1825 / 18 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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IL, Zeitungs-Nachrichten. A U C164 d,

Paris, 15. Jan. Die vorgestrige Sißung der Deputirten-Kammer war von keinem, namentlich für das Ausland erheblichen Jnteresse. Gegenstände der Ver- handlung waren unter anderen die Geseßbentwürfe wegen Austausches verschiedener Königlicher Domainen, daun wegen Autorisation des Departements der Marne, sich eine außerordentliche Steuer zu Bestreitung der Wie- dereinrichtungs - Kosten des erzbischöflichen Palasts in Rheims und desfallsiger Verlegung der darin bisher be- findlichen Tribunäle und Gefängnisse aufzulegen ; ferner ein ähnlicher Geseßbentwurf in Betreff des Departements der Oise bezuglich auf die Kostenbestreitung des neuen Prâfecturgebäudes; sie wurden sämmtlich angenommen.

Gestern war die Ausstellung ‘des Museums zum lektenmale geöffnet, und Se. Maj. besuchten dasselbe um selbst den trefflihsten Künstlern die Belohnung ih- ker Albeiten zu erthellen. Die Herrn Carles Wetnet und Cartellier wurden zu Rittern des heil. Michael, vier andere Künstler, theils Bildhauer, theils Maler, worunter Horace Vernet, wurden zu Officieren dex Eh- renlegion und 21 andere zu Mitgliedern derselben cr- nannt. Nach der Vertheilung: aUßherte ber Koutgs - ér bedauere Herrn Gerard nichr hier zu sehen; er wúrde ihn für sich um Darstellung der Salbungsfeierlichfeit gebeten aben. O weise Vie (ate Se Ma). hmzu) ¿208 er es mit Vergnügen übernehmen werde. Herr Gerard, der int der That zugegen wär, aber unter der Menge der anderen Anwesenden stand, trac hierauf hervor, um Str, Maj. seinen Dank darzulegen,

Mente 102. N

Lo don, 11 Jinnay, ZU Liverpvol sind m vo- rigen Jahre 10,001 Schisse angekommen.

Währead der Seestürme im Nov. v. J+ sind an den Küsten von Westindien über 200 Schisse ge{irandet.

Nach der Zeitung von Sierra Leone vom 17. No- vemb. sind die Ashantees wieder in ihre. Hauptstadt Coomasca zurückgekehrt. Zhren Feind , den Volksstamm der Acfims, haben sie wegen Mangel an Munition ni<ht weiter verfolgen föônnen. Der Niederländische Gouverneur von. Elmíina, Oberst Lai, haät-den Blit- tischen Behörden zu Eap Coast einen Besuch abgestat- tet, und man versprach sich für die Zukunft mehr Ruhe in jener Gegend. An Lebensmiteln ist wieder Ueber- fluß; nur wird der Sclavenhandel nach wie vor in Por- tugiesishen und Brasilianischen Schiffen lebhaft fort- gesckt.

Die Regierung is gesonnen, eine neue große Ent- decfungs - Expedition ins Jnnere vou Afrika abzufenden. Capitán Laing , ein sehr auegezeiclneter Mann der sich auch in der Schlacht gegen die Ashantees befand , wel- che M'Carrthy das Leben kostete, wird an die Spike dieser Expedeition treten, die außerdem aus zwey Se» cretairen und 46 Mann als Begleitung besteh: soll,

Amstepd am, 15: Jau. Die Moeyuung uysrer Re- gierung selbst úber die beschlossenen hohen Getraidezôlie icheinvt so ziemlich mit dem zusammenzutreffen, was Hr. Sandberg der jedoch fúr den Geleßvorschlag stimmte, in. derx zweiten Kammer zu Brüssel darüber . äußerte: Er bleibe fortwährend im Zweifel darüber, ob nicht unbedingte Freiheit der Ein - uud Ausfuhr das aller- rihtigste seyn würde. Den vorliegenden Eutwurf werde ex aunehmenz; weniger aus Ueberzeugung von dem Nußen der Maaßregel, als um dem Wunsche von neun

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ZSehutheilen der Nation zu geulgen; „0x. Mle e900, 1

da er wahrnehme, daß mau die vorgeschlagne Maaß regel» als . exsten Schritt zu einem Verbotssystem dar? stellen wolle , seinerseits erklären , daß die Grundsäke des Geseßes vom July 1821 unverrückt die seinigen blieben, Grundsálbe, von welchen man, kleinem Urtheile,

| Prohibitiv - System vertrage ; daß eine allgemein

nach, schon viel zu weit abgewichen sey; daß jeden freigestellt werden müsse, zu faufen und zu verkaufen, und die geographische Lage unseres Landes überdem fei

