1897 / 132 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

schnittsalter der verheiratheten bezw. verheirathet gewesenen Personen gesunken. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung gelangen gegen- wärtig mehr Perfonen zur Verhbeirathung als vor 25 Jahren.

Aus den Berichten der öfterreihishen Gewerbe - Inspektoren über ihre Amtsthätigkeit im Jahre 1896.

Die vor kurzem veröffentlihten Berichte der österreichischen Gewerbe-Inspektoren über ihre Amtsthätigkeit im Jahre 1896 bieten, was den thatsählichen bezw. statistiihen Inhalt im einzelnen an- belangt, gegenüber den vorjährigen Berichten für den deutschen Leser im ganzen wenig Neues von erbebliherem Interesse. Namentlich ift der Eindruck einer ausgesprochenen Veränderung in den wirth- \chaftlihen Verhältnissen der Arbeiterschaft weder zum Besseren oh zum S@{hle{teren ni{ht aus Len Bétihten gewinnen. Wenn einzelne Berichte, wie die für Wien, Oesterreichß unter der Enns, Oesterreich ob der Enns und Salzburg, für die Aufsichts- bezirke Graz, Triest, JInnsbruck, Pilsen, Budweis und Brünn er- freuliherweise über die Besserung der wirthshaftlichen Verhältniffe „wenigstens einiger Arbeiterkategorien“, insbesondere ter im Bau- -gewerbe beschäftigten, Mittheilung machen können, so wird andererseits vielfah auch über s{chlechten Geshäftsgang und Arbeitsmangel geklagt, so in den Berichten aus Prag, Reichenberg, Brünn, Olmüy, Troppau und Lemkerg. Hauptsählih betreffen diese Klagen die Textilindustrie, deren Betriebe häufig die Arbeitszeit eins{ränken mußten (Reichenberg, Brünn. Olmüß, Troppau). An dieser Stelle in der gebotenen Kürze auf weitere Einzelheiten des thatsählihen Inhalts der Berichte ein- zugehen, würde einem praktishen Zweck kaum entsprechen. Dagegen verdienen die Berichte für 1896 von einem allgemeineren Gesichts- punkte aus auch in Deutschland eine besondéère Beachtung, namentli infofern, als sie zur Frage der Stellung der österreichischen Gewerbe - Inspektion zu der Fabrik industrie einerseits und zu dem Kleingewerbe andererseits interessantes Material liefern.

Durch das Geseß vom 17. Juni 1883 wurde nämlih der Wirkungskreis der österreihischen Gewerbe-Inspektoren von vorn- herein auf „alle gewerblihen Unternehmungen“ ausgedehnt, also im Unterschiede von der Gewerbeaufsiht in Deutschland auch auf das gesammte Kleingewerbe. Ausdrücklich wurde im Gesetz als Aufgabe der Gewerbe-Inspektoren „gegenüber den Arbeitgebern und Arbeitnehmern“ bezeichnet „die Ueberwachung der geseßlihen Vorschriften, betreffend 1) die Vorkehrungen und Einrichtungen, welche der Gewerbs: inhaber zum Schuye des Lebens und der Gesundheit der Arbeiter \owohl in den Arbeitsräumnten, als in den Wohnräumen, falls fie solche beistellen, zu treffen verpflichtet sind; 2) die Verwendung von Arbeitern, die täglihe Arbeitszeit und die Arbeitsunterbrehungen ; 3) die Führung von Arbeiterverzeihnifsen und das Vorhandensein von Dienstordnungen, die Lohnzohlungen und Arbeiterauêweise; 4) die ge- werblihe Ausbildung der jugendlihen Hilfsarbeiter.“ Dabei hat, wie das Gesetz vorschreibt, der Gewerbe-Inspektor den „Gewerbe - behörden“ bei der „Handhabung der einschlägigen Bestim- mungen der Gewerbeordnung“ als beaufsihtigende8s, berihtendes und berathendes Fachorgan behilflich zu sein. War {hon durch diese geseßlihe Begrenzung der Aufgaben der Gewerbe-Inspektion das Wirkungsfeld- ein arbfieres als das der deutschen befonderen Gewerbe- aufsiht, so dürfte als die Aufgabe der österreihischen Gewerbe- Inspektoren noch erschwerend der Umstand hinzukommen, daß ihnen für das wichtige Gebiet der Unfallverhütung nicht in annähernd dem- selben Grade wie in Deuts&land die unmittelbare intensive Fürsorge der Unfallversiherungs-Berufsgenofsenschaften zu Hilfe kam.

Man hat auch in Oesterreih darauf Bedacht genommen, das Institut der Gewerbe-Inspektoren dur Vermehrung seines Beamten- personals zur Erfüllung seiner Aufgabe immer befähigter zu machen. Am 26. April 1896 i} durch Verordnung des Hantels-Ministers im Einvernehmen mit dem Minister des Innern unter Einrihtung eines neuen Auffichtsbezirks für Tetshen und Umgegend eine Neuordnung der Gewerbe-Inspektion dahin durchgeführt worden, daß zur Zeit (d. h. Ende 1896) außer dem Zentral-Gewerbe-Inspektorat mit drei Be- amten und einem besonderen Schiffahrts-Gewerbe-Inspektor sowie einem Gewerbe-Inspektor für die öffentlihen Verkehrsanstalten in Wien 17 Aufsichtsbezirke mit folgender Beseßung bestehen: für den Polizeirayon von Wien 1 Auffichtsbezirk mit 3 Beamten; für Oesterreih unter der Enns (ohne Wien) 1 Aufsihtsbezirk mit 4 Beamten; für Oesterreih ob der Enns und Salzburg 1 Aafsidhts- bezirk? mit 2 Beamten; für einen Theil von Steiermark und für Krain 1 Auffihtsbezirk mit 2 Beamten; für einen Theil von Steiermark und für Kärnten 1 Aufsihhtsbezirk mit 2 Beamten ; für das Küstenland mit Triest und für Dalmation 1 Aufsichtsbezirk mit 1 Beamten; für Tirol und Vorariberg 1 Aufsicbtsbezirk mit 2 Beamten; für Galizien und Bukowina 1 Auffichtsbezirk mit 3 Beamten; für S{hlesien und zwei Bezirkshauptmannschaften von Mähren 1 Auffichtsbezirk mit 2 Beamten ; für das übrige Mähren weitere 2 Aufsichtsbezirke mit 3 bezw. 2 Beamten und endlih für Böhmen 6 Aufsichtsbezirke mit je 3 Beamten in 2 und je 2 Beamten in 4 Bezirken. Es sind sona für die 17 Aufsichtsbezirke im Ganzen 40 Beamte bestellt, von denen auf Niéderöftérreih mit Wien, Böhmen, Mähren und S{hlesien allein 28 entfallen, Ersichtlih ist bei dieser Vertheilung die Nücksiht auf die Großinduftrie bei weitem maß- gebender gewesen als die Nücksiht auf das Kleingewerbe.

