1919 / 70 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

“mande dex- thm teuer cewoidenen Rechte zuguristen

Nuch om 24. März hat in Spoa keine Sißung der Internationalen Waffenstillstandstfommission ftatl- gefunden,

Die deu!\de Kommission erhielt na einer Meldung des „Wo!fff- {en Telegraphe:bürcs" im Laufe des 24. ven der belaischen Dele- gation in einer Note die Mitteilung, daß eiw1 185 deutich- San i- tätsoffiziere und Krarkeiwärter sonie 150 Mann am 28. Vlârz von Brüssel na ch Deutschland abfahren.

In einer englisden Note wurde angekündigt, daß am 28. März eine britische Wirtshaftskommisiion, bestehend aus dret Offizieren, von Côln nah Bayern reisen werde zum Stu- dium der baveri\ben Ern hrungêiage. Die engli\che Kommission bittet, der Kommission alle Erleichterungen für die Reise zn aemäbren.

Die englische Kommission wurke in einer deutschen Note ge- beten, das Sanitätspersonal der deutschen Schußgß- trupven und der deutschen Formationen an der Palästinafront, welches sich zumeist noch in englischer Ge- fange schaft in Aegypten befindet, heimzusenten.

Die deuts®e Kommission legte in einer Note Einspruch gegen das Verhalten der alltierten Besayzungs-

ehörden in der Pfalz ein, we!ce die Durhfühtung einer bayerischen Verordnung über die Beaufsichtigung und Leitung der Volksschulen in der Pfalz verweigern.

Die französishé Kommission - wurde um genauere Nachrichten über die geplante Abbeförderung deutscher |chwervers- wundeter und sch{chwerkranker Kritieg8aetangener gebeten. Zur Abholung des {n Belgien wetlenden deutshen Saniiä!s- personals und zur Heiwbeförderung. der sckchweikranken und sckwer- venwundeten deuischen Kn'egeaefargenen wurde die be'giiche Kom- mi'!sion ersucht, einigen in Eibe:feld und Münster i. Wstf. bereit- stehenden deu!scken Lazarettzügen die Fahrt nach Betgien zu gestatten.

Ter Verireter der deutschen Regierung leate in einer Note neuerdings sharfe Verwahrung ein gegen die Auswei- sung von deutschen Staatsangehörigen aus dem beseßten ltnksrheinisden Gebiet, die nicht vor dem 1. Auzust 1914 dort ibren Wohnsiß batten.

Die Alliierten wurden aebeten, die Ausfuhr von Farben der badiichen Aniiin- und Sodafabrik in Ludwigshafen nach Wien Lees ben, die von der Oester! eichiscch - Ungauischen Bank zur Her- tellung von Bankncten benötigt werden.

Die französi\che Presse bent einen angeblihen Brief des früheren Staatésckretärs von Kühlmann, um die Frage der Landung polniscer Trupyen in Danzig in bejahentem Sinne zu erit\cheiden. Der Vertreter der teutschen Regierung bena ri{ligte die Alliierten, daß nach einer Mit!eilung des Herrn von Kühlmann der Wortlaut dieies angeblichen Briefes völlig erfunden ift.

In der Geschäftsstelle des Auswärtigen Amts für die Friedensverhandlry gen fand vorgeslern eine Erörterung der Fragen bezügli d-es rechtspolitiscen Zusarvertrogs zum Friedensvertraa und gestern eine

sprechung über die d-utshen wirtschaftspolitischen Vnteressen tin den Buolkoanländern slati, soweit diese bei den Fiiedene ver handlungen zu be\üsichtigen si: d. Es wurden an der Hnd von Bexicht-n von Regierung®nertretern die ein- zelnen F'aaen bezlialih NRymöniens, der Tin kei, Bulgariens u"d Serbo-Kröda'lens. 1m einzelnen durhgespr ohen. An der zoh'reih tesuchien V'1sammlung nahmen insbesondere an Vertreter der dort lebenden Deutschen und g! oßen deutschen wirtschaftlichen Unternehmungen teil,

Einer Meldung des „Wol!ffchen Telearaphenbüros" zu- folge r ird ans zvverläßsicer \p nischer Quelle b-richtet, doß in Madrid ous Fernando Po eine Bittschrist von 117 Kamerutner Häup1ilingen eingegangen ist, in der diese auch namens ih er Laadschasten den Könia von Sponlea bitten, r die Nückaabe Kameruns an Deutschiard cinzutreten, Ja dieser Bitisch-ift ird oußerdem betoi t, ‘daß die große Mehrzahl der Kmetuner Engetor- nen den Wunsch dex 117 Hônp!ilinge tell und vur ous Fircht vor der Roche der Enaländer und Fra: zosen diesen Wunsch nichi zum Ausdruck zu bingen wagt

Di-se Bittch- ift, deren au von einem Teil der spanischen Presse berei 6 E wähnunga getan if, und zroar in befürwo?- t nd m Sinne, sielli eiven neuen beme1ik:nswe'ten und werls- vollea Beweis für die Grundlosigkeit der Anklagen w serer Gegner über ongeblih s{hlechie Behandlung der Eimnge- horeuèn dâr. L O Ens

In leßter Zeit givg das Gerücht aktive Offiziere hälten die Nusforerung erhalten, zum 1. April 1919 freiwillig den Abschied zu rehmen, widiige! falls sie zwangsweise pensioviert wü1den. Das Kriegsministerium teilt dem „Wo'ffichen Telegraphenbüro“ mit, baß dies vur auf einem Ms beruhen kann. - Bei der in Aussicht Ftehenden V-rrioger ‘ng unseres Zukunftsheeres muß nawrg- möß elne Anzahl von Offizieren roh n9ch vorhandener Diensttau lich» Fit aussce'd n. Etwa an Offiziere wegen ihres Ausscheidens éraangen: A. fraaën ver felger lediglich den Zweck, die erforderlichen öhl-nmäßi «n Unterlagen für die weitere Behandlung dieser Dageo zu schaffen. Die Ve1sorgungs- und Pensior sgansprüche

er Offiziere behalten wie die der Beamten nach wte vor ih'e volle Gâltigkeit. Augenb! cklich \chweben Verhard'ungen wie dar- über hi: aus den Osfizieren und Beamten, die auf Grund der Heeresverminderung zum Ausscheiden gezwungen stud, die U bércangeézeit .durch geeignete Maßnahmen erleichtert werden kann, Bevor Klärung dieset Fragen erfolgt ist, wird niemand uni Ausscheiden gezwungen werden.

a an E L L L- 1A

Aus Vertretern der Erwerbsloseyausschüsse Preußens, B»yerns, Sachsens, Würktemberas und Badens ist dem Wo!ffschen Telezraphenbüro“ zufolae ein Reichserwerbs- losenaus\{chu ß gebildet worden, der fofort die A-beit mit den für die Ewe böloserfürsorge in Betracht kommenden Reicheämtezn aufgenommen hat.