Schüßung des Fabrifkwesens gar nichts sage, eine theil iveise Ungerechtigkeit gegen diejenigen sey, die nicht An

e es für gut findet, berufen fann, endlich daß, was bie t A zu verhandelnden Geschäfte betrisst, die Bestimmungen Meiner Ordonnanz vom 2. Nov. 1313, besonders in demjenigen was die, durch diese Ordonnanz dem Ministerrath ertheilte Befugniß betrisst, von jeder Sache, welche eine allgemeine Vorschrift in allen Ver- waltungs - Zweigen bilden fann, Kenntniß zu nehmen,

theil an der Schúßung erhielten.

Auch Hr. Metelerkamp wollte die Maasregel fei nesweges als ersten Schritt zu einem Prohibitiv - Sy stem betrachtet wissen, sondern als eine vorübergehend, zur Aufhúlfe für die Landwirthschaft, wobei zuglei dem Könige die Befugniß bleibe, die darin enthaltene Bestimmungen einzuziehen, sobald es die Umstände ey fordern würden. Der Finanzminister stimmte in sei ner langen Rede diesem bei und äußerte, die MaaëEregzil werde den Handel nicht benachtheiligen und der Nubkei derselben werde aus den Folgen erhellen müssen.

In der Bothschafr , welche den lelteingebrachten Geseßvorschlag, betressend die Patent -, Schlacht:-, Mahl, Salz-, Wein-, aus - und inländische Branntwein-Steuern und den Úber die Erhebungsweise von wegen Sr. Mj

nanzmittel - System bildeten, würden sehr gewiß den s. Z. gemachten Anschlage über ihren Ertrag überflüssy entsprechen, wenn sie gehörig in Erfüllung gebrach würden z; allen es werde von der Mäßigung in einigen Bestimmungen Mißbrauch gemacht, um den Stadt [chändlich, und zum Nachtheil des redlichen Steuer pflichtigen , in seinem Réchte zu verkúrzen. Se. Mäáj erwarteten, daß durch Annahme des gegenwärtigen Vor schlages der Ertrag der Besteurungen mehr gesichett seyn werde, und seyen hinlänglich überzeugt, daß, went

gesucht würde, die Zusaß-Centen auf die Personen - und Mahl - Steuern im nächsten Jahre auf fünfe würden vermindert werden fönnen.““

St. Petersburg, 5. Jan. Se. Maj. der Kai ser haben dem General - Kriegs - Gouverneur der hiesi gen Residenz, Grafen Miloradowit|h, ene außeror dentlihe Gratification von 50,000 Rubeln in Silbe

Brillant -Ring mit der Namens - Chifsre verliehen.

Um die Privat-Kupferhütten in größere Aufnahnm zu bringen, ist die von den Eigenthümern derselben früher bezogene Abgabe von drei Rubeln für jedes Pu Kupfer völlig aufgehoben worden.

Im October Monat sind durch das Orenburgsch Gränz - Zoll- Amt für 374,953 Rubel Russische Erzeug nisse nach China und der Bucharey abgegangen.

Für das beym hiesigen Findelhause errichtete Ju stitut zur Aufnahine_ von Waisen, die'in der lelzten Ueberschwemmung elternlos geworden , sind 27,000 Ru bel eingegangen, wozu der Oberhofmeisier, Graf Litta, und seine Enkelin , die Gráfin Pahlen, allein 15,000

; Rubel hergaben.

Spanien. Die Etoile enthält folgende untern 31. Dec. von- Sr, Maj. dem Könige an Hrn. Zea - Bel mudez erlassene Verfügung:

