1825 / 40 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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glänzende Reden halte und bei einem radicalen Alder- inan zu Mittag esse.

Der vor furzem hier eingetroffene spanische Ge- sandte hatte gestern mit dem Minister Canning eine Zusammenkunft im auswärtigen Amtez auch wurde da- selbst ein Kabinetsrath gehalten.

Eins unserer Morgenblätter äußert, indem es | die Etoile), daß am 4. d.

werde.

Es ist hier das Gerücht gegang Regierung der levantischen Compagnie fannt gemacht hade, englische Con juln

von dem, auf Südamerika bezüglichen Theil der | pagnie, in Gegenwart der Directoren ,

fôniglihen Rede spriht: „nichts weiter ist aner- | Ministers Canning verlesen worden is,

fannt worden als fehr bewilligte geseßlihe Schuß. ‘/ ‘Wir sind, be merft dagegen der Courier, über die Verwirrang el staunt , die in dieser Hinsicht in mehreren Tagblärtern

1 - Befehl der Regierung, die nur mit herrsche. England hat das Bestehen unabhé naiger | |ein Ursache habe, abzuwarten.

Staaten in Súdamerika, welche freundschaftliche Ver- hältnisse mit den fremden Regierungen zu unterhalten vermögen , förmlich anerfannt. Was fonnte man mehr verlangen? Die neuen Republiken haben nie verlangt, daß England ihr Beschülßer werde und für die Zukunft | gen der griechi ch. das Bestehen ihrer Territorial-Rechte, so wie solche der- Beussel, 9, Febr. malen sind, verbúürge. Unsere Minister haben nie dar- an gedacht, ihnen den Schimpf anzuthun, anzunehmen, daß sie selbst diese Rechte nicht zu vertheidigen vermöch- | ger. ten. Die Sprache des Hrn. Canning beweist, daß die Zaandam , Regierung sich nicht dur<h Bemäntelung (en quali- fiant) der genommenen Maßregel gegen den möglichen Unwillen des festländischen Europa zu deen gesucht ausgebreitet hat: So zu hondeln wäre nur Duplicität gewesen, die feine auswärtige Macht zu täusch2n vermochte. Die durchbrochen. Art der Anerkennung, die wir angenommen, dieselbe , welche Frankreich in dem Fall der vereinigten Staaten annahm und die England als Anerkennung der amerifanischen Unabhängigkeit angekündigt wurde. Zu Paris wie zu Madrid ist die von unseren Mini- | retten gewesen jein. stern ergrissene Maßregel , wenn schon für einen politi \chen F:hler behandelt, doch nie als unvollständig ange schen worden. Die fremden Staaten thuen nicht als ob sie solche für cine bloße Handels - Uebereinkunft und nicht für eine Anerkennung politischer Souverainität hielten und die Staaten von Columbien, Buenos - Ay- res und Mexico werden sich darin eben nichr mehr il ren, wenn sie die Nachricht erhalten werden. Der Globe und traveller dag:gen sagt: die fönigliche Rede hat feine merflihe Wirkung auf die englischen Fonds hierher g gchabt. Jn der That ist auch der Juhalt dieser Rede, so wie derjenigen , welche Hr. Canning in dem Unter: | schen befürchten müssen. Der Verlust hause gehalten hat, von so abgewogener Beschaffenheit, daß die erfahrensten Börsenspeculanten nicht wissen, ob sie faufen oder verfaufen sollen. Schauspielhäuser und alle dffentliche Am 2. d. fand in Dublin, unter großem Zudrang ge]clossen. von Einwohnern aller Klassen, besonders auch vorneh- Ju Harlingen ist der steinerne Ha men Damen , eine Sißung des fatholischen Vereins ivorden. statt, Hr. O'Connell bat um das Wort und niachte | der Börse eingewirkt, sodann, mit Hinsicht auf die in ösfentlihen Blättern Aurich, 8. Febr. enthaltene Meachricht, daß binnen kurzem von protestan- tischer Seite eine Petition zu Gunst:n der Emancipa- tion der Katholiken dem Parlament werde Überreicht Aurich. werden , den Antrag: eine Dank?agung hierfür zu be- schließen. Am Schlusse des von ihm deshaib gemachten und einstimmig von der Versammlung angenommene Vorschlags heißt es: „„Wenn wir es uns so eifrig an- gelegen seyn lassen, zur Theilnahme an den Wohlthaten viele. der Constitution zu gelangen, so geschieht es hauptsäch- lich, damit dur< Vereinigung aller Klassen der Unter- thanen Sr. Maj. und durch ein gleichmäßiges Inter- esse an der Erhaltung des Staats, wir ia den Srand | wenig, da das Frostwetter alles hinder fommen mögen, zur Sicherhcit des Throns beizutragen und die Kraft und Dauerhaftigkeit der Verfassung zu vermehren. 7 Uhr eines sanften Todes verstorben. Der Courier hatte die Vermehrung des stegen;- vorhergegangenen Tagen, da die Kr den Heeres auf 20,000 M. angegeben; das Journal the Globe und traveller dagegen versichert wiederholent-

