1872 / 66 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

von Wilmowski Vortrag halten. Zwischen 2 bis Z Uhr fuhren Allerhöchstdieselben spazieren.

_ Ahre- Majestät die Kaiserin-Königin besuchie gestern hte Gôbeit die Herzogin von Sachsen-Altenburg und war- mit Jhren Königlichen Hoheiten dem Großherzog und der Großherzogin von Badèn in dem Concert des Hrn. Ferdinand Hiller in der Sing-Akademie anwesend. A V

Den Kammerherrendienst bei Jhrer Majestät der Kaiserin- Königin haben übernommen die Königlichen Kammerherren Graf Fürstenstein und Graf Rittberg.

_— Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz begabSich E Morgen um 74Uhr zum Empfang Sr. Königlichen E es Großherzogs von Baden nah dem Anhalter Bahnhof, nahm um 11 Uhr militärische Meldungen entgegen und besuchte um 35 Uhr Jhre Hoheit die Herzogin von Sachsen-Altenburg. Um 8 Uhr wohnte Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit einem Concert in der Singakademie bei.

Ihre Königlichen Hoheiten die Prinzen Car l, Alexan- der und Adalbert, sowie der Prinz August von Würt- temberg und der Herzog Elimar von Oldenburg wohn- ten gestern Abend nebst mehreren hier anwesenden hohen Mili- tärs ebe Vortrage in der militärischen Gesellschaft im englischen Hause bei.

Ihre Hóöheit die Herzogin von Altenburg, welche, wie gemeldet, gestern Nachmittag mit der Prinzessin Marie hier eingetroffen und im Königlichen Schlosse abgestiegen ist, wurde auf dem Bahnhof von Ihren Königlichen Hoheiten der Prinzessin Friedri Carl und dem Prinzen Georg empfan- gen. Der Herzog triff in den - nächsten: Tagen zum -Besuch hier ein. Die Herzogin speiste gestern mit der Prinzessin- SENe bei Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Friedrich

arl. ck

Se. Königliche Hoheit der Fürst zu Hohenzollern machte r den hiesigen Botschaftern Seine Besuche und be- rüßte Se. Königliche Hoheit den Großherzog von Baden und

hre Hoheit die Herzogin von Altenburg.

Die Ausschüsse des Bu nde8rathes für die Brausteuer und für Joll- und Steuerwesen hielten heute Sizungen ab.

Im weiteren Verlauf der gestrigen (18.) Sizung des Herrenhauses referirte Graf Schwerin über den Geseh entwurf, betreffend die Au8dehnung der Gemeinheitstheilungs8- Ordnung vom 7. Juni 1821 auf die Zusammenlegung von Grundstücken , welche einer gemeinschaftlichen Benußung nicht unterliegen. (S. S. 3823 Jahrg. 1871 d. Bl.).

In Uebereinstimmung mit dem Regierungs - Kommissar, Geh. Ober-Regierungs-Rath Greiff, empfahl der Berichterstatter die unveränderte Annahme der vom Abgeordnetenhause be- \{lossenen Fassung. Ohne wesentliche Debatte trat das Haus dieser Ansicht bei und genehmigte einstimmig die Vorlage.

Nächste Sißzung Dienstag 11 Uhr.

In der heutigen (49) Sißung des Hauses der Ab- ge ordneten, welcher am Ministertische der Staats-Minister Graf zu Eulenburg, der Geh. Regierungs-Rath Perfius und einige andere Regierungs-Kommissare beiwohnten , trat das Haus in die Berathung der, KreiS8ordnung. (S. S. 4165 Jahrgang 1871 d. Bl.) Die Generaldebatte wurde von einem der Referenten , Abg. Dr. Friedenthal, dur einen eingehenden , die Vorlage in großen Dhgen charakterisirenden Vortrag eingeleitet, in welchem er deren Annahme befürwortete. Von den (10 gegen und 11 für die Vorlage) eingezeich- neten Rednern erhielt zuerst der A v. Gottberg das Wort. Derselbe bekämpfte den Kommissionsentwourf , weil er, weit über “das vorhandene Bedürfniß hinausgehend, auf dem Gebiete der Kreis8verwaltung vollständig tabula rasa machen wolle. Dieser Fehler wäre wahrscheinlich vermieden worden, wenn die Regierung den Entwurf zunächst den Pro- vinzial - Landtagen vorgelegt hätte. Der Abg. v. Rauchhaupt erklärte fich, abweichend von seinen politischen Freunden, für die Vorlage, da dieselbe hinsichtlich der ländlichen Polizei- verwaltung, der Krei8vertretung und der Reorganisation der Verwaltung einem längst gefühlten, dringenden Bedürfniß ab- helfe. Bei Schluß des Blattes dauerte die Berathung fort.

