1820 / 96 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

dete wird wahrscheinlih ohne Schaden für das Kind, womit sie s{<hwanger geht - wieder völlig hergestellt / werden, wenigstens lebte sie noch am 12tèn Tage nach

dem- Ereigniße. +5 2001! f

‘Pr én'zla u: Dréèi Pérsonèn, welche bei. einem am 4. v. M. zu Klein Sperrenwalde ausgebrochenen Feuer von ihren Habseligkeiten no< etwas retten wollten, wurden dur<h das Einstüurzen des brennen- den Dáches, lebensgefährlich beschädigt. Der Guts- Bésiber Hr. v. Arúim Togleich ‘der Kur seines Arztes des Dr. S c<hulz, der zwei ‘Personen glücklich wieder hergestellt hat. Eine dagegen ward ein Opfer des Todes. :

Köln, den z1. Dct. Einer der Thäter des in der Nacht vom 16teti zum 1g9ten Oct. c. in der Ka- pelle der heiligen drei Könige des hiesigen Doms, be- gangenen Diebstahles, ist in Münster entde>t und vêr- Haftet worden.

‘Uecéermúnde. Am 22: Oct. ward das katho- lische Bet- und Schulhaus zu Blumenthal vor etner zahlreichen Versammlung" fatholisher und evangeli- {cher :Glaubensgenoßen, auf eine würdige angemeßene Weise eingeweiht. Gleich lobenswerth sind bei der Aus- führung dieses dur< den. kathol. Geistlichen Prof. Heimvetter in Stettin veranlaßten Baues, die Bereitwilligkeit der Gemeindeglieder dieset Konfeßion mit welcher sie der: Absicht, nahmßHhafte und zu thren Fehr beschränkten Kräften unverhältnißmäßige Opfer gebracht haben, so wie die rastlose und willig darge- botene baare Unterstübung von Seiten des gedachten wactern- Geistlihen. e

‘Ruppin. Jn der Nacht vom 27. zum 28sten vor. Monats, gleich na< Mitternacht, entstand in der Scheune des Schulzen und Krügers Fehlow zu Te- \hendorf ein Feuer welches fi<h, da alle Bewohner in Schlaf versunken waren, über alle unter Wind stehende Gebäude verbreitete, auch als es eine Stelle ‘erreicht hatte, wo. die Dorfstraße schmal ist, über sel-

‘ige flog, und dort mehre Häuser zerstörte. -

Da in neueren Zeiten immer mehr Gebäude zwi-

\chen den früher vorhandenen aufgeführt sind, mithin fie sich sehr nahe standen, und da sich auf keinem ein- ziger ein Ziegeldach befand: so sind 21 Wohngebäude, 10 volle Scheunen , 34 Ställe eingeäschert, und 32 | Familién obdachíos geworden. j / z Dem Schulzen, der das Lob- eines redlichen, ver- ständigen und fleißigen Mannes hat , ist ni<t nur seine wohleingerichtete Haushaltung, mit allen Vor- räthen, sondern auch sein beträchtlicher Viehstand verbrant , und- so ist jein' bisheriger Wohlstand in ei- nem Augenblicke gänzli h vernichter worden. Er und die Seinigen, haben nichts als die emden mit denen ¡e bedeckt waren, gerettet. Wahrscheinlich! wären sie in der Flamme ersti>t, wenn des Schulzen beim dor- tigen Forstbedienten dienende Schwester, nicht bis nach Mitternacht in einem Erbauungsbuche gelesèn und so das Aufgehen des Feuers bemerkt hätte. Mis- gunst, soll ihm dies Unglück bereiter haben, durch welches außer ihm stò Viele mehr oder weniger unglück- lih geworden sind.. ;

