1820 / 86 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Tue, 17 Oct 1820 18:00:00 GMT) scan diff

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den Richter bei dern vormaligen Kreisgerichte zu Prüm, Bender. Zum Ober-Prokurator: den Dber- Landesgerichts-Asseßor zu Breslau, Heinbmann.— Zum ersten Prokurator: den Substituten des Staats - Prokurators bei dem Kreisgerichte in Trier, Zeininger. Zum zweiten Prokurator: den provisorischen Richtèr beim Kreisgerichte in Aachen, M ori6. Zum drittenProkurator: den Frie- densrichter zu Hermesfeil, Hisgen. Zum vier: ten Prokurator: den Richter bei dem vormaligen Kreisgerichte zu Saarbrü, Schlin k.

Y. Bei dem Landgerichte in Aachen.

Zum Landgerich ts-Präsidenten: den Prä- sidenten des Kreisgerichtes in Mülheim, Hossmann. Zu Landgerichts: Räthen: den prooiforish mit dem Vorfiße beauftragten Richter bei dem Kreis- Gerichte zu Aachen, Dauven; den Richter bei den Kreisgerichte in Krefeld, Erleweinz die Richter bei dem Kreisgerichte in Aachen, Blumhofer und Bre: wer; den kommißarischen Richter bei dem Kreisge- richte in Aachen, Schippers; den Richter béi dem Krceeisgerichte in Mülheim, Kre y; den vormaligen Rich: ter bei dem Kreisgerichte in Köln, Mitglied des dor- tigen Gemeinde - Rathes, vón Heinsberg; den Raths-Auditor beim vormaligen Appellationsgerihts- Hofe in Köln, von Fürth; die kommißarischen Rich- ter bei dem Kreisgerichte in Aachen, Geuljans und Kommer. Zum Ober-Profkuratok: den Kri- minal-Prokurator zu Aachen, Biergans. Zum ersten Prokurator? den Land- und Stadtgerichts8- Asseßor zu Südenscheid, v on Kollenbach; zum zweiten Prokurator: den kommißgarishen Sub- stituten des Staats:Profkurators bei dem Kreisgerichte in Düßeldorff, von Pampus. Zum dritten Prokurator: den Richter bei dem Kreisgerichte zin Malmedy, G eron. Zum vierten Profku- rator: den provisorishen Substituten des Staats: Prokurators bei dem Kreisgerichte zu Aachen, Emunds.

ŸVI, Bei dem Landgerichte zu Koblenz.

Zum Präsidenten des Landgerichtes daselbst, so wie des Justiz-Senates für den Ost-Rheinischen Theil des Regierungs- Be- zickes Koblenz? den Direktor des Hofgerichtes zu Arnsberg, Wurzer. Zu Landgerichtsräthen: den Nath bei dem provisorischen Revistonshofe zu Ko- blenz, N ell, mit Beibehaltung seines Nanges und Ka- rafters als Revisionsrath; den Vice - Präsidenten bei dem Kreisgerichte zu Koblenz, Tippelz den Substi- tuten des General: Prokurators bei dem vormaligen Appellationsgerichts - Hofe zu Köln, von Glüme r; die Richter bei dem Kreisgerichte zu Koblenz: S ch mi 6, Burett und Klesiusz; den Substitut : Prokurator bei dem Kreisgerichte in Koblenz, von Honth eim; den Ober - Gerichtschreiber bei dem Kreisgerichte zu Koblenz, Lippe; den provisorischen Richter bei dem

Kreisgericht zu Köln, Wrede. Zum Ober: Prd- kurator: den Ober: Landesgerichtsrath zu Halber- stadt, von Oppen. Zum ersten Prokurator: den Justiz-Kommißarius zu Paderborn, Beßel [I.-— Zum zweiten Prokurator: den Staats - Proku: rator bei dem Kreisgerichte zu Koblenz, An #<üÜ 6. Zum dritten Prokurator: den mit Wahr: nehmung der Stelle des Staats Prokurators bei dem Kreisgerichte zu Simmern beauftragten Subftitut- Prokurator Röchling. Zum vierten Proku: tats g api Amts - Asseßor zu Vallen - r un ilf-Arbeiter bei dem Justiz: c renbreitstein, Lie l. Es 0A VIL. Bei dem Stadtgerichte zu Weßlar. Zum Stadtgerichts - Direktor: den vorrna- ligen Rath bei dem Stadtgerichte zu Weslar, Krauß. Zum Justizrathe: den Rath bei dem Stadtgerichte zu Weblar, Sippmann zu ernennen und die Bestallungen Allerh vóöllziehen geruhet. iy ai cities