S. M. S. »Niobe« is, von St. Thomas kommend, am 21. Februar cr. im Hafen von San Juan eingetroffen, Das Schiffskommando beabsichtigte, am 25. dess. Mts. nach Jamaica zu gehen.

} Hierau

1518

Am 20., 21. und 23. März werden die Darstellungen

des in der Tättersall-Reitbaÿn unter “iti eng 5 von -Damen

und Herren der Hofgesellschaft veranstalteten Wappenfestes stattfinden. Die Proben zu demselben werden bereits mit großer Regsamkeii betrieben. Se. Kaiserliche und König- liheHoheit derKronprinz, der das Proteftoratangenommen hat, zeigt das lebhafteste Intere}se, so daß Höchstderselbe nicht ällein neulich den Proben beiwohnte y sondern auch bei der historishen Anordnung und der A BEAY der einzelnen Quadrillen Seinen Rath gewährte. Die Auss{mückung des Lokals wird von den bewährtesten Künstlern unter Leitung des Baumeisters Heyden ausgeführt. Das Wappenfest selbst wird in gerittenen Quadrillen fünf Perioden der vaterländischen Ge- schichte darstellen, welche von der Zeit Albrechts des Bären bis in das jeßige Jahrhundert in streng historischen Costümen vor- geführt werden ; ein Schlußtableau beendet das Ganze.

Se. Majestät der Kaiser und Kön1g haben die Einladung zu dem Feste angenommen. Die besonders zu die- sem Qweck komponirten Musikstücke sind von dem Grafen Redern und dem Rittmeister v. Michaelis. Ein Komite, be- stehend aus den Damen: Jhrer Königlichen Hoheit dex Herzogin

Wilhelm von Mecklenburg, der Herzogin von Sagan und Frau

v. Romberg, aus den Herren : Oberst Grafen Lehndorff; Kammer- herrn v. Prillwiyg und Rittmeister v. Michaelis, hat dieLeitung des Ganzen übernommen. Die Einnahmen sind zum Besten der Kaiser- Wilhelm-Stiftung bestimmt. Ueber die Ausgabe der Einlaß- karten besagt eine in dem Oeffentlichen Anzeiger der heutigen Nr. enthaltene Anzeige das Nähere.

Sachsen. Dresden, 15. März. Se. Hoheit der Erbprinz und Jhre Königliche R die Erbprinzessin zu Hohenzollern sind Gaul Mittag von Düsseldorf hier

eingetroffen und im Palais Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen

Georg abgestiegen. j : : Die Erste Kammer berieth heute den Budgetbericht über das Departement des Auswärtigen und die Ausgaben zu Reichsznyecken. Hierbei gab dér von der Zweiten Kammer be- {lossene Antrag: »die Kammer wolle die Erwartung aus-

sprechen, daß die Staatsregierung durch. die sächsischen Bundes-

kommissare zu der Ausdehnung der Reichskompetenz et die Erlassung eines allgemeinen Geseßbuches Über das Privatrecht im Bundesrathe Lat sch erkläre,« Anlaß zu. einex län- geren Debatte worauf der Antrag

ebenso gm wie das. Budget des Finanz-Ministeriums. eines Geseßes ersucht, in welhem der Impfzwang ausgesprochen wird. Jn der Debatte hierüber verwendete der Kronprinz sich lebhaft für Einführung des

auf die günstigen Erfahrungen hierüber hinwies, welche wäh-

rend des “französischen Krieges bei den sächsishen Truppen , die F

revaccinirt aus8marschirt seien; gemacht worden. In derZweiten Kammer bildete den ausschließlichen Gegenständ der Berathung das Königliche Dekret betreffs der