“Der sonst jo übel berüchtigte Teschendorfer Damm is jebt, und für sehr mäßige Kosten, unter Leitung des Forst-Jnspeftors Gaerwiß in furzer Zeit inso vortrefflichen Stand geseßt,: daß er zum Vorbilde und- zum Beweise dienen kann, was Sachkennt- nis und guter Wille vermögen. Ueberhaupt schreitet gedachter Beamter, seiner eshränkften Mittel unge- achtet, in. der ihm anvertrauten Forst - von 15,000 Morgen, mit Wegebeßerungen, Pflanzungen und an- deren den Forsthaushalt angehenden Anlagen so thä- tig vor, daß wenn man dafen Revier nicht anhaltend bereist, es an Zeit fehlt alles in Augenschein zunehmen, was in der Zwischenzeit fertig geworden ist. Auch der Oberförster Muß, hat ausges die mit Geschmack

terfeld ängelegen seiu. Kühen „gilt eiñ néugehßornes Kalb

Gr. gegeben werden.

Trauben verkauft hat, woneben er noch für den

toffeln, gewinnt.

milie Bedürfniße vollkommen bestreiten.

und andere

fangen dahèr zur Beförderung

Getränfe bei sich führen,

das platte Land fahren laßen. Amsterdam k. S. à 1043 pro Cent. ;

15 Den. , 2 Monat 36 Schill: A Den. beßer, begehrt.

nat à 26 S

à 1455 pro ten. Prag

d’ot a 11

122? pro Cent. Vorrath.

5. Schill. zu laßen.

sen 85 à 86 pro Cnt. Dito á 5 pro Cnt. 80 pro Cnt. ohne Umsab.

à 111 Und 1114 Fl. etwas gemacht.

Münze zu 21 Proc. 145.

Kour. Thlr. 137, 2 Monat.

Konv. Guld. 99/2 Br. Uso. B. Thly. 145{ Br. 6 Wochen. London, Pf. / l j ( Guld. 10, Br. 2 Monat. - angelegte und zwe>mäßig ausgeführte Straße vom Neufammerx Therosen nach Rüt heni> ausgezeihnet, || 117

G. 2 Monat.

Gedrut, bei Haÿn.

und nicht. minderläßt 6s sich der Oberförster v. W iü; |

Der Kolonist Petsch zn Kelkendorf besißt nu} übergab diese Verunglüften || 1x Magdeb. Morgen sehr mittelmäßigen Lanbes/ n Scelle is aber mit guten Obstbäumen beseßt , Un) das Wohnhaus mit vortrefflichen Weinreben-bede>t, dergestalt, daß der Kolonist in“ eitem Fahre - o! 17 Tonnen grüne Birnen und für 12-Rthlr. S

aus stand, das Benöthigte an Gartengewächsen und Kar: Dabei kann ein solcher kleiner Be sier, dur< Tagelohn oder andere Arbeit si no| einige Thaler baares Geld verdienen, und seiner Fu!

Der Kornbrantwein „. deßen nachtheilige Folge! auf häusliches Glúcx, Fleiß, Zufriedenheit, Ordnung bürgerliche Tugenden bedeutender sind ther | | als Manche, die- in der Mitte des Volkes nicht leben Marl Re isi g, ist zum außerordentlichen Profeßor in

lauben dürften, schließt si. hinsichtlih seiner neues

ertriebmanier den Rhein- und Französischen Weine an. Befanntlich dürfen die Brantweinschweler in mehren Gegenden mit Brantwein nicht hausiren ;

| II. Zeitungs-Nachrichten.

ihres Vertriebes jebt! an, Musterreiter herumzuschi>en, welche Proben von diesem die Nation pv und moralijs< vergiftenden®

