1872 / 147 p. 16 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

3864 deutenden Höhen und scharfen Curven nicht zu passiren haben, welche ibnen auf

den bisherigen Linien entgegentraten. : Die entwickelte und beständig wachsende Industrie der Städte Gera, Greiz,

Plauen, Berga und Elsterberg, die grossen und vortrefflichen Steinbrüche bei Berga, Eisensteingruben zwischen Elsterberg und Plauen, sowie die- ausgedehnten Forsten auf der ganzen Linie sichern derselben einen lebhaften Lokalgüterverkehr, die Dichtigkeit der Bevölkerung des Bahngebietes und die zur Zeit nur noch wenig be- kannten landschaftlichen Schönheiten des Elsterthals aber zugleich einen regen

lokalen Personenverkehr. Der Bau der hai Sarge e Bahn, einschliesslich der Verbindungsbahn bei Greiz,

ist spätestens binnen drei Jahren von der am 28. März d. J. erfolgten Konzessions- ertheilung an dergestalt zu vollenden, dass sie ihrer ganzen Länge nach ordnungs- mässìg in Betrieb gesetzt und erbalten- werden kann, tind es hat sich die Königlich Sächsische Staats-Regierung verpflichtet, in der gleichen Frist die Babhnstrecke Plauen- Oelsnitz betriebsfähig herzustellen.

Die Ausführung des Baues und die betriebsfähige Herstellung der Bahn inner- halb Jener Zeit hat die Baugesellschast sür Eisenbahn-Unternehmungen, Kommandit- Gmellechili auf Aktien, F. Plessner «(& Co. hier übernommen und ist durch die erfolgte Zeichnung des ganzen Grundkapitals gesichert.

Dieses Grundkapital besteht in 5,650,000 Thlr. und zwar:

2,260,000 Thir. in Stamm-Aktien und 9,390,000 Thlr. in Prioritäts-Stamm-Aktien, welche letzteren hierdurch zur Subskription gebracht werden.

Nach dem Statut erhalten die Inhaber der Prioritäts-Stamm-Aktien während der Bauzeit 5 pCt. Zinsen und nach erfolgter Inbetriebsetzung der Bahn eine Divi- dende von 5 Ct des Nominalbetrages vorweg, sowie gleichmässigen Antheil an dem Reste des Reingewinns, nachdeni die Stamm-Aktien 6 pCt. empfangen haben.

Sollte in einem oder dem andern Jahre der Reinertrag nicht ausreichen, um den Inhabern der Prioritäts-Stamm-Aktien eine Dividende von 5 pCt. zu gewähren, s0 wied das Fehlende aus dem Reinertrage des oder der folgenden Jahre unverzinst

® O EN . * e . nachgezahlt und erhalten die Inhaber der Stamm-Aktien nicht eher eine Dividende,

als bis diese Nachzahlung vollständig geleistet ist.

Die auf die Aktien der Sächsisch- TEüringischen Eisenbahn- Gesellschaft einge- zahlten Gelder bleiben kontraktlich bei dem Berliner Bankverein deponirt. Der- selbe leistet an den Bau-Unternehmer nur nach Maassgabe des nachgewiesenen Fort- schritts des Baues Zahlung und löst die Zinscoupons während der Bauzeit ein.

Statuten der Gesellschaft können bei allen Zeichenstellen entgegengenommen

werden. - La 649/6).

Berlin, im Juni 1872. Berliner Bankverein. D

Bedingungen

der

Subskription auf 3,390,000 Thaler 5prozeut. Prioritäts-Stamm-

Actien der Fächsisch-Thüringischen Fiseubahu-Gesell8chast.

(Gera-Greiz-Planuen.) L

Die Subskription findet

Donnerstag, den 27, Juni und Freitag, den 28, Juni 1872,

gleichzeitig in -

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Berlin bei dem Berliner Bankverein,

Breslau bei der Breslauer Disconto-Bank Friedenthal d& Co., Bremen bei der Agentur der Niedersüchsischen Bank,

Cöln bei dem A. SchaafFŒfhausenschen Bankverein,

Carlsruhe und ; g Kader üand | bei G. Müller & Cons.,,

Danzig bei dem Danziger Bankverein, Dresden bei M. Schie Nachfolger und bei der Dresdener Weechsler-Bank,

Erfurt bei Heinrich Moos, Frankfurt a. M. bei dem Frankfurter Bankverein, Gera bei der Geraer Bank und

| bei Gebr. Oberländer, Greiz bei J. & S. Schwarz, Loni bei L. Behrens & Söhne,

annover bei der Braunschweigisch - WHannoverschen HWypotheken- bank, Abtheilung Hannover, :

Halle a. S. bei H. F. Lehmann, | Heidelberg bei Gebr. Zimmern, | Königsberg i. Pr. bei der Königsberger Vereinsbank, Leipzig bei Frege & Co. Magdeburg bei Zuckschwerdt & Beuchel, München bei Jos. v. Hirsch, 3 Mannheim bei dem Pfälzer Bankverein, Plauen bei F. A. Schroeder, Stuttgart bei der Württembergischen Vereins-Bank, Weimar bei der Weimarschen Bank, Zeitz bei J. F. A. Zürn

während der üblichen Geschäftsstunden statt.

Y g. 2. Der Subscriptionspreis ist auf SG Prozent in Thaler - Währung festgesetzt. Ausser dem Preise hat der Subscribent die Stückzinsen, welche vom 1. Juli dieses Jahres laufen, bis zum Tage der Abnahme zu 5 Prozent zu vergüten.

i 8. 4 i Bei der Subscription ist eine Kaution von 10 Prozent des Nominalbetrages in Baar oder in guten nach dem Tagescourse zu veranschlagenden Effekten, welche an

dem Orte der Subsecription gangbar sind, zu deponiren.

S. 4. Die Abnahme der von der Sächsisch-Thüringischen Eisenbhahn-Gesell- schast ausgestellten Interimsscheine, welche ehestens in Originalstücke umgetauscht werden sollen, hat egen baare Zahlung der Valuta bei der betreffenden Sub-

scriptions-Stelle zwischen dem 5. und 20. Juli d. J. zu geschehen. | Nach vollständiger Abnahme wird die ‘hinterlegte Kaution verrechnet resp. zurückerstattet. 8. 5. Sollten die subscribirten Summen den aufgelegten Betrag überschreiten, so tritt eine verhältnissmässige Repaftition ein. g. 6. Jeder Zeichner erhält über seine Anmeldnng und Kautionsleistung eine Be- scheinigung, welche bei Abnahme der Stücke zurückgegeben wird.