1919 / 164 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

S Mt M R T

. berwaltung8te<hnischer

" Abo. Dr. Philipp (D. Nat.): Es ist ein Unding, in eine o 'Freiheitli>e Verfassung ein Ausnahmegeseß zu bringen, das außerdem ganz nußlos ist. Es muß fallen kraft der rein demokratischen Forderung fei gleichen Rechtes für alle. j N i

.__ Abg. Dr. Kahl (D. V.): Nur Haß oder Angst haben eine, solche

Bestimmung diktiert; beide sind abet keine vernünftigen Motive für ète Weseßgebung. Die deutschen Fürsten haben sich der Revolution gegen- üter korrekt bis zur Schwäche gezeigt. Sie können nur wiederkommen, inéênn, was i< ihr nit wünsche, die Mi. publik abwirtschaftet.

s Abg. Braun- Franken (Soz.): Die Monarchie von heute

äre nur ein kurzes Jntermezzo. Die Monarchie hat in jahrhunderte-

Tanger Arbeit tiefe Wurzeln ins Volk getrieben und ganze Genera- tionen in ihrem Geiste erzogen. Wir werden alles tun, um die Republik

orx ihr zu \<üben. Die Verfassung ist nit bloß für die näcsten {Fabre

estimmt, sondern auh für Zeiten, wo solde Bestimmungen wichtig een Das. gute demekratische Gewissen muß für die Bestimmung sein. “Abg. Seger_ (U. Soz.): Die wirkli>en Demokraten der Welk tverden aus der Bestimmung entnehmen, wie weit der Republikanismus

in Deuishland verankert ist. : 2

Abg. N u G ke (Dem.): Man müßte seiner Freude über den WSiege5zug der Demokratie Auëedru>k geben, wenn nicht gleiczeitig zu fürdten wäre (zur Nehten), daß es sich um eine Demokratie handelt, ivie, Sie sie auffassen. (Heiterkeit.) Die Anträ-o der beiden „soziäl- demokratisden Parteien sind ni<ts weiter als Angstpredukte, (Zu- timmung. Widerspruch bei den [Sozialdemokraten.) Wir "Demokraten nd überzeugt, daß das deuts®e Volk bei der Präsidentenwahl keine

vummheit begehen wird. (Widerspruch der Unabhängigen.) Wenn man den! Unabhängigen folgen will, dann kommt es dabin, daß nur no< bie Mitglieder dieser Partei über die Handidäteneigensbaften für den

Präsideritenposten verfügen. (Heiterkeit.) Klären wir/ das Deutsche Belk-über de historisde S{uld der Monarchen auf, dann können wir tbm die Präsidenténwabl ohne die Furcht überlassen, daß daraus eine Gefahr für die demokratische Republik“ entstehen könnte. (Beifall.)

Abg. Gröbe r (Zentr) stellt gegenüber dem Abg. Braun (Soz.) Fest, daß das Zentrum, aboeseben von vereinzelten Abgeordneten, seiner- beit gegen das Sozialistengeseß gestimmt" hat.

< Damit {ließt die Besprehung. Der Antrag Agnes wird dur Auzgählung mit 123: gegen 117 Stimmen ange - nommen. :

* Art. 167 bestimmt, daß die Post- und Telegraphen- perwaltungen Bayerns und Württembergs im Wege der Ver- tändigung bis zum 1. April 1921 auf das Reich übergehen.

st bis zum 1. Oktober 1920 keine Verständigung erfolgt, soll durch Reich8geseg über die Uebernahmebedingungen und durch ein Schiedsgericht über die Höße der Entschädigung entschieden iverden.

_ Gleiche Bestimmungen trifft. Art. 168 für die Ueber-s nahme der Staatsbahnen und der Wasserstraßen auf das Reich. Gin gemeinsamer Antrag des Zentrums der Deutschnationalen, der Demokraten und der Sozialdemokraten will beim Mangel der Verständigung die sämtlichen Uebernahmebedingungen durch den Staat?gerichtshof entscheiden lassen.

Berichterstatter Abg. Haußmann teilt mit, daß nah den ge- eflegenen Verhandlungen Bayern und Württemberg mit dieser Lösung ex Frage einverstanden seien. ;

Reichskommifsar Dr. Preuß: Dem Verfassungsausschuß ist es n danken, G in den Verhandlungen ein naher Termin für die Üeber- nahme des Post- und Telegraphenwesens (sowie ‘der Eisenbahnen und der Wasserstraßen auf das MNeich erzielt ist. Bedenklih könnte es scheinen, auger der pekuniären Auseinanderseßung auh die Regelung Fragen dem Staatsgerichtshof zu übertragën. Uber da Bayern und Württemberg damit einverstanden sind, glaubt anch die Reichsregierung auf diesem Wege das Ziel erreichen zu können. Der preußischen Regierung und dem preußischen Cisenbahnminister ¡Eee ih den besonderen Dank der Reichsregierung für die Führung r Verhandlungen aus. :

Die Art. 167 und 168 werden mit der Aenderung nach

dem gemeinsamen Antrag angenommen. :

Auf Antrag des Abg. 0 Q - Cosel (Dem.) wird Mrt. 168 auch auf die Seezeichen erstre>t.

Ein von dem Abg. Kazenstein (Soz.) beantragter neuer Art. 168a, wonach bis zur Neuregelung der Straf-

esegebung in den Strafgeseßen an die Stelle der Todesstrafe ebenslänglihe Zuchthaus- bezw. lebenslängliche Festungsstrafe u treten hat, wird in einer Geschäft8ordnungsdebatte für gegen- fandalos angesehen, da er dur< die Ablehnung des Antrags auf Abschaffung der Todesstrafe erledigt sei. Abg. Katen- stein zieht ihn infolgedessen zurü, behält fich aber eine Wieder- Einbringung des Antrages in der dritten Lesung vor. _ Abg. Dr. Düringer (D. Nat.) beantragt die Ein- führung eines Artikels 169a, wonach eine Eidesleistung rechts wirksam auch in der Weise erfolgen kann, daß der Schwörende ünter Weglassung der religiösen Eidesform erklärt: „Jch schwöre“. Er will: damit die Zweifel beseitigen, die nah der

erfassunosbestimmung über die Eidesform darüber entstehen könnten, ob ein Eid ohne religiöse Form rechtsgültig sei. Der Antrag wird angenommen.

Art. 170, der die Reichtverfassung von 1871 und die Weseze über die vorläufige Reichsgewalt wom 10. Februar 1919 aufbebt, wird mit einem Antrage Delbrück, wonach be- Gördliche Anordnungen, die rechtsgültig zustande gekommen sind, bis zu einer anderweitigen geseßlihen Regelung aültig bleiben, Und ferner einem Antrage Dr. Quar > (Soz.), daß die Bestimmungen des Friedensvertrag:5 dur<h die Verfassung nicht berührt werden, angenommen. Auf AntragDr. Haas {Dem.) wird ein Artikel 171a, wonach-die Aufhebung der Orden und Ehrenzeichen auf die Kriegsehrenzeichen der Jahre 1914 bis 1919 nicht angewendet werden foll, angenommen.

