Meine Herren, ick) habe! ih habe mir bereits geſtattet zu bemerken: bisH-xr iſt Handsl bisher iſ Handel und Induſtrie» Induſtrie ſtändig grmeinſam gemeinſam organiſiert ge'wi'ſcn, geweſen, und wknn dieſrs (Bricks wenn dieſes Geſeß nicht zu ſtande kommt, ſo fo bleiben Handrl Handel und Induſtrie ſtändig gkmeinſam gemeinſam organiſiert; es wird nur der Unikrſcbird eintreikn, Unterſchied eintreten, daß man hier und da gar kSine feine Vertretung Hat, hat, daß man an rinrr einer Stelle Lin? ſchr ſ<wa<e eine ſehr ſ<wache und unbedeutknds, unbedeutende, an Linrr andrrrn Stel]? einer anderen Stelle wieder EZM eine ſehr bkdöutende VMQ-éiung bedeutende Vextretung hat. Alſo Ob diss (Gkſeiz ob dies Geſetz zu ſtande kommi Odkr nicbt _ kommt oder ni<ht — es wird an fich ſih an drr Sa<c nichts der Sache nihts geändert, daf; Handcl daß Handel und Induſtrie gemeinſam organiſiert Wsrdrn. Nrm, mrincHsrrrn, werden. Nun, meine Herren, muß ich dock, ih do< auch ſagen: ici) Halte dis Vedknken, die drr Hrrr Abgcordnrte in dirſkr chishrmg äUßLl'tL, nicht i halte die Bedenken, die der Herr Abgeordnete in dieſer Beziehung äußerte, nit für zutrsffrnd. I> baba zutreffend. Ich habe mir grſiattrt, ſchon geſtattet, ſon vorhin darauf hinzuweiſen, daß doch Handal Handel und Induſtrie in örtlich abgegrrnzten Bszirken örtli< abgegrenzten Bezirken in ſo naher Bkkübrung Berührung ſtehen, daß ich drr Yiéiiiung i< der Meinung bin: ('s es iſt faſt faſ unmöglich, ſi? nicht grmrinſam ſie niht gemeinſam zu organiſiSrSn. organiſieren. Ich glaube ſogar, daſ; ('s daß es ſehr bcd€nkli< wäre?, bedenklih wäre, nur drn «Handkl eincs Bézirks unisr ſich den Handel eines Bezirks unter fi< zu organi- ſirrcn; ſieren; Sie würdsn würden da ſofort auf dic großs Schwirrigkeit drr die große Schwierigkeit der Ver- f<ikd8ni>6it dSI ſhiedenheit des Großhandels aiif drr einrn Srite Und auf der einen Seite und des Klein- handcis handels auf drr andkrn Skiff) ſtoße'n, die' meimrs der andern Seite ſtoßen, die meines Erachtens unter Um- ſiändcn ſrbr ſtänden ſehr viel wrnigrr Brrüdrungsvunkte unterrinandézr Haden weniger Berührungspunkte untereinander haben als 5. ¿. B. drr Großbandél mii drr der Großhandel mit der Großinduſtrie. _be glaubs, wann _ Ich glaube, wenn man die erbäitniſſs rtwad Verhältniſſe etwas aus der Näbé Nähe anſieht, dann wird man ddch zr! do zu der []LbSszUJUUg Ueberzeugung kommen tnüſirn, müſſen, daß disſc abi'ointc Trsnnung und dir Gsſialtung Liiikl“ Mrſchirdrnsn Juistsffrndrrtrctimg für Hxndsl umd Induſtrics iii<t daI Rickyiige iſt. Srins chcrkrmgcn dieſe abfolute Trennung und die Geſtaltung einer verſchiedenen Intereſſenvertretung für Handel und Induſtrie niht das Nichtige ift. Seine Bemerkungen und, wir ich glaubs, auch wie ih glaube, au<h die Bkmyxkimgrn drs *Hsrrn Bemerkungen des Herrn Abg. Sicngel géhlli (ius drr Mrimrng kikrvor, daſ; in Unſc'rcn erigcn Kamrnsrn drr Stengel gehen aus der Meinung hervor, daß in unſeren jeßigen Kammern der Handel das ÜÖSijCgSnÖS Elwneni überwiegende