1825 / 28 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Spielen. Man fann sagen, daß ganz London von dem ungeheuren Gewinn, welchen Einige durch diese Specu- lationen gemacht, gebléndet wurde, und, ohne zu unter: suchen, worauf sie gegründet seicn, sih mit einem Eifer ín dieselben einließ, der nur dur< das Wort Manie bezeichnet werden fann.

Unter den Flüchtlingen, welche um Unterstüßung aus dem Ertrag der deshalb hier erôf}fneten Subscrip- tionen nachgesucht haben, befindet sich ein Jndividuum, welches, nachdem es unter Buonaparte gedient, den Neapolitanern bei ihrer Revolution Beistand leistete, und nah deren Beendigung nah Griechenland ging, um die dasige Revolution zu unterstüßen. Er wurde von einer großen Anzahl derer begieitet, die erfolglose Ver- suche gemacht hatten, etwas dergleicheu in ihrem Vater- lande zu bewerkstelligen. Sie bildeten die sogenannte „heilige Schaar‘/ aus Deutschen, Schweißern, Fran- zosen und Engländern bestehend, Jenes YJudividuum zeichnete sich uebst jeinen Gefährten, unter Maurocor- datos Befehlen, bei der Einnahme von Tripolißka aus und er beschreibt mit starken Zügen die Greuel, von denen er dabei Augenzeuge war, indem 30,000 Türken, Männer und Frauen, Kinder ohne Unterschied von den ín Wuth gerathenen Griechen niedergemeßele wurden. Auch an der Schlacht von Arta nahm er- Theil, wo in Folge des Abfalls des griechischen Kapitains Congo, der diesen wichrigen Paß den Türken überliefert, die Patrioten-Armee von der Masse ihrer Feinde úbctwäl- tigt und die heilige Schaar in Stúcken gehauen wurde, so daß von denen, welche am Gefechte Theil genommen, nur 11 entfkamen. Jn den griechischen Gebirgen hatten sie hierauf unsägliche Leiden auszustehen; sie fanden, daß durch die Sklaverey in einem großen Theile der Bewohner aller Edelsinn vertilgt war, und faum ihr Leben fristend, gelangten sie nah Missolunghi, wo sie dem kleinen Heerhaufen unter Bozzaris Befehlen wich- tige- Dienste leisteten. Von der Masse des griechischen Volks spricht er übrigcns mit vielem Lobe, nicht so von den meisten Anführern. Bei einem festen Plaße, als die an der Spibe der stürmenden Griechen befindliche Fremdlingsshaar eben im Begriffe stand, die Wälle zu ersteigen, feuerte ein Haufe Griechen, einem der Kapi: tains angehöôrend, auf se, vermuthlich, weil leßterer die Besorgniß hegte, er werde, wenn seine Leute uicht zu- erst hinauf kämen, keinen Theil an der Plünderung haben. Der Angriff s{<lug demnach fehl. Mach der Einnahme von Tripolißa hatte der stolze und habsúch- tige Colocotroni nicht weniger als 50 mit Schäßetz, als scinem Antheil an der Beute beladene Pferde. Er trug große Sorge, diese Schäßke in Sicherheit zu bringen, indem er sie nah Malta sendete und in frem- den Fonds anlegte.

Augsburg, 25, Jan. Die hiesige allgemeine Zei- tung enthält folgendes Privatschreiben aus Franfsurt am Main. „Wenn gleich be: den Debatten der nie- derländischen Generalstaaten über die Getreide -Einfuhr Braband den Sieg über die liberalen Grundsäße Hol- lands davon getragen hat, und nun sicher daraus ab zusehen ist, daß der holländische Handel durch diese Er- \<werung leiden wird, so öffnet die Hoffnung auf freien Verkehr mit England demselben doch wieder günstigere Aussichten. Nächsten Monat wird in verschiedenen Handelsbriefen mit Bestimmthéit behauptet soll im brittischen Parlament eine neue Kornbill in Vorschlag gebracht werden, welche die zeitherigen Prohibitiv. Maß- regeln ermäßigen, und dem Handel nach jenem Jusel: reiche ein freieres Feld einräumen wird. Allein auch abgesehen von diesen in Aussicht genommenen liberalen Gesinnungen Englands lauteten die lebten an den hol- ländischen Seepläßen eingelaufenen englischen Briefe so vortheilhaft, daß man selbst bei dem bestehenden Geseke neuen Hoffnungen auf Oeffnung der Häfen für Wei- zen und Gerste Raum geben darf. Ueberdies sind in

