1825 / 6 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

On Ie H E e Fs E, I E E T E E E

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der Civilliste und der Emigranten - Entschädigung näch? sten Montag in die Deputirtea- Kammer gebracht wer-

den, '

Die Neujahrs: Géschènke wel<he Se. Mj. dem Herzog von Bordeaux und Mademviselle machen wer- den,“ bestehen für leßtere in einer höchst funstreih gear- beiteten silbernen Toilette; sür ersteren aber in einem Artillerie-Parfk, der mit Verschanzungen und anderen Vertheidigungswerken umgeben ist; am äußersten Ende ist, als Zielscheibe ein Faß an einem Mastbaum aufge- hängt. Das Ganze ist aus Gold und Silber gearbeitet- «az Selten ist wohl etwas mit solchem Eifer aufgenom- men worden, wie die Subscription zu dem Denkmal bei Quiberonz von allen Seiten - strömen fortwährend Gaben herbei. :

Der König hat mittels eines Schreibens vom bten v. M. den Schweizer Cantons, in hô<s ehrenvollen Ausdrücken úber die Tapferkeit und Treue ihrer Trup- pen, das Ínterefse ausgesprochen, was Se. Maj au dem Erfolg der Kapitulation mit Neapel nimmt, damit, nach den. eigenen Worten Sr. Maj. die in dem Königreiche beider Sicilien herrshenden Bourbons dieselben Vor- theile, welche seit langen Jahren die Schweizer Regi- menter den Ländern gewähren, erlangen und genießen mögen.

¡Die Vertheilung der Spanien. '

Nachrichten aus Nordamerika zufolge sind in der Provinz Virginien die Wahlen für die Präsidentschaft beendet. Hr. Crawfurd. hat die meisten Stimmen er- halten, nämli<h 8/254- nächst ihm Hr. Adams (5/219) Der General Jackson dagegen 2,740 und Hr. Clay nur 413+ | | j

Rente 101. 75. 90. : ,

London, 28.. Dec. (über Paris). Der Proceß wi- der Hen. O'Connel beschäftigt sehr die Aufmerksamkeit des Publifums- und giebt unseren Blättern, die sich theiis gegen, theils für ihn interessiren großen Stoff.

Auf dem Kobcurg Theater wurde gesteru, mit au-

Etoile giebt eine vollständige Uebersicht der französischen Occupationsarmee in

ßerordentlichen Erfolge zum erstenmale das Drama: die

franzôsisc<e Revolution oder die Schrekens- regierung, vorgestellt. Mit Freuden fonute man be- merfkèn, daß die Menge der Zuschauer alle demokrati- schen Maximen Robespièrre’s Barrère's und anderer Gewalthaber jener entseblichen Zeit auspfiff.

Aus der Schweiz, vom 25. Dec. Nichts entrwif- felt mehr die Judustrie eines Landes, und giebt dem innern Verkehr“ einen höhern Schwung, als die Aule- gung neuer, und die Verbesserung alter Landstraßen. Die verschiedenen Kantonsregierungen der Schweiz über- zeugen“ si< immer mehr von ‘dieser Wahrheit. Jährlich entstehen neue Verbindungswege, und jährlich wird die Judustrie, selbst in den entlegendsten Thalgeländen, le- dendiger. Jn Graubündten sind, außer den Hauptstra- ßen über den Bernhardin und Splúügen, die jebt schon mit Diligenten befahren werden, die Fahrwege von Chur na< Selva im Tapetschenthal und nah. St. Maria auf dem Lufkmanier, úber Lenz und den Septimer nach Bregaglia und Chivenna, über den Weißenstein nach Punt, über den Bernina nach Tirano, und über die Züga dur< Davos nach Klosters verbessert worden. Eine neue Straße führt von Stalla über den Julier nach St. Moriß, und von Casaccia úber die Maloya eben dahin. am Kanton St. Gallen wird die Straße durchs Tog- genburg, von Wildhans nach Grabs fortgeseßt. Jm Kan- ton Zürich wird eine neue Hauptstraßc von Zürich nach Luzern, hintern Albis, angelegt, weil der Weg über den Albis zu steil und unbequem ist, Jm Kanton Schwyz ist der Fahrweg von Art nah Kúüßnach vollendec. Er soll bis Luzern fortgeseßt werden; eben so wie- jener von von Zug nah Art, so daß man fünstighin diese {dne Gegenden mit Kutschen wird besuchen fôunen. Ju Un-

1-Serriere.

