1825 / 15 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

in Fenstern und an Gebäuden theilweise vielen Scha- den angerichtet.

Resultate

aus der Bevölkerungsliste des Regierungs-Bezirks Kö- nigsberg vom Jahre 1823.

1) Jm genannten Jahre wurden im hiesigen Re-

giernngs - Bezirk geboren, Knaben, : 15907

Mädchen, 14880

in Summa 30787 2497 5459 9955 9339

in Summa 19294

Specielle Uebersicht der Sterbe-Fälle,

a, Nach Verschiedenheit des Alters. Todtgeboren sind 917 Gestorben sind vor vollendetem 1sten Jahr 5139 Nach vollendetem 1sten, vor vollendetem ören Fahr 2823

- “Nach vollendetem nt vor vollendetem 5ten Jahr 1185

s - y - 10 627

48A 10 14 2302 20 25 431 25 30 413 30 35 390 35 40 537 40 526 45 533 50 625 55 659 60 762 65 628 70 692 75 556 80

389 M 35 196 Nach vollendetem 90sten Jahre

darunter sind uneheliche Kinder.

2) Getraut sind Paare. : 3) Gestorben sind männlichen Geschlechts

weiblichen s

L G

s 6 s 8 6 6 s s E s - 6 s é 6

Q G U U H HGGBBBRBU D Dn R R Q V au D V B UARD H BUBuR ma V M R Be ae A D A S S

114 Die größte Sterblichkeit trist das Alter vom vollende- ten Asten Jahr, die-in diesem Alter Gestorbenen wer- den ungefähr der 4te Theil aller Sterbefälle. . b, Nach. Verschiedenheit der Jahreszeiten. Fm Januar, Februar und März 6511 s April, Mai und Juní 5277 - Juli, August und September 3667 + Oktober, Nov. und Dee. 3839

in Summa 19294

Also herschte die größte Sterblichkeit in den 3 er- sten Monaten des Jahres, die geringste in den 3 Som- mermonaten.

Königlihe Schauspiele.

Dienstag, * 18. Jan. Im Schauspielhause: Die unglückliche Ehe dur< Delicatesse, Lustsp. in 4 Abthei- lungen, von Schröder. (Hr. von Zahlhas, zeitheri- ger Director des Stadt - Theaters zu Bremen: Graf von Klingsberg.)

56

Im Opernhause: Redoute. Einlaß - Billets z 2 Rthlr. fur jede Person, sind bis Heute Nachmi tag 5 Uhr bei dem Kastellan Hrn. Sattler im Oper

hause, und Abends nah Eröffnung des Hauses an de beiden Kassen zu haben. Es finden zu dieser Redout die bei den täglichen Schauspiel - Vorstellungen gewöhn lichen zwei Eingänge statt; der eine dem Universitäts Gebäude, und-der andere dem Bibliothek - Gebäud gegenüber. Für diese Redoute werden auch Zuschauer Billets zu den Logen des dritten Ranges verkauft, unl sind daher diese Billets gegen Bezahlung von 2 Rthli für das Stück , von heute Morgén 9 Uhr, bis Nah mittags 5 Uhr, bei den beiden genannten Kastellane zu-haben. Während des Aufenthalts in den Logen steh es einem Jeden frei, sich zu demaskiren ; jedoch nic während der Anwesenheit im Saale. Die Kasse wir! um 9 Uhr geöffnet. Ende der Redorte um 5 Uhr.

Mittwoch, den 19. Jan. Jm Schauspielhause Zum Erstenmale : Flinte uud Pinsel, Lustsp. in 1 Auf nach dem Französischen, bearbeiter vou Th. Hell. Hierauf; Die Dorfsángerinnen, fom. Oper in 2 Abtheilungen Musik von Fieravanti. -Wegen eingetretener Hinder nisse faun das Singspiel : Die Geräuschten, nicht ge geben werden.

M eteorologische Beobachtungen. [Barometer |[Therm. |Hygr, |Wind | Witterung.

16, Jan. | A, 289 x3/|—1°“/ | 79° |SW. psternhell, Frost, 17. Jan. |F. 289 1E | 204 B SW., \heitcr, Frost, M, 28° x1E/| 4-129] 68° |SW, |heiter, s{<ön.

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Berichtigung, Jn etlihen Exemplaren d Nr. 83. der St. Z. in der Bekanntmachung der Jmm diat - Kommission zur Vertheilung von Prämien a Staatsschuldscheine vom. 7ten d. M.7 wegen der pu fludirten Prämien der bten Ziehung lies: Nr. 22,525, statt 32,5253 1 20A, e. B AOLS e 141,810, e 341,810 ; s. 291,303, s 391,203; s 295,688, s 295,788

Redacteur John.

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Anzeige, den „Gesellschafter“ betreffend.

Wer si< vom laufenden Jahrgange (dem neunten )

Zeitschrift : Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Hel herausgegeben von F. W. Gubiß, halten will, den ersuchen wir, bei uns oder der ihm nächst Buchhandlung seine Bestellung \pätestens bis zum 20. I

nuar 1825 zu machen, Maurersche Buchhandlung

O T E N T E eemmiemmanemenewmweee

Gedruckt bei Feister.

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hause, bei dem Kastellan Hrn. Adler im Schaulpi y l c U ß i \ c S f (l d l H I c l f U n g.

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15.

Berlin, Mittwoch, den 1ig9ten Januar 1825.

Amtliche Nachrichten.