Ar t. 172 bestimmt, daß bis zum Zusammentritt des ersten Neichstages die Nationalversammlung als Reichstag gilt und daß der bi3heriae Reichspräsident bis zur gültigen Wahl eines Machfolaers Reichspräsident bleibt.

__ Nbg, von Delbrü> (D. Nat): Nab dem Wortlaut des Artikels i das Mandat der Mitglieder der Nationalversammlung und des Neichspräsidenten und ihre Aufgabe unbeschränkt verlängert. Wir haben die Pflicht, selbst die Aufgaben der Nationalversammlung u bestimmen und di: Termine festzuseßen, wo 1hre Tätigkeit und die es jebigen Neichspräsidenten ihr Ende finden. Auch grund\äßlih soll eine Tonstituierente Vetsanimluna, die für einen bestimmten Zweck zusammengetreten ist, sich ihr Mandat nicht auf unbestimmte Zeit berländern. Vorscblâae der Regierung lagen ursprünali< ni<t vor. Grst- in der Kommission trat die .Anpy:gung hérvör, Termine festzu- sehen. “Hier wurde die Entscheidung dex Plenarberatung vorbehalten. as ist m><t gestehen. Wir können daber dem Artikel nit, zu- timmen. - Einen Antrag stellen wir nmi<t; weil. es Aufgäbe der MeichSregierung wäre zu sagen, wie lanoe no<h di: Tätigkcit der Mationalversammlung unbedingt erforderli< 1st. Dann erst kann darüber bes<lossen wesen.

MNeichkskommissar Dr. Preuß: Ein bestimmter Termin braucht wit in dieser Uebergangsbestimmung zu \t.hen. Dazu wäre nötig, die Beit festzustellen, die die Nationalversammlung für notwendige Aufgaben no< braucht, Aber alle Berecnuñgen find seit Monaten immer wieder enttäns# worden. Doch ware es jeyt ben Neihs-

festén tarrénm Termin setzten, den

igáeressew hd, BuL eir einen 4 naher richt innehalten können, Oie werhaltnisss sin, aber beim !

é besten Willen nicht zu übersehen, Daß die Naticnalversammlung und jede Partei ohe, Ausnahme” ihr. Mandat nicht verlängern will, ist selbstverständlich, Sobald es möglichst, dâs “Ende <zusehen, wird die Wahl f.\tgeseßt merden. VDhne weiteres ist das nicht an- gängig, weil wir au< ein neues Wahl E O der Verfassung nötig baben. Wir wissen, daß gewisse Verbesserungen und fleißige Arbeit dazu nötig sind. E E

Abg. Haußmann (Dem.): Ursprünglich war vom Ausschuß beabsichtigt, Termine anzuseßen. Es erwies sich als nicht mögli, und außerdem häuft sich die Arb.it unausgeseßt, wie wir 1n diejem Augenls die größten Steuergesebe, die es überhaupt gibt, zu be- raien haven. : ! :

Abg. Dr. Haase (U. Soz.): Jn dem Augenbli>, wo der Frie- densvertrag ratifiziert und die notwendigsten Gesetze erlassen sind, hört die Nationalversammlung auf zu existieren, und es muß der neue Neichstag gewählt werden. Die Nationalversammlung ist niht mehr der Ausdru>k-der Machtverhältnisse im Reiche. Darüber sind sich alle Parteien klar. Sie bedeutet heute nur no<h eine gefälshte Volks- meinung. ;

Abg, Dr. von Delbrüd> (D, Nat.): Die Erklärung der Re- gierung, daß keine Partei die Tagung weiter hinauszuschieben gedenke, erfüllt mih mit besonderer Genugtuung, da Anzeichen für das Gegen- teil vorlagen. Zu den dringendsten Arbeiten sind nun iminer noch dringendere gekommen. Das liegt im Zustand der Revolution be- gründet und wird einige Zeit noch so bleiben. - Da droht die Gefahr, daß wir in einem Uebereifer, die Geschäfte zu erledigen, die Tagung do<h verlängern. Die Parteien müssen si< verständigen, bis zu welchem Beitpunkt Neuwahlen stattfinden konnen. Auch geht es nah der Verfassung ja an, däß der alte Reichstag tagt, wenn der neue ie wird. In diesem Sinne könnte auch die Nationalversammlung verfahren,

Abg. Heile (Dem.): Wir müssen mindestens noch so lange zu- sammenbleiben, bis Gesebe bes{lossen sind, die ihrem Charakter nah Ausführungsgeseße der Verfassung sind. 0 S

Abg. Qua r> (Soz.): Wir sind darüber einig, daß der Skhein vermieden werden muß, | als blieben wir déèr Mandatsverlängerung wegen zusammen. Ferner sind wir darüber einig, daß alles, was zur Verfassung gehört, erledigt wérden muß; daraus ergibt sich von selbst der Máßstab für die Dauer der Nationalversammlung.

Abg. Haußmann (Dem.) stellk die Einmütigkeit des Hauses darüber fest, daß niemand einen festen Endtèrmin der Nationalver- sammlung festséßen will, da ein \solheï Termin bisher nicht in Vor- {lag gebra<ht worden ist.

Aba. Cohn (U. Soz.) widerspriht dem Vorredner und verlangt die Wahl des ersten Reichstags spätestens zum 31, Dezember.

Abg. von Delbrück (D. Nat.) findet diesen Termin wegen der Weihnachtszeit unzwe>kmäßig, tritt aber ebenfalls für die Festlegung eines Datums ein. :

Aba. Lob e (Soz.): Auh wir sind der. Meinung, daß die Nationalversammlung so rashwie möglih dur< den Reichstag erseßt werden muß, da sih in den leßten Wahlen erhebliche Verschiebungen in der politishen Stimmung der Bevölkerung vollzogen haben. Wir sind aber Gegner der Festseßung eines Datums, weil wir dadurch die Obs\truktionsbestrebungen, die wir \>on bei den Steuerberätungen feststellen konnten, aussihtsreih unterstüßen würden. (Bewegung.)

Abg. Ri eßer (D. V.): Wir wollen keine Obstruktion treiben, wehren uns aber gegen eine Durchpeits{ung der Steuergéseße. (Leb- hafte Aha-Nufe.)

Abg. Haußmann (Dem.) stellt- fes, daß selbst die miß- trauis\te Partei des Hauses no< mindestens ein halbes Jahr als Beratungszeit für die Nationalversammlung als notwendig ansteht. *

Abg. Cohn (U; Soz.) widerspriht. Wir haben jeßt einen Antrag eingebräcbt, nah dem spätestens am 15, Januar der neue MNeichstag gewählt sein muß.

Abg. von Delbrü> (D, Nat): Auh_ wir wollen nit obstruièren; da die Regierung keinen bestimmten Termin vorge]<lagen hat, stimmen wir dem Antrage der Unabhängigen zu.

