1919 / 79 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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ale), Kloyg, bisher in Frankfur (Maia) als ¿ta!ied der Eise: bahndirefiion nah Breslau, Ernft, bisher in Efson, als Mitglied der Eisenbabnoirektion nah Caÿel, Woltmann, bieher io Kattowitz, als Mitglied der Eisenbahn- dir: fiton na Berlin, Hallensleben, bieher in Magdeburg, als Miig!i- d der Eisenbahndirektion na Cassel, Konrad Vietel, bisher ia Düsseldorf, ais Vorstand des Eisenbahnbetriebsam1s L nach Stendal, Ludwig Schröder, bisher in Koniß, als Vo'sland d-s Eisenbahnhetriehsamts 4 nah Magdeburg, Vaul Lehmann, bisher in Wongrowitz, ais Voi siand des Eisenbahnbetriebs8am1s nach Königsberg (Neum.), Johlen, bisher in Königsberg (Neum ), als Mitglied (auftirw.) der Eisenbahndireliion nah Kattowi, Herwig, bisher in Stendal, a!s Mitalied (oustrw.) der Eisenbahndirektion nach Münster (Westf.), Falk, bisher in Duisburg, als Miiglieb (auftrw) der Efsenbahndireftion nach Franksurt (Mam), Vleger, bisher in Lyck, als Misglied (auflrw.) der E senbahn» direktion nah Breslau, Haack, bisher in Dirschan, als Mit lied (ouftrw.) der Eisenbahndir-fiion nah Essen, Genz, bither in Osterode (Ostpr.), nah Wittenberge als Vorstand, eines W-rkätt-namts bei der Eisenbahohauptwerksiätte aselbst, Giertz, bisher in Breslau, und Velte, bieher in Düsseldo!f als M tg'ieder (austrw.) der Eisenbabndirektion nah Danzig, Gae dke, bisher in Wi'tenberge, als Vorstand des Eiser bahn- mas%inenamts na Stolp, Weil, bisher in Betdorf (Siea), als Vorsta'd d 6 E'senb h werkstä!tenamis nah O®erode (Oftpr.) uod Fillié bisher in Lauban, als Vorstand des Eisenbahawe1 k- stätt-namts 3 nah Breslau; die Regierungsbaume'ster des Eiserbahnboufahs Schönhorn bisher in Frankfurt (Oder), a!s Vorstand de-s Eisenbahnbetriebsamts 1 nah Konitz, Scotland, bisber in Köniasberg (Pr.), als Vo1stand auítiw) des Eisenhahnbetrieh8amts nah Gotha, Jrmer, ish r in Brombera, als Vorstand (auftrw ) des Eisenbahn- betriebsamis 3 nad Essen, Franz Hartmann, bisher in Olpe, als Vorstand (auftrw.) des Eis-nboh betriebsamts 3 nach Duisbura, Schachert, bish-r in Bochum, als Vor- stand (auftrw.) des Eisenbohnbetriebsamts 8 nah Bez lin, Dr.-Jng. Risch, bisher in B rlin, als Vorstand (auftrw.) d-a Eise: bahnbetriebeamis nach Minden (Westf), Jaeger, bisher in NKoble!z, aur Eisenhahn irektion noch Cöln, Jihannes Schröder, bisher in Katt-wiz, zur E senbahn- direktion nah Breslau, Rothmann, bisher in Cosel, als Vorstand der Eisenbabnbauabteilung nah Göttingen, Karl Pirath, b'eher in Görliß vach Münster (Westf.) als Vors fand der daselbst neu errichteten E!senbahnbauabieiluna, die Negierung2baumeister des Maschinenbaufahs Laubenbeimer, bis%er in Arnsher1 (W-7f.), als Vo-' stand des Eisenbahn- maschinenamts 1 nach Essen, Viftor Niemann, bisher in Hannover, nah U lze7 als Vorstard (auftrw.) des daselbst

neu er'ihteten Ei‘erbhnmaschinenamts, Artur Exner, bisher in Stolp, als Vorstand des Eisenbahnwerkstätten- emis nah Lauban, H»mann Schmidt, bisher

in Essen, nah Osnab' ük als Vorstand eines Werkstättenamts" beï der Eifenhahnhauptw-rkstatt daselbs, Deppen, bisher in Berlin als Vorstand (auftrw.) des Eisenbabnweikstättenamts nach Begtdorf (Sig), Sader, bisher in Nied, nah Neu- münster als Vo' stand eines Werksiöttenamis bei der Eisen- hahnhauptwer?statt daselbst Werner Bergmann, bisher in Frankfmt. (Main), .als Vorstand (auft:w) des Eiserbahn- werkstättenamts nah Nied und Happel, bisher -in Brombera, m Eisenbahnzent'alamt als Abnabmeb amter nah Lüb: ck, owie der Eisenbahnnerkehrsinsp-ktor Strege, b sher in Stettin, als Vorstand des Eisenbahnverkehreamts 1 nach Magdeburg.

Beauftragt sind: die Regierungs: und Vauräte Senst in giaLe (Saale) mit der Wahrnehmung der Ge\schäf!'e eines Obers- avrats bei der Eisenbahndirektion daselbs und Willi Behrens ín Berlin mit der Wahrnebmung der Geschäfte eines Mit-

liedes des Eisonbahnzentralamts daselbst; die Regierungs8- aum-ister des Eisenbahn baufahs Fiiedrih Fö!sing in F'ank- furt (Oder) mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Vors es des Eisenhahnbetriebeam!s daselbft und Hans Schulz n Frankfurt (Ode!) mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Voit stands der Eisenbahnbanabtet ung daselbst.

