1872 / 132 p. 9 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

3414 nur {wer würden entziehen lönnen; und das ist ein Zustand, von | 23. Januar 1819 also zu einer cit, wo die i dem Sie verlangen können, daß die Staatsregierung ihn nicht herbeiführe. | stand, eine Ordre ir hat; a die E Eb Beiöebex Ibra gaene Deren M N e. as Dae Peer gege ng r EY erd aus een B u die Ordre crlassen wurde ohne Mitwirkung des ) gesammte Verhält- andtages, so glaube i j i -Mini niß dessclben auf dem Standpunkte bleibt, den es jeßt hat, wenn es nicht ges; fo giauve i und glaube eber L Sg Ee mit neuen Faktoren unter Ihrer Zustimmung verschen wird, daß dann auch nit cin Pfennig mehr als bisher für das Veterinärwesen ausgegeben werden wird. Eine Theilung der sa<li<en Fonds wird eintreten müssen; die sachlichen Verhältnisse bleiben dieselben, Und wenn die achlichen Fonds in ihren Ausgaben überschritten werden müssen; \so werden e dies nicht auf Grund neucr; sondern alter Bedürfnisse. Gerade die Fonds zu E olizeilihen Zwe>en wurden alljährlich reichlich, ja um das Dreifache dessen; was auf dem Etat steht; überschritten. Man hat due Dinge eben nicht in der Hand, ih erinnere nur an die Ausgaben für die Rinderpest! : as die persönlichen Ausgaben betrifft,aneine Herren, so ist das sehr ernst erwogen worden. Das gesammte Pensum wenn es re<t is Menschenkräfte nah Bruchtheilen zu taxiren— das gesammtePensum, was in den arbeitsvollen leßten Jahren— die Rinderpest macht eben diese Arbeit in meinem Ministerium geleistet wurde, is ungefähr der achte Theil der Arbeitskraft desjenigen Rathes, der diese Angelegenheit be- arbeilct, und in dieser Menge bin i< der Meinung gewesen, daß in der That vas nunmehr mit seincn Kräften besser ausgestattete landwirthschaftliche Ministerium besser als es no< vor wenigen Jahren ausgestattet war in der E ist, ohne eine neue Kraft zu E dasjenige zu leisten; was bisher im Kultus-Ministerium geleistet ist. : < mag nun noh einen Bli> hinüberwerfen, weil eine ver- wandte Materie berührt wurde, auf das Etatsgeseß. Die Fonds find dana bewilligt zu bestimmten Qwe>en, sie dürfen nicht zu an- deren Zwecken, werden ; zu von

daß wir Sr. Majestät, wenn wir Allerhöchstihm die Bitte vortragen, eine neue abändernde Ordre zu unterzeichnen, nicht bitten die ver- fassungsmäßigen Rechte dieses Hauses zu verleßen: Dazu würde \i< Niemand von uns entschließen.

__— Der dem Hause der Abgeordneten vorgelegte Entw urf cines Geseyzes, betreffend die Ausdehnung der Ge- Ne der Preußischen Bank auf die freie Hanse- stadt Bremen , lautet:

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. verordnen, mit Zustimmung beider Häuser des Landtages der Mon- archie, was folgt:

Die Preußische Bank isst ermächtigt ; in der freien Hansestadt Bremen eine Bank-Kommandite zu errichten und daselbst na<h Maß- abe der Bestimmungen der Bank - Ordnung vom 5. Oftober 1846

ankgeschäfte zu betreiben.

rfundlich 2c.

Kun} und Wissenschaft.

Prag, 6. Juni. (Prag. Ztg.) Verein für Geschichte der Deutschen in Böhmen. Sivung der ersten Sektion. Schon im Jahre 1867 hatte Prof. Dr. Ludwig Sélesinger in der ersten ektion einen \riftli<hen Antrag eingebra<ht, der mit dem Hinweise auf die Wichtigkeit der Archive der deutschen Städte Böhmens die eingehende Durcforshung derselben aufs Wärmste vertrat. Erst im Jahre 1868 kam dieser Antrag zur Verhandlung. Mit der munifizirten Unter- stüßung des Ausschusses wurden dann die Archive des Saazer, Ege- rer un erer Kreises in Angriff genommen und die von den Herren Dr. Schlesinger, Renner und Wilischko zu wiederholten Malen abgegebenen Referate über den Umfang ihrer Forschungen erweisen relativ so günstige Resultate und so wichtige Entde>ungen, daß aus dem unscheinbaren Antrage der Gedanke erwu<8, die verborgenen Schäße ans Tageslicht zu ie und sie in Form von Urkfun- denbüchern der gelehrten elt zugängli<h zu machen. Die Schöpfung eines großen Regestenwerkes, eines »Codex diplomaticus municipalis« ; wie es z. D. Schlesien und Posen in den Werken Stenzels und Wuttkes besißt, das mußte das Gesammtresultat aller solchen Arbeiten glagam die Krone des Gebäudes sein, cin großes Diplomatarium der Deutshböhmischen; ein Sammelwerk von »Ur- fundenbüchern« der einzelnen Denkmäler des Wirkens und Webens reinster deutscher Eigenart für Kultur und Fortschritt selbst auf dem kleinsten Gebiete. Heute is

