1825 / 23 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Dessau zur Erbauung der dasigen Kirche 100 Rthlr. als ein Geschenk gegeben hat.

Die Gemeine zu Sedliß bei Seffenberg erfreut sich jeßt auch einer aus eigenen Mitteln erbauten Kirche.

Königsberg. Der lebte Monat des vergangenen KFahres ist dem Handel sehr ungünstig gewesen. Die orfanähnlihen Stürme haben das Ein- und das Auslau- fen der Schiffe sehr gehindert, und auch wieder mehrere Beschädigungen derselben in See herbeigeführt. Durch den fortgewährten heftigen Regen und die dadurch ent- standenen Uebershwemmungen sind die Landstraßen so grundlos geworden, daß fast aller Verkehr zwischen dem platten Lande und den Städten aufgehört hat.

Jn Pillau sind eingelaufen 10 Schisse, 4 mit Stúckgúter und 6 mit Ballast. Ausgegangen ist einSchiff mit Ballast. Jn Memel sind cingefommen 10 Schiffe, 1 mic Obst, 7 mit Ballast, 1 mit Salz und 1 mit Eisen. Ausgelaufen ist 1 Schiff mit Saat.

Auf die hiesigen Handlungsspeicher sind aufgemessen

vom inländischen Getreide: 81 Lasten 38 Schfl. Weißen 4 4 -Moggen 4 A Gerste E Hafer 3 weiße Erbsen 4 Arane t

: 585 Lasten 10 Schfl. Abgemessen sind nach dem Auslande : 91 Lasten 281 Schsl. Weißen 236, - 2. Q 2 s O / weiße Erbsen U 4 i Jn dem abgewichenen Kirchenjahre sind hier geboren : | 1226 männlichen und 1165 weiblihen Geschlechts

úberhaupt 2391 Gestorben sind: 1015 männlichen und 971 weiblichen Geschlechts

úberhaupt 1986 also 405 mehr geboren als gestorben.

Unter den Gebornen P 32 Paar Zwillinge/ 349 uneheliche und 113 todte Gedurten, i

ree den Gestorbenen sind 46 Personen, die durch verschiedene Unglücksfälle ihr Leben verloren, nämlich : 92 ertrunfen, 2 verschüttet, 1 verbrúüht, 1 im Brunnen ersti>ét, 5 todt gefalleu und 15 Selbstmörder, Ehelich verbunden sind 557 ‘Paare. L

at L N redtiter Hansel zu EÉersdors/ Saganschen Kreises, hat im Laufe des verflossenen Jahres in der dortigen fatholischen Königl. Patronats- Kirche mehrere wefentliche Verbesserungen und Ver- s<hônerungen mit cinem Kosten-Aufswande von 500 Tha- lern aus eigenen Mitteln bewifecr und ausgeführt.

Der Magistrat zu Görliß, als Patron von Roth- wasser, hat in Gemeinschaft der dortigen Gemeine ein

es arrhaus gebaut. E s O Dn, Die im Jahre 1824 statt der eintägi- gen Landwehr-Uebungen versuchswei]e eingesührten vier und fünftägigen Uebungsperioden haben sich sowohl in militairscher als administratiwer Beziehung als vortheil- haft bewährt, und es ist daher die Beibehaltung in Uebereinstimmung mit der Militair-Behörde beschlossen worden. i F Der Garnhandel war, besonders in dem Kreile Bielefeld, Wiedenbruck und Rahden nicht ohne Leben, indessen sind die von den Producenten zu bedingenden Preise noch immer äußerst gering.

Zu Bielefeld sînd im Jahr 1824 gelegget 35564 Sti} Leinwand, im Jahr 1823 nur 34208 ,

tung, welhe Warendoffer Leinewand genannt wird,

Werne

f tai unent mam Preußische Staats-Zeitung.

Die sogenannte Holländische Bleiche zu Bielefeh liefert, seitdem sie an zwei erfahrne Bleichmeister, va} pachtet worden ist, ausgezeichnet weiße und haltbaus

Waare.

