1897 / 208 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Theater und Musik.

Berliner Theater.

Dem , König Heinrich* folgte vorgestern Abend E. v. Wildenbru <?s Tragödie „Kaiser Heinrich“, in wel>er Herr Ernst Pittschau als Nertreter der Titelrolle die letzten Lebentjahre des {wer geprüften Hcinrich 1V. und sein tragishes Ende tarzustellen hatte: eine \<au- \pielerishe Aufgabe, die früher Herr Sommerstorff meisterhaft gelöst bat, und der sih au der neue Darsteller wohl gewachsen zeigte. Herr Pittschau schuf aus dem menschenfreundlihen König, der im Kampf mit dem eigenen Sohne seinen Tod findet, eine Herrschergestalt von ergreifender Brôße und brate namentli die harafteristishe Mischung von er- erbter Fürstenhoheit und bewußter Kraft, die sich dur< die NBerkettung der Schi>ksale allmähli< in Sarftmuth und reine MenschenlieLe wandelt, zu lebendiger Wirkung; nur in der Sterbescene, in welcher der greise Kaiser seine eigene Milde verdammt und die deutshe Erde fegnet, hätte der Dar- fiellcr nicht fo leise sprehen dürfen, daß die Zuschauer von den hin- gebhar<ten Worten kaum no< etwaë verstehen konnten. Herr Her- warn S>&welzer, der, wie Herr Pitishau, zum ersten Mal auf dieser Bühne erschien, gab den heißblütigen Kênigefohn Heinrich mit bedeutsamem Geschi>k; er verstand es, den Charafter dieses ungestümen Königs, der wiid im Haß und überquellend in der Liebe ift, einheitli< zu erfassen und dur< temperament- voLes Sviel begreiflid zu mahen. Frau Maria Pospischil gab die Gemahlin Praxetis des Kaisers Heinri 1V. im Ganzen mit {önem Gelingen, do< waren die Scenen nah deni Tode des Kaisers cindru>s- voller als die na dem Abfall von ihrem Gemakbl; für den Auédru> der tiefen Reue und ZerknirsGung fand sie den reten, rührenden Ton. Weniger erfreuliGh war die Leistung des Herrn Cäsar Be> als Papst Paschalis; seine Bewegungen waren seiner greisenbaften Maske gegenüber zu bastig, au fehlte es ihm an wahrhafter Würde. Von den übrigen Darst-llern verdienen Herr Wehrlin (Erzbishof Ruthart), Herr Hahn (Conrad) und Frau Firle (Bauernfrau) no< mit besonderer Anerkennung genannt zu werden.

Die gestrige Aufführung des Lustspiels „Renaissarce" von Franz von Schönthan und Franz Koppel-Ellfeld brate der Bühne cinen neuen s{<ônen Erfolg. Im Mittelpunkt des Interesses stand, wie früher, die Gestalt des jungen Niitorino, die von Frau Pras<h-Grevenberg mit unveränderter Friiche, Ursprüngl(keit und Poesie verkörpert wurde. Herr Hellmuth- B1iâm gab den Pater Bentivoglio sehr ges<i>t und eindru>8voll, wirn er aub in der Feinheit der Charakterzeihnung seinen Vorgänger Dr. Pohl nicht überall erreihte. Herr Le Seur konnte als Silpio seine shauspieleriî<e Begabung leichter und deutlicher entfalten denn als König Heinrich; bei seinem temperamentvolen Spiel bätte er aber in der Sprachbehandlung etwas sorgfältiger sein können. Die Gesammt- darstellung, an der ferner Frau Pospischil, Frau Grimm-Einödshofer, Fräulein Scott und Herr Schindler betbeiligt waren, zeichnete ih dur tadelloses Zusammeunspiel aus und verdiente den reichen Beifall, der ihr zu theil wurde.

Lessing-Theater.

