1825 / 58 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

231

230

egegnen, die nie gewankt hat und nie wanken | der Finanzen ist beauftragt, Jhnen nebst den Resulta- vird. ten. des Schuldentilgungs - Werkes und mit flarer Nach- Durchl. Großherzog ! Jn solchen Gesinuungeu wer- weisung des Staats - Aufwands der leßten Jahre das ven wir unseïe Arbeiten in Frieden begiunen , sle in | Budget für die nächste bjährige Finanzperiode vorzule-

endlih von dem Verfasser desselben vertheidige. Dieser | thaten verdankt die es Eurer Königl. Hoheit mit nig führte an, man habe gesagt, die Depaxrtemental - Com- vergelten fann, als mit unverbrüchlicher ‘Treue. Nig missionen wúrden wenigstens fünf Jahr zu ihrer Arbeit | Dankbarkeit allein ist es, die uns an Eure Königl. Hi

heit mit warmer Anhänglichkeic fesselt, sondern wir r

nôthig haben ; er glaube allerdings, sie würden wenuig-

stens so viel Zeit brauchen. Bedürften aber se<s und | nen es zur süßen Berufspflicht, in Zhrer hohen Perssxintracht fortseßen , und fönnen wir Eure Königl. Ho-| gen. Unmöglich können Ihnen die großen Schwizrig-

achtzig Commissionen eines Zeitraums von fünf Jah- | den Regenten. zu verehren. Nie wird Badens ersssheit ret bald einen glúcklihen Erfolg unserer Bemú- | keiten verborgen sein, welhe in unsern Tagen die Er- jungen vorlegen, so wird uns Hôchstihre Zufriedenheit | haltung des Gleichgewichts in deu Einnahmen und Aus-

ren, so wúrden die Arbeiten einer Commission wohl Kammer in den Grundsäßen wanken , welche sie si vierhundert und dreißig Jahre dauern. Schließlich stets als ein Kleinod bewahrt hat: nie kann sie auße! wurde das -so lange commentirte Amendement des Hrn." halb den Schranken si<h bewegen, welche die Verfa ssuy v. Lezardieres, eben so wie die Vorschläge der Herren | und in ihr die, organischen Beschlüsse des deutsch

v. Laussade und v. Dühamel mit großer Stimmenmehr- Bundes ihr vorzeichnen: nie wird sie nah cinem sj heit verworfen. 1 nern Ruhme trachten, als dur< gewissenhafte Anwei

nd das Bewußtseyn bewahrter Treue für den monar- gaben des Staates dardicter, Diese Aufgabe lôsen hishen Grundsaß die erfreulihste Belohnung seyu. | zu- helfen, fodert alle Jhre Einsicht und die ganze Kraft arlsruhe, den 27. Febr. 1825. eines dem ôffentlichhen Wohle ergebenen Willens. Die

Jm Naraen - der unterthänigst tren gehorsamsten | Bedräugnisse, welche Meine treuen Unterthanen im

rsten Kammer. Der Prásident : Wilhelm, Marfgraf | Schooße des Friedens bei der Abnahme so vieler Er- werbequellen erdulden, sind der Gegeustand Meiner

: Rente 106. 20. dung aller ihrer Kräfte für das Wohl des Vaterland uy Baden. ] h :

3 Brüssel, 3. März. Ein Englischer Staatsbote | mitzuwirken , welches über Eure Königliche Hoheit us} Die Sekretäre: v. Rúdt. Fröhlich. shmerzlihsten Sorge. Den Unterhandlungen , welche : mit Depeschen von London nah St. Petersburg eilte | Jhr ganzes hohes Regentenhaus den Segen des Hin Se. Königl. Hoheit geruhten zu erwiedern : nah dem Wunsche der Stände zu Erleichterung des : gestern dur unsere Stadt. mels erfleht. „Jch dauke der ersten Kammer für die Adresse, die | äußern Verkehrs begonnen worden sind, werde Jch stets \ Die erste Kammer hat in ihrer gestrigen Siz-| Jn dem kostbaren Pfande der Liebe, mit welchasie Mir in ihrem Namen überbringen, Nach den | jeden mit Baierns Wohle vereinbarlihen Vorschub ge- j die Vorsehung Eure Königl. Hoheit und das ganWesühlen, die Mir darin ausgedrückt werden, bci dem ben. Aber bei der Unmöglichkeit, alle Ursachen jenes

zuug das von der zweiten Kammer angenommene Ge- seß bewilligt, welhes S. M. einen Kredit von 8 Mil- Vaterland begläckte, erkennt die treuste Kammer ei lionen eröffnet, um den durch die Ueberfluthung ange- | neue Bürgschaft jenes} göttlihen Ségens , - der uny, rihteten Schaden zu erseßen. kennbar auf dem Hause Baden ruht. Am fräftig

