1825 / 49 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

brannt, ‘die Departements, die mit Krieg überzogen worden sind, ganz vergessen? dur das vorgelchlagene Geseß würden diese verwahrloset und nur eine Klass: der Leidenden belohnt werden. Jch stimme dagegen. Herr von La Bourdonaye tadelt diejenigen, welche behaupten, die Kammer könne über die vorliegende Fra: ge nicht entscheiden, weil viele ihrer Mitglieder ein wesenrliches Jnteresse dabei hätten. Jch würde mich verachten, sagt er, wenn ih, da ih berufen bin, über so wichtige Fragen zu berathen, ein einziges Gefühl laut werden ließ, das nicht ganz auf den Ruhm, auf das Glúcf meines Vaterlandes gerichtet wäre. Wenn aber sind die Bevollmächtigten eines großen Volkes bei den Fragen úber das allgemeine Juteresse, in Bezie- hung auf sih gleichgültig? dur< welchen wunderbaren innern Widerspruch wären denn, in allen representativen Verfassungen, diejenigen zu Vertheidigern des Besiß thums und aller Juteressen bestellt worden, die schon, wegen ihres Vermögens und ihrer politischen Lage de- ren geborne nothwendige Vertheidiger sind, wenn sie sih gerade daun zurückziehen und \<weigen sollten, wenn über Besißthum und dessen Jutreresse beschlossen werden soll? Wie aber in der That ist es möglich, vhne das Privatinteresse zu berühren, allgemeine geseßliche Be stimmungen zu trefsen? Gerade damit alle Meinungen, alle Juteressen in dieser Kammer vertheidigt werden, ist sie verschiedenartig zusammengeseßt, und gerade zur Zeit, wo dieselben am heftigsten angegriffen werden, wollte man ihnen die Vertheidiger entziechn? Welch ein Widerspruch! Doch sicher reicht es hin, ihn aezeigt zu haden, damit alle hier aufacregten. Zweifel schwinden. Der Reduer findet das Gesc in Allzemeinen gerecht nothwendig; nur will er ihm andere Prinzipien unter- legen, und das Ganze des Geseßes hiermit im Ein: flang gebracht wissen. Herr von Beaumont sagt, man habe si heftig gegen die Emíigrirten ausgelassen, iei! sie ißr Vaterland verlassen hätten; bei vielen sei dis jedoch nicht der Fall gewesen, es seien ihm viele Beispiele davon bekannt, er wolle nur folgendes. anfüh: ren Ein Einwohner einer. kleinen Stadt im mittäg:- lichen Franfreih, wird als Emäigrirter denuncirt und auf die Liste gebracht. Der revolutionaire Aus!<huß be- giebt sih in dessen Wohnung, um das Änventar seiner Möbel auf;unehmen. Dies Afkrenstück ist no<h vorhan- den, und lautet: „¿„¿Es fanden: sich 2c. 2c... tem ein Sopha, auf welchem wir besagten Emigrérten sifzend vorfandenz er unterschricb mit uns gegenwär: tiges 2c. (anhaltendes Gelächter). Der Redner sucht weiterhin zu beweifen, der Staat habe durch -den 9ten Artikel der Charte (der den Besik der Nationalgüter verbürgt) die Verpflichtung úbernommen, die alten. Be, siber dieser Güter vollständig zu enticädigen, da diesel ben, wäre jener Artikel nicht, das Recht gehabt hätten, ißre Gúter, bei wiederheraestellter Ordnung, von ihren dermaligen Besißern, zurückzufordern. Diese Rede, in welcher ein unzweideutiger Tadel des 9ten Arr. dzr Charte und eivige heftige Ausfálle gegen die Käufer vou Emüíigrirten- Gütern enthalten sind, wurde durch cstmaliges Murren und dur<h mißfällige Aeußerungen unterbroch:n.

Jn der Sißung voin 19, sprach zuerst Herr Vacot von Romane gegen das Ge'eß. Er erklärt fich jedo<h damit einverstanden, daß eine Entschädigung gegeben werden müsse; er v-rwirst aber die Grundsäße, nach denen man sie zu vertheilen beabsichtigt, und behält fich vor, in dieser Beziehung Amendements vorzn\chla- gen. Herr von Martignac (Commissarius des Königs zur Vertheidigung des Gesebes). Ih muß vor Allem einen Punkr d:s Geseßes herausheben, ten di? Opposition bei ihren Angrissen ganz in den Schattet gstellt hot, weil es ihr dadurch leichter wutde, ihre!