terwalden arbeitet man no<h an der Straße über d Bräuig, und der Weg von Stanz nach Engelberg i verbessert worden. Uri und Tessin berathen s< ny uber Vollendung der Gotthardstraße> während. die ft den Susten, von Wasen na< Meyringen zerfällt. Kanton Tessin soll eine Fahrstraße durchs \{<dne Ceùt valli von Loecarno na<h Domo d’Ossola erôffnet werde Bon Luzern na< Bern ist die neue Hauptitraße ül Surscee, Hutwyl und Sumiswald vollendet worde Eine neue Straße führt von La Chaux de Fonds ül) Saint - Leger nah Delemont (Delsberg). Von Neuf tel führt eine <hône Straße jeßt am Seeufer hin nj i Im Kanron Waadt wird fleißig an h Straße von Lausanne .na< -Yverdon, über Echallens 4 arbeitet, und zwei neue Straßen führen über die Mi <haire und Mont - Tendre nah dem Jouxthal. J Wallis ist eine große Straße von Martaiguy nach Ril des, durch die Rhonesümpfe, jebt fahrbar. Der Fah! weg nah St. Pierre am großen Bernhardsberg ist s verbessert worden. Ein anderer führt von Monthe dur<h die Thäler von Champery und Abondance na Thonon am Geufersee. Ein dritter von Brieg na Oberwald, am Fuße der Grimsel und des Rhonegl schers. Der Kanton Freiburg allein, obgleich nicht besonde gebirgig, hat wenig oder nichts für seine Straßen gethaß und man ist in beständiger Gefahr, auf dem interessa! ten Wege von Bulle nach Vevay den Wagen zu zerb chen. Man spricht von Erbauung einer Straße da! Thuner - und Bréenzersee, so wie am Wallenstädters: den man bei siürmishem Wetter nicht passiren fan Schwieriger, aber au<h um so nothwendiger wvirde ( seyn, eine Straße von Brunnen no<-Altorf am Urn see zu erbauen, Ein wahres Meisterstück ist die von Bet mio im Veltlin über den Stelvio nach Tirol ‘führen Militärstraße. Man wollte sie ersk am Braglio- - hinak na<h St. Maria im Graubündtner Münsterthal wée

den, aber die Bewohner desselben haben diesen Vorschial f nbe | [d Gutachten über den Prozeß des Generals Cruz aufge-

fordert; in Folge dieses, wie manmeiüt, dur<h den Ein-

verworfen, und es vorgezogen, seitwärts zu bleiben.

_“ Túrfkei. Die Allgemeine Zeitung enthält folge des Schreiben aus Marseille, 22. Dee, Man ha Briefe aus dem Archipel mit eiuïgen Details über k wichtigen Vorgänge im November, die wahrscheinli den dortigen Feldzug fär dieses Jahr beendigen. WM( erwartet mehr Schiffe aus der Levante, durch die wir un ständlichere Berichte erhalten werden. Snzwischen rüß ren die gegenwärtigen Nachrichten von Personeu her, d| der Sache der Griechen abgeneigt sind, und schein also unverdächtig. Sie melden im Wesentlichen Folge

des: Jbrahim - Pascha, der sih in den Meerbusen vi

Stanchio zurückgezogen, und daselbst seine gesamm F'otte mit seinen zahlreichen Transport\chissen, (mi gemietheteä europäischen Schiffen) versammelt hatte, ber tete, den von Konstantinopel und von seinem Vater haltenen Befehlen zufolge, Alles zu einer neuen Expedi tion vor, zu welcher er vorzugli<h seiner Landtruppl bedurfte. Diese waren während der Abwesenheit di Flotte zwischen Keramo und Melasso kantonnirt gewes Sie wurden auf ‘die Kriegs - und Transportschiffe dl ägyptischen Flotte vertheilt. Jbrahim wollte mit all seinen Streitfráfren zufêrderst in die Bucht von Sul segeln, und daselbst Vorbereitungen zu ciner Landu auf Morea tresfen. Es hieß, er wolle, statt wie er A fangs- beabsichtigt hatte, im mittäglichen Theil der Hall

insel zu landen, von Suda aus in deu Meerbusen vil Nauplia úberseßen, und seine Landung auf. der O tfúsi

bewerkstelligen, wodur< er leihter ins Herz des Pell ponnejes eindringen, und zugleich die gefährlichsten En pásse vermeiden founte, die bei einem Marsch von d Südküste Morea's ins Junere nicht zu umgehen wart! Die Griechen hatten den Eingang des Meerbusens v! Sranchio nicht eigentlich blofirt, und einige. vor dems ben aufgestellte leihte Fahrzeuge entfernten sih, sto wi

die Avantgarde der ägyptischen Fiotte Budrun verlif

F: E it Et REE E mai UE F U HUE E 5 Ct T: N M T7 E ats E T E 7 Hb A E E E IE E wr B G PRE E: , ar L: 199 g En A G S T O R A Gd R Ec R e JEQE G S E E Uen a h S A E O R T E Es E Ld N A I R ¿M Dy s E 1 0A dle l PROLGAW v5 S M e L) E L E E de N E M E E L O L