Consuln in der Levaute ernennen. n Fonds beigetragen.

res entstanden sind, werden mit jedem Die Ueberschwemmung hat sich

und andere an den Schermer-Boczem

Dle NaGrioten aus

Höhe der See an den meisten Küsten anrichtet, sind úber allen Ausdru.

und das Meer ausgetreten.

und da das úberschhwemmte Land in de

mit Emden, Norden, Gret- Sil und

hatte der hochselige, geliebte Fürst nur

zu ernennen ; das Wahre an der Sache ist, (lo meldy in den Büreaus der Com

in Urs : In diesem Falle würd die Regierung die Agenten der Compagnie zu englisch

noch nicht als eine wirkliche Ernennung von Consuh angesehen werden, doa) hat diese Nachricht zum Sti} erechnet werden. Die Nachrichten, Über tj Beschädigung:n, welche dur<h das Austreten des Me

Kooa, Zaandyk und Woormeneer, ja sou bis in die Dörfer Wesizanen, Cromenie, Ryp , Guß

so daß das Wasser bis Uitzeest stau, Auch vernehmen wir, der Damm bei Wydewortmer sj

ist ganz | Overyssel sind ebenfalls beunruhigend. Man A 1) Schofland stehe unter Wasser. Die Ueber\chwemnu und ihre Have sollen, besonders în d Ostzaanen, wegen Mangels an Nachen, unmögli)

_—… Wie von allen Seiten eingehenden Berichte sul shauderhaft; die Verwüstungen, welche die beispiellos

e Am

Ueberall in Helland sind die Flússe, die Strôn

Schon jeßt sollen in der Umgegend von Amsterd bei 50,000 Bonniers Land überschwemmt lein, Anblick der Unglücklichen, welche in Böôten und Mahl ebracht werden, erregt tiefen Schmerz , allei noch betrúbender ist es, daß wir den Tod vieler Mw

Diese Unglúcksfälle haben auf die Operati

land is jeßt verloren, allerwärts sind die Deiche durd) brochen und das Salzwasser steht bis eine Stunde Der Schaden is gar nicht zu berechnen, & bos die Wiederinstandsezung Millionen kojten wird

nicht bebaut werden fann. Eine unzählige Menge Vil ist ertrunken; Menschen im Verhältniß goitlob nid! Jn Emden, Gret- Sil, Oldersum hat das V ser shrecéli<h gewüthet. Erst gestern ist die Verbindun! Oldersum wid! ] zergestellr. Von den einzelnen Dörfern wissen wir nod sandelu sich auf freundschaftlichem Aus. 11. Im Falz,

lih , daß dieselbe ni<ht mehr als 7000 M. betragal

en, daß Unse die Absicht 6, in Griechenlan)

ein Brief dy worin derselh

der, einem bereits bestehenden Ver: | ihnen den Wunsch der Regierung mittheilt, daß der [st{h vantische Handel frei werden und die Compagnie , si von freien Stúcken aufldsen möge, ohne einen weit}

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Tage ungünst jeßt bis Wes

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gelegene Dôrsy

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unseres Neid

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fendamm zersii!

Der beste Theil von Ostfris hissenschaft an, um sie seinen heschieht wechselweise, wenn e hin sardinischen Staaten mit Tod abgeht. Prozesse zwischen sardinischen Unterthanen schlichtet ihr Konsul , jene zwischen ih thanen werden nach türkischen Geseßén in Gegenwart tines sardinishen Dollmetschers geschlichtet. 9. u

u ersten Jaht

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Gotba, 11, Ser, Mui Durchlauchtigster regi render Herzog Friedri < IV. ist heute Morgens g?

