1872 / 67 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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dort ansässigen Deutschen , sowie zählreihe Bürger der Stadt waren zur Begrüßung Sr. Königlichen Hoheit erschienen.

_—— Se. Königliche Hoheit der Großherzog von Baden empfing am Sonnabend Vormittag die Besuche Ihrer König- lichen Hoheiten des Prinzen und der Prinzesfin Carl , der Prinzessin Friedrich Carl, der Prinzen Adalbert, Georg und Alexander, der Prinzen Wilhelm und August von Würitem- berg, des Fürsten zu E 2. , ertheilte hierauf den General-Feldmarschällen Grafen von Le und von Moltke, den Generalen von Werder , von PodbielSfi , von Tresckow, Grafen zu Stolberg-Wernigerode Audienz und Ms Sich alsdann zu den Majestäten in das Königliche Palais. Nach- mittags fuhr der Großherzog mit Seiner Gemahlin, welche zuvor die Gräfin von Hake, ie Gräfin von König8marck, die Gräfin von der Schulenburg , die Gräfin von Oriolla X. empfangen hatte, zu Jhrer Majestät der verwittweten Königin nach Charlottenburg. , s :

—— Ls E oheit die verwittwete Großherzogin Alcxandrine von Mecklenburg-Schwertn ist vor- gestern Nachmittag hter eingetroffen. ‘Höchstdieselbe rwourde bei Ährer Ankunft auf dem Hamburger Bahnhof von Sr. Kaiser- sichen und Königlichen 1A dem Kronprinzen , dem Herzog und der Herzogin Wilhelm von Melenburg-Schwerin - dem mecklenburgishen Gesandten von Bülow 2. empfangen und

1 Ä i i l bst das Diner statt- Bergwerke und selbständigen Gerechtigkeiten, sowie | na dem Schlosse Bellevue geleitet roosel j l e e Uadbuc-Ordnung S larif für Grundbuchsachen. 2 . Nach Aufhebung der Tafel L i E die Groß- 9) Vorberathung über den Geseßentwurf, betreffend die Stempel- E mit der Herzogin Wilhelm von Zten A Abgaben von gewissen bei dem Grundbuch-Amte 20A en- R rer Majestät der verwittweten Königin nah Charlolten- : Anträgen. 3) Mündlicher Bericht der Agrarkonmmission , : 2 i : über den Gese L beteefend die Aufhebung der Art. 111 Ihre Hoheit die Herzogin von Sah leg Rene und 1. der Úfer-, Ward- und Hegungs-Ordnung für das stattete E Vormittag mit der Prinzessin-Tochter den Kaiser- Herzogthum Schlesien und die Grafschaft Glaß vom 12. Sep- | lien ajestäten, Jhren Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten iember 1763 und die Petition Nr. 472. 4) Mündlicher Bericht R A De Kronprin l Pri M et bee fommission über den Gesehentwurf betreffend die | lichen Hoheiten dem rinzen ul1 : Ly L O O oiidèn und Sh Instituten, sowie den | Prinzessin Friedrih Carl , dem Herzog, un E Derzeg n R frommen und milden Stiftungen 2c. zusehenden Real-Berechti- Mecklenburg-Schwerin und anderen Fürfilichkelien cquche a

gungen und Petition Nr. 1991. und 7A alsdann zu Ihrer Majestät der verwittweten Königin Nichtamtliches.

nach Charlottenburg, Ällerhöchstwelche zuvor cine Spazierfahrt Deutsches N e i eb.

gemacht hatte. Preufßen. Berlin, 18. März. Se. Majestät der

Justiz-Ministerium.

Der Rechtsanwalt und Notar Lebin zu Canmin ist unter Verleihung des Notariats im Departentent des Kammergerichts als Rechtsanwalt an das Kreisgericht zu Berlin, mit Anweisung \cines Wohnsißes in Oranienburg, verseßt worden...

Ministerium der geistlichen, Unterrihts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Die Universität wird das Geburtsfest Sr. Majestät des Deutschen Kaisers und Königs von Preußenx am 22. d. M. Mittags 12 Uhr in ihrem großen Hörsaale feiern. Die Ein- geladenen werden hierdurch ganz ergebenst ersucht, die ihnen zugestellten Karten am Eingange vorzuzeigen. l

Die Herren Studirenden haben Zutritt auf Vorzeigung ihrer Erkennungsfkarte. 7

Berlin, den 15. März 1872. L

Der ae der Universität. ove.

