1872 / 145 p. 19 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Handels«+ und ähnlicher industrieller Gesell

abends (während 1870 Ba ior au 2. Sonnabends), in- einen e Ub b: find un

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- Landes» und Staatsfkunde u, f. w: bringen. in einem zu Ende- jeden

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es. ausg enen i Be: j erlin; «7 und ». Aus 867. 2.

Jreuß: Staa uchdrud>erei (R. v. Dec> taats-Anzeiger für 0 decrei (R. v. De>er).«.

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Vergl. über den: nhalt der

Bücher] de O anden Besonderen Beilagai Mnn Sli Lea Ia / c [4 »>eLLagen. Cen: FTCH]ADFS besonderes: Quariheft vereinigt und i Zem in jedem Jahr, unter dcm Titel: it dem 2.

ie »Allgemeine

eitdeny. à- 4. Heft efte des Jahrg. 1871: »Dcutsch Ret bs-An ate d e des 5 . 10/12 »Deulichen. HetchS-LL ers. Und« reußi Ven Staats-Anzcigers®«: « i

r und. das! L.

lésverzcichniß. zu: : s und Königlic 18

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ni1gi. 4 Jahr-

Berlin; 5 t C S

gänge (1868-bis 1871) E tis

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E Staats e bes E 1V. Jahr

: j -NLU er 1L— IVS s l: Geh. Ober- So bi

der 2 ersten: Jahrgänge vergl.

«, Und den verschiedenen Separat- | el welche: bereits inden Besonderen rud>t sind; veröffentlicht- der: Staats-Anzeiger auch noch gehören. folgende: Allgemeine- Bücherkunde Preuß; States: (Berlin 1671. hoh 4:);: Literatur {: Sr. Maj. König Friedri<h Wilhelm 11: (Berlin : iteratur über das Finanzwesen des: preuß. Staats (Berlin 1867. hoch 4.); Literatur über-das Hypothekenwe]en des preuß. erlin 1868. 8)7 Chronologische ) isch - preuß. Staates unler der Herrschaft der Hoh zollern und des Norddeutschen Bundes. (Berlin 1869. 8.) 7 Chronik-des reuß. Staates und des- Norddeutschen Bundcs- für- das:

Berlin 1868. 8.); Uebersicht: der: Behörden der

und des Norddeutschen Bundes (abgeschlossen

B, Finanz-Ministerium.

der Abgaben-, andel8-Geseygebung und Verwaltung in den Königlich Berlin, Jonas Verlag8buchhandluñg. : 4. und Nr. 1—8 des Jahr Systematisch. <ronol. Repertorium und alp

v d H u. f. w., d. Jahr r. 4. Ha Der Jnhalt jeder mitgetheilt.

__ Das Centralblatt ers, eine Sammlung der von Ressorts erlassenen allgemeinen Verf Allgemeine Verwaltun

4. c Jus rsh 1872. Köni R. v. Decker). Wegen des Jn A Ucherfkunde«. S. Außer diesen »Vierteljah Ausgaben engee ei Brandenburgisch- zur Ges il: 1871; bo<

v »Allg. B S E k eht

sicht: der Ges

eußischen

onarchie nfang Oftober 1868).

Centralblatt Gewerbe-

reußischen Staaten. 1839—71. abet. Sachregister . 1839 bis inf, 1 Berl,

860—1869: Berlin 1871. 4. Reichs- u. Preuß. Staats-Anz.4a

int: Jahrgangs em Finanz -

au dem 854. g UPiregißer zu Jahrg G

r. wird im »

veise mit der Bestimmung inisterium inner ungen zu bilden.

[tu egenstände (Organisation der bung überbaupt; Bestimmu1 isse, Beamtensachen;

8 ent | namentli: E

Staatsverwaltung, Ressort- und. Kompe Über die Pflichien, Rechte und sonstigen Verhältnisse der Beamten; emcine Vorschriftcu über das Kassen-, Etats- und Rrchnungs- wesen; sonstige Verwaltungs-Anordnungen von allgemeinem Interesse ; der Steuer-Verwaltung; innere Geschäftsver- waltung der Steuerbchörden); Il. direkte Steuern; Ill. indirekte andels\achen ; V. Statistik der Abgaben-; Gewerbe-.-und Handelsverwaltung; V1. Personal-Chronik. Jn Bezug auf die unter I. bis Il]. angegebenen Gegenstände bringt das Blatt nicht nur alle Cirkular-Verfügungen des riums, sondern auch solche, an einzelne Behörden ergehenden-Reskripte, pie ta pg gegeben N en a4

