1919 / 123 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

L E ae E E E N

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brbeiten dort etwa hon getroffen find. Aber ih kann das eîne mit- teilen, daß hinsichtlich des Knappschaflswesens bereits vom Reichs-

arbeitsamt die Verbindung mit Vreußen herbeigeführt is, um Aus-

sprachen üßer die Neugéstaltung dieser Dingen berbcizuführen. Und, meine Damen und Herren, das is ja ganz selbslverständlid), daß, wenn das Reich demnächst diese Gesezgebung in die Hand nimmt, es si diejenigen Erfahrungen zunute macen wird, die ‘in den

. Einzelstaaten vorhanden ind , und die Vorazxbeiten , die in den

einzelstaatliden Ministerien gemalt sind.

Und Vorarbeiten in den Einzelstaaten liegen in reichliGem Maße vor, ¡sowobl bei den Bebörden selbst wie in dea Büros der Knappschaflsrereine. Was inebesontere die & nappschafts- vereine anlangt, so haben sie fich in der lehten Zeit con mehr: fah mit einer Véreinkeitlihung und einer Verallgemeinerung ihrer Einrichtungen. über idas game Neid beschäitigt. Jh erinnere in dieser Beziehung an den Freizligigkeitsbertrag, der aivifen den Knappschaftévereinen abges{lossen ist, der die Nechts- verhältnisse der Knappschastsmitglieder regelt und inskesondere in bezug auf die Aufnahme und .den Wesel der Mitglieds{aft einbeit-

Uche Bestimmungen herbeiführt. Eine en!sprechende Aenderung ter

Satungen ist inzwisYhen überall dturhgeführt worden.

Zeitlich fielen mit der Schaffung dieses Freizügigkeitsvertrages die Bestrebungen auf die Beseitigung vereinzelter ver: alteter Bestimmungen zusammen: eine größere Gleid- mäßigkeit in der Verwaltung der Knappschaftsvcreine ist überall die Fokge gereser. 4

Dés weiteren find wir in Preußen bemüht gewesen, eine Ver - schmelzung der Knapyscwaftsvereine berbeizuführen, die Zahl der Vereine zu reduzieren und auf diesem Wege zu einer Vereinheitlihung über größere Gebiete zu kommen. Seit dem Inkrafttreten des Knappschaft8gesetes, also seit dem 1. Januar 1908, ift die Zabl der Knappschaftsvereine von 70 auf 45 heruntergegangen. In derselben [Richtung wirkt au die Neubildung der Knap p- shaftsrücktversiherungsanstalt, die eine größere Ver- einhcitlihung und Bessezung des Knappschaftswesens gebracht hat.

Jh erwähne weiter, daß wir in der Zentralbehörde bemüht gewesen sind, eine große Reibe von Saßungsänderungen oder wenigstens von Vorslandsbeschlüssen herbeizuführen, tur4) welche dle Bezüge dcr Knappschaftévereine an diejenigen Fesiseßungen angenähert wurdendie in der Kranken-, Inyaliden-, Hinterbliebenen- versiwerung nach der Neicksversicherungsordnurg festgeseßt worden sind, J

Bon verschiedenen Vorrednern ist die Frage der Knappschaf18- pensionen gestreift und gewünsccht worden, daß ihre Erhöhung eintritt. Jh gebe zu, daß auf diesem Gebiete heute Miß- verhältnisse bestehen. Aber, meine Damen und Herren, Sie wollen bedenken, daß man bisher grundsäßlich in dem preußisck{en® Knappschast2gesez Abstand gencmmen hat, von Gesctzes wegen Vor- schriften über die Höhe der Pensionen zu erlassen. Ob der Zeitpunkt gekommen ist, wo auf Grund ter gemach(ten Erfahrungen diesck Standpunkt verlassen werden muß, das wird ebenfalls Gegen- stand der Prüfung sein, wenn jeßt das Neich im Benehmen mit den Einzelstaaten an eine Neform der Knappschaftsgesege herantritt.

Also wénn nad Vorarbeiten gefragt wirt, . so ift, glaube i, geräte anf dem Gebiete des Knappshaftswesens eine große Menge Material vorhanzen, das in zweckmäßiger Weise benußt werden kann um die beftelenden Zustände zu verbefsern. 4

Aehnlich legen die Dinge in bezug auf den Bergarbeiter- \chuys. Einer der Herren Vorrcdner bat von der Verschlechterung auf dem Gebiete des (B-sundheilëwesens und von der Vermehrung der Zahl der Unfälle in der leßten Zeit gesproden. Ich gebe tas zu. Aber er selbsi hat doh \ck{cn ‘darauf hingewiesen, daß zu einem niht unwefent!ihen Teile die Vershle{terung der Gesundheitsver- bältnisse auch durch die mangelnde Ernährung herbeigeführt wird, und feine Geseßesbestimmung wird uns über die Zustände Finweg- bringen, die wir darin haben. Darin wird eine Besserung €rst ein- treten tönnen, nenn die Zufubren größer geworden sind; was dar- über hinaus ges{heßen kann, wird ebenfalls. ernstlich - geprüft werden.

Aehnlich liegen die Dinge auch in bezug auf die Unfälle. Auch hier hat der Krieg in mnannigfaltiger Weife cirgewirlt. Ein- mal sind die Materialien fehr viel {ledter gen orten. Ins- besondere auch hinfichtlich der ZünteinriWtungen find die Materialien nicht mebr so wie früher; andere Erplosivstofe mußten gebraucht werden, mit denen der Bergarbeiter zunächst nit so umzvygehen wußte wie mit dem Material, daß er von früher her gewöhnt war. Dadurch ist eine PNeihe von Unfällen berbcigeführt worden. Ebenso ist es mit der verschlechterten Handhabung der Sicherhcitslampcn. au bier find Cxplosionen hervorgerusen roorten, die mit den Zeit- Läuften zusammenhängen. :

Nicht anders liegt es in bezug auf die persönliche Seite der Frage. Neue Kräfte find in die Bergbctriebe eingesleß1 werden, die unerfaßren waren, und da ist es ja von selbst gegeben, daß au hier die Zahl der Untälle in die Höhe ging. Aber, meine Herren, das kann ich Jhnen zusagen, daß die Erfahrungen. die wir binsichtlich der Unfälle gemacht haben, soweit ti? Preußische Regierung auf bes Reich einwirken kann, bet einer Neform des Bergwesens, wie sie im Neiße jeßt bevorsteht, werden nußzbar gemacht werden.

