1825 / 21 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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und Bunzlau beruht die erfreuliche Aussicht, daß die Zahl der vorzüglichen und guten Lehrer mit jedem Jahr größer wird. Vornemlich verdient es anerkannt zu wer- den, daß die angehenden jungen Lehrer nicht nur páda- gogisch, sondern auch moralische religids in den vorgenann- ten Seminarien ausgebildet werden.

Erfreulich ist ferner der zunehmende gute Sinn der Gemeinen für ihre Schulen. Er spricht sich unver- fennbar aus, theils im neu entstandenen Schulen, theils in neuerbauten oder erroeiterten und reparirten Schul- häusern, theils in bewirkter Verbesserung des Einfkom- mens ciniger Lehrer, und in Unterstüßungen armer Schulkinder.

So find im verflossenen Jahre 5 neue Schulen, nâmlih in Tschopiß und Grabig, Glogauschen Kreises, in Púrschfkau und Goile, Freistädtshen Kreises, und in Mittel - Horfa , Rothenburgschen Kreises, entstanden, 23 masive Sulhäuser, und zwar: j

1) in Rothfkirch, Liegnißschen Kreises.

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lich wen

Der Sqchulbesuch ist zwar im Ganzen viel regel mäßiger als ehedem. Es giebt sehr viele Gemeinden wo nicht eine einzige Erinnerung in dieser Hinsicht y thig ist , aber es giebt au<h Eltern, die aus und Bildungsverachtung ihre Kinder dem Schulunte Gegen solche mit Strenge zn verfahren, Wegen der Dienst - un)

hen ,

richte entziehen. ist eine unerläßliche Pflicht. ütefinder besteht eine Verordnung, nach welcher sie tig} igstens 2 Stunden die Schule besuchen müssen,

Angchend den inneru Zustand der Schulen , so es fúr einen großen Fortschritt zum Bessern zu achten, daß die Kinder alles das lernen müssen, was der L tionsplan enthält , und zum Wesen allgemeiner Bildun gehört; daß dem Religionsunterrichte die meiste Zei und Sorgfalt gewidmet wird, daß Ordnung, Fleiß un) gute Sitten unter den Kindern nur sehr selten durch Schl ge, gewöhnlich das Kennzeichen eines leiden]chaftl;} ungeschickten, oft auch unmoral:s<hen Lehrers = sondern durch mildere aber desto wirfsamere Einwirkun

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aats-Zceitung.

1. Amlili&e NaOriDten

2) e Hochfirh, , ° z gen auf dem Wege der Belehrung, Weckung und Ay 3) - Doberschau , kathol. Goldb.-Haynauischen Kr. | regung des moralisch - religiósen Gefühls , der Ben 4) s Kreidelwibß, s . s ung des Ehrtriebs, .des Beispiels und der Gewöhnun 5) - Tschopib, : E - befördert werden. 6) - Rietshüs, fathol, Glogauischen Kr. Kôntgltchos Schauspdetl e E —,y Montag, 24. Im Opernbanse - Fphigena 1 irschberg i auris, große Oper in eil. Musik von Glug N ; s A Es Hierauf: Die Eifersüchtigen auf dem Lande (1'épreur} 115 7 A bserämaldian y : villageoise), fom. Ballet in 2 Abtheil. von J. L. Af - Groß - Waldilz- Löwenbergischen Kr. lon. Für das Kdnigl. Schauspiel eingerichtet vom K

Sohre, Görlißschen Kreises. nigl. Balletmeister Herrn Telle.

N Loui S Ade

Des Königs Majestät haben den bisherigen Ne- gierungs - Rath Lebens bei der Regierung zu Koblenz um Geheimen Regierungs-Rath zu ernennen, und das diesfällige Patent Allerhöchst zu vollziehen gerußet.

O Deyitle dey Kövigl. Regierung zu Arnsberg it der Pfarrer Schulte zu Mülheim zum Schulinspek-

) : tor des dortigen Pfarr - Zirkels und der Seminar- Tod, Trauersp. in 5 Abtheil. , von Schiller (Herr vffPriester Philipp Hemmer aus Paderborn zur ersten zeitherlger Director des Stadt - Theaters j Mfarr - Kaplanei der St. Patrocli -Kirhe in Soest ;

zu Breslau i| der Kandidat der Theologie Car-

Einlaß - Billets städt, als Prediger in Groß - Peterwi Neumarktschen

zu Köln if der Geistliche, Johann Wilhelm von

de Fenn zum katholischen Vifkarius bei der Pfarre Diet Kirchen in Bun und:

