1872 / 139 p. 21 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Mit Ausnahme des Ober-Westerwaldkreises, wo Wintergetreide nur selten e wird, gedeihen in allen Kreisen sämmtliche Cerealien und Futterfräuter.

Das Verhältniß der A>er- zu der Wiesenfläche, für den Aer 37,6 und für die Wiesen 10,9 Prozent der Gesammtfläche, is ein gniiges! au sind die Leßteren zum größeren Theil ertragreich, dic

räser aber nit überall von guter Qualität. In den. nicht fonsoli- dirten Gemarfungen is für die Wiesenkultur bisher wenig geschehen.

Ju dem größten Theile der Gemarkungen; und E allgemein in denjenigen; welche noch nicht konsolidirt sind, besteht die rei- felderwirt yar! die Gemarkung is zu dem Ende in Winter- Pren eLe | U id etald und Brach feld zum An-

au von Hacffrüchten und Futterkräutern eingetheilt. Da, wo Hü- URUeD noch von irgend erheblichem Umfange bestehen, insbesondere in den Westerwaldkreisen, sind dieselben im Gemeindebesiße und werden mit den gemeindeweise aufgetriebenen Heerden genußt, was in gleicher Ep auch mit der Ausnuzung der Hütung auf Stoppel- feldern und Wiesen geschieht.

Der Kreis Meisenheim. Der Kreis Meisenheim bildet den Füdlichsten Theil des Regierungsbezirks Coblenz und grenzt in seiner ganzen nördlichen Längenausdehnung an den Kreis Kreuznach, gegen

üdwesten an den Kreis St. Wendel des Regierungsbezirks Trier. Die Größe des Kreises beträgt 3,19 []Meilen. Derselbe liegt auf den nördlichen Ausläufern des Pfälzer gebirges und bildet dur<- gängig ein Hügelland, dessen Erhebungen bis zu 1420 ß reichen, und welches sih nach der Nahe zu allmählich abdacht. Der Boden besteht zum großen Theile aus dem sogenannten Rothliegenden; an der nördlichen und nordwestlichen Grenze tritt die Verwitterung des bunten Sandsteines hervor. Der Boden hat jedo bei weitem n <t diejenige Ertragsfähigfeit, Güte und Milde, wie auf dem linken Nahe-Ufer im Kreise Kreuznach. Unter gemäßigtem Himmelsstriche gelegen hat fi< der Kreis cines im Ganzen günstigen Klimas zu erfreuen o daß der Weinsto> no< in einigen Gemeinden gedeiht und alle Frucht arten gebaut werden können. Die Best ellungs8zeit ist je nach der Höhenlage der Ortschaften verschieden, ebenso die Erntezeit. __- Außec der Nahebahn/ welche den Kreis bestreiht und in Staudernheim cinen Bahnhof hat, sind an Kommunikations- mitteln eine große Anzahl von Staats t und Kommunalstraßen und Wegen vorhanden, welche durchschnittlich gut unterhalten werden.

Die Bevölkerung, welche 13,586 Bewrvohner zählt, wohnt in der Stadt Meisenheim und 24 ländlichen Gemeinden ; auf die Qu.- Meile kommen 4259 Seelen. :

Die wichtigsten Erwerb8gquellen der Einwohner find A >erban und Viehzucht. Der Viehstand betrug am 3. Dezember 1867 856 Pferde; 9053 Stück Rindvieh, 829 Schafe, 2913 Schweine, 889 Ziegen,

abrifindustrie wird nicht betrieben. ie Zersplitterung des Grundbesißes is \chr groß; der Kreis ent-

B bei einer Fläche von A aMtilen (= 17,554 Part 110,800

arzellen, so daß dur<sc<n ttlih 16 Are oder etwa */, Meijenheimer Morgen auf eine Parzelle kommen. on den verschiedenen Kulturarten fallen auf Ackerland 60 Pro» geny auf Gärten 2 M auf Wiesen 6 Prozent, auf Holzungen 1 Prozent; auf Oedlan 1 Prozent (100 Prozent).