< muß nun allerdings bekennen, daß es nicht ein lapsus bereits der erste Schritt zur weiteren Verwirklihung des Plans ge- lingüaë des Herrn Abg. Virchow war, als er si auf die Ordre | \{chen. Dr, Ludw. Schlesinger übergab als das Resultat seiner von 1847 bezogen hat. Jh habe ge laubt, er bezieht ih auf die- CorlGungen der ersten Sektion ein »Urkundenbuh« der K. Stadt jenige Ordre, die das gegenwärtige Ministerium der Medizinal-Ange- | DrUL zUr Prüfung und begleitete es mit einem eingehenden Berichte; legeheiten auf dasjenige Fundament gestellt hat, ui welthem es co | der von dem Geschäftsleiter zum, Vortrage gebracht wurde. Die befindet; und das is die Ordre von 1849. Jch werde bean H Sektion beschloß mit Einstimmigkeit auf Antrag des K. K. Landes- fommen. Jh muß mi< aber von vorn herein gegen einen Saß ver- Schulinspeftors Werner, dem Ausschusse die Herausgabe des Urkunden- wabren, als einen, der überall anerkannt worden Li sowohl Seitens | buches wärmstens und LUCHAIO zu empfehlen.

der Ministerien, als Seitens der Wissenschaft, nämlich den: daß Alles; Aargau. Das »Tagblatt« berichtet über interessante Entde>un- was als Verordnung des Königs vor der Verfassung in der Geseß- sammlung gestanden hat, im Sinne der Verfassung Geseß sei. - Da- mals war der Sinn ciner Verordnung / weil man so scharf nicht icd; ein etwas zweideutiger, man verstand ©inge darunter, die unter das Geseß fallen; aber au< Dasjenige/, was die Verfassung Verordnung im engeren Sinne nennt; und daß davon immer ausgegangen ist; zeigt die Entwid>elung der Verhältnisse, deren ih vorhin Erwähnung zu thun versäumt habe. Jn der Kabinetsordre von 1847 is von der Thierarzneischule die Rede j und diese is dem jepigen Rultusministerium überwiesen; im Jahre 1849, als bereits ie oftroyirte Verfassung galt, ist nicht blos bei einer Aenderung in Bezug auf den Lehrplan ein Mitanhören der anderen Ministerien, bei Gegenständen, die sie interessiren; ihre Zuziehung bestimmt wordcn; nein, der größte Tbeil des gegenwärtigen Medizinalministeriums ist damals von dem Ministerium des Innern auf das Ministerium des Kultus übertragen worden. Wenn im Jahre 1849, als die alten ugs do<h no< sehr im Gedächtniß der Ministerien waren; o verfahren worden ist, #0 glaube i<, fann man mit allem Rechte in diesem Verfahren einen Ausdru> dafür finden, Das unterm 25. September v. J. unter der Firma »Guanor daß man ein iee Procedere nicht als Akt der Geseßgebung an- | Niederlage und Danziger Superphosphat-Fabrik, Aftien- scher sondern lediglich der Exekutive. Es is au später jo verfahren gesellschaft zu Danzig gebildete Aktienunternehmen hat die Aus- worden s ist Ihnen ja noch die Zeit erinnerli<h als die Kom- | dehnung des Danziger Geschäfts auf Stettin ins Auge gefaßt. pelenzgrenze geregelt wurde zwischen dem Ministerium für Handel und Ge- Stettin; 4. Juni. Die Einnahme des »Baltischen Lloyd« werbe und dem Ministerium des Innern. SiefindendieAllerhöchstenOrdre® hat im vorigen Monat 90,153 Thlr. und bis ult. Mai überhaupt vom Staats - Ministerium j vielleicht au< nur von den etreffenden | 203,770 Thlr. (19,882 Thlr. mehr als die Gesammteinnahme in 1871) Ministern unterzeichnet, in den Jahrgänge der Gescßsammlung von | betragen. :

es Das Geschäft auf Fe e

sondern immer zu jenen verwandt den staatsretli< geordneten Organen Dabei soll es verbleiben. mir \<eint also au< ein \{lagendes Moment gegen die Richtigkeit des Verfahrens der Staatsregierung aus der Beziehung, die der Herr Abg. Virchow vorhin zu dem laufenden Etatsgeseß eintreten licß; nicht entnommen werden zu können. Ÿ