In diesem Zusammenhançe find von den Herren Nednern noch man&Ferlei Wünsche zum Ausdruck gebracht worden, so in bezug auf die Fravenarbeit. Gewiß, meine Herren, jeder ven uns möchte wünschen, dos: insb2ondere die Ausnahmebestirimunzen, die wir wegen der Kriegsverhäitkisse in bezug auf die Fraueauarbeit gegeben haben, fo bald wie mögli beseitigt werden. Eb gesciebt dies, wo nur immer Arbeitskräfte sonstiger Art vortarden sind, um die Frauénarbeit zu ersegen. Ebenso liegen die Dinge binsihtl:ch der Arbeitszeit. Ic erkenne an, was die Herren Vorredner gesagt haben in bezug auf die Schroere tes Berufs und der Arbeiten, die der Bergarbeiter leistet. Wir sind uns der Pfliclten bewußt, die der Staat dieser Arbeiterklasse gegenüber hat, die eine fo unendlich wichtige Funktion in unserm Wirtschaftsleben ausübt, Aber auf der andern Seite beruht n1n einmal die Wirts{aft zum allergrößten Teile auf der Arbeit des Bergarbeiters, auf der Produktion von Kohle und (rz, und die übrige Wirtschaft muß verdorren, fie kann auch dem Berg- arbeiter .nits leisten, wenn feine Kohle vorhanten ift, wenn er n!(t durch deren Förderung die Wirtschaft im Betriebe hält. Dedswrezen

ist es nit mögli), mit cinem S}lage alle derartfyen Wünsche zur Durchführung zu bringen, eine ungemessene Verkürzung der Arbeits-

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zeit- herbeizuführen, dle eben das allgemeine wirtschaftliche Leben zum ECrliegen bringen würde und damit am legten Ende auh dem Berg- arbeiter selber die größten Schädigungen bringen muß. Das, wa3 verständigertoeise auf diesem Gebiet geschehen kann, wird geschehen. Ich kann den Herren verspreden, daß wir, au wenn die Geseß- gebung auf das Reich übergeht, von Preußen ‘aus das unsrige tun werden, was wir nach dem Gesagten dem Bergarbeitersiande \chuldig stnd.

Nun, meine Damen und Herren, die anderen Interpellationen, die sich auf die Vorkommnisse an der Saar bezichen! Ja, die Dinge, die diesen Jaterpellationen zugrunde Uegen, sind uns bekannt. Von Anfang an hgken ja die französisGen Besatungs- behörden des Saarreviers iusbesondere in den Bergbau eingegriffen. Ueberall wurden auf die Gruben von dem eingerihteten service des mines französishe Offiziere gcseßt. Diese Offiziere waren fast über- all bergmännisch vorgeschulte Leute, sie untercihteten sich über die sämtlichen Vorkommnisse des Betriebes und griffen insbesondere an allen Eten und Enden in die Verwaltung ein.

Nun kam es zu jenem Streik, von dem die Herren Vorredne gespreden baben. Einer der Streikgründe war die Versagung der achtstündigen Arbeits\{icht. (Es ist hier die Frage aufgeworfen und der Verdacht ausgesprchen worden, als ob die Verwaltung unserer preuf.ishen Sagrgrüben die. französische Einmischung vielleicht nit

“wigern gesehen hätte; ja, meine Damen und Herren, ih habe sogar

verher von diefer oder jener Seite zugeraunt bekommen : vielleicht habe die. Bergverwaltung geradezu das Eingreifen der Franzosen beraufbeschworen. Jh muß: tas mit aller Entschiedenheit zurük- weisen. (Zuruf.) Nein, das leßtere haben Sie nicht gesagt; ih habe gesagt, Herr Kosmann, daß mir von anderer Seite wiederholt so elwas zugeraunt worden ist. Ich muß darauf hinweisen, daß im November den Saarbergleuten s\taatlicherseits der Achtstundentag zugesagt wordenwar. Wir konnten ihn im Augenblick nicht einführen, weil die Fahrpläne der Arbeiterzüge erst darauf eingerihtet werden mußten, damit der Arbeiter entsprehend ¿zur Arbeits\tätte gelangen und von der Arbeitsstätte megkemmen kenrte. Das follte zum 1. Januar geschehen, und es war die Absicht der staallichen Verwaltung, am 1. Januar die Agistunder {iht dur(zuführen, wie wir sie allgemcin unserer ‘Arkcitersckaft zugestanden hatten. Da kam das Ein - greifen der Franzosen, die sagten: bei uns arbeiten die Verçeaibeitér 94 Stunden, dann werden wir nicht dulden, taß hier nur 8 Stoynden gearbeitet wird. Es sind Fragen der Löhnung hinzugekommen, die, \{ließlich diesen Bergarbeite1streik hervorriefen. Meine Damen und Herren, cin außerordentlicher Uebelstand, ber ih für uns in der Zentralve1walturg geltend mat, ist der, daß wir mit der dortigen Direktion in fo ungenügendem Maße in Verbindung treten können, und daß es uns ungemein er- {wert ist, von hier aus einzugreifen und eventl. Anweisungen hinzugeben. Aber sobald nir, sei es von der Direkiion, sei es auf anderem Wege, au durch Mitglieder dieses. hohen Hauses, Wünsce der Beraarbeiter mitgeteilt sind, ist ibnen nackchgegargen, und es ist auch bon uns aus angéordnct worden, daß eine entspredende Lohnerhöhung Play greifen sollte. Wir haben, dax uns gesagt war, daß die Berg- arbeiter ah einer einmaligen Zulage verlangten, auch die einmalige Zulage, ohne daß sic crst vom Saarrevier" selbst aus beantragt war, in derselben Höhe von bier aus bewilligt, wie sie kurze Zeit vorher an der Nuhr den Arbeitern gegeben trar. Freilihß gelangte eben wegen der schlechten Verbindung die Nachricht davon vielleicht zu spät nach Saarbrüen. |