Uebertragen ist: dem Regierungahaumeister des Eisenbabn- baufah-3 Paul Schröder, Vorstand des Eisenbahnbetriebs- amts Z in Duisbura, die Stellung des Vorïtands des Eisenbahnbetriensamts 1 daselbst; dem Reaitierungs3haut- meister des Eisenbahnbaufabes Frißzen in Düsseldorf die St-[Ulung des Vorstands des Eisenbahnbetriebsamts 2 daselbst; dem Regie-rungsbaumeister des Eisenbahnbaufaches Brandt in B?» lin die Stellung des Vorstands des Eisenbahnbetriebss amts 6 daselbst.

Die nachgesuchte Entlassung aus dem Staatsdienïte mit NRuhegehalt ist erteilt: dem Ober- und Geheimen Baurat Suadicani bei der Eisenbahnd'-rektion in Berlin, dem Re- ierung8- und Bauat Geitel, Vorstand des Eisenbahnwerk-

ättenamts in Ratibor.

Dem Regierungsbaumeister des Eisenbahnbaufaches C hr ist - freund. Vorstand des Eisenbahnbetrieveamts Fulda, ist die nachgesuchte Entlassung aus dem Staatsdienste erteilt.

Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Der außerordentliche Honorarprofe\sor Dr.-Jng. Ober- hoffer ist zum ordentlichen Professor an der Technischen Hoch- schule in Breslau ernanot worden.

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Dem Kauftnann Wilhelm NRodeklamp, hier, Königstr. 67, t die Wiederaufnahme desHandels mit Web-, Wirk- und Strickwaren gestattet worden.

Bielefeld, den 29. März 1919. Der Vorsigende der zur Entscheidung über die Erteilung und Ent- ziehung der Er aubnis sowie über die Untersagung des Handels

errihteten Stelle. J. V.: Heitkamyp.

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Eta t Que s Da8 geaen den Kaufmann Hermann Paetsch, Inhaber der Fiuma Marx Keil Nachfl. in Danzig, ‘auf Grund des l der B-tanutmahuna vom 23. September 1915 , (Reichs- esezbl. S. 603) wez?-n Unzveclässigkeit ausgesprotene Verbot des oandels mit Seife hebe ich hiermit auf Grund des $ 2 i L... Us Danzig, den 30, März 1919. Doc Polizeipräsident. F. V.: Abramvowsk.

Die von heuie ab zur Ansgobe gelanaende Nummer 20 der Preußischen Geseßsamm'ung enthält unter Nr, 11 753 das Gesetz, betieffend die vorläufige Regelung des Staatshaushal!s sür das Rechnungsjahr 1919, vom 1. April 1919. Berlin W. 9, den 3. April 1919. Gesezsammlung3amt.

(Fortseßung des Amtlichen in der Ersten Beilage.)

Krüer.

L R I S A; C O D I

Nicitautliges.

Deutsches Reiche, Preunftem. Berlin, 5. April 1919,

Der Staatenaus\chuß versammelte sich keute zu einer Vollsizung; vorher hielten die Ausschüsse für Rechnungswesen, für das Landheer und die Festungen, für Zoll- und Steuet- wesen, für Eisenbahnen, Post und Telegraphen sowie die ver- einigten Ausschüsse für Handel und Verkehr und für Jußiz- wesen Sizungen. Nach der Vollsitzung fand eine Sizung des Ausschusses für Handel und Verkehr statt.

Auf das vom Zoerntralaut\chuß für den oftdeuischen Heimatsdienst an die Reichsregierung gerichtete Teiegramm über die am Sonntag, den 30. März in ganz Ostpreußen erfolgten Kundgebungen gegen die Abtretung Danzigs und des Weichseltales an Polen ist aestern laut Meldung des „Wolfen Telegraphenbüros“ vom Präsidenten Ebert folgende Antwort eingegangen:

Die mir telegravhisch übermittelte Kundgebung von 1!/, Millionen Einwohnern der Provinz Ostpreußen, worin sie gegen die un- beretizten Ansprüche Polens auf die deutshe Stadt Danzig und die Weichselufer Verwabrung einlegen, findet bei mir und der Reichs- regierung lebhafte Zustimmung. Die P I E ist mit allen ibr zur Verfügung \tebenden Mitteln unabläffig bemüht, in dieser Fraze, die namentli für die ostvreußishen Landesteile eine Lebens- frage ist, die deutscken Interessen mit äußerster Entschiedenheit zu vertreten und wird hierin nicht ermüden. Ich begrüße es mit Freude, daß sie in diesem Bestreben în der einmütigen vaterländi\hen Hal- tung aller Voltskieise Ostpreußens, wie sie auch in der gegenwärtigen Kundgebung zum Ausdruck gelangt ist, eine kräftige Unterstügung findet.

Das Abkommen über die Frage des Durchzugs polnischer Truppen durch deutihes Gebiet ist, wie die deutsche Waffenkillstandskommission durch „Wolffs Tele- araphenbüro“ mitteilt, gestern abend vom Reih minister Erzberger und Mai schall Foch in Spaa unterzeichnet worden.

