1825 / 14 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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rifala (in Thessalien) dem Begler:Beg Il- fhat ver E der Sandschak von Konstandil (im nôörd- lichen Macedonien) dem Begler-Beg Al Vrione's Neffen) unter der Bedingung, die Verwaltung desselben in Person zu übernehmen, verliehen

Diese Maaßregeln werden besonders auf die Lage der Dinge in Albanien und Epirus großen Einfluß haben.

Durch Berichte aus Syra, Smyrna, und einigen andern Punften des Archipels, „sind wir úber die Ope- rationen und Schicksale der ägyptischen Flotte vollstán- diger als zuvor, obgleich immer noch nicht ganz zuver- lässig, unterrichtet. Folgende Angaben können unterdes- sen als. vollfommen glaubwärdig betrachtet werden *)

Die ägyptische Expedition war wirfli<h am 8. Nov. von Budrun ausgelaufen, und am 10. auf der Höhe der

Insel Kandia angelangt, wo eiue griechische Esfadre-

don einigen 40 Fahrzeugen sie erwartete. Fúnf griechi- - sche Schiffe, und eben so viele Brander, wovon verschie- dene zu Grunde gingen versuchten sich an diesem Tâge gegen. einzelne der ägytischen Flocte, ohne ihnen etwas anhaben zu fônnen. Am 12, waren beide Flotéen cin- ander in der Nähe, der Wind, aber bereits jo gewaltig, und zugleich so veränderli<, daß von. feiner Seite ma- nôvrirt werden- fonnte. Am 13. jagten vier griechi- he Schiffe. fast den ganzen Tag hindurch mir Brandern einer ägyptischen Fregatte nach7 die aber mit-dem Ver- lust einiger von der Flamme ergriffener Segel davon fam. An eben diesem Tage ging der Wind in den hef- tigsten Sturm über, der_ am 14. beide Flotten nit nur gänzlich aus einander warf, sondern. auch. die einzeluen Schiffe derselben in mehrere Richtungen zerstreute. Jn diesem Sturme verlor die ägyptische cinige (man glaubt übérhaupt fünf) von europäischen Kapitains geführte Transportschisse, die den Feinden in die Hände fielen. Bereits früher (in der Nacht vom 9. auf den 10.) hat- ten diese eine ebenfalls zur ägyptischen Expedition ge- hôrige spanische Brigantine genommen, Hierauf schei- nen ihre Siege sich zu beschränken.

Zwölf ägyptische Kriegsfahrzeuge liefen während des Sturmes. in den Hafen von: Spinalonga (ostwärts von der Stadt Kandia) ein. Der úbrige Theil der Flotte begab si, wie schon gemeldet worden, in den Meerbu- sen von Marmarissa.

Man versichert, daß gleih na< Ankunft dieser Nach- richten von hier aus an Jbrahim Pascha der Befehl er- ganger sei, mit seiner ganzen Expedition, - sobald nur Wind und Wetter es. zuläßt,- zu den zwölf vor Kandia liegenden Schiffen zu stoßen, und bei der ersten günsti- gen Gelegenheit eine Landung. auf Morea zu unterneh- men. Im Junern dieser Halbinsel war der Zwist zwischen den Parteien auf einen solhen Grad gediehen, daß man

Die deutschen und französischen Journale tragen sich bereits seit mehreren Wochen mit einem, - wie es heißt, am 7. Dec. zu ‘Triest angelangten, von dem griechischen Vice - Admi- ral Sachturi eigenhändig geschriebenen Briefe nach wel- <em die ágyptische Flotte am 12. bei Kandía aufs Haupt geschlagen, und gänzlich/ zerstreut seyn follte. “Von dieser großen Neuigkeit ;. die durch die obigen Angaben hinreichend widerlegt wird, wußte selbst der bekannte Brander - Haupt-

mann Constantin Canaris, der am 21. Ndv. auf der Insel \

Syra einlief, und, nach seiner eignen Aussage, am 16. dur<h Sturm von den andekn griechischen Schiffen getrennt worden war, nichts zu erzählen, Auch die Zeitungen von Hydra, die wir bis- zum 20. Nov. besitzen, erwähnen dersel- ben mit keinem Worte. . Wir haben übrigens gut

Gründe zu glauben, daß der angebliche Sachturische Brief. f

nie in Triest angekommen ist, - (Anmerk. des öster: Beob.)