In dem Vorlageberiht des Zentral-Gewerbe-Inspektors an den Handels-Minister ist der Unterschied der Stellung der Gewerbe-Inspektion zur Großindustrie einerseits und zu dem Kleingewerbe andererseits, wie folgt, zum Ausdruck gebracht. Es sei erfreulih, den aus den Einzel- berihten gewonnenen Ges ammteindruck dahin zufsammenfassen zu können, „daß, infofern es sch um fabrikmäßig betriebene Unternehmungen handelt, die bisherigen Bemühungen der Organe der Gewerbe - Inspektion nicht erfolglos waren“. „Dem entgegen“ heißt es weiter „bieten die Schilderungen der in den kleingewerblichen Betrieben herrshenden Zustände fein besonders freundlihes Bild. Es ift bedauerlich, an dieser Stelle konstatieren zu müssen, daß eine Besserung der Verhältnisse schon angesichts der mißlihen wirthshaftlihen Laage dieser Gewerbetreibenden in der näÿhsten Zeit kaum zu erwarten steht. Diese Besserung anzu- bahnen, liegt zunächst an den Kleingewerbetreibenden felbst. Es be- darf hierzu vor allem der Eckenntniß, daß fie den Kainpf ums Dasein nur in dem Fall erfolgreich zu führen vermögen, wenn fie diejenigen Bahnen einzus@lagen \sih bestreben, welche der tehniscke Fortschritt au ihnen anweist. Die Gewerbe-Inspektoren werden innerhalb des ihnen vor-

ezeihneten Wirkungskreises gewiß bemüht sein, diese Einsicht zu ôrdern. Die Vorbedingung dafür, sowie für die Möglichkeit, den sich stetig mebrenden Anforderungen des Dienstes überbaupt entsprechen zu können, ist die andauernd erfolgende Ausgestaltung der Gewerbe- Inspektion und insbesondere die Vermehrung des Perfonalftandes, nahem gegenwärtig an einen systematischen Mattns bei Bewälti- guig des den Gewerbe - Inspektoren zufallenden Arbeitsmaterials in einzelnen Aufsichtsbezirken nicht gedacht werden fann“". Darf man nach diesen Ausführungen annehmen, daß der Zentral - Gewerbe - Inspektor aus den Berichten im allgemeinen den Eindruck erhalten hat, daß im Unterschied von den fabrikmäßig betriebenen Unternehmungen das Kleingewerbe einea nennenêwerthen Erfolg der Thätigkeit der Gewerbe-In|pektion nicht erkennen lasse, fo findet diese Annahme bei dem Studium der Cinzelberichte ihre Be- stätigung. Thatsächlich lauten dieselben bezüglih der Einhaltung der nah dem Gesey von 1883 der Ueberwachung durch die Gewerbe- Inspektoren überwiesenen geseßlihen Vorschriften, soweit das Klein- gewerbe in Betracht kommt, fast ausnahmsélos negatiy.

Zum Schluß \ei noch auf die Pera hrung Beigelutesen, welche der Gerverbe - Inspektor für Wien gegen den Prrgud einzulegen sich veranlaßt fieht, den man vielfah mit den angeblihen Ergebnissen der im Berichtsjahr (März und April n in Wien abgehaltenen Privat-Enquête über die Frauenarbeit getrieben habe. Es heißt in dem Berit: Zur Ghre der Gewerbetreibenden könne ohne weiteres behauptet werden, daß die Zustände in den Fabriken im allgemeinen nicht ungünstig seien, und daß die Anläfse. zu berechtigten Béschwerden von Jahr zu Jahr {\eltener würden. Diè Verhältnisse

seien jpar durhaus nicht derart, daß man über dieselben nirgends zu flagen hätte; es Fföônne aber gesagt werden, daß die \chlechten Betriebe nur Ausnahmen bilden. Wie auf allen Ge- bieten der Gesezesdurchfübhrung immer Uebertretungen vorkämen, fo sei es niht zu vermeiden, daß auch in Fabrikbetrieben unge- hörige und ungefeßlihe Fälle zu verzeihnen feien. Die hierauf bezüglihen Auéfagen vieler Erxperten wären einseitig, nicht frei von Vórurtheilen, ließen oft eine genaue Kenntniß der Gesammtverhältnifie vermissen und wären niht immer objektiv. Die Angaben beträfen oft niht die Gegenwart, fondern bezögen sih nit selten auf frühere Verhältnisse, welhe bisher faft ausnahmsêlos eine Besserung erfahren bätten. Die Uebelstände in Kleinbetrieben seien dem Gewerbe-Inspektorat längst bekannt gewesen und bereits wiederholt in früheren Berichten angedeutet. Die s{lechten wirth- \chaftlihen Verhältnisse, in welchen sih die meisten dieser Betriebe befäriben, maten es aber näbezu uritnöglih, eite gründlihe Besserüng derselben zu erreihen. Dies gelte besorders von Un sogenann Saifon- gewerben, in denen während der Saison in einem an und für fich ungünstigen Raum, der nur für 4 bis 5 Personen binréihe und der zugleich als Wohn-, Schlaf- und Arbeitsraum diene, die doppelte Anzahl von Arbeitern untergebracht sei. Die betreffenden Unternehmer erklärten fast übereinstimmend, daß die Erfüllung. der Anordnungen des Gewerbe-Inspektorats mit; dem finanziellen Ruin des Geschäfts gleihbedeutend wäre, und diese Versicherung entsprehe in vielen Fällen dér Wahrheit, da die Kleinmeifter häufig unter den \{wierigsten Ver- hâltniffen arbeiteten.

Literatur.

Die wohlbekannte Meyer'\che „Klassiker-Bibliothek“ ist abermàls um eine neue werthvolle Ausgabe bereihert worden. Mit Beginn des Jahres 1897 war die 30 jährige Frift abgelaufen, dur die dem Verleger der Werke Friedri Rückert's das alleinige Verlagsreht gesihert war. Von verschiedenen Seiten sind daher vor kurzem die Werke des berühmten Dichters neu verbreitet worden. Unter diesen Veröffentlihungen gebührt der soeben im Verlage des Bibliographishen Instituts in Leipzig und Wien erschienenen Aus-

abe von Nüdckert’s Werken (zwei Bände, in Liebhaber-Leinenband

reis 4 Æ), die alle Vorzüge der seit Jahren bewährten Bear- beitung8weise der Meyer*’shen Klassiker-Bibliothek aufweist, ein bervorragender Plaß. Da Nüdert's Dichtungen von fehr ungleihem Werthe sind, so war es in diesem Falle mehr als in an- dern geboten, in einer für weitere Kreise bestimmten Aus- gabe nur eine Auswahl des wahrhaft Guten und Unvergänglichen zu geben. Dem Herausgeber, Dr. Georg Ellinger in Berlin, ift es ge- lungen, in den zwei Bänden alle von wahrem poetishem Werth erfüllten S{öpfungen des Dichters zu vereinigen, und er hat, dem Plane der Meyer’shen Sammluna entsprechend, dur eine biographische Einleitung, durch werthvolle literarhiforische Einführungen in die einzelnen Abtheilungen der Gedichte, sowie dur erläuternde Anmerkungen alles beizusteuern gewußt, defsen der moderne Leser zum Verständniß des Dichters bedarf. Die Ausstattung ift so nmusterhaft vornehm und gefällig, wie bei allen früheren Ausgaben der Meyer’schen Bibliothek.