19. Plenar-Sißung des Herrenhauses am Sicadno, den 19. März 1872, Vormittags 11 Uhr. Tages8ordnung. 1) Vorberathung Uber die Gesezentwürfe , betreffend den Eigenthums - Erwerb und die dingliche Day e Grund ei

Der Auss{uß des D für Zoll- und Steuerwesen trat heute zu einer Sizung zujammen.

“s Al Grund der. Béstimmung im Artikel 8 der Ber- fassung des Deutschen Reiches hat der Kaiser für die dicSjäh- rige Session des Bundesrathes zu Mitgliedern ernannt: 1) des Ausschusses des Bundesrathes für das Landheer und die Festungen , in welchem Preußen und Bayern auf Grund der

i: 4 1E treten sind , Königreich Sachsen, Württemberg,

te um '/,12 Uhr nahmen Se. Majestät im Beisein Verfassung ver : ? Y R l

des P ia Sttarilcbe Meldungen entge p E me Mend S bebrathes {fie a A des Aus i i i ivilkabinet. n-/a l : : :

een A iben Slb e dem Staats-Minister Delbrück, so | Preußen auf Grund der Verfassung vertreten ist, Mccklenburg-

ie ä Fi -Mini Rortrag | Schwerin, Oldenburg, Lübeck, Bremen. | balte e von dem Finanz Minister Camphausen Borirag 2 ram weilerii-Berlai T adtoclicigth Sibi L

ha jestät di cerin-Königin war vor- | Hauses der Abgeordneten sprachen in der Generaldebatte gestern her Ma L Lee Silichen Vereins an- üver den Krei8ordnungs - Entwurf noch der A - Ministcr wesend und besuchte Jhre önigliche Hoheit ‘die Großherzogin- | Graf zu Eulenburg un die Abgg. Dr. Virchow, é t D E Mutter von Meeklenburg-Schwerin. e Meyer (Arnswalde) und Lasker. Darauf wur e die as Gestern wohnte Jhre Maieiiat E Ihren O Sitian Mee R die Spezialdiskussion auf heute Bor- roßberzog und der Großherzogin von Daden ( l i : Hoheit tesdienste A Dom bei. - Das Familiendiner fand În der heutigen (50. S ibeti g j H aus Lee nE im Königlichen Palais statt. In diesen Tagen besichtigte eordneten, welcher t ini ere, er g a e Majestät das städtische Sichenhaus und das Ursulinerinnen- raf t Eulenburg, die Geheimen Reglerung2-Ra he Persiu

tift und Rhode und einige andere Negiepung e ne bei- Geute wohnte Ihre Mazieslät die Kaiserin - Königin in der

tis E (S & 416 , s h Pa l o n s zi-Kirce der Einsegnung der Leiche des verstorbenen | Kreisordnung (D. D. 5, Jahrg. 1871 d. Dk. Die §S. Wirklichen p at Nathes von Sydow mit den Mitgliedern und 2 wurden ohne Debatte genehmigt. Zu den D: 3 und 5, des Deutschen Central-Komitc'8 und des Raterländischen Frauen- | die zusammen diskutirt wurden, nahm der Referent von Nereins bei, für welche beide Rexeine der Verstorbene auf dem

Brauchitsch das Wort L: O G 1p de Gebiete der Humanität sih große Verdienste erworben hat. Kommission vorgeshlägene Amendirung, nah welcher {7 ee P ierlide und Königliche Hoheit der Bil

