1872 / 138 p. 9 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

| F das Amendement des Hrn. Freiherrn v. Hoverbe> noch ein anderes Bedenken, welches allerdin1s nit die ng seines Amendements betrifft, sondern die Fassung des Art. 1V.,

an den es sih ans{licßt. E weite Alinea des Artikels 1V. beginnt mit den Worten: erstellung Und Vervollstän- rverwaltung verbliebenen« wird, wie mir \{heint, eine Unge- n die ganze Frage getragen. Das Alinca 1 des Artikels disponirt über die Einnahmen aus der Veräußerung der Festungsgrundstü>ke, das zweite ea aut ie Festun-

¡ cine rein

Wiederher- lendet is? und

si{< schr

sind ; Und nan nicht daráti! geda<t atrifularbeiträ Einnahmen

be nun aber ge ebérs{<üfse L von 1871 eingetr id Gin

| x herunter zu seßen. Jh bin abéx dèr Meinung, der Art, wie ih t allein: ins Auge zu: fassen babe, sehr füglich dazu verwen dic legislativen F n be weil das Rechnungsjahr nicht mit einem it einer Unterbilänmz abschlicßt solhen Summen, die dur dergle @< fann deshalb nur wiederholen j daß i< dagegen) was dée bgeordnete im Prinzipe ausdrü>en will eine rithti seines Gedankens vorausgeseßt meinerscits nicht viel zu er finden würde. Jch finde aber in der Fass schlagen h daun eine

det werden können, illigt baben und

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fta

»Eine Ver Ausgaben » welche Faktoren

ußerung der ‘nach der.

digung der Festungen im Besiß: der einem Uebersch

Bestimmung feine De>ung hab lôfe erzielt sin

. w. Durch diese meine Rechtsunsicherheit i

entbehrlih werdenden voraus, daß die

rage der Entbehrlichfkeit abgeschlossen i roicder herg

estellt worden sind. 1 isl atsächlihe Frage, an die ja schr erhebliche Rechtsfolge ist der Moment cingetreten; wo die

ung, wie er' sie hier vors einmal seinen Gedanken nicht richtig: ausgedrüct, und odann chuierigkeit geschaffen, die, wie ih glaube, im Juteresse ciner der bcthciligten Faktoren , weder der Verwaltung ; no< eines der legislativen Faktoren ist. :

Auf eine Anfrage des Abg. Grumbrecht in Betreff der elnen Staaten zu überweisenden Entschädigun inaus. an die Familien der L stationen, antwortete der Staats-Minister

st cs, glaube

werden sollen: wann : oder Vervollständigung der Festungen vo ih wiederhole, es fnüpfen Rechtsgültigkeit im Falle eincs Rechtsstreites dur< die man die Bestim- Tage, wo der Verkauf stattfand, ver- ein Bedenken, das, wie ge- reihern von Ho- Kommiission.

assung der Kommission meinerseits no< haben, indessen, so wie se steht, glaube e im Allgemeinen als aufgegeben anschen zu können, und ih deshalb auf die Bemerkungen zu den gestellten Amen- dentents' bes<ränken zu fönnen.

Was nun das Amendement des bemerke ih zunächst zu seinem zw welcher fa des Artikels 70 der n Reichshaushalt aufzunehmen,« F Bestreitun

age olgen daran, {äfts bleibt ¿zur Erlediguu Beweis offen: war die einzelne Festung, au bezichen kann, an dem / : ndigt oder vollendet? Es is dies < ni<t gegen das Amendement des Herrn F verbe> ri<tet, sondern gegén die Fassung der

Ich würde gegen die F wéiter Bedenken zu erheben

der übcr andwehr-

den cin das geseßliche Maß männer geleisteten P Detbrüd>: | Herren! Zu dem von dem Herrn Ab

eotbnétèn ir Hár- nd weder der Königl g Ne H

sächsischen , no< von S cichés Mittel ittel'nii<t bewilligt waren.