Gefammelte Werke des Grafen Adolf Friedrich von Shack. Dritte verbesserte und vermehrte Auflage, in 10 Bän- den zu je 3 A Stuttgart, Verlag ter I. G. Cotta’shen Buchhand- lung, NaGfolger. Daß die deutsche Lesewelt, troß vieler Er- zeugnisse von überwürzter Art, wie sie heute bei Manchen beliebt find, im Großen urrd Ganzen empfängliÞ geblieben ift für das einfah Schöône und Gediegene, das beweist das Erscheinen einer dritten Auflage von Schack's Dichtungen. Ein vornehmer Geist \pricht aus dieser Fülle poetischer Gaben, und seine reihe Bildung ershließt uns die Kulturzustände aller Länder und Zonen; ein Künftlergenius auserlefener Art macht dabei den Führer. Die dihterischen Formen jeder Art werden von dem Verfasser spielend beherrscht. Die poetische Erzählung insbesondere ift nicht leiht von einem Anderen wie von Schack fo anmuthig, so behaglih breit behandelt worden. Er \chöpft überall aus dem Vollen, und man hat das Gefühl, daß er, wenn ér gewollt, noch viel mehr bätte geben können. Dabei hält er sich fern von Oberflächlihem, sein Sinn ist vielmehr in die Tiefe der Dinge gerichtet. Mit seiner idealiftishen Weltanshauung wirkt er insbesondere auch auf die Jugend; manche seiner Schöpfungen haben daher auch bereits Aufnahme in Lesebücher und Gedichtsammlungen gefunden. Die jeßige Auflage is durch Aufnahme der leßten Dich- tungen Schack's von 8 auf 10 Bände erweitert; dabei bleibt der Preis, namentlich in Ansehung der feinen, gediegenen Ausstattung, ein verhältnißmäßig billiger, sodaß es Vielen möglich sein wird, ihre Bibliothek um diese |chöne Zierde zu vermehren, zumal die Anschaf- fung aus durch die allmäbliche Ausgabe der einzelnen Bände erleih- tert wird.

Katechismus der Gedächtnißkunst oder Mnemo- technik von Hermann Kothe. Achte, verbesserte und vermehrte Auflage, bearbeitet von Dr. Georg Pietsch. Verlag von J. I. Weber in Leipzig. In Original-Leinénband 1 Á 50 „. Alles Erlernte wird erft zum wahren Wissen, wern es in jedem Augenblick dem Gedächtniß gegenwärtig ist. Wie si dies ermöglihen und der Wissens\toff dauernd einprägen läßt, darüber ertbeilt das Tleine Buch guten Rath. Auch wie man Geburtstage und Personennamen leiht behalten kann, giebt dasselbe Autkunst ; es lehrt den Nutzen des guten Gedächtnisses im Gewirr der Großstadt wie auf der Eisenbäahnfahrt und gewährt für manches räthselhafte Kunsistück der Mnemotechnik überrashenden Aufs{luß.

„Wohin? Ein Führer und Rathgeber für alle Reiseluftigen.“ Herausgegeben von Anny Wothe. Dritte Auflage. Adoif Mahn's Verlag in Leipzig. Pr. eleg. geb. 2 4— Neich illustriert und gegen früher erbeblih erweitert, tehrt dieses ebenfo praftishe wie unter- haltende Reisebuh, das {ón in vielen Familien als Rathgeber hei- mis geworden ist, in diesem Jabre wieder. Wer éine angenehme Sommerfrische, einen wirksamen Kurott, eine gute Heilanstalt sucht, dem wird darin über alles Wifsenswerthe eingehende Auskunft geboten. Diejenigen aber, die zu Hause zu bleiben gezwungen sind, werden sfi an dea unterbaltenden Schilderungen und den hübschen Jllustrationen ergôßen und für das nächste Jahr danach Pläne machèn können, was nah vertrauenswertber Aussage von Lebensvhilosophen, ja bei jeder Reise eigentlih das genußreid\te ift. Der Preis für das elegant aus- gestattete Buch ist außerordentlich billig. : ;

Im Junigest der „, Deutshen Rundschau* (Berlin, Gebrüder Paetel) behandelt Otto Seeck „die Entstehung des Geldes“, indem er in fnapper Darstellung die Entwickelung vom Tauschverkebr zum Münzwesen schildert. Mit intetefsanten, bisher ungedruckten Briefen ist ein Aufsaz von Ecnst Elstér ausgestattet, der Beiträge zu Heine's Biographie gewährt und u. a. einen Brief Heinrich Heine?s an Ferdinand Lafsalle enthält. Eine Charakteristik von Descartes als Naturforscher entwirft P. Schul, über das gewaltige Projekt der Jungfraubabn giebt Friedrih Wrubel ein reihes Material aufshlufireher Mittheilungen, und im An- \chlus an frühere Veröffentlihungen ergreift F. Vox Müller, an den ein Gelehrter als Ignotus Agnosticus ein offenes Schreiben gerihtet hat, noch einmal das Wort „in Sachen Pferdebürla“. Belletristiihe Beiträge habèn Anselm Heine mit dem Anfang einer sehr eigenartigen Novélle „Eine Gabe“ und Marie von Bunsen bei- gesteuert, die in einer dialogisierten Novelle , Auf Riedenheim“ „etwas Völkerpsychologie*“ bietet. Eine politishe Rundschau, ein Artikel Gottlob Egelhaaf’s über ein Werk betreffend Schleswig-Holstein's Be- freiung, eine von Wilhelm Bölsche verfafte Besprehung der „Neuen Effsays“ von Herman Grimm, sowie eine folhe von Carl Krebs von Werken der neueren Musik-Literatur, endlich literarishe Notizen und die Bibliographie schließen das Heft ab.

Handel und Gewerbe,

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. e An der Ruhr sind am 5. d. M. gestellt 13 127, nicht rechtzeitig gestellt keine Wagen.

In Oberschlesien sind am 5. d. M. gestellt 3611, nit zeitig gestellt keine Wagen. g niht reht-

Berlin, 5. Juni. (WowWhenberiht für Stärke, Stärke- fabrikate und Hülsenfrüchte von Mar , Berlin W. 83.) Ia. Kartoffelstärke 16}—17 #, Ia. Kartoffelmebl 16}—17} M, ITa. Kartoffelmehl 1353—15è #4, Feuchte Kartoffelstärke, Frachtparität Berlin —,—, gelber Syrup 20—203 G, Kap.-Syrup 21—21t 4, Export 22— 223 #, Kartoffelzucker gelb 20—204 4, Kartoffelzucker kap. 21—22 #, Rum-Kuleur 32—33 #4, Bier-Kuleur 32—33 4, Dextrin gelb und weiß Ta. 22—23 Æ, do. fekunda 20¿—21 Æ, Weizenfstärke (kleinft.) 34—35 #, do. (großft.) 36—37 #4, Hallesche und Schlesishe 36—37 #, NReiestärke (Strahlen) 49—50 A, do. (Stücken) 48—49 #, Maisftärke 33—34 4, Schabestärke 34—35 #4, Viktoria-Erbsen 15—18 4, Kocherbsen 13#—17# #, grüne Erbsen 14—174 #, Futtererbsen 11—12È 4, inl. weiße Bohnen 23—25 „4, Flachbohnen 24—26 #4, Ungar. Bohnen 20—22 #, Galiz.-rufs. Bohnen 18—20 A, große Linsen 34—48 #, mittel do. 28—34 MÆ, fleine do. 20—26 MÆ, weiße e 16—18 M, gelber Senf 22—30 #, Hanfkörner 17{—18 46, Winterrübsen 23—23} , Winterraps 23¿—24 A, blauer Mohn 24—28 Æ, weißer do. 40—48 Æ, Buchweizen 15—17 #4, Wicken 13£—15 4, Pferde- bohnen 13—135 A, Leinsaat 19—20 46, Mais .loko 8$—91 A, Kümmel 44—50 Æ, prima inl. LeinkuWen 13—14. 4, do. ruff. do. 113—12} Æ, Rapékuchen 11—124 #, pa. Marseill. Erdnußkuchen 122—15 Æ, va. doppelt gesfiebtes Baumwoll-Saatmehl 58—62 9/9 115—13 #, belle getr. Biértreber 28—34 °/9 9#—10} Æ, getr. Ge- treideshlempe 32—36 9% 113— 123 Æ, getr. Mais-Weizenschlempe 36—39 %/0 125—13è M, Mais\{lemve 40—44% 12—13 #, Malzkeime 8}—9} M, Roggenkleie 8,60—9} Æ, Weizenkleie 8,60—9} 46 S O kg ab Bahn Berlin bei Partien von mindestens

g.

