1825 / 5 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

A P S f E L g g Sidi

berg waren einige Kinder an den Masern gestorben, Diese waren auch zu Winzig, und hie und da im Guh- rauer, Wohlauer und Reichenbacher Kreise, und im leß tern, so wie im Breslauer Kreise in einer Familie zu Groß : Wochbern die Rötheln ausgebrochen. Am Schar- la< waren in verschiedenen Dörfern des Guhrauer Krei- ses an 70 Kinder erkrankt. Zu Gleinau, Wohlauer Krei- ses, war diese Krankheit in 4 Familien, und im Mi- litsher Kreise in der Stadt und dem Dorfe Gungwiß ausgebrochen, Jn dem leßtgenannten Kreise kamen zu Groß: Perschwiß z Fälle von Menschenblattern vor. Ge- gen Verbreitung dieser Krankheit sind überall die sorg- fáltigsten Maaßregeln genommen worden. Eine catar- rhalishe.Augenentzundung war zu Frankenstein fast epi- demis<. Liegniß. Jm Laufe des Monats No- vembex fanden sich theils fatarrhalische, theils gastrische Krankheiten und Beschwerdeu, welche weder itensiv noch in ihrem Verlanfe etwas Ungewöhuliches an sich tragen. Mehrere Kinder litten an einfahen Reizfiebern und Ausschlagskranfheiton. Der Karakter der Uebelseinsfor- men war im Allgemeinen inflamatorish. Auch zeigren

sich fieberlose Fluß- und Gichtschmerzen in den äußern |

Theilen, und fatarrhasche Durchfälle, Anschwellen der Ohrdrüsen und Halsentzúndungen, auch bei bejahrten Personen leichte Auwandlungen von Schlagflüssen. Jm Schônauer Kreise graßiren hin und wieder Nervenfie- ber, die aber uichc bösartig sind. . Zu Burdei, einem Pertinenz- Ort von Mauselwiß, Görlißer Kreis, sind die Blattern aus Sachsen eiugeschleppt, bis: jeßt ist davon nur eine Person ergriffen. Dagegen ist diese Epidemie in Polcfwiß und in Freistadt und der Umgegend uns terdrückt. An einigen. Ortschaften des Haynauer Krei- ses, zu Schwarzenbach, Hirschbergschen Kreises, und in Glogau graßirt das Scharlachfieber, ist aber nicht bösarti ger Natur. Auch die Rötheln zeigen sich zu Erdmannsdorf, Hirschberger Kreises, und in Löwenberg sind die Ma- fer ausgebro<hen. Oppeln. Katharrshe Wechsels fiebèr Diarthden, waren die Hauptkrankheiten unter den Erwächsenen. Kinder litten vorzüglih am Keichhusten. Im- Ganzen ethielt si< die Sterblichkeit in den Nor: mal: Gränzen. Zu Schmardt, Kreuzenburger Kreises, und zu Leuppush, Grottfkauer Kreis, zeigte sich das Nervenfieber, jedoch ohne tôdtlihe Folgen und. weitere Verbreitung. Jn den Kolonien Sophienthal und Bude denbroof, Kreuzberger Kreises, brach das Scharlachsie- ber unter deú Kindern aus, 5 wurden cin Opfer - dessel- ben. Jn einigen Dörfern dex berden Gränzkreise Ratis- bor und Neustadt zeigten si<h die natärlicheu Pocken: gegen ihre weitere Verbreitung sind sogleich die er- forderlichen Anordnungen getroffen worden. :

VI. Posen.—Po sen. Das Scharlachfieber herrscht zwar hier noch in Posen und in den Kreijen Kosten und Samter; auch leiden hin und wieder Menschen am Nervenfieber, und an - Hautausschlägen ; doch ist feine besondere Sterblichkeit bemerkbar. Bromberg.

Die im Monat Oktober erwähnte Augenfrankheit un- ;

ter den Kindern in Filene dauert noch fort; jedoch wer- Städten

den ihre Ausbrüche schon seltner. Ju den Bromberg und Lebsens herrscht das Scharlachfieber, wel- <es bereits mehrere Kinder hinweggerafst hät. VIL, Sach sen. Magdebur g, Die veränderliche Witterung wirkte ungünstig auf den Gesundheitszustand der Menschèn, dahex die Anzahl der Kranken im Mo- nat November größer war als: zuvor.

zum entzündlichen, Bráâune zeigte sich häufig, Scharlaéhfriesel und die Ma- Unter den Kindern herrschten

neigte sich aber leicht zum nerveusen hiu; die in einigen Gegenden. das sern. Merseburg.

