1882 / 38 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

gerichilih zur Verantwortung gezogen worden. Gegenwärtig herrsche Ruhe und Ordnung, die Regierung habe demna Teine Veranlassung, außerordentliche Maßregeln zu ergreifen. Sollten wider Erwarten neue Ausschreitungen vor- kommen, so werde die Regierung die Strenge des Geseßes- walten lassen. Im weiteren Verlaufe der Sißung begründete Friedmann seinen Antrag auf Shubß der Staatsbürger gegen Verunglimpfungen dur die Journale. Der Redner hob hervor, daß in Frankreich der Schuß der Regierung ein sehr ausgiebiger und der Shuß der Bürger ein sehr bedeutender sei. Die große Mehrzahl der österreichishen Staatsangehörigen hätte dagegen nicht die Mög- lichkeit, der kaum faßbaren Diffamation mit einer nur that- Jächlichen Berichtigung wirksam zu begegnen. Es bliebe Taum ein ordentlicher Mensch mehr übrig, der nicht dur ein Jour- nal beschimpft worden sei, derart, daß si< Jedermann dar- über freue, daß er nit allein beshimpst worden sei. So sei in der Bevölkerung ein Gefühl der Mißgunst und Schaden- freude entstanden. Die Folge davon sei, daß die Regierung, mag sie liberal, klerifal, konservativ oder feudal sein, das naturgemäße Objekt des Hasses Seitens der Bevölkerung werde, resp. das unmittelbare Objekt der Freude, wenn sie dur die Journalistik verunglimpst werde. So sei es dem Ministerium Auersperg, so dem Bürgerministerium ergangen und so werde es jedem Ministerium ergehen. Seitdem in Oester- reich das gegenwärtige Berichterstatterwesen bestehe, hätten si

die Besten von dem Vertheidigerstande zurü>gezogen. Die

gezahlten Summen, damit der Name des Vertheidigers nicht in die Blätter komme, die von unglü>lichen Familien gezah[- ten Summen, welche ihren Namen nicht in die Zeitungen ge- bracht haben wollten, seien so bedenkliche Handelsobjekte, daß man sie unter dem Schuz dieses Preßgescßes niht mehr sollte vervielfachen lassen. Nah einer Entgegnung Kopps wurde der Antrag Friedmann mit 151 gegen 55 Stimmen dem Straf- geseßauss<uß überwiesen.

Amiliche Berichte: Aus Mostar vom 10. d.: Eine Compagnie Jäger stieß am 9. d. auf dem Wege na< Vratkovic auf 50 Jnsurgenten von der Bande des Kovacevie und trieb dieselben über die Grenze. Die Jnsurgenten “verloren 2 Todte. Die östierreihishen Truppen hatten einen Ver- wundeten. Aus Cattaro vom 10. d.: Die dauernde Beseßung und theilweise Befestigung von Ledenice, Greben Udbalac und Orohovac is angeordnet. dieser Orte ist gestern von. 3 Bataillonen mit einer halben Gebirgsbatterie unter Veberwindung sehr bedeutender Terrainshwierigkeiten mit Energie und anerktennenswerther Ausdauer durchgeführt worden. Die im Hafen liegenden Kriegsschiffe unterstüßten das Aufsteigen der Truppen wirksam dur< Geschüßfeuer. Der Verlust der Truppen betrug 2 Todte und 2 Offiziere und 14 Mann ver- wundet. Bakoci Repaj ist gestern ohne Kampf beseßt worden, Aus Serajewo vom 10. d. M.: Die aus Foca centsen- deten NRekognoszirungskolonnen, bestehend aus 2 Bataillonen mit 2 Geschüßen und einem Bataillon mit 2 Geschüßen trafen erstere bei Susjezno und leßtere bei Soja Han auf Jnsur- gententrupps von je 200 Mann und vertrieben dieselben nach halbstündigem Kampfe.