__— Kölnische Straßenbabhn-Gesellschaft. Die Betriebs- Einnahmen betrugen: Vom 1. bis 31. Mai 1897 189 970,50 4 (1896 175 533,30 6), Mehreinnahme in 1897 14 437,20 4; vom 1. Januar bis 31. Mai 1897 821 468,96 4 (1896 717 504,30 M), Mehreînnahme in 1897 103 964,66 #4

Stettin, 95. Juni. (W. T. B.) Na Privat-Ermittelungen wurde im freien Berkehr notiert: Weizen loko 153—155, Roggen loko 110—114, Hafer loko 125—130. Rüböl pr. Juni 54,00, Spiritus loko 38,00. Petroleum loko —.

Breslau, 95. Juni. (W. T. B.) (S{hluß-Kurse.) Schl. 34 9/0 L.-Pfdbr. Läitt. A. 100,35, Breslauer Diskontobank 115,25, Breslauer Wechslerbank 103,90, S@lesisher Bankverein 132,25, Breslauer Spritfabrik 143,90, Donnersmarck 155,00, Kattowiter 164,60, Obershl. Eis. 102,30, Caro Hegenscheidt Aft. 128,75, Oberschles. P.-Z. 146,50, Opp. Zement 155,00, Giesel Zem. 145,25, L.-Ind. Kramsta 146,50, Schles. Zement 194,75, Schles. Zinkh.-A, 204,00, Laurabütte 165,30, Breél. Delfbr. 105,50.

Produktenmarkt. Spiritus per 100 1 1009%% erkl. 50 A Verbraucsabgaben pr. Juni 58,50 Gd., do. do. 70 A Verbrauchs-

abgaben pr. Juni 38,50 Gd.

Magdeburg, 5. Juni. (W. T. B.) Wochenumsaß im Rob- zuckerç eschäft 201 000 Ztr. Heute keine Börje.

Frankfurt a. M, 5. Juni. (W. T. B.) (S{hluß-Kurse.) Lond. Wechs. 20,376, Pariser do. 81,125, Wiener do. 170,32, 39/0 Reichs-A. 97,80, Unif. Egypter 108,40, Italiener 93,70, 3 9/0 vort. Anleihe 25,20, 5 9/9 amort. Rum. 101,00, 4 9% russishe Kons. 103,00, 4 9/ Ruff. 1894 66,80, 42% Spanier 64,10, Mittel- meerb. 98,90, Darmstädter 157,70, Diskonto - Kommandit 204,70, Mitteld. Kredit 114,40, Oefterr. Kreditakt. 314, ODest.-Ung. Bank 818,00, Reichsbank 159,70, Laurabütte 164,70, Westeregeln 203,80, Höchster Farbwerke 444,00, Privatdiskont 2#.

s ge 5) Jul (W.T. BI Nübor: lolo 58/00. pr: Juni

Drésden, 5. Juni. (W. T. B.) 39% Sähs\. Rente 97,35, 34 9/0 do. Staatsanl. 101,30, Dresd. Stadtanl. v. 93 101,75, Allg. deutsche Kredit 214,00, Dresd. Kreditanstalt 142,00, Dreédner Bank 160,25, Leibziger Bank —,—, Sächf. Bank 127,25," Dreéd. Straßen- babn 22950, Sächs.-Böhm. Dampfschiffahrts-Ges. 275,00, Dresdner Baugesells. 228,50, Dresdner Bankverein 118 00.

eipig, 9. Juni, (V. T. B) (SPluß - Kurse) 3% Sächsishe Mente 97,30, 3F 9/6 do. Anleihe 101,50, Zeißer Paraffin- und Solaröl-Fabrik 107,00, Mansfelder Kuxe 1023,00, Leipziger Kreditanstalt-Aktien 214,50, Kredit- und Sparbank zu Leipzig 116,50, Leipziger Bankaktien 181,25, Leipziger Hypothekenbank 148,00, Sächsishe Bankaktien 127,55, Sähsishe Boden-Kreditanstalt 132,50, Leipziger Baumwollspinnerei- Aktien 169,75, Kammgarnspinnerei Stöhr u. Go. 182,75, Altenburger Aktienbrauerei 240,00, Zuckerraffinerie Halle-Aktien 108,00, Große Leipziger Straßenbahn 268,50, Leipziger Elektrishe Straßenbahn 176,75, Thüringishe Gasgesellshafts-Aktien 206,00, Deutsche Svitenfabrik 269,00, Leipziger Elektrizitätswerke 132,75.

Kammzug-Terminhandel. La Plata. Grundmuster B. pr. Juni 3,20 4, pr. Juli 3,20 4, pr. August 3,20 , pr. Sep- tember 3,20 4, pr. Ottober 3,20 Æ, pr. November 3,20 4, pr. Dezember 3,20 4, pr. Januar 3,20 4, pr. Februar 3,20 #, pr. März 3,20 4, pr. April 3,20 4, pr. Mai 3,20 A Umsay: 55 000. Behauptet.

Bremen, 5. Juni. (W. T. B.) Börsen - S(lußberichr. Raffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierung der Bremer Petroleum- Börse.) Rubig. Loko 5,60 Br. Schmalz. Ruhig. Wilcor 20x 4, Armour shield 207 A, Cudaby 214 4, Choice Grocery 214 A, White label 215 S. Speck. Ruhig. Short clear middl. loïo 244 «4. Reis rubig. Kaffee —. Baumwolle. Still. Upland middl. loko 3983 4. Taback. 266 Pack-:n Sumatra, 200 Padcken St. Felix, 75 Seronen Carmen. 5

Kurse des Effekten-Makler-Vereins. 5 %/% Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei-Aktien 165 Gd., 5 9/9 Nordd. Uovd-Aftien 108F bez., Bremer Wollkämmerei 270 Gd. _

Hamburg, 5. Juni. (W. T. B.) (S{lußkurse.) Hamb, Kommerzb. 136 50, Bras. Bk. f. D. 162,50, Lübeck-Büchen 165,795, A.-C. Guano-W. 73,00, Privatdiskont 27, Hämb. Padtet 123,35. Nordd. Loyd 108,35, Truft Dynam. 171,15, 3% H. Staatsanl. 96,05, 34 9/9 do. Staatsr. 107,15, Vereinsb. 155,50, Fanburaer Wechsler- bank 131,00. Gold in Barren pr. Kilogr. 2789 B., 2785 Gd., Silber in Barren pr. Kilogr. 81,40 Br., 80,90 Gd. Wechselnotierungen : London lang 3 Monate 20,32 Br., 2029 Gd., - 20,31 bez., London kurz 20,384 Br., 20,344 Gd., 20,37 bez., London Sicht 20,40 Br., 20,36 Gd., 20,385 bez, Amsterdam 3 Monate 167,80 Br., 167,50 Gd., 167,75 bez., Oest. u. Ungar. Bkpl. 3 Monat 168,89 Br., 168,45 Gd., 168,75 bez., Paris Sicht 81,30 Br., 81,10 Gd., 81,20 bez, St. Petersburg 3 Monat 214,20 Br., 213,70 Gd., 214,10 bez, New-York Sicht 4,194 Br., 4,167 Gd., 4,184 bez, do. 60 Tage Sicht 4,164 Br., 4,134 Gd., 4,155 bez,

