1872 / 134 p. 14 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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HOTEL FORSTERBRAU. munax.

Waasserlanuben 185, Eingang auch Landstrasse müchst der Wasserpromenade und den PLGeGMERNER- £20 schöne, theilweise gegen Süden gelegene Zimmer, elegante Saal-, Restaurations- und Gartenlokalitäten. Bier aus eigner Brauerei, in- und ausländische Weine, zu allen Tageszeiten kalte und warme Küche. Table d’hôte um 1 Ubr. Aufmerksame

Bedienung, mässige Preise. z ; FEôtel- und Brauerei-Besitzer Joseph Fuchs.

=*“ Bad Neuragoczi bei Halle a. S,

viele cisenhaltige Natronsäuerlin e mit Stikstoffgasgehalt zu 99 Prozent, erseßt die Quellen von Marienbad, Homburg, Kissingen und Lippspringe. Inhalations - Einrichtungen für Brustkranke. Poöchentliche Kur für 50 Thlr. Die Soolbäder Kösen, Elmen, Wittekind, Colberg U. \. w.- deren Trinkquellen gleih dem Ozeanwasser und deshalb als {ädli< zu bezeichnen sind; brauchen jeßt ni<t mehr als Nothbehelf gelten, da

Neuragoczi so nahe liegt. Wo die Quelle ni<t warm is oder man das Gas in ihr sicht, sei überhaupt Jeder vorsichtig, der Geld zur Badekur ausgiebt. Die Direktion.

(a. 606/V.)

1 DBDrste K. K, priv. Donau-Dampfschifffahrt- Gesellschaft.

Eilfahrten

zwischn Wien, Pesth, Baslasch, Giargewo, Galatiz unè Konstantinopel,

e D bis auf Weiteres zweimal in der Woche. : Nach den Donau - Fürstenthümern , nah Odessa und Konstantinopel findet ab Wien wöchentlich zweimal direkte Güter- Expedition, nah allen anderen Richtungen tägliche Beförderung statt.

In Berlin jede wünschen8werthe Auskunft und Ausgabe von Original - Fahrbillets , so au< Uebernahme von Gütern bei unserem dortigen Vertreter, dem Kaiserlich Russischen Hof-Spediteur Herrn B. IGarmuth, Friedrichsstraße 94.

Wien, im Juni 4872. Die Betriebs-Direktion.

“D ebensverficherungsbank für Deutschland in Gotha.

1, Versicherungen im Jahre 1871.

Bestand am Anfange des Jahres 1871 36,392 Pers. mit 68,068,400 Thlr. Vers. S. Sugang im Laufe von 1871 2,9588 » und 6,451,400» p 2

Hiervon gingen ab: 39/350 Pers. mit 74,519,800 Thlr. Vers. S.

a) ‘dur< Tod... eeer reden 923 Pers. mit 1,582,000 Thlr.

b) dur< Abgang un 36 » » 752/400 »

1,269 » A S bleibt Bestand Ende 1871 33,081 Pers. mit 72,185,400 Thlr. Vers. S.

i _ Von diesen Versicherungen kommen auf das Königreih Preußen 22,819 Personen mit 41,127,000 Thlr. Versicherungssumme zu

ciner jährlichen Prämie von 1,410,104 Thlr. 24 Sgr. Unter den Preußischen Versicherten kamen im Jahre 1871 493 zahlbare Sterbefälle

mit 873,100 Thlr. Versicherungssumme vor.

Il. Rechnung auf das Jahr 1871.

Einnahme. Ausgabe.

Thlr. |Sgr.| Bf. Thlr. Sgr.