Element iſt, Und und darin ſri)?" ſehen die Hrkrrn (ius bk'denklich? Eiitwickcinng drr Jntkreffrn- vkrirktmig. Herren eine bedenkliche Entwi>kelung der Intereſſen- vertretung. Sie glanbrn, daf; Dikſk Ziitérkffcnvrrtrrtung, wsil drr Handcl daI Drädominirrcndr (Eikmrnt ſci, glauben, daß dieſe Intereſſenvertretung, weil der Handel das prädominierende Element ſei, ſich in Grzxnfay ſLHLli köimie Jill" Landwirtbſciyaft. Gegenſaß ſegen könnte zur Landwirthſchaft. Darin fiebt dsr Hsrr ſieht der Herr Abg. Von Brock- iiaii'ſcri von Bro>- haufen wohl die möglickrc S<ädiziimg dcr Landwirißſibafi. Dir möglihe Schädigung der Landwirthſchaft. Die An- ſchauung, ſhauung, daß in mtſrrrn Handcldkammsrm drr Handri dnrchwr-g 0er 011< mir unſeren Handelskammern der Handel durhweg oder au<h nur in der Hauptſackps daS ddmitiii'rcndi' Elrmsni ſri, Hauptſache das dominierende Element ſei, iſt nichr znirrffrnd. JU drn Haridriskammern nicht zutreffend. In den Handelskammern iſt dis Induſtric? die Induſtrie das ſtärkrre ſtärkere Element. EZ gikbt Es giebt ja natürlich ?luénudme'n, „z. Ausnahmen, z. B. hat in unfsrsn ;irdß-xri Sreſtädicn die“ (*EUR ſick) andcrs gcſialtst. Jm K'Öiiigdßrrg, unſeren großen Seeſtädten die Sache ih anders geſtaltet. Jn Königsberg, Danzig und J,)ismx'l iſi drr HaiidLiÖſiand Memel iſt der Handelsſtand ganz überwirgrnd, darübkr dürfsn Sir ſici) nicht ivnxidrrn; (rkrr ſchon überwiegend, darüber dürfen Sie ih niht wundern; aber {on in Stettin lirzi liegt die Sachs andrrs, Sache anders, wo dir Induſtris Wii die Induſtrie von Jahr zii “Jahr auf;?rordcnilich zanimmt Und fich zu Jahr außerordentli<h zunimmt und ſich in ibrrr Bedrniung jryt ihrer Bedeutung jeßt ſchon ;][richir'Lrtbig nkben drn Handkls- gleihwerthig neben den Handels- ſtand ſi'ixt, Ji: Ma,1dé'[*llkg, wr) drr Brzirk aiif das ſiädtiſchc GWA «bgk,;rr'xizt ſeßt. Jn Magdeburg, wo der Bezirk auf das \tädtiſhe Gebiet abgegrenzt iſt, um,], drr .Haiidrldſtand in dcr Hairdrlskaminsr drſoridcrs ſiark vcrtrsirn ſkin. DAS iſt mich mag der Handelsſtand in Brrölau dcr Faii. Nack) msinrr *Iliifx'affiiiizi würd? dir'ſe'ö vikilriiiyi Nicht der Handelskammer beſonders ſtark vertreten ſein. Das ift au< in Breslau der Fall. Nach meiner Auffaſſung würde dieſes vielleicht nit ganz richtigs Wr'rhältniß ſick) aiif ixHritiid drs Grfeßss ri<tige Verhältniß fich auf Grund des Geſetzes alsbald ätidkrii, ändern, weil dann dirrck; Zulkgunz „iitſicrhalb DLk Städtr i'clrzicn-xr (Zéiirédirik drr JndUſirir, dis dic" Hsrrkn «43:15 *sidridcrs iii Schiri; iicbmcn, ('in? Vrrſtärkiinzi zugriübrt wcrdi'm würds. Wi'im da;“; Grſry abgrlsdnt dur< Zulegung außerhalb der Städte belegener Gebiete der Induſtrie, die die Herren ganz beſonders in Schuß nehmen, eine Verſtärkung zugeführt werden würde. Wenn das Geſetz abgelehnt wird, ſo bleibt dxr H„iiidci, der Handel, wo cr dic dviitiiiisrciidL Sic'llung bat, in kii'ſék. Wcim dir er die dominierende Stellung hat, in dieſer. Wenn die mir voriirgrndrii Nrtizkn zutriffi'iid