Getreidemarkt. Weizen loko flau, holsteinischer loko 158—163. Roggen loko flau, medlenburger loko 121—132, russisher loko matt, 78—80. Mais 82. Hafer flau. Gerste flau, Rüböl rubia, loko 55 Br. Spiritus“ (unverzollt) ruhig, pr. Juni-Juli 19 Br., pr. Juli-August ‘19 Br., px. August- September 19# Br., vr. September-Oktober 19} Br. Kaffee Lesser, Umsay 5500 Sack. Petroleum ruhig, Standard white loko 5,55 Br.

Kaffee. (Itachmittagsbericht.) Good average Santos pr. Zuli 384, pr. Septbr. 394, pr. Dezember 404, pr. März 41. Zudckermarkt. (Schlußbericht.) Nüben-Rohzucker 1., Produkt Basis 88 9/9 Rendement neue Usance, frei an Bord Hamburg pr. Juni 8,70, pr. Juli 8,50, pr. August 8,90, pr. Vktober 8,874, pr. Dezember 8,95, pr. März 9.15. Ruhig. ;

Wien, 5. Juni. (W. T. B.) (Schluß - Kurse.) Oesterr. 41/5 9/9 Papierrente 102,05, Oesterr. Silberrente 102,05, Oesterr. Goldrente 123,10, Oesterr. Kronenrente 100,90, Ungar. Golbrente 123,00, bô. Kron.-A. 99,90, Oesterr. 60r. Loose 145,50, Länderbank 244,09, Oefterr. Kredit 368,90, Unionbank 303,00, Ungar. Kreditb. 406,25, Wiener Bankverein 258,25, Wiener Nordbahn 271,50, Buschtiehrader 553,00, Elbethalbahn 267,50, Ferd. Nordb. 3524,00,

Oesterr. Staatsbahn 358,75, Lemb. Czern. 288,00, Lombarden 88,25, Nordwestbahn 262,75, rdubiger 215,00, Alp.-Montan 98,80, Amsterdam 99,00, Deutsche Plätze 58,66, Londoner Wesel 119,52,

ariser Wechsel 47,60, Napoleons 9,52, Marknoten 58,66, Ruff. Delaoten 1,27, Brüxer 258,00.

Ausweis der öiterr.-ungar. Staatsbahn (öôfterreihishes Neg) vom 1. bis 31. Mai 2150964 Fl., Mindereinnahme gegen den entsprehenden Zeitraum des vorigen Jahres 54 267 Fl

Einnahme der Südbahn vom 1. bis 31. Mai 1382291 Fl.,

Mindereinnahme 60 323 F. i

Getreidemarft. Weizen pr. Mai-Juni 7,98 Gd., 8,00 Hr., pr. Herbst 7,64 Gd., 7,65 Br. Roggen pr. Mai-Juni 6,55 Gd., 6,60 Br., do. pr. Herbft 6,20 Gd., 6,21 Br. Mais pr. Mai- Zuni 4,00 Gd., 4,01 Br. Hafer pr.-Mai-Juni 5,85 Gd., 5,90 Br., pr. Herbst 5,63 Gd., 5,64 Br.

8. Juni, Vormittags 10 Uhr 50 Minuten. (W. T. B.) S@wächer. Ungarische Kredit-Aktien 405,50, Oesfterreichishe Kredits Aktien 368,50, Franzosen 357,50, Lombarden 89,00, Elbethalbahn 267,50, Desterreihishe Papierrente 102,05, 4% Ungarische Goldrente 122,90, Oesfterreichishe Kronen-Anleibe —, Ungarische Kronen-Anleihe 99,95, Marknoten 58,66, Bankverein 258,00, Länderbank 244,25, Buschtichrader Litt. B.-Aktien 552,00, Türk. Loose 58,90, Brüxer —, Wiener Tramway 415 nah 428.

Budapest, 5. Juni. (W. T. B.) Der „Nemzet“ meldet, der Finanz-Minister habe mit der Rothshildgrupbe einen Ver- trag über die 349% Eisenbahn-Investitions-Anleihe ab-

eshlossen und werde eine hierauf bezüglihe Vorlage in der nächsten

Woche im Abgeordnetenhause einbringen. Zu gleiher Zeit werde der Finanz-Minister auch eine Vorlage über die Steuerfreiheit für die Flußregulierungs-Obligationen fowie die Stadt- oder Komitats- und Bizinalbahn-Obligationen einbringen. Beide Vorlagen sollten noch in der laufenden Tagung im Reichstage zur Verhandlung kommen.

Pest, 5. Juni. (W. T. B.) Produktenmarkt. Weizen loko fest, pr. Juni 7,77 Gd., 7,79 Br., pr. Herbft 7,422 Gd. 7,43 Br. Noaggen pr. Herbst 5,85 Gd., 5,87 Br. Hafer pr. Herbst 5,26 Gd., 5,28 Br. Mais pr. Mai-Juni 3,72 Gd., 3,74 Br., pr. Suli-August 3,78 Gd., 3,79 Br. Kohlraps pr. August-Septemker

10,45 Gd., 10,55 Br. (W. T... B.) Aus der Bank flossen

London, 5, Juni. 73 000 Pfd. Sterl.

Un der Küste 2 Weizenladungen angeboten.

96% Javazucker 103 ruhig, Rüben-Rohzudcker loko 811/16 ruhig. i :

Paris, 5. Juni. (W. T. B.) Die Tendenz der heutigen Börse war sehr fest. MRentenwerthe anhaltend bevorzugt. In Spaniern fanden Deckungen ftatt. Türkenloose für Wien gefragt. Banque de France haussierend. Rio Tinto lebhaft.

(Schluß-Kurse.) 309/96 Französishe Rente 104,22F, 5/9 Ital. Rente 95,374, 39/9 Portugiesishe Rente 24,10, Portugiesishe Tabad- Obl. 476,00, 49/6 Rufseri 1889 103,25, 4% Russen 1894 —,—, 3140/4 Ruff. A. 101,00, 39/0 Russen 1896 93,47, 49/6 span. äußere Anl. 647, Oesterreichishe Staatsbahn 774,00, Banque de France 3840, B. de Paris 873,00, B. ottomane 575,00, Créd. Lyonn. 781,00, Debeers 741,00, Rio-Tinto-A. 692,00, Suezkanal-A. 3324, Privat- diskont 17, Wchs. Amft. k. 205,81, Wf. a. dt. Pl. 1225/16, Wchs. a. Stalien 48, W@&s\. London k. 25,084, Cheq. a. London 25,10, do. adrid É. 388,00, do. Wien k. 207,87, Huanchaca 63,00.