TIO SEX

Holland selbst die Aussichten auf die nächste Ernte du Bei der anhaltend nassen Wittery fonnte die Wintersaat nur zum Theil in die Erde bracht werden, und ein großer Theil der bestellten A} besond bleibt daselbst fortwährend übershwemmt. findet dasselbe am Rhein und in andern Gegenden s Hier Auch dürften wohl die Vorräthe bei weitem so bez und 41 meh tend nicht mehr seyn, wie sie no<h im Andenken an |} bedeutende A reiche Erndte von 1823 angenommen werden z der Uh fluß s<hwindet täg!ich mehr, da er schon den Ausf der leßten Ernte de>en muß. ten auf bessere Zeiten für den Ackerstand hin, de vorzüglich Augen - , Jedermann mit Sehnsucht entgegen sicht. Erzeugnissen desselben ist es jeßt vornemlich der K} Von an samen, dessen Preis, wenn gleich an sich no< im} Schônwiese , niedrig, doch im Verhältniß zu dem gedrüciten Sts} im Kirchspie der úbrigen, hoch zn nennen ist. ihn zu den lufrativsten Ergebnissen der lcßten Ern aufgehört. die úberall auf dem Ly herrschende Geldnoth gezwungen wird, auch dieses Yy | nassen W dukt {nell in den Handel zu bringen, was dann ¿M mehr Kra den Seepläßen die Massen desselben anhäuft, und F feit h Unter dicsen Umständen ist noch als ein Glúcf für die Produzenten zu betrat sind daß ein großer Theil der stets wachsenden Vorräthe | die Hände der Spekulanten fommt, welche ihre P} schon wiede ticen, in Erwartung späterer Konjunkturen, vom Mari? entfernt halten, und so die Preise noch besser, wie sonst der. Fall seyn würde tryalten. SJülicher Kleefamen 222 bis 25 fl. , nah Qualität verfaufr , Fischen im- 2

nebst vielen Halsbe- Der Scharlach und viele derselben, müssen dieser Krankheit , die unterliegen.

enommen , sehr bemerfbar gemacht. < unter“ den Kindern,

Charafter ang shwerden herrscht no ers auf dem Lande, Behandlung erfordert , im Dezember 235 Personen gestorben, worunter eine nzahl von Kindern sich befindet, die vom worden. Gumbinnen. ungewöhnlich feuchte Witterung wurden und falsche Brustentzündun- strische Leiden begünstigt. famen Kinderpocken in Scharlach fieber

gängig schlecht.

so sorgsame in Königsberg sind rals im Novbr.

StrichwF eine

Scharlach getôdtet Sterblichkeit hat nicht < die stürmische und

gefunden. Alle dieje Umstände F Dur Rheumatismen und ga ste>enden Krankheiten Niederunger Kr., und das [ Enßuhnen und Walterkehmen vor ; Der Ackermann ;ff Pillkallenschen Kreise haben diese Aus[chlagskrantheiten Zestpreußen. Danzig. In Folge der shen zwar unter den Menschen die Sterblich- nicht vermehrt. ; Stoboy im Elbingschen Kreise erfranft aber und die meisten Wegen der

wiewol er freilich itterung herr ten, als sonst gewöhnlich, at sich aber dadurch eben m Dorfe Groß funfzig Kinder an den M on bis j:kt gestorben, r in der Besserung begriffen. Krankheit hat die Schule in diesem Marienwerder. und anscheinend ungesunden Gesundheitszustand der Men- t nachtheilig verändert wor- nds Volkskranfheiten von Nur im Dorfe Sezno, Stras- hrere Familien von einem bôs- r ergriffen, jedoch ist die Krankheit, einem zum In einzelnen

Preise herunter drúckc. nur eins dav

(llgemeinheit der Dorfe geschlossen werden mússen. Bei der ungewöhnlichen in der le Witterung ist dennoch der (llgemeinen : nich den, und es haben sich Bedeutung entwickelt.

wurden me

Zu Rotterd

Woche zu ther Oderlándischer aber in feinen Gattungen zu? bis 30 f., geringe und mittelveiße Waare wurde | In Getreide war in burger Kr-,- dMartigen Flecfsiebe Anste>éung

23 bis 25 fl. leßten 14 Tagen daselbst wenig verkehrt worden, war am lebten Markt Nachfrage na<h Weizen üdi« durch

Die Etoile theilt ein Schreiben ai tan bemerft ; j

ausgeboten.

schnell von bereits unterdrückt. r Menschenpocken gezeigt.