Angekommen: Se, Königl. Hoheit der Prinz Fríed- ri < sind von Deßau am iZ. d, M. de t D ros fen. Se. Exc, der wirkliche Geheime Staats - Minister Graf von Vüúlow, von Egeln. Se. Exc. der Königl. Würtembergshe Staats - Minister von der Lühe, von Stuttgart. Der General - Major und Divisions - Kom-

mandeur Graf Henkel von Donnersmark, von. Tor:

gau, Der General - Major und Brigade - Kommandeur von Lettow, von Wittenberg, Der Amerikanische “er rh am Rußisch : Kaiserlihen Hofé, Midleton, von

Abgereist: Der Rußish Kaiserliche Feldjäger 3 a- binskÉy als Kourier nach ln Be E

Durchgereist: Der Kaiserlih Oesterreihs<he Gene- ral- Konsul Krause, von St. Petersbura nah Wien. Der Rußisch Kaiserlihe Feldjäger Schmidt als Kourier von St. Petersburg nah Amsterdam. Der Königlich Franzdsishe Kabinets-Kouriec Aliot von St, Petersburg nach Paris.

Heute wird das 16te Stück der Geseßsanmlung aus: gégeben, enthaltend die Geseßse:

Nro. 623. die gutsherrlihen und bäuerlichen Vêèrhältniße in den vormals zum Königreiche Westphaten, zum Groß- herzogthume Berg oder zu den Franzôsish-Hanseatischen

„Departements gehörenden Landestheiien betreffend z

Nro. 624. wegen der in Magdeburg und Münster zu er: rihtenden General-Kommißion z

Nro. 625, die gutsherrlichen und bäuerlihen Verhältniße im Herzogthume Westpfahlen betressend ; j

Nro. 626. wegen Veränderung der Weinsteuer und

Nro. 627. die Giltigkeit der Französishen Geseße in der Stadt Wesel und deren Rayon betreffend, Sämmt- lih vom 25. September d. 3:

Zu gleicher Zeit bringt das unterzeichnete Konitoir in Erinnerung , daß mit dem 1. d. M. ein neuer Pcânumera# tions-Termin eingetreten ist. Berlin, den 17. Okt. 1820.

K. Pr. Debit-Komtoir für die Allgem. Gesessammlung»

Ge O I O O T T E D E N Dumm t:zmotaeoinauerueeer aeaen

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Ausland.

P aris. Das legte Blilletin (das vierzehnte) über das Besindea der Herzogin von Berry und des Herzoges von Bordeaux lautet, wie die vorigen, günstig, Außer den no< immer fortwährenden Ad- dreßen über diese glü>liche Begebenheit énthalten die neusten Französishen Blätter fast nichts von irgend einer Erheblichkeit.

Der Graf St. Aulaire, Schwiegerväter des Herzogs Decazes, hat die bekannte Schrift des General Donadieu, die voll Beschuldigungen gegen den Herzog iff, beantwortet , und viele schwere Ge: genbeshuldigungen wider den General erhoben

Am 7. Oktbr. fand eine Versammlung sämmtlicher Minister bei dem Herzoge von Rich elieu statt.

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Zeitungs-Nachrichten.

Vor wenigèn Tagen erskah ein Handtwoerksgesell feinen Kammeraden in der Hige eines Streites, der wegen 37 Sous entstanden roar. i

Madrid. Die neusten Nachrichten von dork enrhalten nichts weiter als das Nähere über die schon bekannten Verhandlungen und Beschlüße der Kortes in Ansehung der Aushebung des Bannes der fogenann?è ten Josephiner und des geistlichen Eigenthumes.

Ruhe herrs<t in Madrid und wie es scheint, in

ganz Spanien. Die Verschiedenheit der Ansichten wel<è sich bei Gelegenheit der Anwesenheit M ieaes in Mádrid offenbarten, haben dem wesentlichen Jn: teteße der Regierung nicht entgegen gewirkt, wiewo! es gewiß ist, daß Riego überall, wo er auf seiner Neise nah Valadolid hingekommen, mit großem Ju? del empfangen worden.

' der Hauptstadt gestört worden.

