1872 / 134 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Abenteurern zu beunruhigen, welche er an der marokkanischen Grenze anwirbt. Constantine. Die Berichte stellen die ‘politische Lage als treffli<h dar. Sie erwähnen nur auf der Grenze ‘zwei tunesishe Angriffe, zu welchen der Diebstahl und . die Abreise von Said ben Bon Daiid, eines der Häuptlinge der Insurrektion, der früher seine Residenz in GhadamesS ge- nommen, na Tripolis den Anlaß gaben. : Versailles, 8. Juni. Jn der Nationalversamms- lung sprách sich’ heute bei ora der Debatte des Kriegs- dienstgesches Thiers in ausführlicher ede gegen die dreijährige Dienstzeit aus. Dex Präsident versicherte eterlich, daß Franfk- reich den Frieden so lange als irgend möglich aufréhtzu erhalten wünsche. Indem er alsdann einen Rückbli> auf ‘den leßten Krieg ‘warf, führte ‘er ‘aus, daß die Ursache: der damaligen Nie- derlage nicht in den früheren militärischen Insti tionen lag, sondern daß dieselben hervorgingen- aus den'’ politi- schen und militärischen Genera der damaligen Regierung. Uebrigens, führte Thiers weiter auÿ, sei es ni<t ganz genau, davon zu sprechèn/ daß sid »Nation« und »Armee« vollkommen de>e; in Preußen sei in dieser Beziehung „ein Territorialsystem eingeführt, das für Frankreich nicht. re<t an- wendbar sei. Der Redner wies alsdann nah, daß- eine fünf- jährige Dienstzeit dur<aus nothwendig. sei, um einen uten Soldaten zu bilden; ein Effektivstand von 1,100,000 Mann, wie er durch. den Entwurf dex Kömmission ermöglicht werde, sei weitaus genügend, wenn Frankreich cine weise Politik be- folge und si< Alliirte zu verschaffen und zu bewähren wisse. Die Versammlung verwarf {ließlich mit 462 gegen 228 SUm- me die Amendements , welche. si< für / dreijährige Dienstzeit L Die- Diskussion wurde alsdann auf Montag vertagt.

Spanien. Madrid, 6: Juni. Die amtliche: Madrider Zeitung bringt ein: Königliches: Dekret, durch: welches ‘die Stärke der Armee für das Verwaltungsjahr 1872—73 auf 80,000 Mann festgesetzt wird; ferner die Ernennung des General- Lieutenants Echague zum Oberbefehl8häaber der Nord - Armee. Im Senate bekämpfte Cordoba den Vorschlag, das Ver- fahren des Marschalls Serrano gutzuheißen; der Admiral Topete vertheidigte den Vorschlag. Zabala sagte, die Regierung sei von Anfang an gegen den Aufstand wirksam eingeschritten. Offiziel wird gemeldet, daß die Banden von Carasá und Pe- rula, aus ‘etwa 1200 Mann bestehend, sich gegen Ourac bewe- gen. Der General Echague hatte eine Stellung ‘eingenommen, um ihnen den Weg zu verlegen. Der General Moriones war in: Vérfolgung der Banden zu Pampelona angekommen. Jn Guipuzcoa war die Ruhe vollständig. Jn ‘der Provinz: Alme- ria war eine Bande von se<szehn Mann aufgetreten. Der Gencralkapitän der baskischen Provinzen war zu Vittoria an- gekommen. Jn der Provinz Sevilla war ‘eine von dem repU- blikanischen Deputirten Riona angeführte Bande! von den Ein- wohnern von Grazalena verjagt worden, welche vier Gefangene gemacht hátten. | ] '

8, Juni. In der heutigen Sihung des Kongresses rieth Pimargal eine Konvertirung | der gesammten Staats- huld an , indem er ein beunruhigendes Bild“ von dem

ustande der Finanzen entwarf. Der Fittanz - Minister lduayen ‘erkanüte den ungünstigen Qustand der Finanzen an, meinte aber, die Konvertirung werde das Schuldkapital ver- I: Wenn die von ‘ibm geforderten Hülfsquellen nicht is zum 30. Juni bewilligt seien; so werde er aus dem Mi- nisterium scheiden, da er die Üble Lage ‘des Landes vorhersche.

