1825 / 61 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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verworfen worden ist, halte i< es für unmwecmäßig, den ohnehin - entstehenden Ueberschußfonds no< so be trächtlih zu vermehren, da hierdurch* der Central - Com mission eine ungehenere Summe in die Hände gegeben werden- würde, wêlhe unmöglich mir Gleichheit und Gerechrigkeir würde vertheilt werden. Dies hieße , die Willkühr vermehren, und wer Willfkuhr fäer wird Will führ erndten. Obiges Amendement is mit einer großen Majorität angenommen worden-z die drei Mi- nister, welche zugleih Deputirten sind, haben gar nicht mitgestimmt. Die Kammer schritt hierauf zur Be- rathung úber folgendes Amendement der Commission : „Wenn das Ergebniß der Liquidationen bekannt sein

dreißig Millionen Renten übrig geblicbenen Summen verwendet werden, um, nach einer durch ein Ges]eß zu bestimmenden Norm, die Ungleichheiten zu heben, welche aus den im gegenwärtigen Geseß ang-nommenen NRe- geln etwann- ent)pringen möôgten-// Bevor über das Amendement selb\t debattirt w-rden fonunte, famen mehrere Unteramendements zur Sprache. Herr Crempe forderte, daß die úbrig gebliebenen Renten zum Vor- theil des Staats annullirt würden. WV-erworfen. Herr von Andigne schlug vor, däß men nicht jébi schon bestimmen mögte, wem diese Ueber|chüsse zufli-ßen sollten. Als aber zwci Redner, besouders Herr C. Pe rier diesen Vorschlag zum Vortheil der ehemaligen Renten Itibaber auslegten , und der Finanz - Minister auseinanderseßte, die Ueberschússe würden nichr einmal hinreichen, um ein Drittel der: Reclamationen ehema- liger Renten Inhaber zu befriedigen, diefer Vorschlag sei Úberdies im Widerspruch mir. dem Prinzip des Gesekßes, so erhob sich Herr v. Andignee und erklärte, er habe bei seinem Amendement an die Rentiers gar nicht gèdacht, sondern nur den Vortheil der unglück- lichen Vendeer im Auge gehabt, Dies Mißverständniß erregte einiges G lächterz; das Am-ndemenc wurde übri . gens nicht genehmigte. Déèr General Foy \s<lug vor, - nur eine Hälfte der U berschússe so zu vexcheilen, wie es die Kommission vorgeschlagen, die andere Hälfte “aber zum Vorth:ile der Gläubiger der Emigrirten zu verwenden, die in Folge der revolutionairen Gescb- Schaden erlitten hätten. Diese Gläubiger,“ sagt er, e erstens Dienstboten , ohn, Kaufleute, welche den Preis gelieferter Waaren zu fordern hatten z- zweitens Frauen und Kinder , die Forderungen an das Vermögen ihrer Ehemänner; ihrer Váter hatten z endli drittens, Capitalisten, die in“ der Meinung standen, ihr Geld könne nicht sicherer wie als Hypothek ausgeliehen werden. Herr von Mar- tignac, Es giebt ‘unter den Gläubigeru der Emigrir- . ter zwei Classen ; es hat aber in igrer Wahl gestanden, sich für die eine oder fúr die andere zu ent|ceiden. Der den Dienstboten schuldige Lohn ist denselben be. zahkr und eine Summe von 77 Millionen --dazu - ver- wendet worden, welche den Emigrirten, wie der Kam- mer bereits bekannt ist , ven der Entschädigung nicht abgezogen werden joll. Den übrigen Gläubigern, die ihre Liquidation bei der Regierung angebracht haben, sind 309 Millionen bezahlt worden und diese Summe wird von der Entschädigung abgezogen. Von diesen fann allein die Rede sein, da diejenigen, welche ihre Befriedigung von Seiten der Regierung nicht nachge. sucht haben , ihr volles Recht geaen ihre Schulduer be- halten. - Erstere haben sich freiwillig entschlossen, ihre Forderungen zu liquidiren und. ‘haben quittirt. Sie sind zwar mitunter in Assignaten bezahlt worden , sie _föônnen aber di:selben reh nüßli< verwendet haben, und ‘es stcht uns uicht das Rechr zu, danach zu fragen, ob dies -wirtlih geshehn is oder mt. Das Amen: dement wurde von Herrn B. Constant vertheidigt,