An Uebertrag aus 1370 17,229,660] 13 | 4 882 bezahlte Sterbefälle 1,457,000] An Hen von Versicherungen 2518/0271. 9.1 8 Versicherungen, bei Lebzeiten zahlbar - 2/000| An Zinsen von Ausleihungen 23 | 10 Le Dividenden 624/534| 15 An verjährten Dividenden von 1865 ...----- M1 Abgangsentschädigungen - i 47/277| 24 An An esderirog, des Banfkgebäudes 2123| 2 Rüerstattung auf Kriegsprämien 477| 10 An Agio und isfonto-Gewinn =9/ 18 8 fi 77,923| 8

An außerordentlichen Einnahmen 15 1 10 83,021] 6 2,287 | 24

Z E e s 18,252,709] 13 umma 1 05142831 | 10 | 10 [Il Summa ] 20574231] 10

III, Bilanz für den 31. Dezember 1871. M

Acliva. | Thlr. [Sgr.| Pf. Thlr. [Sgr.| Pf.

S

lel F

pn D] bi

86,447| 19 | 11 |} Unerhobene Sterbefallzahlungen

Kassebestand .….....-------------errtrerorrs 16/212,123\ 9 Unerhobene Dividenden

Aus leihungen

Vorschüsse auf Policen. .…..----------------- 913,103| 5 Kautions- und Stiftungs-Kapitalien i 10 |

Gestundete Prämiecnhälften 148,988] 14 Guthaben an Zinsen 188,334| 5 1 Prämienüberträge Le blind Guthaben bei Banguiers und Bankanstalten 490,399| 4 Ueberschüsse: Thlr. Pf. Guthaben bei den Agenten ..---------------- 174/581| 14 ir 1867 bis 1870 2,709,358 1 4 Werth des Bankgrundstücs 38,732| 3 ür 1871 889,793 16 11

Prämienreserve

h 3,599,152] 1_3 Summa | 18,252,709/ 13 | 1 Summa | 18,252,709| 13 1

Von den obigen B im Gesammtbetrage von 3/599/152 Thlr. Sgr. 3 Pf. wird zunächst derjenige für das Versicherung jahr 1867/68 mit 720,118 Thlr. 7 Sgr. an die Versicherten zurückgegeben und gewährt denselben eine Dividende von 37 Prozent, mit der Vertheilung bereits seit 1. Januar 1 begonnen worden ist.

Gotha, den 4. Mai 1872,

Das Bureau der Lebensversicherungsbank f. D.

M. 7131

PROSPECT.

780,000 Thlr. 5prozentige Prioritäts-Stamm-Aktien,

eingetheilt in

3900 Ftück à 200 Thaler,

Leipzig- Gaschwitz = FIGusclwiizer Fisenbahm-Gesellschaît,

konzessionirt durch Kabinets-Ordres vom 49, April und 2. Mai 1872,

“ina 0s E

Unter Mitbenutzung der Strecke Leipzig - Gaschwitz der Kömiglieh Sächslischen westlichen Staata- babm, deren Verwaltung den Betrieb der projektirten Bahn voraussichtlich übernehmen wird, s0oll dieselbe, ausgehend von der Station Gaschwütz ;, in sast gerader Richtung an den Städten Zwenkau, Groitzsech und Lueka vorbei auf Meuselwitz, Station der Altenburg-Zeitzer Eisenbahn, geführt werden, deren Betriebs - Eröffnung im Laufe dieses Monats erfolgen s01Il.

Bei den obwaltenden giinmstigen Terrainverhältnissen, welche weder grössere Erdarbeiten, noch bedeutendere Kunstbauten erforderlich machen, ist man in der Lage gewesen, das Zu emittirende AFtien-Kapital auf 1,300,000 Thlr. (780,000 Thaler in Prioritäts-Stamm-Aktien, 520,000 Thlr. in Stamm-Aktien) festzusetzen, Was auf die Meile Bahnlänge, welche 3% Meilen beträgt, in runder Summe 345,000 Thlr. ausmacht, so dass die projektirte Bahn eime der hbilligsten in Deutschland

en wird. M Die Ausführung des Baues der Bahn ist für das ausgeworfené Bau - Kapital durch den mit der Bau - Gesellschaft für Eisenbahn - Unternehmungen, Kommandit - Gesellschaft auf Aktien F. Plessner & Comp. abgeszchlossenen Vertrag gesiechert, j