noch das Scharlachfieber und die Masern, und die Er-

Der fkatharrhalisch-

rheumatis<he Krankheitsfkarafter blieb der herrschende, und besonders

auch

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wachsenen litten an rheumatischen Beschwerden, die niqy selten einen nerveusen Karakter annahmen. . Die epid, mische Krankheit, welche in der Waisenanstalt zu Lay, gendorff ausgebro<hen war, ist fast gänzlich wieder vez shwunden. Erfurt. Epidemische Krankheiten hg ben sich in der für die Gesundheit uachtheiligen Witte rung ungeachtet nicht gezeigt, vielmehr ist der Karaftg der Krankheit in dieser Jahreszeit die gewöhnliche, ny} die Sterblichkeit nicht außerordentlich. VIIL. Westphalen. Münster. Die“ Men schen genießen fortwährend eines vorzüglichen Gesund, heitszustandes, die Stexblichkeit ist an manchen Orty zum Erstaunen geringe, in der evangelischen aus Z5z Personen bestehenden Kirchengemeinde zu Mettingg waren seit Anfang dieses Jahrs 10 Geburten und kei

einziger Sterbefall. Jm Kreise Borken litten noch ¿f

nige Jndividuen an den natürlichen Blattern und in nemlichen Kreise zeigten sich au<h die Masern unte den Kindern. Minden. Nachtheilige Wirkung der Witterung auf den Gesundheitszustand waren nid zu bemerken. Eigentliche Epidemieen äußerten sich nit gends. Die meisten Krankheiten waren rheumatisch- f tarrhalishen Karakter«e. Jm Kreise Büren sind 54 ältere Personen no<h geimpft und dadur<h hofentlid alle ferneren Ausbrüche des Blatterngifts gehoben wor den. Arnsberg. Der veränderliche und stürmisch Witterungs - Karakter fonnte natürlich niht ohne Ei

fluß auf die menschliche Gesundheit bleiben, welcher dens} W

auch die jeuen Einwirkungen entsprechenden Krankheits formen, als Gicht, Rheumatismen, Katarrhe, Lunge enzündungen erzeugte, 2c. ohne daß “indessen ein der Jahreszeit ungewdöhnlihe Sterblichkeit erfolgte. einigen Gegenden, namentli<h im Kreise Bochum, hetr]<| noch fortwährend das Nervenfieber, welches in der Ge meinde Wattenscheid bereits 20 Personen ergriffen hat In der Stadt Dordmuünd ‘famen bei einem o jäh

rigen Manne die natürlichen Menschenblattertï-zum Vork

¡VILL. Zichung der

299,388.

Allgeme i. e

Preußische Staats-Zeitung.

AZ 5,

Berlin, Freitag den-7ten Januar 1825.

L, Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages,

Bei--der am 5ten und bten Januar d. J. fortgeseßten Prämien-Schein-Nummern zu Staats- Schuldscheinen fiel die 1e Haupt:Prämie von 90,000 Rthlr. No. 112,618; 1 Prámie von 2000 Rthlr. auf No. 9 Prämien von 500 Rthlr. auf No. 3604,

119,913; 41,231. 128,618. 158,704. 188,377, 199,200.

32,962. 155,435 | : No. 13,494. 24,417. 35,524. 62,467. 63,674, 104,694. 115,641: 175,136. 231,150. 243,123. 243,237. 246,579. 252,180. - 258,112. 272,896. 278,262, 284,782. und Die Ziehung wird fortgesebt.

Sé. Durchlaucht der Kaiserl. Russische General der

schein, welche, obschon derselbe gleihsam wie damit bef Jnfanterie und außerordentliche Gesandte am Königl.

jáet- is, sehr gutartig und von feinen gefährlichen Zus Französischen Hofes

fällen begleitet sind. _IX. Jülich Clevo-Berg. Kölln, Die Kran helts -. Constitution war Fatharrastis<h rheumatisch.

X. Niederrhein. Coblenz. Der Gesund heitszustand unter den Menschen ist, zahlreiche Katha rhalfranfheiten ausgenommen, Lisher befriedigend gew! sen. Es steht jedoch zu befürchten, daß in den üb |<wemmtea ega den späterhin Krankheiten entsteh1 werden, besondeë® unter der ärmern Klasse. Aa < e! Wenn auch augenommen werden darf, daß die Witterut der Gesundh:it der Menjchen nicht förderlich seyn fönnt

so sind doch , außer rheumatischen und fatharrhalisc<u

Uebeln, besonders beim zarteu Alter, feine allgem herrschenden Krankheiten als Folge derselben wahr nommen worden: Trier. Die Rötheln herrs< noch immer unter den Kindern, auch der Keuchhusi zeigt sich no< an einigen Orten.

Königlihe Schauspiele,

Mittwoch den 5ten. Im Schaufpielhause. Zul Erstenmale: Maria Stuarts erste Gefangenschaft, Du ma in 4 Abtheilungen nah Walter Scott, von “Lembt!

Meteorologische Beobachtung en

| Barometer |Therm. [ Hygr, [Wind | Witterung. |

i e Hs _ \+trüb/,stürmisch, t 0‘| 4-3 " T1 W. Saa / 6'|4-5f°,,| 85° |S.W. |trub, Sturm, Né#

714-229, | 76° 1W., - |wolfig,Wind, R

3, Dec, [A. 28° 4. Dee, |F. 127° M. 27°

Redactenr John,

sud nur 5

|_ Rente 101, 90. 80.