Vahyern.

Der Aus\chvß für Auzwärtige Angelegenheiten des Landtages hat gestera, der „Staatszeitung“ zufolge, ein- stimmig folgénte Entschließung anaénommen:

* Ger baverische Landtag als souveräne Vertietung des bayerischen

Volkes ‘veitoigt mit \{werer So1ge die Veihayd'ungen des Ver -

asiungsaus'{husses der deuticen Nationalver- ümmlung. ‘Die von tiesem bither gefaßtén Beschlüsse zeig n die deutliche * Atsicht, über dié Viegiervngêvorlagen binaus eine unerträglidße Unttazisierung und Hentralisiervng des Meiches her- (gufüb ren, Payeen stcht treu zum eich, Die bayerische Negierun berdit, jut fung der Neichbeinheit ‘und Yeichsgewalt car h des rers zi! vexzichten, aber die föderative Grundlage des Reichs

-

der Nationalvcisammlung können l1Uebenswichtige Sonderrebte des baverischen olkes nicht einfach aufgehoben. werden ; nur. auf dem Wege der Verstörd'gur a, zu der Bayern die Hand bietet, kann hier eine werden.

Entshicdenen Widerspruch erbebt der hbaverische Larbdtag aber auch gegen das Bestreben, dur unangemesse!e Ausdehnuwg der Zu- ständigkeit des RNe:chs auf fast fämtiichen G bielen des 2 lebens und der fulturellen Betäligung und durch Jnanspruchnabme fast aller bi8her den E!nzelstaaten noch verbliebenen Finan für das Neich, das Feld der etnzeiftaa1lihen Wirkiamfeit so ein-

d bnen ein selbständiges staatitd'es Eigenicben unmöglich

zuenaen, daß wind. Angesicb1s der furcz1barin Not des deuten Volks

2 4 le» - irt aaie:-

F des Meichs, wenn dur grundsäßliche Berschiebung des bieherigen Berþbältrisses zwischen Neich und Einzelstaaten Zwieiracbt in das Volk getragen und die freudige Mitarbeit wertvoller Teile des gesamten. Volks an dem Wieterausbau des deu\'chen Reiches gelätmt wird. eine Gewoltpolitif, die tas & eibst- bestimmungésrccht der deutschen Sigaten außer acht läßt, wird Einheit erzielt. Nur ein Reich, das auf v: m auëgesprocbenen Willen aller &liedstaaten wid fih aus der tiefcn ÉErnierriaung der Gegenwart wieder zu einer besseren Zytunifi emrorarbeiten fönnen. Der bayerische Lar -dtag béaustragt- die baverische Hegierung, die Necbte des hayerishen Volkes im Sinne dieser Ent \{chl'eßurg mit allem Nachdrudck bei der Reichsregierung Und Nattonalver! mln a 1 ve ì Eine Veröffentlihung. der bayerischen Vo!ks8- partei (Zentrum) trust des ganze bayeri!he Vaik auf, sich f

Durch

+

beruti

ELTET Ee

jäh1iaen Freihit und Seltständiukeit, seiner geschichtlichen Ehre und Würde.

„Wir wollen“, heißt es în dem Aufruf, „den Zusawwer {luß der deut‘ den Staaten ouf têrderotiver Gruntloge Mer Forderung aber, daß die deuisden Ginzelf'aaten zu Provinzen des Reiches berakt gedrückt werden un eine etnheit de f weiden wir den äufeisten Wide1 stand die urver:üglihe Em berufung des kann in Bayerns Schiksalsftunde.

Nach einer amtlichen

Poi) VLCLU

enIpegenleBen Lanttags, damit er

Mauorn: don M - 1 Bayern: den Bayern !

der Korrespondenz

G1) L Meldurg

Hoffmann hat die Regierun wi fs Crayold - New ath - umann, nochdem der Soz'a!i-

spracte einstimmia gebilligt hatte, im Eintlang mit

Zentralwir tshaftbamt1s verfügt, und Dr. Otio Nens- rath zum Leiter . dieses Amts mit außerordentlichen

machten in Ausficht ‘genomtäien. 4 v T

Sachsen,

Der Minissterpräsident hat an den bayerischen Min isterpräsideunten ein Telegramm gericdtet, in es laui Meidung des „Wolssczen Telegraphenbür os“ u. a. heißt:

Vom doutigen Zentralrat erbielten wir die Aufforderung zu Besyrechnngen zwischen Bayern und Sachsen über die So. ialisierungs- trage. an der sich. die Negierungtverlreter der Einzelstaaten auch über die Sozia!isienn tfrage autsprcchen und gegebenénfalls Etnwinkung auf tie Neicbsleitung «ausüben können. sein, daß roir es durdaus ‘ablehnen follien, Zentralra's, sofern dieser nit im Widerspruch zur bayerischen Ne

zuhalten. As maßoebend und verbinduch können aber nur Ver-

handlungen zwoisheu den Regierungen erachtet werden. Oldenburg, Der NatiotalversomrlunF& in Weimar sowie der Preußischen

s f

schen Telegrapherbüros“ folgender Einspruch übernmit morD' N:

Die Bestrebungen, welde auf die G deutschen Nepublit abziclen, mhmen crcilbare Formen an. Der Hauptvercin Oldenburg der Deut'en Voiképariet“ crbebt Ein-

\vruch gegen einen tolchen Versu de: Absp!iitciung des wir!cattlich

{

ur duch Zusommenschluß aller nationalcn

einem Augen blik wo niefen Not zu er-

Kräfte der Aufflicg Deutschlands “aus feiner hoffen ist. VBreuten.

Außer den Hansadampfern „Sonnevfels“ und „Weißen- fels“ hoben vorgestern, wie die, ,Wiserzritung“ berichtet, die Hansadas pfer „Aiienfels", „Schwarzer fels“, „Traumfels“ u d „Fa kenfels dea Bremer Hafen verlassen. Die Sga,ifse gchen zunächst nah Eagiand.

J M A Pt O I I U V E S4 M LAES Md É Tr E E U

Ungarn.