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&brahim founte demnach ohne Hinderniß seinen Zug uach Fandia unteruehnreu. Er segelte zwischen den Sporaden dur gegen Santorin, ohne weitere Vorsichtsmaßregeln zu nehmen. Erst zwischen Santorin und dem Câp Sassaso, un- fern der fleinen JuselChristina, sah er plößlich eine starke Ab- theilung leichter griehi\<her Schiffe, dei denen sich viele Brander befanden, in seiner Nähe. Diese unvermucthete Erscheinung veraulaßte auf den ägyptischen Schiffen große Besturzung.“ Es fam zu einer Kanonade, die im Grunde unbedeuteud gewesen {ein mag, allein nichts desto. weni- ger die in der ägyptischen Flotte herrschende Verwirrung vermehrte. war, ergriff die Flucht, und zwar, da die Aegyptier sich vou Kandia abgeschnitten glaubten, in- nordöstlicher Rich- tung. Die ersten flúchtigen Schifse gelangten zur Insel Nanfi, und eilten von dort nah Budrun zurück. Eine andere Abtheilung segelte gegen Rhodus; einige Schiffe gelangten in Kandiotische Häfen. Fbrahim Pascha und Fsmail Gibraltar béfanden si<h mit ihren beiden Admis- ralshiffen zuleßt wieder zu Budrun, wo sie so viele Schiffe als möglich zu sammeln suchten, wahrscheinlich um wit denselben na< Alexandrien, zurückzukehren. Mehrere ägyptische Schiffe sind von den Griechen ge- nommeti worden, uud die ganze Expedition ist geschei- tert. Spanien. Ein Privatbrief aus Madrid vom 20. Dec. (im. Tournal des débats) meldet; Die Polizei Be- hôrde zu Valladolid hat den vormal. Cortes Deputirten vom Jahre 1820, Gonzales, aus der: Stadt gewiesen ; man mißt diese Maßregel, obwohl anscheinend ohne al- len Grund, der (vor fürzem gemeldeten) Landung von Constitutionellen oder na< anderer Vermuthung

Schleichhändlern an der Küste von Valencia und den

dadurch erregten Belorgnißen bei. Aus denselben Grunde, meint man, sei auch der - politische und militairische Chef von Salamanca, Hx. Cienfuegos, abgeseßt wor- den. Der König hat den hohen Kriegs -Rath zum

fluß der Herrn Zea und Ugarte erfolgten Consultation hot man Hru. Kruz, in Freyheit geseßt zu sehen.

Der Prinz Maximilian von Sachsen K. H. geht alle Tage in Madrid umher und besucht alle Anstalten, ohne weiteres Gefolge als zwei oder drei Spanier ho- hen Rangs die ihn begleiten. E 3

Aus Cadix vom 14. Dec. meldet das obgenaunte Blatt, daß die, zur Besaßung dieses Plaßes bestimmte Division: von la Caracca Besi genommen ‘und diese

nsel befestigen lasse; man glaube, daß auch auf der Jusel Leon, so wie zu Kadix selbst mehrere Werke er- ichtet werden und daß alle Einfünste beider Orte von den Franzosen werden verwaltet werdeu, Die Schie jon der französichen Marine gereichen dem spanijchen andel zum besonderen Schuße. '

In Columbien erschienen gegenwärtig neunzehn Reitungén, und zwar in Bogota 5 (Curreo, Gaceta, Cor: stitutional), eben so viel in Caracas, 2 zu Panama, è zu Carthagena, 2 zu Guayaquil, und in la Guaira, Papayau, Antiochia, Cumana, Maracaibo und Quito, iner jeden eine. Jn London erscheinen bei Acfkermaun vei für Columbien bestimmte Zeitungen, die von aus- zewanderten gelehrten Spaniern redigirt werden.

Jn la 1nd.

Erfurt. Der vormalige Abt zu Großammensle- en Bouifacius Schosfs, hat zum Besteu der Kirche und r Schulen zu Worbis zwei Kapitale von bezichungs- eise 1000 Rthlr. und 1200 Rihlr. in Golde, und

der Hauptmann Karl Friedrih von Steinmeßen zu Siemerode, im Kreise Heiligenstadt, zum Ankauf von brundstücfen für -die dortige Schule 250 Rthlr. und r die Schule zu Bischhagen 150 Rthlr, vermacht.