diese Antwort cingebracht

burg bezeichneten Zwe> irgend ciner anderen Bundesregierung von! Seiten des zur ae gestellt) weil solche

Ferner:

Wenn mein Gedächtniß mich nicht trügh \o hinlänglih gegeben im vorigen Jahre, als das wurde, durch welches die Mittel bewilligt wurden zur Erstattung der Unterstüßungen an die Familien der Reservisten und Landwehrmänner. Es ‘ist damals, wenn ih nicht irre von dem Herrn Abgeordneten für Harburg selbst, jedenfalls aber von einem andern Herrn Abgeordneten ein Amendement zu diesern Geseh gestellt worden , welches dèn An sichten des Herrn. Abgeordneten für r dassclbe ist jedoch. hier von dem Bundest und der Reichstag hat es abgelchnt.

Art. VII. lautet: Ueber die dem chemáligen Norddeul- cit des Artikels V1. dieses Gesehes zu- Wege des Reichsgeseyes ver

Der Abg. v. Wedell-Malchow beantragte; hinter dem »wird« einzuschalten: »soweit dieselbe nicht zur De>uüng der von 1870 und 1871 veranlaßten ung der füñf- "von 1870 zu

laube mi

errn Abg. Lasker anlangt so citen Theile, nämlich zu demjenigen innahmen sind na< Maßgabe e Bestände in den näch- des: Der Artikel 70 der aller gemeinschaftlichen Ausgaben e etwaigen Uebershüsse der Vorjahre; sowiec« U. st. w. fel 70 selt also, abgeschen natürli< von den Einnahmen 1 voraus, daß das vo ofen: hat, mit einem apitel des Etats, sondern mit einem Ucber- sind Ucber- veräußerten

ung als verfügbar

ung sa

Dér Arti aus der laufenden Verwaltun mit - einem Utebershuß ab blos: bei cinem einzelnen \{uß: Überhaupt, denn nur unter dieser Vorau

üsse der Vorjahre denkbar. Es würden Erlöse au en in dem Etat natürli<- unter den Ueberschlüssen nerhalb dessen die Verkäufe einem Ueberschuß abschließt, ershuß begriffen sein und Weénn indessen b ‘des Artikel 70 als versügbace Besiände trifft diese Bestimmung Herr: Abgeordnete der Mc gebucht wérden - t einen Defizit abschließen, n den nächsten sicht; so würde

entsprochen: haben: würdé7 s aus bekämpft worden egangene Jahr bershuß nicht \{èn Bunde in Genäßhei fallende Einnahme wird im stungs8grundsiü ; l deinen, wenn das Rechnungsjahr; in ttgefunden haben, überha

Rn) T durch den Krieg e

außerordentli<hen AuSgaben und: zur Til prozentigen Anleihe des Norddeutschen Bunde verwenden ist.«

Der Abg. v, Hoverbec> \te

t mit nn würden Ueb in diesem Ucbershuß nag wird, daß sie na< Maßgabe d j ewiesen werden sollen, so glaube ih ni<t zu. Jch weiß nicht, ob der diese Verkaufserlöse besonders gebu Abs{<luß auch

gewiesen werden.

: All llt hierzu das Unter-Amendement, die. gesperrten. Worte- zu streichen. ir

inunqg ge? wesen ist da und daß sie, mag | | nen doch: als Uebershüssé aus der Verwaltung des. Vorjahrs jenommen werden sollen. Wäre das seine A / daß man damit zu einer klaren und ri<tigen wäre das aber nicht seine" auf Artikel 70. ni<ht das aus) nach meiner Ansicht bei der e vorhin aus- | kommt; . das ist; verkauften Grundstücken erwachsen, und daß ihre Verwendung, sei es in der Weise, Jhrer Genehmigung unterliegt. v. Wedell s Amén-

Delbrück äußerte hierüber: hrer' Konunission g | welche’ ihr inendements des Herrn

