1825 / 36 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

eine geseßliche Schranke gesebt werde. Das Volk scheint im Allgemeinen zu vergessen, daß die meisten dieser gr0o- ßen Spekulationen aller Art feine reelle Existenz haben “und dag. die Hindernisse,“ die der Verwandlung ihrer luftigen Richrigkeit in eine wohlbegründete Wirklichkeit entgegensehen politis oder moralisch unúbersteigdar

sind.

Die Zeitung, Morning Post, äußert sich in Be: ziehung auf die seit etlihen Tagen im Publicum ver- breitete Nachricht, daß unsere Regierung das stehende Heer vergrößern wolle, folgendermaßen : dies GerÚúcht fommc den Leuten, die stets bereit sind, die Minister anzuschwärzen, gerade zur rechten Zeit in den Wurf. Was, in der That, würden sle in einem Augenblick gethan haben, wo das Parlament im Begriss steht, seine Sißungen unter so günstigen Umständen zu er- öffnen, wenn ‘nicht tas Gerücht, „„das stehende Heer solle jeßt, während des Friedens, vergrößert werden,‘ sich verbreitet hätte? Hat man ader schon vergessen, daß während der. Noth, welche den Ackerbau vor 2 oder 3 Jahren drückte, die Regi:rung, um den Bedürf- nissen des Augenblicks nachzukommen, das Heer um mehrere tausend Mann vermindert hat? hierdur< war aber das Herr auf eine geringere Zahl bes<hränfkt wor- den, als man dem Range und den Verhäicuissen unse- res Landes frúherhin für angemessen erachtet hatte. Dieser Zustand konnte also nicht von Dauer sein , und man darf in der jekt in Rede stehenden Verstärkung der Armee nur die Wiederherstellung des frühern und richtiger? Zustandes sehn. Aber -abgeje;n von dieser Be- trachtung, sollten wir meinen, daß die Minister, Tie fo

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sh selbs vortheilhaste Weise zu regieren im Sti váre! Wer so spricht, verliert jedoch die wah Ursachen unserer Kriege in jenen Gegenden aus | Augen, Mehrere der zahlreichen fleinen Staaten | indischen Halbinsel haben die brittishe: Vermittel als Schuß gegen die Angriffe ihrer mächtigen Nachhy verlangt. Das Vertrauen, das man in unsere Gey tigf:it, Freundschaft und in den Schuß seßt, wel man uaiter der brittishen Fahne findet, macht, | man uns ass die Erhalter des Friedens ansieht. unsere Dazwischenkunft würden jene Mächte sich ganzen Wuth des Kriegs hingeben. Es ist sonach, ; Aufrechthaltung dieser, fúr unsere Jnteressen so lichen und den indishen Staaten selbst sa heilsey Macht unerläßiih nothwendig, daß der brittische N respefcirt werde, und daß die, von dem Sife der q lischen Regierung in Indien entfernten Vèächte dy eigne Erfahrung die Ueberzeugung “erlangen, daßy

gung zu rächen vermögen,

Vom Rhein, im Januar. Jn Neuwied läßt| funstliebende Fürst die Nachgrabungen und Nad schungen im römischen Kastell bei Nieder- Biber uy müúdet fortseken; der Professor v. Knopäus leitet mit eben so viel Eifer als Umsiche. Die Arbeiten | vergaugenon Herbst hatten vorzüglih zum Zwecke 1 Zusammenhang der Mauern zu ermitteln, denn vorl lich istes hier um wissenschaftliche Forschungen zu thi nicht aber um das Erjageu von Anticaglien, Wiel wohl bei andern Nachgrabungen ge{[chicht! Ju der 0

sonen ,

rei en, : er H e das Königliche Decret ertheilten Bestimmun;

gen nicht nachgekommen waren.

is noch fein Beschluß g: faßt.

eine jede, der brittischen Fahne wiederfahrene Bel

München, woraus wir Nachstehendes mittheilen:

tungen fortwährend neue Anzeigen von Gesellscha?te auf Attica, welche für die Ausführung von Eisenbah- nen auf die bedeutendsten Entfernungen, zum Behufe einer leichtern, smnellern und wohlfeilern fommerziellen

hâfen und mit den wichtigsten Anneru des Reiches, so wie dieser leßtern selbst unter inander, sih gebildet haben... In allen diesen öffent. ichen Anzeigen berufen sich die unterzeichneten Direfk- toren der verschiedenen Gesellschafteu auf die bereits

welche zu geheimen Gesellschaften gehört hatten, elassen worden, obwohl sie den in dieser Hinsicht Fu Bezug auf die verschiedenen Anleihe-Vorschläge

Die Organisation der Armee schreitet ununter-

brohen vorwärts; die Königl, Garde isk schoa fast voll- stándig organisirt; das zu Segovia in der Bildung be- griffene Garde - Cuirassier - Regiement ist den neuxsken Nachrichten zufolge beinahe vollzählig.