Die vorstehende Darstellung ergiebt, daß in dem Regierungs- bezirke Wiesbaden hinsichtlih der Ertra sfähigkeit der Boden des Rhein- und Mainthals nicht allein wegen seiner günstigen Mischungs-, sondern au< wegen des HSinzutritts guter klimatischer- Absaß- und Verkehrsverhältnisse den ersten Rang einnimmt. Thm folgt der bessere Boden der Kreise Ober- und Unterlahn in der Lahnniederung, sowie an den Abdachungen des Taunusgebirges und im Kreise Meisenheim auf dem rechten Naheufer, wogegen sich die \<le< testen Ertragsverhältnisse/, die jedo<h weniger durch den Boden, als durch die Ungunst des Klimas bedingt sind, in den Gebirgs- freisen Dill, Biedenkopf, Ober- undUnterwesterwald finden.

Dem besten Boden im Regierungsbezirk Wiesbaden {ließen si im Meglerungerg Cassel in den Kreisen Hanau und Geln- ausen die Niederungen des Mainthals an, welchen an Bo- E die Thalnicderungen der Werra und Weser in den Kreisen Eschwege und Rinteln unmittelbar folgen. Mit dem [ebteren reite sind R des Tarifsaßes der drei ersten Klassen die Kreise Frißlar j Kirhhain, Marburg, Homberg und Wißenhausen völlig gleih, ebenso haben die Kreise Melsun e U ne Ziegenhain und Wolf- hagen in der ersten Klasse einen gleichmäßigen Tarifsaß von 180 Sgr. erhalten. Der Kreis Melsungen bildet den Uebergang von der Wabernschen Ebene zu den Fuldaer Kreisen Roten- burg und Hersfeld, wo der Sandboden mehr hervortritt und die- S ACEO Me Ee für den A>erbau_ \{<on schwieriger werden; des- halb is hier, sowie in dem Kreise Schlüchtern, wo das Rhön - gebirge, der Spessart und der Vogelsberg zusammentreten und die klimatischen , wie Bodenvcrhältnisse weniger günstig sind, über den Saß von 165 Sgr. für Aer erster N e nicht hinaus- gegangen worden. Die noch übrigen vier Kreise Fulda, Franken- berg; Schmalkalden und Mei welche zum Theil auf Po ie im la der Gebirge, zum Theil an deren Abdachungen liegen, find die in landwirthschaftlichen Beziehungen am wenigsten begünstig- ten und konkurriren mit den Kreisen Biedenkopf, Unter- und Oberwesterwald des Regierungsbezirks Wiesbaden.

_Den S ena der Holzungen®) des Regierungs-

bezirks Wiesbaden giebt der Bericht des Forstsachverständigen der Be.

_*) Nach der atur des Landforstmeisters Ulrici über die Klassifikationstarife, welche für die Ermittelung des Reinertrages der oen trie der L O Regelung E Nassau in den s inzen leswig-Holsteinz Hannover und Hessen-Na}jau, o wie im Kreise Meisenheim festzuseben sind. n Y

irksfommission vom 6. August 187 ine Zusammenstellun fommissionen in d betreffenden Kreis

1 auf un der von den Techn eschreibungen der forstlichen V=*" e gemachten Angaben 230/921 Hektaren hervortreten. erachten sein fommissionen die ihnen eingehenderer Ermittelun befindlichen Waldareals bedeutend abweichend Von der leßtbezei nach den erwähnten Beschreibunge Staatsforsten, Institute, 14,100 __ Sämmtliche Waldun che des Regierungsbezirks aus, 2 Prozent im Be meinden und Jnstitute, 6 _Das Prozentverhältni Fläche der Forstgrundstücke zu wischen 55 bezw. 50 Prozent reije als den bciden am sstâ Ober-Westerwaldkreise bezw. beim Landkreise Wiesbaden als den beiden am geringsten bewaldeten Mit Ausnahme der cinen nehmenden Forsten waldungen haben se Forstbeamten außer der Bewir die der Gemeinde- und Jnsftit der unter dem Namen Hauhb im Kreise Dillenbur Der Regierungsbezirk ist in Größe, ohne Rücjicht darauf, Forsten enthalten, örster verwaltet d orsttechnishe Beirath der rivatforstbesißer und das derselben geseßlich der Gemeinde- und Jn und die Gemeinden zahlen Beiträge zu dem Ein ähnliches Verfahren findet hin __Nah dem Berichte des Ober - Einrichtungen, welche artigem Maßstabe an sih tragen, Staate aus Zweckmäßigkeitsgrün verwaltenden Beamten über nächst für den ür den Gesamm and der Gemeinden erwiesen. Holzarten und P dungen des Regierungsbezirks W egenden Verhältnisse Laub- und vor Nach den Angaben in den verschiedenen sachverständigen läßt fih annehmen, fläche mit Buchen bestan aumholz in reinen mische mit. anderen im Schälwald betriebe und bildet hau rrshende Holzart im Kreise Nadelho lz im früheren igen Jahrhunderts ein [tnijje von 30 pCt., im treten; .dann folgen der Untertaunusfkreis Landkreis Wiesbaden mit westerwaldkreis mit je 19 kreis mit je 17 pCt, der kreis mit 7 pCt. un heim und Wiesbaden ( noch geringerem Verhältnisse imatishen Verhältnisse Gegenden als der Waldveg Diese Ausnahmen liegen sirömungen ungeshüß höheren Regionen