Die Bedeutung des Abkommens liegt darin, daß eine Landung in Danzig nicht stattfindet. Vor der Unter- Una des Protokolls hat der Re:ch8minister Er-be1ger ie Erklärung abgegeben. daß die Auffassung der Entente über den Artikel XVI des Waffenftillftandsabkommens vom 11. November 1918, wonach fich aus dem Artikel für Deutschland die Verpflichtung ergäbe, auch die Truppen des Génerals Haller über Danzig nah Polen durchmarschieren zu lossen, sich nicht mit der Auffassung der deutschen Regierung dedt. Ferner hat der Reichsminister Eizberger vor der Unter- zeichnunig beim Marsckt all Fo beantragt und die Zusage er- halten, daß Marschall Foch, weil er für Schiffabitefi agen nicht zustärdig it, bei den zuständiaen englishen Sch ffahrtsbehörden empfehlen wird, füc die Dauer des Durchzuas polnischer Truppen durch deu!lsches Gebiet die deutshe Küstenschiffahrt freizugeben. i i

Das Abkommen, das, wie nah hen bereits gegebenen Meldungen der Waffenstillstandskommiision anzunehmen war, ein Kompromiß darstellt zwischen der deutschen Auffassung und dem Standpunkt der Entente, hat folgenden Wortlaut:

T. Aus dem Artikel XVI des Waffenstillstand8abïommens vom 11, November 1918 ergibt sch für Deut\hland die Verpflichtung, den Durhmarsch alliierter Streitkräfte über Danzig zuzulassen und infolgedessen nah der Auffassung der Alliierten auch der Truppen des Generals Haller. E

11. Die deutshe Negierung hat folgende neue Transportwege vorgeschlagen :

1) von Stettin über Kreuz, Nihtung Posen—Worschau,

2) von Pillau—Königsberg und Memel über Kaishen—LWck—

Giuajewo,

3) über Koblenz—Gießen—Cassel—Halle—Eilenburg, und über Franksurt, Vtaina—Bebra Erfurt—Leipzig—Cilenburg, dann weiter über Cottbus— Lissa— Kalisch.

TiI, Die deutscbe Negterung gewährleistet die vollkommene Sicherheit dieser Transpor1wege. Auf der Gegenseite werden Maß- nabmen ergriffen werden, damit die auf dem Transport durch deut|ches Gebiet befindlihen Truppen alles unterlassen, was Unruhe in der Bevölkerung hervorrufen könnte. Die Traneporte werden gegen den 15. April beginnen und ungefäßr zwei Monate dauern. Die be- förderten polnisWen Truppen sind für die Auf1iechterhaltung der Ordnung gemäß Artifel XVI des Waffenstillstandsabkommens vom 11. November 1918 bestimmt.

IV. Die Durchführung der Cransporte wird durch einen Zusaßz- antrag zu diesem Protokoll geregelt. j

V. Sollten bei dem Transport über die von der deutschen Regterung vorgeshlagenen Verkehröswege ernste Schwierigkeiten ent- stehen, welche die deutshe Regierung, nahdem sie von den alliierten und asso¡tierten Regierungen benachrichtigt ist, niht zu beseitigen vermag, so behält sich Marschall Foch, der Höchstkommandierende der alliierten Armeen, das Necht vor, auf die Tr.nsporte zurückzukommen, die in Artikel XVI1 des Waffenstillstandsabkommens vom 11. No- vember vogeseben sind, und zwar nah Ausführungsbestimmungen und mit Garantien, die dur die Internationale Permanente Waffen- stillstandskommission festgeseßt sind.

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Der Oberbürgermeister S a h m, der, wie bereits gemeldet, sich während der Verhardlungen über den Durchzug polnischer Truppen durch deutsches Gebiet auf Einladung des »eichs- ministers Erzberaer in dessen Begleitung btefand, richtete an die Bürgerschaft Danzigs folaendes Telegramm:

Soeben ist das Abkommen in Spaa unterzeihnet, das die Hallerschen Truppen fern von Danzig auf andere Duichmarscbwege führt. Freudigen Herzens kann ih, Euch zurufen: Die Gefahr \{chmwerer Not für Danzig ist glücklih beseitigt. Dank aus ebrliche:n deutschen Herzen gebührt den Männern, die das {were Beschick von Danzig und Westpreußen abgewendet haben. Euer kraftvolles Be- fenn1n18, das Deutschtum bis zum Letz!en zu verteidigen, hat für die Entwicklung der Geschebnisse tiefen Eindruck erweckt. Freut Euch der befceienden Stunde! Ermattet nit, jederzeit frei, mutig und ur erschrocken für das Deut shiam muserer Stadt und unssrer Provir4g mannhaft oinzutretan. gormoijiec Sahm.

Die Verhavdlungeu in Cöln über den Verkanf vou Holz, Kohle, Zucker, Papier und Papiermaîse sind nach einer Vielduna des „Wo!ffshen Telegr aphenbürog“ zu einem vorläufigen Abschluß gelangt, da die alliierte Kanm- mission die von deutsher Seite dargelegten Gisichispunfte dim Oversten Wirtschaftorat berichten muß. Es 11 von deutscher Seite kein Zweifel darüber gelassen worden, daß der Zustand, der durch das Luxemburger Abkommen in seiner gegen- wärligen Handhabung durch Frankreih geschaffen ist, uns möglih andauern fann, wenn wirkflich die Alliierten die Absicht haben, deutshe Kohle als Ausfuhrartikel für Lebensmittelzahiung an die Alliierten heranzuziehen und wenn es ihnen mit einem Wiederaufbau des deutschen Wi:ts \chaftslebens und einer Beruhigung Deulschlands durch ins dustrielle Arbeitsmöglichkeit ernst ist. Die freie Verfügung über die linke- und rehtsrheinishe Kohlenförderung und der freie Austausch zwischen beiden Gebieten ist für uns unerläßlich. Nur wenn dies uns gesichert ist, können wir zuglei zu ch Kohle in Form von Export und deutsche industrielle Arbeit unsere Lebensmittel bezahlen, und auch hierdurch dazu bei L Deutschlands inneres Leben auf einen festen Bodea zu stellen.