A ausgesprochen wird. Geseße und- so [lerhöchste Verordnungen, welche in der Geseßz-Sammlung E Eee werden zwar in der Regel ¡ jedo< dann immer aufgenommen, wenn allgemeinem Interesse, insbesondere für diejenigen Beamten find; welche die Gesez-Sammlung weder von Amtswegen halten; no< enthümlich zu besißen pflegen. Unter 1V. werden solche allgemeine rdnungen in Gewerbe-. und Handelssachen aufgenommen, deren berhaupt oder vorzugsweise für die. Beamten der Steuer- nothwendig, wichtig oder do< von näherem Interesse ist. Mittheilungen aus dem Gebiete der Verwaliungssiatistik

n über die estimmungen

organische Einrichtun Steuern; IV. Gewerbe- und

öniglihen Finanz-Ministe-

in denen eine allgemein ein anwendbarer Grun

fie von

Ä Ü ace (6 B S R E R E B E E Siri G E Fp.

Kenntniß verwaltu Untex V. enthalten.

Jahrbücher der Jollgeseßgebung und Verwaltung nd Handelsvereins. Redigirt im E: Berlin, Jonas Berlags8-

icher, in 7

des Deutschen Zoll- und

Königl. Preu

bu<handlu Die

licher Zollvereinsstaaten seit 1854 veröffentl

Dane ftellung aller in den cinzelnen as Zollwesen ergche

fern; sowie für die gemeinschaftli unft und ci

Organ zur K ng der Fortschritte zu bilden,

Ige eines gemeinsamen Beschlusscs sämmt- find dazu bestimmt, ereinsstaaten in Bezug

ordnungen U. \. w. zu Verwaltung cinen Verei ng und geg : cinzelnen Vereinsstaaten in

u welche die

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laliven;= gdminiiralioan - organischen Entwi ti angenommenen: Und Handelssystem 4V- L F f Unge Jen

S. I S L J E 2 i E pi n Ion UT U F IEEaE MS 20 A E E S 4 1 L 4 H L p P Z E DES S) o Q y s Z

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B its e e en von: mitgetheilt, A

Beranlagung für den Preußischen Staat,

Wiegandt ü. Hempel: 1872.

S E 411: TE f 1B: CECL L j U gs Staat ; A der El

alten, Provinzen des: Staates nach: 1) die „de Slâheni it'und den bebuss der G

i rstüde, Ocdland- und Unland) i d 1 3): den i

vuzungen; D

I: u f me onitäté

en, Släthenindalt und den Ralnerirag

ften B die Umzabi der Besißex und: d ibligde, O) den

lächeninbalt: dex- wegen ihrer Benußung, zu öffentlichen | aglosen: Grundstüce- (Wege, Eisenb : äche 2c.) 7) de Flächeninhalt E E, Green und nit über: einen

orgen großen Hausgärten,, 8) den Flächeninhalt und den Rein- ertrag aller Liegenschaften z1 ande und E eie rihtenden ; M sondigen Gutsbezirke

nmen:; 9) are 10 Tis Im (cine ETER eucr, 10) die zu. jedem: Gemeinde- elbst- gebörenden, besondere Namen ee En

C. Ministerium der geistli<hen, Unterrichts- únb Medizinal-Angelegenheit en;

Amtlicher Anzeiger der Konsistorien.

__ Aktenstücke aus der Verwaltung des Evange- [ischen A Sir gene 8. - Berlin, Verlag: von W. Herz. 1851 ff, 19 Hefte: oder 6 Bde. : i E tio zu U 1 Dieselbe enthält Er V rei! zum Ju! ; Dieselbe enthält Erlasse, Verfügungen, brs Denkschriften 2c. betreffend die- evang le N DAn

Verhältn sfe (die Errichtung des evang. Oberkirchenraths, die evang. Kirchenverfaässung, die Einführung i evang. Kirchengemeinden- der östlichen Provinzen Dienstverfafsung; die Union, die Agende; die Landes- , Provinzial-- und _Kreissynoden, die- Rechtsverhältnisse der evang. Landeskirche zu anderen Religions- emeinschaften; den Gottesdienst; f a rramtliches7 Candidatenwesen;, irhlide Sitte, Kirchenbauten/; r<enfolleften; Predigerseminare, Ehe, Trauungen, Taufe; Kirhöfe- Schulaufsizt, Mission und Bibel- verbreitung, die Dissidenten, Deutschkatholiken, freic Gemeinden 2c.)