Ftalien. Rom, 9. Juni. Der Kronprinz Humbert wird’ \fih"von Dresden'zu mehrtägigem Aufenthalte -na< Baden- Baden begeben. Die Kronprinzessin begiebt si<: na Schwalbach“ und wird hierauf die Seebäder von Ostende be-

suchen.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 8. Juni. Das Projekt des Unterricht8-Ministers für die Organisation der Realschulen ist , wie das »Journ. de St. Peter8bUrg« aus sicherer Quelle erfährt, nachdem es im Reichsrath die BUl- gung von: 18 Stimmen erhalten, nunmehr Allerhöchst be- stätigt worden. uf 4 i # Zur Peterfei er wird, wle der 228 Anz.« mittheilt, auf Verordnung des: rômisch-katholischen geistlichen Kollegiums in allen römisch-katholischen Kirchen des eiches und des König- rei<8. Polen ein feicrlicher Gottesdienst mit, Gebeten für das Wohl des Kaiserhauses und des- Vater andes - celebriri werden. G reciis Md Me En Ti CAg eni 5. Ps

er Gesundheitszustand der Prinzessin Eugenie ha ‘ct, daß! dieselbe am“1. d. M. mit ihrer! Mitter nah

E geb ) r' Mütter n em’ Thiergartew (Rosendal) hinausgezogen ist*und indes Mitte absichtigt,

d. M! nach! Gotländ- abzureisen be t, um dort, wié ge- roöhnlich; -den übrigen Theil des Sommers zu ‘vétlebén.

Jahre unter p ‘außerordèntlichén

Die Ueberschüsse der Staatseinnahmen, welhe von dem Staatskomptoir in diesen Tagen an das Reichsschulden- komptoir age worden sind , betragen in s{w. Rth. für 1870: 500,000 (früher find {on 3,000,000 abgegebene 1871: 2,000,000 (früher {on 5,000,000) und in Abre<nung auf den erwarteten Uebershuß in diesem Jahre 1,000,000. Außerdem ‘sind von den in Folge des Mißwachses in den Jahren 1867, 1868 und 1869 aus8gezahlten Unterstüßungs8-

,

änleihen im Ganzen gegen 1,800,000 zurückgezahlt worden.

Dánemark. Kopenhagen 7. Juni. Gestern fand auf Am NuTs im Palais. des Königs eine große Tafel statt, an welcher, außer ciner Anzahl höherer Militärpersonen, der Ad- miral ‘a. D. Bille, der Philologe Madvig, der frühere Finanz- Minister David u. A. Theil nahmen.

Den neuesten Nachrichten aus Genf zufolge, ist der. Gesundheitszustand der Prinzessin Thyra in fortwährend

uter Besserung, so daß die Prinzessin in den nächsten Tagen

das Lager wird verlassen können. Ueber die Abreise von dort ist’ jedo< nochYkeine Bestimmung getroffen. s _

L Î i : E ER AV S E Amerika. Wie der »Times« aus Philadelphïa tele-

graphirt wird, wurde Senator Henry Wilson/, aus Massa-

chusetts, beim ersten Wahblgange zum: Kandidaten für die Vize-Präsidentschaft aufgestellt.“ Er ‘erhielt 394 Stimmen; Colwax;: 3257 Davis (aus Texas) 10; Lewis (aus Virginien) 4,

Reichstags - Angelegenheiten.

Berlin, 10. Juni. Jn der Sizung des Reich8tags am Sonnabend erflärte in der Diskussion über den Geseß- entwurf , betreffend den außerordentlichen Geldbedarf für die Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen, der Wirkliche Geheime Ober-Regierungs-Rath Herzog Über den Antrag des Abg. Dr. Hammacher:

Ich darf aussprechen; daß die verbündeten Regierungen voraus-

si@tli< kein Bedénkén tragen werden, das Geseß in der durch den |

Herrn Vorredner ‘vorgeschlagénen amendirten Gang anzunehmen.

‘Ueber die Elbensche Resolution äußerte derselbe Bunde®- Konimifssar : : :

In dem Vorschlage der eben besprochenen Resolution is die Eisenbahnlinie Mübhlhausen-Müllheim aufgenommen j eine Linie die bisher nur beiläufi Gegenstand der Diskussion gewesen ist. Ich bin verpflichtet; zu konstatiren , daß Vorarbeiten in Betreff dieser Linie noh nicht bestehen, daß insbesondere eine Prüfung ihrer militärischen Zulässigkeit no<h nicht stattgefunden hat , daß auch Verhandlungen mit der badischen Re A die immerhin nothwendig sein würden, noch nicht gepflogen find. om Ergebniß dieser Prüfung und eventuell vom Fortgang dieser Vorarbeit aber wird es abhängen , ob die ver- bündeten Regierungen in der nächsten Session des Reichstages bereits im Stande sein werden, nachdem sie ein abschließendes Urtheil über ‘die Dringlichkeit dieser Bahn gewonnen haben 4 die gewünschte Vorlage zu. machen. Dem Ergebniß diéser Prüfungen muß ih den Einfluß auf die Erfüllung des Antrages wahren.