Die Reichs leitung hat beschlossen, eine Unterkommisstan der Friedenskommission mit dem Siy in Cöln einzus-ßen, deren Aufgabe es ist, die aus den besonderen Verhältnissen des bejeßzten Gebietes herans sich ergebenden Fragen zu beantworten und wu vertreten. Wie „Wo!ffs Te-legraphei büro“ meldet, ist der Oberbürgermeister der Stadt Cöln, Adenauer,

zum Voisigenden der Unterkommission b:stellt worden. Die Unterfommission wird sich aus he:vorragenden Veriretern des linkerheinishen Wütschaftslebens und der

Arbeiterschaft zusammenseßen. Die Wünsche der einzelnen Jndustriezweige der Landwirischaft, des Handels und der Urtbeiter saft werden in besonderen Fachausshüssen bearbeitet we: den. Alle Eingaben sid zu ridten an die Geschäfte stelle der Unte: fommission der Friedeutkommission zu Häuden des Geheirnen Regierungsrats Dr. Mathies, Cöln (Zeughaussir. 4).

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Dec österreichisch: ungarishe Geschäftsträger Graf Török hat Beriin verlassen. Während leiner Abwesenheit fühit der E L Feitscher die Geschäfte der österreihish-ungacischen BDoischaft.

In mehreren Städten ist in der lezten Zeit der Verïuh aemocht worden, m!litärisde Formationen für eine im April vorzunehmende Militärrevoltie zum Zweck des Sturzes der Regierungs, der Sprengung der Nationalver- sammlung und der Aus1ufung der Räterepubl1k zu gevianen. Laut Meldung des „Wo!ff\chen T l-araphen- büros“ fanden in Magdeburg und Berlin B.sprechunaen statt, an denen neben Soldaten Mitglieder der Partei der Un- abhängigen Sozialdemokraten teilgenommen hoben. Jn erster Linie toliten So!daten des Magdeburger IV. Armcekorp3, dessen Zentralrat an den Eröterungen beteiligt war, und Formationen des XX…I. und XVI A meekorps an dem Unter- vehmen beteiligt sein. Die beiden leßien Armeekorps hatten früher ihren Standort in Lothringen. Die Regimenter de- mobilisierten in Orten, die im Be«irk des IY. Armeekorps3

liegen. Die Leute sind nicht immer gut untergebracht, die Unteroffiziere sind wegen ihrer Zukunft besorgt. Die vor- handene Unzufriedenheit wollen verbreche1 ische politi he

Drohtzicher auznußen, ivdem sie den politisch und wirt\chaftiich wenig erfabrenen Soldaten flar zu machen suchten, es sei nur nötig, die Negierung zu stürzen, um ihnen eine angenehme Zukunft zu garantieren. Das hat bis zu einem gewissen Grade bei einer Anzahl von Soldaten aewin kt, da ihnen der E.folg als ganz sicher in Aussicht gestellt wurde. Nachdem in Viagde- burg der Plan erörtert worden war, ist in den leßten Tazen von den Ve:shrwörern ia Berlin bei Truppenteilen der Ver- \uch gemacht worden, sie zur Teilnahme an dem Haudstreich zu gewinnen.

Der Plan is} der Regierung în seinen Hauplteilen be- fanrt. Für alle Fôlle hat der NReichewehiminister als Ober- kfommandierender Verordnungen getroffen, duich die gewähr- leistet wird, daß jeder Erhebungsveisuh auf das nachdrüdck- lichste unterdrückt werden kann.

Um etwaige Zweifel zu beheben, wird mitgeteilt, daß laut Beschiuß, den die Nationalversammiung bereits im März gefaßt hat, das Neichsministerium folgendes bestimmt hat:

Det e Un Pér offt rege und Un C N PIEE des Beurlaubtenstandes können in die Neichswehr aufgenommen werden und erhalten, auch wenn sie in Vannichatts- stellen verwendet werten, die Gebührnisse ihres Dienstgrades. Für Aufrechterhaltung der Versorgungéan]prühe wird die Militär- verwaltung sorgen. j

2) 30 vom Hundert aller bis 1. Oktober 1919 auszusprehenden Beförderungen zu Offizieren werden Unteroffizieren vorbehalten.

3) Stellen für Miliäranwärter werden mit äußerster Beschleu- nigung freigemaht werden. Auch in die vyeu zu organisierende Polizei und in die Gendarmerie können zahlreiche Unterosfiziere auf- genommen werden.

Wie amt'ich bekannt aemacht wird, is es vorgekommen, daß auf Uciaub befiadlihe russische Kriegsgefangene Wafjen gekaust haben. Es wird nochdiücklih darauf hinge- wiesen, daß es allen Kriegsgefangenen verboten ist in Deutschland Wa|1fen zu kaufen. Alle beteiliaten Stellen sind angewiesen worden, über die vom Urlaub zurückkehrenden Krieg8gefangenen eine genaue Aufsicht in bezug auf das Vorhandensein von Waffen auszuüben.

Heft 3/4 des 17. Johrgangs der Veröffentlihungen des Neich3aufsihtsamts für Privatversicherung nebst einem Anhang, in dem weile:e auf dem Gebiete des Ver- sicherungs8wésens ergangene gerichtliche Entscheidungen abge- druckt sind, ist soeben erschienen. Das Heft ist von der Ver- lagsbuhbhandlung J. Guttentag G. m. b. H. in Berlin W. 35, Genthiner Straße 38, zu beziehen.