Centralblatt für die gesammte Unterrihts- Verwaltung in Preußen. Im Auftrage des Herrn Mi- nisters der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegen- heiten und unter Benußung der amtlichen Quellen herausge- geben von Stiehl, Königl. Geh. Ober-Regierungs- und vor- tragender Rath in dem Ministerium der geistlichen u. \. w. Angelegenheiten. Berlin, W. Herß (Besser sche Buchh.) 1859 bis 1871. Von Jahrg. 1872 is Heft 1 (Januar) erschienen. Ieder Jahrgang in 12 Heften.

Das Centralblatt enthält nit bloß die Geseße und- Verord- nungen über das gesammte Unterrichtswesen i preußischen Staate (über die Univerjitäten;, Gymnasien, Realschulen, Seminarien, Ele- mentarschulen, Militär - Waisenhaus in Potsdam, Blindeninstitute, Charité - Kranftenhaus in Berlin; Fortbildungsshuleny Privats@ulen/

fondern auc statistishe Nachriten über die v : und deren Eintichiung, e über die verschiedenen Institute

* - * f - 5

die Akademie der Wissenschaften in Berlin, ferner über Personalver- änderungen; Pensionswesen; milde Stiftu u: A. Zu Ende jeden Jahrgangs befindet si< ein cronologisches und cin alphabetishes Sachregister, Der Jnhalt eines jeden Geftes e M » Deutschen Reichs- und Preußischen Staats-Anzeiger« an-

Abhandlungen der Akademie der Wi ZzU S reriE g : r Wissenschaften

Die Akademie der Wissenschaften zu Berlin giebt seit 1710 die von ihren Mitgliedern ahgelaplen Abhandlungen f. aus. Dieselben erschienen unter folgenden Titeln: ;

I. Miscellanea Berolinensia. Tom L —YVII,

IT. Histoire de l’Académie. Ánnée 1745—1769. ITT, Nouveaux Mémoires. Ánnée 1770—1786. IV,. Mémoires. , Année 1787—1804.

V. Sammlung deutsher Abhandlungen. Jahrgang 1788

- bis 1803.

VI. Abhandlungen. Jahrgang 1804—1871.

G Vgl. Verzeichniß en

fademie der Wissenschaften von 1710—1870 in alpha

P 172i Des HET i ï machen Y hei H. F E B 4,

S B ties demie der Wissenschaften zu

remd 1 Y i N “A nd Kon- F 7 hâätigkeit der Akademie vietes F die hrend dieser Zeit von

Die Ergebnisse der Grund- und Gebäudesleuer- Berlin,

die: Anzahl der Wohn- wie- den: Betrag: dex zu |

beginnt mit dem Erl. v. 29. Juni 1850 und F

ariei i den ihrigen zuvörder geru | gricdische gewann den ihrigen z st

einer Gemeindeordnung in den k und Herder, vorzU

| fremden Schriftft

Nachrichten. über die Akademie. der Künste und

ngen;, Ordensverleihungen

j dur<h Gleichgü

bemüht, jeden Geist auf

i anzu’chauen. der Mbharidsungen der Königlich Preußi-

hei Laa ‘der Verfasser. Berlin, 1871. In Kommission f S mzaler's Verlags - Buhhandlung (Harrwiß und s Monatsberichte der SER E, Preußischen Aka- erlin. e berihten nit allein in Mürte über die rend des Monats, sondern theilen auch en Mitgliedern der Akademie gehaltenen Vorträge in kürzeren oder längeren Auszügen mit. Programme der Gymnasien und Realschulen. Eine alliährliche Rechenschaft von ‘ihrer Thätigkeit geben die Schulen den Ébérà ihrer ZJögl e und dem größeren Publikum in den Programmen,; welche gewöhnlih am Schluß des S<hutjahrs bei

Gelegenheit der öffentlichen Prüfung herausge ben werdèn. Außer den S(hulna@hrichten is darin in der Regel cine von dem Direktor

e Monatsberi

D oder einem der Lehrer verfaßte De Abhandlung enthalten. . Au

Die Ministerial-Verfügung vom st| 1824 giebt Übér Jnhalt und Einrichtung der Programme detaillirte Vgrschriften. Vgl. L, N Oas Unterrichiswesen des preuß. Staats, 2. Bd. S. 158 ff.

Vierteljahrss{<riüft für gerichtlihe Medizin und öffentl iche anitätswesen. Unter Mitwirkung der Königl. wissenschaftlichen Deputation für das Meédizinalwesen im Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal- Angelegenheiten, herauSgegeben von Dr. Herm. Eulenburg, Geh. Medizinal- u. \. w. Rath (früher von W. v. Horn). Ber- lin, M a, (b. j.) Neue Folge. 15 Bde. u. 1. Heft des 16. Bdes.