„In Ansehung dex Mir von Jhnen. «augezeigt® Zweifel, welche sich gestern über den Vors im Mini sterrath erhoben, habe ih entschieden, daß: jederzeit, w0 Ach nicht selbst dem Ministerrath präsidire, Sie del Borsils darin führen, daß von nun an Sie und Jh Nachfolger zu Jhren Titeln den eines Präsidenten des Minisierraths hinzufügen; daß dieser>3Rath sih wenig tens zweimal wöchentlich versammeln soll, úberdem aba so oft als ein Minister es für dienlich: erachten wird|

ferner daß, nachdem Sie mich vorgängig davon il Kenntniß geseßt, der Ministerrath zu seinen Berathuw gen die Personen, die er für dienlich erachtet, zuziehet nicht minder auch, zux Erlaugung von Auskunft (n Dienstangelegenheiten, eine ‘jede constituirte Behörde,

begleitet, heißt es: ¿Die Geseße, welche jeßt das Fig

Europa im Genuß der Vortheile des Friedens bleibt nund unser Vaterland nicht dur<h besondere Unfälle heim

und dem Polizeymeister, Obersten Tschihatschew cinen d | )

und die Vorschläge für Stellen zu prüfen welche Geschäfte umfassen, die verschiedenen Departements, E und militairischen, oder dem politischen und finanziellen angehören, die Stellen der Vicekônige und E itaines mit inbegrissen Der Minister, ‘dem es zusteht, wird diejenigen Perjonen, die er zur Besebung der sragl!. Stellen sür würdig hált, vorschlagen, damit Mir sodann die P A E dem Gutachten Meines Minister- ‘gelegt werden. i A Madrid vom 83. Jan, meldet dasselbe Blatt: der König fest entschlossen, in seinen Staaten feine verderblichen Bücher, die während der revolutionairen Regierung eingebracht worden , zu dulden und um an- dererseits denjenigen seiner Unterthanen die Zusendun- en von dergleichen verbotenen Büchern erhalten haben, feinen zu großen Berlusï zu verur]achen hat Ar). can sOecret die unvorzügliche Wiederausführung diejer DU-

(her nachgelassen. mehrere spanische Grands y 08 während der revolutionären Herrschaft von den Pslich- ten gegen Jhren unglücklichen Monarchen und ihres dig nen Ranges im Staate nicht ganz durchdrungen gewe: en waren, hielten sich seit der Befreiung Sr. Mal. vom Hofe entfernt. Der König hat jebt einem derjel- hen dem Herzog von Frias gestattet, Me entzoge- hen Hecorotionen wieder anzulegen. e Del S lgriegsminister Cruz hat von Sk. Moi. ran E erhalten, das L N E und sich nach ]ci- v Wohnung t Wcabri egeben. i

Pee D Nealtunà has directe Nachrichten aus Lima von 16. Sept. erhalten ; es herrschte zu .der Zeit voll-

éommene Ruhe daselbs und anu Lebensmitteln war Ue- berfiuß.

Bolivar befand sich weit entfernt von Lima nud in einer Lage die durchaus keine Unruße eiusidpen N rovin Die folgenden Auszüge aus A Sidney - Gazette vom 5..und 9. elugust R sehr ntmuthigendes Gemälde von dem Heu eugdoetten fe Batharst genannt: A habcn jenleits del en birge 41,000 Acres Laud, 539/000 Schaase Un E 300 Stúck Rindvieh. Die Bewohner sind über ein Land vou 120 Meilen Länge und 00 Meilen De streut. Zur Beschüßung diejes Eigenthums e, Arens Bevölkerung haben wir 3 Magtstpatsper,0nete A stables und einige wenige Soldaten, Sinty der ersteren, der mit mehreren Kolonisten ver 9 Tagen BDarhuest er O melbet/ dag t 9-700 ver Cs e elt hátten und ihre feindlichen Absichten zu f e i, * Ma geftht: 20: Gaglinder ne? V E E der Wuth dieser Wilden gefallen. Herr Law [04 A vor einiger Zeit 7 Menschen, welche von den Bar M ermordet worden waren, Lebtere scheinen mit von schrect- lihen Kunst des Scalpirens- nicht unbekanut zu hein, nenn den Gemordeten war die Kopfhaut gänzlich E Gesicht gezogen und ihr Körper außerdem scre>li< Us stimmelt ; 250 Schaafe wurden zu gleicher Zeit mit ly- den getödtet. Jun Folge diejer Gräuelthaten siud Ie meisten Schäfer und Aufseher davongelaufen, und die S cárke und der Reichthum des Landes sind gegenwär- tig der Vernichtung preisgegeben. Die meisten Kolon: sten werden das Land verlassen, wenn nicht nnverzügtich frâftige Maaßregeln zu ihrem Schuße A den. Von Van tvo Land Mi fortivähren âchtliche Quantitäten LBelzen all - E At j 16. Decemb. Die Korre\pondenz ¡wischen unserm Minister in London, Pn. Rulh/ Une Hrn, Canning, in Betress der Convention Ul Unter-