efähr 222,642 Heft. an. ern der Veranlagungs- 1 ¿tse der t hiergegen die Summe von ahl wird für utreff ndigen der - nnachweisungen auf

Angerge und Königl. Preuß. Staat cine | im Landdrosteibezirk Stade Wpchene Sehr zahlreiche und schöne Hünengräber hat auch das j

die Altmark aufzuweisen , #0 daß bereits Johann Winckel- mann, »der Erforscher und beredte Verkünder der Kunst des Alterthums«, wie ihn sein Denkmal nennt, sich mit ihrer näheren Untersuchung befaßt und au< König Friedrich Wilhelm IV. gleich zu Anfang seiner Regierung 1m Jahre 1841 bei einer Reise durch die Altmark Gelegenheit genommen hat, einige davon zu besichtigen.

x ender zu da die Forstsachve zugesiellten Fläche gen bezüglich des im Besiße von Privaten mehrfa< vervollständigt und ihre stellenweise en Angaben begründet haben.

<neten Gesammtfläche des For n ungefähr 50,700

Hektare au

rundes fallen Ì eftare auf die uf die Forsten der Gemeinden und Hektare auf Privatroaldungen.

en machen 42,35

166,100

Prozent der Gesammt- und befinden sih von denselben rozent im Besiße der Ge-

ibe des Staates, von Privaten.

Salzroedel , Osterbur und Stendal, während im Kreise Garde-

rozent im Besige legen , welcher \i{< durch umfangreiche (aus wüst gewordenen D

¡ in welchem bei den einzelnen der Gesammtfläche steht beim Rheingau-

rfsten und 31 bezw. 21

Kreisen die bewegt sih ezw. Ober-Taunus- Prozent beim (Mainkreis)

m von 3383 Hektaren ein-

u entde>en sind. re Gesammtzahl betrug vor etwa 30 Jahren nd 142; Me bad manche in Folge der überall durchge- führten Separationen verschwunden. er damalige Bestand ist genau aufgenommen, auf 4 Karten verzeichnet und mit den nöthigen Erläuterungen versehen worden von J. F- Danneil, früher Direktor des Gymnasiums zu Salzwedel, im 6. Jahres- beriht des Altmärkischen Geschicht8vereins. Ihre Anzahl ver- theilt fich auf die drei Kreise sehr ungleich; denn während die Kreise Stendal und Osterburg nur je 13 Hünengräber no<h aufzuweisen hatten, so besaß der Kreis Salzwedel Deren ni<t weniger als 116. Von legßîeren befanden ih 83, von ersteren je 8 im Zustande guter Erhal- tung. Die größere Anzahl im Kreise Salzwedel erklärt sich zum Thei daraus, daß derselbe bis vor ganz kurzer Zeit mehr als die beiden andern außer Verkehr lag. Daß die HU- nengräber au in den übrigen Kreisen früher weit zahlreicher gewesen find, been schon das eine Beispiel des Dorfes Nahr- stedt bei Stendal, de räber d zuweisen hatte, während {hon vor 30 Jahren kein. einziges mehr vorhanden war.

