1820 / 72 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Tue, 05 Sep 1820 18:00:00 GMT) scan diff

meinheit. berathshlagt werden möge. ; Die Liebe zur Ordnung, die Einmüthigkeir in den Absichten, die Ehr: furcht vor den Gesezen, mögen sets in Euren Herzen thronen Uneinigkeit und Zwietracht würden Euch den Verluft jenes Gutes zuziehen, das der Gegenstand unsrer Bemühungen und Wünsche is, und deßen Erreichung das Scpi>sal unseres Vaterlandes sichern wird. Der König hat dur mich alle mögliche Garantien seiner wohl vollenden Absichten geleister. Jch freue mich, das glü>liche Werkzeug zu seyn, ganz besonders für das Sizilianische Volk, das länger Zeuge meiner Denk- ret war. Nichts is süßer für mich als déc Gedanke, mich von Eurer Liebe und Eurem Vertrauen umgeben zu sehen. Meapel, den 29. Juli 1826. F EAR S Ge: Heralvikar. Der Minister: Staatssekretär für die innern Angelegenheiten, Giuseppe Zurlo.“

Madrid, vom 14. August. Der König und dîe Königin trafen gestern hier unter allgemeinem Jubel

wieder eín.

Die sogeñannte apostolische Junta în Gallicien ist völlig zerstreut; au< hat der Portugisische Botschaf- ter vok seinem Hofe Aùjeige erhaltèn, daß er Maas: regeln genommen, um jede Versammlung Spanischer Flüchtlinge auf Portugisischem Gebiete zu verhinderm. Dec Finanzminister nimmt Vorschläge zu Erösfnung einer Anleihe von 200 Millionen Réaleñ an; auch Xus: lánder sollen zu dem Geschäfte zugelaßen werden. Den Gemeinden, welche das erste Drittheil ihrer Grundsieuer den Zo. September, únd dás zweite den 3ó. Januar berichtigen, wird das dritte exlaßen.

Bayonne. Vom 8. bis 11. August giùgen eilf Kabinets Kouriere hier dur. verl Gerücht, alle Gesandten wollten Madrid verlaßen.

Spanisches Amerika. Von der, im Dienke der Jusurgenten der Terra firma befindlichen Frlän: dischen Legion, welche Admiral Brion kommandirt, sind 800 Manñ, weil die Zusagen, unter denen sie aus ihrer Heimat gelo>t worden, unerfüllt geblieben, im fläglihsten Zustande zu Jamaika angzekomnien. Von Brion selbst, und seinem Geschwader weiß man nicvis. Der Handel fto>c gänzlih. Wegen Anwesen- heit des Lord Cochrane im stillen Meere kommen feine Käufer über die Erdenge von Panama. .Moril los Korps det die Küstenprovinzen, und Bolivar wagt es nicht, sih zu nähecn.

Vereinigte Staatèn dèr Jonishen In- feln. Sechs zur Ottomanischen Seemacht gehören: den Schiffen war as Einlaufen in den Hafen von Fthaka dürcd ‘eine vor demselben kreußende Englisthe Fregatte verwéigert worden, wenn sfe nicht tine Ek- laubnis des Englischen Botschafters in Konstantinv- pel vorzuwéisen hätten. Der Reis : Efendi hat fich darübér béeflagt, aber von Sir Röbert Liston die Antwort erhalten „obige Weigerung gründe sih auf die von der Pforte selbst gut geheißenen Sanitäts Maaßregeln, wel<he das Einlaufen Ortomannischer Schiffe in die Häfen westli<h von Cerigo nur in Nothfällen erläubten.“’ Nach einigen Negociationen hat Sír Róbert Listo n dem kurz dâárauf von Kon: stantinopel ausgelaufenen Geschwader die Erlaubnis zum Einlaufen in die Jonischen Häfen ertheilt.

Kopenhagen, vom 26. August. Der Vice-Ad- miral Graf À. F. v. Moltke ist am 16. mir Tode abgegangen.