Auch in d anfheit sich

einem anfangs leicht scheinenden Katarrhfieber afi wenig gelittell F

vine neue Eintheltun : ( (utsprehend der Eintheilung der Gouvernements n Hezirke für die Generalgouverneurs-Verwaitung, erhalten.

Da mit diesem hch betrübenden Todesfall die r< fast zwei Jahrhunderte, seit Herzog Ernst dem

rommen blühende Herzogl. Gothaische Special - Linie

Mannsstamm ausgestorben, so ist, nach Maßgabe

jr von den Durchlauchtigsten Agnaten, zu Hildburg

Coburg und Meiningen, für diesen To-

ausen, V E L 4 Fenen Uebereinkunft und höchsten Autorijatio-

sfall getro}sene e Ie! n, in Hôch\tdero Gesammtnamen, mittelst Patents vom

utigen Tage, die Besikergreifung der Herzogl. Gothai- en und Altenburgischen Lande verfügt und bewirkt

‘det. E St. Petersburg, 4, Febr. Nach dem von Sr.

giserl. Majestät am Dezember v. J. bestätigten

Gutachten des Reichsraths, soll bei Erhebung des Zolls

r die Ein- und Ausfuhr- Waaren im Jahre 1825,

on den Russischen Zollämtern, sowohl beim Europài- hen als beim Asiatischen Handel, der Rubel Silber

drei Rubel sechszig Kopeeken Reichs - Assignationen

Auf Vorstellung des Ministers der Volfsauf- rung haben die Gouvernements für die Lehrbezirke heilung im Fache der Lehr - Verwaltung,

Der Exekutor beim Departement der Volfsauf- rung, Tit. Rath Aller, is für seinen ausgezeichneten

ind langen Dienst - gnädigst zum Koll. Assessor be- rdert.

Genua, 29. Jan. Pér König von Sardinien at mit der ottomannischen Pforte einen Vertrag ab- <lo}sen, dessen wesentlicher Inhalt in folgenden unkten besteht: 1. Der König von Sardinien und e hohe Pforte ließen mitsammen einen Freundschafts- rtrag ab, so wie er zwischen“ ihr und den andern

Mächten bestehr. Sardinische Unterthanen dürfen daher

Fern derselben Handel treiben, und umgekehrt die tür: fischen Unterthanen ten, hie Ein- und Ausfuhrsgebühren zu Z Prozent ohne fernere Auflage, i

ind einführen, welche nicht durch besondere (eseße ün: oder auszuführen verboten sind. 4. Jun beiden Län- dern werden zum Schuße der Handelsleute ihrer Na- tion Konsule und Vicekonsule angestelr. 5. Jhnen erden von den Handelsleuten ihrer respektiven Regie.

bn dem Schuß der túrkischen Regierung in den Län-

in den fôn, sardinishen Staa- 29. Die Handelsleute beider Staaten zahlen

3. Sie dürfen alle jene Waaren aus-

Vieh ist nicht zu berechnen; ganze Dorfschaften su) ingen in den Sceestädten alle Konsulatsgebühren für

verschwunden. Auf Befehl der Stadtregenz sind dit

lie Waaren bezahle. 6. Die nach Jerusalem , oder

berhaupt in den cúrfishon Provinzen reisenden sardi- bischen Unterthanen bekommen einen faiserlichhen Paß,

Im ungehindert reisen zu fônnen, und überall Schuß

N finden. 7. Stixbt ein sardinischer Unterthan in der

Fürfei, so nimmt sich der sardinische Konsul seiner Ver' Erben zuzustellen. Diejes in turfisher Unterthan in

G Die

nen und den túrkischen Unter-

Kriminal - und Polizeifällen werden sie mit Beiziehung

hres Gesandten oder Konsuls \o bestraft, wie andere

Wropáäische Uebertreter in solchen Fällen best aft werden.

V). Kriegs- und Handelsschisse beider Nationen be:

«j ein Sardinier zum Jslamism überträte, wird er Gegenwart des sardinischen Dolmetschers befragt,

gnd hat er Schulden, |o ges<icht die Liquidation nach

lrfishen Geseken. 12. Alle sardinishen Unterthanen,

Wonsuls und Vicekonsuls sind beim Handel in der Tär-

ti vom Baz, Caraz, und andern derlei Auflagen frei.

