1820 / 7 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Etat für die Staats-Schulden» Verzinsung und Tilgung.

Einnahme. No. 4 : L.|An disponlblen Domainen- und Forst: Revenüen : s G Aus den Regierungs - Hauptkaßen unmittelbar « + « II.|Aus dem Domainen - Verkaufe : ' Aus den Regierungs - Hauptkaßen unmittelbar

_LIL.|Aus den Salz: Gefällen : Aus der General : Salzkaße

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in Berlin R > 0 A .

oder so viel, als bei etwanigen Ausfällen von den Einnahmen L, und II.

weiter erfoderlih seyn wird.

i Summa der Einnahme . + Vom Kapital.

E E L Ausgabe.

zugefertigten Spe:

No. L.|Zur Verzinsung der allgemeinen Staatsschulden. x Ciue den, der Staatsschulden-Tilgungs-Behörde jialiNathweisungen, namen as a) für die Anleihen im Auslande - + + . + è + 6 d 13 N E E etden landschaftlichen Obligationen c) einzelnen Passiva , auf besonderen Verschreibungen

d Domainen: Pfandbriefe « < < < + . - o. + - A ¿ Staats- Schuldscheine, oder die konsolidirte Staatsschuld,

¡t Einschluß der in den Jahren 1875 nothwendig gewesenen Mehr: Me ten M der annoch unumgänglich erfoderlichen extráäoórdingai- ren Bedürfniße, als Zinsen: und Kapitals: Rü>stände, Zahlungen an auswärtige Sraaten, Festungs - Garnisoneinrichtungs- Land- und Waßer- Straßen- und andere Bauten, Retadblißements der Fe: Ee R L Co 6 00 e) fe die s in Liquidation und Verhändlung begriff nicht vollständig anerkannten Schulden. . E N L Für die provinziellen Staatsschulden im Betrage von 25,914,694 Rthle. 7 gr. steht das Erfoderlihe auf dem Provinzial : Passiv- und auf dem Haupt - Schat - Kaßen : Etat. Summa I. zur Verzinsung +

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ur Tilgung der allgemeinèn Staatsschulden, namentlich : L i s A. Gen A ihren T on derei Tilgungsfonds, in der Ablösung}

bereits begriffenen Schulden von Tit. La « + . + + +, D, bèrei e Tilgungsfonds erst künftig disponibel, bis

dadin aber dem allgemeinen Tilgungsfond zu gute gerechnet wer: dén: E L A o ¿ooo 0: AMTTLIHS Rthl. 20 gr. 7 pf.

der aus dem allgemeinen Tilgungsfond abzulösenden] Schulden : :

C.

aus getilgten Kapitalien, ohne Unterbrechung bis zur gänzli:

en Kapitals : Ablegung zutritt, Y von Titel L. b. 3,234, C. 908,999, 17

nd das Zins:Ersparnis von den daraus abge-

Q:

b) zu deren Tilgungsfo tragenen Kapitalien, durch die drei Jahre 1820 bis 1822,

Jahre zuwächst, von Tit. T. d. C.

Le

140,600,000 4 8 L:

15,219,039 - 15 - 140,276,284 Rihl. 15 gr.

2,857,142 20 : 9

wozu no< von B. . « E » we

.

*

Fahren 1818 und-1819 -+

der unverzinslihen Schulden ; : e Tresor - L Sbalerf@ting und der Kaßen-Billets Lit, A. 2c,

Summe 11. zur Kapitals-Tilgung +- -

Hiezu I. zur Verzinsung + -< - - - Summa der Ausgabe . -

Balance-.

10,143,027 10,143,027 5

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Einnahme . . Ausgabe

* * *

21

* 4

* #+ F

Berlin, den 17. Januar 1820.

8 pf.f

59,

5,927,245

119,500,000

15,249,039

180,091,720

3

a) zu deren Tilgungsfond das ganze Zins-Ersparnis von den dar: F

890 Rthl. 25 gr. 8 pf.

nur durch gewißePerioden,und zwar zunäch sti und dann immer durch 10}

5,527,245 Rthl. gr. pf.

145,133,427 rE ¡E BACZE E

: * R - * - . * & 4 F L a é aus den N Summa mit Hinzurechnung der Zins - Ersparniß 146,966,854

Ï 11,242,317

p

Jährlich. Rthl. gr.

5,863,000 1,000,000

3,275,027

M. Zeitungs-Nachrichten.

N usland.