Ahmed (Omer-

(selbst nah Aussage griechischer Zeitungen) das Aeußers zu erwarten hatte. ;

Ungeachtet der: vorgerückten Jahreszeit ist die Pt in einigen Quartieren der Hauptstadt noch nicht gay gewichen, und es hat so eben ein besonderes traurige Schicksal die hiesige persische Gesandschaft getroffe Nachdem zuerst der Bruder des persischen Geschäftstri gers,

len war, folgten bald darauf mehrere Hausgenossen, un

zuleßt der Geschäftsträger selbst, so daß nicht ein eins

Familie oder der Gesandsandt

ges Individuum seiner d die Angelegenheiten derselben. j

[haft übrig blieb, um, besorgeu. : Anderen Nachrichten aus Konstantinopel vom 1 Dee, zufoige, (welche die Allgem. Zeit. mittheilt) hält d Divan seit 14 Tagen täglich Sißungen, und nach Allen

vas man- hôrt ist es feinem Zweifel unterworfen, di

die Pforte außerordentliche Vorbereitungen zu eina neuem Feldzuge. trifft. Jm Arsenal wird Tag und Nat gearbeitet. Der Untergang der Griechen im bevorst henden Feldzuge wird mit eben der Zuversicht, wie i

vergangenen Jahre verkündet. Fbrahim Pascha, da

ivie der Kapudan Pascha, mít Widerwärtigfeiten alli Acc zu kämpfen hatte, hat sich. von Kandia nach da Meerbusen von Makri zurückgezogen; eine andere A theilung seiner Flotte liegt bei Suda,

Königliche Schauspiele.

tontag 17. Jan. Jm Opernhause: Armide, groß Oper in 5 Abtheilungen, mit Tanz. Musik von Glu Ballets von Telle. :

Zu dieser Vorstellung werden die Billets erst vo Sonnabend Morgen an, verkauft.

Dienstag 18. Jm Opernhausec Redoute. Ein laß - Billets zu F 4 | Dienstag Nachmittag 5 Uhr bei dem Kastellan Ht Sattler im Opernhause, bei dem Kastellan - Hr Adler im Schauspielhause, und Abends nah Eröffnu des Hauses an den beiden Kassen zu haben, Es find u dieser Redoute die bei den täglichen. Schauspie Vorstellungen gewöhnlihen zwei Eingänge statt; d! eine dem Universitäts - Gebäude, und der andere del Bibliothek - Gebäude gegen über. Für diese Redout werden au<h Zuschauer - Billets zu ‘den Logen des di ten Randes verkauft, und sind daher diese Billets # gen Bezahlung vou F Rthlr. für das Stück, von Din stag Morgen 9. Uhr, bis Nachmittags 5 Uhr, bei du beiden genanuten Kastellanen zu haben. Während d Aufenthalts: in“ den Logen )steht es einem Jeden fri sih zu demasfiren ; jedoch nicht während der Anwesenht| im Saale. Die Kasse wird nm 9 Uhr geössnet. En der Redoute um 5 Uhr.

Meteorologische Beobachtungen. Barometer Therm. | Hygr. |Wind| Witterung.

W. W. W. |trüb, S.W.]|trüb. S.W. |treüb. S.W.

trüb. trüb.

809 819 «T5 1a2. 129 059

A. 289 42“ F, 28% 42 M. 28° N. 299 F. 28° M. 23°

L M 2°,

+3z 7 +429, El S7 1 +25°

14. Jan. 15, Jan.

4‘ t 31

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16. Jan.

heiter.

O O TT T E E G I aenannten

Gedruckt bei Feister-

Redacteur Joh

Mustapha Aga, als Opfer der Krankheit gefa

Rthlr. für jede Person, sind bi

den, welche der Londoner Hof erließ als

A-1141 g

Ppreußishe Staats-Zeitung.

meine

Ne

14.

Berlin, Dienstag,

Amtliche Nachrichten.

Mp P R Abgereist. Se. Excellenz der wirkliche Geheime- 4th und Dom -Dechant, -Graf zu Spiegel Desenberg, ad) Mänster.

I

1, Zeitungs-Nachrichten. A u'sla nd.

Paris, 11, Jan. Durch Königl. Ordonnanz vom 5, December sind 60,000 junge Maunschaften auf die lasse von 1824 berufen, :

Ueber den Zeitpunkt der Einstellung dieser Mann- <hasten soll weitere Bestimmung erfolgen. 2E

Der König is gestern mit dem Dauphin in die egend von Versailles auf die Jagd gefahren. |

Vorgestern hat der General - Lieutenant Pozzo- di Borgo in einer Privat - Audienz dem Könige seine euen Beglaubigungsschreiben als außerordentlicher und evollmächtigter Minister Sr. Maj. des Kaisers von Rußland Überreicht. L :

Wir mußten gewärtig sein, sagt die Ltoile, daß jewisse Schriftsteller über die von der englischen Regie- ung gezeigte Neigung, Handelsverträge mir den neuen reistaaten von Südamerifa zu schließen großen Lärm ahen wúrden. Das Journal dés débats, dem alles u einer Gelegenheit des Angriffs dient, sagte gestern, „die Folgen dieser Maaßregel sind von hôchster Wich- igfeit. Und in diesem kritischen Augenblicke bringt

