1871 / 39 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

E E E S E E E E E

:. OLE, i Transport 2,350,640 |2: 1IV. Zinsen, Agiogewinn und andere Einnabmen:

KZinsencinnahme und Agiogewinn Thlr. 60,096. 21. 11

davonsind auf

die rei versicherun - Rer rung » 49,230.21 —| 10,866 Gewinn an Versicherungsschildern und Eisenbahn - Fracdtdrief- Stempeln ie q 3}|Gewinn an Werthseffekten durch E V:rkauf und Verloosung 3,688

F weifelhafte For- | t L Oa 16

900

f} Tblr. Transport. . 2,293,066 V. Verwaltungskosten. Gehalte, Diäten, MReisekoiten, Miethe, Heizung, Beleuchtung; Porto , Insertions-, Büreau- und Druckkosten 91/432 Steuern eee) 1,605 Der Verwaitungsrath einschließ- lid) Remuneration, Reisespesen unck Diâten an die Mitglieder ; des engeren Auss{usses 3,092 Zuschuß zu General-Agentur-Ver- 5] waltungen i 1,349 1: S Prozeßkosten im Jahre 1870 158 | ( 60,637

2/393,704 Gewinnsaldo: 12,695 wovon zur Abschreibung ver- i wendet werden : 2jauf zweifelhafte Forderungen... 3} » Inventarien-Conto 5 pCt..… » Wertheffeften , Verlust dur Annahme des Courses vom 31. Dezbr. 70 Geschäft8errichtungs- und Ge neraldructkosten-Conto.

2,360,399 [24] 6G |

: —————————— ! __ 12/366, 399127] 6

Die Versicherungsgesellschaft „Thuringia,“

Für den Verwaltungsrath: Morgenroth. Die A os vorstehenden

Der Direktor: M. Vorgt, Abschlusses mit den Büchern besceinigt.

Die Revisions-K'ommission.

Carl Apypelius. Activa.

Actien-We@(selkonto a Ca pa B ACs «Papi eaen 1,800 000 | Hypotheken-Werth8effekten- und Lombardkonti 1,162,429 1/5) Kassa- und Wewselkonti i 57,458 26) 9 | 41 Gesellshaft8zebäudekonto 20,356 Heschäftserrichtungs - und General - Drudkosten- E La a ubu Lal ena blr 75,506. 15 3. Q »fTnventarienkonto 5/255] Vorschußkonti 36,039 8] Guthaben an Banquiers U “t taats 30,462 9IGutbaben an Jnspektoren 2c. auf Vorshüsse zu Reisezwecken x Guthaben für Prämien 2c an den Haupt- und s Spezialagenturen ls 162,7 c l|Gutbaden verschiedenen Gesellschaften .…......} 58/955/17) 21Konto für zweifelhafte Forderungen Î Konti, die nad Beschluß der Generalversammlung zu tilgen sind, bevor eine Dividende vertbeilt Oben ier 0000 1—

O ernen dos D E 8

368,389] 9| 8

Vilanz pro 18720,

Tblr. \\g.| pf }

Theodor Noefe. P assiva.

Thlx. {g | p Actienkapitalfkonto 2,250,000 | 2|Prämien- und Scchadenreservekonti für die ein- zelnen Branchen I 3\Guthaben der Banguicrs und anderer Personen

resp. Agenten :

Rückständige Prämien an Rüoersiherungsgefell-! schaften ;

1,417,549

3,703,848] 5[—

13,703,848] 5|—

Die Versicherungsgesellschaft „Thuringia,“

Für den Verwaltungsrath: Morgenroth.

Der Direktor:

A. Voigt.

Die Uebereinstimmung der vorstehenden Bilanz mit den Büchern bescheinigt.

Die Revisions-Kommission.

Carl Apvelius.

Theodor Noefe.

#

[1902] Bekanntmachung. i Die biefige Forstaufseherstelle; mit welcher ein baares-Gehbsolt von

160 Thlr. und circa 1 Tblr. Sctußgaeld für erlegtes Wild verbunden

ist, ist vakant und soll mit einem Jnhabver des beschränkten ¡Fersiver-

sorgungêscheins wieder beseßt werden. Es _ werden dergleichen | Amwärter veranlaßt, unt-r Vorlegung ihrer Attesie und eines Lebens- | laufs si um die Stelle binnen einer dreimonatlichen Frist bei uns | : | oder Justizdienst besigen, odec solche; welche in gleicher amtlicher Stel- | lung bereits fungirt haden , werden aufgefoz dert , Meldungei unter

| Beifügung ihrer Zeugnisse bis zum ]5Z. Juli D. 7k

zu bewerben Sommerfeld; den 9. Jun

[1910] Bekanntmach unag.