Außer dem

übergegangen war, n haben sich wiede nburg. Potsdam, mlich allgemein herrschte, und ar,. gab (s feine pt: nur einzelne rheumatische und lche sich jedo; rasch Obgleich die dem gewöhnlichen so äußert die Witterung auf nicht den erfreulichsten fatharralishe und rheumatische Uebel her vorkamen.

| Scharlachfieber greift von Neuem unter den Kindern um sich. Hin und wie Nerven fieber gezeigt,

England. Spanien. Madnd vom 17. Jan. mit, seit einiger Zeit eine wesentiiche Verbesseru! in dem Gange der Angelegenheiten in Spanien. Nas dem der König der Reactionsbervegung Einhalt gethaä und die Dekrete, welche diz meiste Unruhe verbreitetanerveuse Fie modificirt hat, ist die Modifikation der inneren Visszur Be waltung des Neichs und die Wiederherstel nanzen Gegenstand seiner Reorganisation Princip der Ordnung,

Ortschafte L 11, Brande IScharlachfieber, welches zie in manchen Orten sehr bösartig w demische Krankheiten ; ber wurden bemerkt, we

\serung neigten, Franfkfurt.

‘Sterblichkeit unter den Menschen in Di Verhältnisse geblieben ist/ zustand doch

i lung det F Fúrjorge des Ministerraths 1

geworden. wirksame deren Gesundheits Regelmäßigkeit und besseren Einfluß, Verwaltung. Die Hinrichtungen haben aufgehört ; ti hiufiger als bis

welche die vorhergegangene Pi sind zurücfgenommen ,

gefährlichsten Ges: be , riode erzeugt hatte,

oder bleiben ohne Krast und Ausführung. Ruhe herrscht in den Provinzen und in Madrid ; eiffPKreises , 4 Personen in ei rußige und gemäßigte Sprache ist in den öffenrlih|

modifici! der haben sich auch Die ties! wovon im Dorfe Lugk, Calauer nem Hause darnieder liegen. Pommern. Köslin. Die Sterblichkeit unter den Menschen hat, troß der úberaus ungúnstigen feine ungewöhnlichen Erscheinungen gelie- dheitszustand im allgemei- welches in einigen Ort schaf- ist als gchoben zu t dasselbe noch in Br:erwalde, Stolp neuerdings so wie in Neustettinschen Kreises, eic in Brußen und Boissin, Bel- hôrt; in Pôhlen, Neustettin- Stadt Rum-

==

Akten auf den Ton einiger wüthenden Profiamatiou| Spanien empfängt gleichzeitig von mehre|FWVitterung

gefolgt ; fert, vielme

Seiten Auleihe -Erbietungen, und die Staatspapiet dieses Bild und Zeichen des Zatrauens der Natio} sind binneu wenig Tagen, die andern von 3 auf 14 und 15 gestiegen.

Wenn dieser Zustand der Dinge und dieses SystFuünd ist in wie Alles hoffen läßt, volle Werk der Wiederher|tellung des spanischen Thro? beendigt seyn,

hr ist der Gesun nen gut. Das Scharlachfieber, w die einen von 23 auf ten des Schlaweschen Kr. herrschte , betrachten, dagegen grassir rúnewald, ausgebrochen. i Die Röthelfrankh “gardschen Kr., hat aufge schen Kr., is sie im Abnehmen, n der noch nicht beendiget. n einigen Dörfern des Findern herrschte, Neustettinshen Kr., aber ein Stralsund. Dzbk. der e Charafter dei aahm er eine

sich erhält, so wirb das ruh}

Welsburg aber Der Keichhusten, welcher i Schlaweschen Kr. unte oben, in Alt - Liepenfier, hibiges Nervenfieber ausgebrochen. Novbr. war auch in

Jutan d

Berichte úber den Gesundheits-Zustand auf

dem Junern des Reichs vom Ende Dezember.

L Dsproußen, Königsberg.

tisch - catharralische Fieber, die häufig einen nervôst

Vie in dem Monat / theumatisch - catharralisch - entzündlich

Die rheum} Kranfheiten vorherrschend zuweileti

nervóse Form an. Hämorrhoidal - Beschwerden zeigten sich ziemlich allgemein, au<h kamen einige Masernkranke vor. Sonstige eigentliche Epidemien wurden aber nir- gends in der Provinz bewerkt.