Ftalien. Eil Handelschreiben aus Neapel vom z5. Sept, in Stuttgarter Blättern, sagt: „Die Um- stánde sind fricish, aber doch {eint es, daß man im Auslande mehr wegen uns besorgt ey, als wir es selbst sind. Die Ruhe is noch keinen Augenbli> in

Zwar war man vor ¿4 Tagen nicht ohne Sorgen ; aber das Ungewitter, das über uns s<webte, ist glülicherweise noch ent- dve>t und abgeleitet worden. Wir wißen übrigens selbs darüber no< nichts Anderes, als wás uns un- sere offizielle Zeitung sagt. Wohl spriht man viel von Krieg, und macht außerordentliche Anstalten zur Vertheidigung z aber Viele hoffen auch wieder, daß es doch nicht dazu fommen werde. Dié Staatspapiere find abermals gefallen, heute stehen sie zu 67.

Neapel, vom 19. Sept. Gestern am 18. wurdé auf dem Scbloße Quisisano der Geburtstag Sr. H des Prinzen Christian Friedrich von Dänemart gefeiert und dur einen sehr glänzenden Ball be- shloßen. /

Man \{<ähßt die Anzáhl der Karböônari auf 800000 Das Parláment wird hier am 1. Oft. eröffnet.

Lißabom Die Junta hat den Zustand der Fi- uanzen bekannt gemacht und dargethan, daß ohne eine außerordentliche Anleihe y das Deficit von 48 Mill. Real. nicht zu de>en sey. Furjaz, ein Mitglied der Regentschaft, hat die erbetene Erlaubnis, nach Rio - Janeiro zu gehen, mit dem Auftrage erhalten, des Königes Maj. L A die jüngsten Begebniße

ahrhaften Bericht abzuskatten. i N 4 lRio-Janeitro scheint man, nach Briefen von dort, schon im Juni den Bewegungen in Porto auf

der Spur gewesen z11 seyn.

London, vom 6. Oft. Ar 1. trafe des Königs Majestät von Portsmouth in Brighton ein und gin- gen nah Windsor ab. In Abwesenheit -des Königs darf der Pavillon zu Brighton in der Regel von Frem: den nicht besucht werden y jedoch wurde dies als einé begünstigende Ausnahme, dem Herzoge Deéazes und seiner Gemahlin gestattet. 4 }

Die Rede, mit der Herr Gróugham ám 5. die Vertheidigungsverhändlungen in Sachen der Königin eröffnete, begann mit dem Ueberbli> der Wichtigkeit dieses Unternehmens, und der Redner äußerte mit fast zu weit gehender Freimüthigkeit, daß er vor dem Schluße dieser Verhandlungen vielleicht einen Weg einzuschlagen haben werde, der Vielen mit der Loyali- tät eines. treuen Unterthanen unvereinbar scheinen

Die Berührung früherer Vorfälle, meinte er,

nicht nöthig, allein wenn dies das Jn:

tereße seiner hohen Klientin erfodern sollte, so würde er alle und jede Géheimnißé ungescheut enthüllen, Er kam jedo von der drohenden Position, die er eben nicht zur Empfehlung der zu verfechtenden Sache genom- men hatte, bald wieder zurü> und beruhigte die auf- geregten Zuhörer mit der Versicherung, dáß er für Jet zu diesem Acußersten noch nicht gebracht sey. Uebri: gens verwarf er die ganz® Anklage, behauptete, daß sie durch die Zeugen niht bewiesen sey, und versprach darzuthun, dáß sie die Zeugen selbst umsließen. ¿Eine Thatsache,*' fuhr er, an das Oberhaus gewendet, fort, „eine Thatsache gebe ih zu, daß J. Maj. dies Land verlaßen , sich in Italien aufgehalten haben, daß ihre Gesellschaft dort hauptsächlich aus Ausländern, größ: tentheils von einem niedrigeren Range, als diesentgen, mit denen sie in England umgegangen war, bestanden ; ih gebe zu, daß, während sie der Gesellschaft , nicht ihrer eigénen Familie , denn diese war ihr untersagt, sondern der Familien Eurer Herrlichkeiten genoß, sie in einem ausgezeicbneteren Kreis lébte. Man fklägt sie an, nicht hier geblieben zu seyn, sondern im Aus: lande gelebt zu haben, und Jtaliâner anstatt Engli: scher Peers und ihrer Gemahlinnen zum Umgange Ge: wählt zu haben. Sie alle wißen, wie F, Maj. Ihnen zur Zeit, wo es ihr wohl erging, die Thüren ihres Palastes

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geöffnet und Ihre Gefellfchaft zu suchen geruhet hat; daß aber, als andere Absichten eincraten, ih1e Thüren vergeblich offen standen und Eurer Herrlichkeiten Gesell: schaft umsonst erwartet wurde : da blieb ihr nur übrig, Fhren Umgang als eine Gnade zu suchen, oder Eng: land zu verlaßen. Hierauf erzählt er, daß Pitt, Percteval, WHhitbread, ihre fcüheren Vertheidiger, die alle jene Verhältniße genauer fannten, zu ihrem Unglücke niht mehr seyen, und daß, nachdem der zuleßt: genannte gefallen, das Ungewittèr durch Ernennung der Mailänder Kommißion über J. M. losgebrochen sey.