Paris, vom 12. Januar. Noch hat eine offent: liche Sibung der Kammer der Abgeordneten nicht wie- der statt gehabt. Sie beschäftigen sih indes in den Ausschüßen. Bis zum 9. d. lagen dem Bittschriften: Ausschuße 139 Addreßen mit 19,057 Unierschrifien in Bezug auf die Erhaltung des Wahlgeseßes vor. Zwei andere dagegen berichteten den Unfug, der an einigen Orten mit dem Addreßenwesen getrieben werde.

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10,145,027|21 Sina 4, Jährlich.

Rthl. gr. pf. Rthl. gr

1,799,100 160,616 24,8336 262,663

982,009

598,959

4,180,000

F i C Ÿ f « î

1,657,177|

h 1,589,684

20,000

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G Z 91,334,067|19| 1 2,505,090

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BOMETIRECTE R E I

Oeffentliche Blätter: versichern, daß die Krankheit der beiden Minister, Grafen de Cazes und de Serre binnen kurzem gehoben seyn und sie nicht lange mehr hindern werde, an den Sibungen der Kammer Theil zu nehmen.

Die indirekten Steuern für das verfloßene Jahr, die im vorigen Budjet mit 190 Mill. Fr. zur Ein- nahme gestellt worden, werden nach einer vorläufigen Uebersicht 187 Mill. betragen; 11 Mill. mehr als im ahr 1818.

Der Moniteur meldet, daß die für den Grafen de Lavalette ausgefertigte Begnadigungs : Akte nach St-asburg geschi>t sey, woselbst sich derselbe zunächst in die Haft des dortigen Gerichtshofes stellen müße.

Daß dem Herzoge von Daimatien vom Könige der Marschalstab Übergeben worden, wie einige Blätter versichern, wird im Moniteur bis heut noch nicht mitgetheilt.

Zwischen den Tagblättern der entgegengese6ten Par- theien hat sich ein neuer Streit über die Entschädi- gung der Emigranten erhoben. Man erinnert sich, daß der Marschal Macdonald im Jahre 1814 den da- mals zurü>gewiesenen Antrag machte, diese Entschä- digung durh Junscriptionen auf èas große Buch zu leisten. Welche UrsFchen die Annahme und Ausfüh- rung dieser vorgeschlagenen Maasregel, die damals | wenigen Schwierigkeiten unterworfen war, verhindert,

wird die Geschichte dereinst enthüllen. Damals schäyte man die zu gewährende Entschädigung auf etwa 11 Mill. Fr. Renten, also 220 Mill. Kapital. Die Summe scheint gering, es ist aber zu erwägen, daß ein sehr großer, vielleicht der mit den größten Gütern angeseßene Theil der Ausgewanderten nur Schulden und kein aftives Vermögen hatte. Dagegen wurde das der Geistlichkeit entzogene Vermögen auf 300 Mill. Rent. also 6000 Mill. Kapital gere<net. Die Gegner des Entsczädigungprojeëts fragen: warum sollen nur die Ausgewanderten, nicht auch diejenigen V entschädiget werden, die im Lande blieben und durch F die Willkür der damaligen Regierung, durch den Staats -: Bankerutt, durch ungerechte Konfiskation, | durh re<tswidriges Vorenthalten deponirter Gelder, um das Jhrige famen? Die Familien der ehemalic gen General: Pächter z. B. haben no<h mehr als 25 ' Mill. nicht zurü>gezahlter Kautionen zu fodern.

Die Nachrichten von einem Kriege auf St. Do- mingo zwischen Christoph und Boyer find grund- los und nur von Leuten verbreitet, die aus solchen falshen Nachrichten irgend einen Gewinn zichen wol- len. Boyer hütet si, den Christoph anzugreifen,

__ lder ihm bei weitem überlegen ist, und Christoph will es mit der Republif, an deren Spitze Boyer steht, nicht verderben, um auf ihren Beistand zäh!en

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zu fönnen, wenn er von Frankreich angegriffen wer-

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——/ —_— 4 1,657,177 N

E 10,145,027

Rthl. 21 gr. 10 pf.

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| Die in diesen Tagen hier erschienene Schrift: ,Denfwürdigkeiten zur Geschichte von Frankreich im Fahre 1815 mit cinem Plane von der Schlacht bei Mont - Saint -Jean“' führte nach der Versicherung des Derausgebers auf dem Titel den Beisaß: „„ zrwoeires FNonuscript aus St. Helena.“ Der bekannte Eng: Mische Arit O’Meara soll die Herausgabe dieses in Unsern Blättern Bonaparte zugeschriebenen Wer: Tes veranlaßt haben.

| Ein ungenannter Officier hat „Betrachtungen über Vie leichte Reiterei!“ bekannt gemacht, worin er auszu- führen sucht, daß die jeßige leichte Reiterei dadurch, daß

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] man fie in die Linie rü>en laße, ihrer Bestimmung ganz entzogen worden sey. Er schlägt vor, die Ein- wohner von Nieder - Bretagne und des Departements der Landes, welche von Jugend auf zu Pferde sißen, und einen fleinen Schlag Pferde unterhielten, nah Art der Kosaken zu bilden und zu brauchen. Ueber- haupt fehle es an einer kleinen Pferde-:Raçe in Frank- reich nicht.