Kreisen. lächenrau 3 ranffurt a. M.,, sowie der it dem Anfange dieses Jahrhunderts die thschaftung der tsforsten, sowie die Bewirth erge bekannten Jnteressentenwaldungen

der Stadt

Staatsmaldungen auch chaftung

Oberförsterei-Bezirke von angemessener ob solche Staats- oder Gemeinde- 2c. Der von dem Staate bestellte Ober- enden Staatsforsten, ist der Behörden , häufig au der zur Ausübung der iber die Bewirthschaftung Der Staat besoldet den Ober- : chalte desselben. chtli< des Forsishußes statt.

orstmeisters Tilmann haöen di einer Waldgenossenschaft in groß» einer Genossenschaft, den die Auswahl und Anstellung der sih als überaus segensreich Waldungen und dann auch mittelbar ffulturstand des Regierungsbezirks

“eingetheilt. ie in seinem Bezirke li Gemeinde- 2c. D Organ der Regierun nden Oberaufsicht Über itutsforsten.

obliegen

den Charafter / j ro Unstellung der nur noch in einer Gegend, nämlich bei Bismar>. Jm Kreise Osterburg is es wenig anders: hier liegen fie bei Osterburg

assen wird, | und Seehausen. Dagegen wird der Kreis Salzwedel von drel

Zusiand der und den Wohl-

uftionsverhältnisse. « Die Wal- iesbaden find in einem wecit über- ugsweise Buchenwaldungen. reisbes<reibungen der Forst- etwa 60 bis 65 Prozent der den sind. Die Eiche kommt als vorzugsweise im Ge- g Vertretung findet sie t\ächlich in dieser Wirthschafts- D s f rft erzogthum Nassau erst am ist am stärksten, d. h. Frankfurt a. M. mit etwa 25 pCt., der Obertaunus- und Ober- t, der Unterlahn- und Unterwesterwald- Ct.) der Rheingau- sowie die Kreise Me in denen reine Nadelholzbestände in < vorfinden. können mit Ausnahme weniger i haus günstig bezeichnet werden. in der gebirgigen , gegen die kalten Luft- esterwaldkreises , in es; in den präzisen Nord- einigen Theilen des Unter- In diesen Gegenden hat auch mit

nahe bei eina ; Eleile des Kreises befinden. Die erste streiht von Nordwest

anzen Forsifl j Beständen wenig und olzarten vor; ihre

form die he

Ende des vor geführt etwa im Verh

20 pCt., der

berlahnkreis mit 11 endlich der Dillkreis, sow

etation durchaus en Hochebene des Ober - e des Ober-Taunuskreise hängen des Unter-Taunuskreises, sowie in Westerwald- und des Rheingaukreises vor. die Vegetation mit häufig und die Entwi>elung der anhang zu kämp Ebenso wie Produktion der Holzungen eine im gro stüßung. Abgesehen von den im strichweise vorkommenden Sandüberlagerunger Verwitterung der verschiedenen Geb auch in verschiedener Abstufung, do ünstigen Baumwuchs aj wo unvorsihtige Bewirth witterungs8produ Streuentnahme Schichtung für die for Surroga

en Spätfrösten, theilweise Bestände mit Schneedru>, Eis- und Dusft-

1 Klima findet auch in den Bodenverhältnissen die ßen Ganzen erfreuliche Unter- im Mainkreise bildet \si<h aus der oden, welcher, wenn < fast ausnahmslos die für einen n in sich trägt. Nur <wemmung des Ver- i ung herbeigeführt, rücfsichtslose die Bodenbildung gestört haben, oder wo horizontale er Gesteine das Eindringen der Wurzeln behindert, treten siliche Produktion ungünstige Bodenverh | ogate. Neben der im Bezirke selbst /

beiden Kreisen des Westerwaldes fohle zu nennen, welche in manche Kreise, hein stark cingeführt wird.

rankfurter und irgsarten ein

erforderlichen Bedingun haftung die A ftes oder Versumpf

ältnisse auf.

namentli< in den erbauten Braunkohle is die Stein- z. B. in den Kreis Meisen-

7 Die Hünengräber der Altmark.

| Beilage des »Deutschen Reichs- In Nx. 3 der Besonderen Bel F , Aa e 1872 ist fler (Hünengräber)

-

ebersicht über die vorchristlihen Den

ammiland des preußischen Staates,

Die Hünengräber finden si< nur in den drei Kreisen

rfern hervorgegangenen) Waldungen aus8zeichnet, solche nicht

ssen Feldmark sonst 14 Hünengräber auf-

Im Kreise Stendal finden fich diese Gräber überhaupt

Ketten solcher Gräber dur<zogen deren erste und zweite langen Ketten solcher Se eichen, die dritte im nordöstlichen