L i N. PDielau,. é Dienst. 25, Im Schauspielhause : Wallenstein 15) e Cberouass L 10) a Moys, . s : Zahlhas , zt iu f zastroll 17) , Rengersdorff, Rothenburgschen Kreises, [Bremen : Wallenstein, als lebte Gastrolle.) 18) - Mittel-Horkta, i i Im Opernhauje: Redoute. i städt 19) - Nieder-Seifersdor} 2 Rehlr. für jede Person, sind_ bis Heute NaŸKreises ; 20) - ‘N. Linda, Laubanschen Kreises. mittag 5 Uhr bei dem Kastellan Hrn.Sattler im Operh 21) - Thommendorff Bunzlauschen Kreises. hause, bei dem Kastellan Hrn. Adler im Schauspis hause, und Abends nah Eröffnung des Hauses an di

22) - Großenbohrau, Freystädtschen Kreises.

23) - Púrschfau, Ï sind neu erbaut, und fast eben so viele mit bedeutendem Kostenaufwande erweitert und resp. in baulichen Stand geseßt worden.

Auch die dkonomische Lage einiger Schullehrer hat, troß der drücfenden Zeitverhältnisse, theils durch Ueber

beiden Kassen zu haben. die bei den táglichen Schauspiel - Vorstellungen gewöhi lichen zwei Eingänge statt; Gebäude, und der andere dem Bibliothek - Gebâut gegenüber. Für diese Redoute werden auch Zufschaut!

Es finden zu dieser Redouss hen Vifarius în Gielsdorf im Kreise Bonn undz der cine dem Universität} zum evangelischen Prediger zu Kunzendorf, Giogau- z Fischen Kreises ernannt worden.

Billets zu den Logen des dritten Ranges verkauft, u} sind daher diese Billets gegen Bezahlung von 2 R} von heute Morgen 9 Uhr, bis NhF

der Geistliche Peter Cornel Weber zum fatholi-

zu Liegniß der Caundidat der Theologie Holstein,

Angekommen. Seine Durchlaucht der General-

weisung von Ackerflächen , bei Gelegenheit der vorgewe- senen Gemeinheitstheilung, theils durh Gewährung von Zulagen in Holz - und Getreide - Deputat, wie z- D. in Daubiß, Rothenburg|chen Kreijes eine namhafte Ver- besserung erhalten, An 48 fleißige und schlechtbejoldete Lehrer sind am Schlusse des 10 eben entwihenen Jah- res Gratificationen von resp. 20, 10 und 5 Rthlr. ver- theilt worden. Zu Unterstüßung armer Kinder mit Schulgelde, Lehrmitteln und Bekleidung sind bei den meisten Schulen, mitunter ansehnliche Fonds vorhanden,

| Summa 191,285 Rehlr.

für das Stück , mittags 5 zu haben. es einem Jeden frei, sich zu demaskiren ; während der Anwejen um 9 Uhr geöffnet.

Uhr,

bei den beiden genannten Kastellan Während des Aufenthalts in den Logen seh

heit im Saale. Ende der Redoute um 5 Uhr.

Die Kasse wi

ieutenant und Gouverneur-von Luxendburg, Prinz von

Hessen-Homburg, von Leipzig.

jedoch nid y Sr. Durchlaucht der Major und Flúgel - Adjutant Sr. Majestät des Königs von Baiern, Herzog Georg

hon Sachsen - Hildburghausen, von Leipzig

Se. Excellenz der General - Lieutenant und Gene-

Meteorologíi f} che

Beobachtung:en.

ral - Adjutant Sr. Majestät des Kaisers vou Rußland, herr von Jomint, von St. Petersburg,

Der Kaiserlich - Russische Feldjäger. Lieutenant Mül - Witterung, Fler, als Courier von Ostrow.

IT, Zeitungs-Nachrichten.

Ulan.

Paris , 18, Jan. Es is ein betrúbender Gedanke, daß in der Mitte Frankreichs , ja in der Nähe der Haupt-

welche der rühmliche Gemeinsinn der Bezirks - Einwoh- Barometer | Therm. | Hygr. | Wind | ner, besonders in fleinen aber zahlreichen Geschenfen - i und Legaten, gestistet hat, Nach G lt Zeit noch Ÿ 21, Jan. |A. 27° 112/|—14°“| 79° | NW. |fernklar, Fro, F unvollständigen Berechnung betragen sie bei den evan- f, g X 28° 0'204 | 84° N, [tes Nactfes gelischen Lehranstalten circa 160,000 Rthlr,, bei den | 2 Jan: S. Ge ie Aa e M fatholishen 29,010 Rthlr., zusammen 189,610 Rthlr. M. 239 F 4-{ 84° |NO, |[trüb, dunstig, Hinzugekommen sind noch im vorigen Jahre 1675 Rthlr. [A. 28° 1‘|—4° 32° | NO. trüb, Frost. Außerdem wird von mehreren Ä 1 a O ( : i 2: Z = E O. |trüby, etwas RE wohlgesinnten Dominien Schulgeld für arme Kinder, 23. Jan: 4e: 2924, (02 N Nebel. | M. 28° 1 4-122//] 889 | NO. trüb, Neblich.

nah wie vor gezahlt.