Die aus Amerika neuerdings eingelaufenen Nach-

rihten lauten jehr günstig.

Usber. Eisena h. u #8. : Jn einem der leßten Blätter der allgemeinen Zeis

tung befindet sich ein diesen wichtigen Gegenstand be- treffeudes Schreiben des Ritters Jos. v. Baader zu

Seit einigen Wochen euthalten die englischen Zi

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Zerbindung der Hauptstadt mit den bedeutendstcn Se: danufafturstädten im

Last langsam, oder eine geringe Last sehr {uell zu be- egen, so muß auch Jedem, der nur mit den Anfangs- gründen dieser Wissenschaft bekannt ist, hon zum Vor- aus die Möglichkeit einleuchten, daß auf einer gut con- struirten Eisenbahn, auf welcher z. B. cin Mann von mittler Stärke im langsamen Schritte ein Last von 40 Centnern ohne besondere Anstrengung fortziehen fann, ein leichtes Maschinenwägelchen vorgerichtet werde, auf welchem derselbe sißend sich felbst nebst noch ein Paar andern Personen eben so leicht mit der Geschwindigkeit eines galloppirenden Pferdes fortbringen fann, und daß also auf solhen Eisenbahnen (welche, wenn man sie ausschließli<h nur fúr leichtes und shnelles Fuhrwerk bestimmt, sehr leicht und wohlfeil herzustellen wären) und die größtmögliche Geschwindigkeit , verbunden mit dem gerincsten Kraft- und Kostengusfvande, und ohne alle Gefahr errei<ht werden fann, wie sol<he auf den allerbesten Chausseen mit Sicherheit nie versucht werden dúrfte. Die unermcßlichen Vortheile, welche der engli- {hen Nation aus die’en neuen groß:n Unternehwungen fúr ißren Ackerbau, Handel, Gzwerbsleiß und Manu- fafturen entspringen mü}-u „sind nicht zu berechnen. Da nämlich der eigentliche Preis . jeder Waare aus zweien Faktoren zusammen geseßt ist: den Kosten . der Erzeugnisse und jenen des Transporis (sowohl des roßen Materials als des vollendeten Fabrifats) so muß durch eine beträchtliche Ersparung an den l:ztern offenbar das ganze Produft um so -viel kleiner werden. Die Eng- länder werden daher nun bald im Stande sein, die Er- zeugnisse ihrer Jndnstrie noch um ein Drittel wohlfeiler als bisher in alle Hâfen des Festlandes von Europa zu bringen, ' :

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gend der porta- decumana fanden sich übrigens aWllgemein anerkannten úberwiegenden Vortheile der nach mehrere interessante Gegenstände; z. B. zehn Gemen neuesten Erfindungen verbesserten Cilenbahnen , in einen Pallasfopf, eine l'ortuna redux, eine Viculhinsicht auf den mögli) wohlfeilen, sichern und sc<nel-

viel Eifer und Thätigkeit für Sparsamkeit und sür das Interesse des Landes gezeigt haben, auch einiges Ver-

/ ÚUcsicótli imès Ceitzelne ftes in der Do- ) trauen rúcfsichtlih eines einzelnen Punftes in der ‘Po Î nlan d.

litif verdienen. Jin Kriegeszeiten treten die Ursachen der Maaßregeln, die genommen werden, s{ärfer hervor ; während des Friedens fdnnen aber nur dicjenigen, de- nen die Mirtel zur vollständigeu Uebe: sicht zu Gebot stehn, die Angemessenhzeit, sich gegen eine n6c) so ferne

Gefahr zu bewahren, béurihertieu, und sont dex Ge:

fahr vorbeugen. Wir reden nur im Allgemeinen und ganz hypctictisch, und nux um den Leser daran zu er- innern, daß die Klugheir manchmal gebieten kaun , sich auf Ereignisse vorzubereiten, welches untlug wäre ôfs fentlih voraussehn zu wollen. Was uns öbetrissc , so baben wir dic feste Ueberzeugung, daß der gegenwärtige Frieden nicht im mindesten in Gefahr ist, gestört zu werden. Dit freundschaftlichen Gesinnungen unserer Regierung gegen die brigen Mächte können nicht be- ziveifelt werden und eben so unzweifelhaft ist es, daß der Vortheil dieser Regierungen erheischt, das beste- hende freundschaftlihe Verhäliniß zu bewahren.