Behauptung, manu wolle uur eiue Classe begüustigen,

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Eingang zu verschaffen. Die Opposition hat näml fördert. (Erstaunen zur äußersten Rechten - große immer nur von! den Emigrirten gesprochen, als oh FHewegung in der Kammer). Der Grande Foy. oder deren Familien allein entschädigt werden sollt, Die Minister haben nicht das Recht, den Berathungen Es sollen ja aber eben sowohl die ehemalige Besg|der Kammer Grenzen zu seßen, Der Präsident. der Güter, die in Folge der Deportation, oder in Fi Die Kammer behält ja ihre volle Freiheit. Herr von von Verurtheilungen confiscirt worden, entschädigt ytabourdonnaye. Wie kann man behaupten, die Be- den, als die Emigrirten. Dies darf man nicht verz rathungen der Kammer seien srei, nach: em der Mini sen. Man hat die Emigrirten hart getadelt, man j ster eben gedroht hat, das Geseß zurücfzunehm:n, wenn ungerecht gegen sie. Jch bin weit entfernt, den Mj ine Berathung zugelassen wird, die nicht nah seinem nern das verdiente Lob entziehen zu wollen, die Killen ist. (Verworrene Stimmen: das hat er nicht Vaterlande mitten unter den Henkern geblieben syesagt!! Ja er hat es gesagt!) die Vereinigung der ge- um das Gemeßel aufzuhalten und die Feuerbrände Fseggebenden Gewalten har das Recht, Geseßbe zu machen, lô\hen. Alle Männer von Ehre, alle getreuen Anh{die von der Charte abweichen , der König hat Jhnen ger der Monarchie haben für deren Erhaltung sorusolhe vorgeschlagen und Sie haben sie ge-nehmigt. wollenz der eine hat diesen, der andere jenen Weg (iy Hinsichtlich der Geseßgebung sind Jhre Rechte mit den geschlagen; warum wollte man hart urtheilen über dMKechten des Königs parallel ; sie haben folgli<h auch das jenigen, die nach gleichem Ziele strebend, im AusleuMFecht, solche Gesebe vorzuschlagen. (Nein! Nein! Wo Ruhm und Elend gesucht haven, Der Redner verthiliebe dann das Königliche Recht der Jnitiative?) digt mit vieler Beredsamkeit die Handlungsweise (Der Finanz-Minister. Jch habe mich ni<t zwi\chen Emigrirten, und fährt fort: „„Jch hätte mich gern hiFeinen der Kaminer gemachten Vorschlag, und die Deli- mit begnúgt, es haben sih aber gestern zwei Redyssheration hierüber legen wollen. Das Ministerium is (Labourdonuaye und Beaumont) auf ein: Weise geMyon einem Redner deutlich aufgefordert worden, si zu gert, die mich nôthigt, hierauf einiges zu erwiedeinkußern, indem er au< ñüo< die Hossnung ausgesprochen Sie hab:n gesagt, das Geseß sei antimonarchis, n(hat, die Regierung werde seinem Vorschlage günstig es bezwecke, die Legalität der revolutionnairen Mujffsein. Der Minister hat sih hierauf geäußert, indem regeln anzuerkennen; den Beweis dieer Behauptusser/ nicht seinen Willen, aber den ihm bekannten haben gedachte Redner in der, bei Präsentation (Willen des Königs zu erkennen gegeben hat, den Gesebes, gescheh:nen Auseinanders-ßung der Gründe Niemand in Zweifel ziehen darf. Es entstand nun finden geglaubt, weil es darin heißt: „„der Staat hein neuer Tumult; weil Herr E. Perier durchaus reden Euch Eurer Güter beraubt, er hat in Zeiten der lMwollte, und der Präsident ihm bemerkte, das. Wort ge- ruhe und Unerdnung deren Eigenthum auf andere l:obühre Herren Devaux. Nach langer Unterbrechung tragen,“ Was, haben jene Redner ausgerufen, uffonnte endlich Leßterer seinen Vortrag wider das Gesek der Staat! diesen Namen giebt man dem Natioubeginnen. Nach ihm sprach Herr von Gallard- Couvencr, dem Direkcorio? Jch have alierdings ffterraube dafür. (Die uns vorliegenden Auszüge Wort Staat gebraucht, als ih von der Zeit, vor (ener beiden Reden enthalten nichts wichtiges.) Der Restauration, }pra<h (H. v. M. hat nämlich gedèacteFerlte Redner , der in der nâchsten Sißung, am 21sten, Vortrag über die Gründe des Gesetzes gehalten). Tehört werden wird, ist der General Foy.