Die bei Meuselwitz und längs der Strecke Menuselwitz - Altenburg gelegenen grossartigen Braunkohlen - Lager=- - Stätten, deren Ausbeutung in neuerer Zeit seit Beginn des Baues der Altenburg- Zeitzer Eisenbahn durch zu diesem Behuf gebildete Aktien-Gesellschaften in einer, dem hentigen Standpunkte des Bergbaues entsprechenden Weise energisch in Angriff genommen worden ist, (ackt Kohlen-Zweighahnen Zur Werbindung der Gruben mit der gedachten Bahn Sind theils vollendet, theils im Bau begriffen) sichern der projektirten Bahn bei dem starken Konsum des dieht hevölkerten Bahngebiets und der geringen Entsernung von Leipzig» desven Verbrauch an Stein- und Braun- Kohlen nach amtlichen Berichten im Jahre 1870 neben eimer Durchsfabhr von 4,002,000 Centnern 6,099,000 Centner betragen hat und bei der rapiden Zunahme der Bevölkerung von Jahr zu Jahr bedeutend steigen muss, einen

umfangreichen Kohblenverkehr., Jetzt sohon wird die Meuselwitzer Braunkohle, obgleich deren Preis darch den

weiten Transport Per Achse bedeutend vertheuert wird, in nicht unbeträchtlichen Quantitäken nach Leipzig verfahren; nach Ausführung der Bahn wird sie aber ausser allem Zweisel den Konsum der jetzt dort dominirenden Böhmischen Braun- kohle, der sie an Heizkraft völlig gleichkommt und die sie durch weit geringeren Prozentsatz des Aschengehalts an Werth übertrifft, in Folge der Billigkeit des Preises wesentlich einschränken. (Nach den erwähnten amtlichen Berichten stellte sich der billigste Preis für 100 Centner Böhmischer Wiürfelkohle franco Leipzig auf 16 Thlr., der höchste auf 25 Thlr., wogegen die Meuselwiizer Mittelkoble sich nach Berstellung der Bahn aus mur 9% Thir. sraneo Leipzig berechnet.) i Neben der Kohlenbeförderung versprechen: die rege entwickelte Industrie der vier an der Bahn ge- legenen Städte » der auf der höchsten Stufe der Kultur stehende landwirthschaftliche Betrieb des mit dem Namen der Aue‘ bezeichneten Bahngebiets , in dem sich Dorf an Dorf reíht, die von der Babn berührten Königlich

4,zoldenen glich S8ächsisech-Altenburgischen Staats-Forstein derselben &rosSe Transports

Süchsischen und Herzo

massen zuzuführen. : E F D Wir heben namentlich hervor: Groitzseh mit seiner in starken Progressionen zunehmenden Bevölkerung (125 pCt.

im letzten Zählungs-Triennium), einer massenhaften Produktion von Schuhmacher-Waaren und dem umfangreichen Bedarf an Rohstoffen sowie Versandt an fertiger Waare, die hedeutenden Ziegeleien bei Zwenkau , welche durch eime Zweighalhmn mit der Hauptbahn verbunden werden sollen, mit ihrem starken Konsum Von Meuselwitzer Kohle und fasf aus-

schliesslichem Absatz nach Leipzig, die zahlreichen Mühlen bei Pegau, deren Absatzgebiet vorzugsweise das sächsische-

Erzgebirge und Voigtland (via Groitzsch-Altenburg) ist , die grosSsartigen Sandsteinbrüche der Zeitzer Gegend mit:

Ï ; i 5 : S ; i öffnet wird. ibrem ausgezeichneten Material, für welche in Leipzig ein umfangreiches Absatzgebiet erò ? E iteclitei wir hierzu fernér einen beträchtlichen Personenverkehr, wle solchen einerseits die Dichtigkeit

der Bevölkerung (das Bahngebiet zählt zu den diehtest bevölkerten Gegenden Deutschlands) und

R I S N E E L E P S E E E E