Negierenden Rat stehendes Schreiben gerìchtet: A Budapest, 23. März.

Der Präsident der Mepublik sagt in seiner - an cas ungarische

drücke it. Als der Pr: sident der Republik die im Waffen- stilstardévertrag festgestellten Grenzen zur Sprache erhielt er die Antwort. daß nicht mehr von der in dem erwähnten Vertrag festaeseßten Demarkationsiinie die Rede fei, | einer. neueren Ent\cheitung der Evytente, welche decn verfoloe, die ungari\chzn T1iuppen durch eine streng begtienzte peutrale Zone von den 1umänis{hen zu“ trernen und auf diese Wise jede Mögiichkeit eines ZYu)ammenstoßes anszushalten. ‘Daß es sih hier um eine politisde, Guenze hondeln wirde, wurde garnicht erwähnt. Mit der A' sicht der Ge- reciigkeit und der Friedfeuiukeit eifuhe ih im Namen des kom- mandierenden Generals der alliterten Truppen die gegenwärlige Me- gierung, dicser Mitteilung ohne Verzug die größte Publizität zu

verieihen. Gezeichnet Ob. rstleutnant V i x. Gesehen Oberstléutnant Baker, Major Pentimalli, Hauptmann Pommero l.

des früheren Kobine11s sogte Karolyi, wie „Wolsss Tele- araphenbüro“ meldet, alles was ges: hen set, 1ei eine naiur- gemöße Entwicklung, die du: ch die Blindheit und die Bös-

sei h-ute nur noch avf dem Weaà über die Jnteinatiovale zu reiten. Ein jer möge nah Küften dazu beitragen, du bas

das Jutercsje der ungarischen Rasse.

Jn einer Avsprache bei der Verobschiedung der Mi!glieder |

Unüternehmon des neuen Negimss. gelinge, denn dies. fordere H g (l | n E ON a e, : | mittel dur ausgesührte Waren, uud billigie die Maynahme

will es unangetastet wissen. Durch cinseitige (Beseßgebungsakte

zeitgemäße Umgehialtung von daverndem Bestand geschaffen |

7 T on queutnil j

andt ot erahiel } es. der bayerische Landtag als eine eérnîte Gefahr für den Bestand |!

ieine j

wie cin Mar v zu erheb-n zum Schuß? seiner mehr a'é tausént- |

lit ge‘chaffen werden soll, | Mir brant1agen ! eingreifen |! nach den Grundsäßen des Ent- | sierungsausschvß des Lardtegs ihre Pläne nach längerer Aus- | den !

Wünschen des Zentro!rats die sofattige Errichtung eines ;

Vallz j

Dem |

Mir glauben, daß im Staatenaue!chuß die rechte Stelle it, ! Hiermit )oll jetod nich! erklärt | mit Bertrétern des

gierung handelt, besondere -aber- unverbintlihe Besprechungen abs

Landéesocrsammlurag! in Berliti ist lau! Meldung des „Wolff- |

ründungeinerWest-|

Set Q: 1.6 z S et A SYNALLS x U e f 2E fiähtiüsten Til s des Deuch n Reichs. Wir e!blicken tarin den | esten verhängntévellen Schutt avf dem Wege, Teile un)etes Bater- j lands dem En fluß ausländi!cher Mäachle aus8zulieiein und bas in j

Die der uvngaoriscken Regierung zugeteilte Militär- mission der Niliierten bol ocn den Nevolutionä en }

dem Konesponden,bü:.o zufolge nach- |

Volk gerich1eten Piokiomation folgendes: De Mission der | Eni1ente hat erfläit, daß die Demarkalionélinie hinfort als | | politische Grevrze betrachtet wind. Ih muß fo1mell er- fiären, daß dics eine irr'ge Auslegung der gebrauchten Auês-

biacte, |

sonden von | wed |

! Geficrn hielt die Karolyipartei ihre legte Sißung ab, | in der dle Aufiösung der Partei be\chlossen wunde. Die

Nedner beionten unter lebheftcm Beifall der Anw: senden die | Notmer diokeit der Vereinigung oller Kräfte zur Unte! stüßung | pes Revolu!ionä: en Regierenden Nates bei der E: follung |- iner | aroß-n Ausgoben. Auch die radikale Partei hat ihre Auf lösung beschloffen.

Der NRevolulionäre Regierend?- Nat hat obiger Qu:ll» zufolge die Bildung einer auf Nevolutionsdisz1plin | beruhenden neuen Proletorierarmee der vngar!schen | Näte: epublik, einer sogenanit-n Roten ltmee, angeord" eft, die | g 0s den Reihen der organilie! ten

Arbeite schaft und aus dez gege: wü. tig unter den Woffen | fleheuben P'oletarie'soldaten b-r-ht. Die Soldaten der Roten Ilrmee e? halten Veri flegur g, Bekleirung, Ausrüstung und monat l'ch 450 K onen Gebali, jedes ihrer Familienmitagli-der eine Familtenzuloge von 50 Kronen monatlich. Der oberste Leiter er Roten Armeo tit der Reoolutionäre Regierende Nat. Chargen und Nanaunter chi: de gibt es in ber Armee nicht es a:bt vur Befehlshaber und Soldaten. Befehlshaber iv: rden | vom Valksfomm ar sür das K iegewejen ernannt. Jinerhalb der Rot n A mee werden auch A beiter-N servebataillone und | Truppe: Tôrp-rx gebildet werden, Deren Rommardarteri ai | schließlich den Neiben der Ai beiterschast entnommen werd?n, | Anwerh\n( ) Armee hat sofort nach Vei öffentlichung

der Verordyung zu e: folgen.