Justizneubauten in Leipzig. Nach ‘einer langen Debatte , in F deren Verlauf die Staats - Minister - von Fabrice und Abeken |

wiederholt- das Wort ergriffen , wurde der Antrag der Depu- tation8smajorität: A die Genehmigung zu dem vom Justiz- Ministerium bewirkten Ankaufe des in dem Königlichen De- krete näher bezeichneten Gebäudekomplexes zu Zwecken von Justiz-

neubauten nicht zu ertheilen 7 2) bei der Staatsregierung zu bean- |

tragen: daß das Kriegs-Ministerium die Benußung der Pleißen- burg zu Militärzwecken- nicht erweitere , sondern auf die im Mazoritäts8gutachten näher bezeichneten Gebäude und Räume beschränke; 3) daß die Justiz-Neubauten auf der nach der Stadt zu gelegenen Hälfte des Pleißenburg-Areals hergestellt werden ; 4) dem Justiz-Ministerium zu diesem Behufe cin Berechnung®- geld im Betrage von 500,000 Thlr. zu bewilligenz, mit fol- gendem, heute eingebrachten Zusaßantirage der Abgg. Schnoor und Heine; 5) die Königliche Staatsregierung aber aufzufor- dern und zu ermächtigen, daß dieselbe vor Ausführung der Anträge unter 3 und 4 mit dem Stadtrath zu Leipzig wegen Verkaufs der Pleißenburg an dic Stadt Leipzig, jedoch unter Vorbehalt der für die besonderen Zwecke. der Berwaltung des Königreichs Sachsen erforderlichen Räume, in Berhandlung trete ‘und dem jeßigen Landtage darüber Mittheilung mache«; von der Kammer angenommen.

Württemberg. Stuttgart, 4. M n De Zweiten Kanimer wurden S die Etats der Berkehr®- anstalten zu Ende berathen. er Etat dex Eisenbahnen gab zu keiner weiteren Diskussion Anlaß. Die Erträgnisse aus den Telegraphen sind zu 7000 Fl. , die der Bodensee - Dampf- shiffahrt zu 11,993 Fl. jährlich berechnet, Der Ertrag der Posten if für 1871—72 zu 208,000 Fl. und für 1872—73 zu 218,000 Fl. in Voranschlag genommen. Nachdem die Jnter-

i ? egen 4 Stimmen abgelehnt F wurde. ImUebrigen wurde dieser Budgettheil ohne weitere Debatte F wurde gegen 12 Stimmen die Regierung um Borlage |

Impfzwanges, indem derselbe F

“begeben. Gestern fand im Buckingham-Palast-Hotel ein Ab-

1519

pellation. des Abg. Pfeiffer, betreffend den Anschluß der würt- tembergishen Posten an die Reich8posten erledigt war, genceh- migte die Kammer zur weiteren Un! Ung “und Begrün- dung landwirthschaftlicher Fortbildungsschulen eine Nachforde- rung von 1400 Fl. und G ee eine Finanzausgleichung mit dem Fürstlichen ed Löwenstein-Weriheim-Freudenberg.

Baden. KarlSruhe, 14. März. Jn der heutigen Sißung der Zweiten Kammer wurde das Budgek der |- Cisenbahnbetrieb8- und Bodenscee-Dampfschiffahrts-Verwaltung beraihen und mit einer cinzigen Ausnahme, die die Anstellung von 8 stati 7 Kontrol - Inspektoren betrifst , nah den Kom- missions8anträgen erledigt. Der Abschluß des Tes bringt für 1872: Einnahme 234,511 Fl., Ausgabe 16,418,430 Fl, Rein-Einnahme 5,816,081 Fl. ; 1873: Einnahme 22,855,205 Fl., Ausgäbe 16,861,827 Fl. , Rein - Einnahme 5,993,378 Fl. Die Damvfschiffahrt gewährt eine jährliche Rein - Einnahme von 3400 Fl. Der Antheil Badens an der Main-Neckarbahn be- trägt eine Rein - Einnahme von 243,334 Fl. für 1872 und 241,593 Fl. für 1873.

15. März. Von der Zweiten Kammer wurden heute die Geseßentwürfe, das Verbot der öffentlichen Lehrthätigkeit von Mit- gliedern religiöser. Orden und ordensähnlicher Kongregationen, sowie der Abhaltung von Missionen durch Mitglieder fremder, von der Regierung nicht neger Orden betreffend, in 9, Lesung mit allen gegen 11 Stimmen angenommen. Die Abgeordnetenkammer genehmigte ferner mit allen gegen eine Stimme das Gesetz, betreffend den Bau einer Eisenbahn von Mühlheim nah Mühlhausen im Elsaß. Der Schluß des Land- tags ist für den 21. -d. in Ausficht genommen.