weiß micht, od ih einen s{<wercn Fehler begangen hab Wie die Etoile meldet, wird Se. Durchlaucht der meine Entschuldigung aber ist jedenfalls schlagend; ürst von Metternih am 94, d. von Wien abgehen, liegt in der Charcez; ‘da heißt es im 70ten Art.: „Fm sich hierher zu begeben.

deutliche Schuld wird verbürgt ; jede Verbindlichfei Nach Briefen aus Madrid vom 11. d. hat ch die der Staat gegen seine Gläubiger eingegangen i\Was Befinden des Königs, das die Zeit her zur Beun- ist unverleulich.// Mehr brauche ih wohl jeßt nicht [Fuhigung gereihte, indem die Gicht nah dem Magen jagen. Herr Lecleri von Beaulieu billigt ¡wsgetreten war, etwas gebessert ; Se. Maj. hatten zwei den Grundsaß der Entschädigung berhaupt, verwWMächte ziemlich ruhig geschlafen.

aber die dazu vorgesc{lagenen Mittel, ihn auszuführa Rente. 104, 20. j

Herr v. Laurencie wundert sich, daß die ehema London, 18. Febr. Gestern brachte Hr. Broug- gen Eigenthümer der in Lyon verbrannten Häuser nihm-die Petirion des kathol. Vereins, an der Barre bedache werden. Er kündigt ferner ein Amendemeni 1MWthört zu werden, nebst no< einer andern Petition zu welches zum Zweck haben soll, den Käufern von NaFunsten des Vereins, von 900 Einwohnern in und bei nalgütern die Bezahlung eines Theiles der Ent)chädigusMewry, ins Unterhaus und fúndigtie an, daß er heute aufzuerlegen, indem jene Güter in Fo ge dieser MajFinen Antrag auf erstere begrúndèn werde; auch ward regel einen höhern Werth erlangen würden. Es wis ihm zugestanden , daß solche allen audern vorangehen ihm leicht sein, jagt er, wenn überhaupt die Min:sFolle.

eine Discussion úber seinen Vorschlag in der Foige zl lassen wollen, die finanziellen Vortheile desselben zu W weisen. Kaum harte der Redner diejen Vorschli au: gesprochen, so brachen auch laute Aeußerungen d M1ipfallens in der Kammer aus, und als der Reènt chloß, bat der Finanz-Minister um Gehör, N Vorichlag des vorigen Redners, sagte cr, ist dem l Art. der Charre durchans zuwider, dieser lautet: „P des Besikthum ist unverleblih, ohne Ausnahme der/Fieselbe von wohlthätigen Folgen erwiesen habe. Der nigen, die man nationale nennt, denn das Ges(Æinister Peel äußerte sich zwar gegen die Ausdehnung (äßt hierunter gar feinen Unterschied zur Untersuchung auf den Zustand Jrlands im Allge Die Charte erlaubt nicht, daß eine Verlesuag derselb!Feinen und fand deren Beschränkung auf bestimmte durch ein Amendement in die Berathung gebraci,t werdWistricte sür besser ; indessen wurde der Antrag doch Fch hoffe aljo, daß jede Berathung úber den VorschaFenehmigt.

oes H. v. Laurencie durch die vorläufige Frage zu |\\Y Die Katholische Deputation ist von Dublin naci ner Zeit bescitigt werden wi:d. Der entgegengesch!Fngland abgegangen.

Fall würde fúr die Regierung cin Grund sein, d} Vorgestern beschloß der Gemeinderath einstimmig der Kammer vorgelegte Geseß nicht weiter ¡ine Petition ans Parlament um Aufhebung der direc

Serjeant Onslow’s Motion auf Aufh:bung der Pucher- Gejcße ward mit 45 gegen 40 Stimmen ver orfen.