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wird, sollen die, von den im ersten Artikel äusgeseßzteu

welche den ihuen- schuldigen

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flichtungen in Ansehung der irländishen Katholifen verfennen? da nah dem chrenvollen Kampfe, den sie r die Sache ihres re<tmáßigen Königs Jacob Il. be- anden, Wilhelm IIL. sie nur dadur entwafsnen fonn- (e, daß er ihuen eine Uebereinkunft vorschlug, den Ver- rag von Limerick genannt. Aber wie haben wir diesen ejerlihen Vertrag gehalten ? Da wir dîie ungläcklichen Katholifen friedlich und unterwürfig sehen, haben wir enes so unbillige, so grausame, jo gräßliche Gefeßbuch jroclamirt, welches bei feinem Volke der Erde seines Gleichen hat. Und doch tragen die JFrläuder diejelben asten wie wir, warum sollten sie micht auch diejelben Vortheile genießen ? L E

Nichts desto weniger fahren wir seit mehr ais ci- jem Jahrhundert fort die Bevölkerung einer für uns o fostbaren Jusel in jeder erdentlihen Hinsicht zu un- erdrücéeu und zu plagen. Ganz Europa verwän <t nser System nund hat Mitleiden mit den Drangsalen jer Jrländer. Ja, ich erkláre es laut, wenn unjerem

ren versuhte, Der Finanz; M inister machte y die Kammer darauf aufmerksam, daß die Con seqy des Vorschlages des General Foy sein würde, für Gläubiger der Enrschädigten , zum Nachtheil Lebte eine» doppelte Entschädigung festzuseßen. Das Am dement wurde verworfen; viele Deputirten \timn gar nicht.

Am 595ten wurde, na<hdem noch eivige Unteram dements bejeitigt worden waren, das Amendement Commission und endlich der 2te Artikel des Gesebes genommen. Die Art, 3 und 4 gingen auch “ohne heblichen Widerspruch und ohne wesentliche Aendery durh. Anstatt des 5ten Art. , durch welchen die Y theilung der 30 Millionen Renten jähtlih zu ei Fünjstel bestimmt wird, s{<lug Herr Sanlo t Vy quenault einen ganz andern Artikel vor, uach y chem die ganzen 30 Millionen schon am 1. Juli d, in das große Buch eingetragen, und zum Behuf| Zahlung der Zinjen eine eben so große Summe 3,

cen von der Tilgungs - Casse genommen wzrden sol(Waterlande eine große Katastrophe begeguen jollte, jo Der Redner sagt, zur Uncerstüßung seines Antra(Wpird sie ihm von Seiten dieses Jrlands kommen, wo

s sich darin zu gefallen scheint, }einem Gelebe und sei vorliegenden Geseße auch die Mittel vorge|<lagen h(shen Namen verabdscheuen zu machen. Man erinnere die Ent¡chädigung zu bezahlen, und sich damir beguiMch, daß im Monat Dezember 1796, als die franzôd}i- cine neue Reute |chassen zu wollen , die, wenn das che Flotte in der Bay von Bautry erschien, weun der seb wegen der Reduktion der Renten dürchfiele, nMßeneral Hoche zugegen gewesen wäre oder der nach ihm cinmal eineu. Tilgungsfonds für sich haben wúrde. Mommandirende Osfizier den Entsc;luß gefaßt hätte, eine Der Finanz- Minäster erinnerte, es sci nicht (andung zu machen Jrlaud für uns auf immer ver- erstemal , daß Renten ohne einen \peziellen Fonds oren gewejen wäre. (Hört, hört ) Ader was die Fran» schaffen worden jeien z die Zahlung der Zinsen dersel{osen damals, aus Unkunde des Zustandes des Landes jei eine Sache, die zum Budger gehôdre, wo sie aicht gethan haben, das würden sie heut zu Tage thuen. zur Sprache kommen würde. Uebrigens würde es [Michts entgehr ihnen von, alle dem, was wir thuen, um unpolittsh fein, das Vermögen des Tilgungsfonds Mhu:n dort- Fort]chritre vorzubereiten. Was würde dem Augenbli s<hmälern zu woll-n, wo man die Schenn übrigens das Resultat der Erfüllung aller Forde. um 30 Millionen R:nrten vermehre. Endlich ungen der Jrländer sein? das man im Unrerhauje et- dann nicht mehr die Rede davon serin können, die ZMige Deputirten schen wird, die lateim]< anstatt eng- jen der Schuld herabzuseßen, und, was damit in V s< zu Gort beten ; dasselbe wird in der Pairs - Kam- bindung steht, die Steuern zu vermindern; denn Mer gescheheuz werden aber dadurch die Pieiler des etnem j<wächern Tilgungsfonds, der ciner stärk>Staats erschüttert werden? gewiß nichi! _Ich [chliepe Schuld gegenüber stände, würde man hald die 5 yshaher mit den. ausdrücklichen Autrag: daß .das Haus cencigen. Renten unter Parischea, uud es könnte Mh zu einem General. Comité gestalten, um zur Re- die Regierung vielleiht me wieder möglich sein, G ision-und Aufhebung aller gegen die tatholishen Un, unter 9 pE. zu bekommen.“ Der Minister widerluMerthanen Sr. Maj. gerichteten Geseße zu |<retten.