nah Südost in einer Länge von 2 Meilen von dem Dorfe Reddigau bis na Bornsen und Nettgau. Die Zahl der HU- nengräber auf dieser Linie beträgt 37 ; eins aber (bel Nettgau) liegt eine Meile von den übrigen entfernt, so da 36 auf die Länge der zweiten Meile kommen; am dichtesten And sie : den Dörfern Diesdorf_ und Molmke. Die andere Kelte streicht von Wallstawe bis Janneketh an die Quelle der Jeete ; hier liegen 68 Gräber earil die Länge von 3 Meilen, zum Theil nahe bei einander, besonders bel Wallstawe, auf der wüsten Feldmark Wöß, bei Drebenstedt und Bierstedt, hier namentli auc< an dem Gericht8berge- auf wel@em einst die uralte Dingstatt »zur Linden« si befunden hat. Die dritte Kette, im Südosten der Stadt Salzwedel, welche nur elne Meile Länge mit 12 Gräbern umfaßt, reiht von Winterfeld bis Königstedt. | / : M Daß die Hünengräber in eine Zeit zurückreichen, 1n weer die iehige Eintheilung der Dorfmarken- no< nicht bestand, ist mit Sicherheit zu erweisen. Ueber ein Hünengrab bei Nett- gau z. B. geht die Dorfgrenze hinweg, so. daß es offenbar“ zu deren Bezeichnung in alter Zeit ausersehen worden isl, wie wir dies auch in Me>lenburg antreffen. So sagt z. B. etne Urkunde von 1174 über die Grenzen der Klostergüter von Dargun: »Von hier läuft die Grenze nah gewissen Hügeln, welche auf wendish Trigorke (Dreiberg ?) genannt werden, das find Gräber der Alten « (inde in quosdam tumulos, qui slavice dicuntur Trigorke, antiquorum videlicet sepulera); und no< deutlicher sagt eine Grenzbeschreibung des Dorfes Garz von 1256: »Von hier steigt die Grenze in grader Linie nah dem Gipfel eines Berges bis zu einem Grabe, wel- <es mit Steinen umstellt ist (ad quoddam sepulchrum, quod circumpositum est lapidibus)«, eine unzwet- deutige Bezeichnung eines Hünengrabes. Außer der Benennung »Gräber der Alten« find übrigens auch für die damalige Zei \chon- die noch heute üblichen Benennungen »Riesen- Und Heidengräber« (tumuli oder sepulecra gigantum Paga- norum) urkundlich nachweiSbar.

Um manche der altmärkischen Gräber hat die Sage ihr

luftiges Gewand gewoben. So befindet si< in einem ratbe

Kette haben. richtet : Willen mi

lung gegangen:

die Höhe dreier Gräbe : orf U dere Größe zeihnen fi gewöhnlich diejenigen Steine welche zu Decksteinen der eigentlichen Grabkammer ver- t find; ihre at s{hwankt zwischen 6—15 Fuß; ihre untere Seite is regelmäßig ten aud Die Gesammtlänge der vollständigen Hünengräber bewegt wischen 18 und 150 Fuß ; die Länge von 100 Fuß und er erreichen allerdings nur 10 Gräber. Das längsie liegt dem Windmühlenberge bei Steinfelde tm Kreise Stendal ; Breite beträgt 25 Fuß. Hierzu kommen 1n demselben Kreise noch 2 Gräber von 120 und 124 Fuß Länge und 40 Fuß Breite 1n der Nähe der Dörfer Kläden und Besewege; die Übrigen von 100 und mehr Fuß Länge chôren alle dem Salzwedeler Kreise en bei Diesdorf, Drebenstedt, Wallsiawe, 1m WöB, wüste Feldmark gleich wie der Wöy) bel Ahblum, und bei Liesten, sämmtlich gut, zum Theil vorzüglich erhalten. e derselben is 134 Fuß lang bei einer Breite von zeichnet sich namentli auch durch die gewaltige Größe seiner Ringsteine aus, die zum Theil 7 ee hoh aus der Erde enporragen. Dat E bei Drebenstedt, ist das önste und impojantejïe der O ibnet durch seine Länge soroohl wie au<h durch die Regelmäßigkeit der Stellung der Ringsieine, von denen no< keiner gejunken ist. Es ift 140 Fuß lang, 90 Fuß breit , und eine, unter welchen si< besonders der an der Nordweststree auszeichnet. Er ist allseitig platt, ragt 7 TUß aus der Erde empor und ist unten 6, oben 7 Fuß breit bel einer Di>e von 25 Fuß. Da er auf der hohen Kante steht, so müssen si< mindestens 5 Fuß Jeiner Länge in der Erde befin- den ; meistens stehen aber die Steine tiefer 1n der Erde als fie daraus hervorragen. Die übrigen Ringsteine ragen nUk 3 Fuß aus der Erde, \heinen aber ehr tief darin zu ste>en; ihre Breite und Dicke ist 2—4 Fuß. Das gere Hünengrab im wo fih deren nichi weniger al8 9 1 und 30 Fuß breit und dadur ganz eigenartig, auf der Mitte dec Grabkammer, welche 26 Fub Länge hgt, eine zweite kleinere ohne Deckstein befindlichist. Dieses merkwÜrdige Hünengrab 8 sammt einem daneben belegenen von (9 Fuß Lange Friedri Wilhelm IV. am 27. Nai 1841 bestiegen hat. Eine andere Eigenthümlichkeit charafterifirt das große dünen- ab in Nieps, welches bei einer Länge von 120‘, und einer reite von 32! zwei Grabkammern zeigt, die dur< «nen Zwischenraum von 8 Fuß völlig getrennt ind. Außerdem < dur die Mädchtigkeit seiner Blöcke, sowie auch da- urch aus, daß zur Bequemlichkeit des Beschauers ein geraderWeg dur< das Gehölz gehauen und das Grab mit Kastanien um- Ein \ apt rab mit gewaltigen Blöcken liegt au arrho en : l E ist bei weitem das merkwürdigste ein bei Stöckheim belegenes,. Während die no< vorhandenen Ringsteine ungewöhnlich Üein (2—5/) find, find die Trager der 32! langen und 9! breiten Grabkammer größer als sons. Jene ganze Länge wird von nicht meh 84 Steinen bede>t, darunter der größte Deckstein der Altma 10 breit, 2/ did