Der Staats-Minister Meine Herren! Jh habe bei der Berathung egen den Artikel 7 diejen err Referent so eben bei Erò bgeordneten von Wedell-Malchow besprochen hät. Jch habe nah dem Gange der Kommissionsverhandlungen e daß dieses. Amendement: diejenige lebhafte L Herrn Referenten finden würde; die sie gefunden hat? denn: ih bin’ davon ausgegangen, und ich glaubte): dazu: berech i; 1 dur<: dieses Amene dement ausgcedrü>t werden sollte, in der That der Gedanke der Köm- mission war: Jch: hielt mich um so mehr: dazu auses, in der Winterséssion

j en Einwendungen erhob O. aiaú terung des A einrihiung nicht kommen würde; \o glaube i><, drüd>t die Bezugnahme was sie ausdrü>en will, das, worauf es hier vorliegenden ro<en habe, für die Einnahmen, d nachgewiesen werden; oder in der andern Dies glaube i ügend ausge ement zur Annahme empfehlen.

Auf eine Replik des Abg. Lasker erwiderte: der Staats-

Delbrü: en Prinzipien, die der Herr Ab eordnete für Meiningen eben entwid>elt hat , könnte ih mi< inm erflären. Die Eisenbahnen habe i< ni<t als ein-spezifisches Weésén ichnet, auf welches allein- dasjenige zu beziehen sei, was" das Alinea des Kommissionsentwurfs ausdrü>en will; - ih" habe als Beispiel bezeichnet, und ih würde gar ni<t Anständ nehmeny rkennen, daß Ver ausdrüd>te; nicht im gew sondern wirkliche t 4 den. T< habe nur darauf hingewiesen ; da sehr {wer und namentli< Über weit hinausgehend ansehe, jeßt ein bestimmt f fest: zu ctabliren. Der Herr Abgeordnete Meiningen hat jeßt näher erörtert , was er unter der auf den Art. 70 der Reichsverfassung gemeint hat. Jh glau er immerhin im Interesse seines Gedankens doh gut“ thun würde, ihn in einer andern allen Umständen, Ï Gedanken hinaus, l ; erst im zweiten was der

entlich nicht geglaubty nfechtung. von Seite

e in der Begrenzung, wie ih

ie gesebgebenden Faktoren an

tigt zu sein; daß Gedanke r berechtigt, als in beiläufig {hon henden-Punfte, nämlich die kam und damals von einer W civo werden kann, daß sie nicht Rechte des Reichstags hielte, von dem- Abgeord- neten für Rudolstadt, bemerkt wurde:

»Es licgt mir insbesondere no<h daran; aus. denen sonst möglicherweise ein Konflikt zwischen der ler-Amtes-und des Reichstages entstehen- könnte. erung, in Bezug auf: das Retab fugt, ohne Weiteres aus den

orräthe - von- Kleidung; Waff \ben, wieder her

der leßten Session des entliche der - hicr: in Fra e: des- Retablissement welcher gewiß nichts: vorgeiworf

in dem Amendement des Hrn. A

und ih fann JThnen daher nur der wée}

tig; auf die

wei Punkte klar zu llgemeinen einverstanden

E E

<t des.NReichskanz <: halte. die 1 Heer wohl für Kriegsdentschädigung -die L wie sie vor dem Kriege bestan die Regierung aber n vermehren, U.. \.

lissement

Munition, l ustellen, ih halte iteres für besugt, diese Vorräthe zu

4 WA s ist also damals. von dem eben bezeichneten Herrn Abgeordneten t auh7 wie- ih glaube, in der cine: Kriegsentschädigung de, was davon, ab- zu: bestreiten ist, das herstellung des Status quo bestanden. Das Amendement giebt als was-- im Kredit] Es heißt: da: »Der die- durch die angeordnete Mobil führung: entstehenden außerordent- verwaltung -zu- bestreiten.«

die danials- au höhéré Summen, J<h

enj die; wie der en Laufe der Verwaltun Finanzoperationcn darstellen; ebenso behandelt wer- ih es-an und für si< ber den Rahmen der vorliegenden Vor- ormulirtès Pri