Im Kr. Rahden hat si<h die Leinewand-Fabrifatins

so ansehnli<h vermehrt, daß zu Oldendorff eine nul

Legge-Anstalt errichtet werden kann. j Ne Von der beabsichtigten Einführung von Spinnsch}

Ad

len auf dem Lande läßt sich mit Recht “ein günstig} Einfluß auf die Verbesserung des Gespinnstes erwartu} welches nach langjähriger Erfahrung um desto mehr zff sucht wird, je besser von Qualitätes ist, während or) naire Waare oft zu den niedrigsten Preisen keine Kis fer findet.

Posen. Jm VBirnbaumer Kreise haben M einen Kertenhund, der frank und wie vermuthet wil} von der Wasserscheu befallen war, zerrissen. Da t} Verbreitung der Tollwuth unter den Wölfen dadur} möglich ist, so sind Wolfsjagden angeordnet und u Verordnungen wegen Vercilgung der Wölfe den Fo Des Königs Majestät haben den hisherigen Ober- bedienten bejonders empfohlen worden. \andesgerichtsrath Zander in Marienwerder, zum Di-

Stralsund. An Schiffen sind im Monat N ftor des Oberlandesgerichts zu Königsberg zu ernennen vember eingelaufen : \ruhet.

in Stralsund 36 von 59 Durchschnittslasten 9

s, Greifswald 25 - 96 s

E L : Seine Kaiserliche Hoheit der Großfürst Nicolay

zusammen 80 Schiffe von 61F Durchschnitts \pawlowits< von Rußland, ist na<h Warschau abge-

An Seeschifscn sind ausgelaufen: reist.

aus Stralsund 21 von 52 Durchschnittslasten

- Greifswald 9 - 38 ; ; s Ma 4 #2 4 ; Am 24. Januar hielt die Königliche Akademie der

zusammen 35 Schiffe von 917 Durch schnitt(} Wissenschaften eine dffentlihe Sißung zur Feier des welche außer Getreide, Mehl und Malz, mit Wah|\Jahrestages Frisdrich des IL., welche der Secretair der Mauersteine, Buchweißen , Salz, Stückgücern , Stein Iphilosophischen Klasse, Herr Schleiermacher erôfsnete. fohlen, Schleifsteinen 2c. befracotet waren. Die Meh Hierauf las Herr v. Buch über die Jnsel Palma unter zahl der eingelaufenen Schisse war beballastet die d Vorzeigung feiner Charte, Herr Schleiermacher über ausgelaufenen aber mit Gütern versehen, Jn diessden Unterschied zwischen Naturgeseß und Sittengesebß Monat kamen nur zwei Postjachten aus Schweden «und Herr Weiß über das Vorkommen der Edelsteine und eben jo viel gingen dahin ab. im Riesengebirge-

Kdpigl40 Saule Donnerst. 27, Im Schauspielhause : König Jo hann, Trauersp. in 5 Abtheil, von Shakspeare. Freitag. 28. Jm Opernhause: Fernand Cort oder: die Eroberung Mexico’s, große Oper in 3 Abth lungen, mit Ballets. Musik von Spontini.

Bexliu, Frétitag, En

Amtliche Nachrichten.

Soil S A S

II, Zeitungs-Nachrichten. Ausf ans.

Meteorologische Beobachtungen, h ometer |Therm. [Wind | Witterung Y , Pari s/ 21. Jan. Die Deputirten-Kammer hielt E male T E u "gestern wieder dffentlihe Sibung in welcher von Sei-

25, Jan. |A. 80 l-l 1 O, Frost, I e E der V E und | ; ; ¿ 2 “demn urchs Loos die große eputation bestimmt 2 Sai O P E i a die bas heute, als am Todestage des Königl. M. 28° 2'|41°% | 81° | S, |trüb, ThauweP Märtyrers statt findenden Trauer - Feyerlichkeit in der Kirhe von St. Denis beiwohnen A M : ; L j p Inter den Petitionen erregte die eine besondere Den heutigen Zeitungs-Exemplaren, welche in D! e M Hr. Daurel aâmlih verlangte, lin selbt gehalten werden, oder ins Auslan d f daß die Registerführung über den Civilstand an die hein, ist zugleich etne Liste von: der am Lam 9, M-Y Geistlichkeit zurückgegeben werde. Ungeachtet einer ziem- endigten VIIL. Prámien: Schein-Ziehung beigelegt wh lih starfen Opposition wurde diese Petition , nah dem den. Für die inländischen Abonennten _außerhalb VY Antrage der Commission , an die Minister der Justiz lin aber werden diese Listen mit erster Fahrpost nad! und der geistlichen Angelegenheiten verwiesen. gen, bei deren Ankunft solche in den betreffenden P Nach einer Bestimmung Sr. Maj. sollen die Bi- ämtern von den gedachten Abonnenten abgefordert w '<dfe eben sc wie die Erzbischöfe , bei allgemeinen Au- den fônnen. dienzen im Thronsaale Zutritt haben. Während der Abwesenheit des französischen Ge-