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drúcfung des Sclavenhandels, welche dem Congreß am 7. vorgelegt wurde ist neben andern Gründen, auh in Hinsicht der diplomatischen Etikette interessant. Erwähnte Convention war in London bereits abgeschlo}- jen und wurde, mit der Ratification Sr. Maj. des Königs von England nach Washington gesandt, Um dort gleichfalls rarificirt zu werden. Befanntlich hat der Senat bei Abschluß der Tractaten großen Einfluß. Weun nicht zwei Drittheile seiner Mitglieder ihre Zustims- mung geben, fann feine Ratification erfolgen. Dies war auch diesmal der Fall. Mehrere Senatoren mach- ten Ausstellungen, besonders wollten sie nicht, daß ver- dáchtige Schisfse an der Küste von Amerika sollten gefa- pert werden dürfen, da dort eben so wenig Sclavenhandel ges tri:ben werde, als an der Küste von Europa. Daher erfolgte die Ratification nur unter gewissen Modifica- tionen und Exceptionen. Diese kurz dargelegten Um- stände bilden den Jugalt der Correipondenz. Der voli- ständig oder im Auszuge mitgzetheilien Actenstúcée sind sechs: Nr. L. ist ein Schreiben des Staats]ecretais Adams vom 29, May 1824, an Hrn. Rulh, worin er die Sache auseinander set und hinzufügt: Der Prôst- dent bedaure sehr, daß der Tractat nicht |0 ratisiciv worden sey, wie er gewesen wäre, und wünsche, bie Ratification des fúr die ganze Menschheit wichtigen Rejultats so langer Unterhandlungen möchte nun von Seiten Englands keine Wider [pruch erfahren. _Außer- dem ersucht er Hrn. Rush, im Fall die Ratification erfolgen sollte, um Uebersendung mehrerer zu der Ls zen Unterhandlung gehöriger Actensiücke, D 24 ist ein Auszug aus einem Schreiben vom Hrn, Ruh an Hrn. Adams vot 28, Juny, worin ersterer den Emxfang des Schreibens vou Hr, Adams meldet - und hinzusügt, er- wolle die inodificirte Convention 10000 als mögli<h der Engl. Regierung vorlegen, Nr. ILL1, Auszug aus einem Schreiben von Hru. Rush an Hrn. Abdams wal d U e, M melder darin, er habe zwar (ain 4. Ful.) eine Unterredung mit Hrn. Canniag gehabt, fônne aber noch nichts über die Anfichten d Engl. Regterung hinsichtlich der Convention sagen. bts, IV. Auxszug eines Schreidens von Hun: N. „vom: 5 Aug, Qu N. V6 al demselben Tage abermals cine Unterredung mit Hrn, Canning gehabt, der ihm Ci tlärte, die Engl. Zegierung tônne die modisicirte Con- vention nicht ratificiren , vorzäglich tônne das Wort Amerika, wenn man sich auch hinsichtlich des übrigen cinigen dúürste - nicht ausbleiben, Hr. Canuing roird seine Gründe in einer besondern Zuschrift aus Ar seen, daher erwähnt Hr. R. ihrer nicht. Mr. V. Schreiben von Hrn. R. voi 30. Aug. Es dient zur Begleitung eines Schreibens von Hrn. Canning vom 97, Aug. , daß er zwei Tage vorher erhalten , worin er außer den, aus Obigem bekannten Umständen meidet : Hr. C. habe bei der Unterredung erflàrt - L Rg Regierung wolle den Ausdruck Amerika auf die den Mestindijchen Înjeln zunächst gelegenen Provinzen Jeiges Staats beschränken, und die mittleren und nôrdlichen ausnehmen , allein er habe sogletch erwiedert, daß dies vou Seiten Amerifas nicht zuge|taguden werden wurde. Nr. VI. Das erwähnte Schreiden von Hru, Canunz

27. Aug. E : (Der Beschluß folgt.)

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Coblenz. Obgleich die Erscheinung scheinbar oder ivirklich toller Füch se nachgelassen hat, 10 hört sie do noch ni<ht ganz auf. Man sieht deren nun auch auf dem linken Rheinufer. So fiel zu Plaid im Kr- Mayen ein Fuchs einen Hofhund an, und biß sich mit n herum, wurde jedoch von der hinzugekommenen Magd

er]<hlagen. Der stark gebissene Hund wurde vorsichtig

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