Der Da:stcllerin der Magda in Hermann Sudermann's Sthauspiel „Heimath“ bietet s< reiche Gelegenheit, ihr Können vortheilhaft zu ertfalten. Die berühmtesten Vertreterinnen der Bübnenfunst baben si daber dicse Rolle zu eigen gemahtZund zäblen fi? zu den beliebtesten thres Rep?rtoires. Auch in Berlin bat man die Gestalt in ver’<iedenster Auffassung und Nüancierung und in mehr oder minder interessanter Weise verkörvert gesehen. Bei der gestrigen Neueinstudierung des Werkes gab Fräulein Illing die in ihr Vater- baué beimfkehrende Künstlerin. Fräulein Illing steht von ihrem Mirken am Schiller-Theater her nc< in bester Erinnerung und hat seit ihrem Scheiden von dieser Kurststäite fleißig an ibrer Vervoll- kommnung gearbeitet. Sie bot gestern eine temperamentvolle und wobl ldur<dachte Leistung, welhe in den Momenten der Ruhe, der Rübrung und der Leidenschaft, obne in Uebertreibungen zu gerathen, fo wabr und natürlich blieb, wie es die von dem Dichter etwas theatralis< gezcihnete Figur zuläßt. Der Kontrast zwis>den der Weltdame und der vor dem strengen Bli>ke des Vaters erbebenden Tochter kam in ierer Darstellung vortrefli< zum Ausdru>., Diesen Vater spielte der von ‘etner früberen Thätigkeit am Königlichen Schauspielhause her _no<h woblbefannte Herr Pfeil mit Verständniß und Wärme. Herr Sto>- au‘en Latte als Pastor Heffterdingk keine sehr glü>lihe Maske ewäblt: erx sah eber einem Meosiker als einem Geistliden ähnli, und ieser äußerlid;- Umstand beeinträchtigte au< manches an der Glaub- aft:gkeit seiner Darstellung. Als Marie war Fräulein Elsinger re><t pmvaikis<. In Haltung und Geberden korrekt war Herr Halm als

tegierunas-Rath. Frau Karlsen, die Herren Vallentin, Robland 1 A. nahmen sh mit anerkennens8werthem Eifer der ilcineren Auf- ben an. Die Aufführung fand viel Beifall.

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Wetterbericht vom 4. September, 8 Ubr Morgens.

Friedrihshafen 32 mm Regen. das nördliche Deutschland no< wahrscheinli. 91 29

Im Neuen Königlichen Opern - Theater geht morgen Meyerbeer's Oper „Die Afrikanerin“ unter Kapellmeiïter Sucßer's Leitung in Scene. Die Selica singt Fräulein Reinl, den Vaëco de Gama Herr Sylva, den Nelusco Herr Bulß. Am Montag wird Richard Wagners „Lohengrin* gegeben. Im Garten findet morgen von 4 Uhr, am Montag von 6 Uhr ab Militärkonzert statt.

Im Königlihen Schauspielhause gelangt morgen das Lustspiel „Rosenkranz und Güldenstern* zur Aufführung. Am Montag geht Shakespeare?’s Lustspiel „Viel Lärmen um Nichts“ in Scene. Den Benedict spielt darin Herr Matkowsky, die Beatrice Fräulein Poppe, den Holzapfel Herr Vollmer.

Der Spielplan des Deutschen Theaters weist für die nächste Woche folgende Vorstellungen auf: morgen Abend: „Die versunkene Glode*; Montag: „Einsame Menschen“; Dienstag: „Hamlet“ nit Iosef Kainz in der Titelrolle ; Mittwoch: „Die Weber* ; Donnerstag: „Nora* mit Frau Sorma in der Titelrolle; Freitag: „Die verfunkene Glode“; Sonnabend: „Morituri,; am nächstfolgenden Sonntag Abend: „Die versunkene Glo>e“. Nachmittags-Vorstellungen zu er- mäßigten Preisen: morgen, Die Weber; am nächstfolgenden Sonntag „Einfsame Menschen“.