In der Diskussion über den Reich8haushaltetalt 1873 nahm der Staats-Minisier Delbrück zu: $. 2 nach dem Abg. Lasker, welcher die Erhöhung der Schaßscheine von 8 auf 10 Millionen Thaler in A brachte, das Wort:

Es war meine Absicht, bei der dritten Lesung des Etats auf diese Frage zurü>zukommen, deren Berathung in zweiter Lesung ich ay Dienstgeschäften, deren ih mi nicht entziehen fonnte, nicht habe bei- wohnen können.

Tch' würde bei der dritten Lesung zu erklären gehabt' haben, daß nach méeèiner' vine en. Ueberzeugung die Eventualität, daß die ür die Marine extraordinär” geforderte Sumrne aus der Kriegsent- chädigung bestritten werde, eine so_unsichere ist, daß ih mich für ver- pflichtet halten würde; wenn diese Summe -auf die Regen N auns angewiesen würde dur) die Beschlüsse des Hauses, dem Herrn Che der Admiralität zu erklären; daß er auf cine Ueberweisung dieser Summe nicht mit Sicherheit re<nen fönne und ich ihn deshalb er- su<hen müsse; Dispositionen, Einleitungen nicht zu treffen, welche die

lüssigmachung der Summe zur bestimmten orauss\ehung hätten. < würde, wenn der Reichstag. es vorzicht/ dur<h eine Erhöhung des hier in $. 2 vorgeschenen Betrages dem Bedarfe gerecht zu werden auf die Form, ob das hier in $. 2 geschieht, oder ob es im Etat ge- schieht; einen wesentlichen Accent nicht zu legen haben. Worauf es mir ankommt, is daß cine vom Reichstage als nüßlich und dringli<h anerkannte Ausgabe nicht auf eine Einnahme angewiesen wird, deren M A ur Zeit- zweifelhaft ist. zun? S für 1873 beantragt hatte, erklärte der Staats-Minister Delbrück nah dem Antragsteller: Meine Herren! Jch habe gegen die von dem Herrn Vorredner

gestellten. Rejolutionen-meinerseits im Grundsaß ‘durchaus Nichts ein-

zuwenden, ich. sage im: Grundsaß, denn . ob in jedem einzelnen în Folge des Krieges obwalten ob, sage ih, in 1 E ie der nächsten. Jahre ‘danach; wird - verfahren. werden : könnneny dafür fann i eine’ Garantie U Ernen Als der Etat- hier eing bracht’ wurde* ir Mid Vin one ‘dabei; Bi bisher immer das Ver langén/ des Hauses“ und ‘ein; wie ’die- verb ndeten Regierungen: anet-

a

von

- haber der in Zeiß

etreff der Resolutionen , welche der Abg. Lasker

erhältnissen; wie sie gegenwärtig |

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fir das Geschüftsjaht 2. März 187172. (Siéhe Inserat in

No. 133.)

Allgemelne! Rentenanstált zu Stnttgart. Der Rechnungs- abschluss prò 1871. (Siehe Inserat in No. 133.)

Ausreic Une von Aktien, Coupons obtc.

Aktiengesellschait für SchlesIsche Leinenindustrie, vormals C. 6; Kramsta und Söhne. Der Umtausch der Zusagescheine in definitive Stücke erfolgt vom 15. Jani an in Berlin bei der Deutschen Union-Bank.

Phönix, AKktiengesellschaft für Bergbau uud Hüttenbetrieb. Die effektiven Stücke der neuen Aktien-Emiss. werden -vom 1. Juli ab ausgereicht (Siehe Inserat in No. 133.) i

Chémische Fabrik Berlin-Charlottonburg, Aktlengesellschaft. Der Ausiausch der definitiven Stücke gegen die Interimsscheine

Tindet nach dem 1, Juli nur ausschliesslich bei der Gesellschafts-

Kasse statt.

im

Deffe utlich er Anzeiger.

Handels-Register.

n unser Firmenregister ist / 1 24 laufende Nr. 80 bei der Firma C. G. Scheinert Col. 6

Folgendes vermerkt:

Die Firma ist mit ‘dem Handelsgeschäft ‘dur< Verkäuf an die Frau Amalie Selma Scheinert ,. geb. Dickmann, zu Jauer übergegangen; welche die Firma unwerändert fortführt; vergl. Nr. 83 des Dae Va isters.