Frankfurt, 4. März. Die 3te diesjährige Sißung Aste des erhabenen Fürstenstammes ließ die Vorsehun der Bundesversammlung am 3. Februar war eine | eine blühende Knospe aufgehen. Möge dieser zar vertrauliche. Zum dffentlichen Protofoll der áten Sißung Sprößling gedeihen und einst Schatten verbreiten dur

nveränderten Erscheinen eines Theiles der ehemaligen so weit verbreiteten, in Weltereignissen wurzelnden Mitglieder, und den Gesinnungen „- die bei der Wahl-| Uebels zu heben, müssen sih Unsere Blicke unverwandt ex übrigen aufs neue sich bethätigten fann Jch nicht | auf Entwickelung aller innern Kräfte rihten. Gewiß veifeln, daß, so wie früher, so auch fernerhin, zu | versagen Sic Jhre thätige Mitwirkung, in Fällen, wo Neiner Freude sich in der ersten Kammer ein rühmli- diéselbe einzutreten hat, keiner Maaßregel, welche geeig- ves und gutes Bestreben erhalten und offeubaren werde.//| net sein faun, der Aufrechthaltung des Privat- Kredits, Vom 2. März. Nachdem in der Sißung der | der Belebung und Entfeßlung des Fleißes, den erwünsch-

d Ga S ag

; vom 17. Februar geschah von Seiten des Großherzog- Liebe, im Frieden, über unser Vaterland. Er soll hi s lich und Herzoglich Sächsischen Gesandten die officielle j unjern Kindern die Liebé und die Treue wieder findeMweiten Kammer vom 28. das höchste Rescript über die | ten Erfolg zu sichern. Vorzügliche Sorgfalt gebührt À Anzeige von dem Ablében des Herzogs Friedrich IV. j die alle Bürger. des Großherzogthums mit ihrem FiWestätigung des Prásidenten eröffnet worden war, be- den Anstalten für Erziehung und Unterricht bei dem Z zu Sachscn-Gotha und Altenburg und von der darauf | stenstamm unauflöslih und für jede Zukunft verbind(ieg der nunmehrige Präsident, Abgeordnete Dr.-Kern, | erweiterten Bedürfnisse der Bildung únd bei der tief J erfolgten gemeinschaftlichen Besißnahme des Landes dur< | Aber nach der Freude entsendet die göttliche Voen Präsidentenstuhl. Er bezeugte in einer würdevollen | gejunfkenen Ergicbigkeit der dieser Bestimmung gewid- J die Herzöge von Hildburghausen, Coburg und Meinin- | sehung auch das Leïd. Unerhdörte Uebershwemmung(sMede zuvörderst die Gefühle“ seines lebhaftesten Daukes | meten Einfünste. Als die Verheerung eiuzelner Ges 4 gen, mittelst Patents vom 11. Februar. haben großes Unglück über ausgedehnte Bezirke unser das ihm geschenfte Vertrauen, sprach sodann gehalt- | meinden und ganzer Landesstre>en durch empôrte Ele- À Derselbe Bundesgesandte trug den Jnhalt einer | Vaterlaudes gebracht. Wenn beschränkte Kräfte ni(sfolle Worte über den Zweck und die Bestimmung der | mente Mich im Laufe der leßten Jahre mit Leid er- A Reklamation des Grafen August zu Lciningen - We- | gestatteten , jede Wunde zu heilen alle Thränen d(Persammlung, und forderte sie auf, der gewordeneu füllce, ist Mir der Trost geworden, daß der edelmüthige 2 sterburg jüngerer Linie, vor, wodurch derselbe die nicht Kummers zu tronen, so ist doch viel für die Abhúlfe derufung im Geist des Friedens und der Eintracht | Sinn der Mitbürger Hülfe zu bringen bemüht war, 4 vollständig bewirkte Auszahlung der ihm zustehenden Schadens geschehen. Tief empfunden haben wir den Werssahzukommen, und so- die redliche Mitwirkung zum | wo die Kräfte der Regierung nicht zureichen konnten. g Rheinoctroi-Rente nahsuht. Nach dem Antrage | der Gefühle, welche Eure Königl. Hoh. in edler, menschePesten des Vaterlandes, den gere<hten Erwariungen | So sind meine Bestrebungen von der Gesinnung Meis- S der Ref-renten beschloß man, die Deutschen Rheinufer-.| freundlicher Theilnahme ausgesprochen haben. Nehmässines geliebten Regenten gemäß, unausgeseßt zu er-| nes. Volkes jederzeit unterstüßt worden. _ Wo die M staaten um Mittheilung der nöthigen Aufklärungen zur | Sie, Durchl. Großherzog, aus dem Munde Jhrer treuaroben. : | Schwierigkeiten am größten sind, wird es Unserer Aller h nähern Beurtheilung dieses Anspruchs zu ersuchen. Kammer den heißen Dank des ganzen Landes gnd} Die Kammern haben sich heute und gestern in den | würdig. sein, in gleichem Geiste fortzuhandeln. s Am Rathhause zu Hanau ‘wird das Archiv des | auf, welhes Ew. Königl. Hoheit auch in diesem Fallälbtheilungen, und mit Prüfung der vorgelegten Ge; Es ist Meinem Herzen Bedürfniß, meine Herren, ehe Fch aus Jhrer Mitte scheide, die dankbaren Empfindungen