Der neue Wochen-Spielplan des Berliner Theaters ist, wie folgt, festgeseßt: „Renaissance“ wird morgen, am Dienstag, Donnerstag. Sonnabend und Sonntag, den 12. September, ge- geben; für Montag und Mittwoch sind „Die Maschinen- bauer“ angeseßt, welhe damit vom Spielplan verschwinden. Als erste Vorstellung im Abonnement gelangt am Freitag „Die Iungfrau von Orleans* zur Aufführung; dasselbe Trauerspiel ird als erste Nacmittags-Vorstellung morgen in Scene geben, während für Sonntag, den 12. September, „König Heinrich“ als Nachmittags-Vorstellung bestimmt worden ift.

Das Le ssing-Theater bringt am näcbsten Freitag seine erste größere Lustspiel-Novität, und zwar die vierakftige Komödie „Un- jamwese* von Ecnst von Wolzogen. Der ersten Aufführung dieses Werkes, das seinen Stoff aus unmittelbaren An- regungeu der Zeit ges<öpft hat, {ließt si< am Sonntag die erste Wiederholung an. Osfar Blumenthal’'s Lustspiele „Abu Seid“ und „Das zweite Gesicht“ werden morgen, am Dienstag, Donnerêtag und Sonnabend wiederholt, während am Montag „Heimath“ mit Meta Illing als Magda und am Mittwoch in neuer Rellenbesezung „Die Ehre“ mit Adolf Klein als Graf Trast zur Auffübrung gelangt.

Im Schiller-Theater kommt morgen der Bisson’she Schwank „Madame Bonivard“ mit den Damen Levermann, Pauly, Werner und den Herren Patry, Eyben, Froböse und Reimann in den Haupt- rollen zur Wiederholung. Am Montag gehen „Die Geschwister“ und „Clavigo“, am Dienstag „Papa Nitsche“, am Mittwoch „Bürgerlich und Romantish“, am Donnerstag „Weh? dem, der lügt* in Scene. Für Freitag ist die erste Aufführung von Anzengruber's Bauern- komödie „Die Kreuzlschreiber“ angesetzt, und am Sonnabend wird diese Vorstellung zum ersten Male wiederholt.

Der Spielplan des Neuen Theaters lautet für die kommende Whche folgendermaßen: Morgen Nachmittag zu halben Preisen : „Der Hüttenbesiger“, Abends: „Der Stellvertreter“ ; Montag bis Sonnabend: „Ver Stellvertreter“. Sonntag zum ersten Male : „La Douloureuse“, Sittenbild in vier Aften von Maurice Donnay.

Der „Offenbac-Cyklus“, wel<her im Theater Unter den Linden am 15, September beginnt, bringt am ersten Abend einige einaïtige Operetten und dann in weiterer Foige:, „Perichole*, „Pariser Leken*, „Madame Favart“, „Blaukart“, „Die Großherzogin von Gerolstein“, „Die Prinzessin von Trapezunt“, „Die s{ône Helena“, „Madame Herzog“, „Orpheus in der Unterwelt“, „Die Seufzerbrü>e“ 1nd „Hoffmann's Erzählungen“. Der Cyklus wird im Ganzen zwölf Die Neueinstudierung erfolgt unter Leitung des Direktors Fritsche. Die Ausstattung ist zum theil neu angefertigt.

Im Thalia-Theater verbleibt vorläufig der Lehfels'[<he Schwank „Toubisson's Hochzeit“ auf dem Nepertoire, dem si all- abendlih das Luftballet ,Grigolatis" ans<ließen wird.

Kapelimeisier Karl Meyder, welcher augenbli>äli< mit seinem Orchester in Warschau fkonzertiert, wird am 14. September in Berlin eintreffen, um mit den Proben zu der am 18. September im „Luisen- hof“, Dreétnerstraße 34/35, stattfintenden Eröffnung der Winter- faifon zu beginnen.

Abende umfassen.

Mannigfaltiges.