Später fügte der Staats-Minister v. Selchow hinzu:

_ Jch halte mich verpflichtet, nur eine ganz furze Bemerkung dahin zu machen, daß ich es lebhaft bedauern würde; wenn i< mi< vorhin undeutli< oder zweideutig aus edrüt haben sollte. Es is mir nie- mals eingefallen, von einem 2 eschlusse des Hauses zu sprechen ; ob das Wort über meine SpPet gegangen is, weiß ih nit; Thatsache ist es aber jedenfalls nur, da einzelne Stimmen in diesem Hause nah der angedeuteten Richtung hin laut gewocden find. Diesen Stimmen ist von feiner Seite widersprochen worden; und in solchen Fällen pflegt die Regierung sie gern zu beachten und als Stüße ihrer Hand- lungen zu benußen. Hätte dagegen ein Beschluß des Hauses über die Materie vorgelegen; dann würde ja die ganze heutige Diskussion über- flüssig sein und au< \{werli< mehr stattfinden.

Auf eine Bemerkung des Abg. Dr. Virchow entgegnete der

Staats-Minister Dr. Falk:

gen , die fürzlih wieder von Baden gemacht wurden.

ei den Erdarbeiten auf dem Kurhausplaße So qgrub man in den leßten Tagen cine römische Topfbrennerei aus. Der Töpxferofen hat eine Länge von 6 bis 7! und is cben so breit und etwa 6 bis 7! ho<. Er if aus Ziegelstücken aufgemauert, mit einem größeren Gewölbe von etwa 3! Höhe und 2! Breite, von welchem rehtwinklig horizontal nach jeder

der beiden Seiten hin je 3 QUge auslaufen von 3 bis 41 Weite und 2 Höhe. Die Züge, sowie die innere Wand des Gewölbes find meist no< mit Lehm auszgestrichen. Daß es nicht eine gewöhnliche Ziegel- brennerei war, beweisen die kleineren Dimensionen der Anlage, während für eine Töpferei in der Nähe befindliche Haufen von größe- ren und kleineren Scherben zeugen. Ziemlich häufig sind auch größere, wei Maß haltende Be>en, in der Form unserer Milchbe>en, zu finden. ie die gefundenen Ueberreste zeigen, wurden Geschirre gemacht aus ewöhnli<hem Lehm und aus feinerem Thon. Der Hals einer auf- efundenen Amphore maß 35! Durchmesser.

Gewerbe und Sandel.

1852 und 1858, die das ganze Gewer blgelwei von dem einen reslau, 5 Juni. [Wollmarfkt.]

Ministerium auf das andere übertrugen; und ihre Gültigkeit ist, so | Lägern nahm \scit geftern cinen n ruhigen Gang. Im Lau

viel i< weiß, nit bezweifelt worden. j heutigen Tages wurden mehrere Posten Posener Wollen verkauft Der Staats - Minister v. Selchow erwiderte dem Abg. e welche vorjährige Preise angelegt wurden. Das O gestern ver-

Dr. Virchow: aufte Quantum diesjähriger Wollen wird auf ca. 3000 Ctr. geshäßt; IT<h muß dem Abgeordneten Dr. Virchow doch eins antworten. | von benen nur gut behandelte Wollen 2—4 Thlr. über vorjährige

So ivenig mir, wie dem Staats-Ministerium, is es jemals in den | Wollmarktspreise erzielten. ,