Vorgeslern abend fand im Kuppelsaal der Stadthalle in Hannover unter der Leituna des Vorsißenden der Handels kammer, Kommerzienrais Senators Beindorff, eine von

mehreren taufend Personen aller Stände besuchte Versammlung statt. die sich zu einer mahtvollen Kundgebung gegen die Lostrenrung des Saargebiets gestaltete. Nach den mit Beifall aufgenommenen A sfüh1ungen verschiedener Redner wurde, wie „Wolffs Teleaaphenbüro“ meldet, folgende Ent- \chließung etastimmig angenommen :

Viele Tausende in der Stadthalle von Hannover versammelte Männer und Frauen aus allen Ständen und Parteien erheben in voller Würdigung der Geschichte und der wirtschaftlichen Bedürfnisse . Deutschlands wie auch Frankiceihs einmütig energischen Einspruch eger den französischen Plan, das dur und durch deutsdbe Saargébiet h anzueignen und wieder auf Jahre hinaus in wirtschaftliche Ab- ängigfkeit zu bringen. So1che Absichten widersprechen den Bedingungen, unter denen das deutshe Volk im Vertrauen auf das geschriebene Wort seiner Feinde die Waffen niedergelegt hat. Mögen Regierung und Nationalversammlung durch standhafte Zurückweisung derartiger Wüniche und Forderungen Sorge tragen, daß nicht unversöhnlicher Haß gegen wortbrüchige Feinde als Keim künftigen Völkermordens im Herzen des deutshen Volkes zurükbleibe.

Vayern,

Laut Zeitungsnachrichten sollte am 8 April der Landtag zusammentreten. Einer Vieldung des „Woiffschen Telegraphen-

" büros“ zufolge h1t der Zentralrat sofort energishe Schritte

/ in Augsburg einberufenen öffentli

| aufbau des Reiches lähmen.

unternommen, daß tie Einberufung des Landtags ck- aängig gemacht wurde. Der Zusammentritt unterbleivt

: deshalb.

Ja einer vorgestern vom Arbeiter- und Soldatenrat ch n Versammlung wurde, obiger Quelle zufol,e, beschlossen, an den Münchener Zen- tralrat die Forderung zu stellen, die Räterepublik jür Bayern auszurufen und den Unshluß an die un- garishe und russishe Räterepublik zu vollziehen sowie in Augsburg einen eintägigen Streik durchzuführen. Infolge dieses Beschlusses traten gestern die Arbeiter in den Betrieben in den Ausstand. Jm Laufe des Vormittags er- schien eine öffentlihe Bekanntmachung von der revo- lutionären Arbeiterpartei und dem A.- und S.-Rat Augsburg, in der mitgeteilt wird, daß die vorgestrige Versammlung sih mit der russishen und der uyga1ishen Sowjetrepublik und mit dem gleichgesinnten Proletariat solidarisch erklärt und den im Generalstreik befindlihen württembergischen Ges» nossen ihre Sympathie ausdrückt.

Württemberg.

Die am 29. März 1919 in Stuttgart versammelten Vexr* treter der Regierungen von Bayern, Württemberg, Baden und Hessen haben sich mit den Beschlüssen des Verfassungsausschusses der verfassunggebenden deut- \chen Nationalversammlung über das Verhältnis des Reichs zu den Gliedstaa1en befaßt und tehen ina diesen Beschlüssen laut Meldung des „Wolffschen Telegraphenbüros“', soweit sie von der Negierungsvorlage abweichen, eine Uebertreibung des Ein- heitsgedanfens und eine ernste Gefahr für die Erhalturg des Eigenlebens der Gliedstaaten. Die Beschlüsse seien in der Notwendigkeit, eine starke Reichsgewalt zu schaffen, in keiner Weise begründet. Sie seien vielm-hr geeignet, diese zu unter- graben, da fie die Kraft der Gliedstaaten, aus denen das Reich besteht, s{wächen und freudige Mitarbeit am Wieder- Aus diesen Gründen müßten die unterzeihneten Reaierungen fordern, daß zum mirdesten in den folgenden Punkten die Beschlüsse des Verfassung3- ausshusses gebessert weiden :

1) Die Erweiterung der Zuständigkeiten des Neichs darf nur auf dem Wege der Berfassungeänderung erfolgen. Abjayz 1 des Artikels 9 nah den Beschlüssen des Verfassungsaus'chufses in Nr. 27 der Drucksachen des achten Auéscbusses ist daher zu \treichen.

2) Ausdehnung der Reichsau\sicht über die Negierungsvorlage

© des Artikels 14 des Entwurfs hinaus wird abgeiehnt.

ß waltung mu T hinsichtlich der in den Gliedstaaten tätigen Beamten die Be-

E

© ommen über 100 000 # zu erheben, vorbehalten wird.

3) Für die EStellenbeseßung in der unmittelbaren Reichêver- eine verjafsungsmäßige Gewähr datür geschaffen werden,

rufung von Landesangehörigen die Negel bilden joll und Ausnahmen der Zustimmung der Gliedstaaten bedürfen. Gegen die nach den Be- \{lüssen des Vertassungsaus|chusses zu erwartende Verstärkung des preußischen Uebergewihts im Reichsrat haben die unterzeichneten Ÿe- gierungen \chwere Bedenken.

1) Die Verfügung über eigene Einnahmequellen bildet die Vor- auSseßzung für das wirtschaftliche und fkulturelle Fortbestehen der Ginzelstaaten. Die Einkommensteuer muß daher dea Einzelstaaten verbleiben, wobei jedoh das Necht des ichs, Zuschläge bei den Ein- Ferner muß

© an allen übrigen Reichssteuern den Einzelstaaten ein angemessener

Anteil gesichert werden. 5) Die unterzeichneten Regierungen halten die unverzüglihe Auf-

stellung eines Gesanm1programms üer die Oeffentiichkeit der Ein-

\chäßung des fünfiigen

edarfs der öffentlichen Verbände des

© Reichs, der Einzelstaaten und der Kommunal erbände —, die Ein-

leitung von Verhandlungen hierüber und die Ubstandnahme des Reichs von weiteren geießgeberishen Maßnahmen auf dem Gebiete der direkten Steuern bis zum U dieser Verhandlungen für geboten. Sie schließen sih in dieser Richtung dem Schreiben des preußishen Finanzministers an den NReichsfinanzminister vom 19. März 1919 an. B Ï

6) Die Erhtbung und ‘Verwaltung der Zölle und Verbrauhs- steuern muß den Ginazelstaaten, die darauf Gewicht legen, belassen werden. Der Artitel 115 der Negierungövorlage ist daher wieder- herzustellen.