via erung Se Mr tente und fr aua e S inz wohnte am Sonnabend Vormittag der Sißung | nur urch Geseß und nicht wie Die egierung8vor N ron p rin o mie-Kollegiums hci und besuchte Nachmilt- wollte dur Königliche Verordnung erfolgen soll. 2 tags 5 Uhr die Vorlesung des wissenschaftlichen Vereins in der Regierungs - Kommissar, Geheimer Regierungs - Nath pp Sing-Akademie. Abends 9 Uhr erschien Höchsiderselbe in der hielt es für unzweckmäßig, die LAnheSeTtteu tg mit derartig Soirée bei der Ober-Hofmeisterin Ihrer Majestät der Kaiserin- | Detailgeseßgebung zu beschäftigen und empfah die O4 Königin, Gräfin Schulenburg. 9 der Kommissionssa}jung. Nachdem der Abg. Miquél ne Sestern Vormittag wohnte Se. Kaiserliche und Königliche | für die leßtere gesprochen , wurde sie mit großer M Hoheit dem Gottesdienst im Dome. bei, empfing um */,12 Uhr | angenommen. Ebenso wurde in §. 4 die vid ion il den Fürsten Putbus und den Kammerherrn von Behr und | Kommission genehmigt, nach welcher s{chon dle D ertheilte Nachmittags 3 Uhr dem Geheimen Legations - Rath | von 25,000 ftait O E genÜg König Audienz. Um 5 Uhr nahm Se. Kaiserliche Hoheit am soll / die Bildung eines eigenen Kreises zu gestatten. E F Famuilien-Diner bei Jhren Majestäten Theil. enthält dic Exkusation8gründe gegen die Uebernahme von Chr Se. Königliche Hoheit der Prinz Friedrich Carl | âmtern und die Geldstrafen gen unberechtigter Weigerung, ist, nach telegraphischer Meldung, am 17. d. Mis. inPalermo Der Abg. Lasker wünschte, statt er Warte: »xum ein Achtel e eingetroffen und vom General Medici empfangen worden. Die | um das Doppelte flärker« zu seßen: »bis zum vollen Prozent

Kaiser und Köni L En im Laufe des gestrigen Tages 10

den Regierungs8-Präsidenten von Zedliß, den General der Jn- niere von Werden , den Obersi-Kämmerer Grafen Redern und den Kriegs-Minister Grafen von Roon. Um 5 Uhr fand

Familiendiner im Palais statt. |

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saß stärker«. Der Abg. von Mitschke - Collande erklärte ih egen die Geldstrafen überhaupt. Für die Vorlage sprachen die nras Miquél und von Meyer (Arnswalde), worauf die- sclbe mit der vom Abg. Lasker vorgeschlagenen Aenderung an- genommen wurde. :

g. 9 legt den Kreis8angehörigen die Verpflichtung auf, zur Befriedigung der Kreisbedürfnisse Mgen aufzubringen, inso- fern der Kreistag nicht beschließt, diese Bedür isse aus dem Vermögen des Kreises oder aus sonstigen Einnahmen zu be- streiten. Die Referenten beantragten eine redaftionelle Ab- änderung, die jedo, nachdem der Regierungs-Kommissar, Ge- heimer egierungs-Rath Persius8, sich dagegen erklärt, abge- [ehnt wurde. -§. 9 wurde in der Fassung des Regierungsent- wurfs unverändert genehmigt. §. 10 bestimmt die Grundsäße über die Vertheilung und Aufbringung der Kreisßabgaben.

. Die Vorlage gestattet, die Gewerbesteuer von ine Ma RBELEg

zu den Kreisabgaben ganz frei zu lassen. Dèr Abg. von Den- zin beantragte dagegen, die Gewerbesteuer der Klasse A. I. mindestens mit der Bälfte und höchstens mit dem vollen Be- trage des Prozentsaßes heranzuziehen, mit welchem die Maien- und fklassifizirte Einkommensteuer belastet wird. Der Abg. Graf von Lehndorff wollte dem §. 10 außerdem felgenden Zusaß geben:

„Haben diese Städte eine Militärbevölkerung, so ist von der nach . Vorstehendem ermittelten Summe eine nach Verhältniß der 67 “Ä R A zur Civilbevölkerung zu bemessende Quote ab- utceBen.«

y Nach längerer Debaite, an welcher sich der Regierung®- Kommissar, Geheimer Regierungs - Rath Persius, sowie die Abgg. v. Brauchitsch, Lasker, von Wedell, Dr. Glajer, Miquél, Graf von Lehndorff und Dr. Liebermann betheiligten, wurde g. 10 mit dem durch den E von Gottberg redaftionell modifizirten Amendement des Abg. von Denzin, sowie dem Zusaße “des Grafen von Lehndorff mit großer Majorität ge- nehmigt. Bei Schluß des Blattes dauerte die Berathung fort.

Die mit dem Co urierzuge aus Côln über Kreiensen um 10°° Uhr Vormittags fällige Post ist vorgestern 1 Stunde 95 Minuten verspätet hier eingetroffen.

_— Der Kommunal-Landtag des Markgrafthums N ieder- lausiß ist gestern zu einer Sißung zusammengetreten.