I Profeßor Finn Magnußèn hat herausgegeben, „Beroeis, daß, um Künstler zu werden, eben so viel durch Reisen in Jeland, als dur< Reisen nach Jta- lien oder Rom erreicht werden kann.“

GChristiahiá, voïn 17. August. Die Nórwegische ¿this A Gebrüdern Bene > in Berlin und dem Hause Averdie> und Komp. in Hamburg, von Sei: ten unserer Regierung kontrahirte Anleihe von 2,700,000 Mrk. Bko. ist auf eine so sichere und solide Weise eingeleitet worden, daß die Erwartüngen, die man sich

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Man verbreitete ‘das

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Tage immer mehr in Erfüllung gehen.

ter der Herrn Gebrüder Bene>e, hier einge!rof; fen, und zufolge der ihm als fünftes Mirglied der hiesigen Direktion für die

ten. Die bei der gedachten Direftion, behufs der Zins: Zahlung und Amortisation des Kapitals, eingegangenen

81460 Spec, Nom, vom 9. August. Man hat auf die Anzeige

entwendet worden wären, und in der Furcht, daß Be: wohner von Majorka sfe benußen tönnten, von jener Jnsel zu entfliehen, und die dort hecrschende Krant:

sendet. Auch sollen zu Civitavec@ia zwei Scortdosé (Kanonenböte), ausgerüstet werden, und vor dem H fen, wie vor den Mündungen der Tiber kreuzen. Benevent und Pontekorvo sind no< immer ih vollständiger Anarchie. Die Regierung überläpt si ihrem Schi>sale, da ste Üderzeugtc ist, daß diese Städte bald von selbst die Guade des Papstes anflehen wer: den indem sie fh ohne Handel ¿nd Komm«nikation

oder. Grundtayxe defreit. Die Meße von Sinigaglia ist nicht glänzend aus:

Küste ausgeblieben sind.

Ümmwäizung in dem Königreiche beider Sicilien find oon keinem Orte aus diesem Reiche Schiffe eingelau:

hier von diesem Unternehmen machte, von Tage zu | Gegenwärtig f ist auch Herr Feldrmann, Special - Bevollmáchtig: |

ertheilten Vollmacht; F

Zoll-Fntraden des Monats Juli belaufen fich, auf Þ der Polizei von Marseille, daß daselbst Päße in blanc E

heit zu verbreiten , einige Verstärkung von Truppe F nach den päpstlichen Küsten des Mittelmeeres abge?

(der Postenlauf ist unterbrochen) sehr unbehaglich fühlen f Diese Städte bezahlten weniger Steuern, als die übri: F gen, und Benevent war namentlich von der Datiya Þ

gefallen, da viele Kaufer von der Türkisch: Albanischen [A

Triest, vom 10. Augusk. Seit der neuen Staats: |

durh die Herrn Bene>e gemachte änleihe beigetrei

Luzern. Am 10. August ward die Kapelle, in pelche die Namen der im Jahre 1792 zu Paris er: shlagenen Schweizergarden eingezeichnet werden sol- Ten, vom Nuntius feierlich eingeweiht.

S<hafhausen. Beim Kloster Rheinau sette tine Sandsteinshicht in diagonaler Richtung durch den Rhein, und war der Schiffahrt höchst beschwerlich. [Der Werkmeister Böhler hat diese Schicht unter Waßer dur<schnitten, und im Rheinbette einen Ka: hal von 200 Fuß ringe und 30 Fuß Breite, mit Gehilfen binnen 20 Wochen angelegt.

T Brüßel, vom a5. August. Man vernimmt, daß uf der ganzen Französishen Nord: Gränze das Signa- ment einiger bei der Pariser Vers<hwörung be- huldigten Officiere herumgesandt und die strengste Aufmerksamkeit auf Alle, deren Päße nicht in der hollständigsten Ordnung seyn sollten, unter den jeßigen Umständen anbefohlen worden.

Aus dem Haag. Jn Gegentvart von 40000 Zu? auern wurden am 24. v. M. vom Minister des Handels und der Kolonien zu Gent den gekrönten Habrikanten die Medaillen zugestellt. Diese Auszeich- ung, die Kunstausstellung, die Ankäufe von Seiten des Königes und der Prinzen, und die bedeutenden Subsfriptionen von Privat- und Geschäftleuten , sind J A N unseres Gewerbfleißes höchst zu: Mäglich.

fen. Die Spekulakten benuzen diesen Umstand uy halten die von daher kommenden P

Yreise höher, als dieselben vorher zu kaufen waren.

Die Leopold roù Sicilien und die ebenfalls zur 0. i rei _fioneñ Grenadiers, am 6. kommenden Monats Septen: ber weiter nah Jtalien abzngehen.

Preßburg. kerie-Regiment Kaiser Alexander,

hat Ordre, am 1353. d. M;

mung nach Jtalien abgegangen.