Eine weitere uno des Nevolutionären Negierenden

| in eifter Linie auf Anwerbu

F DVET

0132

Nates veifligt die Nufstellung von MRevolutions- | g&Erihtfen. Jedes Gericht beßeht ous einem NVo1 sizenden | urd zwei Mitgliedern. Anfiagekomm s} r sowie Pr tokolls

führer we:den von der Mät: reatenmng enannt Die

Revolu! ionsgerichte urteilen über die Fölle. welche die Näte- recierung besor ders vor sie verweist. Das Gei ichte ve! fahren ei folut ohne förmliche Unteisuhun g Und ohne Ai kiagc schr st von Anfang bis ¿um Ende vor versammeitem Revolutions- | gericht, möolihst ohne Unterbrechung. Die B. losteien sind nach der Verhaftung foso1t vor dos Revolwionsgericht zu tellen. Die Erb1ingunga von Beweisen, die Sti [long_ von | Zengen und Sachoe1 siä digen ist Pflicht des Aaklaaekomm fsars. D s Se vosutior 8aericht kany zu jeder Siunde und auch unter f: eiem Himmel verhantiln. Der Beschuloigte kann, wen immer ¿pm Verteidiger wählen, so! st kann das Gericht von Umis einen Veite:diger bist: Nen. Die Entschei ung der S chuldfrage erfolat ia geheimer Ubsimmunz. Die Todisb- arn tur mit einßimmigem Beschluß ea Voisipenden | umd der Mitglieder ve: hänat werden. Das Ui teil ift inappellabel, | Eis Gaadergesvch hat feine auvfschiebende Krat Die vom Nevointionsgericht verhängte Stiafe ist sofo.t nah Veikündigung zu vollsirecken.

| Noch einer Meldung des „Korrespondenzbüros“ hat sich | die Staale polizei aufgelost und sich der neu zu errichtenden Noten Rivolutions01 mee zur Verfüc ung gest Üt. Der Volfs- fommissar für das Polizeiwesen nahm kas Ane: bieten an und forderte die Polizei auf, bis zur Schaffung der Roten Nimee den Sicherheit8dienst weiter zu versehen.

- Laui Meidung des „T'chechisch:-S!owakischen Preßbüros" ist die tihech1isch-slowakischeGeiandtschaft in Budapest von Kommunisten besezt wnden Drei Mill onen Vchechisczer Staotegelder sid bislagnahmt und alle Beomten | verhaftet, ihrèr amilicea und privaten Gelder beraubt und l |

| enen

i. nto | H Use

abceschoben worden; man eiwa'iet sie in Preßburg. Von dort wird ccmeldet, daß ¿or Minister Srchar i! folge | der Exe'giisse in Ungarn das Standrecht über die ganze S lowakei verhängt hat. i

ferner

elt |

| . Großebritarnien unv Zrlaud,

| Jm Unterhaus gab der Unte: st iatsfebretär des Aeußern | Harmsworth- in Erwiderurg auf Auf azen üver d'e Lage in der Ufraine und in Aeuyptea laut Bericht ddl „Nevterschen Bürg“ folgende E llä ung ab:

teilungen machen zu fénnen ; doch! wird beritet, daß die Negierun Petljunas vor den Kräften der 11 sischen tobidewistiiden Negierun

| wsommengcbrocben ift, die in gew!sn Bezirken porgerückt sird. | Odessa besteht keine unmittelbare Gefahr. Es 1/1 nit beabsichti,t, die Stadt zu räumen. (B ifall.) Die -lliierten Stieiikräste unler!

C » T î y Q Ç P E E A x T5) Z 14 f !| steben der Konirolle tes französischen Obe1fommandos, das die a1:

' B Y! L U de ini i Cd CR, M Ht Cents der xage erforderlichen Maktnahmen ergrelst. „ÎNn Aegrpten haite nah allen Anzeichen die Besserung der Lage “an. Wer

äaypien lägen feine neuen Nachrichtezr vor. Die Opposition brachte aviräge zur Mailitäidienftbill ein, N yue au. C Angesichts der jetzigen Vorgänge in fast allen Ländern set eine | Armeestärte von 900000 Mann nit übernichen. Ciust vor dret | Ta cn babe si în Aeuypien „eine Lage entwickelt, die emt | große Getiahr in sch \chlißke und es vôtig “mache, die PHtänner, die bereits zur Demcbumochung in den Häfen angesammels seien, aufzufordein, zu thren Tuuppenkörpern zurüctzutchren, | damit ihre Kameraden nit ermoidei würden. Ganz Aegypien | befinde {h in einm Zuslaud tes Aufrubrs. Cbuchill er inneite tarn an die Vorcärge om Sck&wa1izen Meer, in Unga1n und an der Grenze der kleinen S1aa!en, denen vom Völkerbund Schuß zugesichert nürde, Deutschland habe der Verminderung sciner A mee auf l 0 (00 Mann noch nichi zugestimmt. Wäre es wah! in!id, daf: Deutsälaud zuslimmen würde, wenn England sich im gegen | wäitigen Nugenblick aller scinèt Streitkt äte beraube? Chwchill -sch108 | mit den Woiten: „Wen" wir jeßt, ehe unsere Bedingungen gesichert

H ULvL

liberale

i mehrer? Vei bessern § 7 r 4

Lo. d Churchill ¿rfläile

ernster und verwickilt(x werdin, uniere Streiifiätte abiühien, wüiden | Männec in vier Jahren errungenen Ergebnisse wegwerfen.“

Frankreich.

Die Premierminister der Grof möchie baben dem „Allgemeen Handelsblad“ zufolge bes lossen, über die Beratunoen der Kommissiouen, die sich mit den

T erritorialfragen befassen, keine Einzelheiten medr zu veröffentlichen, bis die gesamte A bit der I bst ckung der neuen Grenzen erledivt ist. Man hofft auf diese Weise zl verhindern, daß der F ind die Ubsichten der Nlliie1ten vorher

erfährt und die nötigen Gegenm: regeln erarcist um ihre Plä'e zu duirchkreozen. Zugliich will wan dam!t S0b töuschungen vorbevgin, sollien in den späteren Phasen dek

M

| Besp ehungen ingendwel{he Aenderu: gin vor genommea werden

willigfeit der Entente besch eunig! worden sei. Er sehe ein, Ungarn |

A

tnüssen.

Der Oberste Wirlschaf!srat stellte nah einer Noutermeituno eine Life der Waren af," die Deutsch!and während des Waffenstiüstaudes nicht ausführen darf, eirigle sich üb:r die Einzelheiien, betr: ffend bie Bezahlung. der Geben

Die gegenwärtige Lage ist zu untlar, um darüber bestimmte Mit

find, in einm Augenblick, wo die Verbälti isse in Europa imm!

wir mit biidêén Höänten alle tirch tie Opfer ven VMillirnen unjcräel |

die den äd chen Fischerfahrzeugen größere Freiheit in den

ern gewährt. In der vorgestrigen. 12. Sizung der Kommisston für den Baltérbann u: d zuglei cideit die Be: atung der Verbcsserunasantiäge für den Entwurf des Völkerbundes abgehalten wui de, wurde über die Ve1besserungs- anträge kfü: die Artikel 9 bis 16 des Völke: bundes beraten, so jeyt zivei Drittel des Entwurfs geprüft worden sind. _— Die 35. und: zugleich leßte Sißung der Kommission für internationale Arbeitergeseßgebung fand gestern umer dem Vorsiß von Gompers siatt. Die Kommission billigie den Arbeitdberiht, der der Friedenskonferenz unterbreitet werden soll.