Es. kam zum. Streik. Die Dinge haben si dann so abgespielt, wie sie Herr Koßmann ‘und- Herr Zörgiebel uns geschildert haben. Die französishen Anordnungen ergingen, und auf Grund dessen wurden die Bergarbeiter verlaftet, vom Hof, vom Fcld, aus ihrer Häuslichkeit heraus, ja, wic Herr Zêrgiebel sagte, Kranke \ind fest- geseßt worden, darúber Hinaus sind sogar Leute, die im Bergbetrieb gearbeitet haben, beraufgeholt und eingesperrt worden. 21 Mann wurden zu sckwcren Strafen von 2 bis 5 Jahren verulteilt, 200 Mann unter den entwündigendslen Unistärden über die Grenze» g-schoben, sie wurden nah Worms gebracht in das chemalige Nussenlager, dann über die Brücke linreg - abgeschoben. Meistenteils waren Schwarze die Vegleittrvppen. So wurden sie avf der rcchten Seite des Nheins fern von der Eisenbahnstation auf freiem Felde [osgelassen. Sofort hat sich die deuts%e Waffenstil- stantsfommission. auf unser Ansuchen mit diesen Dingen be'chästigt und eine Protestnote abgesandt. Aber es ist uns hicr gegangen wie so oft: eine Antwort ist nicht eingetroffen, und wenn einer der Herren Vorredner yesagt hat, wir sollten mahnen nun, ih habe den Eintruck, wir vergeben uns {ließli etwas damit, denn eine Antwort bekommen wir doch nit. Da blcibt für die Preußisché Staatéregierurg in diescm Augexbiick nick&ts übrig, als rah Mög- l:Mfeit das Unrecht von hier aus auszutilgen, Unterstühung zu ge- währen und Hilfe zu bringen. Ja dieser Beziehung glauben wir das unsrige getan zu haben, und soweit wir weiterhin helfen!können, wird es gesehen. Wir haben die Leute, soweit sie an den Staat heran- traten, sofort auf den staatlidien Bergwerken im Nelingbausener Bezirk angelegt, andere {ind auf die privaten Gruben „Concordia“, e DeuischerKaifer* gekommen. Wir baben, wo si dieLeute an un3wandten, ihnen bercitwill)gst Reisegelder gegeben, damit sie zur Arbeitsslätte ge- langen Tonnien. Gs if auch richtig, was einer der Herren Vorredner sagie, daß ein. besonderes Prhell durch diese Maßregelungen seitens der Franzosen über die“ zurücbleibenten Familien der Bergleute ge-

fommen ist, Wir habea ‘die Bergwerkodirektion in Saarbrücken an-

gewiesen, daß sie, wenn d'e Leute nicht in der Lage sind, ihre Familie zu unterstüßen, von sch aus aus Staa!smilteln Unteislüßzungen an diese Famizien zahlt, (Bravo!) Es ist uns bekannt geworten, daß die Leute, die im Nuhrrevier angelegt waren vielfach dabrüber geklagt haben, baß sie kein Geld, Fâtien, um ih ein neues Hemd oder sonstige Bedarfsartikel im Augênblick kaufen zu können. Wir haben den Negicrungsgräsidenten in Düsscldorf eire Summe zur Verfügung ge- stellt, aus der er n jeden einzelnen bis ¿u 100 an Unterstüßung sofort zahlen kann. Sie wollen daraus schen, daß wir urs nach Möglid keit in der Richflung der Wünsche, die hier ausgespro-hen worden find, bewegen. A / i Wenn uns bier. nun noch Fülle mitgeleilt ivorden find, die einen Redakteur odér ‘andere Personen“ betreffen, so kann ih tarüber nit urtcilen. Es lag nir nur die Bergarbeiterintei pellation vor. Ich saun aber mitteilen, daß bie Slaa!s1egierung, da auch, wie ganz richtig gesagt werten isi, aus avdreen Berusskreisen mehr und mehr

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Ausweisungen aus dem \nkörheiniscGßen Gebiete erfolgen, beschlossen hat, daß in ähnlicher Weise, wie es für die verlriebènen Glfaß-Lothringet geschehen ist, ein Hilfswerk in die Wege geleitet werden soll. Wi wollen auf der rechten Rkeinseite eine EinrichU1ung treffen, dur Y die hinübergeshobenen Ausgewiesenen Aufnahme finden, die dann weiter dafür sorgen kann, wo fie ein Unterkommen und wo fie Arbeit finden, und die ihnen Unterstüßungen gewährt. Wir glauben, daß planmäßig so nach allen Seiten hin das Nöôtige geschaffen wird, und daß daun ‘solche Fälle nicht mehr vorkommen können, über die sich vorher Herr Koßmann, wie ih zugebcn will, mit Ret beklagt Lat,

Dann nvch ein paar Worte zu Einzelwünschen, die hier hervor« getreten find. i

Es ift üher die ßesondere Not geklagt wordenck die an der Saar unter den Invaliden wegen der geringen Höhe der Knappschafts. bezüge Play griffe. Jch will zugeben, daß hier Noi vorhanden ift, Aber auf der anderen Seite müssen wir doch in Betracht ziehen, daß zu den regelmäßigen Bezügen auf Grund einer Neihe von Vêr,- orduungen nah und nach {on erbeblihe Zulagen gewährt worden sind. Troßdem haben wir es in neuerer Zeit für" richtig gehalten, die Finanzverwaltung wiederum für besondere Zuwendungen an die Berginyaliden und die Hinterbliebenen im Saarrevier in Anspruch zu nehmen. Jch kann zu meiner Freude mitteilen, daß mir der Herr Finanzminister wiederum zu einmaligen Zuwendungen von 50 4 an_die Invaliden, 30 6 an die Witwen, 20.46 an die Ganztwaisen, 10 4 an die Halbwaisen einen Betrag von 850 000 Æ zur Verfügung gestellt het, und daß cx mir weiter über die {hon bewilligten laufenden Unterslüßungen hinaus einen Betrag vön 1 250 000 #4 für das Jahr bewilligt hat, um den Bergtinvaliden und den Hinterbliebenen der Saarbergleute wcitere laufende Unterstützungen zuzuwenden, wie fie hier gewüns{t worden sind. (Bravo!) Ich hoffe, daß au dag dazu beitragen wird, um unserer braven Bergarbeiterbevölkerung an der Saar- das Bewußtsein beizubringen, daß die deutsche und preußische Heimat sie nicht vergessen hat.