D. L 0.0.41... D 0 8.4 C4 6; 2

Se. Majestät der König haben dem Vice - Consul asperg zu Hamburg das Prädikat als Comercien - ath allergnädigst beizulegen, und das desfallsige Pa- it zu vollziehen geruht. V E

I,

Angekommen. Der Regierungs - Chef, Präsident, tiherr vom Hagen, von Kölln a. R

IL, Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

Paris, 12. Jan, Die Deputirten haben sich heute den Bureaux versammelt um zur vorgängigen Prü- ng der Geseße über die Entschädigung und über die ente zu schreiten. Sie blieben von 1 bis 5 Uhr zu- mmen , haben jedoch das Geschäft noch nicht beendigt id daher auch die Kommissionen, welche der Kammer jer diese Gesehe Bericht zu erstatten haben werden, h nicht ernaunt.

‘Rente 102. 70. 55.

London, 8. Januar. Seine Mafestät der König, he bei dem anhaltenden gelinde Wetter fortwährend gih Spazierfahrten im Park machen, wollten, wie es eß, gegen den 12. d. M. Sich nach Brightoa begeben ; ay glaubt jedo<h eher, daß Allerhôchstdiesclben bis zur rôffnung des Parlaments in Windsor verweilen wer-

n,

Der Königl. Franz. Botschafter, Fürst v. Polignac, am 5ten von Paris hier wieder angefommen. Gestern ist das Parlament’ förmlich bis zum ôten ‘bruar protogirt worden. _ :

Jm nächsten Mätz-+ Monat wird das erste Dampf- iff von hier nah Ostindien abgehen. Es wird nach merifanische® Bauart sowohl zum segeln als zum Ge- auch der Räder eingerichtet. Die Eigenthümer hoffen nen 2 Monaten die Reise dahin zurücklegen zu fkön-

n, und bie Prämie von 10,000 Pf. St. zu gewinnen,

e in Ealcutta für das erste Dampfschiff ausgeseßt ist, A die Reise von- und nah Europa in 6 Monaten ructiegt.

“Seit den lebten 3 Jahren sind in London nicht eniger als 20,0009 neue Häuser erbauet worden,

Die erste Ausfuhr Englischer Wolle fand in vo- ger Woche statt, wo 50 Ballen geringerer Gattung \< Nordamerika verschisst wurden.

Das gestern von der Schaßkammer bekannt ge- achte Budjet úber die Einnahme bis zum 5, d. M.

lautet wieder außerordentlich. erfreuli<h. Alle Zweige des dôffentlihen Einfommens haben beträchtlich zugenom- men besonders die Zölle und Accise - Abgaben, Unge- achtet der Rückzählungen und Aufhebung von Zöllen, welche 1 Mill. 150,000 Pfd. Sterl. betrugeu, belief si< der Ausfall gegen die Zoll - Einnahmen im Jahre 1823 nur auf 168000 Pfd. St. Die Accise - Einnah- men haben dagegen „- in Vergleich mit dem vorigen Jahre um 1 Mill. , 156,616 Pfd, St. mehr eingetra- gen. Bei den Stempel - Abgaben findet ein Mehrbe- trag von 390,476 und bei den Post - Einnahmen von 57,000 Pfd. St. statt. Wenn wir diesen glänzenden Zustand der Finanzen betrachten , sagt der Courier, und sowohl die Herabseßung der Zölle, als die in den lebten zwölf Monaten geschehenen Rückzahlungen, ers- wägen; so muß der gegenwärtige Stand des Einfom- mens die größte Freude, das innigste Erstaunen erre- geu , und wir können, wenn wir dabei noch auf die be- reits eingeführten Verbesserungen und auf die politische Lage des Landes blicken ,- demselben sowol zu der Ver- gangenheit als zu den Hoffnungen für die Zukunft Glúck wünschen.

Am 31. Dec, Abends wurde ein Courier mit De- peschen nach Madrid abgefertigt. | :

Die Werbungen für die Truppen in Ostindien ha- ben bereits begonnen; binnen kurzem werden fünf Re- gimenter dorthin abgehen.

Vom Jazre 1814 bis Ende des Jahres 1324 wur- den in England 4,187,738 Ballen Baumwolle einge- führt. Davon lieferte Brasilien 2c. 1,289,239, Ostin- dien , 189368, Aegypten zum -ersten Male im leßten Jahre) 21740 Ballen 2c.

Die Angelegenheiten der Jrländischen Katholi- fen haben seit einigen Wochen eine ganz neue Wendung genommen, die nur von der kleinen Anzahl Menschen gewürdigt werden fann die gewohnt sind, den Karaf- ter der Chefs der fatholishen Partei mit Unparteilichs keit zu erforschen. ;

Die Partei besteht T. aus der Masse der Jrländis- hen Acerbauern, eine Volksmasse von 5 Mill. Men- schen, die alle ein Jnteresse dabei haben, der protestanti- hen Geistlichkeit den üblichen Zehnten nicht zu bezahlen, und Alle, wenigstens im Vergleich mit den- Pächtern in England uud Schottland, in großem Elende leben; 2. us der katholischen Geistlichkeit, die im Allgemeinen hinsichtlih ihres Standpunkts über das Volk selbst wes nig hervorragt; 3. aus der reihen und unterrichteten Klassé der Advokaten, die größtentheils der Sache der Unabhängigkeit Jrlands- sehr zugethan und daher zum Theil sehr revolutionnair gesinnt sind; 4. aus einèm fleinen Theile des Jrländischen Adels, der, obgleih er der Religion seiner Vorfahren getreu geblieben, der all- gemeinen Güterfkonfiskfation dennoch entgangen ist. '

Seitdem die Revolution in Jrland im Jahre 1778