Die Kammer hat vorgestern die Prüfung der Haus- haltzwölftel begonnen. Jm Laufe der allgemeinen Be- ratung sprachen der „Agence Hâvas“ zufolge Cachin und Ernest. Lafont ihr Bedauern darüber aus, daß das Vo!k und

das Parlament über die Arbeit in der Nohjetoos nicht genügend auf dem laufenden gehalten wnden ESie watfen der Re-

gierung vor, im K ieaszustande mit Rußland zu feia, ohe des- wegen das Parlament und die Nation befragt zu habén, und spräch-n fih gegen jede militärische Jüntervention in Rußland äus.

, Spanien,

Ja Barcelona hat ein Generalstreik den ganzen Straßenbahndienst und die gesamte Jadustrie lahm. elegt. Wie Reuter meldet, ist über ganz Spanien das Ständ: recht verhängt worden.

Serbien.

Ja der vorgéstriaen Sißvng der Nationalversamm- lung sührte der Mi: isierpräsident Protitsch dem „Serbischen Pressebür o“ zufolge levhafte Klage über die noch immér aus- stehende Aaneikennung Südslaviens jeitens de thh ver- bündeten Ententestaäten, au darüber, daß bie südslävischen Benandteile des ehemaligen Oesterreich-Ungain von der Entente noch als feindlicher Boden betrachtet würden. Die Haltung der Entente wede dur den Londoner Vertrag vom April 1915 bestimmt, der Südslavien nationale und staatliche Einheitlichkeit zugunsten eines Verbündeten ausdrücklih absprece.

Dentsche Nationalversammlung in Weimar.

28. Sitzung vom 2%, März 1919. (Bericht von „Wolffs Telegraphenbüro“.)

Am Regtecungstisch : die Reichsminister Scheidemann, Schiffer, Dr. Preuß, Wissell, Noske, Dr. Bell und Dr. David.

Präsident Feh renbach eröffnet die Sizung gegen 3!/» Ühr.

Auf der Tagesordnuog stehen Anfragen.

Abg. Dr. Rießer (D. Bp) führt Beshwerde über Ver - Ege deutscher Zeitüngen in der Pfalz

ur die französishe Besaßungöbehörde.

__ “Regierungsttwtnissar Dr. Haemmer: CLatsächlich. liegen Bltter ‘aus der Pfalz vor mit Artikeln, die ofensichtlich unter dem Druck der franzöfischen Zensur gegen deh Willen der Nedakiionen aufgenómmen woiden find. Die Prefse ‘der J'falz roird fortgeießt {n Ge Meise geknehtet. (Hôrt, bört!) Es handelt fi

um ein systemati\hes Vorgeben mit dem Ziel, die Bewohner der Pfalz dem Reich zu en1frewmden. ie Hegiemung zweifelt aber

einen Augenblick an dier Reid ötreue der Pfalz. (Betfoll.) Eie ertlärt, baf das Verhalten der fianzésick(n Besot ungstebörden

in kflaffendem Wideripruh fteht mit den Grundsäßen des Vöiter- rechis und dem Geist des Waffeustillstandevertrags. (Zustimmuna.) Mir find tin Späa vo1slell'a geworden und heffen, doß Mar\chall

s a N zuständigen französischen Befehishaber zur Nechenschaft

ehen wid. : Bavyeriscbér - Mir isterialdirektor Dr. Wolff: Die boyerishe Reg'eru! g ließt si dieser Eifi@ung an. Die Erinnerung on Frankrei ist in der Pfalz tit Bittéinifssen berknüvtt, vor allem denkt man _án denMoudbrenner Melee. (E ehr ricktig!) Es näre uñdenkbar, daß si hieran ‘irgend e1wäs geändert häben solite. Bayern und die Pal, Gott erhalt's. (Bäifali.) /

bg. Schif fer- Münster (Zentr.) wendet fh gegen die Ver-

hängungd.rVoörzen surt über christiliweGewerkschafts- EEA durch den Arbeiter- und Soldatenrat în

ugsburg.

Gehetmnèr Regierurgsrat Walzer: Unter der Mitwirkung der

Be I des Zentralrats i} mit Wirkung vom 9. März ab die in Bayérn étngetöhrte Vorzensüur tetedér aufgéboben worden. __ Abg. F alt (Dem.) ‘erneuert eine \dhbn früher gestellte Anfrage über ungenügende Versorgung der Rheinlande mit Brotgetreide, Mehl und Fett und verlangt fofortige und dauerúide Vaßnabmen,

Unterstaatsfekretä: Drt. Freiherr von Braun: No immer be- stehen einshneitende Besch1änkungen im Verkehr zwischen beseßten und unbescß1en Gebieten. Dázu ommen roch die be)onderen Ver- kehrösdwierigfeiten im Innern Deutchlands. G eihwohl sind die beseßtey Gebiete keineswegs {leer versorgt worden, als das übrige Deutschland. Weiter sind im Lebenémit1clabkommen mit der Entente über die Belieferung der beseßten Gebiete in bevorzugter Weije Be- stimmungen getroffen worden. ,

Abg. Wel ich (D. Nat.) fordert unverzügliche der im Getängnis in Jelisawetgrad schma Offiziere vom Landiturmintanterieregiment Nr. 9.

Oberst Wa iy: Durh Einwirkung der, Reichsregierung ist es bereits. un en, den Abtrantport fämtlicher in Jelisawe1grad inter- nier'en Militärpérfönet zu erreihen. Sie sind am 26 Feb1uar 1919 in Nikolajew eingetroffen. Der Gesundheitszuständ ist gut. Die weitere Heiinbeförderung ei folgt über Konstantinopel und Gibraltar.

