1825 / 53 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Hühnern, Trébniber Kr., zu Leuthen, Neumarkter Kr., wo 2 Kinder daran starben, und zu Lilienthal, Breslauer Kr. ausgebrochen, hatte dagegen im Guhrauer Kr. und zu Neurode bedeutend nachgelassen. Die Majern dauerten in einigen Dörfern des Wohlauer Kr. und zu Lammsfeld Breslauer Kr. fort. Am Milißscher Kr. wer ‘an einigen Orten ein anste>endes Netvenfieber ausgebrochen, auch zu Landshüßz Wohlauer Kr. Es sind sogleich aíle Anstalten getrossen worden, die’ weitere Verbreitung abzuwenden. Lieg niß. Catarrhalische und rheumatische Uebel sind als Folge der ungewöhnli- chen Witterung an der Tages : Ordnung.| Das in der zum Dorfe Nimmer}att im Bolfkenhaiuschen Kr. gehd- rigen Kolome Wartau zum Vorschein gekommene hiz- zige Nervenfieber ist unterdrückt , dagegen ist zu Alt - Reichenau das rothe Friesel unter den Kindern ausge- brochen, woran bereits zwet gestorben sind. So oft sih auch an einzelnen -Orten und in verschiede- nen Kreisen die Blätter Epidemie jeit einiger Zeit ge- zeigt hat, so ist sie doch stets glücklich in ihrem Entste- hen unterdrú>t worden. Dies zeugt für die Thätigkeit der Sanitáts- und Orts Polizei-Behöôrden und für die MWirkjamfkeit der Vaccination. Jm Glogauschen Kr. grassirt das Scharlachfieber noch im bedeutenden Um: fange und die Srerblichkeit vermehrt sih unter den Erfranften, wahrscheinlih durch verwahrlosete Behand- lang. Die Kinder erhalten Geschwülite, bôsen Hals und starben nach wenigen Tagen der Krankheit. Auch im Saganschen Kr. ist diese Epidemie zu Cichvorwerk, Kottwik und Halbau ausgebrochen und hat schon m:h- rere Kinder hinweggerast. Zu Naumburg am Bober und zu Stcin-Oelja Rothenburger Kr. ist das Scharlach fieder unterdrückt. Auch die Rötheln herrschen an mehreren Orten, sind aber gutartiger Natur. Oppeln. Ca- tharrhalische und rheumatische Fieber, Hals» und Brust- Entzündungen, heftiger Husten und Gichtbeschwerden, waren die Hauptkrankheiten «unter Erwach}enen. Ktin- der litten vorzüglich an Keichhusten , Rôcheln und am gutartigen Scharlach fieber. Die Sterblichkeit über]chritr im Allgemeinen jedoch nicht die gewöhnlichen Grenzen.

der nicht selten. nicht.

Epidemische Kraukheiten zeigten si

Erfurr. Der Gesundheitszustand - ist de

demselben nicht günstigen Witterung ungeachtet dur

gäángig sehr gut und die Sterblichkeit auffallend gerin Westphalen. Münster, sundheirszustand war im allgemeinen fortwährend seh gut. —. Jn den Kreisen Münster -und. Steinfurt zeigt sich an einigen Orten das Nervenfieber; in den K; Ahaus und Borken litten hin und wieder die Kindy an den Masern, und zu Beckum sind die natürliche Blattern ausgebrochen , haben sich jedo<h nicht sehr vet Die dagegen genommenen. kräftigen Maaßr geln werden dem Uebel ohne. Zweifel bald ganz Einhal| Die Sterblichkeit hat nirgends ihre gewöhnliche Schranken: überstiegen war vielmehr im vorigen „Jaht an manchen Orten verhältnißmäßig außerordentlich gy ringe; so zeigte sich unter andern ain Kirchspiel Lenge rih ein merkwürdiger Ueberschuß der Geborenen, indej

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breitet.

thun.

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diese bei 5660 Seelen, im abgelaufenen Jahre 214 b

trugen , Arnsberg.

sind.