Getreidemarkt. (Schluß.) Weizen ruhig, pr. Juni 23,15, pr. Juli 23,35, pr. Juli-August 23,25, pr. September-Dezember 22,15. Roggen ruhia, pr. Juni 14,25, pr. September-Dezember 13,75,

46,65, pr. September-Dezember 46,35. Rüböl rubig, pr. Juni 55x, pr. Juli 55#, pr. Juli-Auguft 554, pr. September-Dezember 565. Spiritus fest, pr. Juni 39, pr. Juli 39}, pr. Sept.-Dezember 36, pr. Januar-AYpril 354.

Rohbzudcker (Schluß) rubig, 88% loko 243—25. Weißer Zucker fest auf London, Nr. 3, 100 kg pr. Juni 255, pr. Juli 26, pr. Ofktober-Januar 27}, pr. Januar-April 273.

St. Petersburg, 6. Juni. (W. T. B.) Die St. Peters- burger und Moskauer Banken werden am 10. d. M. die Sub- \sfription auf 15 000 000 Kredit-Rubel nominal der von der russischen Regierung aarantierten 4 prozentigen Obligations-Anleibe der oft- chinesishen Eisenbahn zum Emissionskurs von 97 % eröffnen.

St. Petersburg, 7. Juni. (W. T. B.) Wechsel auf London 93,95, do. Amsterdam —, do. Berlin 45,90, Chegu. a. Berlin 46,224, Wechsel a. Paris 37,323, 49/9 Staatsrente von 1894 99, 49% Gold-Anl. von 1894 6. Ser. 154, 349% Gold-Anl. von 1894 148, 49/0 fonf. Eisfenb.-Obl. von 1880 —, 44 %% Bodenfr.-Pfandbr. 157, St. Peteréb. Diskontobank 672, do. intern. Bank 1. Em. 585, Russ. Bank. für auswärt. Handel 415, Wars. Kommerzbank 470, Ges. für elektr. Beleutung 645 Käufer. ;

Mailand, 7. Juni. (W. T. B.) Ftalienishe 5°/0 Rente 99,524, Mittelmeerbahn 536,00, Méridionaux 711,00, Wechsel auf Paris 104,875, Wechsel auf Berlin 129,20, Banca d’Italia 746.

Bern, 5. Juni. Die Direktion der Jura - Simplon- Bahn \ch{läat dem Verwaltungsrath die Vertheilung einer Dividende von 43 9% für die Prioritäts-Aktien und von 49% für die Stamm- Aktien vor.

St. Gallen, 5. Juni. (W. T. B.) Der Verwaltungsrath der Vereinigten Shweizerbahnen beantragt, der am 29. d. M. einberufenen Generalversammlung eine Dividende von 4% für die Prioritäten und von 32% für die Stamm-Aktien vorzuschlagen. Der Geschäftsberiht wurde genehmigt. Ueber die Frage, betreffend die Verlängerung der Retourbillets, wurde kein Beschluß gefaßt.

Antwéêrpen, 5. Juni. (W. T. B) Getreidemarkt. Weizen träge. Roggen ruhig. Hafer träge. Gerste träge.

Petroleum. (Sihlußberiht.) Raffiniertes Type weiß loko 164 bez. u. BL., pr: Juni 162 Br., pr. Juli 16} Br. Ruhig. Schmalz pr. Iuni 454, Margarine ruhig. :

New-York, 7. Juni. (W. T. B.) Die Börse eröffnete mit nacgebenden Kursen, im weiteren Verlauf wurde die Haltung unregelmäßia. Schluß fes. Der Umsay der Aktien betrug 240 000 Stü.

Weizen eröffnete stetig, zog dann im Preise auf Deckungen etwas an, gab jedoch später infolge von Realisierungen nah. Noch später eingetroffene Berichte über ungünstiges Wetter führten eine abermalige Preisfteigerung herbei. Schluß ruhig aber ftetig. Mais allgemein fest während des ganzen Börsenverlaufs. Schluß ruhig aber f\tetig.

(Schluß-Kurse.) Geld für Regierungsbonds, Prozentsaß 1, do. für andere Sicherheiten do. 14, Wechsel auf London (60 Tage) 4,853, Cable Transfers 4,87}, Wechsel auf Paris (60 Tage) 5,16F, do. auf Berlin (60 Tage) 959/16, Atchison Topeka & Santa Aktien 12, Canad. Pacific Aktien 61x, Zentral Pacific Aktien 84, Chicago Milwaukee & St. Paul Aktien 774, Denver & Rio Grande Preferred 394, JFllinois-Zentral Aktien 97, Lake Shore Shares 169}, Louis- ville & Nashville Aktien 483, New-York Lake Erie Shares 13F, New-York Zentralbahn 1008, Northern Pacific Preferred (neue Emifs.) 394, Norfolk and Western Preferred (Interims-Anleihescheine) 28k, Philadelphia and Reading First Preferred 443, Union E Aktien

74, 4 9/0 Vereinigte Staaten Bonds pr. 1925 124}, Silber, Com-

Mehl ruhig, pr. Juni 45,60, pr. Juli 46,35, pr. Juli-August mercial Bars 60}. Tendenz für Geld: leicht.

Waarenberichi. Baumwolle - Preis in New - Yörk 71/16, do. do. in New-Orleans 7È, oleum Stand. white in New-York 6,15, do. do. in Philadelphia 6,10, dto. Refined (in Cases) 6,60, do. Pipe line Certificat. pr. Juni 87, Schmalz ern fteam 3,80, do. Robe & Brothers 4,10, Mais per Juni 29}, do. per Juli 295 do. per Sept. 304, Rother Winterweizen loko nom., Weizen per i 744, do. per Juli 73}, do. ver Septbr. 69#, do. per Dezbr. 714, Getreidefraht nah Liverpool 14, Kaffee fair Rio Nr. 7 7, do. Rio Nr. 7 per Juli 7,45, do. do. per Septbr. 7,45, Mehl, Spring- Wheat clears 3,20, Zucker 253, Zinn 13,50, Kupfer 11,10. Nachbörse: Weizen, Mais # c. höher. f :

Der Werth der in der vergangenen Woche eingeführten Waaren betrug 10512 160 Doll. gegen 11 692786 Doll. in der Vorwoche. Davon für Stoffe 3 245 041 Doll. gegen 3 974 839 Doll. in der Vorwoche. i S

Chicago, 5. Juni. (W. T. B.) Weizen seßte schon etwas niedriger ein und mußte auf befsere Ernteauésihten und niedrigere Mette im Preise noch weiter nahgeben. Shluß stetig.

ais änderte sh im Verlauf nur wenig, da sih kein besonderer Einfluß geltend machte. Schluß stetig. j /

7. Juni. (W.-T. B.) - Weizen pr. : Juni —, pr. Juli

—, Mais pr. Juni —. Schmalz pr. Juni —,—, do. pr. Juli Speck short clear 4,590. Pork pr. Juni —,—. S

Die offizielle Börse blieb infolge der Wahlen geschloffen. Der

Privatverkehr nabm einen ruhigen Verlauf und notierte: Weizen pr.

Juli 67}—67, do. pr. Septbr. 63#—63$, Mais pr. Juli 243—24,

do. pr. Septbr. 25k. Nis be Janeiro, 7 (W. T. B) Wechsel auf (W. T. B) Goldagio 195,30.

0 Iuni. London 72/33. Buenos Aires, 7. Juni.

Verkehrs-Anstalten.