Noch cinige Worte über den Einzelfall des Maschinenstelgers Janusche?, den Herr Koßmann zum Gegenstand der Betrachtungen gemad)t hât. Dieser Fall ist mir bekannt. Herr Januschek hat mir am 27. Mai eine Beshwerde zugehen lassen, in der er den Fall schildert. Ich stehe keinen Augenblick an, zu erklären, daß ‘wenn die Dinge fich so zugetragèn haben, wie Herr Januschek sie darstellt, Wandel geschaffen werden muß. Sie werden es natürli für richtig halten, daß ih den Fall zunächst untersuche ; sollte sh die Sache so augetragen haben, wie bchauptet worden ist, dann wird die Ver waltung selbstverständlih das Erforderliche veranlassen. (Bravo !- im Zentrum.) j

Meine Damen und Herren, ih babe Jhnen darzulegen versuckt. daß wir nah Möglichkeit tun, was in unseren finanziellen Kräften steht. Aber natürli bat jedes Ding auch seine Grenze. Wenn Sie gütigst berüctsihtigen wollen, daß wir im Jahre 1918 -— also zu einer Zeit, als zum großen Teile noch nit die heutigen Schwierigkeiten beim Bergbau an der Saar vorlagen statt der 12 Millionen Uebershüfse, mit- denen in unserm Etat gerechnct war, einen Verlust von 32 Millionen Mak hatten (hört, hört!), also ein Defizit von 32 Millionen,. statt des exhofften Uebers{husses von 12 Millionen —, dann werden Sie mir zugeben, daß natürlih au Grenzen für unsere Hilföbereitshaft gezogen sind. Aber so weit es mögli ist und die allgemeinen Verhältnisse des Staates es tragen können, werden wir auch weiterhin das Unsrige tun, und ich hoffe, daß aus den Verhandlungen, die wir heute führen, eine Beruhigung in unsere Bergarbeiterschaft gelangt. Wir können die Zusage geben, daß für ten Bergarbeitersuß und das Knappschaftswesen geschehen wird, was wir nur immer nah unserer Erfahrung für notwendig halten, und wir werden die nötigen Maßregeln durhführen, um den beklagten Glend an ter Saar abzuhelfen. (Bravo!)

Abg. Steger (Zentr.) begrüßt die in Aussicht stehende reihs- geseblihe Megelung des Bergwesens und gibt dann- eine eingehende Schilderung der Verhältnisse im Saargebiet. , Die Zersplitterung der Knappshaftsvereine wirkt außerordentlih reformhindernd. Die Ver- einbeitlihung des Knappschaftswesens ist auf Vorausseßung für das Gelingen des Bergarbeitershußes. R (A j

Die Besprechung wird vertagt.

Nächste Sißung Sonnabends A 12 Uhr. (Dringhes förmliche O des Abg. Dr. von Krause über die teilung des Wortlauts der Friedensbedingungen; Anträge.)

Schluß nach 5 Uhr.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Preußischen Landesversammlung ist der Entwurf eines Gesetzes, betreffend Erweiterung der Befugnisse des westpreußischen

i La aus \ch usses, nebst Begründung zugegangen. lautet, wie folgt: § 1. Der westpreußische Provinzialauss{uß ‘wird ermächtigt; ur Regelung der Verhältnisse der Selbstverwaltung der Provinz estpreußen bis zum nächsten Zusammentreten des Provinzialland- tazes über diejenigen Angelegenheiten zu beshlicßen, die nah der Provinzialordnung zu den Befugnissen und Obliegenheiten des Pro- vinziallandtages gehören. / |

8 2. bezieht si au auf diejenigen Beschlüsse, die der Provinzialaus\{uß seit dem 21. Mai 1919 etwa erlassen hat. :

Ju der beigegebenen Begründung wird ausgeführt:

Angesichts dec am 7. Mat 1919 überreichten Friedensbedingungett kann fd für deu Provinzialve:band der Provinz Westpreußen jeder- zeit die Nolwendigkeit ergcben, unverzüglih Beschlüsse über An- gelegerbeitcn zu fassen, die durch die Provinzialordnung dem Pro- vinziallandtag vorbehalten sind, mag es ih um Ausgaben, die zur Erfüllung von Verpflihtungen oder: im Interesse der Provinz erforderl:ch werden, um Verfügungen über Grundstüde. und Immvobiliariehte, um Bestellungen von Auseinander-: f: hungs- oder Ureberleitungskommissionen oder ‘um- Erlaß oder Aenderung von Neglements odex - Statütemt? handeln. Unter: den gegenwärtigen Verhältnissen fann der evintiallan \{werlich in beshlußfähtger Anzabl versammelt werden, namentli daan nit, wenn wiederholte Verbandlungen stattfinden müßten. Deswegen wird es nôtig, den Provinzialaus\chuß innerhalb der Be- fugnisse des Provinziallandtages beschließen zu lassen. Das Er- fordernis der. staatlichen Genchmigung derartiger Bes lüsse. gemäß §9_ 119, 120 der Provinzialordnung- wird. dur diése Ermächtigung“ nit berührt. Be\hlüsse, die der Provinzialaus\huß innerhalb der ihm zue erteilenden Ermäßhtigung von “dem Zeitpunkt an, an dem sein Antrag auf Erteilung der Crmächtigung béim Staatsministerium

eingegangen Ist, etwa fassen wird, sollen von tem,Gesey mitumfaßt werdeu. 2ER

y abgr K

amar e aat

er Gesezentwurf

Dieses Gesez tritt mit feiner Verkündung in Kraft und

jum Deutschen Reichs

W 123.

In Danzig befind der Aktiengesell\ Ausstand, so daß

Zweite Beilage anzeiger und Preußischen Staats3anzeigeex.

Berlin, Sonnabend, den 31. Mai

1A

919,

Statistik und Volkswirtschaft. Arbeiterbewegung.

et sih, wie ,W. T. V.“ m ldet, das Pers, Bait Weile e as Personal

der gesamte Personen- und Güterverkehr auf

Aur

der Weichsel und Mottlau ruht.