ehesentwürfe beschäftiget, i S! / München, 3. März. Se, Maj. der König haben | laut an diejer Stätte auszusprechen, mit welchen Mich die

stern - die Stände-Versammlung mit nachstehender | Aeußerungen der Treue uud Liebe . durchdrungen haben, ede erdffuet: Meine Herren Reichsräthe und Abgeord- | durch" die Mein Volk bei der Feier Meiner 25jährigen ¿‘te! Liebe und Getreue Stände des Reichs! Jndem | Regierung das Anerkenntniß Meiner redlichen Vater- < Sie. heute um Meinen Thron versammle, gebe Jch | sorge für sein Woßÿl an den Tag gelegt, und bei allen

vormaligen Oberrheinischen Kreises- welches iu väterlicher Huld und durch weise Anordnungen - mit bei dem Vordringen der Französishen Armee im J. | Wohlthaten beglückt haben. Wenn Ew. Königl. Hohti! L 1796 dotthin geflüchtet worden, noch gegenwärtig auf- [in gerechter Anerkenntniß des edlen Sinnes gedacht hu 2 bewahrt. Der Churhessishe Gesandte brachte im Na- ben, mit welchem unsere Mitbürger wie das Ausland s À men seiner Régierung die Frage in Anregung: 0b je- menschenfreuudlichen Antheil an der großen Noth by

nes Archiv länger aufzubewahren oder wie es sonst da- | wiesen, so folgen wir dem erhabenen Vorbilde, wen Aae Mang d i MON mit zu halten sei, und stimmre zugleich für den öffent- | wir mit Rührung den innigsten Dank dafür hier «hnen eine neue Bürgschaft ‘für die Befestigung der | Mein Haus betreffenden Ereiguissen jeine innige Theil-

7 lichen Verkauf desselben , indem sich s<werlih ein Fall | den Tag legen. Die Ueberzeugung von der wohlwoll1pn Mir gegebenen verfassungsmäßigen Einrichtungen. | nahme bewiesen hat. Vor wenigen Tagen war das S ereignen möchte, wo von diesen Kreis - Acten nach | den Sorgfalt, mit wel<her Ew.- Königl. Hoheit aler erste sehsjährige Zeitraum der ständischen Wirksam: 26ste Jahr verflossen, seit die Vorsehung Mich auf 4 Gebrauch zu machen wäre. Es wurde der Beschluß ge- | Ihre Unterthanen ohne Unterschied ihres Glaubens unit ist vorübergegangen, Wir därfen mit Zufriedenheit | Baierus Thron berufen; mödgen die kommenden Jahre

faßt, die als Besiker vormaligen Oberrheinischen Kreis- fassen, berehtigt die fatholischen Bewohner Badens zuf das Gute zurückbliken, was während desselben ge- Meinem Volke Heil, Meinen Bemühungen und Jhrer

länder (auser Kurhessen) betheiligten Bundesstaaten sehulichsten Hoffnung,- daß in Folge der UnterhandlunMündet worden ist. Die Zusagen, welhe Jh den | Mitwirkung lohnenden Erfolg bringen!

aufzufordern, sih über jene Frage gleichfalls zu erklären. } gen mit dem. rômischen- Stuhle sih ein so bedeutend(Wtänden im leßten Landtags - Abschiede ertheilt habe,

