1872 / 139 p. 18 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Nakél, ! Thorn ; Terespol , Warlubien , Czerwinskf Danzig - Elbing, Ko imon Sdmigsbe i a und “bitubnen nah Breslau; nit mehr übte Kreuz E oln. Lissa und | über Brom 5, uni R SH ren:

. Bromberg den Glogau , / von Königliche Direktion

_ Vefoudere Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger. „F 24 vom 15. Juni 1872. i

Inhalts - Verzeichniß: Chronik des Deutschen Reiches. Zur Geschichte der Turniere am brandenburgisch - preußischen Hofe. V. Die Apotheken der älteren Zeit, mit besonderer Rücksicht auf die älteste kurbrandenburgische S H L. 9 E idt und Land. V. Die Provinz Hessen-Nassau. V1. Die Hünengräber der Altmark. Moriß von Schwinds Fresken im Landgrafen-

lat von dem genannten Tage an die direkte As T respol, Warlubien, zerwinsk, Danzig, und Eydtkuhnen na< Posen , von Thorn nach Rawicz 7 von: Thorn D nzig und Königsberg na

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Privilegirt dur Allerhöchste Kabineis-Ordre vom, 3. April d. I.

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[M. 752]

Wir haben mit dem heutigen Tage unsere Geschäfte begonnen.

Zu unserem Geschästskreis gehört vornehmlich die Gewährung von kfündbaren und unkündbaren Darlehen auf Liègenschaften ‘und Gebäuden, der Erwerb und die Beleihung hypothekarischer Forderungen, die Vermittelung jeder Art hypothekarischer j Geshäftef Añüahnm@® von Depositén und Vermittelung aller Arten von Bankgeschä ten. M

Unsere Bureaus befinden si< Fricdrihs-

Berlin, den 15. Juni 1872. E Die Direktion. ertheim. Abegs-.

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agdeburg: Halberstädter Eisenbahn-Gefellschaft.

[M. 757]

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: n jep t ab ¿ine direkte Billet- und Gepâs edition zwischen | Me E

d Ban unserem ea Brlssele M ibren Ostende, ais und London andererseits" tendal-Hannover

seits und déa Stationen Lüttich Brüssel, Antwerpen, Ostende, Parte, ; ine für die..ganze Reise-Stre>e. auf die 1, Klasse; f Zur Ausgabe“ kommen in der Richtung-von Brrlin 3 á’Arten Billets, wovon die eine. f U e Pn O L ceeit vine“ Lo tägig

tung wg die andere dagegen, ubm? Berlin: bis Œölm:auf dix 11. Klasse, von da ab A I. Klasse lautet. Die B1 ts y E Ee BE ige i erechtigen. nußung jedes fahrplanmäßigen Züges, die Billets 1.‘Klasse also au< zur Benußung de. SLprep- ues, ie eise “ann innerhalb -Gülligle i A e cie guf jeder Couponstiation (Hannover, Düffelborf, Coïn/ Aachen a.) unter- omen Wer R L ndbr et büibie 29 i iner Couponstation expedirt, G Das f wird_na< Beliebe ‘Rei entiveder direkt bis zum Bestimmungsort, oder nah einer Soupon exp Das epa win nat Aen i nto

; ¡llen! Wird \ eigewicht gewährt. ; L In beiden S rbon bestehen außerdem auch Billets über Rotterdam-Harwich mit 80 tägiger Gültigkeit.

Nach London bestehen außerdem auc Df, "Maigdehurgj ten. 1. Juni 192. as

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Direktorium.

er Eisenbahn-Verbaud.

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‘dié S lationen Aae weiler, Düïen, Bonn, Coblenz und Boppar w sen Berlin Se Bahnhof) einerseits und den Sk: Machen, Stolberg, Eo E Hre V T A A ( ; nt 2! agzntia aao eA

andererseits findet von_j t an eiñe direkt! “Persouen- und Seväckbeförderung über "ten

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Sier folgt die besondere Beilage

Artikel, welche in der woöchentlih erscheinenden »Besonderen

gen mie

\saalc der Wartburg

Die Vierteljahrs- Hefte des Deutschen Reihs- und Ms Preußischen Staats - Anzeigers bilden eine Separatausgabe sämmtlicher

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ge« des Deutschen Reichs- und Königlich

reußischen Staats - Anzeigers

publizirt werden. Es können demgemäß vom 1. Juli d. J. ab die einzelnen Nummern derselben entweder wöch entl ih oder in ein Heft gesammelt vierteljährlih dur< alle Post-Anstalten und Buchhandlungen für den Preis von 7, Sgr. pro Mei meteliobr bezogen wer e

Chronik des Deutschen Reiches,

au F Juni. Sachsen-gothaisches Gesetz, die Fortbildungsschulen etreffend.