ſiiid, bsfiiidrii ſick) 5. W. in drr Handrlöiammrr ZU Brsdlau [("th 94 Vcrirctcrn vorliegenden Notizen zutreffend ſind, befinden ſi ¿è. B. in der Handelskammer zu Breslau. unter 24 Vertretern 17 drm Hamdrlsſiande angrbörizxr. “Mit dcm AUgr-ii'blirk, ww drr Brzirf Birdlan krw-Ziteri mid kimi“ iiicht rtiirrbcbliciye' Zaki Von Jnduſiiiclirii vri'ſiäiidlich in kriiirr L*»:iſs be'bauyirn, daß dir Inisrrffrndcrirxium; Von Vrcslau ni<t Lins drm Jntrrrſirn dor dem Handelsſtande angehörige. Mit dem Augenbli>, wo der Bezirk Breslau erweitert und eine niht unerhebliche Zahl von Induſtriellen verſtändlih in keiner Weiſe behaupten, daß die Intereſſenvertretung von Breslau nicht eine den Intereſſen der Stadt durchaus angrmrſſrnr isi; absr wrim man damnf arrÖgrbt, dir Ji-idriſtrir in dcr Kammcr zu ſtälki'li iii*;]e'nüdcr drm angemeſſene fei; aber wenn man darauf ausgeht, die Induſtrie in der Kammer zu ſtärken gegenüber dem Handel, ſo glaube ici), ih, thun Sic brffrr, Sie beſſer, ſich tnc'inx'm meinem Vorſchlag anznſ<lirßeii, ald ('I bci drm augsnbiicklicbrn Vér- [xälriiiii zn bclaffr'n. Tri“ anzuſchließen, als es bei dem augenbli>lihen Ver- hältniß zu belaſſen. Der Herr Abs. Nori]? Abg. Noelle hat ſich ſrbr [sbßait fiir das Jwr'iixrſikbrn drr kisincn *Öſllidi'lIkliiilkni'klk arrIslſUroÖmt, fich ſehr lebhaft für das Fortbeſtehen der kleinen Handelskammern ausgeſprochen, und d;:«öſc'lbc iſt „mch xirſ<ci7rn ſritk'nd dW Hkrrn dasſelbe ift au<h geſhehen ſeitens des Herrn Abg. Eckcls. Ick) E>kels. JF< kann im „iroßsn (Hanzcn Wohl anticbmkn, daſ; ("im“ ſrlér ſtark? großen Ganzen wohl annehmen, daß eine ſehr ſtarke Stim- mrmg mung im Vlbgcordnrtsnbanſr arrcb Abgeordnetenhauſe au<h für das Fortissſtéhmi dcr ilsinrn Handsldkarnincrn vorbajidsii iſt. Fortbeftehen der fleinen Handelskammern vorhanden iſ. Wir wrrdrn werden uns darübrr darüber in dcr K*Oiiimiſſidn nntrrlmltcn, iii wrchcm Maß? dad drr der Kommiſſion unterhalten, in welchem Maße das der Fall ſrin ſol]. fein ſoll. Ich will UU!“ 110<111315 [*CWTWU, LÖ nur no<hmals betonen, es iſt iiicht Mi'iiii' Ai'ſicht, unnötliig bcſicdcndr Verhältniſs zii ändrrii. niht meine Abſicht, unnöthig beſtehende Verhältniſſe zu ändern. Es iſt ami; Von Barmrn “mid Cldrrfrld ,]e'ſproäye'n wdrdkix, dic bsi ihre'r bkkannikn nachbarlichsn Frkundſcbaft a[lsrding§ icin? groß? au von Barmen und Elberfeld geſprochen worden, die bei ihrer bekannten nahbarlihen Freundſchaft allerdings feine große Neigung bnbrri haben würden, ſich ſi zu cincr Handrldkammrr znſamrnknzuſckplirßen. einer Handelékammer zuſammenzuſchließen. An fich wärs ih wäre das ganz Vernünftig, (1er ill) kikcmie vwilſiändig mi: Wenn di? Jutcrkffrn- wkrirciungcn vernünftig, aber ih erkenne vollſtändig an: wenn die Intereſſen- vertretungen ſich ſo abgeſondrrr abgeſondert von cinmidrr e'ntwici'elt [)abrn, würds ks einander entwid>elt haben, würde es unrichtig ſein, ſcin, ſie mit Grimltzuſaminrnzubringrn. Gewalt zuſammenzubringen. Aus dikſr'm Bri- ſpiél dieſem Bei- ſpiel können Sir e'rſrbe-n, Sie erſehen, daß es nicht nit in mrincr Jtltékliwn [irgk birr indiriir ]";ld'il meiner Intention liegt, hier tabula rasa zu mach-In. (Zurrif machen. (Zuruf links.) I> [)Offé virimrbr — Jh hoffe viel mehr darauf, daſ; Barnim! imd (Elberfeld daß Barmen und Elberfeld mit d("i' Zcit andrrc'n Sinnss werdcn, der Zeit anderen Sinnes werden, als daſ; daß ein Miniſtkr Miniſter kommt, drr ande'rc Atiſ<auungcn in drr Sachs hätt?