Ein Theil, der den Griechen am uächsten

und darüber 447 9

Marienwerder. Nach der, von dem hiesigen Verein zur Militair Blinden -Unterstüßung. unterm 25. Dec. abgelegten Rechenschaft betrug die Einnahme de}- selben im Jahre 1824 975 Rthlr. 11 Sgr. 2 Pf.; die Ausgaben dagegen 1166 Rthlr. 24 Sgr. 6 Pf. , die hierna<h erwachsenen Mehrausgaben von 195 Rthlr. 20 Sgr. konnten indeß aus abgezahlten Kapitalien übertra- gen werden. Die Ausgaben bestanden, wie in vorigeu Jahren aus Vertheilungen an bestimmten feierlihen Ta- gen, als: 18. Januar, 5. August 2c. und in einzelnen Un- terstúßungen, namentlich zur Erwerbung von Grundstücken. Mún ster. Der Chaußeebau von Lengerich zur hanndvershen Grenze ist im Monat Nov. vollendet worden. Posen, Der Flächen - Jnhalt des hiesigen Re- gierungsbezirks kann zu 5327 Quadratmeilen angenoms- men werden, darauf befand si<h am 1. Januar 1824 eine Volkszahl von 660,599 Seelen. Die Bevölkerung beträgt demna<h im Durchschnitte 2020 Meuschen auf eine Quadratmeile. Folgendes sind die Resultate, aus den Bevölferungslisten pro 1825. i die Zahl der im genannten Jahre Gebornen beträgt: 28,614 die der Gestorbenen 17,962

Es sind also mehr geboren als gestorben: 10/652. Jn den einzelnen Kreisen verhält sich die Zahl der Gebornen gegen die Gestorbenen in folgenden Abstu- fungen: a. Adelnau, 4 geb. 5 gest. þ, Birnbaum, 15 geb. g gest. c. Boinst, 15 geb. 8s. gest. d. Bak, 16 geb. 9 geb. e. Fraustadt 19 geb. 15 gest. f. Kosten 15 geb. 9 gest. g. Krotoschin, 19 geb. 12 gest. h. Kröben, 22 geb. 13 gest. 1, Meseriß, 13 geb. 8 gest. k, Obornik, 14 grb. 8 gest. 1. Ostrscescow, 19 geb. 12 gest. m. Pleschen, 7 geb. 4 gest. n. Posen, 11 geb. 8 gest. o. Samter, 16 geb. 9 gest. p. Srinim, 10 geb. 6 gest. q. Schroda, 14 geb. 8 stest. x. Wreschen, 14 geb. 9 ges. Knaben sind geboren 14,7354, Mädchen 153 880. Ver- hältniß 24. Jm Ganzen sind 1496 Kinder außer der Ehe geboren, folglich unter 19 ein unehelihes Kind. Das Verhältniß der unehelichen Kinder zu den übri- gen ist : a. in den Städten wie 1 zu 15. “b auf deri Lande - 1 #287 Getraut sind 5285 Ehepaare, darunter 553 Männer über óo- Jahr alt, wovon 33 mit Frauen unter 50 Fahren sich verbunden haben. Unter 99 Jahr alt geworden sind 89 Männer, 107 Frauen, Todtgeboren sind Z42 Knaben, 260 Mädchen, zusammen 608. : Diese Zahl verhält si<h zur ganzen Summe der Ge- bornen wie 1 zu 46. Bei der Niederkunft und im Kind- bette sind gestorben 255 Frauen. Von den Gestorbenen haben 2501 das natürliche Lebensziel erreicht und sind an Entfräftung gestorben. An Poken sind überhaupt 762 Kinder gestorben. Die Mortalität war folgende, und zwar bei den Kindern am stärksten, es starben: a. vor vollendetem 1sten Jahre 4881 b. nach vollendetem 1sten und vor vollend. 7ten F, 4151 c. nach vollendetem 7ten* und vor vollend. 14ten J. 802 d, na< dem 14ten und vor vollendetem 20sten J+ 534 e, hierzu die Todtgebornen 002 10,20.

Hiernächst bei den Erwachsenen bis gegen das

Jahr i Am shwächsten bei alten Leuten bis 90 Jahr

óoste 2695

17982 Potsdam. Die Gemeinde zu Nächst- und Fern- Wünsdorf, Amts Zossen, hat sih durch die Beilegung

‘cines Grundstücks von 1 und ein halb Morgen von der vor-

gli sten Eigenschaft der dortigen Feldmark, um die Verbesserung ihres Schuldienstes schr verdient gemacht.