1825 / 16 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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schrift eines Ministers versehen waren, der solche nicht in Abrede zu stellen wagen wird, Zwei Jahre später fahen wir die Fregatte Flora einlaufen, die, obschon direct von Se. Allerchristl. Maj. gesandt , feinen bes- sern Erfolg hatte, weil die Ansprüche sih nicht verän- dert hatten. i Ungeachtet dieser Versuche, welche sehr geeignet waren , das Mißtrauen des Volkes in Ansehung der Absichten eines Kabinets , welches darauf beharrte , das- selbe zur Sclaverei zurückschreiten zu lassen, ging der franzöfische Handel mit Haity darum nicht minder in vellständigster Sicherheit fort. Die Vereinigung des nördlichen Theils der Jnsel mit der Republik brachte neue Vorschläge zum Vorschein welche Hr. Aubert du Petit - Thoars mir von Seiten des Staats : Raths EÉs- mangart brachte. Lekterer hatte sih zur Zeit der Mission des Vicomte v. Fontanges im Jahre 1816, woran er Theil nahm , die Achtung der haityschen Re- gierung erworben indem er liberale Principien an den Tag legte. Hr. Aubert verkündete mir: daß Se. Ma]. Ludwig XVIIL. sich entschieden habe, unsere Unabhängigkeit zu weihen, und si < darauf beshränke, das Recht der Oberherrlichkeit nebst Entschädigungen für Abtretung des Gebiets und Eigenthums zu reclamiren. Meine Antwort war bestimmt, und indem ich selbst den Schatten eines Protocells zurückwies ; willigte ih darein, als einzigen Weg der zu einer end- lichen Uebercinfunft führen könne, das Anerbie- ten einex ansehnlih bere<hneten Entschädiguug, wel- ches mein Vorgänger der General Dauxion Lovaysie gemacht, der Vicomte von Fontange aber abgelehnt hatte, zu erneuern. Dies Anerbieten von meiner Seite blieb jedo unbeachtet , obwohl Hr. Aubert mich versichert

hatte, daß man nur meinen Eut|<luß zu erfahren wün- |

he, um die Sache abzumachen. Es darf nicht unbe-

merft bleiben, daß cin jedes Ereigniß, welches die Wohl- / fahrt der Republik erhöhte , sogleich auch die Zusendung eines Agenten zur Folge hatie, dessen Mission jedoch | stets erfolg!os blieb, indem das französische Kabinet im- |

mer wieder zurückging.

Der Präsident legt in dieser Weise den weitern | Gang der Sache bar bis auf die neueste seinerjeitige j

Absendung von Bevollmächtigten nach Franfreich, wel-

che sich jedo gendthigt geschen , ihre Pässe zu fordern j wie er sagt, | durch ein unbegreisliches Mißgeschick, welches das f\ran- | zdfische Ministerium jederzeit) von ver Annäherung, w0: wieder abwendig |

und nach Haity zurückzukehren , indem,

nach es so sehr zu verlangen scheint ,

macht; durch ein System von Ausflüchten (tergiversa- j tion) , welches ihm nicht verstattet, im Augenblick des | zuzulassen, |

Abschlusses schon zugestandene Vorschläge zuz oder die Erneuerung schon aufgegebener Ansprüchs ver-

anlaßt, um einrn Anlaß zu erhalten , die Vollmachten |

meiner Agenten fúr ungenügend zu erklären, diese Mis on, die so wie fruh eren, ohne Erfolg blieb.

Die Gewehrschlösser á Percussion stud in England seit 3 Jahren im Gebrauch , und nun allgemein gewor- den ; selbst alle Kanonen auf den Schiffen sowohl, als das Feldgeshúß sind mit Schlössern à Percuss10n ver- sehen, und ‘ein Regiment Scharp-Schouters an den (Scharfschúßen) hatte schon im Jahr 1822 die Vorrich- tung à Percussion an den Búchsen ; seitdem sind auch sämmtliche Soldaten der ostindischen Kompagnie mit Schlössern à PVercussion versehen worden. Die wesent- lichen Vorzúge der Flinten - Schlösser à Percuss10n gegen die zeither im Gebrauch gewesenen französischen Schlösser bestehen hauptsächlich darin , daß das Versa- gen Vor - und Nachbrenuen ganz beseitigt , ist der Schüße also seines Schusses bei feuchtem Wetter , wie bei tro>enem, immer gewiß bleibt, und der Schuß

Gedruckt bei Feister.

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durch die weit shnellere Entzündung fräftiger seyn muj| obgleich der dritte Theil Pulver in der Ladung erspar wird. Da sich die ganze Pulvermasse mit einem Mal, entzúundet , so wirkt dieselbe kräftiger und in größere! Entfernung , als durch die Entzündung des Pulvers au! der Batterie.