Sinn gekommen, Se. Majestät zu bitten; einen Schritt zu thun; wo- 6. Juni. Die Zufuhren dauern fort; Käufer verhalten \i<

durch die Verfassung verleßt würde. Wenn Se. Majestät unter dem | no<h rescrvirt. Bis heut Vormittag sind ca. 5—6000 Cir, gehandelt

edeutenden Städte als die beredtsten |

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worden; wofür genie vorjährige Preise, für einzelne Partien au einige Thaler mehr bezahlt wurden. Liegniß; 5. Juni. Zum Verkauf gestellt waren 2800 Ctr. dar- Rustikalwollen. Die Wäsche zeigte fi< im Durchschnitt äßig. Bis Mittag waren Rustikalwollen fast ganz, Dominial- wollen zur Hälfte aus dem Markt genommen. Käufer sind pumeisi rheinische und \{lesise Fabrikanten. Don: inialwollen erzielten 7: bis 88 Thlr. mit Aus <ußbedingungen; Rustifalwollen 60—66 Thlr. ohne Ausshußbedingungen. / / Um 2 Uhr Nachmittags wird der »Bres[. Ztg.« telegraphirt : Die Anfuhr beträgt gegen 1800 Ctr. Dominial- und 1000 Ctr. Rustikal- wolle, wel><e Œ ßtentheils verkauft wurden. Feine Dominialwolle erzielte 75—83 Thlr. ordinäre Dominialrwcolle 64—75 Thlr. Rustifal- wolle 63—68 Thlr. E i | Brüssel, 6. Juni. Die hiesige Nationalbank beschloß; den Diskont von morgen ab von 5 auf 4 pCt. herabzuseßen.

Qur Bade- und Reisesaison.

Aus dem Central-Eisenbahn- und Reise-Comtoir Berlin, Neuc Grünstraße 22),

1) Mit dem 1. Juni cr. is auf den meisten Bahnlinien Deutsch- lands cin neuer Fahrplan in Kraft getreten. :

Die Potsdam-Magdeburger Verwaltung verausgabt jeßt nur no< ivtägige Doppelbillets na< Harzburg und Goslar; au sind dic Tarifsäße für Personen und Güter im direkten Verkehr mit Belgien und Frankreich herabgeseßt worden und ein neuer Tarif der direkten Billets von Berlin nach Stationen über Magdeburg hinaus aufgestellt worden. i n

2) Au dem Anhaltishen Bahnhofe kommen 8tägige Billets na< Cassel via Halle zur Verausgabung und verkehren die Züge der Anhaltischen Babn, welche früh 7 und Abends 7% Uhr von erlin nach Dresden abgehen, direft mit den böhmischen Bade-Orten: Tepliß, Carlsbad, Marienbad, arts U. \. w.

3) Die Berlin-Görlißer Eiscnbahnverwaltung aae seit dem 1. Juni fünf Sorten Rundtourbillets mit 30tägiger Gültig- feit, welche den Besuch von Bad Muskau; Görliß, Bad Flinsburg; Bad Warmbrunn, Salzbrunn Charlottenbrunn; Altwasser, Reinerz; Cudowa, Lande> u. f. w. c öglichen; au< erhält man auf dem Görlißer Bahnhofe direkte Fahrbillets 1. und U. Klasse von erlin na< Wien (11. Kl. 15 Thlr. 26 Sgr.) über Liebenau, Turnau;

naim, Jalauy; Stocerau U. s. w. Dieser direkte Wiener Zu fährt în Berlin Nachmittag 2 Uhr 15 Minuten ab und trifft ohne Wagen- wescl am anderen Tage Vormittags 9 Uhr 10 Minuten in Wien ein. E i ; 4) Die Nie ders<le\i}><-M är kische Eisenbahnverwaltung hat seit dem 1. Juni au< Mittwoh Nachmittags und täglich mehrere Lofalzüge von Berlin na Köpeni, Friedrichshagen und Erkner cin- elegt hat, wodur dem, in diesem Außenringe von Berlin wohnen- den Publikum eine bequeme und {nelle Verbindung mit Berlin ge- oten ist.

5) äm Lehrter Bahnhof werden gegenwärtig verausgabt : 10tägige und 6wöcbentliche D nah dem Harze (Thale und Wernigerode), sowie SEne undtour-Billets na< dem Rheine. Die JTnhaber der lebten Billets dürfen sowohl zur Hin- als au zur Rüeffahrt die Anhaltische event. die Lehrter ahn benußen. Zwei- mal tägli< werden vom Lehrter Bahnhofe Züge abgelassen, welche ohne Wagenwesel direkt in 52 bis 6 Stunden nah hale event. Wernigerode fahren. Der Fahrplan bietet neben cinem Schnell- und Forieczuge noch cinen Expreßzug, welcher ebenfalls ohne Wagenwe sel in 95 Stunde Côln erreicht. Die Benußung solcher Doppel- und Rundtourbillets bere<tigt zu 50 Pfd. Freigepä>t und. MRUA der Schnell- und Courierzüge; au< vierwöchentliche Billets nah London via Rotter- dam, Harwich und fünftägige na Arnheim, Utrecht; Amsterdam und Rotterdam werden bei direkter Expedition an diesem Bahnhofe ver- ausgabt; desgleichen findet na< Oldenbur und Leer via Stendal, Lehrte, Bremen eine direkte Personen- und Ge äbeförderung statt.