Abg, Aner! (U. o behaubtet, daß die Truppen des Generaib rtêr duch inargelhafte Uebäuwachung den Plünde- rungen in Halle Vorshub geleiftét häiten, und wirst thnen Uninewchlichkeiteh und Ausfchreitungen vor. / :

Major G i7 f a: Die Regiékung i} bestrebt, cine ausreichende Polizei- und Wehrmacht zu schasfen. (Beifall.) Auch von anderen \chweren As r augen in Halle hat die Regierung Kenntnis js

\händ Sehr

reilafsung tenden

enes ichen Grmordutg des Obersileutnants Klüber. ( À . Kunert (U. Soz): Wann wird endlich der organisierte

Meucbelmord aufhören? (Unruhe.) - Major Gilsa: Jch habe meiner Antwort nichts hinzuzufügen. {Unruhe b. d. U. Soz.) : Abg. Quai e (U. Soz.) fragt nah ten geseßlihen Grundlagen dés Eridsses des Mei intstèrs, nah dein jéder, der in lin init dét ‘Wáffe kämpfénd ängetroffen wird, auf der Stelle ershofsen

werden sollte L '

Major-Gi la: Dieser Erlaß ist wieder aufgehoben worden, fobaly die Ordnung in uin eter ergettene war. p f Pt ved iben | é Vétbots der Zettungen F e .

/ jor G ils a: Die boiven Zéit

Bein Kampftage votübttuehenr a

en wurden während bec èên, weil sie iu gemein-

en Sigzung, die für

E A MEER E PR M L R A E R T E"

“ratunu

«n Wirtschattébioaramm kann heute ntemand auft: Uen.

gefährlidzer Weise auf die ohnehin erregte Stimmung eines Teils

der Berliner Bevölkerung eingewirkt batten, (Zustimmung.)

Abg. Haase: Es scheint zum System erhoben zu werden, unseren Fragen auszuweihen (Unruhe,.) In welchen konkreten Tat- sachen hat fich die Gemeirgefährlichkeit dieser Zeitungen offenbart ?

j ajor Gilse: habe auch hier meiner Antwort nichts binzuzufügen. ! Heiterkeit. Großer Lärm b. d, U. Wo uf eine Anftage des Abg. Dr. Noesi ke (D. Nat.) erwidert der Unterstaats\etretär Dr. Freiherr von Braun, daß nach einer von dem Reichéernährungsministerium und dem Zentralrat der Arbeiter- und Soldatemäte getroffenen Vereinbarung die vom Reichsernährungs- ministerium für die Bauern- and Landarbeiterräte erlassene Wahl- órduung únverändert bestehen bieibt. Es find also ‘an Orten, wo solhe Näte gebildet sind, Neawahlen im allgemeinen nicht erforderlich.

Der Nedner erkiärt weiter auf eine Anfräge des Abg. Dr. Obertohren (D. Nat.); Die Regierung habe geteinsam mit der Reichsfleishstelle alle Maßnahmen vobereitet, um die be st - mögliche FUERRA N der ausgedehnten frucht: baren Weiden in chles8wig-Holstein und den angrenzenden Gebieten Nordwestdeutsch{lands zu eén kalin und eine ausreibende Beschickung der Fettweiden au durch. Magervieh aus anderen (Bebteten ficherzustellen.

Abg. Dr. Philipp (D. Nat.) fragt an: Gelegentlih des Generalstreiks in Leipzig ist dêr dortige Dberbürgermeister unter Bedrohung mit militärisher Wafsengêwalt gezwungen worden, etne Zahlungsanweifung von 4009000 auv Mitteln der Stadt LeiÞzig zu geben. (Lebbaftes Hört, hört! Lachen b. d. U. Soz.) Ist dies der Reichsregierung bekannt, und was gedenkt sie zu tun, um in Zukunft solchen Vriß- brauch der militärishen Gewalt zu verßüten?

Säck sischer MilitärbébolUmächttgter, Oberst Schu lz: Die. An- gelegenheit fonte noch nicht zum Abschluß gebracht werden, infolge- dessen kann die }äcbsishe Regierung noh niht eine abschlicßende Amwort erteilen. (Unruhe rechts.)

_ Nunmehr folgt die Jater pellation der Abgg. Groeber (Zentr.), von Payer ( Dem.) und Génosseo, betreffend Ma ß- nahmen für die mittleren und fletheren Gewerbe- und Handeltreibenden. Auf Vorschlag des Präsidenten wird die (nahträglih auf die Tagebordnung geseßte) JFuter- pellation der Abgg. Arnstadt und Genossen (D. Nat.), beireffend Wiederaufbau der während des Krieges flillge- legten en ueshwächten Betriebe, gleichzeitig zur Be- estelit.

Neichéwir: shaftêministér Wiss el1 erklärt fih bereit, beide Snterpellationen sofort zu beantroorten.

Abg. Weplich (D. Nat.) begründet die Intervellation der Abag. Arnstadt und Genossen: Jm Ausland propagiert man mit allen Kräften die freie Wirtschaft, und man s{hmunzelt über unseren Sgzialisierungêtaumel (sebr rich1ig! rechts), dec legten Endes Deutsch- land völlig vom Weltmarkt autschalten wird. (Sehr richtig! rech18.) Durch solhe Maßr?geln hemmt und fesselt man die freie Initiative der tüchtigen wirtshaftlihen Peisönlichteiten, die sih nicht in bte Zwanasjacke der Sozialisierung stecken lassen, sondern fi {ließli genötigt teben, blutenden Herzens ihrèm Vaterland den Rücken zu kehren Lassen Sie ab von einem solchen Beginnen und geben Sie au au e Gebiet tem Tüchtigen fieie Bahn. (Lebhafter Bei- all rets.

Zur Begründung der Interpellation dec Abgg. Groeber (Zentr.) und von Payer (Dem.) erhält hierauf das Wort der Abg. Jrl (Zentr.): Meine politischen Freunde haben {on vor einem Jabre eine Interpéllation ber den Wiederaufbau des selbständigen gewerb- lichen Mittelstandes und Handwerks eingebracht, und vor fast genau einem Jahre ift diese Interpellation im Reichstage schr ausgiebig

besprohen wordin. Fast alles, was tamals von uns zur Begründung votgebracht wurde, trifft heute noch zu; man fann toohl sagen, duch die Revolution und durch die Soziali-

Ferungterperimente haben fch die Aussichten für Handwerk und Gewerbe "eitdem jogar noch vershlimmert. (Sehr rih!ig! im Zentr.) Es befivten \\ch noh erhebliche Robstoffmengen 1m Btsip der Heereëvernwaltung und der Kriegsgefelischaiten, aber ‘cs féhlt an der erechtên Vertéilung. (Sehr wahr!) Den Handwerkern, ote feinerzeit Me1alle und de gleihen abgeben mußten, sollten die Materialien

zum gleichen Preise zurückgegeben weiden. Wan sagt, daß die Reichsbetleidungestelle noch wür etwa 10 Milliarden Täxtilien

haben fol. (Hört, hört!) Dieses Material sollte doch dêm Gewerbe zugeteilt weiden. (Sehr richtig!) Jst die Negierung berrit, den Handwerker gen ossensGa'ten und wirtshaftlihen Berbänden der Vandweikskammern freihändig öffentliche Arbeiten zu übertragen? Die Herstellung der Uniformen für Post und Eisenbahn darf nicht den Betleidungéämtern, jondern muß den Handwerkeigenossenichaften übertragen werden. Gegenüber dem wilden Straßen- und Häusßier- handel muß eingeschritten werden. (Sehr rihiig!) Vor ollem muß dem Handwerk und Kleingewerbe die Kreditveshaffung erlcichtert werden dür staatliche Förderung, der Kret 1;;:nofsenschaften.