E zufolge Verfügung vom 1. Juni 1872 am 1. Juni ¿ sub laufende Ne. 83/ früher Nr. 80, die Firma 9 | C. G¿ Scheinert zu Jauer ; _ und als ‘deren Inhaberin die Frau Amalie Selma Schel- nert, geb. Di>mann, zu Jauer zufolge Verfügung vom 1. Juni’c. am- 1. Juni_1872 eingetragen rvorden. | Jauer, am 1. Juni 182. E Königliches Kreisgericht. T. Abtheilung.

Bei Nr. 10 unseres Prokurenregisters ist das Erlöschen der dein Kaufmann Gustav Scheinert hierselbstt von dém Handelsmann Carl Gottlieb Wilhelm. Scheinert W Alazenau: Kreis: Goldberg, für dessen hierorts unter der Firma C. G. Scheinert betriebenes Handels-

eschäft (Een rokura zufolge Verfügung vom 1, Juni cer. am 1 Juni 1872 eingetragen worden. i

Jauer, den..1. uni 1872. t i

Königliches Kreisgericht. Erste Abtheilung.

Königliches Kreisgericht zu Eisleben. n unser Firmenregister ist unter Nr: 183 ‘bei der Firma: ,W ilhelm: Séehützer“/ mit der Niederlassung“ » zu Eisleben« in Kol. 6 folgender Bn zufolge Verfügung vom 4. Juni 1872 am en Tage-eingetragen worden: : S E Mie Firma ist erloschen.

isleben, den 4. Juni 1872. M ‘Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung.

n unser Handelsregister, in welchem unter Nr. 13 das Handels- geschäft SUDE, Müller zu- Zeiß und als deren R Le leute Friedri Moriß Müller und Friedrih Bruno Müller vermerkt stehen, is zufolge Verfügung von heute Folgendes eingetragen worden : Dex Kaufmann Friedrih Moriß Müller ist verstorben. Die Han- delsgesell\chaft Fe M-+ Müller is dadurch erloschen. Der N li mann Fricdrih Bruno Müller seßt e das Handels8geschäst unter der bisherigen Firma „,, F+ M. üller ‘/ fort; die Firma ist nach Y. 260 des Firmenregisters Übertragen. : Ferner is unter Nr. 260 des Firmenregisters n Verfügung von heute der e Friedrich Bruno Müller zu Zeiß als Jn- omizilirenden Firma: F. M. Müller

eingetragen worden, - : iß, den 31. Mai: 1872.

HOY V Sönigliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.

In unser Handels- (Gesellschafts-) Register ist unter Nx. 82 die

hier domizilirende Handels. Srl beta n

j; olge Verfügung vom heutigen Tage eingetragen und sind als Ge- c

chafter ‘derselben i t 1 bet Seilermeister Gottlieb Meschke/ und

5 der Seilermeister' Herrmann Meéschkej -

j ¿ beide von hier; vermerti worden. 2 O : Als Anfangszeitpunkt der Gesellschaft ist der 1. Januar 1870 ein-

etragen. | s Seit, den 31. Mai 1872.

Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.

Auf Anmeldung is heute in das hiesige Handels- ( irmen-) Re- ister unter Nr. 2294 eingetragen worden :- der ‘in Côln wohnende Kaufmann Anton Zech, wee daselbst eine Handelsniederlassung er- r r der Firma: tet hat, als Inha e “L n Leroy““ Eöl 8. Juni 1872. : E er Handelsgerichts-Sekretär Weber.

Auf Anmeldung is heute in das hiesige Handels- (Gesellschafts-) Regisier unter Nr. 1590s eingetragen worden die Sinbeldg ellschast un

r d irma: / E ,„A. Waldhansen & Cie.“‘,

welche ihren Siß in Cöln und mit dem 1. Juni 1872-begonnèn ja 2

t Die Gesellschafter sind die in Cöln wohnenden Käufleuke August f

Waldhausen und Wilhelm Tornau und ist jeder derselben berehtigt; die Gesellschaft zu vertreten. s Cöln, den 8. Juni 1872. / ; | Der Handelsgerichts-Sekretär Weber.