Hessen. Darmstadt, 15. März. Die Zweite Kam- mer berieth gestern den von dem Abg. George eingebrachten Antrag auf Abschaffung der Weinsteuer, welcher eine längere Diskussion veraulaßte.

Heute wurde in der Zweiten Kammer die ega Debatte über den Antrag Georgi's auf Abschaffung: der Trank-

15. März. Lord Granville erhielt heute die Kündigung des Handel8vertrages seitens der französischen Regierung zugestellt. Im Unterhause erklärte Gladstone auf eine Anfrage Disraeli's, der Ministerrath werde die Antwort dec Uniondregierung morgen Mittag in Erwägung ziehen. Er könne erst nah beendetem Ministerrathe weitere Mittheilungen in dieser Angelegenheit machen. i

Ueber den Inhalt der nunmehr eingetroffenen Antwort der nordamerikanischen Regierung in der Alabamafrage wird von sonst gut unterrichteter Seite und in Uebereinstim-e mung mit anderen früheren Nachrichten gemeldet , daß das Kabinet von Washington erkläre , die in E Prozeßschrift eingenommene Stellung nicht aufgeben zu können. Ferner verlautet, dasselbe habe fich auf offiziósem Wege bereit erklärt, eine Verständigung über das Maximum der SchadenS$ersaß- ansprüche, welches das Schied8gericht nicht überschreiten diefe, eintreten zu lafsen.

_ Frankreih. Paris, 14. März. - Das » Journal officiel« veröffentlicht ein Dekret des Präsidenten der Republik, durch welches eine allgemeine Volkszählung in ganz Frankreich angeordnet wird. Ferner ein Rundschreiben des Ministers des Innern an die Präfekten zu demselben Zwecke, nah welchen, angeblich um den Wünschen mehrerer fremden Regierungen zu entsprechen, auch die Nationalität jedes Einzelnen zu bemerken ist. Einer Note desselben Journals zufolge haben die Krieg$-

erichte vom 3. bis 9. März 394 Urtheile gesprochen. Die Ge- ammtsumme der bis jeßt gefällten Urtheile beläuft fich hier- mit ri 5624, während 20,910 Individuen in Freiheit geseßt wurden:

Versailles, 15. März. Die Nationalversammlung trat in die Berathung des Budgets ein; mehrere Redner empfahlen Ersparnisse. Thiers wies die Behauptung zurück, daß eine Ersparniß von 250 Millionen ausführbar sei und hob hervor, daß die Ausgaben nichi eingeshränkt werden steuer beendigt. Die Kammer faßte mit 41 gegen 1 Stimme | könnten, so wenig dies auch die Schuld der gegenwärtigen den Beschluß, die Regierung um Vorlegung eines Geseßes zu | Regierung sei. Die Ausgaben datirten aus der Vergangen- ersuchen, durch welches an Stelle der seitherigen Art der Er- eie her, die cinzige Ausgabenvermehrung weise das Kriegs- hebung dieser Steuer ein weniger belästigender Erhebungs8- udget nah. Die Regierung wolle keinen Krieg, aber die modus eingeführt würde. Erhöhung des Kriegsbudgets sei durch die Nothwendigkeit,

Sabfen : Coburg- Gotha. Gotha, 15..März. Dem | das Krieg8material zu ergänzen, die Grenzen zu befestigen, Spezial-Landtag ist gestern cin neuer Gesehentwurf über | die Befestigungen von Pa wiederherzustellen, eine Armce Errichtung von Fortbildungsschulen auf dem Lande zur Bera- | ¿U schaffen, welche nicht das Schattenbild cines Heeres sei, thung zugegangen. Verwendet sollen dazu die Mittel werden, | endlich aus den grausamen ih A O die man gemacht, welche eine- Aufhebung der zur Zeit im Lande bestehenden sich seine Lehren zu ziehen, unabweisbar bedingt, Bezüglich des Verhältnisses des Staates zur Bank erklärte cs Thiers für unmöglich, das Band, welches beide verbinde, zu lösen.

Gewerbeschulen . di8ponibel n wird, Vom Abg. Müller E2 bestehe oine g taiti o Sgalida ität 2wischon den Kredit ant habe

ist der Antrag eingebracht, die Herzogliche Staatsregierung um Vorlage eines Geseßentwurfs zu ersuchen, welcher Dl€ pISH igreu geseklichen Beschränkungen der Theilbarkeit von Grund und Boden aufheben soll. Zu den Abänderungen des bisher gÜl- tigen Volks\chulgeseßes vom 1. Juli 1863 verlas Abg. Müller als Referent den sehr erschöpfenden Komnmissionsbericht. Eine Generaldebatte fand nicht statt. Die S ezial-Diskussion erledigte das Gese bis zum $. 16. Die meisten Abänderungen wur- den in der Fassung der Regierungsvorlage genehmigt.