Abgeordnete sich vorkommen,

das anerkannt, was in. d

Sache: liegt, Lenilid:. Bad

L8 ges

Natur der aß, wenn gezahlt wirds 3 ehen von den K etablissement ist, also- die wie -er vor Ausbruch des. Krie tan nach, dieser. Seite weiter nihts wieder; : ahre 1870 ausdrüd>li< bestimmt ist.

in dieser Beziehung JORtegen l

ezugnahime

er Ausdru> ändnissen un schon weil die Uebers<

auszudrüden ; wie ih glaube; zu Mißvi

hrt unter chi über i e) von Jahre im Etat in Ein- Herr Abgcordnete Einnahmen nicht verfügt w der legislativen Faktoren; das gebe i< ihm nit finden, daß es nothwendi

derliche Kategorie lten; weil cin

denn auch ebe vom | ndesfanzler wird ermäch Armee und die en der Militär- und Marine fommt dann weiter die: Kredithewi 120 Millionen gestellt wurde Un abé also, wie ges ie dirckt- dur< de / aßt } aben;/- die zum“ Rétablissement' dér Armeeer es Rei@hsgescpéS

der Art. 70 sprí estellt werden. meinte Las nämli

diesen Ei

gegeben hatte ; die Ma

eigentli erben soll ‘in- im Pri Lal aus Bir ha- bers<üsse herunterzuseßen; - der Beweis

ih über di päter au Saß, daß über die A d, Und ferner über ee erforderli std; zu- verfligén“ sei

falls zu; nur fann 1 cine ga

Elgisjahr Us

Neigegel gi danou al d also n ur! cihsgesc t Und so viel gros und für das

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| dei d VIE Bega festzustellen sei: Der Krieg hat

ement ist so und foviel exforderlih. J< bin davon ausge-'

gangen, daß dies einfah im Wege der Rechnungsablegung Lcbzurei n sein werde, ein Weg! bei welchem ja Bundes- rath und Reichsíag mitzusprehen haben. In ganz gleicher Meise is wie ih beiläufig bemerken will, in Preußen 1866 verfahren worten. Jh habe also wie gesagt, nicht ge- aubt, daß dieses Amendement eine so lébhaste Aufechtung finden werde; ih nchme indessen Aft davon, daß der Herr Referent und einen Widerspruch aus dem Hause habe i< bis8her in dieser Beziehung bc gehört konstatirt O daß dieser Artikel VII. keines- wegs die Absicht habe, an demjenigen, was sonst feststeht, irgend eiwas zu ändern, daß er alles Bestehende als fortibestehend vorausseßt. g das die Meinung, die mit dem Artikel VIL verbunden ist, so ann i, wie ich glaube, mi< mit dem Artikel V1]. beruhigen; ih i e dann aber allerdings darauf Werth zu legen haben, daß der Artikel VIl1. ganz so bleibt, wie er ist, und daß nicht die Einschiebun erfolgt, die dur< das Zusaßamendement des An Abg. v. Hoverbe zu ps Amendement des Herrn Abg. v. Wedell - Malchow bezwve>t wird. Ueber Art. IV, der Negierung8vorlage , dessen Strei- ung die Kommission beantxagt hatte nahm der Bundes- onmmissar Major von Lettow das Wort:

Meine Herren! Gestatten Sie mir zunächst, gewissermaßen zur Rechtfertigung des Verfahrens, das der Herr Beritterstatter so eben angegriffén hat, Einiges zu erwähnen. Es ist \eitens der eben er- Blhilten riegSverwaltung bei der Vorlage, die den Kadettenhaus- neubau b gar nicht der Gedanke agene daß diese Due ! ng etwas anderes sei oder anders zu rubriciren sci/ als die übrigen n der Drucksache Nr. 22 geinachten Forderungen. Es handelte sich, nah Ansicht der Kriegsverwaltung und es ist ja in dem erften Vortrage des Herrn Referenten heute bestätigt worden bei der ganzen Doraos Nr. 92 der Dru>fachen, ja im Wesentlichen darum, erstens über die perwendeten oder no< zu verwendenden Beträge der legen Gans Beschluß zu fassen, zweitens aber klar zu wer-

n, welche Beträge demnächst noch zu vertheilen und in wel<hem Mapß- ftabe sie zu vertheilen seièn. Es war also aus Ligen Grunde nur gewissermaßen anzumelden so wurde es aufgefaßt also anzu- melden Dabjenige, wadqut Baewung nas nicht gelangen könne ; deswegen sind di Ls r Me Militär-Erziehungs- und Bildungs-

sen, für den Bau u des G: B für Erweiterung des flag dr inisteriums gerade Lo au getalt orden, wie die jept lirten Positionen in dem Art, 1. des Ges ehes. Als nun, meine erren, der Wunsh kund wurde, namentlich in Bezug auf den adettenhaus-Neubau detaillirtere Anschläge zu haben, detaillirtere Auskunft zu erhalten, da, meine Herren, ist diese ofort und bercit- willigst ertheilt worden, einmal in Gestalt der näheren Motivirung, welche dur die Denkschrift eriolg! ist, und gene Pläne vorgele? sind, welche einen Ueberbli> über das Ganze ge- währen die ferneren Angaben darüber; wie weit die detaillirte Ausarbeitung des Projekts bereits erfolgt ist. Meine Herren! Daß andere Pläne als die der Kasernen, namentli< Spezialpläne, noch nicht fertig sind, das licgt eben darin, daß wir zunächst ja nur für die ersten Jahre Spezialprojefte brauchen, namentli für die soge- nannten Kädettenkasernen. Aber, meine Herren, in Bezug auf diese ist jedes Detail bereits festgestellt, es sind die vollständigen, nicht Kostenüüberschläge, sondern Kostenanschläge bis ins äußerste Detail so weit fertig Sep daß wir jeden Tag, wie in der Denkschrift erwähnt ist, mit dem Bau anfangen können, wenn die Mittel bewilligt sind. Daß man bei einem großen Bau welcher fünf Jahre dauern soll, bereits jeßt die leßten Anschläge fertig haben sollte, das ist ja vom Hause aus nicht beabsichtigt weil es darauf zunächst ja gar nicht in dem Maße ankommt. JT< mcine also, es wird das Verfahren der Kriegs verwaltung seine Entschuldigung finden können in dem, was ih mir erlaubt habe darzulegen.

Es liegen zwei Amendements vor, welhe, na< Ansicht der Re- gierung; beide sehr dankenswerthe Verbesserungen zu dem Kommissions- vorschlage enthalten, die Anträge der Herren Abgg. v. Behr und Graf v. Rittberg. Dex Unterschied wischen den beiden Amendements ist glaube ih, im Ganzen ein sehr geringer. Es hat der Herr Abg. v. Behr die Gesammtsumme, die für den Bau gefordert is, in sein Amendement aufgenommen und hat in dem ersten Alinea den Schluß- saß binzugcfügt: »Die später erforderlicen Summen werden in die Reichshaushal1s-Etats aufgenommen, « /

Der Abg. Graf Rittberg hat die Gesammtsumme in das erste Alinea nicht aufgenommen, hat aber denselben Zusaß. Jh meine wenn diese Gesammtsumme aufgenommen wird, wie es. der Herr e Uba, v. Behr gethan hat, so wird dadur ein Verfahren hergestellt,

welches dem zu Art. 1 angenommenen Verfahren entspriht, und | namentli dem Grundsaße, den der Herr Referent ausgesprochen hat,