X. Niederrhein. Coblenz. nen Monat habén zwar mancherlei Affectionen den G sundheitszustand heimgesucht, jedoch hat die Sterblid feit deshalb niht zugenommen. fieber, welches sich sporadisch zeigt , ist nicht bösarti "Gleichzeitig lassen sich no< immer die Masern unt den Kindern bemerken. Aachen, Zustand der Menschen und" Thiere hat bisher fei «hädliche Einwirkung von der Witterung erfahren und die im Einzelnen vorgekom nen - catharrhalis<hen und rheumatishen Uebel gehör

In einigen Dd!fern des Beuthener Lublinißer und Plesser Kr. erkrankten mehrere Perzonen am Nerveu- fieber, an welchem jede< nur 2 ein Opfer des Todes wurden. Die inficirten Häuser wurden ge}perrtt , und mit Warnungstafeln verseh:n. Zu Brzezinka und Ko0z- low Toster Kr. starben mehrere Kinder an der durch Erkáltung ausgebildeten rothen Ruhr. Im Coseler, Toster, Beuth-ner und Neisser Kr. zeigten sich die nag túrlichen Pocken, gegen deren Verbreitung sofort zwe>- dienliche Maaßregeln getrosscn wurden, t

VI. Posen. Pojen. Catharrhalische und rheumatische Zufälle zeigen sich úberall, auch hat das Scharlachfieber in der hiesigen Stadt, so wie in dem Posener Kr. noch nicht nachgelassen , im Kröbner, so wie im Ostozeszewer Kr. haben sich an einigen Orten unter den Kiùdern die natürlichen Pocken und Masern gezeigt. Jm Ganzen ist der Gesundheitszustand der Menschen erwünscht.

VIL Sachen. Magdeburg. Der herr- schende-Kranfkheitscharactet war catharrhalisch-rheumatisch, Fn einigen Gegenden grassirt das Schärlachsieber und das Friesel. Beide Krankheiten sind aber niche bôsar- tig. Wenn gleich die Anzahl der Kranken si<h in dem verflossenen Monat etwas vermehrte, jo war doch die Sterblichkeit nicht außergewöhnlich, Merseburg. Entzündlich - catharrhaliiche Krankheiten fanden sih in diescm Monate als Mehrzahl, Rheumatismus wax un- ter Erwachsenen „- Scharlach und Keichhusten unter Kin-

úberhaupt der Jahreezeit an. lichkeit ist während des verflossenen Monats, bedeutende Krankheiten unter den Menschen - herrschte

die Zahl der Gestorbenen aber Rheumatische Krankheiten , Witterung bedingt sind, heits - Zujtand äußerst günstig.

IX. - Jülich, Krankheits - Character blicb catharrhalis<h - rheumatisc In den Kr. Waldbröl und Siegburg:U-kerrath herrs! an mehreren Orten das Nervenfieber, und in der germeisterei. Drabenderhöhe , Kr. Homburg das Scha! lachfieber , woran bereits mehrere Personen gestorbs

Cleve,

nur 90. abgerechnet,

Berg.

Selbst das Nerve

Der Gesundhei

Trier: da fei!

die gewöhnliche geblieben.

Königliche Schauspisle.

Donnerst. , 3. März. Paria, Trauersp. in 1 Aufzug, von M. Beer. auf: Der Empfehlungsbrief, Lustsp, in 4 Abthei

von Dr. C, Tôpfer.

Freit:,

Tauris, große Oper in 4 Musik“ vou Gluck.

Im Opernhause: Abtheil. , mit Balle

Im Schauspielhause: D

IFphigenia

Meteorologische Beobachtungen.

1. März |A. 28° 2. März |F. 27°

Gedruckt bei Feister.

Barometer | Therm. | Hygr. | Wind} Witterung, 5A 659 | NO, |[sternklav,starf.

4 O e) 4 2 trüb, Wind, fa

9 5 4 O vos /

y 0 d T0 l tritb, Wi ( M. 27° 7'|4-1°“ | 62° |SO. | üb, Wind,

Redacteur Joh

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|Preußishe Staats-Zeitung.

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53.

Berlin, Freitag,

den 4tenMárz 1825.

L, Amtliche Nachrichten.

A De T S

Des Königs Majestät haben dem hiesigen practi: chen Arzte Dr. Steinrüc> den Hofraths- Character Mllergnädigst zu verleihen und das diesfalls ausgefertigte Patent Allerhöchst Eigenhändig zu vollziehen geruhet.

Seine Königl. Hoheit der Prinz Friedrich der Niederlande ist na<h Brüssel abgegangett.