Außer der von der Stadtgemeinde bewilligten cinen Million Mark sind bei der Hauptstiftungskasse des Magistrats für die Uebers{wcmmten no< einge2angen 1015000 4 Der ge- \chäftsführende Auss{uß des Zertral-Comités für die Uebershwemmten hat 456 600 M bewilligt und gezahlt und für Württemberg, Sachsen und den Negierungébezirk Licgniß 672 000 4 zur Verfügung gestellt. Es ift demnach über die Summe von 1 128 600 Æ verfügt worden.

Die zehn Berliner Unflallstationen wurden im Monat August in 2063 Fällen, gegen 1503 im gleichen Monat des Vor- ahres, für erste Hilfe in Anspruh genor1men, und zwar 1819 mal ci Unfällen und 244mal bei plôgliden Erkrankungen. In den Stationen wurden 1960, außerhalb derselben 103 Perfonen behandelt. In den leßten drei Monaten wurden 163 Verunglüc>kte mittels der neuen Krankenwagen der Unfallstationen nah ihren Wohnungen bezw. nach hiesigen Krankenhäusern transportiert.

_Im städtischen Obdach befanden sich am 1. August 28 Familien mit 82 Personen, darunter 13 Säuglinge, und 40 Einzelpersonen. Am 1. September war der Bestand 17 Familien mit 55 Personen, darunter 6 Säuglinge, und 29 Einzelperfonen. Das Asyl für nächtlihe Obdachlose tafel benußten im Laufe des Monats August 13 040 Personen, und zwar 12 361 Männer und 679 Frauen. Yon diefen Personen wurden 8 dem Krankenhause am Friedrichshain, 29 dem Krankenhause Moabit, 17 der Charité, der Anstalt Wublagarten 3, der Krankenstation des Obdachs 25 überwiesen und 219 (215 M., 4 Fr.) der Polizei vorgeführt.

Im Scaufenster des Tischlermeisters Georg Meyer, Schützen- straße 73/74 bierselbst, ist zur Zeit ein Theil der Einrichtung des Empfangszimmers im neuen Offizierskasino des (7.) Halberstädter Kürassier-Negiments (Chef: Fürst von Bis- mar>) ausgestellt. Dieselbe ist nah dem Entwurf und unter Leitung des Architekten Carl Zeysche im Auftrage des Reserve-Offizierkorps des Regiments angefertigt worden und soll als Geschenk des Letzteren fowie einiger dem Regiment nahestehender alter Herren dem aktiven Offizierkorps bei der demnäckst erfolgenden Einweihung des neuen Kasinos übergeben werden. Diez Einrichtung besteht aus mehreren, verschieden ge- stalteten Eichenholztischen, unter denen einer mit dem Wappen des Fürsten Bismar> und vier NReiterfiguren als Füßen besonders hervortritt ; ferner aus tiefen Armlehnstühlen, E>stühlen und Puffs mit Adlerklauen als Füßen und großen an sämmtlihe Wände tes Zimmers anschließenden Banketts mit hober Rü>lehne. Ucber der letzteren zicht fich eine breite, \{öôn profilierte Paneelleiste aus Eicenholz herum, welche in ibrem goldleuhtenden Holzton die dunkelrothen, aus \{<wersten Stoffen bestehenden Bezüge der Sitze von der olivgrünen Tapete wirküngévoll abheben wird. Die Paneelleiste ift, ebenso wie die Tischplatten, mit ornamental wirkender gothisher Schrift den Namen der Stifter bedc>t. Ein Marmorkamin mit zinnen- befröntem Aufbau und dem Wappen von Halberstadt, s<hwere gold- gesti>te Plüschgardinen, bernsteingelbe Zuzgardinen, ein türkischer Teppich von bervorragender Größe und Schönheit vervollständigen die vornehme nnè gediegene Einrichtung.

Athen, 3. September. „W. T. B.* meldet: Ein Hauptmann der Infanterie {oß in ecinew Anfall von Geistesstörung auf zwei E, Der eine blieb sofort todt, der andere ist tödtlih verleßt.