) selbige preisend austhèilen,* Bestellungen annehmen, und dann unter der Firmisde Saint Aulaire auf die Schrift des Herrn Berryer Bestellung‘! ganze Ladungen mit Brantweinen aussnamens des General Donnadieu, ist bereits die dritte

o, Mona! à 1052 pro C. zu laßen. London f. S. 57 Schill, 102 Den., und tit} i Paris 2 Monat à Schill. foursmäßig sehr gefragt. Bordeaux 2 My: ill. Breslau 6 Wochen à 413 Schill, Geld und Briefe. Wien in elkectiv 6 Wocheis Cnt. , 2 Monat zum not. Kours angeb kdnnen. in effectiv 6 Wochen à 1464 pro Cut. Geld. Augsburg 6 Wochen à 1464 und Franffüt 2 Man. 6 Wochen à 146 pro Cnt., 2 Mon. zum n i tirten Kours begehrt. St. Petersburg 2 Mont zu 95 Schill. Geld, zu 97 Schill. Briefe. —* Lou} Mré. 35 Schill. zu laßen. Neue Hul, Er; Ducaten fehlen; und a 72 pro Cnet nominse! Gold al marco áà 103 Schill. begehrt. Dänisch E! [F Kour. 1242 pro Cent, Hamburger Grob - Kou t. Piaster - 29 Mrk. 25 Schill. , ohn Vorrath. Fein Silber à 27 Mf. 10 Schill. , Silki in Sorten 15 Lth. ‘5 Gráin und bis 14 Lth. 9 à 27 Mkt. 95 Schill. , Preußische Münze à 27 Mf

Fal - Obersten der : ) und daher eine mit außerordentlichem Fleiße. gefertigte

Dâuische Anleihe, erste Abth. à 6 pro Cnt. Z

pro Cut. ; zweite Abth: à s pro Ent. Zins. 79 eßen. Sie war auch beim Eintritte dieses

Norwegische Anleihe à 5 pro Cent à 77 bis „Peisammen, und defretirte den Pantalons das Bür-

pro Cnt. ; und Oesterr. Anleihe das Loos á 100 Am 28..Oct.- war: zu Wien der: Mittelpreis gen tach ra ae diese betreffen vorzugweise Haus- Staatsschuldverschreibungen zu 5 Proc. 72 # Kon Darlehn vom Jahr 182 fúr 100 fl. Konv. M. 1085. Bank - Aktien p! Stück #67 in K. M. Amsterdam für ‘100 Thl, Augsb. fúr 100 |

Hamb. für 100 Thl “von ihr besorgten Fäßern voll warmen

s Mailand, fúr 1 G Soldi 674; 2. Monat. Paris, f. 300 Frank. Gub}

Medatitye He "niße von. Paris soviel geschehen , als jeßt.

Jn Neuhoff einer zu den v. Arnstä dtschen Gü: | tern gehörenden Holländèrei von großen Oldenburger | , welches . eintch Tag alt ist, 6 Rthlr. und für jeden Tag, den der Känfer es noch an der Kuh saugen läßt, müßen 1

Allgemeine

wyreußis<e Staats - Zeitung.

96 Stück. Berlin, Donnerstag den gten November 1820.

I. Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages. : Der zeitherige außerordentliche Profeßor in Jona,

der philosophischen Fakultät der vereinigten Universi- tät in Halle ernannt worden.

Añgekommen: Der Kaiserl. Rufßische Feldjäger

S

Perkfatscheff als Kourier von St. Petersburg.

h

obi 6 .l:4:n d : Paris den zo. Oct. Von der Antwort des Hrn;

Auflage, vermehrt mit einigen Beilagen und nament-

ich einer - Replik auf das leßte Factum des Herrn grper erschienen.

* Alle Ortobrigkeiten des Reiches senden Adres- sen an den König eins mit der Bitte, behufs der Ac- quisition der Domaine Chambord. sub cribiren zu dürfen, um solche demnächst dem Herzoge von Bor- deaux als ein Merkmal ihrer Liebe darbringen zu

Der Schneider des Garde - Jäger-Regimentés zu Namens Martin Baron, hat mit Recht Heglaubt, daß es ihm gebühre, für den jungen Gene- der Jäger , das erste Kleid zu machen,

Pferde ,

vollständig versehèné

t, die Se: K. H. e Hefähr nah Verlauf von 2 Jahren wird anlegen fön- Ven. Die Herzogin von Berry hat mit freundlicher ûte dieses erste militairische Garderobe - Stück 1h- es Sohnes anzunehmen geruht, und versprocheii, däß jies das erste Waffenkleid sein solle, das der junge

und mit allen Dekorationen

Prinz anlegen werde.