Has Magazin für die Literatur des Auslands und

Gocthe*s »Weltliteratur«.*) I

Bis weit über die Mitte ‘des achtzehnten Jahrhunderts her- cin hatten vorzüglich die römische, die französische und die jün- ere englische Literatur die stärksten Einflüsse auf die deutsche oesie, namentli< auf alles Formale in ihr, ausgeübt; die u s aut d M dus I M ge oethe, hauptsächli< auf dem praktischen Wege dichterischer atur Ten und Reproduktion; auf dem kritisch - wissenschaft: lichen dagegen suchte ihn, im Anschluß an Winkelmann, Lessing li Fr. Schlegel zu vermitteln. An bedeu- tenden Anregungen durch italienische Dichter hatte es den unfrigen seit den siebziger Jahren nicht gefehlt, und no< mächtiger und tiefer eingreifend hatte Shakespeare auf unsere Dichtung einge- wirkt ; allein in- eine unmittelbare und lebendigere DUEROs u den großen Jtalienern und zu Shakespeare fam die deutsche iteratux erf dur< die Romantiker und zu den poetischen Schäßen der Spanier, von denen man in Deutschland bis dahin nur sehr mangelhafte Kenntniß gehabt ‘hatte, eröffneten fie eigentlich exst den. gnt ei j Ës ist charakteristis<, daß die Stifter und Häupter . der romantischen Schule gleih bei ihrem Auftreten angefangen hatten, ganz andere und neue Verhältnisse S er deutschen und den fremden Literaturen anzuknüpfen, als fie bisher bestanden hatten. j n Dies geschah theils dur< eingehende E der eller und literar - geschichtliche Uebersichten, dur< fkunstmäßige Ueverlengen einzelner Werke der

theils ab <éèn und spanischen Dichter.

hervorragenden italienischen , engli

| Auf diesem Gebiet sind vor allem die beiden S(legel, Tie> und

Gries N gewesen. Ebenso gingen die Ersteren um Anschluß an Herder Von frühzeitig auf sein Juteresse an der Poesie des Moraenlandes ein, wenn auch die Ergebnisse ihrer dahin ge- rihteten Studien erst später an die Oeffentlichkeit traten und Einfluß auf die vaterländische Literatux gewannen.

Um die erwähnten Bestrebungen und die Ausfalmg welche denselben zu Grunde lag, authentisch zu charákterisiren, theilen wir die folgende Stelle aus der Vorrede Tieck's zu den »Minneliedern« 1803 mit: ;

»Séchen wir au eine Enge verflossene Zeit zurü, die \i<

tigkeit; Mißverständ isse ‘oder das Nichtbeachten der Werke der {önen Künste auszeichnet, o müssen wir über die \hnelle Veränderung erstaunen, die in einem Je E Zeitraum bewirkt hat; daß man \si< ni<t nur für die Den äler verflossener Zeitalter in- i t sondern fie würdigt und nicht nur mit einseitigem und ver- blendetem Eifer bewundert, sondern durch ein höheres Streben \i<

ine eigne -Art zu verstehen und zu fassen und alle Werke der verschiedensten Künstler, so sehr sie alle für selbst das Höchste sein mögen, als Theile einer Mel einer Kun

Denn es gibt do< nur eine Poesie, die in sich selb

*) Verl. den Aufsaß in der Bes. Beil. ‘Nx. 15 v. 13. April d. J. »Das Magazin für dh Literatur des Auslandes«.

7

Freunde, man liest und

von den féühesten Betkn bis ‘in die férnste Zukunft, mit den Werken die wir besißen; und mit den verlornèn, ‘die unsere Phantasie ergänzen möhte; sowie mit den Uinfligen welche sie aa will, nur ‘ein un- gertenntGes Qaue ausmacht. Erfreulich ist es zu bemerken, wie ies Gefübl des Ganzen son jebt in der Liebe zur Poesie wirkt. Wenigstens ist wohl noh fein Zeitalter gewesen welches \so viele Anlage gezeigt ‘hätte; alle Gattungen der Poesie zu lieben und zue ere kennen und von keiner Vorlicbe \i< bis zur Parteilihkeit Und Nicht- anerkennung vexblenden zu lassén. So wie jeßt wurden die Alten noch nie geléscn und en L die verstehenden Bewutiderer des Shafspeare sind nicht Be elten, die italienishen Poeten haben ihre dirt die spanischen Dichter so fleißig; als es in Deutschland mögli is von der Ueberseßung des Calderon darf man si den besten Einfluß versprechen; es steht zu erwarten, daß die Licder der Provenzalen; die Romanzen des Nordens und die Blüthen der indischen Imagination uns niht mehr lange fremd bleiben werden; was man von dér Poesie fordèrn darf, wél<e Stelle sie einnchmen kann, auch dies scheint mehr anerkannt zu werden; man ist in Grundsäßen fast einig, die man no< vor wenigen Jahren Thorheit ges{olten hätte, und dabei sind diese Fortschritte der Er- fenntniß ni<t von ‘mehr Widersprüchen und Verirrungen begleitet und gestört; als jede große menschliche Bestrebung nothwendig immer hérbeiziéhen wird.«