Karlsruhe, 1. März. Die Dank - Adresse der Landestheil der Feststellung seiner fir<hlihen Verhálsd theils erfülle, theils ihrem Vollzuge nahe. Man-

Ä ersten Kamnier an Se. K. H. den Großherzog, welche | nisse, die er länglt schmerzlich entbehrt, bald erfreuen in der Mitte der Stände - Versammlung zur Inland. L in der vorgestern statt gehabten Audienz der Präsident | fôune, Die uns gnädigst verheißenen MittheilungesWprache gekommenen Anträgen hat noch nicht entspro- E H dieser Kammer Se. Hoheit der Herr Markgraf Wil- | ber das, was in Bezug auf den freien Handel, asen werden können; do<h werden sie meinem Augen; Aach en, 4. März. Die zweite Berichterstattung über helm, mit einer mündlichen Anrede, worin die Gefühle | den innern Verkehr, auf Beförderung des Salzerzeu(Merke nicht entgehen. Die Entwürfe neuer Gefebbücher, die Leistungen des Jnstituts zur Unterstükung auswärtiger, der innigsten Verehrung und Ergebenheit no< insbe- | nisses, zu Begünstigung des Ackerbaues, des Gewerb{ren Bearbeitung ununterbrohen mit angestrengtem | der Brunnenkur in Aachen bedürftiger Armen, giebt erfreu- : sondere ausgedrüct waren, übergab; lautet wie folgt : | fleißes und der Fabriken, so wie zur Erhaltung d ifer betrieben worden is, haben durch den Aufschub, | lihe Resultate über den Fortgang dieser preiswürdigen g Durchlauchtigster Großherzog! Gunädigster | Ordnnng im Staatshaushalt , geschehen isi, werdlhen Jch der ständischen Berathung darüber gegeben, | Anstalt , welche sich am Festtage des 25jährigen Reale- i Fürst und Herr! zit Wohlwollen und Vertrauen wir mit ehrerbietigstem Danke empfangen. Wir wissMh vielseitiger umd tiefer Prúfung gewonnen, Ein- | rungs - Jubiläums Sr. Maj. des Königs Friedrich Wil- G sprachen Enre Königliche Hoheit zu Badens getreuen | im Voraus, daß die rege Thätigkeit und der kräftig lne dringende Abänderungen werden dadurch nicht auf, | helm II1. (16. Nov. 1822) aus freiem Antriebe ehren- s Ständen herzerhebende Worte, für welche wir ‘den in? | Wille Ew. Königl. Hoheic von dem Vielen, was noh//Mhalten sein. Zu mehreren ist bereits die Einleitung | werther Mitbürger diejer Stadt bildete, und den [<ö- nigsten Dank empfinden, und den wir in ehrfurchtsvol- | zu thun übrig ,* Vieles zum gedeihlihen Vollzug brinetroffen, und ihre Ausführung ist niche ferne. Mo | nen Beweis giebt, wie der unshäßbare Besiß der Heil- ler Huldigung auszusprechen, uns den Stufen des Thro- | gen wird, We verfassungsmäßige Mitwirkung der Stände erfor- wasser von den Bewohnern Aachens in welthürgerlicher nes nahen. Mit Bewunderung erkennen wir jenes edle Dié Geseßvorschläge und Entwürfe, die Höchstdie[rlih ist, werden Ihnen die geeigneten Vorschläge Hinsicht gewürdigt und nicht lediglich als Quelle seibst- Streben , von dem Eure Königl. Hoheit fortdauernd f uns aufündigen, wérden wir mit: pflihtmäßiger UmsicWitgetheilt werden. Mit der Verbesserung und Verein | [üchtigen Gewinns betrachtet wérde. beseelt, für das Wohl Zhres Volkes arbeiten : mit | und mit Unbefangenheit erörtern : überall, dieß verMhung der Geseße wird die Vereinfachung des Orga- Der Raum gestartet uns niht, in das Einzelne Rührung und Dankbarkeit fühlen wir den hohen Werth | sichern wir auf das Heiligste , in allen unseren RedensMsmus gleichen Schritt gehen, welche von Mir bezielt | der angeführten Resultate zu gehen, noch dem menschen- der rastlosen Bemühungen, denen das Vaterland Wohl- f und Beschlüssen werden Eure Königl, Hoheit der Treu!hd von den- Ständen gewünscht wird. Mein Minister freundlihen Wirken insbesondere unsere Aufmerksamkeit

l