Nach drittehalbstündigem Vortrage bat er um Er: laubnis, ein wenig auszuruhen, und entfernte sich. Er fam bald wieder zurü>, und griff nua die Glaud- würdigfkeit der Zeugen, und die von ihnen gelieferten Beweise an, bei welcher Gelegenheit er die Zußörer an die feushe Susanne erinnerte, deren Unschuld auch dur< den Widerspruch der fals<hen Zeugen ge: rettet worden sey. Er schalt die hier gebrauwte Urt der Beweisführung als zu wirêunagslos und zu re<hts- ridrig, urm darauf ein ex posL facto - Gesebß gegen die Angeklagte zu begründen.

Eingelaufenen Nachrichten zufolge brännten in dex Stadt Port-au-PVrince am 19. August 600: Hâu- ser in wenigen Stunden nieder; man gievdt den Werth des Gesammtverlustes auf 5 Millionen Doliars an. Wahrscheintich ist diese grausame Feuersbrunst dié Folge eines von den Schwarzen gegen die Mulatten geschmiedeten Komplottes.

St. Petersbutg, vom 28. Sept. Von dén 36 Granitsäulen, die beim Bau der Fsaaks- Kirche anget bracht werden, sind neuerdings die vier ersten aus Finnland zu Waßer hieher gebracht worden. 8 Fat den lang ist dec Schaft und aus einem einzigen Stücke: Der ganze Bau wird foloßal. Unter dem Fusdoden, der mit Marmocplatten belégt wird, werden zur Ér- wärmung der Kirche für den Winter 52 Defen ange- bracht, Die Wärme wird dur Röhren unter deni Fußboden allenthalben hingeleiter. Jede derx odge- dachten Säulen wiegt in ihrem gegenwärtigen ZU- slande dreizehntausend Pud (zu 40 Pfunden jedes Pud gerechnet ). Sie werden vermittels einer Dampfmä- schine polirt. :

Die vor einem halben Jahre in éinem- hohen Al: tér verstorbene Oberhofmeisterin Anna von Narisch- fin hat in ihrem Testamente eine Summe von 150000 Rubeln. zum Besten der Erziehungs- Anstalten, die unter dem Schuße Ihrer Maj., der Kaiserin M as riaistehen, aus ihrem hintêrlaßenen Vermögen ánge- wiesen. . Der Reichskanzlet, Graf Roman zow, eirt Neffe der Verstorbenen , ihr Universal Erbe und Exes futor des Testamentes, hat diese Summe zur Disp9o- sition Jhrer Majestät gestellt.

Wilna, vom. s. Oktober. Deë in diefen Blät- tern erwähnte, auf das Einschmuggeln fremder Waaren gelegte jüdische Bannfluh, isf, außer Wilna, nun au in Kowno (Kauen), Minsk, Georgenburg und in den angränzenden Szamaiten und Litthauen publicirt.

Nach einem hier vor Kurzem erscziènenen Geseßè müßetr sämmtliche Juden ihr c<hriftlies Gesinde ab: shaffen, und dürfen ferner dergieichen nit mehr hal: ten, um auf diese Art dem in einzelnen Fällen siatt- gehäbtèn Uebergange des <ristlihen Gesindes zur Mos saishen Religion für bie Qua vorzubeugen.

Der Rußiscy Kaiserliche eneral der Ar'illeriè Alexenotw ist in Aufträgen na Mohilero gereist.

Schtéiben von der Türkischen Gränze, vom 14. Sept. Nach zuverläßigen Berichten ist Aly, Pascha von Janina, aufs vollständige überœältigt. Nachdem dieser Rebell dur einzelne Niedeclagen und den Abfall seiner Truppen alle ihm bisher unterwürfigert Provinzen nah und nach verloren hatté, lieferte zuleßt 4 Meilen von Janina der Türkischen Armee eine Schlacht. Diese lief so unglü>li<h für ihn ab,