In Benrath, wo vor eini reen bekämpfte Ausstandsbewegung

därfung erfahren, echt stellung der erschienen auf dem die sich bereit erklärten, heute wieder aufzunéhmen. hritishen Behörde energisch tafür eirge

“ü

zufolge die

erhalten werden fonnte ;

ständ'ger zu unterlassè. Es it qv

haftungen abgesehen word der Arbeiter im Auéstan

aus t

a nd beschlossen. Die Lage in

gen Tagen eine. von den britischen her.

Ausstandslage insofern als der Betrieb der Gaswe!ke

Gaëdlieferung zux Folge hatte. Nathaus einige Vertreter der Arbeiterschaft,

ihre Kollegen zu bewegen, Der E hatte si

t Lees Id aue s beim Vetrharr:n

r Ati | mil wellezren Ziwangêmaßregeln vorgeben.

Ein Kind und ein Arbeitéburshe wurden a e i

Mb sechs Ubr no@ As ngeshossen, weil sie sich Nach einer in dene

Reutermeldung aus T

der Strafe befanden.

nglis{ert Blättern vom 28, d. M. veröffentlichten | 9ronto wurde dort, wie ._B. teilt, am 26. Abends mit überwältigender Mehrheit der General -

Sprun

seit Donnerstag im

ausbrah, hat eine Ver- .niht mehr vollsländige Ein- Gestern vormittag | zu

was die

die Arbeit t bei der eßt, die Dcportationen Aus- einstweilen von weiteren Ver-

wähnt

Seézession abzugewin

é erkennung seinem gr währenden

„W. T. B.“ mit-

Winmnipeg ist kritisch.

jorlieat,

[r den

‘iner

er, das

Starken

Modell aus, eine geheimniêvo h La bella Cenci nennt. na le ihren Vater ermordete,

leiten

i die

steigernden Beiwörtern in \ich „HVeite1 erwecte, die ragishen Vorgängen des Sch1uss’s auslö\chte. has große Wollen des: Dichters achten, Warnungen Wohltneinender entg cines Stückes durwseßte.' teller zugemutet wurde, i} gestern e vâltint worden, eine Zubörerschaft abe Väße. die

Srôrterun an weit

Tragödie faßt und in d seln und ergreifen zu kövnen, D id s{reibt seine Bezeihnung vo

ht und he rofessor Li / Vonnenfinsternis* sein Modell, aber ireiniguna führt diese: Ehe

Ehegatten,

l Untersuhungssachen. i

gufgedote, erlust- und Fundsachen, ) Verkäufe, Verpachtungen,

» Verlosung 2c. von i ck Kommanditgesellschaftea auf Aktien u. Aktiengesellshaften.

eine Heiterkeit

wollen.

dereinst entfloh,

dsius in den’ Tod. Troy

Tochter doch liébte und

Wertpapieren.

l) Untersuhungs-

sahen.

27] Fahuevflacht8erklärung.

uf Grund der 88 64, 69, 72 M.-St.-G.-B. 8 360 M; F St, G. o O fahnenflühtig e1klärt folgende Landsturm-

d des

den für thêrtge ber

4. Komy.

Pntertebataillong Stockah X1V/10:

Untero) fizier Josef Bellini, geb. n Gebweiler, katholis, ver- iet, Seidenfärbecin Thalwil (Schweiz), n des tn Gebweiler wohnenden Eduacd

4, 1875 |

lini uud der Josephine geb. Réheiter.

Lands 2. 1873 in Ernolsheim,

nelish, verheiratet, Mas@dinenwerk- [23253] Verfügung. ter in Zürich, Sohn des in Exnols- Die Fabnenfl S Tg gegen den

4 wohnenden Paul Claus und der | E.-N

turmmaun Carl

orbenen Magdalené Scaettel.

tin im Inlaud befindliches Vermögen

? mit Beschlag belegt.

raukfurt a. O., den 24, Mai 1919,

Gericht der b. Division,

V0Ó2] Uf den

er S

Varin, Viderhq bom

Stirafbefch[.

h Antrag der Staatsanwaltschaft die Einziehung der beichlagnahmten, taaisanwaltshaft bierse1bit in vahrung hefindlihen 54 Schachtela

da diese den Gegenstand einer

udlung gegen: §8 2 o, 7 des Ge-

7, Juli 1902 und gegen § 4

aufzunehmen, wie sie

Was dabei dem Gedächtnis der Dar- N n Ie A r, welce die Auknahmefähigkeit iße, die Holz vorc usseßt, dürfte sih_wohl niemals finden. Î ließlich ist das Tbeater auch nicht der Ort/ um lange,, enèdlós lange

gen und Bekenntnisse über Kunst und Schaffen zu führen, die bequemer und: vorteilhatter im Buche nachlesen kann. Holz

lebendige Kraft genug, um, er Nede auf ein verständiges Yaß zurückgeführt, as Stü spielt in Künstlerkreiten P n einem Bildé „Sonnenfi' slernis“ das ein junaer Maler, der Held der Tragödie, gemalt hat und (s für ihn die Abkehr von seinem bisherigen naturalistischen Schaffen [id den Aufstieg zu neuen Höhen und Einfluß auf die neue Phase seiner Entwicklung übte sein lle Unbekannte, die im Vartéts auftritt und h jener Beatrice Cenci der Renaissancezeit, i weil er sie angeblih zur Blutschande habe l Sie ist, ‘wie si im Laufe der H ilt, die Tochter des ‘berü

bmten Bild 2 (sen Hause sie vai hauers Professor Lipsius, aus

ßt durch erprefserishe, anonyme Drohbriefe \{ließlich den

doch nich und Beatricé ‘tôtet sich \{ließlich

Verdingungen 2c.

Claus, geb, Kreis Zabern,

; hier alle Teilnahme an den. Man muß gewiß aber er war. übel beraten, als |-Arno egen die ungekürzte Auftührung

ermäßigten

Und

teut diese Erörkérutgen in jeden seiner fünf gedehnten und Hans lte ein «und vergißt - darüber ganz, daß er auf der angefertigt. Pübne zu gestalten, nicht zu dozieren hat. Und dech ist in

straffer zusammen-

Zielen der Kunst bedeutet.

Dienstag d Éörper.