Fürst Wo1lftonsfis, ist von St, Yetersburg hier angekommen. Angekommen. Seine Excellenz der wirkliche Geheinié Rath und Ober-Präsident der Provinz West- preußen, von S<sôn, von Königsberg in Pr. : der Kaiserl. Russiche Feldjäger, Lieutenant Sie» fów, als Courier von St. Petersburg:

“T, Zeitungs - NaM{<hten.

E 00 Ausland?

_ Paris, zr, Dec. Der General Morillo hat ge-

sern eine Privataudienz bei Sr. Königl. Hoh. dem

Dauphin gehabt. i i Die mit Entwerfung der Adresse an Se. Maj.

heauftragte Kotnmission. hat ihre Arbeit beendigt. Mor-

gen wird nun. die Kammer in einem geheimen Comité |

ber diese Arbeit der Kommission berathschlagen - und hiernähs| werden in dffentliher Sißnng durchs Loos diejenigen Mitglieder bestimmt werden, die. nebst dem Bureau die Deputation zur Ueberreichung . der Adresse zu bilden haben. i

Wegen der: heftigen Stürme in verwichener Woche Paquetboote mit 189 Reisenden „in Calais eingelaufen , und 4 dergl. mit 250. Reisenden von da abgegangen. : C

Dec. Nach den Times sollen durch Nachrichten aus Peru vom-9. Sept. die früheren Mel- dungen von den von den Jhidependenten n diesem Lande ider die Spauier erungenèn Vortheile bestätigt worden

seyn, | Aus Mexifo besißen wir Zeitungen vom 6, Oft. Das mexikanische Journal el Sol enthält die Verhand-

London, 26.

und 286,920; 18 Prämien von 200 Rthlr. auf

- Yurisdictioù zu

ein Beschluß gefaßt worden, die Verfassungs - Urkunde dem hohen Vollziehungs - Rath zur Sakktion vorzulegen.

Eine hierzu ernaunte Kommission verfügte sih in den

Pallast des Vollziehungs - Rathes, der mit Achtung das Resultac der konstitutionellen Arbeiten des Kohgresses empfing ünd in einer an denselbèn erlassenen und der Kommission eingehändigten Adresse, seinen Dank aus- drúcéte.

Der Sol gibt sodann einen Bericht über das bei

dieser feierlichen Gelegenheit beobachtete Ceremoniel, und

schließt denselben mit der Bekanntmachung eines von dein Vollziehuñas- Rath an die mexikanische Nation er- lassenen Manifestes. Dieses und eine Beschreibung der großen Feierlichkeiten dieses Tages, werden von der Ti- mes ebenfalls vollständig mitgetheilt und füllen eins ihrer ungeheuern- Kollummen aus.

Eine Commission des General - Congresses hat vors géschlagen, die Stadt Mexico zum Siß der Bundes- Regierung zu wählen, und sie unmittelbar unter deren stellen; allein die legislative Gewalt des Staats Mexico, in welcher die Hauptstadt liegt, hat nachdrüclich gegen diese Maaßregel protestirt.

Aus Neuyork und Liverpool verbreitet sich ein Ge- rúcht, daß ein neuer Neger - Aufstand in Famäica beé der Montego- Bai ausgebrochen sei. Der Globe will wissen, das Schiff Jntegrity, welches am. 5zo. Oftober abgesegelt, bringe .die Nachricht, daß er durch die Miliz bereits gedämpft gewesen. ;

Die columbishe Staatszeitung vom 10. Oftober meldet, daß am zten Bogota cin Friedens - , Freunds schafts - , Schiffarths- und Handels - Tractat zwischen Columbien und den V. Ste. dur< die Minister Gual und Anderson abgeschlossen worden.

Es hat si< cine neue Bergwerks - Compagnie mit

| 600,000 Pf. Kapital für die großen Silbergruben von

Pasco in Peru hier gebildet. Nahe am Hafen von Dover ist ein Haitisches, wie es heißt, nah Hamburg bestimmtes Schiss mit 4000 Ballen Kaffee und mehrerèn Tonnen Mahagoniholz ges randet. c E 4 Sn Jrland' gibt es 117,975 Frauen mehr als Män- ner; blos in Dublin zählt man 19,471 Personen weibs- lichen Geschle<hts mehr als männlichen Geschlechts: In der Gegend von Manchester sind jest unausges seßt Z0,000 Webemaschinen beschäftigt. - Im “ganzen brittischen Reich werdén jährlich 160 Millioen Pfund Baumwolle verbraucht. Wenn beim Spinnen andert- halb Loth auf jedes Pfund verlorèn gehen, so bleiben noch 645 Millionen, die in wirkliches Gespinst“ verwan- delt werden. Nimmt man den Preis des Garnes im Durchschnitt zu 18 Pence an, #0" deträgt dies beinaße elf Millionen Pfd, Sterl. Dér Handels- Statistikér Kennédy- hat bere<net, daß jährlich bei der- Garnspins nerci 161,000 Personen Und 9,666,006 Spindeln in

Gedruckt bei Feister. ' E pern i lungen. des Kongresses vom 4. Oft, Diesen. Tag war Thätigkeit sind, und ‘das ‘dabei wirkende Kapital in Ges

pes R H GSTT I S A S e A G ER R P T D E V E T E SR Ik I TERA N P G R D G P A O