Abg. Braun - Franken (Soz.): Die Erfahrungen im Steuer- aus\<uß bere<tigen uns zu der Auffassung, daß gegen die Besiß- steuern doch obstruiert werden soll. Wenn dort die Beratungen fo weitergehen, wird das Deutsche Reich bankerott gehen, ehe der neue Neichstag da ist. Damit {ließt die Besprechung.

Der AntragderUnabhängigen, der nohmals dahin geändert ift, daß der erste Reichstag am 18. Januar 1920 gewählt sein muß, wird gegen die Stimmen der Unabhängigen und der Deutschnationalen abgelehnt. (Größe Heiterkeit.)

Artikel 172 wird in dér Ausschußfassung ange- nommen.

Der Schlußartikel 173 gelangt ohne Aussprache zur Annahme. Nach Ausführungen der Abgg. He i l e (Dem.) und Dr. Luppe (Dem). werden die vom Ausschuß bean- tragten Entschließungen, die Regierung möge eine Reichs- vermittlungsstelle einrichten, ferner die Frage prüfen, ob und wieweit die Kleinstaaten unter 1 Million Einwohner beseitigt werden können, und endlich ein Geseß über die Aufhebung der Militärjustiz mit der größten Beschleunigung einbringen, sämtlich angenommen.

Präsident Fehrenba<: Ein sehr \<wieriges und lange Tage in Anspruch nehmendes Wer? 1\t beendet." Ich bin verpflichtet, dem gesamten Ausschuß, namentli<h dem Vorsibenden und den Bericht- erstatiern, für ihre andauernde, ausdauernde, s<wieriae Arbeit den herzlichsten Dank des ganzen Hauses auszusprehen. (Beifall) Ich möchte auc das\elbe uneingeschränkte Lob dem Hause aus\prechen, wenn ih nit do< zwei Einschränkungen machen müßte. Es sind einige Reden zu viel und zu lange gehalten worden. Nicht bloß nah meiner eigenen, sondern au<h na< der Auffassung großer Teile dieses Hauses und namentlih im Reich, und no< einen anderen Wunsch: Die Neden etwas kürzer, die Teilnehmerzahl etwas stärker. (Sehr richtig.) In einer so wichtigen Frage, wie die. Verfassung, muß das notwendig gejagt werden, und i< hoffe, daß in der dritten Lesüng nur

sehr wenige und kurze Neden gehalten werden, aber in einem rei '

beseßten Hause.“ (Lebhafter Beifall.)

Schluß 714 Uhr. Morgen, Vormittags 10 Uhr: Ent - gegennahme einer Erklärung der Reichs- regierung.

Mannigfaltiges.

Veber die Witterung in Norddeutschland im Monat Juni d, J. beridtet das. PreußisGe Meteorologische Institut auf Grund. der angestellten VeobaÞhtungen :

Stärke Veränderlichkeit der Temperatur fkennzeihnete dite Witterung des érsten Sommermonats 1919. Sehr warme T'ge, an denen stellenweise Varima von fast 35° erreiht wurden, gab es um die Wende der ersten und zweiten und im- Beginn der dritten Dekade, empfindli be Kälterü>k{älle, bei denen das Thermometer zwar nur .an den Gipfelstationen unter d n Gefcierpunkt \änk, ih ihm aber an vielen Orten des Flachlandes bis auf wenige Graze näherte, furz nah Beginn und gegen Ende und stellenweise ‘au<h um die Mitte des. Monats. ‘Die Tagesmittel der wärmsten Tage waren im westlihen und mitt eren Deutschland um 6 bis 7, im Osten gar um 9 Erad höher, die der kältesten im Nordost.n um 5, sonst um 7 bis 8 Grad niedriger als die Hhormal-n. Ix Berlin waren die‘Mitteltemperaturen des 3. ‘und des 27. beinahe so tief, die des 30. aber um 2 Grod tiefer wie die für diese Lage seit 1848 hter verzeichneten niedrigsten Wette. Das Vorwiegen zu falten Wetters hatte zur Folge, daß die Monatsmittel fast allgemein hinter den norinalen zurü>olieben, allerdings ‘vielfa nur um wenige Zehntel-

‘mit Ausnabme dis kühleren Nordostens sehr hobe, in

rade, und um 1 Grad und etwas mehr nur an der Nordseek; ste und in

der östlichen Mittelmark. Um einige Zehntelgrade zu warmerwies sich das durch heitere Witterung besonders begünstigte m!itlere Mojeltal. Hier im fódlihen Nheinland wie au< im Nheingau und in der Wetteiau war die Sonnenscheindauer zu greß, die Negensumme avferordent- lich gering, stellenweise kleiner als !/; des langjährigen Durch- schnitts. Im übrigen Norddeutschland eutspra<h die Bewölkung an- nähernd den mittleren Verbältnissen, während die Vertciiung des Nieder- lags sih a s sehr ungleich erwies, gleichviel ob man thn nach seinem absoluten Betrage oder nah Prozenten der normalen Menge beurteilt. Durch eine vom Stettiner paff bis zum Fichtelgebirge verlaufende Linie fann man das ganze Gebiet in zwei Teile zerlegen, von denen der östliche mit Ausnahme von Ober- und Mittelschlcsien mehr, der westliche außer den nordfriesishen Inseln und dem Aachener Hügel!ande weniger als dèn langjährigen Durchschnitt erbieit. Im westliden Teile war dur< besondere Trockenheit, abgesehen von dem schon T wähnten Südwestzipfel, ein die Elbe von der Torgauer Niederung bis zum Elbe-Trave-Kanal begleitender breiter Landstrich ausgezeichnet, auf dem nirgends 50 9/0 des Normalwerts erreiht wurden. Auf der östlichen Seite fällt durch besonderen Nieders<lagsreihtum ein zwichen dem 15. und dem 17. Meridian verlaufender Streifen auf; in dem eas das Doppelte, stellenweise das Dreifachè' davon gemessen wurde. :

Aehnliche Züge weist nun auß diegllebersiht der absoluten Mengen auf, wenn auch hier natürlih daf Bild fich im einzelnen etwas weselvoller gestaltet. Die vorher bezeichnete Linie trennt zwet Gebietsteile, von tenen ter östlidhe, soreit die infolge des Aus- bléibens der Pofener Meldungen uñvollstän ige Darsteliung erkennen läßt, meist mehr, der westliche meist we iger als 75 mim erhielt. A18 besonders tro>en, mit weniger als 25 mm, ernecisèn sih wiedez das mittlere Moseltal, der Nhetngau und die Wetterau, außerdem das Mansfelder Seengebiet und die Thüringer Grenzplatte. Dex vorhèr als troden bezeichnete Landstrih an der Eibe er]<eint au<h hier mit 29—40 mm als ‘niedershlagsarmes Gebiet. Mehr a!s 75 mm hatten die gebirgigen Teile: Hunsrück, das Hohe Venn ünd Aachener Hügel!and, Sauerland und Haarstranza, Paderborner Hoch- flädhe und Teutoburger Wald, Solling und Eim, Nhön und Thüringers- wald, außerdem cin {maler La: dstrih zu beiden Séiten der Elb- mündung, über 100 mm der Oberharz. Jn deim sonst regenreicheren Osten fielen weniger als 75 mm in dem Gebiet zwischen der Malapane und dem mittels{lesis<hen Landrü>ken (hier stellenweise nur 40—50 mm), in dem nördlihen T-il von - Posen, aus dem no<