)andlung heraus- weil

er sich

in gleicher | aus London

veise an ihr verging. Ein neidisher, \{chuftiger, halb geistes- eu N mer und häufig betrunkener Malgenosse des oben: nach Pv hnten Helden ‘des Stückes, der viel an Türen bort, j

1 Nachteiliges für cine Nebenmenschen aufzuspüren, bringt die Sache ans

allem heisatet der Maler der zu einer glücklichen Liebes- t. Die Gestalt des Toten, bewunderte, steht zwischen

den Schauspielern erwuchsen,

Teil dankbaren empfehlend seitig begabten Schauspteler ch{ Die „bella

Bildhauers und Max Pobl

vollzählig. Sie vereinigten sih unter Albert P Spielleitung zu einwandfreiem Zusammenspiel.

Im Schauspielhaus wi

zteber“ gegeben.

m Présbi rscen Donnerêtag angeseßt worden. Hartau sind Leonhard Hastel Behwmer, Ein Herz, Herbert

Welish. Die Bühnenbild

Im Wissenschaftlich in der Taubenstraße wird der L bis Stockholm“ morgen sowie ‘a abend ‘aechalten. trag „Die Insel Nügen“ morgen, Sonntag, eine

statt. Im

li Lissabon auf dem

d Hermannstadt, 30. Mai. büro.) Nach einer Budavester Meld Bender ein Eis

bahnwagen sind zertrümmert u

aus dem Fenster.

1 Aufgabe - auf der Bühne einfüßhrte. Man kennt den

und zu ihrem Eine scharf umrissene nen fuchte, so ift

die Liste der

verdienen die. szenishen Bilder.

——

Von den ungeheuren Schwierigkeiten, die ‘telern erwuc war s{on in den Cingangszeilen die Rede. Besondere Gedächtnisleistungen wurden von dem Darsteller des

‘Valers Karl Gerhard-S{hröder verlanût, der sich in dieser nur zum des Schauspielhauses Künstler als viel on von den Barnowsky-

Gatten abzulegen hatte. e ein l Aeußere und die e Fähigkeit mit, verständig und fesselnd „umri Charakterstudie intrigierenden Malergenossen.

Besondere

d morgen, Nackmittags 2 Uhr, zu

Preisen als 18. Volksvorstellung . „Fladbsmann als Er-

Lustspiels

E Abends 64 Uhr findet die erste Wiederholung von olz’ „Sonnenfiosternis* unter Aibert statt. Für Montag ist „Corio!an“ in der bekan der Spielleitung Dr. Reinh. Brucks angeseßt. Komödienhaus ist die Erstaufführung des Stein- „Liselott von der Pfalz“ für kommenden Neben Lucie Höfl-ch und Ludwig Olga Engl, Hellmuth Bathe, Kiper, Felix Nossert, Heinz Stteda

Patiys Spielleitung nten Beseßung unter Anfang 7 Uhr.

Ernst

Tillo in Hauptrollen bescäfiigt. Spielleiier ist Ernft

Mannigfaltiges.

wiederholt twerden.

Hörsaal spricht morgen,

er sind nah Entwürfen von Nocus Gliese

en Theater der „Urania idtbildervortrag „Von Kopenhagen m Dienstag Donnerstag und Sonn- Am Montag, Mittwoch und Freitag wid der Vors- : Außerdem findet | Wiede holung des Vortrags „Die Echön- heit der deutsden Landschaft“ zu kleinen Preisen Nachmiitaas 4 Uhr am Montag

und am

er Professor Dr. P. S{wahn über den Mond als Welt-

Amsterdam, 30. Mai. (W. T. B.) Einer zufolge ist das ameriktanische W

O: IV“ heute morgen in Lissabon mouth zu fliegen,

enbah

Neutermeldung asserflug- gestartet, u m

mußte jedo 120 Meilen nörd- Fluß Mondego niedergehen.

(Tschechish-Slovakishes Preß- ung bat auf dem Bahnhof nunglück stattgefunden; 18 Eisen- nd1l1Toteund40Verwundete

jungen

uspiel n {1 / Bühnen [ enci“ spielte Fräulein Steinsieck, die ebenfalls im leßten Akt ein endlos langes Bekenntnis über 1hr Verhältnis zur Kunst, zu ihrem Vater Sie brachte für die Nolle ein glaubhaftes an ihr von je geschätzt sprechen. Paul Bienéfeldt aus dem

man noch Hans Mühll

l | Sr- | 25 761 000 (Abn. w )ofer als teilnehmenden Freund des 0 Que jungen Malers, Otto Sommetstorfff in der Nolle des s{uldbeladenen L der seiner Rolle als Präsident der und Eröffner der Kunstausstellung humoristishe Seiten

Hauptmitwirkenden atrys feinabtönender Ds Maleralciice mi 1 : 1 a atleralelter mi v N die R aaten Berlins Ausblick ge- r énjier lowie der Kunstausstellungsraum sind \ehenswert Schöpfungen des Malers Kautsky. i E Bs

Handel und Gewerbe.

dem Krakauer „Czas“ ist in Parts eine französis

. 1 gegründet worden.

London, 29. Mai. (W. T. B.)

fd. Sterl.,

edselbestand 80 477 000 (Zun. 95 000) Pfd. Sterl,

N 74 000) Pfd. Sterl, 92 923 000 (Zun. 6 183 000) Pfd. Sterl. aaen zu den Verbindlichkeiten 19.19 wodhe.

Woche des Vorjahres 124 Millionen mehr.

Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkteni, Wien, 30. Mai

im neutralen Auslande

l Im Opernbause wird morgen, Sonntag, Nachmittags 2 Uhr, | teilweise geschwächt, io daß {on geringes Angebot zu \charfen Kurs-

j zu ermäßigten Preisen als 13 Volksvorstellung „Der Barbier von | rückgängen führte. Neben leitenden Bankpavieren erlitten in der

Theater und Musik, Sevilla“, mit den Damen Koch als Gast, von. Scheele-Müller und | Kulisse namentlich Staatsbahnaktien eine weitere empfindliche Ein-

Swhauspielhaus : A E eN O oer, Stod, Habich, Krasa und Funck ge Bu e g et S S türkische Sie zun

A ; | eseßt, unter ap-Umeister Otto Üracks Leit j usammenh"ng mit der Gestaltung der Valuta. Im Schranken

L rau fftenbiger L D endete, gestern im Swauspiel- Abends 7 Uhr ebt „Ein Maskenball“ n 2 p waren Schiffahrts-, Berawerks- und Petroleumwerte stärker rüduängig,

D ari Ns 0p t rno Ho lz füntaktiger Tragödie Keinp, Leisner, Artôt de Padilla und den Herren Kirhoff, die legteren infolge der Besezung der galizishen Näph1hagebtete durch

Ret De Ee hegen des Stad, Hie man jet wieder | ren mt e "R" Setis L iy, den Daypt: | De Fglen, Aud der Ynlagematft war lach, Die Bors ol Lar i L ' Í ] rollen unter r. ar esìî8 Leitung in Szene. gedructl.