Schweizerische Eidgenoßensc aft, Die Tat Sagung hat am 14. Augu

Anhörigen jederzeit wieder aufzunehmen, wenn diest zurü>fämen oder zurü>gewiesen würden, und be dingt fi<h von Seiten Frankreichs, hinsichtlich der 1 der Schweiz angesiedelten Fran'osen, eine -gegenseitigt gleiche Verpflichtung aus. Jn der zweiten erklärt stff> ihm unumwunden, woie so völlig täuschend und ni$ tig die im Allianztraftat von 1803 von Frankrei 96 gebene, die Handelsverhältnife angehende Verheißtns seit der Zeit geblieben, und wie sehr sie wünschen müßt endlich einmal beruhigendere und solche Ersffnungis zu, erhalten, aus denen ersichtlih werde, daß die Frä zösische Regierung wenigstens einigermaßen den #0 rechten Erwartungen eines Volkes zu- entsprechen neigt sey, das bis jeßt den befreundeten Staaten à? Vortheile einer völlig unbeschränkten Handelofreihes

auf seinem Gebiete eingeräumt habs.

Beilagt-ÿ

| rodutte, als Det, f Manoelna, Sü/holzsaft 2c. um 15 bis 20 Procen: im}

hiesige Garnison, das k. Regiment Prinz

arnison gehörigen drei Divi: |

Das k. k. Ungarische Linien: Jnfan: f Nv: 2, welche! hier in Garnison war, hat am 16. Aug. die Revit paßirt, und ist Tages darauf zu seiner neüén Bestin|" migen Jahren unter vortheilhaften Verhältnißen aus Baiershen Diensten în die hiefigen getreten ).

st an den Franz. Ministe zwei Noten erlaßen; in der einen, die Niederlaßuncat der Franzôsen in der Schweiz betreffend, erinnert auf die schwierige Ste‘lung der ais Éleinen Bunde®M Staaten bestehenden, der großen Monarchie gegenütä| befindlichen Schweiz, schonende Rü>ficht zu nehme F bemerft, daß sie sih in ihren Heimatscheinen, geg Frankreich verpflichtet habe, ihre dort niedergelaßentW

e ieden; und wie zur Zeit unterschiedlicher Schulen

2 Vorigen Mittwoch ist zu Rotterdam die für 40 Fononen gebohrte neue :Königl.! Fregatte Java glü>:- vom Stapel gelaßen worden.

/ Kaßel. Zu Karlshaven (am Einfluße der Die- el in die Weser) ist kürzlih eine neue steinerne drüde, ein Werk des Baumeisters Rudolph, voll: det worden, und das ganze Wege: und Brücken: auwesen wird jegt mit besonderer Thätigkeit be- andelt. Es steht unter der Oberleitung eines nun- Mehr vom eigentlichen Bau: Departement getrennten llegiums, deßen Chef der Regierungsrath Kraft . Die Waßerbauten insbesondere leitet der Bau- Math Lan g, die Wegebauten der Ober:Bau- Jnspektor Dr. Fi> (ein Schüler von Wiebeking, und erst seit

Das hanze Land hat in Bezug auf den Wegebau eine bis die Details der Kommunalwege hinab mit Schärfe d verständiger Würdigung der Lokalerfoderniß ab- grânzte Eintheilung erhalten, welcher eine entspre: ende Diensthierarchie von Wege-Jngenieuren, Kom: ißairen ¿c. vorgeseßt ist. Eine eigene, in diesem Jahre hienene Verordnung enthält die Vorschriften, worin e ganze Thätigkeit und Funktion dieses mit den man- Mchfaltigsten Bedürfnißen guter Verwaltung so ver: Webten und mit so vielfachem Jutereße der Verwalte: n follidirenden Dienstzweiges erschöpft ist, und man

bst von deßen Wirksamkeit die besten Resultate. Ein sehr geschäßtes Mitglied unseres obersten Ge- <tshofes, der Ober: Appellationsrath Dr. Pfeiffer, it den Ruf als Mitglied des obersten Gerichtes der tien Städte, für Bremen, angenommen. Wir ver- iten in ihm einen eben so cou als rèchtschaffe: n Legisten. Man weis noch nicht, wer deßen Stelle Inzunehmen berufen werden wird. j Die bildenden Künste, stets inheimis< in Kaßel, d uns auch in diesen Zeiten immer freundlich ge-

stets Namen, die uns angehören, hervorgethan ha- en (zulegt no< die: Nahl, Böttner, Tifchbein), sind wir auch jeht in diesem Punkte nicht ohne an:

Í nehme Tröstungen, Der in jeder Hinsicht so hoch: ü

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B ti: la‘ge zum 72sten Stü>ke der Allgemeinen PreußishenStaats-Zeitung,

vom 5 ten September 1820.

a<htbare Nahl aber, deßen liebliche Kompositionen ia Teutschland, in Jtaiien und in England nah Verdiens geshäßt werden, ist ni<t mehr unter den fleißigen, weil sein Sehvermögen unendlich ges<wächt ist. Der Bildhauer Puhl hat vom Kurfürsten den Auftrag er: halten, ein Denkmal für unsere verstorbene, ihrer Wohlthätigkeit und Herzensgüte wegen so vielgeliebte Landesmutter zu verfertigen. Seine beiden Söhne, der ältere Maler, -der jüngere Architekt, beide aus Îta- lien zurü>gekehrt, verheißen eine gll>lihe Entwickes lung nicht gemeiner Talente. Besonders ist das Ta: lent des Malers lebendig, ideenrei< und fruchtbar. Mit Vergnügen haben wir kürzlich ein Bild von dre Engein von ihm gesehen, welche Erde, Feuer und Him- mei ausdrü>ten. Eben so liebli<h spricht ein neueres Bild von ihm, eine Charitas an. Von unserem zu Rom ledenden genialen Rohden haben wir wie- der eine Landschaft hier gehabt, die alles, was wir früher von diesein ausgezeichneten Künstler gesehen, Übertrifst. Sie stellt die Waßerfälle von Tivoli von einer no< ni<t dargestellten Seite vor. Außer Claude Lorrains Bildern hat man wol s{<werli< eine voll: endetere, poetischere, mit einem Worte, -glü>lichere Naturnachdildung gesehcn. Dieses Bild is uns nicht geblieben ; sondern ein Eigenthum des Herrn Grafen von Ingelheim geworden.

Hanover, vom 29. August, Deer Königl. Prenß, Grand Maitre de la Garderobe und Gesandte am hiesigen Hofe, Graf Grote Excell., ist vorgestern von Pyrmont hier wieder eingetroffen, und hat gestern die Reise nah Hamburg fortgeseßt.

„Karlsruhe. Jn ‘dem Gesegvorshlag zur Ab- losung der Grundgülten, Zinsen und Drittheils:Pflichz tigéei t, welher am 24. v. M. zur Diskußion fam, ift der 16fache Ertrag der jährlichen Zinsen oder Gülten, na< einer Durhschnittbere<hnung von 1780 bis go, als Ablösungsnorm, und zwar nach dem Typus der Steuer- Peräquation jener 10 Jahre , angenommen worden.

Der Gesezvorschlag der Regierung über die Ver- antworlichkeit der Minister ist angenommen. Wesentz- liche Modifikatienen {lug der Deputirte der Universität Heidelberg, Hr. Prof. Zachariáä vor, nahm jedoch seine Vorschläge späterhin wieder zurü>.

_Mün chen. Zur mögli@sten Ausbildung der Ks- nigl. Edelknaben machen dieselben jährlich einige in- struftive Fußreisen. So wanderte mit ihnen bereits frü her ihr Chef, der Oberstlieutenant Greuzard d’XA- madieu, in Gesellschaft der Profeßoren Müller und Sch leiß, na< dem Jtal. Tyrol, na< dem Lo- karner und Comer- See, na< Mailand und Venedig, und gegenwärtig stehen sie im Begriff, eine solche Fuß-

Reise in das südliche Frankreich anzutreten.

Franffurt a. M. Nach einer hier erschienenen Bekanntmachung des Rechney:Amtes, darf ohne, beim Bestätter:Amte nachzusuchende Päße, gemünztes oder ungemünztes Gold oder Silber, nicht ausgeführt

werden. Herr v. Severin geht, begleitet vom Legations: Sekretair Herrn Sto fregen, als Ruß. Kaiserl.

Gesandter nah Madrid.

Protokoll der 1gten, am 3. Augs. gehaltenen,

Sitzung der hohen teutschen Bundesver: sammlung. (Fortsezung, \. d. 70ste St.) _ Art. 6. Die Austrägal-:Erkenntnife sind sefort nad ihrer Erëffnung als. rechtséräftig anzusehen und zu bes folgen. Jedoch ist die Neffitution wegen neu aufge: fundener Thatsachen und Beweismittel zulêfig. Sie muß ader innerhald viec Jahren, vom Tage der Aufs findung an gerenet, nadgesucht, und es teann das