Meldungen vorliegen, im östlihen Hinterpommern, nördlichen und

südlichen Litauen und mittleren Ostvreußen. Die auffälligste Er- scheinung ist ein besonders nasses- Gebiet, das das Erzgebirge und die Sudeten umfaßt und von da sih nördlih vom Iser- und Niesen- gebirge als éin etwa 100 km breiter Streifen nordwärts über Nieder- lausiß, Sternberg und Neumark zur ‘egamündung und dann, östlich umbiegend und " {maler werdend, bis zum WMündungs8gebiet der Weichsel erstre>t. Hier fielen tm Floclande überall mehr als 100 mm, in den bergigen Teilen erheblih mehr: über 150 mm am Gollen- berg, über 200 im ÎSsert-, Niesen- und Adlergebirge; die größte Menge meldete Wang im Riesengebirge mit 363 mm.

Zu Beginn des Monats lag g-genüb-r einem Hoch, das mit seinem Kern d'e Norosee bede>te, über Nordeuroya eine umfangreiche Depression, die anfangs mit einem Ausläufer nur das norddeutsche Küstengebiet be-ivflußie, dann aber, weiterhin na< Südwesten vor- dringend, sich über ganz Mitteleurova geltend machte. Die d1r<z diese Druckvêrteilung hervorgerufenen Nordwest.oinde *bedingien tür ‘das Küstengebiet {on in der Mona'äwende Abtühlung, während im Vinnenlande, wo anfangs no<h normale Temperaturen herrs{ten, vom 2. an mt v elfach regnerisem Wetter ein Kälterüclfall sich geltend machte, der ám 3. und 4. im ganzen Lande zu un- gewöhnlich tieren Tempecaturen führte. Im Rücken des vom 5. ab ostwärts abziehenden Tiefs verbreitete sh, gegenüber ciner neuen um- fangreien nordishen Depression, hoher Dru>k über Mitteleuropa, fo daß es nun tro>ner wurde und - bei“ anfangs no< wolkigem, bann fonnigem Wetter das Thermometer die normalen Werte überschritt, aut meisten im mittlezen und westlihen Binnenlande, wo stellen, weise ain 8. und 9. {on die höchsten Tagesmittel des WVèonats b'obahtét wurden. Von einem aus Nordwesten tief na< Mittel- eurora vorstoßenden Ausläufer jener Depression, an dessen vorterem Nande Gewitter zum Ausbruch kamen, wurde das Hoch nah Osten abgedrängt, aber alsbald foigte ihm ein neues, so daß die dur< das Eingreifen tiefen Dru>ks unterbrohcne Erwärmung #>< weiter augwirken konnte und das Thermometer am 12. V

Cisa deutshland die höchsten Stände des Monats erreichte. Dieser Wechsel

‘wiederholte sid no< mehrere Male bis zum Beginn der dritten

Dekade: auch weiterhin beherrs<h1e meist hoher Dru>k Mitteleuropa, das daher vorwiegend heiteres und sommerli< warmes Wetter hatte, indessen brahten Aus!äufer und Nändwirbel nördlich vorbeiztehender Depressionen wiederholt Abkühlung und Vegenfälle, meist dur Ge- witter eingeleitet, jedo< im allgemeinen von geringer Wirkung; nur ein am 13. füdostwärts eindringendes Nandtief! beeinflußte tür einige Tage das Wetter stärker dur frische, kühle Winde und Niederschläge. Die zweite Wärmeperiode erreihte am 20. und 21. ihren Höhevunkt; jeßt hatten Mittel- und Ost- deutschland ihre höchsten Temperaturen, Dann begann unter dem Einfluß eines Nandgebiets, das von einem nordishén Tief her vors- drana, eine Schleltwetteizeit, die infolge dauernder Herrschaft tiefen Drukes mit Gewittern, fast täglichen, ergiebigen MNegenfällen und forts{reitender Abküblung bis Monatsende anhielt. Am 26. trat über: über dem Alpengebiet eine Depression auf, die in den folgenden Tagen nóordostwärts näch der Oder und weiterhin nördli zur Ostsee zog und wie alle auf dieser Zugstraße wandernden Minima aur ihrem ganzen Wege sehr rei<li<e Niederschläge (am 28. selbst im Flachiande Tagésm- ngen bis 80 mm) mit sih brachte, wodur das oben beschriebene ungewöhnlih nasse Gebict sin€ Erklärung find. t. Jn den leßten Tagen verursachten böôige westlide bis nördlide Winde weitere starke Äbkühlung, so daß am Monats\{luß d'e Temperatur:n überall weit untér den normalen Werten lagen. p

Stolp i. P., 22. Juli. (W. T. B.) Im Anschluß an eine Versammlung der Kommunisten und der unab- hängigen Sozialdemokraten vor dem NRathause kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen und Plünde- rungen ver@Mieener Geschäfte. Die Polizei, “die gegn die Plüuderer mactlos war, rief die hier liegenden Hüsaren des Husaren- regiments Nr. 5 zur Hilfe. Bei dem Kampfe wutdé einé Frau ge- tôtet. Drei weitere Frauen wurden verleßt. Gegen Mitternacht

war die Ruhe wieder hergestellt.

Cambrai, 22. Juli. (W. T. B.) Eine auffliegende M i ne hat 12 Personen, darunter se<s deuts<eKriegsgefangene,

getötet und zwet Gefangene verlegt.

Amsterdam, 22. Zuli, Das Pressebïro Nadio meldet aus

New York: DieZionistisheOrgantiiation von Amerika. “teilt mit, daß- eineinhalb bis zwei WMillionen Juden von

allen Leilen der Welt nah Palästina gehen werden. Man er-

wartet, daß cine Million «us Nußland kommen wird.

Amsterdam, 22. Juli. „Times“ mcldet_ aus Wa f- hington, o dort am Sonnabend eine Hetjagd auf die Negerbevölkerung veranstaltet wurde. Die Ursache dafür war, daß in den leßten Monaten weiße Frauen von Negern über- fallen worden waren. Mehrere hundert Soldaten und Matrosen .und über tausend Zivilversonen unternahmen einen allgemeinen An- griff auf die Neger, die dur die Straßen gejagt, aus den Traws und Autos gerissen und entseglih mißhandelt wurden. Zur Unter- drü>ung der Unruhen mußte die Polizeireserve aufgeboten werden

B Neich8- 12. Darlehns-

Ueber Washington wurde infolge dieser Unruhen der Bel agerung8-

zustand verhängt. Notterdam, 22. Juli. Dem Sydney eingetroffen.

iche, an abgereist.

2, Juli.