_ New - York, 4. September. Gestern Abend kat auf der Kohlengrube „Sunshine“ in der Nähe von Gleenwood-Springs im Staate Colorado eine Explosion stattgefunden. Bis jeßt sind zwölf furhtbar verstümmelte Leichen geborgen.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Brücenau, 4. September. (W. T. B.) Die Ent- hüllung des Denkmals für König Ludwig I. von Bayern fand heute in Gegenwart Seiner Königlichen Hoheit des Prinz-Regenten statt. Hofrath, Professor Dr. Wehner hielt die Festrede.

Barcelona, 4. September. (W. T. B.) Ein Anarchist aab um Mitternacht auf der „Plaza de Cataluña“ zwei Schüsse auf den Polizei-Chef Portas ab. Portas wurde shwer an der Brust verwundet. Der Verbrecher wurde verhaftet.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Kübles Wetter für | Kerliner Theater.

C ï (2 F S die Deutsche Seewarte. | Nhends 74 Uhr: Renaissance.

49R.

Theater.

Dienstag: Renaifsance.

Sonntag, Uhr: Die Jungfrau von

Montag: Die Maschinenbauer.

Central-Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Rib. Shult. Sonntag: Emil Thomas, als Gaft. Berliner Fahrten. Burleske Ausstattungasposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund und Wilhelm Maurstädt. Musik von Sulius Einödshofer. Anfang 7F Uhr.

Montag und die folgenden Tage: Berliner

Nachmittags Orleans.

Abu Seid.

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Uebersiht der Witterung.

Das barometris<e Minimum, welches gestern über Südnorweaen lag, ift nordnordostwärts na< dem nöôrtlichen Skandinavien fortgeschritten, während vorm Kanal ein Hochdru>gebiet erschienen ist, sodaß über den Britischen Inseln und Zentral-Eurova westliche Minde vorherrshen, unter deren- Eirfluß die Temveratur weiter berabgegangen ist. In Deutsch- lant, wo Regenfälle, vereinzelt au< Gewitter statt- gefunden baben, ift das Wetter trübe, im Westen Tbl, im Often no<h warm; München meldet 20,

Fle d'Aix

Ga e En, Wn

Königliche Schauspiele. Sonntag: Neues Opern-Tbeater. 93. Vorstellung. Die Afrikanerin. Oper in 5 Akten von Giacomo Meyerbeer. Text von Eugène Scribe, deuts< von Ferdinand Gumberit Ballet von Paul Taglioni. In Scene gesetzt vor Ober - Regisseur Teblaff. Dirigent: Kapellmeister Sucher. Anfang 7 Ukr.

Schauspielhaus. 185. Vorstellung. Rosenkranz uud Güldeustern. Lustspiel in 4 Akten von Michael Klapp. Regie: Herr Oskar Keßler. An- fang 7} Ubr.

Montag: Ne:-6 Opern- Theater. Lohengrin. NRomantishe Opzr in 3 Akten von R‘chard Wagner. In Scene geseßt vom Ober- Regisseur Teßlaff. Dekorative Einrihtung vom Ober-Insvektor Brandt. Dirigent: Kapellmeister Dr. Mu>. Anfang 7 Uhr.

Scauspielhaus. 186. Vorstellung, Sonder- Abonnement A. 28. Vorstellung. Viel Lärmeu um Nichts. Lustspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare, überseßt von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tie>. In Scene gefeßt vom Ober-Regifseur Max Grube. Anfang 7# Uhr.

Neues Opern- Theater. Dienstag: Der Evangeli- mann. Phantasien im Bremer Rathskeller. Anfang 7 Uhr. Mittwoh: Hänsel und Gretel. Dice Puppenfee. Donnerstag: Bajazzi. (Nedda : Frau Bellincioni, als Gast.) Cavalleria rusticana. (Santuzza: Frau Bellincioni, als Gast.) Freitag: Don Juan. Sonnabend: Der Trompeter von Säkfkingen. Sonntag: Undine.