- Drr Hrrr der andere Anſchauungen in der Sache bâtte. Der Herr Abg. Nori]? hätte? gkwänſcbt, daſ; man die? Bczirkc drr cinzcliikn Hatidc'lskammcrn gleich Noelle hätte gewüänſ<(t, daß man die Bezirke der einzelnen Handelskammern gleih im Göſcy ab,]rknztc'. Dieſi'n WCF halt? ich Geſeß abgrenzte. Dieſen Weg halte ih kaum für gaiixibai'. gangbar. Wir würden nicht nnr die' Haiidc'ls- kammsrn, dic ]rist niht nur die Handels- kammern, die jeßt in Frage kommrn, ſmidcrn kommen, ſondern künftig jrdc Einzelne Handrlgkatnmrr durch (Hcſcy abgrcnzrn niüſſrn. jede einzelne Handelskammer durh Geſeß abgrenzen müſſen. Ich halte das für krimi: keine Aufgabe der parlatnrntariſchcn Körpkrſäkaft parlamentariſhen Körperſhaft und würde (Ul- bt'imzicbe'n, Grundzügr an- heimgeben, Grundzüge für dic Abgrrnzuug die Abgrenzung zu findrn finden und in das Gcſrß aufzunrbmcn; (1er ich halts Geſetz aufzunehmen; aber ih halte es nicht nit für richtig, jrdc' cinzclnc Handyw- jede einzelne Handels- kammer durch GEW fcſizulrgrn. Dcr Hrrr dur< Geſeß feſtzulegen. Der Herr Abg. Dr. Eckrls bai einrn E>els hat einen Punkt biérübrt, drr berührt, der ganz gewiß ſehr wichtig iſt, nämlich dic' Frag? drr Vrrtrrtung dcs nämli die Frage der Vertretung des Detail- handels, Tlmiſächlick) handels. Thatſächliß hat dcr Kleinbandrl der Kleinhandel bis jetzt jeßt in dcr zliziéngM der zugezogen wird, wird das Vördältiiiſ; ſick) ändrrn. I>) wil] ſkibſt- , Verhältniß \ſi< ändern. Ich will ſelbſt- ‘ Handelskammer eine geringe Vertretung gefunden, und es iſt auch ift au zutreffend, daſ; daß er bisher dieſe Vertretung nur ſklien geſucht ſelten geſuht hat. Der Hrrr Herr Abg. Goihcin Gothein beruft ſich \i< mit einem gewiſſen Re<t Reht darauf, daß bis (judo dato in Breslau der Wunſch des Kleinbandels Kleinhandels bis jexzt noch jeßt no< nicht berVorgetreten ſki, hervorgetreten ſei, in den Handels- kammern mitorganifirrt mitorganiſiert zu ſein. Nach meiner Auffaſſung aber iſt es allerdings wünſ<knsw€rtki, wünſchenswerth, daß der Kleinbandel Kleinhandel Vertretung in den Handelskammsrn Handelskammern finde, und auf Grund der Geſeſcxzesvorlage Geſeſeßesvorlage würde das auch geſchehen. Der Herr Abg. Eckels [xai nedrndsm Wunſch, Eels hat neben dem Wunſ{<, daß der Detailhandel mehr berückſichtigt erde berüd>ſihtigt werde als biéhrr, (ich) bisher, av< den Wunſch ausgeſprochen, man mög? möge die alten kaufmänniſchrn kaufmänniſchen Korporationen unter alien allen Umſtänden beſtehen laſſen. Ich Jch mache ihn nur darauf aufmerkſam, daß dieſe beidsn beiden Wünſche fich nicbt dectrctgén; Lins