Chicago, 22 1<{ff geriet auf eincm

bare Luft} chi

fiel aus 500 Fuß Höhe auf ein Bankgebäude. des Luftschiffs explodierten beim Auischlagen. Von dea An„estellten

der Bank wurden 10 getötet und 25 ver

H am „Nieuwe Notterdamsche Cou- rant“ zufolge ift in 0A der D C E Sus l inget r hatte 787 Männer, 76 i

92 Kinder, sämtli< aus Australien Su SGEWi eler e e Bor-d, Sie sind heute im Sonderzuge nah Deutschland

(Neuter.) Das nruerbaut: aroße lenfk-

ampfer Kwoisf aus

vermeiden,

Probeflug 1n Brand und Lie Benziubehälter

wundet.

Sandel und Gewerbe.

Nach der Wochenübersicht de 1919 betrugen (4- und N Vergleich

Aktiva. 1919

Metallbestand *®) . darunter Gold ,

4 1 132 898 000 | 2 (— 1571 000) (4 1113068000 | 2 (— 1461 000)|(+

8 931 052 000 | 1 (— 74 811 000)|(— 3 429 000 |

(+ 6861000) (+

_fassensWheiné Noten and. Banken

Wesel, S<e>s u. diskontterteReichs-

sdhaßanweisungen . |29 999 332 000 |15 2/6 235 000 (+497 684 000) (——437 008 000)|(— 63 707 000)

Lombardforderungen Cffen s sonstige Aktiven . .

Vassiva. Grundkapttal. ,

( 6 A 000 E 0 090

131 468 000 34 (— 3 381 000) (+

(— 34 409 000) (+

180 000 000 (unverändert) ( 99 E 000

unverändert umlaufende Noten .| 29598 A (u

#21 108 (idiige Hal fue S O Verbindlichkeiten . | 9 642 901 000

sonstige Passiva , ,

Reservefonds . .

3 032 438 000

Barren oder aus)ändishen Münzen, das berehnet. ]

2 346 358 000 | 1 883 922 000

{unverändert) 12 479 971 000

7910684000 | 5 3349 (+498 648 000)/(— 409 282 000) 9 096 099 ‘l 813 474 000 (+106 773 000)|(+12 542 009}|(4+ 54 330 000) ) Bestand an kursfähigem deuts&en Gelde und an Gold in

Nei<sbank vom 15. Juli ¿ur Vorwodhe): E

1918 1917

488 195 000 | 2 524 370 000 837-000" |(— 2 764 000)

346 941 000 | 2 457 717 000 522 000)|(+ 258 000)

768 358 000 | 445 263 000 40 335 000" (4+ 1/405 000) 5 379 000 6.356 090

2 559 000)|‘4+ 3 209 000)

10 433 624 000

9 175 000 4 209 000)|(— 118 693 000 7 544 000)|(—

9331 000 806-000) 117 568 000 133 000) | dings ih 339 1 257 032 009 andererseits 06 726 000)|(+ 38 594 000) | in Z

150 009 000

der ersten

(unverändert) 30 137 C00

(unverändert)

71 000 | 8 640 662 000

93 728 000) (— 76 436 000)

94 828 000 nverändert)

2 096 000) 947 758 000

Kilogramm fein zu 2784 „9

Näh einer Verordnung der | Regierung von 7./10. Juli find sihergestellten Forderungen Vermögen anzumelden. slüde, Baulichkeilen aller Art m eigentum, Baurechte, Nechte, die mit t verbunden sind, re<t, Jagdrecht, Wasseruußzungsrecßzt, die in öffeatlichen Büchern eingetragen # auslän dische vbysische Personen hinsichtl lihen Vermögens, ofene Handels-

p

1 Unterfuhu g8sache f

S E 2. Aufgebote, Verlust- und FundsaŒen, ZusteAungen u. dergl,

d, Verläufe, Verpachtungen, Verdingunge Verlosung 2c. von Wertpapieren.

b, Kommanditgesellshaften auf Aktien u. Akttengesellshaften.

l) Untersuhungs- sachen.

[43016] Steckbrief.

„Gegen ben ur1cn Veschriebenen, welcher flihtig ist und ih verborgen bält, t die Üntersuhungtha#t wegen gewerbg- mäßiger Hebleret, began, en in -B.rlia am 22. April 1919, vechäng*. Es wird er- \uht, denselben zu vechafiea und tn daz U»tersuhungs8gé!ängnis in Berlin, Alt- Moabit ‘1/9, abzullefern sowte zu den bisigen Akten 49 I Nr. 752/19 sotort

itteilung zu maten. Personbdes&reibung: FKamilieaname: renuer, Norrame: Dito (nernt {& au Paul Schulz), Spitnaie : Schilähter- elo, Stand und ewerbe: Sch|äÿter, (oren am 15. November 1886 zu Frau- de, Kre!s Fraustzdt, {-yiger (vermuteter) ufenthält: Hambura, Größe: 1,60 m; Vaar : mittelblond, Besoudere Kennzeichen : (dite Haltung, tat Anvalidenkarte auf cbert Heinke bei en Bekleidung: e‘dgraue. Uniform, trägt blaue S(hirm- uße und graue Wi>kelgamashen. Derlin, den 17. Juli 1919,

er Untersuhungsrichter ket dem Land-

“geriSte I.

12870] Stec{brief gorot gegen, den angeblidhen Ädolf Hagen, i nfanietlstea der SiHerbettäkompaante 10 1 Us, wegen unerlaubter EGotfernung und Betrugs, agen will am 12, 14-98 1 Eßlingen“ a. 9, geboren und dafeloft wohnvaft gewesen set; er bezei<nete ch: Shlosfér. Am 25. 4, 19 trat Hagen i ne Personal p:-piere bei der S.-K. 10 a und entfernte \< na< Empfang setner worüstungë- und Bekliizungdöitü>ke. Die qcamtlilungen ergaben, baß die von Hagen pngegebencn Personalien fals< find. Offen- Par handelt es < unm einen Verbrecher, e unter falGem- Namen bei Truppen- h En zum Diensleintrikt {H meldet, um Vio di-se Weise in den- Besiß ven Geld it A rarjaßen zu gelangen. Gr fl a 1,75 m groß, hat kräflige Gestalt

Demzufolge sind anmeldepflihtig : Grund-

oder die auf Immobilien audbhaften (Brau-

und Kommandit - Gesellschaften.

R EDR E T C0 an p

she<o-slowakisHen alle grundbücherli< sowie alles unbewegliche

it Zubehör, Bergwerks- em Bei von Immobilien

Ausgzedinge), Forderungen, ind. Anmeldepflichtig sind i des im Inland befind-

U E R R R N

B O LACA OOLTGENED:

n 2e.

und dunkles Haar ; trägt E. K. 1. Effrige &obndung wird erbeten.

Uln a. D., den 18. Juli 1919. Württ. Gericht der 27. Division. 488 b/19.

[42860] Be!<hluß.