Stauspielhaus. Dienêtag: Doctor Klaus. Mittwc<: Goldfische. Donnerstag: Rosenkranz und Güldenstern. Fre'tag: Jphigenie auf Tauris. Sonnabend: Neu einstudiert: König Lear. Sonntag: Nosenkranz und Güldenstern.

Deutsches Theater. Sonntag, Nachmittags 254 Uhr: Die Weber. Abends 75 Uhr: Die versunkene Glocke.

Montag: Einsame Menschen.

94. Vorstellung.

Dienstag: Hamlet.

Lessing - Theater. Sonntag: Hierauf: Das zweite Gesicht. Anfang 7$ Uhr.

Montag: Heimath.

Dienstag: Abu Seid. Gesicht. (Ad. Klein.)

(Ad. Klein.)

Hierauf: Das zweite

Peues Theater. Schiffbauerdamm 44a./ 5. Direktion: Sigmund Lautenburg. Sonntag: Der Stellvertreter. Lustspiel in 3 Alter von W. Bu3nah und G. Duval. Deuts von Max Schênau. Regie: Herrmann Werner. Anfang 75 Uhr.

Sonntag, Nabrmittags 3 Uhr. Zu halben Preisen: Der HSüttenbesißer. Schauspiel in 4 Akten von

Georges Ohnet. Der Stell-

Montag und folgende vertreter.

Fn Vorbereitung: La Douloureuse. Sitten- bild in 4 Aften von Maurice Donnay.

Theater Unter den Linden. Sonntag: Boccaccio. Komische Operette in 3 Akten von F. Zell und Rich. G-rnée. Musik von Franz von Suppé. Dirigent: Herr Kapellmeister Korolanyi. Anfang 7# Ubr.

Montag: Boccaccio.

Tage :

Schiller - Theater (Wallner - Theater). Sonntag: Madame Bonivard. Anfang 8 Uhr.

Montag: Die Geschwister. Hierauf: Clavigo. Anfang 8 Uhr.

Dienstag: Papa Nitsche. Anfang 8 Uhr.

Thalig-Theater. (Vormals: Adolph Ernst- Theater.) Sonntag: Gastspiel des Luftballets Grigolati8 vom Drury-Lane- Theater in London. Vorher: Toubifson’'s Hochzeit. Schwank in 3 Akten von Georg Lehfels. Anfang 74 Uhr.

Montag und folgende Tage: Dieselbe Vor- stellung. -

Fahrten.

Konzerte.

Luisenhof. Dresdenerstraße Nr. 34 und 35. L. Karl Meyder-Konzert am Sonnabend, den 18. September, Abends 74 Uhr. Entrée: Saal 75 S, I. Rang Balkon nnmeriert 1,50 #4, un- numeriert 1 4, Il. Rang 50 s, III. Rang 30 s.

E E K E S R S E I E E C R E S R E L I E P L T E F I

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Gertrud S{unke mit dem Kaiserl. Bankvorstand Hrn. Paul Oswald (Berlin— Kattowiß).

Verehelicht: Staats-Minister Carl Thielen mit verw. Fr. Selma Wichelhaus, geb. Frowein (Elberfeld). Hr. von Zepelin-Appelhagen mit Frl. Anna von Bülow (Doberan).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Regierungs-Bau- meister von Pent (Freienwalde a. OD.).

Gestorben: Fr. Geheime Regierungs-Rath A zisfa Breiter, geb. Hoppe (Hannover). Verw. Fr. Valeska von Stu>rad, geb. von Drigalski (Charlottenburg). Hr. Seminar - Direktor, Sculrath Emil Feige (Soest). Hr. Dr. phil. Wilhelm Poets<h (Berlin).

Verantwortlicher Redakteur: Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Dru> der Norddeuts<hen Bucbdru>kerei und Verlags- Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Vier Beilagen (einschließli< Börsen-Beilage).

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußi)

e 208.

Erste Beilage

Berlin, Sonnabend, den 4. September Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

chen Staats-Anzeiger.