9 Didteg ‘alles dae N nlaß dazu gab im leßten Akt | Montag wird „Salome*“ mit bén: Damen von Oranfilt Hafgren: eig 80. Mai. (W. T. B.) (Börsens{lußk ur fe.)

er bei der UnmögliGkeit o O A A u M Vie Vi E t er ente, Habich, Bachmann | Südbate 16 o iere Si 218 “ibe Doi

; » ern L n den Hauptrollen aufgeführt. Musikali iter i | SUdbahn 198, esterre e‘ Kredit 519,00, Ungarische Kred inberwirrende Häufung von erklärenden, s{chmüdckenden und meister Otto Ura. Anfang 71 Uhr. rader Seiler, U: der Kapell 976 09 Anglobank 33100, Unionbank 44000 Bankverein 398 00,

Länderbank 410,10, Tabafkattien 124200 Alpine Montan 572 00 Prager Eisen 2450,00, Rima Muranver 782,00 Sfodawerk« 613 00 faalgo Kohlen 795,00 Brüxer Koblen —,—, Galizto 1365,00 Waffen —,—, Lovdaktien 3155,00, Poldibütte 68000, Datmker —,—, Desterreihiiche Goldrente —,—, ODesterreici\che Kronenrente 8000 Februarrente 8000 Mairente 80,25 Ungaris%e Goldrente —,—, UÜngarisch- Kronenrente 67 90

Lon don, 27 Mai (W. L. B.) 23% Englische Konsols 55F, ck %/0 Argentinier von 1888 4%, Brasilianer von 1889 63, 1 % Japaner von 1889 764 39/0 Portuatesen 5 9% Russen

von 1906 —, 4} 9% Russen von 1909 38 Baltimore and Ohio —, Canadian Pacific 174} Erie National Railways of Mexiko —, Pennsylvania - ,—, Southern Pacific —,—, Union Pacific —,—, United States Steel Corporation 113 Anacondo Copper Rios Tinto 592 Clharterck 28 De Beers 203 Soldfelds 2, Nandmine: 33/,;. H 9/9 Kriegsanle'&- 948, 4 9/4 Kriegsanleibe 102},

3E 9/0 Krieg8anleihe 8315 16.

London, 28. Mai. (W. T. B.) 24 2/9 Englische: Konsols 598, 99% Argentinier von 1886 —, 4% Brasilianer von 1889 63 49% Japaner von 1889 76 39% Portugieïen 57, 59% Nussen von 1906 55 4X0, Russen von 1909 37 Baltimore and Ohio —,—, Canadian Pacific 1742, Erie 218 National Nailways of Mexico 11, Pennsvlvania ——, - Southern Pacific

, Union Pacific —,— United States Steel Corporation 111, Anaconda Copper —,—, Nio Tinto 594. Chartered 23/5 De Beers 204, Goldfields 21/,, Randmines 33. 5 0/; Kriegsanleihe 948 49/6 Krieagonlothe 1124, 34%, KRrtegganleibe 8315/6, London. 29. Mat. (W. T. B.) Privatdiskont 311,, Silber 924. Wethsel auf Amstérdam 3 Monate —,—, Wechsel auf Amsterdam kurz 11,85, Wechsel auf Paris 3 Monate 30.26, Wechsel auf Paris kurz 29,65,

Berichte von auswärtigen Warenmärkten.

Liverpool, 28. Mai. (W. T. B.) Baumwolle. Umsa 1200 Ballen, Einfuhr 1100 Ballen, davon Ballen ameri- kanishe Baumwolle. Für Mai 2 82, für Juni 20,27, für Juli 19,80.

y geborgen, größtenteils französische und englishe Offi- Rio de Janeiro, 24. Mai. (W. T. B.) Ka|fre. urch einen | ziere, | | Zufubren: In Rio 2000 Sack, in Santos 13 000 Sack, Ì —————————— Od C SET O RRER EEEEET- A N D I ends S A I Ble) E R T R TLL AIEBN E R M ® s j 0 6. Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften. Zustellungen u. dergl. Ö ecutli el! M1 C Cn j 7. Niederlassung 2c. von Nechtsanwälten. § g. Uai. e SEER s 2c. Versicherung, Anzei « Dantaus8wel]e. | Anßzerdent wes Vany StvetkadetomrA r dn G E Finbeitögeile d E i 10, Verschiedene Bekanntmachungen.

—————- ay

Ziff. 1 gegen Preistreiberzi vom 8. Mat

beslimmten Person des unbekannten Etigeu- tümers uicht ausführbar ift, auf Grund S 9 des Ges. vom 7. 7. 1202 und 88 7, 10 des Verorda. vom 8. 5. 18 angeordnet. Kosten bleiben außer Ansaß. Dieser Strafbefehl wird vollstreckbar, wenn Sie niht binuen einer Wocße uach dex Zufstelluna bei dem unterzeihneten Ge- rihte {riftli oder zum Protokoll des Gerthtssch1eibers Einsprn§ erheben. JIvsterburg, den 16. Februar 1919. Amtsgericht. gez. Seeringen. Au39gef- tigt : (L. S.) Spohd, Amtzgerichtssekretär. Aa Herrn David Rodbiuski, unbekannten Aufenthalts.

„R, Joh. Rud. Rowminger, geb. 11. 9, 86 zu Zür!ch, ausges§rieben im eRetsanzeiger* Nr. 198 vom 23. 8, 15, Ziff. 34 218, wird zurückgenommen.

BAgL Ne 24. 3 1919,

Gericht der 2. Division.

[23256] Verfügung.