Die „Polit. Corresp“ meldet in einem Schreiben aus Mostar vom 6. d.: Die hier einlaufenden Berichte der Be- hörden konstatiren, daß der montenegrinishe Grenz- Tordon nunmehr begonnen habe, eine korrekte wirksame Thä- tigkeit zu entfalten. Die von der montenegrinischen Regie- rung erlassene Jnstruktion für den Kordon regele auf das Genaueste die Kontrole der Grenzpassage, und bestrafe jede Konnivenz mit den aufständishen Krivos- zianern und Herzegowinern, namentlih die Zuzüge von Freiwilligen, die Zustellung von Waffen, Munition und Lebens- mitteln und die Aufnahme Flüchtiger. Ein montenegrinis<her Kommandant, welcher die erlassenen Weisungen verleßt habe, sei mit Geld und Gefängniß bestraft worden. Aus Pest wird der genannten Correspondenz gemeldet, daß dem unga- rishen Reichstage im Laufe der nähsten Woche ein all- gemeiner Zolltarifentwurf mit einem umfangreichen Motivenbericht unterbreitet werden würde. Die Verhandlung soll mit möglichster Beschleunigung erfolgen.

12. Februar. Das General-Kommando in Sera- jewo meldet vom 11. d. M., Avends 6 Uhr: Den in der Nacht zum 10. Februar westli< Susjesno lagernden 2 Bataillonen nebst 2 Geschüßen des Rekognoszirungskommandos aus Foca standen

wischen Dinicic und Budan 200—300 Jnsurgenten gegenüber. iese Bande wurde am 10. Februar aus zwei starken Stellungen geworfen und bis gegen Mrezica zurü>gedrängt. Verluste am 9. Februar ein Verwundeter, am 10. Februar 2 Verwundete. Die gestern gemeldete zweite Kolonne marschirte von Brusna nah Cainica über Slatina und «Fosax- Karaula, da dort Jnsurgenten gemeldet waren, traf jedo< nur eine {wache Vande, welche bei dem Erscheinen der Truppen floh. Das Rekognoszirungskommando traf um 4 Uhr Nachmittags in Cajnica ein. Jm oberen Zaleznicathale erhielten die Jn- urgenten in der Naht zum 10. Februar starke Zuzüge aus er ZTrestav ica-Planina, namentliG vom Vrailopasse her. Am 10. Februar, um 61/2 Uhr früh, stiegen sehr starke Ban- den von den südwestlihen Höhen gegen Trnova herab. Von Trnova rü>ten denselben ein Bataillon des 51, Negiments und eine Compagnie des 62. Regiments entgegen. Es entspann si ein bis 11/7 Uhr Nachmittags währendes Gefecht, welches mit der Flut der Jusurgenten auf Treskfavica-Planina endete, Die Jusurgenten ließen 20 Todte, darunter den Knez von Ledici, sowie zwei Bewohner von Trnova zurü, und s{leppten etwa die doppelte Zahl von Verwundeten mit fort. Unsererseits 1 Unteroffizier todt, 4 Mann s{<wer ver- wundet. Die Haltung der Truppen war vorzüglih. Am Abend traf Oberst Arlow mit dem zweiten Bataillon seines Regiments in Trnova ein und übernahm das Kommando der zur Gruppe Trnova gehörigen Truppen.

Nach einer Meldung des „Wiener Tageblatt“ aus Nagusa hat der Avisodampfer „Thurn und Taxis“ zwischen Megli und Boasik ‘ein italienishes Trabakel aufge- bracht, welches Lebensmittel und 240 Martinigewehre den Insurgenten zuführen wollte. Das Trabakel ist mit der ita- lienishen Bemannung nah Castelnuovo gebracht worden.

13. Februar. Die „Presse“ läßt si aus Cettinje vom 11. d. M. melden, der am 12. erscheinende „Glas Czer- nagorca“ werde eine offizielle Kundgebung des Fürsten brin- en, worin derselbe seine Rückkehr mit den Ereignissen in der

rivoscie motivire und den Ministern die strikteste Neutr a- lität zur Pflicht maden werde, so lange Oesterrei die inter- atonaten Grundprinzipien freundnacbarlihst respektire, Da

- eignisse jedo< au<h für flüchtige Unschuldige A «Und Elend zux Folge haben Wige bbs La Fürst Iugteitt

,

Die Beseßung

angeordnet, daß sür diese Brüder der Montenegriner Sorge getragen werde.