7) Die Aufstellung von Grundsäßen für die Zweckmäßigkeit und Grhebungsart von vLandes- und Kommunalabgaben an das Reich darf nur in den Schranken zugestanden werde, daß Schädigungen der Einnahmen oder der auswärtigen Handelebeziehungen des YNeichs ver-

bindert sowie die innerlihe Verkehrödoppelbesteuerung, \teuerliche

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Benachteiligung der eingefübrten Waren gegenüber den eigenen Er- zeugnissen und Auéfuhrpiämien audgesWlofen werden.

8) Gegen den Beschluß des Verfassungsautschusses, wonach die Neubildung von Ländern aus einem Gliedstaat oder Abtrennung von Teilen eines Gli: dstaats durch einfahes Neichégeseß auch gegen den Willen des betreffenden Gliedstaats soll erfolgen können, muß ent- schieden Widerspruch erhoben werden,

Fur Bayern: Hoffmann, Ministerpräsident. Für Wünttemberg: Bl 08s, Staatspräsident. Für Baden : Geiß, Ministerpräsident. Für Hessen : Ulrich, Ministerp:äsident.

Laut Meldung des „Wolffshen Telegraphenbüros““ fand am 3. April Abends ein Kampf 400 Spartak isten statt, die sich auf der Beraböhe zwischen Gaisburg und Wangen festgeseßt, dort Schüßengräben

ihre Stüpypunkte an den Hängen wurden mit A' tillerie- feuer belegt Auf der Uimer Straße Gaisburg- Wangen lag starkes Feuer der Sparlakisten, bei dem ein Kiod qo tôtet und ein Ri Kind: sowie ein Pofien der S{chsrhel

kompagnie schwer verwundet wurden. Ein Waffenlager in

gegen etwa :

Waldheim bei Wangen, in dem auch Maschinongewehre waren, wurde aus zehoben.

Nach den dem oben genanften Büro zugegangenen Mit- teilungen wird im Lande außer in Staitaart, Böblingen, Eßlinuen und Nürtingen überall gearbeitet, Versuche der Spartakisten, in Um einen Generaistreik zu inszenieren, scheiterten. Der Vorort Wangen wurde gestern nah Waffen durch- sucht. Bis jetzt sind 16 Tote, darunter zwei Anaehörige der Negierungstruppen gemeldet. Vei wundet sind 41 Personen. Das außerordentliche Kriegsgericht hat vorgestern seine Tätiakeit aufgenommen und in mehreren Fällen \{chwere Strafen aus3- aesprowen. Die Regieruna hat beschlossen, daß diejenigen Personen, die gegen den Willzn der Regierung in den Streik getreten find, für die Streiftage feine Bezahlung erha!ten.

Bremen.

Gestern nahmiiiag fand unter zahlreicher Beteiligung, auch seitens des Publikums, die Eröffnung der Bre mischen Nationalversammlung stalt. Nach einer von der Mehr- heit mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Begrüßuags- ansprache des Mitgliedes der einstweiligen Regierung Rhein übernahm Junge von der mehrheitssozialistishen Partei das Altersp äsidium. Ein von kommunisti)her Seite gestellter An- trag auf sofortige Entfernung der militärishen Besazung des Börsengebäudes, in dem die Nationalversammlung tagt, wurde laut Bericht des „Wolffihen Telegraphenbüros“ ab- gelehnt und einem weiteren Dringlichkeitsantrag der Kommu- nisten auf sofortige Aufhebung des Belagerungszustandes die Dringlichkeit abgesprohen. Zum Präsidenten der National- versammlung wurde der Vorsißende der demokratischen Fraktion Dunkel gewählt, zum ersten Vizepräsidenten Klenke von der mehrheitssozialistishen Partei, zum zweiten V1zepräsidenten Lüdeking von der unabhängigen Partei.

Defterreich.

Die deutsh-österreihische Nationalversammlung hat gestern, wie „Wolffs Teiegraphenbüro“ beridtet, in allen Lesungen ein Geseg, betreffend eine besondere Brotauflage im Jahre 1919, angenommen. Danach haben die Grund- fteuerti äger sowie die Höherbemittelten zur teilweisen Deckung der durch die Getireidebeshaffung aus dem Ausland er- wachsenden Kosten Beiträge zu leisten. Der Gesamtectirag der Brotauslage dürfte 105 PVillionen ergeben.

Der P'äsident der Sozialisierur gskommission Bauer berichtete üb:r den Stand der Ärbeiten dieser Kommission und fündigte an, daß die Regierunn der National- versammlung bei ihrem Wiederzusammentrilt nah Ostern drei Vorlagen unterbreiten werde, welche für die Jndust: ten und Produktionszweige, die vollständig zu sozialisieren sind, das Enteignunasrecht " regeln und die gemein- wirtschaftlichen Oigauisationen schaffen, denen die Leitung und Verwaltung der enteigneten uno zu sozialisierenden Betriebe übertragen werden jollen, sowie das Enteignungs- recht der Gemeinden regeln. ‘Bezüglih dec YJndustries betriebe, in denen private Unternehmer unter gesell- schafstlihe Kontrolle gestellt werden follen, . sei ein Gejeß- entwurf, betresfsend die Organisierung der Judustrie, in Vor- bereitung. Für die gesamte Volkswirtschaft werde ein Geseh über Betriebziäte geshaff-n weiden, das der Arbeiterschaft und dea Angestellten der Betriebe eine Mitwirkung an deren Verwaltung verbürgt. Der Geseßentwurf über die Sozialisierung der Elektritätawirtschaft sei fertig.