an und lie im Nieps

Das erst 92 Fuß, und

hat 72 Ringst

ist es, we

eichnet es si

flanzt ist. Un dem Pf geringerer L

bei Liesten ein Stein, welcher den Namen Brautstein führt.

Er zeigt auf beiden Seiten eine Reihe von Erhöhungen und

Vertiefungen, welche einige Aehnlichkeit mit einer umschlungeaen

Hieran hat die Sage angeknüpft - indem fie be- Eine Bauerstochter aus Zethlingen sei wider ihren t einem Bauer aus Liesten verheirathet worden. Beim Wegfahren aus dem väterlichen Hofe habe fie geäußert : fie wünsche, wenn sie den Kirchthurm von Liesten erblicke, sammt dem Wagen unterzugehen. Jhr Wunsch sci in Erfül- Wagen und Braut Jeien in die Erde gesunken und die Wagenkette habe si< um den Stein geshlungen, in den die Braut verwandelt worden sei. Bon einem Grabe bei Stöckheim, das wegen seines. gewaltigen Deksteins (5. u.) bemer- ken8werth ist, geht die Sage, daß in die Oberfläche des leyteren jähr- lich Z Löcher einfallen, welche sich um nächsten Jahre wieder schließen. Die Sage erklärt si daraus, daß der etwas weiche Stein . bereits Spuren. der Verwitterung zeigt daß aber die Stein- _fle<ten, welche sich allmählich ansezen , die Löcher überziehen, wodurch die Täuschung entsteht. f

Ein Theil der altmärkischen Hünengräber besteht nur aus einer Grabkammer , welche in gewohnler Weise durch vertikal gestellte und horizontal darüber gelegte mächtige Steinblöke t wird; bei anderen ist diese Grabkammer no< von Gürtel gewaltiger aufrecht stehender Granitblö>e um- geben, welcher die Gestalt eines Rechte>s zu haben pflegt. Dîe Anzahl der Steine, welche ihn bilden , variirt zwischen 12 und 72. Manchmal geneigt;

stehen in der R

aben die Ringsteine sich bereits {räg zur die Mehrzahl aber ist no< lothrecht. ie

egel auf der hohen Kante, haben eine Länge von 6 bis 12 Fuß und ragen 2—7 Fuß aus der Erde hervor; von 7 Fuß erreichen allerdings nur die Ringsteine r bei Drebenstedt, Diesdorf und Jeggeleben. Durch

e ,

behauen, nicht selten auch die obere.

ltmark, ganz frei gelegen und

efinden, ist 108 Fuß

e zu Winterfeld. Unter den Gräbern von

er liegt was den Eindru> besonders erhöht 3:/ ho