Grofßbritanuien und Jrland. London, 10. Februar, (Allg. Co Dem Parlament sind soeben weitere s liheSchriftstü>e über die Pangmakan ge Frage ues breitet worden. Jn einer vom 7. Januar datirten e Me an Mr. West, den britishen Vertreter in Washington, | eant- wortet Lord Granville die Argumente des früheren Staats- sekretärs Mr. Blaine zu Gunsten einer Revision des Clayton- Bulwer-Vertrages. Er bemerkt u. A. : „JFndem Fhrer Majestät Regierung den Umsang, in welchem die Vereinigten Staaten an irgend einem Kanal, der über die Landenge von Panama her- gestellt wird, si< interessirt fühlen müssen, im vollsten Grade anerkennt, würde sie ihre Pflicht vernathlässigen, wenn sie verfehlte hervorzuheben, daß Großbritannien große Kolonial- besißbungen ni<t minder als große kommerzielle Fnteressen hat, wel<he alle Mittel für einen ungehinderten und shnellen Zutritt vom Atlantishen Ozean na dem nördlichen und südlichen Stillen Meere ebenfalls zu einem Gegen- stande von größter Wichtigkeit machen . . . . Sie ist der Mei- nung, daß ein solher Kanal wie der Wasserweg zwischen zwei großen Dzeanen sowie zwischen ganz Europa und dem östlichen Asien ein Werk ist, das nicht blos die Vereinigten Staalen oder das amerikanische Festland, sondern die ganze zivilisirte Welt angeht. Dies ist eine Ansicht, welche im 6. Artikel des Vertrages von 1850 Ausdru> findet. Jhrer Majestät Regierung ist eben so sehr wie die Vereinigten Staaten darauf bedacht, daß, während. alle Nationen ihren gehörigen Antheil an den von dem Unternehmen zu erwartenden Vortheilen genießen sollten, kein einziges Land einen über- wiegenden Einfluß oder eine Kontrole über einen solen Ver- bindungsweg erwerben sollte, und sie wird feine Erörterung beanstanden oder ablehnen, die den Zwe> hat, eine allgemeine internationale Grundlage seines universalen und unbeshränk:- ten Gebrauchs zu sichern. . . . Jhrer Majestät Regierung wird si freuen zu sehen, daß die Vereinigten Staaten wie- derum die Jnitiative in einer an die Mächte zu richtenden Einladung ergreifen, und vorbereitet sein, sih an derselben zu betheiligen oder sie in der Weise zu unterstüßen, welche am geeignetsten und bequemsten erscheint, vorausgeseßt, daß dieselbe ni<t irgendwie mit dem Clayton-Bulwer-Vertrag in Widerspruch geräth.“

Frankreich. Paris, 10. Februar. (Fr. Corr.) Das „Fournal officiel“ veröffentliht ein Dekret des Prä- sidenten der Nepublik, welthes die von dent leßten Mi- nisterium in der Kultusabtheilung vorgenommenen Aen- derungen aufhebt, die Oberaufsicht über die kirhlihen Ge- bäude den s{önen Künsten entzicht, un: sie wieder mit den Kulten zu vereinigen, die alte Direftion der Kulte wieder ein- seßt und den Staatsrath Flourens an die Spitze derselben

stellt. LLFebruavr.(W. T. B) Der „Temps“ schreibt:

heute beschäftige si< Europa virtuell mit der egyptischen Frage, und die einzige mögliche Lösung sei eine Kollektiv- Jntervention Europas, welche jede Einmischung der Armee des Sultans ausschließe. Der „Temps“ fügt hinzu: Egypten den Prätentionen der Türkei zu überlassen, wäre ein Verbrechen gegen die Civilisation.