An der biefigen Realschule 1. Ordnung if zu Michaelis d. J. die | Stelle cines ordentlichen Ledrers zu besezen, als desen Lehrfäter vor- |

zugêweise Französisd und Englis ins Auge gefaËtt sinde während er- wünscht wäre , wenn derselbe auch evangelischen Religionsunterricht ertheilen könnte. Das Gehalt der Steile beträct 600 bië $800 Tblr. ¡ähriich. SBeeignete Bewerber wollen sich unter V-rlegung ihrer Zeig- nisse vinnen 3 Wochen dei uns melden. CaffflÆœl[; am 12. Juni 1871. Das Kuratorium der Realschule 1. Ordnung.

| [1911] Bektanntmahung. Die mit 1500 Thir. dotirte Stelle des ersten Búrger- | meisters hiesiger Stadt èrird zum 1 Oktober d. I. durch den

Rücktritt des bisherigen Inhabers derselben erledigt. Bewerber, welche die Qualifikation für den höhern Verwaltungê-

bei dem Stadtverordneten-Vorsteher Herrn Justiz-Rath Kroll hier einzu- | reien. (a 344/60)

Thorn, 12. Juni 1871. Der Magistrat.

Dic gemäß unserer Befanntnnahung vom 10ten Mai cer. an jedem Sonn- und Festtage zwischen Ber- lîín und Erfner beförderten Extrazüge werden an! Juni er. wegen Mangel an Wagen nicht abc classen 1verden. I 2 Berlin, den 14 Juni 1871. Königliche Direktion der Niedersch@lesisch - Märkischen Eisenbahr.

Deutscher Neichs-Anzeiger

und

Das Abonnement beträgt A Thlr. 7 Sgr. G Pfg. sür das Vierteljahr.

Insertionspreis für den Uaum einer Drukzeile Dz Sgr.

-

Alle Post - Anstalten des In- und Auslandes nehmen Seftellung an für Berlin die Expedition : Zieten- Play Nr. 8. a

M 39.

Berlin, Sonnabend den 17. Juni; Abends (Qweite Ausgabe).

1871.

A Ma D at a] D M i E , , , Die nächste Nummer des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers ersheint morgen, Sonntag Abend.

B V A E

Königreich Preußen.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Den Regierungs.- Rath Seelmann in Magdeburg zum Ober-Regierungs-Rath; und

Den Pastor Otto Carl Friedrich Rühle in Neustettin zum Superintendenten der Synode Neustettin, Regierungsbezirk Cöslin, zu ernennen ; so wie __ Den Domänenpächtern, Ober-Amtmann Busse zu Ham- mer und Ober - Amtmann von Doetinchem zu Helfta, den

| Charakter als Amts-Rath zu verleihen.

ch habe den mit Jhrem Berichte vom 24. d. M. eingereichten

Tarif, nah welchem das Bohlwerksgeld in der Stadt Wollin zu er-

heben ist, mit dem Vorbehalte einer Revision von fünf zu fünf Jah- ren genchmigt und lasse Jhnen denselben hierbei vollzogen zur weiteren Veranlassung wieder zugehen. Der neue Tarif soll mit- dem 1. Juni d. J. in Kraft treten. Der gegenwärtige Erlaß ist mit dem Tarife (a) durch die Geseß-Sammlung bekannt zu machen. Berlin, den 5. Juni 1871. Wil h elm,

Gf. v. Jhenpliß. Camphausen. An den Minister für Handel, Gewerbe und öffentlihe Arbeiten und den - Finanz-Minister.

a. Tarif, nah welhem das Bohlwerksgeld in der Stadt ollin zu erheben ist.

An Bohlwerksgeld ist bei Benußung der der Stadt gehörig:n Bohlwerke zu entrichten: 1) von einem kleinen Fischerboote oder von einem sogenannten Lugger 6 Pf., 2) von einem offenen Flunderboote und von einem Pultnerkahne 2 Sgr. , Tuckerkahne 3 Sgr., 4) von einem Zehsenerkahne 4 Sgr., 5) von einem Quaßnerkahne oder von einem sogenannten Tischdrewel Í Sgr , 6) von einem offenen Härings-- oder Lachsboote und von einem Holz-- oder Torf-Prabme 3 Sgr. 7) von einem Dampfschiffe für jede volle Last der Tragfähigkeit 1 Sgr , 8) von anderen Fahrzeugen: a) bei einer Tragfähigkeit von weniger als einer Last 1 Sgr., þ) bei einer größe-

| ken Tragfähigkeit für jede volle Last der Tragfähigkeit 1 Sgr 6 Pf.

Nähere Bestimmungen. 1) Von dea unter 1, 2, 5, 6, 8a. bezeichneten Fahrzeugen ift nur die Hälfte der obigen Säße und von den unter 8B, bezeichneten find nur 4 Pf. füc jede volle Last der V'agfähigkeit zu entrichten, wenn von denselben weder gelöst, noch geladen, roch Handel getrieben wird. 2) Werden die Bohlwerke nur Gab, Verholen benußt, so haben die der Vermessung unterliegendén

ahrzeuge nur 2 Pf. für jede volle Last der Tragfähigkeit, alle übri- fen nur den dritten Theil der tarifmäßigen Säße zu entrichten. 3)

erden die Bohlwerke länger als 14 Tage benußt , so sind für jede begonnenen weiteren 14 Tage von den der Vermessung unterliegenden Fahrzeugen 4 Pf. für jede volle Last der Tra„fähigkeit, von. den Übri- zen von Neuem die tarifmäßizen Säße zu entrichten. 4) Die Trag- fähigkeit der Fahrzeuge wird nah preußischen Schiffslasten à 4000 Bfd.

| oder 2000 Kilogrammen bestimmt und aus d n Meßbriefen ermittelt.