1897.

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17,90 16,50 17,19 19,30: || 19,30 Noaaen. 1263| 12/79 12,80 13,10 LUTT —— 12,80 13,40 12,80 13,00 13,00 13,00 12,90 19/18 13,20 13,40 12,50 12,50 12,00 12,590 11,00 12,50 12,20

12,29

12,70 13,40

13,80 14,00

13,60 13,60

13,20 13,39 13,90

12,50 15,20 15,20 1430

16,07 16,43 17,00 17,20 16,70 18,00

1539 _—— 13,09 1 1200 1340 | 13,80 E! 13/10

Geell a 12,00 13,00 12,20 11,00 14,40 13,50 13,50 12,50 13,50 13,00 12/29 14,90 16,00 14,20 E100 16,70 16,92 16,380 18,60

12,00 14,10 C r.

14,00 14,00 12,00 13,80 12,00 12,00 12,00 15,00 13,00 12,00 13,C0 12,40 14,90 15,00 12,60

13,00 15,40 13,00 15,20 1452 15,20 15,0)

14,00 13,00 13,50 11,88 13,29 11,00

13,60 15,00 14,20

16,54 16,60 18,00 18,90

13,80 13,00

13,60 11,90 12,09 11,60 13,50 13,00 11,20 12,00 12,75 13,60 14,90 12,60 12,90 12,09 13,40

14,89 13,98 15,00

12,40 12,50 14,60 | 15,20 1670 |

= 20 14,50

14,90 12,20 12,40

a S 1200

Bemer tüunda

e

er und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerund daß der betreffende Preis niht vorgekommen ist; ein

18,43 18,00 16,50

17,50 18,50 17,00 18,20 17,00 17,40 19,50 18,89 18,70 19,50 21,00 20,00 23,33 24,00 19,80

17,50 18,80 18,10 19,80

12,79 13,50

13,60 13,20 13,50 13,13 13,40 13,00 12,90 12,50 12,50 13,40 14,00 14,00 13,60

13,50 15,40 14,30 16,43 18,40 18,00

13,00 12,80 14,00 13,60

13,00 12,20 11,00 14,90 14,00 14,00 12,90 13,50 13,00 12,29 14,90 16,00 15,C0 11,00 16,70 18,46 17,00 18,60

12,50 15,00

14,00 14,00 12,00 14 00 12,20 13,00 12,00 15,00 14,00 12,00 13,00 13,00 14,90 15,00 13,00

13,00 13,60 13,00 15,20 15,59 16,20 15,00 14 00 15,20

12,00 15,00 12,90 13,00

n. et mitgetheilt. Der Durchs

18,00

17,09 15,89 17,00

T6/49

15,56

18,00

20,70 20,00 20,56 21,85 19,22

U 19,35

13,05

13,27 12,68 12,75 13,00

2,00 995

14,00

710 13,52 165 11,80 420 12,00 995 11,90

65 13,00 696 11,60

31 12,50 450 13,64 12,84

13,36 13,00

9 878

2 404 1 300

1 864 12,93 5 093 14,15

122 14,70 1 254 11,94

48 12,00

434 12,40

17,75

17,04 15.74 17,00

15,53

18,01

21,00 20,00 20,51 20,88 18,95

17,04 19,30

12,88

13,26 12,66 12,79 12,88

12,27 12,63

12,89

13,40

14,67 14,00 15,73 16,43 15,88

12,50 12/25

13,20

12,00

13,24 12,73 13,00 12,40

O

15,41 16,40

12,58

13,50

13,29 11,78 12,00 12,00

13,00 12,00 11,92

13,20

13,30 13,50

12,87 14,11 15,36 LU/TT

D D DO d& dO DO dO 29, NNNANNS, O 0000 9090900000

o,

3. 9,

go gogI I R T

<hnittspreis wird a 18 den unabgerundeten Zahlen b2rehnet.

Punkt (.) in den leßten se<s8 Spalten, daß entsprehender