don ſi< nicht vertragen; eins von beiden muß Lr er aufgeben. WEnn Wenn die altkn kaufmänniſchkn Korporalionen alten kaufmänniſchen Korporationen in ihrer jeßigen Ver- faſſung beſtében bleibén, beſtehen bleiben, ſo iſt Eine Vertrsiung ch Détailbandels faſt aUSJeſchioſien. eine Vertretung des Detailhandels faft ausgeſchloſſen. Der Bkitritt Beitritt zu dkn den Korporationen, z. B. in der Stadt Berlin, wo die Frage bkſonders beſonders brennend iſt, iſt zwar frei- willig; (1er Er aber er iſt an ein ſo Erheblichss Eintrittsgéld erheblihes Eintrittsgeld und Jahres- bsitrag Jcbundcn, beitrag gebunden, daß esfür dcn kikinkn es für den kleinen Mann ausgeſchloſſen ausgeſhlofſen erſcheint, daſ; daß er ſich freiwiÜig ſi freiwillig als Mitglied an den jryigen Korporationrn jeßigen Korporationen be- theiligt. Die weſentlichſtr weſentlichſte Frage, die dcr Hrrr der Herr Abg. (Holbein aufgswvrfc'n Gothein aufgeworfen hat babe ich habe ih bereits berührt. Nur Lins wil] ici) LkWäbiWn: rr bkhauptet, eins will ih erwähnen: er behauptet, daß dir zuſtimmendrn die zuſtimmenden Aeußerungen, die ſeitens derHandelÉ-kammrrn der Handelskammern zu der Vorlage gemacht wordrn gema<ht worden ſind, wkſrnilicky weſentli<h auf perſönlichen Momknten Momenten beruhen. Mkink Hsrrcn, Meine Herren, da taxieri rr dirHandelskamern ineinrs (Erachtens dock) taxiert er die Handelskammern meines Erachtens doch unrichtig; cs würds es würde ihm ganz gewiß nicbt nit ge- fakikn, Wenn fallen, wenn man ihm Vorwirit, vorwirft, daß er axis Pcrſönlichén aus perſönlihen Momenten, allein aus de'm Jiitcrrffr drr dem Intereſſe der von ihm Urrirrtencn Kammer„ drn Grſrßentwuri angrsifc'. vertretenen Kammer, den Geſeßentwurf angreife. Man könnts könnte ja leicht leiht auf den chanken kommsn, dir Gedanken kommen, die Stadt Brrslau Breslau fühle ſich ſkbr ſh ſehr wohl in ihrer Abgrenzung: ſis ſie iſt Cille' r€i<€, eine reie, in fich abxicſcbioffSm? ſich abgeſchloſſene Stadt, in der der Handelsſtand das übsrwicgendr überwiegende Moment iſt, und ſic fie fühle ſich gsſiört durch dr'n Gedankr'n, daſ; geſtört dur< den Gedanken, daß nun durch Einbrziehung Von I*ia<barkrkiſrn dis Glricbartigksit dsr Vrrbäliniffc dur< Einbeziehung von Nachbarkreiſen die Gleichartigkeit der Verhältniſſe geändert und ('in iiarksr ZUſaH vori Jnduſtrirllen ein ſtarker Zuſaß von Induſtriellen in dic Kammrr die Kammer mit bincingebrackßt hineingebraht wird. Nach meinér Mrinunz kömirn ſolchs Erwägungrn meiner Meinung können ſolche Erwägungen nicht aas- ſchiaggckend ſrin, aus- ſhlaggebend ſein, und fit: find rs auch nick)! gkwrſen ſie ſind es au nit geweſen für diejenigen, di? ſich die ſih für drm (*Hrſéycniwuri ÜUZFSſPkOÖSU habrn. Darm möcbtr i<, Mink Hsrrsn, iw< den Geſetzentwurf auëgeſprochen haben. Dann möchte ih, meine Herren, no< kurz, drm dem Herrn Abg, Erickls folgsnd, dararrf arrimrrkſam Abg. E>els folgend, darauf aufmerkſam machen, daſ; daß doch dis die Geſtaltung drs Auffickytsrrchts übkr des Aufſichtêrehts über die