4. Juni. Gesetz, betreffend die T der Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen Elementarschulen in Elsaß-Lothringen.

6. Juni. Der Fürst von Walde> trifft nach längerer Ab- wesenheit aus Jtalien in Arolsen wieder ein.

7. Juni. Die Telegraphenlinie zwischen Emden und Eng- land wird durch ein Telegramm des Kaisers an die Königin Victoria eröffnet.

8. Juni. Der gothaische Spezial-Landtag wird vertagt.

9. Juni. Der Fürst von Schwarzburg - Rudolstadt trifft zum Besuch am Kaiserlichen Hofe in Berlin ein.

Weihe der den Fahnen der me>lenburgischen Truppen verliehenen Eisernen Kreuze und Fahnenbänder in Schwerin.

10. Juni. Der preußische Landtag wird mit seiner Zu- R zum 21. Oktober vertagt.

y cihegeles / betreffend die Entschädigung der Jnhaber verkäuflicher Stellen im Justizdienst in Elsaß-Lothringen.

12. Juni. Der gemein|\<aftlihe Landtag für die Herzog- thümer Sachsen-Coburg-Gotha tritt in Coburg zusammen.

Zur Geschichte der Turniere am brandenburgish- preußischen Hofe. Ÿ. (Vergl. Bes. Beil. Nr. 22 vom 1. Juni d. J.)

Das Turnier auf der Os bei S<hloß Fürstenstein am 19. August 1800.

Wer auf einer Reise in das Riesengebirge das auf dem Wege von Schweidniß nah Salzbrunn liegende Schloß Fürsten- stein der Grafen Hochberg besucht, dem wird von dem Führer auch jeßt no< der »Turnierplaß« neben der alten »Vorstin- burg« gezeigt, wo König Friedrich Wilhelm I[I. Kampf- rihter gewesen und die Königin Luise die Sieges- yreise vertheilt hat. Längst sind die Schranken und Lri- bünen, welche den runden , jeßt von hohen Hecken einge- \{lossenen Play umgeben, vershwunden ; nichts erinnert mehr an die Pracht, welche si einst hier entfaltete, aber das An- denken an das »yFürstensteiner Turnier« hat sih in der ganzen Salzbrunner-Gegend schr lebendig, zum Theil sagenhaft ausges<hmü>t, no< heute erhalten. Der nachstehenden Schil- derung des Turniers liegen mündliche Mittheilungen des ver- storbenen General-Adjutanten, Generals der Kavalleri (, Grafen von Nostig, der diejem fürstlichen Ritterspiel seinen Eintritt in die Armee verdankte, zu Grunde.

König Friedrih Wilhelm Ul. machte im August 1800, dem dritten Jahre seiner Regierung, eine Reise nah Schlesien U den großen Manövern bei Schweidniy und Neisse, um die Truppen der \{lesishen Jnfanterie- und Kavallerie-Jnspektion zu sehen. Die Abreise aus Berlin erfolgte am 14. August und zwar in Begleitung der Königin Luise und des Prinzen Heinrich, Bruders des Königs. Am 17. besuchte das Königs- paar die Ruine des Kynast, am 18. das Bergwerk bei Welß- stein und langte am 19. in Fürstenstein an. Auf die Kunde von der Reise des Königs nah Schlefien, hatten die s{lesishen Stande8herren mannigfach berathen, wie si< die Anwesenheit des Allerhöchsten Paares würdig feiern und der Freude dar- über Ausdru> geben lasse. Man kam überein, dem Anerbieten des Grafen Hochberg, bei Fürstenstein ein festlihes Turnier, Caroufsel unlî Ringelftechen zu veranstalten, den Vorzug vor allen andern Plänen zu geben und die Grafen Sandreßki, Burghaus, Kallenberg, Hugk, Stolberg-Wernige- rode und Nostiß, so wie die Freiherren von Richt- hofen, von e Bérinsiaitu von Mutius traten zu einem