Heute fuhr der Landtag in Berathung des Volks\chul- gesehes fort. Vom Abg. Heller ist ein Befragung®Lantrag ein- gebracht: Herzogliche Staatsregierung um Au®ekunft darüber zu ersuchen, was seit 1870 zur Fertigstellung des im Jahre

863 begonnenen Baues des Hela Museums Les \ei, es Baues in Aussicht stehe?

der Bak und dem Kredit des Staats. E dem Staate die größten Dienste erwiesen: ein Prozent Zinsen für alle die Summen, welche der Staat der Bank \hulde, sei gewiß nicht übertrieben. Thiers erklärte endlich die Nothwendigkeit, der Bank die ihr entnommenen Summen in Gemäßheit des dadurch eingegangenen Vertrages zurückzuzahlen. Nachdem Raudot verschiedene Ersparnisse aufgezählt und namentlich eine Ersparniß von 120 Millionen beim Kriegs- budget, sowie die Aufhebung des Ministeriums für den Ackerbau und die öffentlichen Ärbeiten noch empfohlen hatte, wurde die Generaldiskussion geschlossen. “Morgen fol t die a der Budgetdebatte, da die Versammlung au gestellte Anfrage die Mer un über die Petitionen der Katholiken morgen nicht auf die Tage8ordnung zu seßen beschloß.

Nußland und Polen. St. Petersburg, 14. März. Der König von Württemberg ist hierselbst eingetroffen.

Schweden und Norwegen. Stockholm, 12. März. Der russische Gesandte am hiesigen Hofe Daschkow ist gestern Abend gestorben. ;

Cr T . In der gestrigen Abendsißzung des Storthing wurde die Debatte über die Theilnahme der Staatsräthe an den Verhandlungen des Storthing®s geschlossen. Der Vorschlag wurde mit 80 Stimmen gegen 29 angenommen.

Die Enthüllung des zur Feier des tausendjährigen Be- stehens Norwegens als Reich errichteten HaraldS8monuments ist auf Donnerstag, den 18. Juli d. J. festgeseßt. Prinz Oscar, welcher eine längere Reise in Norwegen vorzunehmen aa wird dem Feste beiwohnen. Die Regierung hat 700 Spezie zur Prägung einer Medaille in Veranlassung dieser tausend- jährigen Feier bewilligt.

Amerika. New-York, 14. März. Der Senat hat heute die Erie - Eisenbahnbill mit dem Amendement angenom- men, daß ein Direktor der Atlantic-Great - Western-Eisenbahn niemals auch Direktor der Erie-Cisenbahn sein dürfe. Nach- richten aus Mexiko zufolge, welche juaristischer Quelle ent-

und ob die baldige Vollendung

Hesterreich-Ungarn. Wien , 15. März. Das Ab eo r de netenhaus bewilligte in heutiger Sißung einen Kredit von einer halben Million Gulden zur Unterstüßung für bedürftige katholische Geistliche. Vom Kultus-Minister wurden ähnliche Unterstüßungen für nichtkatholische Geistliche in Aussicht gestellt.

Großbritannien und Jrland. London, 14. März. Das Unterhaus beschäftigte sich in seiner gestrigen Nach- mittagssizung u. A. mit der Berathung einer die Jnteressen der Feuerversicherungs8gesellschaften berührenden Geseßvorlage und eines Antrages, betreffend die Ernennung einer Königlichen Kommission behufs Untersuchun des Fallissements der Lon- doner Lebens8versicherungs8gesellschasten »Alberk« und »European.«

Im deutschen Botschafts8hotel fand gestern Empfang statt, bei welchem der Erzbischof - von Canterbury, Lord Enfield ind andere hochgestellte Gäste erschienen waren.

- Der neue Vizekönig von Indien, Lord North- brook, wird fich am 25. d. auf seinen Posten nach Calcutia

shied8bankett statt, welchem U. A. der Marquis von LWest- minster und der Herzog von Cambridge, sowie mehrere Kabinets-Minister beiwohnten,