Zur Beantworiung der ZJnuipellationen nimmt das Wort der Reichéwittschaftsminister Wis sell: Jn dieser Zeit ist es \{wer, abs{licßend über Fiagen zu \prehen deren Beartwortung ein bis in alle Einzelheiten autgea béitetes Wirtschaft. ¿ziänm borausseßzen würde. Man muß sich über die Zrele der Wirtschaft klar Ss aber T LenNNenN noch nicht êinmal die Grenzen unteres Wütsthaftêgebiets ünd die politischen Zustände, die darin herrshen werden ; niemand weiß, wie die weltwirtschatitliche Stellung unseres Wikti@atsgebiets dur den Fuieden géstaltet werdén wird. Aber darüber können wir \pri hen, was die Ziele unserer Wirtschaf1sführung sind, da ist es O den Zu: von von 1914 wiedèr her-ustellen und jeden einzelnen Betrieb tn eine frühere Wirtfchafisgeltung wieder cinzweßen. Wer das vêrheißen wolite, rwoûrde mit dem Vertiauen des, Voikes cin verwegents Spiel treiben. Die Zertrümmerung d& Wirtschaftslèbens ist niht auf die Nevolution zurückzuführen, sondern eine Folge des Krieges. (Widerspruch rechts, Zustimmung links.) Die preußisde Eisenbatn- veiwaltung hat Aufträge von rund zwei Milliarden Mark gegeben. (Zwischenruf: Nicht für das Handwerk!) Für das Händwerk allein nicht, fondern auch für die Industrie; nur im Rahmen der Gefamt- fürforge kann au für das Handwerk gesorgt werden. Die Neichs- verwaltung hat Aufträge im Wérte von einer Vierteltnill\grde ze- geben. Jm NReichswirtschaftöministerium is der Plan erwogen worden, mit einem Fonks von inehreren Milliärden im grofen Stil Aufträge an das deuts(e Wirtschafts:eben zu E und zwar auch für folhe Zwette, tür die das Reich sc:bst keinen Bedarf hat, die aber sü: die Ausfuhr und 0 Dectung des privateu Bedaifs von Be- deutung Gon Leider hat die außerordentlih angespannte Finanz- lage des Reichs diesen Gedanken niht in vollem Umfange verwirk- lichen lassen, do ist im Demoöbilmachungsamt eine Hilfsktasse je ganerblade Üntérnehmungen €xrihtét und mit 200 Millionen arf auégestattet worden, um die gewerblichen UÜUntetnehmüngen in der Durchfüh1ung einzelner Géesdäfte oder ganzer Betriebe zu unteér- stüßen. Zahlieihe Aufträge dafür liegen au s{chon vor. Das ndwerk ist davon nicht «nggelbtosen; es kann dur seine gañisationen diese Kasse auh in Anpruch nehmen. Beim Neu- aufbau denken wir nicht an eine Fortseßung der bürvkratischèn Méthoden dér Krieaswirtschöft, wir werden vielmehr Selbskver- waltungskörper der einzelnen Crwérb8gruppen schaffen, wobei t3- {üsse für ‘die Bearbeitung der einzelnen jen vorae\tléên find. Nur im Zusaminens{h1uß hegt die Zukunft au Ee, Tir die Beliéferütig dés Handwetks- mit Rohstcffen untd Betriebsinittêln ist ‘gesorgt, und hier sowohl wie bei Lf, iftragsberteiluñg tvird baß orgdnisierie Häntiverk felbst titwirken nie , gestaltung der Wirt\@aft wird zu einer eit der Einfitkt nah Art und Menge zwiren. W Ztoangüwirtfckaft den freien Handel fich étkfälten" l

en Beschtänkühg wit tinter der F olltn, t

mix unverständlich. Nur - wenn wir aus der Nesignation enwaden, werden wir tatfräftig unser Shidsal in die Hand nebmen können. (Beifall links.)

Auf Antrag des Abg. Schulze- Bromberg (D. Nat.) wird Besprechung der Jaterp llation beschossen. i

Abg: Broeb ne (Soz): Es ist nicht wabr, daß die Revolution das- ganze Wirtichattsleben zugrunde gerihtet hat. Das hat der Krieg getan. (Sebr richtig! bei den Soz.) Wir wollen alles tun, um den Kleingewerbetreibenden zu helfen. Mit den Zusicherungen des Ministers Wissell könnte die ganze Nationalversammlung zufrieden sein: Ste geben weiter als die der früheren Megierungen. (Schr richtig! bei den Soz.)

Das Haus vertägt die weitere Erörterung auf Mittwoch, 3 Uhr (außérdbèm Wahlprüfungen und kleiae Vorlagen).

Schluß gegen 7 Uhr.

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Aus dem amtlihen Bericht über die gestrigen Ver - handlungen zwischen den Bergarbeitern und der briti1chen Rey ara wg gee nah einex dur „W. T. B.“ über- mittelten Yéutermeldung hervor, daß Bönar Law seitens der Negierung die Forderung der Berga'beiter äuf cinige Abänderungen der von der Unter'uhungtkommi!sion gemachten Vorschläge zurliclwies, für deren Annahme die WVegierung fich verbürgt batte. Sm :llie, der Führér dez Grubena1beiter, wieder» holte dic schon früher zur Unterstüßung der Forderungen der Berg- arbeiter vorgebrachten Gründe und sagte zum Schluß, daß die Re-

ierung niht soweit entgegengekommen sei, ais fie es hätte tun önnen, stimmte aber zu, daß die Weiterarbeit der Untersuhungs- ommission vielleiht mehr als irgend etwas anderes bazu beitragen fönne, um der Grnbenindustrie Frieden und Wohlfahrt zu schaffen.

Literatur.