Der Staatssekretär Zer dit gav eine eingehende Dar- legung der von der Regterung zur wirksamen Bekämpfung der aus der Kohlennpot drohenden Gefahren unt-r nommenen Schriite und ‘berichiete hierbei über seine Ver-

handlungen in Berlin und Weimar. Er stellte mit Ta fest, daß die deutshen Reiche stellen ihre Zutagen sofort verwirklichen; die vereinbarten Kohlen-

mengea winden nicht nur täglih in vollem Maße zur Ver- ladung gebracht, sondern sogar überschritten. (Beifall) Der Staatssekreiär sprach dem Reichspräsidenten Ebert, den deutschen Reichdminiitern und dem Reichskoßtenkommissar für ihr be- sonderes Eutgegenkommen trotz der \% rierinen Lage, in der sich au Deutschland befinde, den 125. unen Dank der deulsch- österreichischen Regierung aus.

Die Nationalve:sammlung beschloß gemöß dem Antrage der Kommission für die Vertretung der beseßten Ge- biete drei Abgeordnete aus Südsteiermark und fünf aus Deutsch - Südtiroi einzuberufen. Bezüglich der Veriretuug Deutschböhmens und des Sudetenlandes unterbleibt eiue Emberufung infolge des ablehnenden Verhaltens der Sozial» demoftraten.

Ungarn.

Laut Meldung des „Uvgarischen Telegraphen: Korrespondenz- büros“ hat der Revolutionäre Negierende Nat die Stellen dec stelloertretenden Volkskommissare avfgehoben und die Volks- lomissariate folgendermaßen verteilt : Vorsitzender: Alexander

Garbai, Junneres, Eisenbahn und Schiffahrt: Eugen Landler und Bela Vago, Landwirtschaft: Eugen Hamburger, Georg Nyißtor und Karl Vantus, Hee1wesen: Bela Kun, Wiihelm Boehm, Rudolf Fiedlev, Anton Haubrih und Bela Szant x

J istiz: Zoltan Ronai und Stefan Ladai, Oeffentlicher

Unterrihi: Sigmund Kunfi, Georg Lukacs, lexander Szabados und Tibor Szamuelly, KAeußeres: Bela Kun, Peter Agoston und Josef Pogany, Arbeiter-

angelegenheiten und Volkswoh!fahrt: Desider Bokanyi und Anton Guth, Deutscher Volkskommifsar: Heinri Kalmar, Finanzen: Bela Szekely und Julius Lengye l, Rumänischer Voikskommissar: August Stefan, Vergesellshaftete Güter- erzeugung: Eugen Varga, Mathias Rakosti, Anton Dovcsak, Julius Hevesi und Josef Kelen.

Großbritannien und Jrlany.

Das Unterhaus hat die von der Arbeiterpartei ein- gebrachte Vorlaae, die für die Beseitigung der für Frauen geltenden Zurücfseßungen eintritt. laut Meldung des „Reute! schen Büros“ in zweiter Lisung einstimmig angenommen,

| Die Voilage hebt den Au: {uß der Frauen von den staat- ausgehoben und 8 bis 10 Maschinengewehre aufgestelli hatten ;

lichen und richierlihen Nemtein auf und erkennt ihnen die- selben Nechte unter den gleichen Bedingungen wie den Männern ju. „Peeresges in their own right“ sollen das Recht er- halten, im Oberhause zu sitzen. Uddison erklärte, die Regte- rung werde feinen Antrag auf Abänderimg des bestehenden Frauenwahlrechts annehmen und werde dié Streichung dieser

arbeit,

Sie nehme indefjen die in anderen Bestimmungen der Vorlage enthaltenen G:rund-

Klausel in der Kommisfion beantragen.

säße an. .

Frankrei.

Der in Paris eingetroffene König der sich gestern vormiitag in Begleitung des Ministers D | Hymars zum Präsidenten Wilson, wo er Unterredungen mil den Chefs der Negierungen über belgische Fragen hatte.

Nach dem diplomatischen Situatioasbericht beshäftigle nh der Nat der vier Neaierun g$2cchefs3 vorgestern vormilliag mit der Adriafrage Nachmittags wurden die jüditanBen Delegierten von Wilson, Clernenceau und Lionbd Seorge empfangen. Orlando haite seinen Kollegen die Gründe dar geleai, weshalb er an dieser Besprechung nit teilnehmen wolle. Die Prüfung der Adriafrage wird mehrere Sitzungen dauein,

Masa tar honanh “B L t 4 L 19

ea Toupern

Die Mitglieder der Finanzkommission des Obersien Jnteralliierten Rats und die deutschen

Delegierten der Finanzkommission segten Freitagnach- mitiag im Schlosse Vilette ihre Arbeiten fort. Bis jet wurden nur tehnishe Fragen, betr. die Ausführung der Enb scheidungen der Brüsseler Konferenz, behandelt. nächiie Zusammenkunft findet voraussichtlih am Sonntag statt.

Ja der Kam mer schlug Rain old vorgestern vor, am fol enden Tage über den Antrag zu beraten, dec die Negierung auffo: dert, die Entwaffnung Deutschlands zu erzielen. Der Antrag lautet:

Die Kammer, die entschlofsen ist, die vollständiae Entwaffnung Deut)\hiands zugestanden zu erhalten, fordert die Negierung formell auf, in der Friedenskonferenz den Gedanken zu unterstüßen und zur Annahme zu bringen, daß Deutschland weder eine Armee noch eine militärishe Organsation, noch irgendeine Art der Bewaffnung beibe- halten darf, und daß in jedem der deutshen Staaten nur zur Aufs rechterhaltung der inneren Ordnung die ¿nötigen Polizei- und Gens darmeriekräfte bestehen bleiben.