Hr. Goulburn machte den Antrag, daß der vor- ihrige Aussch zur Untersuchung des Zustandes von rland erneuert und dessen Wirksamkeit (die im vori n Jahre nur einige bestimmte Districte betraf) auf is ganze Land ausgedehnt werden möge, indem sich

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ten Taxen und insonderheit der Haus - und Feuster-

Steyern.

Hr. Wilberforce zieht <, seiner geshwächten Ge- sundheit wegen, aus dem Parlament, in welchem er 45 Jahre gesessen, zurück.

Capt. Franklin und seine Reisegesährten sind zu der neuen Arktishen Land - Expedition von Liverpool nach Neuyecrk abgesegelt.

Der Correspondent der Morning Chronifkle erzählt, es sei in Paris eine bekannte Sache, daß die Jesui- ten einen thätigen Briefwechsel mit den Priestern in Frland unterhielten. E

Sowohl die Englischen, als Jrländischen Milizen werden dies Jahr Waffenübungen haben. et

Briefe aus Arequipa (das noch in royalistischen Händen war) vom 17. Septbr. melden, daß eine neuere Uebereinkunft zwischen General Olanera und Valdez zu Stande gekommen sei, \o daß dieser frei über heine Truppen diéponiren und zu denen unter la Serna und Canterac stoßen fonnte, Olaneta aber stillstand und sich neutral verhiele. In Folge dessen hofste man gegen den 4. Oftbr. 9000 Mann unter Cauterac bei Cuzco beisammen zu sehen. :

Wir haben Briefe aus Neuyork vom 25. Januar. Der Colum. Gen. Cortez war aus Alvarado n Phil delphia angekommen und brachte folgende, an den Co- (umb. Gesandten in Mexico Hrn. Sta. Maria über Acapulco von Huanchaco in der Peruanischen Provinz Trujillo gelangte Nachrichten. Gen. Bolivars Haupt- quartier war am 16. Oft. zu Andagüailes auf dem Wege nach Cuzco , nachdem er Canterac i Huamanga und am Rio Pampas geschlagen hatte, von dessen 6000 M. nur 1800 auf Cuzco zurücgegangen waren, Um sich mit la Serna zu vereinigen, der bei Charcas voi den Truppen aus Buenos - Aires ge|chlagen war. Die Armee hatte die Provinzen Potosi, Cochabamba, Oruro, Puno und Sta, Cruz de la Sierra im Besitz und Bo- livar schrieb, daß au<h Succurs aus Chile von A ric her im Anzuge sei. Außer den Verstárkungen an Truppen aus Panama, waren von dort nah Huan- chaco au 1: Millionen S. fúr das Heer in Peru ein- ge][chisfft worden.

Aus Bucnos-Ayres meldet man unterm 12. Dez. Briefen aus Chiie vom 8. Novdr. zufolge hatte das Amerik. Schif Stranger, welches Callao au / Ott. verlassen, die Nachricht gebracht, daß Adm. Guise durch zwei Chileni:che Fregatten und die Columbischen Kriegs|chiffe (welche 1500 Mann aus Panama in Hus anchaco ausge|seßr hatten), verstärkt, an jenem Tage zur Erneuerumg der Blokade vor Callao erschienen wal. Gen. Rodil hatte dem Befehlshaber der Spani)]chen Kriegs|schisse Asia und Aquiles befohlen, auszulausen und Guije anzugreifen, was er verweigertez worauf Rodil drohte, die Batterien auf jene beiden Kriegzsschiße 'Ple- een zu lassen. Nun waren diese im Begrijs, unker Segel zu gehen.

Es giebt gegenwärtig fast keine Gegend des vore mals Spanischen Umerica’s, deren Bergwerke sich nicht der Eugl. Spekularionsgeist angeeignet hätte. S0 hat sich eine neue Gejell]hast zur Bebauung der Srzgrud?n in Guatimola gebildet, deren Aftien in einigen Tagen erscheinen werden,

Auf Sc. Thomas herrschte große Besorgniß wegen einer daselbjt entdeckten Neger - Verschwörung, die Vere zweigungen auf den benachbarten Jujeln haben soll.

Conjols 932,

Vom Main, 21. Febr. Der Landtag des Groß- herzogthums Baden wird am 24. d. von “Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog in Perjou erdfsnet werden. Ueber die desfaüsigen Feierlichteit:n ist ein bejonderes Programm erschienen. Se. Königl. Hoheit haben den Staats- und Kabinets - Minister Freiherrn v. Ders

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