Înan eine , úbrigens so heilige Entschädigung in Vor-

lag! Und in diesem Augenblicke denft man an Ren- en- Konversion, an die Errichtung neuer Papiere S

Welcher Zusammenhang- ist uun wohl zwischen den Veseßentwürfen und den Handelstraftaten Englands it den spanischen Jusurgenten. Das Iournal des dé- bats, mdge doch an die-Handelstraftaten mit den -spa- ischen Cortes denken; wo war deren Bâärgschaft ? Ju- dessen ist ein wesentlicher Punft, der die Aufmerksam- it aller Besonnenen auf sich ziehen muß: nämlich daß die n Frage stehende Maßregel nichts in den Rechtsgrund- äken verändert und selbst auf die Thatsache nur einen

Mehr beshränkten Einfiuß ausüben fann. Das Interesse

Unserer Fabrikanten und Kaufleute, sagen die englischen Blätter , verlangt die Anerkennung“ der Freistaaten von Mexico und Columbien, Die Antwort auf dieses Argu- went fann man auf jeder Seite der eigenen Manifeste fin- im Jahre 1775 die nordamerifanischen Kolonien sich gegen das Mutter- land erhoben. Auf jeder Seite derselben liest man, daß

ler Souverain von Großbrittannien niht minder Kö-

den 18ten Januar 1825.

nig von Pensilvyanien und Virginien ist als von den Pro- vinzen Yorf und Northumberland. dan will sich auf die, im Parlament gehaltenen Res

den und die dort auf die Tafel gelegten diplomatischen Pies- cen stüßen; aber in Allem was gesagt ges<hrieben worden ist, findet sich die Erflärung, dáß, bey aller Widerseßung gezen eine fremde Einmischung in die Angelegenheiten des [panischen Amerifa, das Kabinet von St. James- in feiner Weise das volle Recht des Königs von Spaniens bestreite, alle Mittel und selbst Gewalt zur Rückbringung der insurgirten Kolonien anzuwenden. Das Recht der legitimen Oberherrschaft über. jene Länder der neuen Welt ist mithin authentish als an der Krone Spaniens haf- tend anerfannt. Um solches gelten zu machen hat die- selbe vermittelnde Unterhandlungen und endlich die Ge- walt der Waffen gebraucht. Der große Kampf ist bci weitem noch nicht beendigt ; wer gäbe also wohl einer fremden Macht plôblich eine so absolute Obergewalt, daß eine bloße Erklärung von ihrer Seite alle Rechte Spa- niens aufhübe. Wenn eine solche Verwirrung in- den politischen Principien von denen die civilisirten Nationen geleitet werden entstunde, wo wäre den ein Ziel für die Berechnungen des Ehrgeißes und der faufmännischen Habsucht. Europa würde jene verhängnißshwere Periode wiederkehren, sehen, wo ein, von immer wahsender Ver- größerungssucht eingegebenes Defret ihm verkündete, daß dieses Haus zu regieren aufgehört. Heute z. B. würde England die amerifkfänishen Unterthanen Spa- niens von dem Eide der Treue entbinden ; morgen dagegen Spanien die asiatishen Unterthanen Englands für un- abhängig erfären. dergleichen Erklärungen sind jedoch nichts, jo lange sie nicht dur<h F'otten und Armeen un- terstüßt werden. Kann man denn aber. wohl annehmen, daß die spanischen- Truppen, welche no<h in Besiß der s<höônsten Theile von Peru und Chili sind, si<h plöblich, von Schrecken ergrifsen, zurückziehen werden, weil einige englische Consule auf dem Gebiete der faum in Ent- wurf da stehenden Republiken von Mexifo und Colum- hia angelangt sind? Nein, gewiß, wenn das Schwerdt einmal gezogen ist, fennt die Gewalt nur die Gewalt, uud Englakd hat nie daran gedacht, dasselbe zur Lösung einer Frage anzuwenden, deren Entscheidung keiner an- Uen Macht der Erde verderblicher als ihm selbst seyn fônnte.

Die Anklagefammer hat no<_ni<t über Papavoines Schicksal entschieden. Die Jnstruftion gegen Fort ist ebenfalls sehr verwiel

Wie man versichert sagt das Echo du midi is zwischen dem französischen und dem römischen Hofe eine Unterhandlung erdôfsnet worden, um die Angelegenheit der Ehen der Geistlichen (mariages réligieux) zu Ende zu bringen.

Die dritte Kammer des Tribunals erster Jnstanz