N 0:41:06 1D,

Gumbinnen. Ju der Nacht vom 13. zum 14 Dec. artetete lder Sturm in einen Orkan aus, un

richtete an Gebäuden, Zäunen und Bäumen haupt\äd}

li< aber an Strohdächern, Schaden an. Jn eben diy

ser Nacht , und späterhin am 21. wurde das Wasser auf

dem curischen Hafe bei einem heftigen Westwinde zu rückgetrieben, wobei die Ueberschwemmung so groß wur de, daß die Fluthen selbst in Heydekrug bis in die G! bâáude eindrangen , Bäume, Heuhaufen die auf dei Wiesen gestanden Hatten, und vicles Stapelholz wi au<h Stücken von zertrümmerten Gebäuden dahin g trieben wnrden, bei fortwährenden Regen sind die Weg fast ganz unfahrbar geworden, und Strôme und an mehreren Orten aus ihren Ufern getreten. JU di

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Preußische Staats-Zeitung.

F 16.

Derlin, Donuetliag,

L, Amtliche Nastrie&tenu. nt eo La

Tilsitischen Niederung is durch die Uederschwemmun viel Schaden entstanden, L

Köslin. Am üten Dec. strandete, vor Tagesöau G. Walter 2c. in Stettin gehörige, mit einer Ladun

London bestimmte 3mastige Barkschiss, George Wil helm genannt.

Wellen der Ostsee ganz zertrüminert, und die gesammt

. F » 5 Q F bruch 1 Meile ôstlich von Leba, das den Kaufleuten F h a 7 : : Reer das Prâdikfat als Hof- Sattlermeister beizulegen | Getraide Planken 2c. von Danzig kommende nnd nf

Dieses Fahrzeug ward in drm Auge blicé, da es der Küste sich näherte, von den A

Minden allergnädigst zu ernennen geruht.

geruhet.

IL, Zeitungs-Nachrichten.

Fluthen verschlungen. Fünf von der Sce ausgeworfen

| zur Erde bestattet. Vor der Ladung ist wenig geborge!

Der neue Porto-Tarif für Berlín, welch!

18, Deo, V 20

anstalten,

tendsten ausländischen Städten, und c N 4. ein Verzeichniß derjenigen Länder, wohin die Bri franfirt werden müssen, mit Angabe des dasük zu 6 Œh Jz è S richtenden Franko Betrages, ; | enthôlt, ist, sauber brochirt, für 10 Sgr. beim Porti! | im Posthause zu habe G n Durch diesen Tarif wird jeder Correspondentk l selbst ausführlich unterrichten können wieviel an Pos geld bei der Abgabe, wie beim Empfange der Briese zu zahlen ist.

Sni Os Sa u Gd LT els

Mannschaft desselben, aus 13 Köpfen bestehend, von des

1. das Regulativ úber die Preußische Porto - Taxe vol

9, den Brief-, Geld- und Päckerei ¿Porto - Sab vi Berlin nach einer jeden der 1150 Preußijchen Pos

3. den Brief-Porto- Saß von Berlin nach den bede

Jm Schauspielhause. Zu}

d AULiaus.

Daris, 13. Zau. Depucirten - Kammer wurde die, von den betreffenden Bureaux in Vorschlag gebrachte Zulassung der Deputir- n Duport de l’Eure und d’Hennessy ohne Widerrrede ngenommen. Das Geses Über die Civilliste war dem- jutte Gegenstand der Verhandlungen. Hr. Bazire

Leichname waren erst am 23 Dec. gefunden, - und {in

atte das Wort. Die drei ersten Artikel des Entwurfs, Mieinte er, bezôgen sich allerdings auf den eigentlichen BDegenstand des Geseßes ; und müßten, dem Anstandsge- hle nach, ohne Discusston genehmigt werden z die beiden bten aber, (die Apanage des Herzogs von Orleans , und die Kosten für die Salbung des Königs betreffend) gehörten sicht dahin. Was den erstern anlange, so wolle er nicht dem Perdacht Raum geben , daß man den Artifel um des- hald mit in den vorliegenden Geseßentwurf gebracht, Im ihn in so guter Gesellsshaft leichter dur<hzubrin- en, Die Unkosten der Salbung seyen zwar allerdings om Staate zu bestreiten, sie dúrften jedo<h in dem Ge- b wegen der Eivilliste ersheinen. Er bestand deshalb harauf , daß die fraglichen beiden Artifel aus den Ent- puri entfernt werden sollten. Der Finanz - Mini- er trat dagegen auf, und sprach zur Nechtfertigung j} Ausnahme der beiden Artikel. Der erstere dersel-

dittwoch, 19. Jan. J 1 Erstenmale: Flinte und Pinsfel, alten Henne , Lustsp. 1. Aufzug. Seyn, Lustsp. n 5 Abtheil, vom

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Meteorologische Beobachtungen.