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Ge

und nicht einer fremden Flagge segeln, und andere

Schisse dürfen sih nicht dieser Flagge bedienen,

4. Die in der Türkei si<h aufhaltenden sardinischen

BHesandten und Konsuls genießen alle jene Rechte und

Privilegien, welche die Minister und Konsuls anderer

defreundetrer Mächte genießen, und so umgefehrt die

cúrfishen Konsuls und Viceko nsuls in den fk. sardini-

hen Staaten.

: Rom, 23. Jan. Wie man erfährt, ist der colum-

bische Beauftragte, welcher an die hiesige Regierung ab-

gesandt worden, um einen päbstlichhen General -Vicar

für die Republik zu erbitten, von Bologna, wohin er

auf Einladung des Pabstes sich begeben hatte, abgereist, ohne den Zweck seiner Mission erreicht zu haben. Der brasilianishe Gesandte, welcher in derselben Absicht nah Rom gekommen ist, dürfte dasselbe Schicfsal haben, NeweYorf, 83. Jan. Der Staats - Sekretair Crawfurd hat dem Kongresse einen sehr erfreulichen Bericht úber den Zustand unserer Finanzen vorgelegt. Nach Inhalt desselben wird die ganze nordamerifani}che Staatsschuld binnen hier und 10 Jahren getilgt sein. Im Senat wurde am 95. d. die Bill wegen Ab- shaffung der Gefängnißstrafe für Schuldner zum drit- tenmale verlesen.

Ostindien, Jn der Beilage zur allgemeinen Zeis- tung findet sich ein Aufsaß über die Lage der brittischen Herrschaft in Ostindien, aus welchem wir folgendes mittheilen: Die brittischen Unterthanen in Ost“ indien sind in zwei Religionen getheilt ; die große Masse der alten Einwohner ist dem alten Kultus des Brama zugethan, die Abkömmlinge der mongolischen Eroberer folgen der mahomedanischen Lehre, die úbrigen Religios nen werden nur von fremden Stämmen bekannk. Die Erfahrung hat längst bewiesen, daß die beiden bei den Einwohnern Úblichen Religionen der Entwickelung der moralischen Fähigkeiten, den Fortschritten des Geistes, der Liebe zum Vaterland und Freiheit , zuwider sind. An sich betrachtet, sollte die Besolgung des Jslami. m gerade in leßterer B ziehung Hossuung gewädren , als eine auf den Kultus eines einzigen Gottes, eites geistigen, allmächtigen, allgútigen Wesens, das die Men- \chenliebe als erste Pflicht der Gläudigen aufstellt, gegründete Religion; der Despotismus und das Prie- sterchum haben aber diese Religion durchaus entartek, und man trifst jebt bei den Bekennern derselben überall nur rohen Fanatismus, Haß gegen alle Fortschritte, alle Vervollkommnung, alle Studien, und äàußerliche Buß: úbungen statt der Ausübung von Menschenpflichten an. Die Religion des Brama ist aber der Entwickelung des Menschengeschlechts noch nachtheiligér ; die Observanzen haben hier von jeher in einem solchen Grade die Stelle der Tugenden eingenommen, daß die Bekenner derselben auch nicht von ferne an eine Verbindung der Religion mit der Moral denken. Mehrere ihrer religidßsen Ge- bráuche flôóÿsen Schauder ein, andere beleidigen das Schaamgefúhl, und alle menschlichen Empfindungen wer- den dadurch im Herzen ihrer Bekenner éritictt. Wok- züglich ist aber dieje Religion auf die Spaltung des Volés in Kasten, die unüberwindliche gegenseitige Ad- neigung derselben , und auf die Ansicht einer Beleidi- gung: der Gottheit gegründet, wenn der Men'ch im Wissen vorschrcite, oder einem würdigern Zustande ent- gegen strebe. Das Menschengeschle<ht wird durch Bra- Religion in ewigem Stillstande erhalten; jeder bleibt dur< unzerreißbare Ketten in seinen eigenen Schranken gefesselt, und die Entwickelung der Civilila- cion ist auf immer ausgeschlossen. Die Engländer sind in der That den Judiern gegenüber eine höhere Nacez sie wissen besser, als die unter ihnen stehende Race, was dieser frommt; sie kênnen mit Recht Anspruch darauf machen, die Vormúnder/ diz Lehrer ihrer Unterthanen

zu sein, während die europäischen, aus unserer Mitte

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Die sardinischen Handelsschisse mússen unter eigener,

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