Was nun ?, das Februarheft 1919 der Süddeutschen Monatshefte (Preis eite Mark aGtzig, Vierteljahrspreis fünf Mark, Verlag München und Leibzig), tessen Erscheinen fich dur die befanñtén Daa in Münchên verzögert hat, hat folgenden In- halt: Der einzige AuKweg von Dr. Albert ittér-Winterstetten ( Verfasser von „Berlin-Bagdad“); Der drohende Panslawismus; Das Nadikal- mittel von Dipl.-Fng. Go1tfried Feder; Bevölkerungspolitik und Nassenbygiene von Geheimrat Dr. Mar von Gruber, Direktor des Hvgienischen Instituts der Universität München ; Ueber die Lage der deutschen Industrie von Dipl.-Ing. Wilhelm Wittig; Aufteilung voax Grundbesiß ? von Oekonomierät Jul. Hüggelmeyer; Die Not- wendigkeit der Selbständigkeit der Hansastädtè von Phil. Heincken, Generaldirektor des Norddeutschen Lloyd; Nauionalitätenprinzip?

von Erih Brok; Él'aß - Lothringen von J. Heckel; Aufgaben der neuen deutscheàá Auslandsvertretungen von Walter Fre berrn von Falkenhausen, chemals deutisher Konsu! in

Kairo : Deutsland und seine Flot1e von Marineobervfarrer Kon- sistorialrat 2ibert Klein ; Deutschlands Schuld Flandern pon Dr. Friedri Wilbelm Freiberrn von Biising, Professor an dex Universität München : Die Ausfihten der Studierteu von Dr. Josef Hofmiller ; Angel\ächsishe Weltherrshaft von Dr. Karl Alexander von Müller, Per an der Universität München; Was nun ? vom Herausgeber der Süddeutshen Monatshefte Professor P. N. Cof- mann. Die Nundschou enthält : Ueber die Gestaltung von Kirchhöfen von Exzellenz Dr. Ädolf von Hildebrand; Lebeneläufe; Zu dem A vfiap „Die Zermübung der Front“ von Graf von Lambsdorff, (Generalmajor und Kommandeur der 81. Reservedivision ; Briefe über Bücher von Dr. Josef Hofmiller.

Land: und Forstwirtschaft.

Auf dem A rbeitsmarkt für weiblihe Personcn ijt eine Besserung der Lage nit eingetreten. Im Gegenteil bat nach den eingegangenen 4 erihten die Zahl der Arbertslo)en znu- genomznén. Die Zent1alauskunftestelle der Provinz Brandenburg benhiet, daß während in der Zndustrie fich ein starkes Ueberangebot an weiblihen Ärveitäfräften bemertbar macht, auf dem Lande rege Nawbfrage nach weiblihem Personal bestebt. Es wird vertubt, dieses aus den Aibeitä1osen Berlins zu stellen. Der Verband märk \{èr A1 beitsnachweie berichtet, daß; die Unterbringung der fich ins folge starfer Entlassungen weiter verarößernden Zahl weiblicher Ärbeits- losen in häuslichen Berufen zum Teil ershwert wind durch die Ab- neiguug gegen weiblihe Arbeitekräjste, die früher in der Fabrik tätig geweien find. Die Stadt Berlin veisucht, soiche in größerer Zahl àls Schnitterinnen uvd ländlidhes Perjonal herauszubringen. Wo es fich um eine größere Anzahl von verlangten weiblißen Arbeitskräften handelt, Fellt die Siadt Guts» vflegerinnen, die die Eingewöhnung der Mätchen in den land- wirtshafrtliGen Betrieb fördern und, wo nötig, Streitigkeiten zwischen den Arbei1gebern“ und den Arbeitnehmerinnen {lichten sollen, Wo die Einstellung solcher J flegerinnen erreickcht ist, find die Erfahruvgen allgemein bedeutend besser gewesen, als dic Landwirtschaft ursprünglich

annahm. Verkehrsweéfen.

Die amerikanishe Kommission in Spaa macht darauf aufmerksam, daß die augenblicklich gültigen Geseye in den Vereinigten Staaten einen Postverkehr zwischen Deutschen und Amerikanern nicht zulassen. Die Bestim- muvg gilt auch für die Bewohner des besez'en deutschen Gebiets, Die Uebe: mitt!ung vón Hege Geitdanweisungen an cie in amerikanishen Händen in Frankreih befindlichen deutschen Kriegsaefangeren 1 Sache der französishen Post. Die amerifanishe Kommission weist darauf hin, daß die Kuiegs- gefangenen fein Geld in Händen haben hlirfen. *

Neuregelung der Postúberwachung für Groß Berlin. Uin den Postverkehr Groß Berlins mit dein Auslandé zu beshleuni- gen, wird die Postüberwachungsstelle Berlin O. 17 am 31, d. Mts, aufgelöst werden Die Auslandépost Berlins wird von diésem Zeit- punkt ab bei den veriMiedenen Pösitübérwachung#stellèh eht werdèn, die zwischèn Berlin und den Bestimmungs- odèr Abfende- ländern liegen. Dort läßt fich die Dns \{néllér En als es bisher bei dêr Póstliberwachungsstelle Berlin O. 17 mögli war. Auch besteht dort weniger die Gefahr, daß durch besondere Umstände Verzögerungen eintreten, fie in legtér Zeit infolge der Unruhen und der Verkehrsschwierigkeiten in Berlin heuer, vorgekommen sind. Nah dem Anólánd secidhtete Wertbriefe fowie Briefe, denen, um die Prüfung zu ermöglichen, besonder, Untérlagen béizutü en find (es komen vamentlih die Fälle in Bekraht, wo zur Vêr- U Sifeilaing Pee Netchsbänk erforderli ist), können bei dêr Ab D dês Postamts W. 8 anfgelicfert werden, wo sie in Gegenwart des Auflieferers geprüft und verlesen werten, Darüber, wle Erklärungen für die LnA cwahungsstellen in Bricfe n@ch dem Aublande, die atn Schalfet_ odér dúrth den Brief- Yastèn aufgeliefèrt ‘werden, und in bet dér T äufgeliéterte Aus-

landspakete éitzulégen find, ist ‘von "tem

l i : nänzwinisterium (Séêntrale für Postübérwächung) ein Mérkbiatt hera i worden, das bet dèn Postämtein eingésehèn twerden känn. Die Prüfungs- Yitigkéett ver Anhtähümeébdeaintén komt vön 1. April ab in Wegfäll; vie Ptüfuriz findet Knftig ‘nur durch die Pôftkberwbathühgsstellén ftätr. j ¿ - cene mt qa fra F ; s N

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