{ Ein Comité directeur aus Schneiderwneistern be- ehend, versammlet sich gewöhnlich beim Wechsel der Fahreszeiten um Über Kleiderschnitte zu entscheiden, nd der Mode Sommer - und Wintertracht festzu- Herbstes

erret.

Paris macht dermalen beträchtliche Veksendun-

L Ebenisterei, Spiegel, Kristal, Tischler - Eisen- nd Blechwaaren, welche sich seit furzem sehr ver- dollfommnet haben. ' : Die ambulirende Badeanstalt findet zroßen Fört- Man begegnet überall, des Morgens - den ) Waßers. V Zusehens mehrt sich hier die Jüdische Bevôlke- rug, besonders durch Einwanderung aus freniden Ländern. : Zu keiner Zeit ist für die unterirdischen Béedürf- Wo és

si< nur immer thun läßt, werdén abführènde Kanäle angelegt. Mehre Straßen sind zu diesem Behufe aufgerißen. Diese fostspieligén Arbeiten hindern nicht, daß mit dem Baue der nördlichen Galerie “und der in- neren Vollendung des Louvres fortgefahren werde. Eben fleißig wird an der Magdalenenkfirche und Börse gébaut. Auf dem Plaße St. Sulpice steigt ein neues Seminar. empor. - Wer diese Anlagen und Pracht- Werke sicht , erstaunt über die Mittei der Regierung und úber ihre Thätigkeit. E 0s Bei den Wahlen schmeichele si< das Ministe: rium einé Mehrheit von vierzig bis funfzig Stim- men B befommen. i v4 ¿0er Dorwag, über dffentlihe Erziehung welchen, im Namen des nterrihtauss<hüßes, der ehemalige Bischof} voù Autün an die fonstituirende Versarnm- lung hielt, ist ziemlich, auch, deni Auslande, doch hnir- gends nach seinem ganzen Werthe bekannt. „Dén aus- wärtigen Krieg, der die Jugend wégräfte, begleiteten in dem. Juneren des Landes Zerrüttungen, die fast Alles zu Grundé richteten, *) was von dffentlichen Er- zieh-Anstälten übrig géblieben war. Volkschriften, wie Feuille Jillagggue und dergleichen berüctsichteten nicht -gnügsani die dem Volke mangelnden Vorkennt- niße. Die Gewäßer der Sündfluth fielen Und der Sturm legte. sich. Da erhob sich die Stimme des Seelsor-. gers von Blois und rief das Junstitut der sämmtli- chen. Wißenschaften Und s<hdônen Künste in's Daseyn. Dié Errichtuhig der polite<hnishen Schule war vor- angegangen. Andre Bildeanstalten folgten. Alle diese gleichzeitigen Stiftungen t ohne Ausnahme, ¿wécémáßig gedacht urid ausgeführt; állein feine be- faßte sich. ini eigentlihen Sinne mit dem Unterrichte des Volkès. Jhn verwieß man auf die Zukunft. Bo- naparté ‘bêtrat die äufgebrochene Bahn. Für die hö- herén Ca des Geistes wurde mit verschwenderi- hem Au waiide gesorgt ; die Erziehütg des Volkes hin- gegen wurde gatiz absichtlich vernächläßigt und zurück- gésekt. - Unterdeß hatte das Volk si<_ seiner groben Unwißenheit schämen gelernt ; und so viele Beispiele von Leuten aus seinem Schooße, die, weil sie. ein wenig lesen oder schreiben forinten, berühmte Feld- herrn und Staatsmänner geworden, spornten seinen

*Y Die herrliche Ansialt von Jüle hat si mitten durch die Revolution erhalten und dem Bonapärtischen Einfluße zu entziehen gewust.