Die Fabnenfluchtserklärung gegen den Ers.-R-f Xav-:r Markil, geb. 23. 7. 87 zu Leutkirch, ausgeschrieben im „*Keih2an- zeiger“ Nr. 80 vom 3. 4. 16, Ziff, 529, wird zurückzenommen.

1918 bilden und die Verfolgung einer |

(23251] Stedlbrief gegen _Wehrpflichtigen, Böttchergesellen Nichard Herman A F s

Reinschüssel, zuleßt in Görliß wobnhaift,

am 30. März 1882 zu Petswtu, Kreis Goldberg-Haynau, erledigt. Val. 31653/06 Reich? anzetger. Görlitz, den 22, Mai 1919, Der Este Staatsanwalt,

[23257] ; i

Aufhebung einex Fahueufluhis-

¿ ect'ärung

Die am 10. April 1919 gegen den To! pedomaschinistenmaaten Heinri Vie- inge 11. Torpedodivision, geb. 31. I. 1896 zu Linden in Hannover, erlassene Fahnen- fluhtsextlärung is aufgehoben, da der Flüch!ige ergiiffen ist,

Wilhelmshaven, den 24. Mai 1919,

Gericht der 11. Marineinspektton.

[ust- und Fundsachen, Zustellungenu. dergl.

[23259] Zwangsversteigerung. Im A der Zwangsyollstreckung soll

Augsburg. 27. 5 1919. “V Gericht der 2, Division,

1707 Uhr, Brunnenplatz,

eingetragener

Buscherewski)

wohnaebäude

Berlin, den

Amtsgericht Berlin-Wedding:

[23260] plaß, Zimmer eigert werden

1919, dem Tag

aeb. Pe:kuhn)

und 2 Höfen,

am 25, Juli 1909, Vormittags

1388/116, 9 a

versieigert werden das im

Berlin (Wedding) L 121 Blait 2828 jeßt unbekannten. Aufentbalts, geboren | ( ( ng) Band Blait

1919, dem Tage der Eintraguna ‘des Ver- steigerungsvermerks: Zimmermeister Joseph

Berlin, Lüderißstraße 57, a Vorderwohnhaus mit Hof, þ. 1. Quer- wohnçebäude mit Vorflügel links, 2. Quer-

2 Höfen, Kartenblatt 20, Parzell- 586/66; 13 a 35 qm groß, Nußuncswert 15 900 4, Grundfteuermutterrolle und Sehäudesteuer- rolle Nr. 4573,

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwanasvollstreckung foll am 25. Juli

19 Uhr, an der Gerichtsstelle, Brunnen-

2) Aufgebote, Ver-|f

Berlin (Weddina) Band 67 Blatt Nr. 1595 (einaetragene Etgentümerin am 10. pril

stetgerungsvermerks: Frau

Berlio, E Be 99, Vorderwohn- haus mit Seitenflügel

an der Geri@ßtsstelle, Zimmer Nr. 30, 1 Treppe, Gruvdbuhe von

mutterrolle und Gebäudesteuerrolle Nr.6493, Nugtung9wert 15 300 6. exlin, den 23, Mai 1919, Amtsgeriht Berltn-Wedding. Er WRL 7 rxCMESM a R X R THLI5 N ID

(23258] | Wargarstei erung. 85. K. 82, 15, m Wege der Zwangevollstreckung \oll

am 5 September 1929, Vormittags 10 Uhr, Neue Friedrihftr. 13/15, 1IL, (drittes) Stockwerk, Zimmer Nr. 113—115, versteigert werden das in Berlin, Hirten- straße 22, belegene, im Grundbu@e von der Köntgftadt Band 99 Blatt Nr. 4535 (etngetragener Etgentümer om 7. Mat 1919, dem Tage der Eirtr2agung des Versteigerungsvermerks: Kaufm1nn Max Plaß zu Berlin-Lichtenberg) eingetragene Grundstück, Vorderwohnhaus mit Hof, Gemarkung Berlin, Kartenblatt 40, Par- ¡elle 1702/36, 3 a 65 qm groß, Grund- steuermutterrolle Nr. 15414, Nugnna#s- wert 6020 6, Gebäudesteuerrolle Nr. 1877, Grundstückswert 105 000 46. Werlin, den 24. Mai 1919. Amtsgerkcht Berlin-Mitte. Abt. 85,

Eigentümer am 16. April

eingetragene Grundstück in enthaltend :

mit Vorflügel links urrd

6/7 K. 23. 19/6. 24, Mai 1919.

6/7 K. 20. 19. 1919, Vormittags

Nr. 30, 1 Treppe, ver-

das im Srundbuhe von

e der Eintragung des Ver- arie Gütler, eingetragene Grundf1ück fn

[23879] Erledigung. Im Retich3anz. 118 v. 24. 5. 19 gesperrte Reichsarleihe Nr. 956 274 zu 10000 4 usw. sind \ämtlih ermittelt, Det Pelieipräsibert, “Abteit ex Polizeipräsident. eilung TV, Erkennungtdienft. Wp, 210/19,

nks, Quergebäude Kartenblatt 24, Parjzelle

37 am groß, Grundsteuer-

Pra g, 30. Mat. (Tschechish-Slovakisches Tre) Nach -Ppol- nische Aktienbank mit einem Kapital von 10 Millionen Francs

j Bankausweis der Bank von England. Gefamtrüdcklage 27 369 000 (gegen die Vorwoche Abn. 64 000) Pfd. Sterl, Notenumlauf 77 161 000 (Zun. 621 000) Barvorrat 97 080 000 (Zun. 11 556 000) P vier e

uthaben der Privaten 121 583 000 (Zun. 11 250 000) Pfd. Sterl., Guthaben des Staates 21 034 000 (Abn. 5 070 000) Pfd. Sterl., Notenrücklage Negierungs\icherheiten Verbältnis der Rüd- i gegen 20,10 vH iy der Vor- Clearinghoufeumsaß 512 Millionen, gegen die entsprechende

/ (W. T. B.) Die abermalige Verzögerung der* Veberreihung des Friedenêver!raas an die deutsch: österre'ische Delegation und der neuerlihe Nückgang der österreih!\{en Valuta t haben an der Bör \ e eine erhebliche Ver- stimmung hervorgerufen und die Aufnahmefähigkeit des Marktes

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