In der UntersuungssaLe wkder den Rekruten Fectebrih Wleekex aus dem Landw.-Bez. Frankfurt o. N. wird die am 20. 11. 1305 erlassenz Fahnenflu<18- erflärung aufgeßöben.

Bob: Nauheim, den 10. 6. 1914.

Gericht der 21. Pion.

e h Untersuhungs\a<

În der Untersuhungssabe gegen den Musiker Heinrich Paul Kräter, geb. 17. 8. 1872 zu Frelberg i. Sa., wegen Fahenflu>{t, wird auf Grund dee 88 69 ff. des M.-St.„G.-B, sowie ber $$ 358, 360 der M.-St-G..O der Beschuldigte hier- dur für fabnenfldtig erkiärt und seia tin Deutschen Neiche befindliches Vermögen mit Beschlag belegt. / i

Gericht der 1, Div!sion Ne. 23.

A

(42854] Fahuensli:<tserklärung.-

In der Untersuhunossae gegèn den Musketier Eduard DeXhausïen, 1, Ers - Ball. Ixf.-Regt. 15, geb. 16. 11. 93 in Lodz, wegen Fahnenflu$ßt, wird auf Grund der $8 69 ff, des M.-St,-G,-B. sowte der C8 356, 360 der M-St.-G.-O. der SUGUIvigte bierdur für fahnenflücttg exilirt. i

Mliufter i. W., den 27. 9, 1917.

Gzricht der ftely. 26. Jaf.-Brigade. [42395] Fahneufl <2! ärung.

In der Uater\uHunabsach: egen den Schüßen Karl Wilhelm Vürkle, (eh. am 27. IL. 1887 in Obexrsölbaß, Ohber- amt Och: knen (Witbg.), zul- ht bi ter 2. Ers. Masch. -Gew - Komv. X1V. A.-K, in Rastatt, weien Fahner fluh?, wird auf Grund der S8 69 ff, b»8 Militäistrafg?setz- buchs sowie der 88 356, 369 der Mikitär- itrasgei@tsordnvnu der Beshuidkgte hier- dur fär fabnenflüchtia erkärt.

Rastatt, den 12. Olloder 1917.

Gei der ftclloertr. 58, Zuafanteti-

brizade,

Die Frist läuft bis zum 31. Juli. E f i aiete des Deuts < atlsverbandes, tf #4 i î a RSN eLPO [<e<o- f lowaktsh<eAbteilung, Um unnötige Hin- und Hersendung von , weist laut Meldung n l vereinigung ungarischen Staats- Le En weiche bei 1hr angemeldet werden, ihr nit einzuscic Si müssen vielmehr zusammen mit den Nut e E Ee Anmeldestelle diencnden Bonk oder B diese p1üft die Angaben und gibt die W Die am 19. Jult 191 Mitgliederversammlung des f ve A n De s un nhalt bes{loß laut Meld L e Si ß ung des W. T. B, méhr saßur der Girover

Verband beabsichtigt, eine v e von 942 vH aufzulegen. fristiger Tilgungsdarlehen an verbandes. *

febents, was in sinanziellen Kreisen

l s vewegung vollzog sih in Türki 180 000 000 | bis 2240 anzogen, spâter aber bis

Christiania 790 00 G, -- Berichtigung : Wten,

m ——_————————————

Öffentlicher

- Anzeigenpreis für den Naum einer Wußerdem wird auf den Anzeigenvreis ein

der deuts<hen

Berlin, darauf hin, daß die

für die Provinz Sachsen,

and zur

haften. Gemäß dem Privileg zur

Kommunalverbände

Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkten. s Men 92. A (W. T. B.) ingungen des deut'<österrei<ishen Friedentvertrages führt i Eröffnung der Börse zu einer verhältnis ee e Pobl Ab|hwächung, von wel<her jedo die Papiere von vornkberein ausges<hlossen

blieben.

Verkaufsaufträge besserte \i< die

stärker fühlbar madcenden

wieder

gebra<t wurde.

(W. T. B.) Notterungen

32. Juli. (W. T. B.)

Desterreichishe Kredit 579 00,

Brüxer Kohlen —,—,

Ungarische Kronenrente 71,00. (V. T. B.)

° T ————— ——-

Interessenten erfahren näheres -Desterr.-Ungar. Wirt-

l Wertpapieren zu „Wi D. B." die Sc<hugz- Eigentümer und staatlich garantierten

inernverzei<nissen einer als änkfirma vorgelegt werden, ertpapiere alédann zurüd.

9 in Erfurt tagende außerorrentlice ommunalen Giro- Thüringen b l G die Aenderung N Neben dem erweiterten Geschäftöfreis und der nun- gêmäßig fegelegten Safng eines Betriebskapitals ist usgabe einer id: 3 C der mitteldeutsGen Kommtnalanl R N ueGdnetds, E betug!, für die sänitlihe Mitglieder tes Giro- l TEI D ib M 90 Millionen Mak der m Teilyctrag binnen kurz

eibe im Gesamtbetrag von bis

N T Agen Koununalanleibe wird en j ! em zur Zeichnung bei der voffentiiGßen Bank- anstalt des Verbandes der Girozentiale, Mabebies Lene Der r vO verz; nslihe Anleive zum Kurse Dec Erlös dient zur Gewährung lang-

Die niederdrü>enden Be-

mäßig nit sehr erheblichen türkfiiden und tihechi)<hen Nach Erledigung l die Stimmung zu- einerseits amit der neuer- eder l l Notenfluht und nit Käufen in valutaris@hen Papieren für Cin _ Cine st irmishe Aufwärts- schen a die um 200 Kronen : Jen, 2 wieder z rü>gingen. Stark begehrt für tihechise Necrung waren Skodaakcien, ‘väbrenb beibé Kreditaftien vérnahläisigt bli. ben. w!egend fest. renten büßten ein balbes anleihen waren umsaßlos. Wien, 22, Zuli. R Ves s E msierdam 1427, «, 1249,50 B., Züri< 693/50 G,, 605 00 B. Kopenhagen 737.60 G,, 739,00 B., Sto>holm 801,00 C, £0220 B“ ¡ 791,50 B., Marknoten 217,25 G.,, 217,85 B. Berlin v. 19. d. M. 219,Cc0 G., 219,50 B. E (Bôrsenshlußkurfe.) Türfishe Loose 422,50, Orientbahn 1995 03, Staatsb 78 Südbahn 175,75 j Staatsbahn 978,50, 38,00, Anglobank 358,00, Unionbank 496,00. Bankverein 435 00 bänderbank 485,00, Cabataktièn 2100,00 i 1627,00, „rager Gifen 2600 00, Rima Muranyer 945,00, Skobar 747 Salgo - Kohlen 965,00, o “Gilbia 1840 00, Waffen —,—,

Der Sch1an en verkehrte vor- Der Anlagemarkt blieb ruhig : öôstzrreichi|he Noten- , ungarische Kronenrente 1j 9% ein. Krieg8-

Berlin 219,00 G.