12. Februar. (W. T. B.) Der radikale Deputirte Talandier hatte mit: dem Conseils - Vräsidenten de Freycinet eine Unterredung über die Ausweisung des Nihilisten Lavro ff. Hr. de Freycinet erklärte, dec Aus- weisung sei {hon dur das vorige Kabinet zugestimmt worden.

Türkei. Konstantinopel, 12. Februar. (W. T. I Das „Reutershe Bureau“ meldet: Die Pforte hat den Mäthten in einer Note angezeigt, sie habe den Khedive dahin instruirt, die internationalen Verträge zu beobachten und die Ruhe und Ordnung im Lande aufre<t zu erhalten.

13. Februar. (W. T. B.) Wie versichert wird, hat die Pforte am 9, d. ein Rundschreiben an ihre Ver- treter im Auslande gerichtet, in welchem sie ihrer Be- friedigung über die Aufklärungen Frankreichs und Englands bezüglih Egypteis und über das Einverständniß der Mächte betreffs der Anerkennung der Souveränetät des Sultans über Egypten Ausdru giebt. Die österreichischen Lloyddampfer „Austria“ und „Jupiter“ sind gesterz mit 1400 Mann Fn- fanterie, sowie Kavallerie, Artillerie und Munition nah Yemen abgegangen. Die „Austria“ geht direkt nah Hodeida, der „Jupiter“ macht die gewöhnliche Fahrt an der syrishen Küste, nimmt dort weitere Truppen ein und geht dann nah Kunfuda in Yemen.

Numcänien. Bukarest, 12. Februar. B) In Folge mehrtägiger heftiger Kopfshmerzen der Königin ist der Berliner Spezialist Dr, Lucae hierherberufen Derselbe

konsultirte gestern Vormittag mit den Hofärzien und kon- statirte bei seiner zweiten Visite am Äbend eine leichte Besserung.

Nußland und Polen. St. Peters burg, 11. Februar. (W. T. B.) Wie der „Golos“ erfährt, genehmigte der Finanz-Minister das Gesuch der Städte Rostow, Feo- dosia und Eupatoria, ihnen das Recht zuzugestehen, von allen aus ihren Häfen in das Ausland gehenden Waaren eine außergewöhnliche Abgabe zu erheben.

„12. Februar. (W. T. B). Nath dem heute Morgen veröffentlichten Bulletin über das Befinden der Großfürstin O E v o s er enperatur gestern

, der Pu —100. Der Appetit war gering, und der Schwächezustand dauert fort. A

183. Februar. (W, T. B.) Die Aerzte konstatiren na< dem im „Regierungsanzeiger“ veröffentlihten Bulletin keine Besserung in dem Zustande der Großfürstin Maria Paulowna. Der mittelst Opiums erzeugte Shlaf hielt bis 6 Uhr Abends an. Die Nacht verlief shlaflos. Temperatur 39,6 Grad; Pulss{läge 108 bis 120. Der Appetit ist man- gelhaft, die Shwäche hat zugenommen.

Fürst Suwaroff ist gestern Abend gestorben.

Schweden und Norwegen. Christiania, 11. Fe- bruar. (W. T. B.) Der Kronprinz und die A prinzessin sind heute Nachmittag 31/4 Uhr hier eingetroffen und auf dem festlih ges<müêten Bahnhofe vom Bürgermeister, den Stadtverordneten und den Spißen der Behörden begrüßt worden. Voniî Bahnhofe begaben \ih die Kronprinzlihen Herrschaften in einem sehsspännigen Galawagen na< dem Shlosse. Auf dem Wege dorthin hatten das Militär und die verschiedenen Korporationen mit zahlreichen Fahnen Chaine gebildet. Die Straßen waren reich