So hatte fi< aus den ersten Anfängen und Keimmén, wéléhe wir in Herders Sthriften finden , bereits ‘nah Ablauf von wenigen Jahren durch die eifrigen und vielseitigen Bestre- bungen der Gebrüder Schlegel und ihrer Freunde ‘die geschicht- liche Auffaffung und Darstellung der fremden wie heimischen Literaturzustände in voller Blüthe entwi>elt und vorbereitet.

Vor allem is es Friedri Schlegel, in dessen Bildungs8- gang diese auf die fremden Literatuüren gerichtete Bewegung ihren Repräsentanten fänd. E :

Bereits in den Jahren 1795—9% hatte er®) in jugendlicher Begeisterung die en Versuthe über die griechis{e Literatur und Geiste R E ie ; 1801 folgten die Aufsäße über Boccaccio, 1803 Über einige seltenere italienische und spa- nische Dichter, über Camoens und die provenzalischen Hand- {riften in Paris; 1804 gab er eine Sammlung roman ischer Dichtungen des Mittelalters heraus. Zugleich atte er ih in Céln und Paris der indischen Sprache und iteratur zuge- wandt und 1806 erschien »al8 die erste Ausbeute dieser Be- mühungen« die Schrift über die Sprache und Weisheit der Inder. 1812 publizirte er eine Charakteristik der nordischen Dichtkunst

Edda und Ossian) und im Anschluß daran einen Nathtrag Uber Shakespeare's ältere Dramen. f

Ebenso »zogen altdeuts@he Poesie und Sprache seine Auf»

merksamkeit und Liebe an. Dies geschah namentli, in den seit

1802 verflossenen zwölf Jahren. « : A | ; daß Fr. Schlegels

Wenn es auf diese Weise gekommen ist, Arbeiten im Gebiet der Literatur , praktischen Kunstgeschichte und Kritik aber wegen ihrer Mannichfaltigkeit und Verschieden- artigkeit fragmentarisch geblieben, so war um so mehr in ihm der “his entstanden, eine systematische Uebersicht des Ganzen u geben. A : IBeseelt von dem Drange, die Literatur in ihrer esammien Wiwtigkeit und na< ihrem großen Einfluß auf das Leben und die Wohlfahrt der Nationen zu schildern, ging er an die Abfassung; feiner Geschichte der alten und neuen Literatur.

Charakter e für das Unternehmen stellte er es unter die Auspicien des leitenden öfterreiischen Staatsmannes, des

ürsten Metternich. ‘Er will nicht schildern, was nur für den eléhrten Werth hat, fondern das, was ihn an und für besißt und für die Welt überhaupt merkwürdig und anziehen ein kann. i i | Er ftéllt fi< auf einén die Völker na< threm Werth ver- leichenden Standpunkt, um ein Bild im Ganzen von der ntwi>elung und dem Geiste der Literatur der vornehmsten, d. h. derjenigen Völker zu entwerfen, welche in der Geschichte des menslichen Geistes eine Stelle ‘einnehmen. :

So ging seine Absicht darauf hin, ein welthistorishes Gemälde der europäischen Geistesbildung aufzustellen und die Ran vorzügli na< ihrem Einfluß auf das Leben zu be- rachten. E / | Vie selbstverständlich und landläufig uns heute diese An- sichten auch erscheinen mögen, so neu und ungewöhnlich waren fie damals vor 60 Jahren. Ñ

Es ift eine anerkannte Thatsache, daß Fr. Schlegel und der mit ihm verbundene literarische Kreis aus der „iterar- geschi<tlichen Stellung a auf die ‘sie fi{< gründeten, zuerst eine höhere welthistorische Literaturauffassung entwi>el- b Dieser welthistorische Standpunkt findet ih in den ‘er- wähnten“ orie e am-umfassendsten entwickelt. Fr. Schlegel is ‘der erste Kritiker ‘nicht nur in A fondern unker allen Nationen, welcher däs gesammte Nationallében der Lite- ratur in ‘einer innerli< verbundenen Behandlung zur An-

*®) Vorrede zur Geschichte der alten und neuen Literatur. Eéster Theil. Wien 1815. A

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