Der Präsident De3chanel machte | darauf aufmerk- sam, daß die Verfassung dem Parlament kein Recht verleihe, der Regierung vorher Grundlagen jüc Verhandlungen vor- zuzeih-en. Der Minisier des Aeußeren Pichon anwortete der „Agence Haoas zufolge:

Die Neuterung müsse den verfassungswidrigen Charakter des Vor- {lags nachp üfen, sie billige aber im Grunde den Gedanken und sei enisblossen, eine durchgreifende Entwaffnung Deutsche lands zu erzielen. Deutschland jolle nicht mehr in dèr Lage sein, eine Unternehmung zu beginnen für die es in vollem Maße verantwort- lich jei, und die der Menschheit so teuer zu stehen gekommen wäre. Die Negierung könne nunmehr von der Kammer volles Vertrauen ver- langen. Er werde im Einne des Antrags alles tun, dicfe Grund- säße durchzusezen. Den Wünschen der Kammec solle entsprochen werden. |

Rainold erklärte sih für sehr befciedigt von den Aus- führungen, stellte die Einmütigkeit der Kammer fist uad \hloß mit der Bemerkung, daß eine Äbstimmunz unnötig sei. (Beifall )

Das „Journal du Peup'e“ teilt mit, daß die sozialistish?n Organiiationea fast aller Judustciebezirte Proteitver- ammivngen gegen den Frei)pruch Villains abgehalten haben. Für Sonntaa sei eine aroße Demonstration in Paris geplant. Ja Carmaux sind 5000 Bergarbeiter in den Pegtest-

streil getreten. Rußland.

Die Blätter „Prawda“ und „S-vernaja Kommuna“ melden, daß die Sowjets Rußlands und Ungarns die Verbindung mit den Führern der linfsradiktalen Urbeiterparteien in Rumänien aufgenommen haben.

Die Sowjettruppen sind in die Krim einmarschiert und näßern sih Rostow. Die Sowjetregierung bietet oll:s auf, um den mittleren Bauernstand zum Anschluß an die Kommunisten- partei zu veranlassen. j

Bt MLLC

Statistik un Volkswirts#aft.

Zur Arbeiterbewegung,

Ee e war gestern, wie „W. T.-B.*

erfährt, niht wesentlich verändert. Die Zahl der Aus-

ständigen belief sih bei der gestrigen Frühschiht auf 131 000 vorgestern.

__ Die Bergarbeiter der Saargruben und der 1e sts pfälzischen Gruben sind, wie dem ,„W. T. B“ aus Saar- brücken gemeldet wird, den Abmachungen ihrer Organisationevertreter mit dem franzöfischen Grubenfontrolleur niht gefolgt und haben am 1. April die Arbeit nicht aufgenommen. Dadur sind die getroffenen Vereinbarungen hinfällig.

Am 3. April fanden in Berlin Verhandlungen zwischen Vertretern der Gießereibetrtebe, die dem Gesamtverband deutscher Metallindustriellen angeschlossen sind, und den Metallarbeiterorganisationen statt, um die R-ge- lung der Lohn-und Arbeitsbedingungen für das Gießerei gewerbe Deutschlands auf möglichst zentraler Grundlage herbeizutühren, Hauptgegenstand der Verhandlungen war, wie „W. T. B.* berichtet, die Beseitigung des Atkordlohn\ystems und Einführung von Zeit- bôhnen. __ Außerdem wurden Vorschläge unterbreitet über die gleihmäßige Bezahlung etwa zu leistender Ueberzeit- Regelung des Lehrlingswesens, der Wertkzeugtrage, Gewährung von Ferien umer Fortzaßlung des Lohnes, EGin- führung von besseren hygienisch.n und sanitären Einrichtungen und Aufhebung der Frauenarbeit im Gicßereibetriebe. Die Verbandlurgen haben zu einem endgültigen und abscließenden Ergebnis nicht geführt, da die Vertreter der Gi. ßercibetriebe die ihren vorgetragenen Forderungen der Gießereiarbeiter zunächst 1hren Bezirks- organisationen und dem Ausschuß des Gesamtverbandes deutscher Met1all- industrieller zur Kenntnisnabme und Beschlußfassung unterbreiten müssen. Nach Stellungnahme der Bezirksorganisationen der Unternehmer zu den Forderungen follen die Verhandlungen fortgeseßt werden. Die Unternehmer verpflibteten sih, ihre Beratungen zu beschieunigen, damit di& zentralen Verhandlungen zur Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen im Gießereigewerbe baldigst zu Ende ge{ührt werden können.

_Der Arbeitgeberverband für das deutsche Vers, \siherungs8gewerbe teilt dem ,W. T. B.“ mit, daß die Be- kanntgabe der Vor\chiäge der Versicherungsgesellshaften über einen Tarifvertrag, d'ren Aufstellung wegen der bisherigen außer- o dentlichen Verschiedenheit der Gehaltiysiteme bei den einzelnen Ver- sicherungs8zweigen und Ge'ellshaften sehr erschwert war, in aler- nächster Zeit zu e1warten stebt, so daß tie Verhandlungen über etnen NReichsgehaltstarif demnächst beginnen können,

___ Der erst vor. kurzem im Berliner Gastwirtsgewerbe vereinbarte feste Lohntarif der Kellner, der die Beseitigung der Trinkgelder bezweckte, ist, wie der „Berl. Lok.-Anz.“ mitteilt, von der R S T a os gekündigt worden. Die bisherigai Voreinbarungen haben bis zum 30. Juni Gültigkeit, bis zu welcheê

42 000 gegen