Auf desfallsige Ae ung vom heutigen Tage ist die unter Nr. 67 des- hiesigen -Handels=-- (Gesellschafts-) Registers eingetragene offene Handelsgesellschaft unter der PURe „Richard & Augujt Korn “‘, mit dem Sihe in Saarbrüden, nachdem der Gesellschafter Richard Korn ; Lederfabrikant in Saarbrü>en , am 28. September 1871 ge- storben und dessen Antheil auf den Mitgesellschafter Wilhelm Heinrich Korn, Kaufmann in Saarbrücken) in Folge Abkommens übergegangen mit dem Rechte, die Firma fortzuführen, gelöscht und der vorgenannte Wilhelm Heinri<h Korn als nunmehriger alleiniger Inhaber der Firma „Richard & August Korn ‘/ unter Nr. 698 des Firmen- registers eingetragen ?vorden. |

Sodann wurde unter Nx. 100 des Prokurenregisters | vermerkt daß der Wilhelm Heinrich Korn seiner Mutter Adelheid Remy Wittwe Richard Korn, ohne Stand zu Saarbrüten wöhnend, Pro- fura ertheilt hat, die erwähnte Firma zu zeichnen.

Saarbrücken, den 7. Juni 1872.

Oer Landgerichts-Sekretär Koster.

Konkurse, Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl:

Konkurs-Eröffnung. Königliches Kreisgericht: zu: Bromberg - I. Abtheilung. Den 31. Mai 1872, Vormittags 9 Uhr. Ueber das-Vermögen -des-Kaufmanns-Carl-F riedrich aon zu Bromberg is} der kaufmännische Konkurs erôffnet und der Tag dex Zahlungseinstellung auf den 7. Mai 1872 festgeseßt worden.

Qum einstweiligen Verwalter der Masse ist der Kaufmann

Adolf Thiel hierselbst bestellt. s T Gläubiger des Gemeinschuldners werden aufgefordert , in em au den 44. Juni 1872, Vormittags Al Uhr, in unserem Gerichtslokal, Terminszimmer Nr. 38 vor dem Kom- missar 7 Kreisrichter Plath, anberaumten Termin ihre Erklärungen und Vorschläge über Beibehaltung dieses Verwalters oder die Be- stellung eines andern einstweiligen Verwalters, so wié darüber abzu- eben, ob ein einstweiliger Verwaltungsrath zu bestellen; und welche ersonen in denselben zu berufen sind.

Allen, welche von dem Gemeinschuldner etwas an Geld, Papie- ren oder anderen Sachen in Besiß oder Gewahrsam haben, oder welche ihm etwas verschulden, wird aufgegeben | nichts an denselben zu verabfolgen oder zu zahlen; vielmehr von dem Besiß der Ge-

enstände

genst bis zum 22. Juni d. I+ einschließlich

dem Gericht oder dem Verwalter der Masse Pn eige, zu machen und Alles mit Vorbehalt ihrer etwaigen Rechte ebendahin zur Konkurs- masse abzuliefern. L und andere mit denselben gleich- berechtigte Gläubiger "des Gemeinschuldners haben von den in ihrem Besiß befindlichen Pfandstüen nur Anzeige zu machen.

Zugleich werden alle Diejenigen ;/ welche an die Masse An- pra als Konkursgläubiger machen wollen, hierdur< aufgefordert, hre Ansprüche, dieselben mögen bereits re<ti8hängig sein oder nit mit dem dafür erlangten Vorrechte, /

is' zum F. Juli d. J+ einschließlich / bei uns schriftli oder zu. Protofoll anzumelden und demnächst zur Forderut der sämmtlichen innerhalb der gedachten Frist angemeldeten

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orderungen sowie nach Befinden zur“ Bèstellung des definitiven

erwaltungspersonals j anf p 20. Fuli 1872, Vormittags ‘14 Uhr,

vor dem obengenannten Kommissar im Terininszimmer Nr. 38 zu erscheinen. i ; O i ;

I Wer seine Anmeldung \{riftli< einreicht, hat eine Abschrift der- selben und: ihrer Anlagen beizufügen. j

Nac' E ieses Termins wird geeigneten Falls mit der Verhandlung über den Afkord verfahren werden.

Jeder Gläubiger welcher niht in unserem Amtsbezirke seinen Wohnsiß hat; muß bei ‘der Anrieldung seiner Forderung einen am hiesigen. Orte. wohnhaften oder dur Praxis bei uns berechtigten aus» wärtigen Bevollinächtigten bestellen und- zu den Akten anzeigen.

Denjenigen welchen 4 A y an- Bekauntschaft-fehlt,\ (werden die Zust «Räthé Sthöpke Schüly“1l.j Geßlerj ‘Rosenkranz, von “Groddec

ießing-und die Rechtsanwälte Haenshke, Janisch und Joël zu Sach wältern vorgeschlagen.