Die Regierung hat zwar neuerdings feine offiziel len Nachrichren aus Ostindien erhalten, jedoch ist in diesen Tagen ein Offizier ans Madras hier eingetroffen, der interessante Details in Bezug auf den Krieg gegen die Eirmanen und auf die desfallsigen Meinungen der

érfahrensten Offiziere unserer dafig:n Truppen mitge:

theilt hat. Hiernach ist man wegen des Erfolgs dicjes Krieges außer Zweifel, indeß hält man es doch fúr durchaus nôthig, den fleineu Staaten, deren Ruhe nur allein dur< Großbrittannien gesichert werden fann, Zu

zeigen, daß diese Macht wehl im Stande ijt, die Au: :

zahl ihrer Truppen wn Ostindien, die eine weit furcht: barere Macht bilden als das Heer der Seapoys, gu vergrößern, Ein großer Jrrthum isi es, wenn man vermeint, daß unsere Streitigkeiten mir den indischen Máchten die Erweiterung unseres Gebiets bezweckte. Man hört wohl die Frage: warum hebt Eugland in diesem Augenblicke neue Truppen aus, was bedarf es einer Gebiet s- erweiterung in Judien? besißt es nicht dort schon viel zu ausgedehnte Länder, als daß es dieselben auf èine sr

sellcend. Aus Bronze fand sich ein kleiner Meri eine Diana, ein Löôwenkopf, mehrere Rinugschlässel, d große polirte Metallplatte mit verziertem Rande, wi \cheinlih. ein Spiegel, Fibein u. s. w. An Eisengerä schaften ist die Sunmlung in Neuwied sehr reichhalt und es fanden sih auch jest -wieder mehrere interessai| Instrumente des häuslichen Bedarfs, so wie auch V fen. Herr v. Knopàus war so glücklich, den Kopf | Geuius aus Stein zu sinden, von welchem Sumpf ui SFnschrist die Sammlung schon besikt; dieser Juschri stein ward unter Gordian und Aviola errichtet. iôuste Gedeihen ist wohl dieser interessanten Sam lung und diefen lehrreichen Nachgrabungen zu wünsch: ielbst die traurigen und drückenden Verhältnisse ul

denen Deutichland vor Jahren \<machtete, untercbraßl die Nachforschungen niche. Wissénschast und Ku fanden in dem freundlichen Neuwied siets Unterstüßuß uad Aufmunterung!

Uetetsen, b, Februar. Dem Vernehmen A sind alle Deiche bis nach Glüctstadt hinunter gebrochä alle Marschfelder (bis auf un}ere Klostermarsch) E ermih, Sonndich, N-:ueadorf, Collmar, Breitenbu Bielenberg, Hasellau und Hafeldorf überschwemnt Die beiden lestern, uns am näthsten liegenden Distrily habn ¡<re>li< gelitten. Viele Häuser sind von anfrómneuden Fluth umgeworfen und Menschen W Vieh ertrunfen. Man ist noch immer beschäftigt, Las zu helen, die fih auf ihre Böden geflüchtet haben.

Spanien. Der Aristarke meldet - aus Mad vom 25. Jan, Die ganze Königliche Familie wird i nächsten Monat mit dem Prinzen Maximilian U Sachsen nach Aranjuez gehen,