: Im Bezirk der Königl. Regierung u Coblenz ist der bisherige Pfarr - Vicarius Stork n Lüßellinden als Pfarrer nach Pferdsfeld verseßt, und der Kandidat Stäffler ‘in Castellaun provisorisch um 2ten Prediger in Traben und Gehülfen an dem Zymuasio in Trarbach ernaunt worden ; zu Gumbinnen ilt die erledigte zweite Prediger- elle bei der Kirche zu Lößen dem Pfarrer Pen sfi zu Sroß - Stúrlacf verliehen worden; zu Oppeln is der Probstei - Administrator Ba- e: Plotho, zum fatholishen Stadt - Pfarrer in eisse, : der zeitherige Ober - Kapellan Weidner in Patsch-

wär. Er beklagte sich darüber, daß man den Sinn seiner Anführungen geflissentlih verunstaltet hätte; man habe ibnen eine Bedeutung untergelegt, die in geradem Widerspruche mit seinèn Grundsäßen sei. Der Pr ä- sident bemerfce aber dem General Foy, daß die im Proitofofl gemachte Aenderung ledigli< darin bestanden habe, die eignen Worte des Redners in dasselbe einzu- rücken, wobei si< Leßterer beruhigte. Herr Düche- suay begann hierauf einen Vortrag, in welchem er das Prinzip des Gesleßes billigt, die vorgeschlagenen Maaß- regeln zur Ausführung aber tadelt, und si< vorbehält, späterhin einige Amendements in dieser Beziehung vor- zuschlagen. Herr Harmand v. Abancourt. Das uns vorgeschlagene Geses hat ni<ht bloß zum Zweck, die Emigrirten zu entschädigen, sondern allen denjénigen gerecht zu werden, die, in Folge der revolutéionären Geseße, ihres Grundbesises beraubt worden sind. Eg wäre hiernach weiser und regelmäßiger gewesen , alles aus ‘der Discussion weg zu lassen, was hierauf - feinen unmittelbaren Bezug hat, das Geseß von dem richtigen

fenntniß der Unverleßlichfeit des wichtigsten alle

sisthümer, des Grundbesißes Rae Aa will mas daher auch niht auf eine Widerlegung der heftigen Angrisse, die gegen die Emigration- gethan worden sind, einlassen. Jch würde glauben, gegen jedes zarte Gefühl zu verstoßen, wenn ih die traurigen Gegenbeschuldigun- gen wiederholen wollte, die wir zu unserm Schmerze in dieser Verfammlung schon gehört haben. Aber die Be- schuldigung, als hätten die Emigrirten dur< das Ver-

Fan, zum fatholischen Pfarrer. in Bielau, Neisser Krei- s befördert worden.

Angekommen. Der Königliche Großbrittanische Veneral -Major Congrewe von Hanover.

Abgereist. Der Regierungs - Chef - Präsident, teiherr von der Horst, nah Minden.

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IL Zeitungs -Nachrichten.

Ausland.

Paris, 25. Febr. Die Sißung der Deputir- en-Kammer vom 23. begann mit einer Beschwerde 6 Generals Foy über die Aenderung, die im Proto- l der Sißbung v. 22. in Beziehung auf “seine Rede id zwar während seiner Abwesenheit gemacht worden

|prechen, einer fremden Macht einen Theil von Fraufk- reich: zu überlassen, dieselbe bewegen wollen, T d nes Vaterland mit Krieg zu überziehn, muß ih auf die Quelle, aus der diese Beschuldigung ausgeflossen, hiermit feierlih zurüwälzen. J< gehe nun auf den eigentlichen Gegenstand des Geseßes über. Es sind viele in ihrem Eigenthum gefränft worden, und nur ein Theil soll dafür Ersaß bekommen. Dieser Einwurf meine Herren, ist betrübend, aber es ist nit schwer! ihm zu begegnen , denn er trifft die Unvollkommenheit jeder menschlichen Verfügung, nicht aber die Ungerech- tigkeit derjenigen, über ‘die wir jeßt berathen. Die göttliche Gerechtigkeit allein fann alles umfassen, die menschliche ist beschränft dur die eiserne Nothwendig- feit. Der Redner ließ sich hier in alle Betrachtungen ein, welche schon mehrmals zu Gunsten des Gesebes angeführt worden sind, und stimmte schließlih fär das- selbe. Herr Benjamin Constant fündigt an, er wolle das Gesel von einer ganz neuen“ Seite betrachten. Im Verlauf seiner lediglih gegen die Emigrirten ge- richteten Rede, (wie der Moniteur sie mittheilt) sucht er nur zu beweisen, die Emigrirten seien, erstens unge- horsame Unterthanen, und dann nicht einmal treue

Gesichtspunkte aus zu betrachten, und es als ein Aner-

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