Handclskammrrti Handelskammern in dem Entwurf ein? eine ganz wcſentiicbr Bkfferung gegenüdkr weſentlihe Befferung gegenüber dem bisbrrigen bisherigen Zuſtande dar- itrllt. ſtellt. Es iſt ift ja, zenau genau wie in drm Landwirtbſchaftskammrrgeſsß, drm Miniſicr Cin allgemcinrs Aaificiytsrccht gegsbcn, dem Landwirthſchaftskammergeſet, dem Miniſter ein allgemeines Aufſichtsreht gegeben, und das iſt mit Rückſicht Rü>kſiht darauf, daß 22; es ſich in dirſcm Geſkß dieſem Geſey um ZidangIorganiſationkn bandslt, mrinks Crachikns aucb Zwangsorganiſationen handelt, meines Erachtens au< unerläßlich. Abkr, mri"? „Herren, disſrß allgrmcinr Auifickxtsrkcbi Aber, meine Herren, dieſes allgemeine Aufſichtsreht hat keine ExékliiiVC; Exekutive ; nur wcmi krdcrbaupt garnichtö msbr wenn überhaupt garnihts mehr hilft, kam! durch Königlickyr Vsrordmmg dis .Handslskammrr »iufgrlöſt wcrden, kann dur Königliche Verordnung die Handelskammer aufgelöſt werden, worauf disic irfdrt wicdrrgrwäbit dieſe ſofort wiedergewählt werden muß, (Iiiik eine Beſtimmung, die ſich ciirnfaÜI ebenfalls im Landwiribſ<aft§iammcrgrſcy ßndet: Landwirthſchaftskammergeſeß findet; und ſo wrnig wenig man da das Bcdsnken ,ikbadr Bedenken gehabt habt, daſ; dadurch großeSchwicrigke'iten rniiisiisn könnten:, Jrradc io wriiix, daß dadur große Schwierigkeiten entſtehen könnten, gerade ſo wenig kann man aus dieſcr Britimmung bier Bcdrnkcn rninriimcn, Jm Üdrigrn iſt dieſer Beſtimmung hier Bedenken entnehmen. Im übrigen iſ in dirirm Grisscntwuri dieſem Geſetzentwurf den Handrlskammern cin? Br*wrgungsfrribrii gcgebcn words", wis fir fir biIiiLr nicht Handelskammern eine Bewegungsfreiheit gegeben worden, wie ſie ſie bisher niht gehabt hach. Bci alicn Brſiimmungen babs ich mich bemübt, haben. Bei allen Beſtimmungen habe ih mih bemüht, die Hand de'r Burraukraiic iitö;“4li<ſt von drm (Hkſckyäftdgcbabrkn drr HandclIkammsrn frr'i zu balls": ſic wälylrii ihren Vorfißrndcn, ſir wäblrn idr? Bramtrn obne ich der Bureaukratie möglihſt von dem Geſchäftsgebahren der Handelskammern frei zu halten: ſie wählen ibren Vorſißenden, ſie wählen ihre Beamten ohne jede Einwirkung, fie MÜÖM ihre“ Statutkn, ſie machen ihre Statuten, ihre Wablabtbriiung, idr? (Hicſckpäfisdrdnung, fir cntichriden Wahlabtheilung, ihre Geſchäftsordnung, ſie entſcheiden über dir? We- ſ<w€rdcn, dir gMCti das Wadivkriabrsn cingkb-In, und ähnlich? Dinxie mrbr; fir ſmd die Be- hwerden, die gegen das Wahlverfahren eingehen, und ähnliche Dinge mehr; ſie ſind in der Lagr, Lage, bis zu eincm bcſtimmten kacrbcitrurriaß Abgaixen einem beſtimmten Gewerbeſteuerſaß Abgaben zu crdkbcn, ohne daſ; dir? erheben, obne daß die Aufſichtsbehörde . dabri mitzuwirkrn bai. Kiiri, mrinr Hrrrsn. mciiicr } dabei mitzuwirken hat. Kurz, meine Herren, meiner Anſicht nach nah be- dcnisi „irradc deutet gerade in dirſrr Bczirbrmg dad (“SÜW EMU é'kßkblkkbé'n FN!