trüb, Fuo(t.

Gedruckt bei Feister.

Redacteur FohP sandten Hr. Hyde de Neuville von Lissabon ist der erste

283sten Januar 1825.

Gesandtschafts - Secretair Hr. von Megrorat, zum Ge- scháäftsträger ernannt worden.

Der Aristarque fährt in seinem heftigen Tadel der Minister, auch úber die Unterhandlungen mit Haiti fort, fügt aber hinzu: „Was uns betrifft , so erfláren wir, treu unsern Grundsäßen , daß, so lange die Hais tische Republik nicht wird anerkennen wollen, was man die „äußere Souverainitát// Frankreichs genannt hat, wir jeden Tractat, jede Uebereinkunft, als die Wúrde unseres Vaterlandes verlebend , als die Rechte unsers vielgeliebten Monarchen antastend , als eine Sanction der Revolution betrachten. Es wäre ein shônes Beí- spiel, das der Welt aufgestellt würde, wenn wir an diesen edlen Begriffen in dem Augenblicke festhielten, wo England die ganz entgegengeseßten annimmt, das Interesse an die Stelle der Grundsäße seßt und die

gesellshaftlihe Ordnung nur allein in dem Aufblühen

jeines Handels erblict.

Ein Privatschreiben aus Paris, (in öffentlichen Blättern) enthält folgendes? Alles fündigt an, daß wir in den Kammern während der gegenwärtigen Session weit wichtigere Diskussionen haben werden , als in den leßtverflossenen Jahren. Diejenige Parthei unter den Royalisten, die sich mit so großer Leidenschaft gegen das jebige Ministerium erklärt hat, sih aber bisher darauf beschránfen mußte, die Administration in Oppo- sitionsjournalen und Flugschriften zu bekämpfen, sucht nun den Schauplaß des Kampfs in die Kammern zu verlegen. Zwar ist nicht zu läugnen, daß sie hier einige talentvolle Redner hat, die ihre Ansichten theilen, und jede Gelegenheit ergreifen werden, um gegen das Mis nisterium zu Felde zu ziehen. Es scheint aber, daß ste sich mit den anderen Núüancen der Opposition noch kei- neswegs hat verständigen können, und bei den merk- würdigen Gegenständen, welche diesmal debattirt wers den sollen, und die so tief in die innere Politik Frank- reihs eingreifen, auch s{werli< verständigen wird. Denn wie wäre es zum Beispiel möglich, daß unter den verschiedenen Oppositionsmännern ein Einverständ- niß in Bezug auf die Geseßvorschläge wegen der Emi- granten- Entschädigung, wegen der Kirchen-Entweihung und wegen der den geistlichen Korporationen zu erthei- lenden Befugniß, Eigenthum dur<h Schenkungen, testas mentarische Verfügungen oder Käufe zu erwerben , er- folgen könnte? Dies sind Gegenstände, wo jede Par- thei , wenn sie ihren bis jeßt aufgestellten Grundsäßen nicht ganz untreu werden, alio gewissermaaßen ihre bis- herige Existenz aufgeben will, sich schlehterdings mit den andern, gleichfalls zur Opposition gehörigen Par- theien nicht vereinigen fann. Eine solche Vereinigung ist nur bei Geseßvorschlägen denfbar , die auf politische Grundsáße feinen Bezug haben, wie z. B. bei Finanz- geseben. Sollten daher auch die verschiedenen Öpposis

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