Gedruckt bei Feister.

Redacteur Jo hu

stadt, es so verlassene Kirchsprengel giebt, hiht geringe Anzahl Personen darin zu finden ist , die hiht einmal die Taufe empfangen haben.

dings wieder hergestellten Didcesen, wo es hin und

siebt. Der Bischof von Chartres erfuhr vor Kurzem hu seinem Leidwesen, daß im Bezirk von Orgeres, an

50 Personen, Erwachsene sowohl als Kinder sich in je- nem Falle befänden. Er sandte deshalb seinen Großs vicar nebst einem anderen Geistlichen dahin ab; diese fanden die Unwissenheit und Unkunde der Religion auf einen hôchsst traurigen Grad gestiegen. Die armen Leute, seit dreißig Jahren der Geistlichen beraubt, hatten die wichtigsten Wahrheiten ganz aus dem Auge verlohren und bezeigten auch nichts als Gleichgültigkeit gegen deren Erlernung. Achtzig Erwachsene waren nicht getauft, desgleichen auch mehr als 20 Kindex unter / Jahxe.

Die Anklagekammer des Königl. Gerichtshofs hat nunmehr die Sache des, bekanntlich. wegen anges \huldigten Mords zweier Kinder im Gehölz von Vin- cennes in Haft befindlihen Papavoine vor die Ass sissen des Seine - Departements verwiesen.

Ein Privatschreiben aus Paris, (in öffentlichen Blättern) enthält folgendes:

Der Geseßbes- Entwurf zur Entschädigung der Ausgewanderten ist nun bekannt. Was demselben in der ôffentlichen Meynung sehr schadet , ist der Um- stand, daß er in Begleitung des Entwurfs zur Herab- se6ung der Rente erscheint. Man konnte dies schon in der Sißung am 3. wahrnehmen; denn so sehr die von Hrn. v. Martignac vorgetragene Darlegung der Bes- weggründe zur Entschädigung mit Aufmerksamkeit und oft mit Enthusiasmus angehört wurde, so sehr schienen die Deputirten überrascht, als Hr. v. Villele die bereits von der Pairsfkainmcr verworsene Renten - Reduktion unter neuen Formen wieder vorbrachte, und von meh- rern Seiten des Saals ließ sich ein mißbilligendes Ge- murmel vernehmen. Alles läßt vermuthen, daß die Debatten úber die Entschädigung sehr lebhaft seyn wer- dei. Ein großer Theil der rechten Seite nimmt f< vor, eine solche Menge Abänderungen vorzuschlagen, daß, wenn sie angenommen würden, der Gesekbes- Ent- wurf ganz umgearbeiter werdeu müßte. Die Gemäßig- cen, die Gèrechtigfeit des Entwurfs vollfommen aner-

j Arten von Ausgewanderten | obgleih ein großer Unterschied zwischen ihnen bestehe. } Denn | verlornen Gúter wieder exhalten hätten, oder zu be-

} Kammer bereit, Entschädigung zu bewilligen. Einwurf dürfte sich besonders in der Pairskammer ver- N | nehmen lassen , und wirklich versihert man , General eine j

| inmal : Diese trau- } tigen Beispiele finden si<h besonders in den erst neuer- |

bieder in einem Bezirk nur zwei oder drei Pfarrer |

der Grenze seiner Didces , eine Gemeine sey, wo mehr als | welche früher ihr Vermögen ihren Pflichten aufgeopfert

fennend, machen demselben den Vorwurf , daß er alle in Einer Klasse begreife,

während die Einen einen großen Theil ihrer

deutenden Einkommen gelangt wären , shmachteten An- dere im tiefsten Elende, und für diese allein sey die Dieser

Graf v-+ Thiars, der früher selbst für die Wiederher- stellung des Thrones der Bourbone kämpfte, werde ein Beispiel von Uneigenúßkigkeit geben, und auf der Tris bune erflären, daß er, von Bonaparte für alle Verluste | der Auswanderung entschädigt, den Wohlthaten der Ent- | schädigung entsagen zu müssen glaude. Es ist zu hofs- ! fen, daß dies edle Betragen zahlreiche Nachahmer fin- den werde, besonders unter jenen würdigen Edelleuten,

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