Das System der Mäßigung wird vou Tage ? Tage ofsenbarer. Vor wenigen Tagen M ti chiedenen Städten eine bedeutende Anzahl von P

gradiens, cine opfernde weibliche Figur u. s. w. ffn Traneport von allen Arten von Waaren und Pro- \uften, jo wie auch von Reisenden, Diligencen, Brief- dosen u, dgl., und überall foll die tnáchtigste und woh! feilste

aller bewegende Kräfte: der elastifche Wasserdampf, mit: elt wandelnder und feststehender Dampfmaschinen (loco- uotive and stationary Steam-Iingines) ffatt der bis-

her gebrauchten Pferde zum Fortschassen der auf den

isernen Gleisen mit der größten Leichtigkeit rollenden

Magen angewendet werden. So ist also dur ‘neun Gesellschaften von vermöglichen Privatleuten , ohue das geringste Zuthun der Regierung, în Zeit von vier Wo- hen ein Gesammtcapital von 9,650,000, sage:.9 Mül

ionen und 650,000 Pf. Sterl. (úber 100 Millionen Gulden) zur Anlag? von eiternen Kunststraßen in einem

Lande bestimmt worden , dessen innerer Verkehr durch zahlreiche und vortreffliche Canále, und durch die besten

hausseen nah allen Richtungen schon längst mehr als n jedem andern Lande erleichtert und vervielfältigt ist! Wenn wir nun über diesen fas beispielioseu Unter-

hehmungsgeist der Britten billigerweise in Erstauncn

jerathen, so mússen wir in der befannten Klughcit und

iherheit, mit welcher dieselben bei allen ihren Unter-

ehmungen zu Werke gehen, auch den überzeugendsten

Beweis finden, ‘daß die so verbesserten Eisenbahnen für

en innern Verkehr jedem andern Communäicationsmitte!, nd also guch den gegrabenen Canàlen weit vorzuziehen nd. Es fann je6e niche länger bestritten werden, daß ie Eisenbahnea, deren Brauchbarkeit man no< vor enigen Jahren selbst in England nux auf kurze Stre-

en und für lang?ames und sc{hweres Fuhrwerk beschräntt

ielt, mit gewissen Abänderungen und Verbesserungen uf jede vnbestimmte Länge und über jedes Terrain wo die Anlage ein:s Canals mit ungeheurem Auf- onde und ofe unúberstciglichen Hindernissen verênöpft dre) mit dem größten Vortheile ausgedehnt werden nun, Und da es in der Mechanik Überhaupt, in

ezug auf den eig ntlichen Effekt, gleich viel gilt, mit tinomeute eine sehr beträchtliche

vem gegebenen Kras

Berlin. Jm Jahre 1824 wurden hieselbst ge- A 3862 Knaben und 360609 Mädcben, zusammen also. T931 es starben dagegen nur 6386 Personeu

und find mithiti + 41145 mehr geboren als gestorben. Zahl der hieselbst Gebornen sich auf 7081 und Gestorbenen auf 6525 belief, fo sind aljo im Jahr 450 Kinder mehr geboren und 139 Perjonen mehr ge- storben. Unter den im Jahre 1824 Geborenen befinden fich einmal Drillinge und 73mal Zwillinge ; der unehelichen Geburten waren 1270, mithin war im Durchschnitt das 6te Kind ein uneheliches. Bereits im ersten Leben ë- jahre starben nicht weniger als 1964 Kinder und zwar 1075 mánnlichen und 889 weiblichen Geschlechts z hier- bei sind jedoch 389 unzeitige Geburten und rep. todt- geborene Kinder mitgerechnet. An Krämpfen starben im ersten Lebensjahre die bedeutende Zahl von 922 Kin- dern beiderlei Geschlechts. Mehr als die Hâiste aller Verstorbenen hatte das 15te Lebensjahr noch) aicht voll endet; hierunter befanden sich 668 unehelich geboretiz, wovon 530 im ersten Lebensjahre starben C0 todtgebo- rene Kinder mitgere<hnet)z beinahe die Hälfte aller un ehelih Geborenen wurde sonach [chon im ersten Jahre wieder vom Tode meggerafft. A Ï Ein Alter von mehr als 80 Jahren erretchten 172 Personen, aber nur 15 derselben kamen úber 90 Fahre. Durch verschiedene Ung!ücfsfälle fanden ihren Tod 74 Personen , beinahe die Hälfte derselden (36) ertranfen. Getraut wurden im vorigen Jahr 1301 Paar. Coeslin. Aus den Häfen zu Rúgenwaldermünde und Colbergermúnde sind im verwichenen Monat Ja- nuar zwci Scchifse ausgelaufen ; im Uebrigen aber var die Schifffahrt, der Jahreszeit gemäß, gänzlich geschlo}- sen und es hat außer der Versendung einer tlcinen

Da ‘im Jahre 1532

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