Komite für die Veranstaltungen zusammen. Graf Hochberg

hatte die in Trümmern liegende alte Vorstinburg, die seinem Prachtschlosse Fürstenstein nahe gegenüber lag, zur Wieder- aufrichtung eines burgartigen Gebäudes, mit Beibehaltung des äußeren Charakters einer Ruine, benußt, im Jnnern aber wohnli< eingerichtet, und machte diese zum Ausgangspunkt für das Tur- nier, für welches eben jener no< vorhandene runde Plaß ein- eebnet wurde. Aus allen Theilen der Provinz waren die tande8herren mit ihren Familien hon mehrere n vorher herbeigeeilt, um den Proben und mannihfaltigen orberei- tungen beizuwohnen, welche das Fest erheischte, und am Tage selbst zählten die von Breslau , den umliegenden größeren Städten und aus dem Gebirge herbeigeeilten Zuschauer nach Tausenden. Der Turnierplaß war an Stelle der jeßt vor- handenen Hecken mit einer, in 7 Bankreihen amphitheatralis< aufsteigenden Empore umgeben, zu deren Aufrichtung man bei dem beschränkten Raume des Rennplazes, sogar über eine Fels\hlucht hatte wegbauen müssen. Die Majestäten kamen dur< Wald und Schlucht, so daß fie von allen diesen Veranstaltungen nicht cher etwas sahen, bis der Reiscwagen unmittelbar vor der alten Burg erschien, auf deren Wartihurm das Wappenbanner der Grafen Hochberg, von einem eisengepanzerten Reisigen mit gewaltiger Hellebarde bewacht, wehte. Als die Pferde des Königlichen Reisewagens aus dem dunklen Waldschatten hervorkamen, gab der Thurm- wart ein Signal, welches sofort im Innern der Burg wieder- E wurde. Dem mit der Qugbrücke verschlossenen Burg- hore gegenüber war ein Balkon für den König und die. Königin errichtet, an wel<hem der Wagen vorfuhr. Als die Majestäten auf demselben Plaß genommen, senkte sich die Zug- brücke und ein Herold in glänzendem Wappens<hmu>, von Trompetern begleitet, erschien mit der Frage, wer die vor der Burg scines Herrn erschienenen Fremden wären. Ein auf dem Balkon stehender Herold mit dem Königlichen Wappen auf seiner Schaube, antwortete ihm. Nun ritt der Hochbergsche Herold in die Burg zurü>k, um Meldung zu thun, worauf dann der Burgherr selbs, von 8 Rittern und 16 Knappen gefolgt, über die Zugbrücke vorspréngdte, vor dem Balkon seine Lanze senkt, und seine Freude aussprach, seinen Rittersiß von Königlichem Besuche yeehrt zu schen. Um dieser Freude Ausdruck zu r erbat er si< die Erlaubniß, vor den Durchlauchtigen Gästen ein Ringelstechen und ritterliches Turnier aufführen zu dürfen, zu welchem bereits alle Anstalten aetroffen seien. Auf die ertheilte Erlaubniß begaben sich die Königlichen Herrschaften, von dem Jubelrufe der Kopf an Kopf gedrängt stehenden Quschauer begrüßt, in die für fie bestimmte Loge des Amphitheaters, worauf der festliche Einzug der Ritter, sowie des ganzen Gefolges von Herolden, Knappen, Wärteln, Bannerträgern, Reisigen und Knechten erfolgte. Die Kostüme waren die des XIV. Jahrhunderts. Bei {önstem Wetter begann dann na< dem feierlichen, von Trompetengeschmetter und Paukenwirbel begleiteten Einzug, das Caroussel. Graf Hochberg selbst gab das Zeichen dazu, indem er sein Banner vor der Königlichen Loge aufpflanzte und Fanfaren die Ritter in die Schranken riefen. Außer dem ala ky wurde au< Caroussel geritten, und endli<h vier der Ritter als Sieger mit Ehrenpreisen aus der E der Königin beschenkt. Jeder vom Herold profklamirte ieger ließ si< vor der Königlichen Loge auf das Knie nieder, um den Preis in Empfang zu nehmen. Zwei erhielten goldne Medaillen mit den Brustbildern des Königs und der Königin an göldenen Ketten. Zwei andere silberne, an einem R Bande um den Hals zu tragen. Nach Beendigung des Ca-

roussels wurden die Majestäten von der sämmtlichen kostümir-

ten Ritterschaft auf das- Schloß geleitet. Am Eingange des- selben bildeten die in Reihen zu beiden Seiten desselben aufge- stellten Ritter mit ihren s{râg gehaltenen Lanzen ein Schuß- dach über dem Könige und der Königin. Die Zeitungen jener Sei berichten, daß die Reihen der harrenden quipagen und

uhrwerke aller Art über eine deutsche Meile lang gewesen.