6) Bei der Berlin-Hamburger Bahn eht die Einführung Sr Rundtour: Berlinz Hamburg; übe> (Travemünde), Berlin in

ussicht. Ó

uad Besuche Wiens wird neben den Routen über Dresden- Prag, Breslau-Oderberg und Görliß - Reichenberg jeßt hon die neue Stre>e Eger-Pilsen-Wien via Leipzig benußt und von Vergnügungs8- reisenden fann in geeigneter Weise au< der Weg über Passau ge- nommen und von dort aus das Dampfboot nah Wien zur Weiter- reise gewählt werden; da die Fahrt auf der Donau wen Passau und Wien sehr viele landschaftliche Reize und roman ishe Bilder

bictet die ssterreichishe Staatsbahn über Pesth und

Dans Se direlie ri na< Konstantinopel. ie Eisenbahnbille \ cisecomtoir verkauft. Zu gleicher Zeit ver- i 6. Juli bis 5. August cr. ah Thüringen, München, Wien, burg) und der Schweiz. Bei Entnahme von Fami llets find die Preise billiger ge- stellt. Jn diesem Com'oir wird auch Auskunft über alle Eisenbahn- und Reise-Angelegenheiten ertheilt besonders über die in Berlin, Prag, München, Frankfurt a. M.; Wien u. st. w. zur Ver- ausgabung femmenden Doppel- und Rundtourbillets dur Bayern, Tyrol und Jtalicn. Ebenso verkauft das Comtoir die besten Reischand- und Coursbücher, au< find für Badereisende die Kurlisten pro 1572 und aus früheren

ermäßi

ir die Lehrter Bahn werden au<h im

von allen berühmten Badeorten zur Einsicht ausgelegt. Eine re<t e Pu an der Reise na< dem Elsaß; den Schlacht- eldern; den Voge)eny Straßburg u. \. w. steht in Aussicht.

Für die Schweiz von Basel aus konn sich ein jeder Tourist ver- trauensvoll an das Reise-Institut »Aegide« in Basel, vertreten von C. Huber und M. Berne> wenden, dessen soeben erschienenes Reise- handbuch unter obiger Firma in Zürich bezogen werden fann. Die ständigen Auskunftbureaus befinden si< in Zürich; Luzern; Juterlaken und die Agenten in Basel und Bern.

Zur RNeisesaison dieses Jahres empfichlt das geographis< e Institut zu Weimar seinen Verlag an Reisekarten in elegan- ïem farbigen Karton in 150 Nummern, u. a. : Nr. 8. Deutschland, 10. Deutschlands Eisenbahnen; 11. Preußen und das deutsche Reich, 12. Prov. Preußen; Posen, Polen, 13. Prov. Pommern, 14. Prov. Swlesicn; 15. Prov. Brandenburg, 16. Prov. Sachsen: 17. Prov. Schleswig-Holstein, 18. Hannover, Oldenburg ; Braunschweig ; 19. Westfalen; Rheinprovinz y Hessen-Nassau, 20. Bayern 21. Württem- berg und Baden, 22. Sach en; 93. Me>lenburg; 24. Thüringen 15 Sgr. 38. Elsaß-Lothringen ; Nordöstl. Frankreich; 83. Thüringen in 5 Bl. à 10 Sgr. 84. Eisenach und Umgeg. 10 Sgr. 85. Jlmenau mit Panorama vom Ki>elhahn 5 Sgr.

N Der Personenbesu < der nachstchend aufgeführten Bäder bis 31. Mai d. J. beziffert sich wie folgt: Lande> 347, Reinerz 271, Salzbrunn 991, Warmbrunn 930 (inkl. 577 Passanten), Kösen 175, Lippspringe 293, Ocynhausen 519 iesbaden 13,70 Ems 2330 (inkl. 868 Passanten)/ Soden 796, Aachen 9557, Burtschcid 4897 Kreuznach 1371, Kissingen 1610, Baden-Baden 7431, Carlsbad 4589 Gastein 325, Marienbad 1890, Tepliß und Schönau 9472 (inkl. 7131 Passanten).