Befreiungen. Bol1yerksgeld wird nicht erhoben: 1) von König- lichen oder von solhen Fahrzeugen, weiche auê}|cchließilich Königliche oder Staatseffekten transportiren , 2) von Vöten , Kähnen oder An-

igen, welche zu denjenigen größeren Fabrzeugen gehören, für welche das tarifmäßige Boblwerkageld gezahlt wird.

Berlin, den 5, Juni 1871.

(L. S.) Wilhelm.

Graf v, Ihenpliß Camphausen.

3) von - einem Zollner-- oder

Nichtamtliches.

Deutsches Nei.

Preußen. Berlin, 17. Juni. Auf Allerhöchsten Be- fehl fand heute Nachmittag 4 Uhr ein Gala-Diner im s Königlichen Schlosse statt, zu welchem die Mitglieder des Kaiserlichen und Königlichen Hauses, so wie sämmtliche hier anwesenden Fürstlichen äste Einladungen erhalten hatten, ferner : die obersten Hofchargen ,- die Oberhof- und Hofchar en, die Genexal- und &lügel-Adjutanten, der Hof- staat Jhrer Majestät der Kaiserin, das Gefolge und die Stäbe sämmtlicher anwesenden Königlichen Hoheiten, das Gefolge der fremden Fürsten, die Gesandten, die noch anrwoesenden Mit- pat des Bundesraths, sämmtliche Minister, die gesammte

eneralität und sämmtliche Stabs-Offiziere der einziehenden und der sonst anwesenden Truppen, sowie die dazu gehörenden Aerzte und Geistlichen, der Feldpropst Thielen und dex Bischof: Namczanowsfky, sämmtliche Stabs-O fiziere vom Generalstabe, der General der Kavallerie Freiherr v. ablenz, die Generale von Hartmann und von der Tann, der Ober-Bürgermeister und der Bürgermeister der Stadt Berlin, der Stadtverordneten-Vor- steher und der Vorsigende der städtischen Empfangs-Kommisfion, Stadtrath Risch. Abends findet im Opernhause eine Fest- vorstellung statt.

Die Jllumination der Lauptadi am gestrigen Abend reihte sich der übrigen Feier de Tages in würdiger Weise an. Durch die ganze Stadt, selbst in den entlegensten Straßén , und aus allen Geschossen der Häuser strahilte der Lichtglanz bis in die späteste Nacht hinein, um der Freude über die Heimkehr der siegreichen Truppen Ausdru zu geben. Viele von den Dekorationen und JUuminations-Arrangements waren dieselben, welche bereits bei den früheren freudigen Gelegenheiten zur Anwendung gebracht waren, aber an vielen Buen waren auch. neue geschmackvolle Arrangements getroffen. Die glän- zendste Jllumination zeichnete die via triumphalis aus, und namentlich den zwischen dem Brandenburger Thor und dem Lustgarten belegenen Theil derselben. Die bcrvorragenden Stellen der Ran r0se zwischen dem Kreuzberg -und dem Brandenburger Thor, wie z. B. die beiden Étecurdoaten in der Bellealliancestraße , die Berolina, der: Askanische Plah, die Trophäen am Potsdamer Thor waren durch bengalische Feuer, Gas- und Flammenbecken effektvoll beleuchtet. Auch die gegenüber dem Potsdamer Thor vor der Einfahrt in den alten Potsdamer Bahnhof errichtete Becker'sche Tribüne strahlte in Gaóbfiguren, Transparenten und Ballons. Aber diese Beleuhtung wurde noch weit übertroffen dur die Arrangements, welche Unter den Linden veranstaltet waren. Das Brandenburger Thor strahlte weithin in dem Glanze des elektrischen Lichtes, welches die ganze Umgebung in Tageshelle verwandelte. Bal dem oberen Simse des Thores ließen brennende Pechpfannen die Konturen des Pracbtbaues

in der s{hönsten Beleuchtung Wervantreina, Von Zeit zu

Zeit sprüheten in Raketenform Tausende von Funken boch in die Lüfte. An den Guirlanden längs der Lindenpromenade hingen in dichten Reihen buntfarbige Ballon8, und aus Becken, welche sih auf den die ganze Siegesstraße begrenzenden Tro- phäensäulen erheben, brannten Pechfeuer, due Straße fast tage8hell erleuchtend. Die Tableaus an den Straßenübergängen erschie-