daß nämlich die Zurdispositionstellung solcher Sümmcn nichts weiter heiße als daß der Reichskanzler ermächtigt werde, dic betreffende Position aus den bereitesten Mitteln der Kriegsentschädigung zu entnchmen, daß aber über die Verwendung dieser Mittel im Detail der Reichstag zu be- {ließen habe, weil dur< das Gescß vorgeschrieben is daß dic Mittel im | Detail durch den Reich8haushalts-Etat gehen sollten. Jh wiederbole also, im Wesentlichen ist der Antrag des Hrn. Abg. v. Behr, sowcit er die Aufnahme der 2,400,000 Thlr. aus)priht, cutsprehender dem ersten Theile des Geseßes. Dagegen hat der Antrag des Abg. Graf Rittberg den Vorzug, daf er die vexbältnißm ißig kleinen Summen für diz Erweiterung der Voranstalten Wahlstatt und Oranicnstein mit

E aufnimmt, und aus diesem Grunde, und weil die Fortlassung der

Gesammtbausumme nicht für erheblich erachtet wird, glauben die Re-

indem diejenigen: |

gierungen dem Amendement des Abg. Graf Rittberg den Dorgug eben zu sollen, wenu der Hr. Antragsteller niht etwa au< noch O Ge aufnimmt, worauf aher kein erheblicher Werth zu legen ist. _ Gegen die Resolution des Hrn. Abg. Graf Rittberg, auf mög- liste Ermäßigung der Baukosten zu wirken, würde ein Bedenken nit vorliegen, denn dasselbe Streben hat die Militärverwaltung von Anfang an gehabt und die lange Zeit, welche die wiederholte Um- änderung der Projekte in Anspruch genommen hat, um hei dem Bau der Kasernen; deren Pläne Jhnen vorliegen, selbst Kleinigkeiten zu sparen, dürfte ein bestimmter Belag dafür sein. Jch glaube also; daß da die Militärverwaltung dasselbe Ziel verfolgt, gegen die Annahme der Nesolution fein Bedenken obwaltet.

Nach dem Abg. von Behr ergriff der Staats-Minister General Graf von Roon das Wort: Meine Herren! Jch habe nur wenig zu sagen; i< möchte Sie

. nicht lange mit ciner Frage aufhalten, die jo klar und durchsichtig ist,

daß sie weiterer Erläuterungen nicht bedarf. Jh kann nicht läugnen, daß cs mich geshmerzt hat, als ih aus der Zusammenstellung ge O und durch meine Kommissarien erfahren habe, daß der Art. VU[, wie er nah den Beschlüssen der Kommission heißen würde y legt zum Streichen bestimmt war; ih habe gemeint, daß dies vielleih einer fehlerhaften Operation von Seiten der Militärverwaltung, wie mi< denn au<h der Herr Referent darüber in diesem Sinne zu belehren versucht hat, zuzuschreiben wäre. er Herr Major von Lettow hat Ihnen bercits gesagt, warum in diesem Falle die Vorbereitung des Postulats nicht gründlicher und ausführlicher geschehen ist, Und ih fann nur wiederholen, daß dieselbe Forderung nach Anschlägen, na< Detailplänen, nach Zeich- nungen und so weiter eben so gut verlangt werden könnte für alles das, was Jhre Kommission zu bewilligen Jhnen vorgeschlagen hat. Es is das in dem cincn Fall von Jhnen nicht verlangt worden, in dem andern ist es verlangt worden. Nun kann ich nicht glauben, daß die Verweisung auf das Pauschquantum, welche in der Kommission versu<t worden ist, ernsthaft gemeint ish denn wenn ih nicht irre, so ist gerade U Hinweisung auf das Pauschquantum von einer Seite gerounen, auf welcher gewöhnlih die größte Verwunderung darüber ausge- \prochecn vird, daß die Armee besteht und erhalten wird ledigli durch das Pauschquantum, weshalb man auch geneigt ist, dort an- Plleieny die Militärverwaltung verschaffe si noch hier und da ge- egentüich unerlaubter Weise eine Birne füc den Durst, was zu er- weisen, allerdings bisher ni<t gelungen ist. Wenn Sie die Anträge auf Davilligung von Summ die Erweiterung des Generalstabsgebäudes und des Kriegs- ministeriums in diesem Jahre nit genehmigen wollen, fo wird daraus fein Nachtheil erwachsen, weil leider die Vorverhand- lungen mit den betreffenden Ressortchess8 soweit ned nicht gediehen sind, daß i< Ihnen versichern könnte, es kann in diesem Jahre no< ebaut werden; bloß weil Sie den Daumen auf dem Beutel halten- ann nit gebaut werken. Jh verzichte daher unter dem Vorbehalt; äterhin die Mitwirkung des Reichstages für diese Zwe>e in An- rud zu nehmen und zwar in der bestimmten Erwartung, daß man mich dann nicht ahselzu>end auf das Pauschquantum verweisen wird.