Bremen, 6. Juni. (W. T. B) Norddeutscher Lloyd. „Werra“, v. New-York kommend, 4. Juni 2 Nm. in Genua angek. „Stuttgart, n. Australien best.,, 4. Juni Nm. in Co- lombo angek. „Bayern“, v. Ost-Asien kommend, 5. Juni 10 Vm. a. d. Weser angek. „Prinz Heinrich“, v. Ost-Asien kommend, 5. Juni Nm. in Colombo angek. „Mark“ hat am 5. Juni 7 Mras. Reise v. Southampton n. Antwerpen fortges. „Warkt- burg“, n. Brasilien best., 5. Juni 6 Mrgs. in Lissabon angek. „Pfalz", n. d. Q Plata best., 5. Juni 11 Vm. in Corunna angekommen.

London, 5. Juni. (W..T: B.) Union-Linie. D. „Moor!“ ist auf der Heimreise heute in Southampton angekommen.

Castle-Linie. D. „Pembroke Castle" ift auf der Ausreise gestern in Kap stadt eingetroffen.

St. Petersburg, 7. Juni. (W. T. B.) Im Eisenbahn- Departement trat heute unter dem Vorsig des Direktors Marimow ein Kongreß von Vertretern der ECisen-Industrie und der Eisenbahnen zusammen. Der Kongreß wird über eine Revision der Transporttarife für die Produkte der Eisen-Industrie berathen.

Rotterdam, 5. Juni. (W. T. B.) Holland-Amerika, Linie. D. „Spaarndam“, von Rotterdam nah New-York, hat am Donnerstag Prawle Point passiert. D. „Edam“, von Amsterdam nah New-York, ist heute Vormittag von Amsterdam abgegangen. j

7. Juni. (W. T. B.) D. „Veendam“, von Rotterdam nah New-York, ist am Sonnabend in New-York angekommen. D. „Obdam“ von New-York nah Rotterdam, is am Sonnabend von Newe- Vork abgegangen.

1. Untersuhungs-Sachen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl.

3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5, Verloosung 2c. von Werthpapieren.

Deffentlicher Anzeiger.

6. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesellsh. 7. Erwerbs- und Wirthschafts-Genossenschaften. 8. Niederlassung 2c. von Rechtsanwälten. 9, R 10. Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Untersuchungs-Sachen.

[17382] Steckbrief.

6) Weygaund, Constant, geboren am 19. April 1874 in Rheinau, 7) Münch, Ulrich, geboren am 4. Juli 1874 in

übrigen an ihren Geburtsorten,

Grafenstaden, 23 in Erstein, 29 in Hönheim, 31 in Bischweiler, 32 in Benfeld, 33 in Reichshofen, alle

[17485]

In Sachen betreffend die Zwangsversteigerung der früher dem Erbpächter W. Pannecke gehörigen Erbpachthufe Nr. 13 zu Göhren is zur Nbaaline

Gegen den unten beschriebenen Kaufmann Marx Hamburger, geboren 1. Oktober 1857 in Piete, Kreis Rybnick, welcher flüchtig ist, ist die Unter- suhungéhaft wegen Urkundenfälshung und Unter- \hlagung verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Gefängniß abzuliefern. T I 46297;

Berlin, den 1. Juni 1897.

Königliche Staatsanwaltschaft I.

Beschreibung: Alter 39 Jahre, Größe 1,71 m, Statur {{lank, Haare: dunkelblond, Stirn fréèi, Bart : dunkler, mittelstarker Schnurrbart, Augen- brauen dunkelblond, Augen graubraun, Nase gerade, Mund gewöhnlih, Zähne vollständig, Kinn spiß, Gesicht schmal, Gesichtsfarbe gesund, Sprache deuts.

[17381] Steckbrief. :

Gegen den unten beschriebenen Kaufmann Sieg- mund Salinger von hier, geboren zu Callies am 5. Oktober 1858, mosaish, welcher flüchtig ist, ist in den Akten U. R. II. 175. 97 die Untersuchungshaft wegen wiederholten Betruges verhängt. Es wird ersuht, den 2c. Salinger zu verhaften und in das Untersuchungsgefängniß hier, Alt-Moabit 12 a., ab- zuliefern.

Berlin, den 2. Juni 1897.

Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgericht I.

Beschreibung: Alter 38 Jahre, Größe 1 m 66/70 cm, Statur mittelkräftig, Haare {chwarz, Stirn ho, Bart dunkler Schnurrbart, Augenbrauen schwarz, nah oben gewachsen, Augen braun, Nase gebogen, Mund gewöhnlih, Zähne vollständig, Kinn oval, Gesicht rund, Gesichtsfarbe gesund, Sprache deuts. Besondere Kennzeichen : trägt den Kopf stark nach vorne geneigt, stehenden Blick.

[17384] Bekanntmachung. /

Durch Beschluß der Strafkammer des Kaiserlichen Landgerichts dahier vom 29. Mai 1897 is das im Deutschen Reich befindliche Deunges nach\stehend enannter eines nah $140 Ziffer 1 des Strafgeseßbuches trafbaren Vergehens der Verlegung der Wehrpflicht angeklagten Personen zur Deckung der dieselben mög- licherweise treffenden Geldstrafe und der Kosten des Verfahrens mit Beschlag belegt worden, was in Gemäßheit des $ 326 St.-P.-O. mit dem Bei. fügen bekannt gemaht wird, daß Verfügungen, welche einer der Angeklagten über sein mit Beschlag belegtes Vermögen nach dieser Veröffentlihung vornimmt, der Staatskasse gegenüber nichtig sind.

1) Schuhl, Justin, geboren am 1. November 1870 in Westhausen, i

?) Bollmaun, Alois, geboren am 5. April 1874 in Hüttenheim,

3) Frien, August, geboren am 14. Oktober 1874 in Hüttenheim,

4) Stedeliu, Karl,

874 in Sand, 5

5) Hirlimaun, Emil, geboren am 6. April 1874 in Rheinau,

geboren am 21. Dezember

Düttlenheim,

8) Hans, Ludwig, geboren am 12. Oktober 1874 in Wibolsheim, Gemeinde Eschau,

9) Wolf, Diebold Johann, geboren am 24. Juni 1874 in Illkirh-Grafenstaden,

10) Meyer, Lorenz, geboren am 5. Mai 1874 in Oberehnheim, 5

11) Foefsel, Alfons, geboren am 10. April 1875 in Hindisheim, : :

12) HSeiugz, Georg Josef, geboren am 23. April 1875 in Illkirh-Grafenstaden,

13) Ruff, Josef, geboren am 15. April 1876 in Rheinau,

14) Kayser, Cornelius Georg, 16. September 1876 in Erfstein,

15) Woelffel, Georg, geboren am 6. Februar 1876 in Erstein,

16) Henck, Gustav, geboren am 30. September 1876 in Obenbeim,

17) King, Josef, geboren am 14. Mai 1876 in Eschau,

13) Spraul, August, geboren am 30. April 1876 in Wibolsheim, Gemeinde Eschau, S

19) Steyer, Philipp, geboren am 20. Juni 1876 in Eschau, i;

20) Heinz, Donat August, geboren am 19. August 1876 in Illkirh-Grafenstaden, Ï -

21) Fefsel, Josef, geboren am 19, März 1876 in Lingolsheim, : :

22) Kammerer, Karl, geboren am 15. April 1876 in Plobsheim, .