Vngaris<e Kredit Alpine Vtontan

eloyd-Aktien 3720.00. Poldi-Onlte 82360 Pa - e 20,00, Wolot-DUtte 853,00, Dat 620,00, Oesterreihishe Goldrente 118,00, S e rente 82,29, Februarrente 83.00, Matrente —,— rente —,—, London, 21. VFuli. 9% YArgentinier von 1886 97, 4 9/0 Japaner von 1889 69, 3 9/4 Portugiesen 54,

esterreichis<he Kronen- , Ungarische Gold-

24% Englif@e Konfols 518, 4 ?/a Brasilianer von 1889 63,

T E E T E I

zeiger.

5 gesbalienen Eiuheit8zeile 1 Mk, Tenernnaëszuschlaa von 20 v. H. erhoben,

Pennsytvarta —,—-,

Tinto: 624, andinines 32/16.

4 Parts 2024 Jult, 89,45, 61,25, 98,00, Guezfanal 5700,

von

Wertpapiere,

Wechsel auf Wien 8,00,

37,90,

1034,

Steel Cory. 1143, Autgabe von Amerika-Linie —. Hamburg 29 25 79,00,

do. auf

des Bezn1k8- s E 71,50, New York, 21.

europäischen WeéW{selkurse

{loß

Flinois Central 101, Sentral 80}, Norfolk

pref. 1171.

Kopenhagen 59,50, Wechsel auf Sto>holm I New York 265,50, Wechsel auf London 11,60}, Wesel auf Paris Wechsel auf Christiania 62,49. Staatsanleihe von 1915 93, 39/9 Niederländische Staatsanleihe 594, Königl. Niederländ. Petroleumn 7554, Niederländish-Indische Handelsbank 2843, Atchison, Topeka u. Santa No> JFslard —,—, Southern Pacific 1165, Sovtdhern Nailwoav 304, Union Pacific 147, Anaconda 174, ranzösish-Enalise Anleihe —, Schwach.

Kopenhagen, 22, Juli,

0, do. auf New York 446 00, Paris 63,25, do. auf Antwerpen 62,50, do. anf Helsingfors 33 00.

Stoc>kholm, 22, Bult, ; ( Berlin 26,50, do. auf Amsterdam 153,00, do. auf \{<weiz. Pläve 0, do. auf Washington 406,00, Paris 57,50, do. auf Brüssel 55,00, do. auf Helsingfors 28,75. A Quit, Umsäßen neigte die Haltung der Fondébörse heute entschieden zur Schwäche, da die Erkrankung Wilsons und der erneute Nü>kzang der

Hauptsache wurden wieder Eisenbahnaktien, werte in großen Posten an den in flauer Haltung. Geld auf 24 Stunden Durh|<hnittsjaß 6, legtes Darlehen 6, Wesel auf London {60 Tage) 429,00 wGäble Transfers 4,3250, Wechsel auf Baris auf Sicht 7,10 00, Stlber in Barren 1032, 3 9/% Northern Pacific Bonds —, 4% Verein. Staaten Bonds 1925 —, Atchison, Toveka u. Santa Fs 99k, und Ohio 47, Canadian Pacific 173}, Chesapeake u. Chicago, Milwaukee u. St. Paul 471 Louisville u. NaffviVe 114 erx.,

Neading 897, Southern Pacific 106 Copper Mining 732, United States Steel Corporation 1073, do,

von 1906 —, 44 9% Russen von 1909 42, Ball*more and Ohio 423 Canadian Pacific 185, Grie 214 Southern Pacifie 120, Union Pacifie 153, Ünited States Steel Corporation 125, Anaconda Copper —, Nis Gharteted 24/1, íds 24,

Nationa! Kai!wmavs of Merico 114,

De Beers def. 24, Goldfie

(W. T. B) 59/4 Französishe Anlethe

4 9/9 Französishe Anleihe 71,40, 3 %/ Französishe Vente 4 9% Span. äußere Anleiße 118,65, 3 ?/a Russen von 1896 3125, Rio Tinto 1895. : Amsterdam, 22. Fuli. (W. T.B.) W->(fel auf Berlin 16,85,

5 9/9 Russen von -1906 4 9/9 Türken unif. 74,39,

Wechsel auf

Wesel auf S{weiz 46,45, i s IBechiel auf

65,40, 5 9/9 N'ederländische

Holland - Amerika - Linie 4734,

United States Hamburg-

(W. T. B.) Sichtwehsel auf Amsterdam 168,75, do. auf weiz. Pläße do. auf London 19,56, do. auf

(W. T. B.) Sichtwehsel auf

do. auf London 17,78, do. auf

(Schluß.) (W. T. B.) Bei regen

starke Veritimmung hborvozriefen. Jn der Motór- und Stab[- aerra<t. Die Börse Geld: Behauptet. Geld auf 24 Stunden

Markt Tendenz für

Baltimore

to 64x, Denver u. Rio Grande 10$, : New York u. Western 1064, Penniylyania 45, Vnton Pacific 1334, Anaconda

der Deutsch- 219 50 28, 3009 Ballen. Oftober 21,63.

1627,00,

prime Western 34,55, fugal 7,28,

Borräte

9% Russen | 3299 000 Bushels. -

E RETS E TIR E E Ia ND i r S:

6. Erwerbs- und

9, Bankausweise.

New Vork, 21. Juli. loko middling 36,65, do. do. für Sept. 34,75, New Orleans loko middling 34,50, Petroleum refined (in Cases) 2025, do. Stand. white in New York 17,25, do. in- tanks 9,25, do. Credit Balances at Dil City 4,00, S@>malz do. Rohe u. Brothers 37,09, Zucker Zentri- Weizen Winter 2374, 9,00—10,25, Getreidefrabt na< Livervool nom., Kaffee Rio Nr. 7 oko 2243, do. für Juli 2165, do. für September 21 50.

New Vork, 21. Juli. betrugen in 6 452 000 Bushels, an Kanadaweizen 7 479 000 Busbels, an Viais

P

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

Berichte von auswärtigen Warenmärkten. Liverpool, 21. Juli. (W. T. B.) Baumwolle. Las er

/ Einfuhr kanische Baumwolle. Für Juli 21,593, für Scptember 21,55, für

Ballen, davon Ballen am

(W. T. B) (S@&[uß.) Baumwolle für Juli 3492, do. für August 34 £0,

Mehl Sprina-Wheat clears

(W. S. D.) Die der vergangenen Wotke :

sichtbaren An Weizen

A P R

Wirtschaftsgenossenschaften. 7. Niederlassung 2c. von Rechisanwälten, 8. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung.

11. Privatanzeigen.

1876 zu Bisirg'n, O.-Amt Hetic g?n, OohenzrUlera, crlasere F ihnenfluGigetlä. rung und Beshlaznahm*ve:fügung wirb gemäß $ 362 M.-St.-G.-O. äufgzhoben Sreibura t B., den 15. 7, 1919. Geriht 29. Divisioa.

[42856] Ves<luß.

Die am 22, 3. 1918 gegen den Lzndilrm. Bartholamäus Schoy, geb. am 28. 11. {42857} WVeichlafß.