gründlich alle im Laufe der Debatten ggen dié vorg Hr. Crocker bemerkte, -daß eine zu Gunsten der [chlagene Maaßregel gmachten Einwendungen und drüMatholiken einzubringeude Bill unvollständig bleiben am Schlusse die Hoffnung aus, die Kammer würde ürde, wenn nicht zugleich .für deu Unreryale der ka- Amendement verwersen. Herr v. Berthier und HWholischen Ge1stlichkeit Sorge getragen würde. Er werde C. Perrier forderten hierauf das Wort; da es indesMeshalb solches zum Gegenstand einer eignen Motion schon [pát war, vertagre sich die Kammer auf dên 7tMhachen. Hr. Leslie Foster erhob sich hiergegen mit Icente 106 106. 15. : roßer Lebhafrigkeir: eine Dotation der katholischen London, 2. März. (Ueber Paris), Zu der ges{Weistlichkeit in Jrland, sagte er, werde bald den Un- gen Sißung des Unterhauses hatten sich eine ungew rgaug der protestantischen Geistlichkeit ‘uach sich zie- liche Menge von Müitgliede.n und Zuhörern eingesWen, Er ließ si<h dann in eine geographische und tra; den, da man wußte, daß die große Frage der Emitische Auseinancerseßungein, um zu beweijen, daß die cipation der Katholiken verhandelt werden wúrde. ahl der Katholifen in Jrland nuiht in dem Maße, Frauces Burdett eróôffuete die Discu!sion. * Die Frasie man es behaupte, grôper jei als die der Protestan- die uns beschäftigt, jagte er, intereisirt niche blos Fn, Er stitmte gegen den Antrag. Uebrigens ver- Katholiken und Jrlandz sié ist von Wichtigkeit für hlte er nicht, daß er vor den “Franzosen große Be: Ruhe und Sicherbeitr des ganzen brêöttischen Reichs, Wrguisse hege; dieselben hätten immer ein Auge auf sie jelbst an das Wesen. unjerer Konstitution geknirland. Nach ihm trat der Minister Canning auf, qt, Um jedoch diese große Frage zu vereinfachen 1m man es deutlih ansah, daß er noch leidend sei; uns nicht in einer Fluth müßiger Worre zu verlierW stüßte sih auf seinen Stock ,- und sprach mit sehr muß man diejelbe auf ihre. einfa<hste Darlegung wacher Stimme: „Ungeachtet meines Zustandes habe schränken. Vor“ allen Dingen “müssen die Gegner Wh heute sprechen wollen, indem ih bejorge, daß es Karzoliken nicht in einer Weije zu uns sprechcn, il spätervin versagt sein möchte. Meine Gesinnungen ob wir noch in den Zeicren lebten „wo eine Ligue vér die heute vorliégende große Frage haben sich nie Mächten unter den Awpicien des rômischen Hofes, uWänderr. (Hört, hört !) Hätte man jede<h mir Glau- mit der Rückkehr des Prätendenten- bedrohte. Die n s{<h:nfen wollen, so würde man eine gelegenere Zeir littf hat den Katholiken nichts mehr entgegen zu stelle deren Verhandlung gewählt. haben. Jch werde mich man muß endlich der Veruunfec, der Mensch'ichkeic, Wöhalb meinerseits auf die Erflärung beschränken , daß der Religion, die Barmherzigkeit, gegen uniere BráMir nichts erwúnschter sein würde, als alle Grenzlinien