Was den anderen Bauzwe> anbelangt, von dem bereits hier längere Zeit gesprochen worden ist, so würde Paggen in diesem Fall cie Verweigerung eine wesentliche Schädigung und Benachtheiligung in ny \{licßen. Die Fortdauer und Erweiterung der Kadettenanfialt í eine Nothwendigfket, eine Nothwendigkeit für die Armee, folglich für das Vaterland. Die Verweigerung der Erweiterung ist natürlich eine Schädigung der Interessen des Vaterlandes, aus eben diesem Grunde. Es ist bis ep noch nit behauptet worden, daß dic Armce der Hülfe eneeen önnte, welche ihrem Offiziercorps aus den Kadettenhäuscrn zuwächst.

Noch in diesem Augenblicke, troß des großen Zudrangs aus allen Klassen zum Offiziers.candey der sich während des Krieges und nah dem Kriege eingefunden hat, ist es nicht. gelungen, die gelichteten Reihen ganz auszufüllen. Es fchlen allein in Preußen ctwa 600 Of- {liter und, meine Herren man mag prinzipiell über die Nüßlich- keit Und Nothwendigkeit dieser Anstalt denken wie man will, die Er- fahrung hat sie absolut für si< die Anstalt hat schr gute und zwar eine große Zahl von schr guten Offizieren geliefert, die dem Vater- lande die erspricßlihsten Dienste geleistet haben. Das ish glaube idy E gewagt, noch weniger emphatische Acußerung, das ist die

ahrheit.

Wenn also, wie dex Kommissionsantrag zu wollen s{ién,, alle Mittel zur Erweiterung des Kadetten-Corps verweigert werden » #0 wird die Vexantwortlichkcit dafür nicht die Militärverwaltung en sondern diese hohe Körperschaft, wenn sie cinen solchen Beschluß sajsen sollte, was ih ni<t erwarte.

Im Uebrigen mürde, was die prinzipiellen Gegner der Kadetten- Ansiälten betrifft, den Wünschen derselben dadur in. keiner Weise

enügt werden, vielmehr würden die vorhandenen Anstalten fortbestehen, jo unzureichend und unvollkommen, wie sie sind. Ob das zu ver- antworten is daß man eine große Zahl von jungen Leuten ferner zusammenhäuft in einer dicht bevölkerten Stadt, an dem Brodem eines übelriedenden Wassers, ob'' das namentlih auf die Länge zu verantworten ist: das mögen Andere entscheiden. Jch meinerqeits be- baupte, es ist zu beklagen, daß es nicht {on früher möglich war, die Verlegung der Anstalt herbeizuführen Die Unzulänglichkeit der jeßigen Lofalitätcn, sowobl nach dem Raum als nach der Beschaffenheit, ist Jhnen bereits dur die Denfks4rift dargethan, und ich s aud der Herr Ab» geordnete Graf Rittberg hat einige Werte darüber gesagt , die i

Ubrigens nicht genau zu vernebmen im < tande war. Jch mag nih lauben, daß der Reichstag alle Zweckmäßigéeitsgründe außer Acht assen will, Und noch weniger, daß hier im Reichstag jemals cin Be-

eine Herren, Summen für