Di- am 2). 4 1916 gegen den Ers.- Res. Friezrid Ludwtg Heremaun, geh. am 23. 8. 1884 zu Gallingen, Ant Kon- itans, exlasszne Fahuenfluht8erflärung wird gemäß $ 362 M -St.-G.-D. aufaeboken.

Freiburg i. B., den 15. 7. 1919.

Serlhtf 29. Diotften.

[42858] Veschluß.

De am 1. 1. 1918 gegen den Lundstrim. Wilbe!m Liiterfst, geb. am 6 Februar 1874 ¡u Stamaringen i. H, erlassene Beï&zlag- nah meberfümng wiro gemuß S 362 M.-St.-G.-O. aufgebobeit.

Sréiburg i. &, den 15. 7, 1919,

Gzerlht. der 29. Divtsion.

(42859) Veschluß.

Die am 29,7. 1916 gegen- den Unter- osfizier Konrad Gimmel. geb. am 3. 10. 1880 ¡u Ofterdingen, O.-Amt Rottenburg, Württbg, erlassene Fäbnenflu<tserklärung und Befschlaanahmeverfügung wich gemäß 8 362 M=-St.-S..O. aufaehoben.

Freiburg f. B., den 15. 7. 1919.

Gericht der 29. Divisiou,

24 K Sa: gs 1 lp E p [s E t i S: E Pat ERE E Q R

2) Aufgebote, Ver- [ust- und Fundsachen, Zustellungenu.dergl,

[42741] Zwangövorleizerung,

m Weae ver ZwangövolficeXung fol am 23, Ottober L919, Vats mit:ags 10 Uhr, an der Gerichtéstelle,

. 1ju 300 e, F 19231,

Berlin, Neu? Frtedr'<te. 13/15, drittes Stolkwerk, Zimmer Nr. 113—115, vex- steigert werden das in Beclir, Büsch'ng-

straße 9, belegene, im Grundbuch? voa der | 1

Königstadt Band 55 Blatt Nr. 3102 (eingetragener Eigentümer am 27. Xaut 1919, dem Tage der Gintragung des Ver- steitgerung?vernterks: Bö!tHermetster Guitzv Vahc zu Berlin) eingetragene Grundstü: a. Vorderwohnhaus mit teilweise unter. kellertem Hof und Lageiplaß, b. Wohn- gebäude re<té, c. L1iger- und Stallg-b{1he re&ts, d. S<uvpen quer, 0. Werkstatt- gebäude quer, Gemarkuna Berkin, in der GrundsteuermutterroTe niht nahgewtesen, Nuzungtwert 7360 46, Ge! äudesteuerrolle Nr. 663, Grundstü>tw?rt 148 000 46. Verlinz, den 9. Jult 1919. 87. K. 56. 19, UAmtsgeri@i Berlla-Mitie. Abteitung 87.

[31593] Aufgebot.

Auf Antrag 1) des Stadtrat3 a. D. Leopold Braun in König9dera i. Pe., Hufenallee 10/12, 2) der katholis&en Kirchengemtinve in Frauendorf, Krets Heilsberg, 3) des Oberlehrers Nobert Großk tu Ly>, Shulstr. 3, 4) der Firma Phönix Gis- und Petroleum-Vexrs{nd G. m. b. H. ia Königsberg i. P-., Schkoßstr. 2, werden die Fahbaber

I. zu 1: der HypotbefkfarsSuldyersHrei- bung der Terrain- Aktiengesellschaft Tiepolt- Hardershof in Köñtaiberg i. Pe. vem 16. Mat 1903 Ne. 594 über 250 6 zu 9 9/0, aus,eitzellt für Stadtrat L. Brauns hier oder Oeder.

IT. der Ofipreußishea Pfazandbriefe zu 2: zu 34 %/0 C 17799 u 1000 #6, E 5360 19387, 19 834 32832, 32833, 36613 ju je 100 t, zu 3: zu 49/9 C 549 üter 1000 M.

TiT, zut 4: des Sche>3 Köntasverg, den 25. Oftober 1918, Nt. 0525 718 über 336, ausgestellt bon dem Pro>tantamt auf ktie Nei8bank tn Köntsberg, Pr. für „Phöôn'x* Eis- und Petroleum-Versand hier oder Uebt1bcinger,

aufgefordert, spätestens in dem auf den ¡u L, IT (1——3) 16. Ja»uor 1920. az 1IT (4) 8. Oftober L9Z9, Wurm. 10 Uhz, vor dem unte zetBneten Gert(t, Zimmer Nr. 134, anberaumten Auf-

gebotstermine thre Rechte anzumelden und

die Urkunden vorzulegen, wid1igenfills deren Kcaftiozerkiärung erfolgen wird. ¿KbaigWerg i. Pr., den 15. Junt

Armtgeriht. Abt. 29. 142059] Nufgebot. *

Das Fräulem Anna Kast, P i atierse

tohter în Wetßenborn hei Neu Ulm, Bayern, z. Zt, Amberg, Steingutfabr.- Straße V 551/2, hat das Aufgebot der Teilshu!ldversh:eibung der Firmx Benz & C'e., Rhetnis<h: Automobil« uud Mo- torenfabri?, Altieng\:l\H- ft in TMarts heim, “bon 29, März 1912, Nr. 18083, 45 %o ige Obligation über 1009 6, be- antragt. Der Inhaber der Urkunde wirb aiuifgeforbert, späteftens in bem auf Dounerstag, dew LS. März 1820, Vormiitags AL Uhr, vor dem unter zeiGneten Geriht, 11. Stc>, Saal D, Zimmer Nr. 114, anbecauraten Aufgebots- tertniñe setne Ne<te anzumesen unv die Urkunde “vorzulegen, widrigenfalis die Kraftloterk[ärung "der Urfünte “erfolgen wird. Maunhein, den 7. Fut "19:9, Amtöogertict. Z. 97 {41988} Mufgeboët. Die Witwe Mixna Timm, geb. Leys, - wobnbaft ia Kiel, Bauttr. 9117, hat d:8 Aufgebot des Schuldsheins N=-. 061297 der OldenburgisHen Etseäbhabn-Prämiens Anleihe“ von 1871 übéz 49 Taler baus tragt. Der Fnhahßex dex U:kfunde wid aufgefordert, suätèsténg in dem auf dez 12, Aprit 2920, Mittags US Uhr, tor deni Amtszeciht hierf., Zimmer 16, anberaumten Aufgèbotsternm!n fette Rebte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserkläruug dex ÜrBunde erfolgen wird. F, 35/19.

1919, Fni 27. :

Amtsgericht Oildeuburg, Abt, L,

[42205] Aufgesot.

Die Witwe Pauta Wasservoge?, geb. Haeg?rmann, fn Liegniß, ycxtceten dur< den Geheimea Regierungsrat Paul Haezers man in Cuneredorf im Nieseng-birge, SHwarzbxHf!caße 6, hat das Aufgebzt des ihr abhanden geTommenen Nantels zu

den 4/0 Pfandbricfe der Shwa-iburgie