23) Michall, Emil, geboren am 7. Oktober 1876 in Heiligenstein, j

24) Zimmermaun, Karl, geboren am 26. Ja- nuar 1874 in Kleinkarlbach,

25) Zerulla, August Franz, geboren am 27. August 1872 in Osterode, /

26) Hahne, August Alexander Philipp, geboren am 24. Februar 1872 in St. Petersburg, 2

27) Clauß, Ludwig, geboren am 22, August 1874 in Dürkheim a. H., j

28) Untereiner, Johann, geboren am 30. April 1876 in Sieweiler, j 2

29) Bloch, Abraham, geboren am 6. März 1879 in Westhofen, / j

30) Boehler, Josef, geboren am 26. März 1875 in Ernolsheim,

31) Korn, Eugen, geboren am 12. Februar 1874 in Monsweiler,

32) Falter, Emil, geboren am 11. September 1874 in Dettweiler, L

33) Hagenmüller, geboren am 1. Januar 1876 in Türkheim,

34) Müller, Ludwig, 1874 in Beinheim,

35) Neinbolt, Emil, geboren am 28. November 1874 in Oberbetschdorf, i

36) Wöhl, Georg, geboren am 7. Mai 1874 in Obersecebach,

im Deutschen Reiche zuleßt wohnhaft : :

Nr. 4 in Mabtenheim, 10, 24—28 und 30 in Straßburg (Els.), 16 in Hüttenheim, 19 in JUkirch-

geboren am

geboren am 25. Januar

jeßt angeblich wohnhaft :

Me. 1, 22/28, 38, 34/36: in Paris;

Nr. 2—4, 9—11, 14—16 in Afrika,

Nr. 5, 6, 13, 23 in Amerika, desgleichen 27 (in Nochester) und 29 (in New-York),

Nr. 8 in Bar-le-Duc, 12 und 20 in Herfstall (Belgien), 21 in St. Dié, 31 in Versailles, 35 in Gargan bei Paris, j

Nr. 24, 25 und 30 in der französishen Fremden- legion,

Nr. 27 unbekannten Aufenthalts.

Straßburg i. E., den 2. Juni 1897.

Der Kaiserliche Erste Staat2anwalt : Veit.

9) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[17484] E

In Sachen des Kaufmanns Richard Sichler bier- selbst als Kurator des entmündigten Wilhelm Schrader bier, Klägers, wider den Kaufmann Emil Bertsch bier, Beklagten, wegen Hypothbekkapitals- zinsen, wird, nachdem auf Antrag des Klägers die Beschlagnahme des dem Beklagten gehörigen, zu Braunschweig an der Gördelingerstraße No. ass. 14 belegenen Hauses und Hofes sammt Zubehör zum Zwecke der Zwangsversteigerung durch Beschluß vom 94. Mai cr. verfügt, auch die Eintragung dieses Be- \{lusses im Grundbuche am 24. Mai cr. erfolgt ift, Termin zur Zwangsversteigerung auf den 30. Sep- tember 1897, Morgens 10 Uhr, vor Her- zoglihem Amtsgerichte hierselb, Auguststraße 6, Zimmer Nr. 42, angeseßt, in welhem die. Hypothek- gläubiger die Hypothekenbriefe zu überreichen haben.

Braunschweig, den 29. Mai 1897.

Herzogliches Amtsgericht. VII.

17486 [ In Sachen der Firma M. Oppenheim & Söhne in Cafsel, Klägerin, wider den Schuhmacher Heinrich Helmke in Delligsen, Beklagten, wegen Forderung, wird, nahdem auf Antrag der Klägerin die Beschlag- nahme der dem Beklagten gehörigen Anbauerstelle No. ass. 141 in Delligsen sammt Rebe zum Zwecke der Zwangsversteigerung durch Beshluß vom 99, Mai d. F. verfügt, auh die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuhe am 31. des\. Mts. erfolgt ist, Termin zur Zwangsversteigerung auf den 16. September d. J.- Morgens 11 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte Greene in der Ludwig Krusholz'shen Gastwirthshaft in Delligsen angeseßt, in welchem die Hypothekgläubiger die Hypotheken- briefe zu überreiden haben.

Greene, S 3k fai e ¡ét

erzoglies Amtsgericht. G. Müller.

der Nechnung des Sequesters, zur Erklärung über den Theilungsplan, sowie zur Vornahme der Ver- theilung Termin auf Mittwoch, den 30, Juni 1897, Vormittags 10 Uhr, bestimmt. Der Theilungsplan und die Rechnung des Sequesters liegen zur Einsicht der Betheiligten auf der Gerichts- \chreiberei aus. Dömitz, den 31. Mai 1897. Großherzogliches Amtsgericht.

[17415] Aufgebot.

Nr. 14155. Die ledige Gertrud Münzer in Gutmadingen, Amts Donaueschingen, vertreten durhch Rechtsanwalt I. Heilmann in Villingen, hat das Aufgebot der 4 °/gigen Schuldverschreibung des Bad. Eisenbahn- Anlebens der Jahre 1859, 1860, 1861 Litt. B. Nr. 825 über 500 Gulden beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Dienstag, den 3. März 1902, Vormittags 9 Uhr, vor dem Gr. Amtsgerichte, Akademiestr. 2, Il. Stock, Zimmer Nr. 14, anbe- raumten Aufgebotstermine seine Rehte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos- erklärung der Urkunde erfolgen wird.

Karlsruhe, den 2. Juni 1897.

Katzenberger,

Gerichts\hreiber Großherzoglihen Amts3gerichts.

[17448]

Das Königl. Amtsgeriht München Abth. A f. Z.-S. hat mit ees vom 1. ds. Mts. in Sachen der Gastwirthswittwe ¿Fanny Langhirt in Bamberg, vertreten durch Rechtsanwalt, k. Advokaten Niegel hier, wegen Zahlungssperre, auf Antrag vom 31. y. Mts. die mit diesgerihtlihem Beschlusse vom 17. September 1896 über den der 2. Langhirt ge- hörigen 33 %/gigen Pfandbrief der Südd. Bodenkredit- bank Ser. 45 Litt. J. Nr. 333 200 zu 500 ä ver- hänate Zahlungssperre wieder aufgehoben.

München, 2. Juni 1897.

Der Kgl. Sekretär: (L. 8.) Störrlein.

[17419]

Das Königl. Amtsgerißt München I, Abth. A. f. Z.-S., hat unterm 24. ds. Mts. folgendes Aufe gebot erlassen : Es sind, wie glaubhaft behauptet, zu Verlust gegangen :

1) Der Mantel nebft Zinssheinen und Erneue rungsschein der der Postbotenêwittwe Therese Stadler in Wasserburg, vertreten dur den Kaufmann Peter Unterauer ebendort, als Alleinerbin der am 7. April 1893 verstorbenen Dienstmagd Viktoria Abbe? von Wasserburg gehörigen 49/6 igen S&uldver@hreïbtung der Lokalbahn - Alktiengc}el)Seft bier: Ltt. B Nr. 3159 zu 1000 M,

2) die nahhfolgenden dem Banguier Dudimäg Wren mann dahier, vertreten dur MNeiitdarnwalkt Dr. Frankenburger dabter, gebörtgrn Prtore

a. die Mäntel nedst Dividenden umd Erneuctungd- \hheinen der Inhaber»-Aktiea der „Münthoner Bank" Aktiengesellshaft, vormals Kester, Bachmann & Gie.