WORe y das b A s undgebungen begrüßte. Jm: S&hlose wurde prinz und die Kronprinzessin ke Ce der g Königin empfangen. Unmittelbar na der An 8 undg die Vorstellung der höhsten Staatsbeamten. ist eine Zllumination in Aufsicht genommen zu wel artige Vorbereitungen getroffen sind, Au Monte gus eine Festvorstellung im Theater und ein Faelzug p 12. Februar, Morgens. (W. T; V.) î | prinz und bie Kronprinzessin unternahmen gestem g eine Umfahrt dur die auf das Glänzendste ilung Straßen der Stadt. Ueberall wurden dieselben von der a gedrängten Bevölkerung mit freudigen Kundgebungen beg

Dánemark. Kopenhagen, 10. Febru | Corr.) Die erste Lesung ‘des privaten Gesin (uni. | fend die Errichtung einer allgemeinen Alteräversorgungiee wurde heute im Folkething fortgesest. Der Mini Innern eröffnete die heutige Debatte und fritisirte N zelnen Bestimmungen des Entwurfs, dessen Tendenz u Ganzen billigte. Die Hauptschwierigkeit für die Alterive, gung liege nah seiner Ansilht darin, daß die änmeren gl, der Bevölkerung nicht geneigt seien, selbst ein Opfer für jy Altersversorgung zu bringen. :

——TERARA d f Zeitungsstinnaen. F

Die „Norddeutsche Allg. Ztg.“ meldet aus 9. Februar: A200 | Der Verein der Grund- und Hausbesißer von Aahen ut j scheid richtete vor Kurzem eine Petitior, betr. die Vermind, | Grund- und Gebäudesteuer, sowohl. an die Mitglieder des fin Ministeriums wie an beide Häuser des Landtags und fügte tes s{rift an den Präsidenten des Staats-Ministeriums A) mar> zuglei ein Begleitschreiben bei, in dem es u, . heit „Die in der Anlage enthaltene Bittschrift liefert den Verei y der hierorts ansässige Hausbesitzer bet Vorausseßung einer nom Belastung seines Eigenthums ca. 40% feines Einkommens tik Steuern verwenden muß und dem aus audern ‘Quellen Einkommen gegenüber 15 fa besteuert erscheint. Unsere Bilk: daher dahin, Ew. Durchlaucht möge dahin wirken, daß die G und Hausbesitzer aus der Lage befreit werden, die Steuern der grundbesißer de>en zu müssen. Wir beehren uns noch darauf hi daß die stets steigende Einshätzung und Gemeindeumlage die Häuser von einem veränderlichen Clemente abhängig mat, ein Uns welcher dem Wesen des Grundbesißes zuwider läuft, Die Erd und Gebäudesteuer hat den Charakter ciner bypothekarisden welche dem Staate bezw. der Gemeinde nit einmal zu Gute lem Auf diese Weise werden Kapitalien, welde \si< nah Milliadah ziffern, einfa vernichtet. Wir sind daher der Ansicht, daß di herrschende System geradezu die Verarmung der Nation t Die Petenten erhielten darauf, wie wir aus dem „Cs

der Grund- und Gebäudesteuer für berechtigt,

geshmüdt und von einer dichten Menschenmenge beseßt,

Gegenwart“ ersehen, folgendes Antwortschreiben:

„Berlin, 27. Januar 189

Dem Verein der Grund- und Hausbesißer von Aachen und % seid theile ih ergebenst mit, daß ic die mir übersandte Vo

Aachen im Dezember v. J., dem Königliben Staats-Ministt

¿ur Berathung zugehen laffen werde. e J halte meinerseits die darin L eapeien Klagen

Sowohl diesen beiden, als au der Miethéfteuer ftebt da

wand entgegen, daß sie zu der Leiftungsfähigkeit der Steuerzak! keinem Verhältniß stehen; sie sind daher meines Erachtens aud geeignet, bei der Repartition von Zusclägen als Maßstah zu hint