In unsern Blättern wird versichert, daß die von dem Ministerium des Jnnetren (unter der Verwaltung des Herrn Laine) an aüe Departements empfohlene Maschine des Herrn Christian, den Hanf und Flachs oßne Röstung zu brechen, ganz unbrauchbar sey und daß man auf die Anschaffung derselden 4 bis 560,000 Fr. vergeblich verwendet habe. Es fey eben die Ma: schine, die, von der Erfindung des Herrn Lee, schon vor einigen Jahren in England verworfen worden sey, woselbst man sich eben so wie jest in Franfkceichy von neuem überzeugt habe, daß das Rösten unerlaßlic; sey.

Man hat angefangen, Kastanienholz, statt Kanmpe- scheholz. und Eichenrinde, zum Färben und Gecben mit Erfolg zu benuzen.

Madrid, vom 30. December. Der König hat die Ausfuhr von Oel, Getraide und Mehi erlaubt. Das Oel erlegt eine unbecrächtlicze Abgabe.

Dagegen is eine Einfuhr-:Abgabe von 18 Realen (41 Fr.) auf den Centner fremden Getraides, welcizes auf Spanischen, und von 20 Real. (5 Fr.) welches auf fremden Schiffen eingeführt wird, gelegt. Die Baskischen Provinzen werden hiedurch hart betreffen, die bei der großen Beschwerde und Kostbarkeir der Transportmittel ihren Getraidebedarf lieber zur See von Frankreich bezogen, als zu Lande aus dem mit ihnen gränzenden Kastilien, woselbst das in Ueberfluß gewonnene Getiraive dieses Jahr fast gar keinen Werth hat. :

Der General Vives soll s< als außerordentlicher Gesandter nah Nord-Amerika begeben, um die Wei- terungen wegen Florida auszugleichen. Nach der Boischaft des Präsidenten an den Kongreß vom 7. d. wird er daselbst mit Verlangen erwartet. Judes wird, nah dem Jnhalte derseiben, an der diessei igen Ratifikation kaum noch gezweifelt, auf jeden FaW aber vorausgese6t, daß die Vereinten Freistaaten die ihnen abgetretenen Provinzen nicht wieder herausgeben.

Nord - Amerika. Jn der Botschaft des Yrä- sidénten bei Wieder - Eréffnung des Kongreßes anx 7ten December mird in Bezug auf die Erwerdung von Florida erwähnt, daß der König von Spag- nien die Ratifikation unter unrichtigen Voraus'ezuns gen bis jegt zwar verweigert, aber wiederholt erflárt habe, daß er zur Beseitigung der Anskände einen Gez sandten nah Amerika schi>en werde, welches abzus warten der Präsident dem Kongreße anhcimstelit, jez doch rathsam findet, weil dabei nichts verloren werde, und der Kongreß seine friedlichen Gesinn ugen da= durch zu erkennen gebe. Die Gründe der Spanisen Weigerung sind; die Amerikanische Regierung wolle dent Artikel des Vertrages nicht voiziehen, der den Spaz- nischen Donatarien ihre Besizungen in Florida sichert, und sie habe eine Expedition nach Texas begünstigt. Der Präsident bestreitet beide Behauptungen und verfichert, daß die Amerikanische Regierung, in Bezug auf die Jnz surgenten in Buenos: Ayres, Chili unv Venezuela eine völlige Unpartheilichkeit beobachtet habe, obwok ihnen das KriegsglÜ> günstig gewesen sey. Hinsicht=- lich der Verhältniße gegen England, welches, wie Franfkrei< und die Übrigen Europäischen Mächte, die Spanische Weigerung der Ratifikation gemisbilliget habe, bemerkte der Präsident besonders und in unzwei- deutigen Ausdrü>en, daß beide Regierungen im beser Vernehmen ständen, wenn gleich der beabsichtigte Han=- dels: Traktat nicht zu Stande gekommen sey. (Auch - das ministerielle Blatt in London bestätigt dieses.) Die inneren Geld- und Handelsverlegenheiten werden

in der Botschaft zwar nicht abgeleugnet, doch hinzus-