9 : >IJ Fernhell, Grof. | 17, Son, 1 A I SW, |sternhell, Frost. |

i La H l 184 Jan. (S 28° Q iri: | M. 282 x2 42° SW, |trüb, Thaguwett®

Redacteur John

oder: Das Schloß ¡} Hierauf: Schein Dr. C. Tôpli

D A j 9 dri A « B ¡Bgrometer |[Therm. | Hygr. |Wind | Witterung,

SW. |trüb, Thauwetts

lben , sagte er, ist unstreitig ganz an seinem Plake; handelt sich von einer Restitution , deren Princip on vorlängst angenommen ist ; indem man solches be- freitet, nimmt man, si<h wohl húüthend, es ausdrück- i zu nennen, auf ein Geseß vom Jahre 1791, auf ein Geseß voll innerer Widerspruche Bezug; man hat bis- ebt dur< ein Provisorium die, Sr. K. H. früher ent- gene Apanage erfeßt, es ist jedoh nunmehr Zeit die- m precairen Zustande ein Ende zu machen und durch n Geseß die Rechte eines Königlichen Prinzen festzu- ellen, Der Artikel gehörte also offenbar in ein Geseß belches die Apanage der úbrigen Glieder der Bourbon- hen Familie feststell, Jm Uebrigen ist eine Dotation (n Grundbesiz immer für monarchischer angeschen wor-

| den als eine Apanage in Renten. j anlangt, jo sind wir der Meinung gewesen , daß die | Unkosten, welche dessen Gegenstand sind, nicht füglich / e us Controle unterworfen werden fönnen, L Ad A E j wir haben des » e S Din e Seine Königliche Majestät haben den Regierungs - | „zen (s E R A “pr 7 n Se eferendarius von Kor um Landrath des Kreises | ; , A : ; E E Refe 3 e ) Kreises | in R Geseß welches wir Jhnen vorgelegt, ihren Plak ] E At a f Etninehmen musse; die Ausgaben werden demnäcl on Sei Majestät der Kdnig haben dem Sattlermeister | « E A S n VNRCON Aon

¿a]cj lonig have Sattlermeister | dem Minister des Königl. Hauses angeordnet , und die

7 bringen.

den 2often- Januac 1825,

T TIE T Ep I P Er E E Ert

Was den 5. Artike

Rechnungen werden nicht in dem Budjet auftreten.

j Es ist eine Summe, die Sie mit Vertrauen zu gewähs- j ren haben werden, und aus Ehrfürcht vor dem Throne j werden Sie nie über die Verwendung einer , zu so heis | ligem Zwecke verwilligte Summe discutiren wollen. Jch j widerjeße mich daher dem Amendement des | zire, j und uncerstüßte den Antrag des Hrn. Bazire, in ähn-

In der gestrigen Sißung der |

) Hrn. Ba- Nach ihm trat Hr. v. Labourdonnaye auf

licher Weise wie dieser und, wie er sagte, immer im Interesse der Königl. Würde sprechend. Auch der Ge- neral Foy ließ si<, na< seiner gewöhnlichen Weise lebhaft gegen die Minisker vernehmen. Es würde, meinte er, ein Mangel an politischer Redlichkeit von Seiten der Minister seyn, wenn sie in ein Geseß Ar- tifel einichöôben , um solche mit Hülfe der Gunst, die man den übrigen Artifeln angedeihen lasse, durchzu-

_ Se. K. H. der Prinz Leopold von Sachsen Coburg hat gestern mit dem König und der Königl. Fa- milie zu Mittag gespeißt.

Neute 102: 65, 76.

Wien, 11. Jan. Nachstehendes is der Schluß der (im gestrigen Blaite der Staats- Zeitung abgebto- chenen) Mittheilungen des österreichisheu Beobachters von Corfu uud Zante bis zum 20, December :

Morea ist in der lebten Zeit abermals ein Schau- plaß offener und blutiger Zwietracht geworden.

Im Monat October ward zu Napoli di Romania das Regierungs - Personal erneuert. Zu Mitgliedern des Directoriums wurden G. Conduriotti, als Prási- dent , P. Botassi als Vicepräsident *), Fotilla, Spilio- tachi und Coletti , zum Präsidenten des Senats Pa- nuzzo Notara, und zum Vice - Präsidenten Vresteno Teodorito ernannt, Maurocordato war zu einem wichs- tigen Posten bestimmt, und seine Freunde hatten stark daran gearbeitet, ihn an die Spibe der Geschäfte zu ziehen, Er aber weigerte sh standhaft , und erklärte zuleßt fategorish, daß er seinen Plaß in Mesalongi ob er gleich auch dort mit Feindseligkeiten und Kaba- len aller Art immerwährend zu kämpfen hat in kei-

*) Díefer starb kurz nachher an einer in Napoli grassirenden epidemischen Krankheit, die sich neuerlich au< nah Argos verbreitet haben soll. (Anm. d. öster. Beob.)