es jei ung!aublih, daß das Ministerium- nicht mit d

der es auf das Prinzip des Geseßes selbst zurüczufüh- |

T G E E E R R A N t a0 DPO R he i 2 ild R A E Sg S E 0e R Dei Bts Æir i é G

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sehen, da wir Alle denselben Boden bewohnen, Unterthanen desselben Königs sind und gleichmäßig die ôdffentlichen La- sten tragen. Jch glaube, daß man den Forderungen der Katholiken gere<t werden fönnte, ohne weder die Constitutivn des Staats noch die englische Kirche in Gefahr zu bringen. Jch stimme deshalb von Herzen sür den Antrag des ehrenwerthen Baronets , ohne jedoch mich deshálb darauf einzulassen, in den Einzelheiten ge- meinsam Sache mit ihm zu machêën.‘/ Gleich nachdem Hr. Canning dies gesprochen , begab er si<h, mit allen Zei- hen der Erschöpfung und des leidenven Zustandes hin- weg. Hiernächst sprach, in entgegengeießtem Sinne der General - Anwalt, der große Besorgnisse wegen des Einflusses und der Pläne der fatholishen Geistlichkeit, ais ossenbar auf den Untergang der protestantischen Geisttichkeir gerichtet , darlegte.

Nachdem sodann Hr. Plunkett zu Gunsten der Motion ge|proch:n, erhob si<h der Minister des Jnnern gegen diesélbe und suchte darzuthun, daß die Jrländer sih nicht über die Verleßung des Tractats von Limerick zu beshweren, Ursach hättenz er führre mehrere Parla- ments Aften an, welche den bestehenden Geseßen zur Grundlage dienen, sprach gegen den Ka:holicismus Über haupt, erwähnte die Abneigung des Pabstes gegen die protestantij|<en Bibelgesellschaften Und erklärte \<{<!teßli<, daß die Forderungen der Katholiken mit der Sicherheit des Königreichs unvertirägiih seien. Nach ihm sprach noch Hr. B-:ougham zu Gunsten des Autrags, welhem- nâchst Sir Francis Burdert noch eine kurze Bemerkung machte; beim Abstimmen fanden fih 247 Stimmen für und 234 gegen den Antrag und es ging fonah die erste Lejung der Bill mit einer Majoritát von 13 Stimmen durh. Die zweite Lesung joll nah Ostern erfolgen. i

Consols 932. 7.

St. Petersburg, 26/7 Febr. Nach einem von Sr. “Maj. dem Kaiser bestätigten Plan des-Finanzmi- usters , Hru. v. Cancrin , sollen zur Erleichterung des - Zollwesens und Sicherung der zu lagernden Waaren mehrere bedeutende Bauten ausgeführt werden. Der Plaß vor der Börse, auf welchem sich der bekannte Gottorpische Globus befindet, wird mit Packhäusern umgeben und noch in diesem Sommer hinter der Kunust- tammer ein großer steinerner Pacfhof, 700 englische Fuß lang und 86 breit, aufgeführt, das Dach desselben init Eisen gede>t und zur bequemen Einbringung vou Waaren - eine Granitbahn errichtet werden. «Zur Aus- führung dieser Bauten ist eine besoudere Commission, unter der Direction des auswärtigen Handels - Depar- tements" und der Oberleitung des Finanzministers or- ganisirt , und die Kosten sind für diescs- erste Jahr auf eine Million Rubel angeschlagen

Se. Maj. der Kai'er- haben den Chevalier -Zea de Bermudez als hiesigen Spanischen General - Conjul an- erfannt. ;

In Erwägung des so sehr gesunkenen Handels har die Stadr Libau die Kaiserl. Vergünstigung erhalten, während 3 Jahren (bis Januar 1828) unverarbeitetes

Leder gegen einen b-deutend verminderten Zoll (80 Cop. start 1 Rub. 25 Cop. Silb. das Pud) auszu- führen.

Corfu, 22, Jan. Das nämliche Unglück, wodurch im Jayre 1820 die Stadt Zante verwüstet wurde, traf am 19. d. M. mit verdoppelter Heftigkeit . die unglücks liche Stade Santa Maura *). Eines der’ heftigsten Erdbeben, das je auf dieser Jusel ver!púrt worden war, verseßte die Einwohner derselben in die änßerjste Bestúr- zung und Furcht. “Noch sind alle nähern Angaben über

*) Diese Stadt, wovon die Jnsel den Namen hat, zählt 5 / bis 6000 Einwohner, mcistens Griechen. - Sie ist durch Kunst und Natur ungemein stark befestigt.

vorschreibt, Gehör geben, Können wir unsere Visischen den Katholiken und Protestauten vertilgre zu |

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