Cóôln, 17. März. (Cöln. Ztg.) Der gtoßbritannische Botschafter beim Deutschen Reich, Odo Russell, traf beute

it von Berlin kommend, hierselbst ein, und beabsichtigt seine

Reise nah Aachen morgen fortzuseßen.

Bayern. München, 15. März. Der Erbgroßherzog von Oldenburg is unter dem Namen eines Grafen von Wardburg - Ettersburg hier eingetroffen und hat im »Bayeri- schen Hof« das Absteigeguartier genommen. :

_* Die Kammer der Abgeordneten fuhr heute in der Budgetberathung fort. Die Voranfchläge der Staatscinnahmen aus dem Aktivrest der 10. Finanzperiode und dem Erträgniß der indirekten Steuern wurden nach den Ausschußanträgen an- genommen, die Reineinnahmen aus Taxen und Strafen jedoch von 4,885,000 auf 5 Millionen erhöht. Der Antrag des Ab- gran Pfahler, die Ausdehnung der bayerischen Ostbahnen etreffend, wurde zurückgezogen, da der Abgeordnete Schlör eineir weiteraehenden E en Antrag Ea hat, wel- cher nächsten Mittwoch berathen werden wird, i

Durch Allerhöchste Entschließung vom 10 d. wurde die künftige Dislokation der Artillerie- Regimenter wie folgt genehmigt: 1. Artillerie-Regiment: Regimentsstab, zwei Fuß-Abtheilungen , Par oe: „in München, Festungs- Abtheilung in Ingolstadt; 2. Artillerie-Regiment : Negiments- stab, zwei Fuß - Abtheilungen, reitende Abtheilung, Park- Compagnie in Würzburg / Festungs-Abtheilung in Germers- heim, davon eine Festungs-Compagnie bis zur vollständigen Dung, Landau's in dieser Garnison verbleibend. 3, Artillerie-Regiment: Regiments8stab, zwei Fuß-Abtheilungen, reitende Abtheilung, Park-Compagnie 11 München, Festungs- Abtheilung in Ingolstadt; 4. Arti lerie-Regiment: Regiments- stab, zwei Fuß-Abtheilungen,, Park-Compagnie in Augsburg, eine Fuß-Batterie Ra in Nürnberg, exestungs-Abt eilung in Neu-Ulm. Der zur Durchführung dieser Dislokation er- forderliche Garnisonswehsel ist am 1, Oktober l. J. in Vollzug

zu seben.

Sachen. Dresden, 16. März. Jn der Zweiten Kammer brachte heute der Abg. Anton «inen Antrag ein, die Notariatsordnung dahin abzuändern, daß die Vorschriften über das Protokolliren der Notare, namentlich bei Verhand- lungen von Aktiengesellschaften erlei tert, und daß die Bor- Ae von Grund- und Hypothekeneinträgen ausschließlich an die Notare übertragen werden. Hierauf trat die Kammer ¡n Gegenwart des Staats-Ministers _ v. Nostit-Wallwiß und

des Geh. Regierungs8-Raths Schunalz in die Berathung der Ge- meindegeseße ‘ein ; sie begann mit dem Entwurf einer revidirten Städteordnung. Die allgemeine Debatte beschränkte sich auf eine entschieden ablehnende Kritik, welche der Abg. Haberkorn an den Ugen ur, legte und welche der Referent Abg. Schreck zurückwies. Nachdem die ersten 14 Paragraphen der revidirten Städteordnung berathen worden waren, wurde die Berathung abgebrochen. Hierauf wurde der Penfions-Etat ohne De- baîte angenommen und zum Schluß der Geseßentwurf, die Ab- änderungen einiger geseßlichen Bestimmungen über die fe fionen der Staalsdiener und ihrer Hinterlassenen betreffend, debattirt. Die Kammer genehmigte einstimmig sämmililiche Ort Ae der Deputation, nachdem der Staats-Minister von Nostiß-Wallwiz im Namen der Wittwen und Waisen, denen das Ba zu Gute kommen werde, der Deputation für ihre Bor)chläge gedankt hatte. Die wesentlichste Ver- änderung, die die Deputation an dem Geseßentrourfe vorgenommen hatte, bestand darin, daß sie vorschlug, die jähr- lichen Beiträge der Staatsdiener zu dem Pensionsfonds auch in Zukunft xeizubehalten. Ferner beantragte fie, die Staais Regierung möge dem nächsten Landtage Gesetze vorlegen, »dur welche die Pension8verhältnisse der Staatsdiener, Geistlichen und Lehrer und deren Hintexlassenen nah möglichst gleichen Grundsäßen geordnet werden« und weiter: »bei der Staats- B. zu beantragen und dieselbe zu ermächtigen, vom 1. April dieses Iahres an und unter Au8dehnung au die auf gegenwärtigem Landtage verwilligten Gehaltsaufbesserungen die Erhebung von Sporteln und Stempel aller Art bei An-