So sehr nun aber au das Bedürsniß nah einer Ws6ef

gründet ist, so wird sich eine solche do erst dann beschaffen lsa wenn die Einnahmen des Staats dur „eine entsprechende Vermeh der Ginnahmen des Reichs aus der indirekten Besteuerung soweit @

wachsen sein werden, daß der Staatshaushalt jene drütähn Steuern entbehren kann. d Daß, sobald diese Vorbedingung erfüllt ist, den berebtiti Wünschen der Grund- und Gebäudebesißer entsvrochen wed witd, glaube ih um so mehr annehmen zu dürfen, als meine in preußischen Staatêministerium und au die Mehrzahl dertecbündelen Regierungen mit mir von der Rothwendigkeit einer Räd üker zeugt sind. L v. Bismu Crfrèut über diese Antwort veranstaltete der Vorstaid ä dw genannten Vereins am Sonnabend, den 4. d. Mts., einé Ctnl versammlung, in welcher zunächst die oben angeführten Strälei t Vereins und des Reichskanzlers verlesen wurden, wel lebterthtw ders von der Versammlung mit \türmiscem AyPlaus aufge wurde. Alsbald wurde folgende telegraphische Dankadresse dle Die eben tagende Generalversammlung des unterzeichnete L eins erbli> in Ew. Dur{lauht Schreiben vom 27. Jul erste und wünscenswertheste Anerkennung ihrer Bestrebunget s bethätigt ihren Dank in einem dreifachen Hoh auf den volitisdt | wirthschaftlichen Führer der Nation, ; H | s O wurde demselben ein donnerndes dreifa(es Ho gebracht ! h D Aus Handelskreisen ist derselben Zeitung ein) chrift zugegangen, in welcher es heißt i: | In Ihrer Nr. 62 wurden zum Kapitel „Mißbrauch de ti" treffende Bemerkungen aus anderen Blättern über die M | der fortschrittlichen Presse, die zunehmende Auswanderung sli | dem neuen Zollverein zur Last zu legen, mitgetheilt. yw Es s<eint mir, daß noch ein - viertes Moment, und ar \<lagendste, hinzugefügt werden muß, und das ist das Ziele wanderung über Hamburg und Bremen!

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. .

Nicht zum freihändlerishen England, nit zu den gu

oder Boern, au nit zu den Chinesen und Japare]en lt aus\{ließlih der Zug der Auêwanderer, : „A l Land des höchsten Schußzolls, es sind die Vereinigten Statt Nordamerika. ti mb Und weshalb geht der Zug der Auswanderer vorz gwcise u! der Burg des Hocschußzolls und findet daselbst fein Autlonn

Nein, es ist das gut

Weil in den Vereinigten Staaten unter dem Schuße der ll 4 Arbeit cine kulturelle Entwi>elung dur großartige Vermchruig l

Transportmittel

ermögliht ist, die wieder Millionen Millionen

Menschen ein gesichertes Auskommen liefert.

werden au< die jeßt in Aussicht stehenden U in den bisher {wer zugänglihen Gegenden Pu i t Wunder bewirken, und Millionen, wieder ein Ausfkommen pl vi uns finden, welches bisher einfa< uit vorhanden wär. a

diese Bahnen jeßt gebaut werden können und gebaut epu haben wir lediglich der Verstaatlihung der vorhandeten Wi zu verdanken, denn diese waren bei uns im großen Le diesté geneigt, weniger ergiebige Bahnen zu bauen, und fon u alia au nicht, weil die Privatbahn nit an den dur fe besi lèir indirekten Vortheilen wie der Staat E ist, vieline m

lih mit den Einnahmen aus dem Bahnbetriebe begnügen dem Ell!

Der „Börsen-Cour.“ bespriht die von veutsdn |

listishen Amte veröffentlihten Ausweise über e Waarenhandel im Jahre 1881, indem er U Auf allen Gebieten gewerblicher Thätigkeit zeigt Steigerung der Cinfuhr von Rohstoffen dofumentir der Produktion, und die gleichzeitige «Vermèhrung

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es ll del f Fabrifaten läßt erkennen, daß unfere Gewerbe uen i

ausländischen Märkte im vergangenen Jahre flötten haben. Ob gleichzeitig au der innere Markt an Konsur ine nid! wonnen hat, läßt sich aus den Handelsausweifen allein

eine turd T

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