“ ſ<riti für dir Handelsinmmrrn. “Ich dieſer Beziehung das Geſetz einen erheblichen Fort- ſchritt für die Handelskammern. Ich kann auch iiiir iiv<mais wicdcrbdlkn: i< kaftk'bl nur nohmals wiederholen : ih verſtehe nicht, wie man Bcdrnkrn fiir dis [andivirtdſchaftliÖrn Jiitkrrffcn mant Bedenken für die landwirthſchaftlihen Intereſſen aus dirſc'm Geiss- ('tiiWilkf brivwriruriyicn ſrbcn dieſem Geſetz- entwurf hervorleuhten ſehen kann : i< bali? ; i halte es für unrichtig, Handél unrihtig, Handel und Jiiduſiric ansrinandkr zn re'ifxrn, irdrm ('ikik bcſdndcrk Vcrtrrtung Induſtrie auseinander zu reißen, jedem eine beſondere Vertretung zu geben. Nicht lilli“ nach dcr Ari drr Grſchäftdtbätigkrit, iondrrn auch nur nah der Art der Gefchäftsthätigkeit, ſondern au gerade iiach drr bikbrrigcm Eiitwickciiriig grbörrn dir?"? bcidrn geirr'rblicbcn Bkrufsartrn znſammrn, fir ſmd zuſammcn organiſirrt nah der bisherigen Entwi>elung gehören dieſe beiden gewerblichen Berufsarten zuſammen, ſie ſind zuſammen organiſiert worden und babrn ſicb haben fih in dirſcr dieſer Organiſation durchaus woblbrfunden; durhaus wohlbefunden ; und ick) mrins dock), daſ; ih meine doh, daß man ('Was auch aiif di? etwas auh< auf die Stimmen dEr der Nächſt- brtbciligtcn [ori dirſrr Frag? betheiligten bei dieſer Frage hören ſoiltc'. , 9.11»g.Mobrini.): Ich ſollte. __ Abg. Mohr (nl.): I< bin mit drr Votings der Vorlage im aligeme'inen rmvcritaridrn, badi? abrr Bedmikmi wrgcn drs F" allgemeinen einverſtanden, habe aber Bedenken wegen des $ 33, der von dcn Korporatwnrn bandcli: i< bittr', fiir dasK'öniglichc Kommsrzkolikgium den Korporationen handelt; ih bitte, für das Königliche Kommerzkollegium in Ailmm cine Yiirsnadmc Altona eine Ausnahme zu macbrn. , ?lbg. ])r. szrpniiowski (Jilärt ſicb machen. i Abg. Dr. Rzepnikowski erklärt \ſih namens der Pole'n gcgrn die' Lsorlagc, Polen gegen die Vorlage, da tn deri ilkinc'rcn in den kleineren Städten kt'inc' keine Neigung für [Handéls- kammrrn vorbaiidc'r] ict. WWU dir kleincrcn Handels- kammern vorhanden ſei. Wenn die kleineren Städte mit den grö ('re'n zuſatnmgnaxlcgt wurdrn fur disſen Zweck, größeren zuſammengelegt würden für dieſen Zwe>, dann würden dir ertcren doch tnaxortfirrt. ,_ Abg.; Knick) _(Ze'ntr) hält die erſteren doh majorifiert. Abg. Kirſch (Zentr.) hâlt die Vorlage für übrrfiüſfig,weniqſicns nacb dra Vrrdglintſſen in dcr Riie'inprovinz, ſpe'zicl] überflüſſig, wenigſtens nah den Verhältniſſen in der Rheinprovinz, ſpeziell im Brzirk Dü kl- Bezirk Düſſel- dorf, wo dic „Qandclskammcrbe'iirkc ausrcichcnd qroßſcien. die Handelskammerbezirke auéreichend groß ſeien. Redner at [Ortler ,Br'dc'nken kvcgcn _dcr Britimmungln hat ferner Bedenken wegen der Beſtimmungen über das Wahlrecht und ubr'r über die Auflöſung drr »andrldiammrrn. der Handekskammern. Damit ichlicßt dic'Diskuſfion". *Die ſchließt die Diskuſſion. Die Vorlage wird einer Komm1ſſron Kommiſſion von L] Mitglicdcrn irbcrwicſrn. 21 Mitgliedern überwieſen. Schluß 31/. 31/2 Uhr. Nächſte Si€ung e ul Sonnabend 11 Uhr- (Klemerc Uhr. (Kleinere und ?)Écchnungsvorlagen, mme Rechnungsvorlagen, owie Petitionen.)