__— Die Berlin - Hamburger Eisenbahn-Verwaltung wird während der diesjährigen Badesaison Personen und deren Reisc-

epä> von Berlin nah den Nordscebädern Wy> und Sylt (ab Gusum per Dampfschiff) mit dem um 11 Uhr Abends von Berlin abgehenden Courierzuge direkt befördern.

ad Soden, 4. Juni. Die Fürstin Bismar> und ihre Tochter sind zur Kur angekommen und bewohnen die Gemächer des Landtagsabgeordneten, Sanitäts-Rath Dr. Thilenius. Die Kurliste vom 2. d. M. bringt 796 Nummern gegen 524 am 31. Mai v. J.

Lippspringe erfreut sich hon einer ziemli< starken Frequenz. Es verzeichnet die Kurliste Anfangs Juni über 300 Fremde. Wesent- liche Verb-sserungen hat auch hier die Zeit hervorgebracht , denn es sind neue Promenaden weit um die Arminiusquelle angelegt, Spring- brunnen geschaffen und namentlich elangt der Kurgast auf einem be- quemen und \{önen Wege zur Jordansquelle. Die Aerzte Dr. Rob- den und Dr. Neumann machen sih um unser Bad verdient j sie er- werben Grundstücke zu gemeinnüßigen Qwe>en, lassen eine Trinkhalle für natürliche und fünstlihe Mineralwasser bauen u. st. w. Das Orchester is dasselbe wie im vorigen Jahr und wird selbiges nächstens in der no< im Bau begriffenen onhalle konzertiren.

Johannisbad im Riesengebirge; das böhmische Gastein ge- nannt, is unter den sogenannten »indifferenten oder Ofrato - Ther- men«;5 deren Deutschland, man kann sagen Europa, verhältnißmäßig wenige besißt, bisher nicht zu gebührender Achtung gekommen ob- wohl ihm dieselbe in jeder Beziehun als Heilquelle sowohl, wie au< als angenehmer Aufent alt im Sommer, zusteht. Jn erster Reihe unter den indifferenten hermen pes man Gastein in Oester- rei, Pfäffers in der Schweiz Tepliß in Böhmen, Wildbad in Würkt- temberg, Warmbrunn in Schlesien mit einer Beigabe von Schwefel Lande> cbenfalls in Schlesien mit etwas fohlensaurem Natron, als solche zu bezeichnen, und Johannisbad wird fünftighin als würdiger Repräsentant dieser Klasse von Heilquellen zur Seite stehen.

Die Saison hat unter schr günstigen Verhältnissen begonnen, denn es waren {on am 29. Mai 50 Parteien mit 102 Personen), also um die Hälfte mehr als voriges Jahr an diesem Tage; anwesend. Aus Wien, Berlin, Breslau, Dresden, und sogar aus Nord-Amerika sind Kurgäste gekommen j unter ihnen die Fürstin Thurn und Taxis aus Böhmen und der preußische General von eyerink aus Berlin. Die Eröffnung der Saison hat am 15. Mai stattgefunden. l

Johannisbad liegt so reizend in den Bergen ; der Duft seiner Mälder und Wiesen j scine gesunde Luft, seine föstlichen Trinfquellen sind so A und seine Vollbäder von 23° R. so wohlthuend, daß jeder Kurgast und Besucher gewiß gern dort weilt. ]

Johannisbad is von Berlin aus leiht, billig und {nell erreich- bar; in wenigen Stunden is man von dort an der böhmis-hlesishen Grenze bei Liebau und von da in 2 Stunden am Bahnhof in Freiheit, 2 Stunde vom Kurorte entfernt. Alle Züge von Liebau {ließen an den Freiheiter Zug an. Die wiederkehrenden Kurgäste werden nicht nur die Annehmlichkeit der Zweigbahn empfinden ; sondern au< von manchen Verschönerungen des herrlih grünenden Kurortes überra <t

cin. Ein neues, hübs< gebautes Theater (von dem Gönner des

ades, Freiherrn von Silberstein); sowie die daneben stehende saubere Villa de elben, erfreuen das Auge des Ankommenden. :

Auch der Euphemienplaß 1 anmuthiger geworden, ein Spring- brunnen ergößt das Auge des esuchers, und dex neue; rächtige und

es<hmad>voll ausgestattete Kursaal des Badebesißers Steffen bietet ban Kurpublikum Piano; Billard, Literatur 2c.

Der dortige Badearzt Dr. Pauer hat den Besuchern und allen Freunden des Ortes eine neue Badeschrift über den emporblühenden

Kurort gewidmet.