V. Sqhlesien. Breslau. Der allgemeine Krankheitscharacter war catharralisch - rheumati}ch - gast- ris, im Anfange des Monats mehr entzündlich, gegen das Ende mehr nervôs. Rheumatisch- entzündliche und rheumatisch- gastrische Fieber zeigten sih am häufigsten, und gingen nicht selten im Nervenfieber über, außer- dem, vorzúglih im Anfange des Monats, Halsentzün- dungen, rosenartige Auftreibung des Gefichts, An- s{<we!llung der Ohren und Kinnba>en, Drüsen, rheus matishe Entzündungen des Schlundes und der Matn- deln, nebst rheumatishen Unterleibsleiden. Unter den Kindern hier in der Stadt waren die Masern häufig, seltner der Scharlach. Der lebtere dauerte, jedoch gur- artig, im Guhrauschen Kr. fort, und zeigte sich auch in vielen andern Kreisen, hie und da, ohne beträchtliche Ausbreitung. Die Masern hingegen waren im Guhraus- schen Kr. sehr verbreitet und gegen 400 Kinder daran er- franft zu Lamsfeld, Breslauer Kreises, zeigten fle sich epidemisch. Die Menschenblattern waren zu Groß-Porshuißs, Millscher Kreises, noch nicht getilgt. Der Keichhusten fam im Oelsner - und Waldenburger Kr. nur hie und da im Einzelnen, im Franfensteiner Kr. aber als Epidemie vor. Die Rötheln erschienen nicht häufig. Vom Nervenfieber war ein einziger Fall zu Dronsdorff, Striegauer Kr. , vorgekommen. Gegen weitere Verbreitung dieser Krankheiten, sind úberall die angemessenen Vorkehrungen getroffen. Liegniß. Aus- ßer den gewdöhulihen Krankheiten der Jahreszeit haben als Folge der ungewöhnlichen und oft schnell wechseln- den Witterung häufig Schlagflüsse statt gefunden, an welcher sehr viele Personen plößlich gestorben sind. Das Scharlachfieber zu Schwarzbach, im Hirschbergschen Kr., hat wieder aufgehört. Dagegen hat sich diese Epidemie in Sprottau bei mehreren Kindern gezeigt, auch ist daran ein Kind zu Naumburg am Bober gestorben. Es grassirt dasselbe no<h im bedeutenden Umfange im Glogauschen Kr. zu Gramshus, Dalkau,, Doberwiß, Modlau, Gusteutschel, an andern Octen als zu Schd- nau , Beutnig, Kleiu Gradib ist es als beseitigt anzu- sehen. Es sind gegen diese Krankheit Überall die geord- neten Sauitäts. Polize:lichen Maßregeln getrossen wor- den. Die zu Meuselwwiß, im Görlißer Kr., verfügte Sperre ist aufgehoben, da die dort ausgebrochenen Men- schenblatrern unterdrückt sind. Dagegen sind sie in dem- selben Kr. zu Nieder - Reichenbach zum Vorschein ge- fommen, weshalb hier die Sperre verfügt ift. Jl der zum Dorfe Nimmersatt im Bolkenheyer Kr. gehörigen Kolonie Hartau ist bei einer Familie ein anste>endes hißiges Nervenfieber ausgebrochen, woran bereis eine Frau gestorben ist. Zur Unterdrückung der weitern Ver- breitung ist das Nôthige angeordnet. Oppeln. Der Haup:charafter der Krankheiten unter den Erwach]ene! war in Folge der Witterung fatharralisch - rheumati- scher Art, verbunden mit Hals - und Lungen - Cntzul- dungen und mit gastrischen Affectionen. Kinder litten vorzüglich am Keichhusten und an heftigen Durchfäll:n, welche im Toster Kr. in Rußr ausartetetn und bei Vernachlässigung der Erkrankten in Wassersucht über- gingen. Jn einem Hause zu Collonowska, Groß-Streh- liber Kr., brach cin hißiges Katharral - Fieber aus, ge: aen dessen weitere Verbreitung die erforderlichen Maß- regeln getroffen wurden , zU Klein-Zyglin und Rados ¡chau , Beuthener Kr. ; zeigten sich in zwei Häusern Spuren des Nervenfiebers. :

Jn einigen Dörfern des Creußburgs und Groß- Strehlißer Kr., so wie in der Kreisstadt Beuthen,

herrschte das Scharlachfieber, mehrere Kinder wurden

Opfer desselben.

Zu Kirchberg, Falfkenberger Kr., erkranften die Kin-

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