ellungen und E Rotte einsließlich der Ertheilung des damit verbundenen Hofranges hbinsichtlih der StaatSdiener in Wegfall zu bringen.«

Baden. Karlsruhe, 16. März. Die Erste Kam- mer erledigte in ihrer heutigen 12. Sißzung durch Genchmi- qua ohne wesentliche Diskussion die Gegen) ände ihrer mitge- heilten TageS8ordnung, nämlich 1) den Gesehentwurf über den Bau einer Eisenbahn von Durlach über Bretten nah Epypin- gen; 2) den Mean! über den Bau einer Eisenbahn von Schwackenreuthe nah Hattingen; 3) das Budget des Großher- zoglichen Ministeriums des Großherzoglichen Hauses, der JuU- sttiz und des Auswärtigen, 4) deur Gesehentwurf, die Faust- pfands-Verträge der Kredit- und Vorschußvereine betreffend. Sodann wurden noch cinige Petitionen berathen und zwar Über eine Petition der Gemeinde Reichenbach wegen Uebernahme einer Straße in den Straßenverband, des Ge- meinderaths der Stadt Baden um Belassung des Kreisgerichts, und der Gemeinden Wehr, Hasel, Gersbach 2c. um Erbauung einer Eisenbahn von Schopfheim nach Brennet zur Tageßord- nung übergegangen hinsichtlich einer Petition der Stadt- emeinde Offenburg um Erbauung einer isenbahn von Offen- urg nach Kehl Ueberweisung zur Kenntnißnahme an Groß- herzogliche Regierung beshlossen. Die Kammer wird ihre nächste Sißzung Mittwoch, den 20. d. M., abhalten und dabei neben anderen A! die von der Zweiten Kammer vorgeschlagenen Religions- bezw. Untere geen berathen.

In der beutigen Sißung beschäftigte si die Qweite Kammer zunächst mit der Berathung des außerordentlichen Budgets der Ministerien des Junern, des Großherzoglichen Hauses, der Justiz und des Audkëwärtigen, die nah den An- trägen der Kommission enechmigt wurden. Ohne idersprucch gelangten auch die Nachforderungen zum ordentlichen , bezw.

ßerordentlichen Budget des Gro per nen Ministeriums des Innern, betr. die Lokalzulagen an olks\chullehrer und die Erweiterung der Gewerbeschule in Pforzheim, im Betrage von & 10,000 Fl., zur Annahme. Aus dem weiteren Verlaufe der qung ist hervorzuheben, daß der Voranschlag für den umlaufenden Betriebs8fond der Jahre 1872 und 1873 mit 92,504,640 Fl. genchmigt, so wie daß eine Anzahl von Straßen- petitionen nah den Anträgen der Kommission erledigt wurdén.

Mecklenburg-Schwerin. Schwerin, 17. März. Gestern ist hier ein aus Damasfus am 15. abgegangene? Telegramm eingetroffen mit der Nachricht, daß Jhre Königl. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin von Meccklenburg- Schwerin nebs Gefolge in Damaskus eingetroffen sind. Nach Beendigung de Sas in Damaskus und Umgegend, wird die Reise sich wieder küstenwärts nah Beyrut wenden. Dort gedenken die hohen Neisenden sich am 25. März nach Athen einzuschiffen, wo ein etwa achttägiger Aufenthalt Ligen 1. bis 9. April) beabsichtigt wird. In Athen schiffen dieselben sich dann nah Konstantinopel ein, wo sie vom 11. bis zum 19, Zes zu verweilen gedenken, |

aldeŒ. Arolsen. Nr. 6 des »Regierungs-Blatted« enthält: Gesetz, die Abänderung des Geseßes vom 24. Septem- ber 1851 und des Geseßes vom 20. Juli 1853 über die Er- hebung der durch das definitive Kataster ermittelten Grund- steuer und die Erhaltung des definitiven Katasters, sowie die