1825 / 69 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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land und Jrland vorgeschlagen worden, erforderlich ist, auf zwei Millionen Tons oder 15 Mill. Schwed. SPfd-. angeschlagen werde. G -*

Se. Maj. haben unterm 2. v. M. verordnet - daß eine Werkstätte für Acferbau- und Fabrik - Maschinen unter Leitung des Engländers James Watson im Hause der Landwirthschafts - Akademie eingerichtet werden soll, deren linfer Flügel unter Besorgung der Afademie, allein auf Kosten des Publikums, dem ostlichen gleia) ausgebauet wird und wo Cupol -Defen für die feineren Theile, welche die hiesigen Gießereien ‘nur unvollkommen liefern fônnen, angelegt werden.

Vereinigte Staaten von Nordamerika. Man meldet aus Philadelphia, 19. Januar. Es ist befannt gemacht worden, daß die Seeräuber auf der Kúste Cuba’s, etwa 20 Miles von Havana, ein fálsches Feuer errichtet, welches dem auf der Festung Moro gleicht, um die nah Havana bestimmten Schiffe zum näheren Steuern unters' Land zu verleiten, wodurch sie in Windstille fommen und so ohne Schwierigkeit ge- nommen und “von diesen Seeräubern ausgeplündert werden , deren Ausrottung sih unsre Regierung gegen- wärtig jedo<h sehr angelegen sein läßt.

Brasilien. Man meldet (sagt die Etoile) aus Bahià vom 24. Dez. 1824, daß der Aufstand, we:cher in dieser Sradt ausgebrochen war, gedämpfr ist. Die Pefiquitos und anderen s{<warzen Soldaten der ver- schiedenen Corps, welche sih empört hatten, sind- auf Transportschiffe gebracht worden, um nah Pernambuco und von da nah Rio- Janeiro gebracht zu werden, wo es dem Regenten nicht s{hwer fallen werde, diese Corps zu zerstreuen, und die Schuldigstea bestrafen zu lassen. Wie es scheint, wünschen die Bewohuer dieser Gegend angelegentlihst, daß man endlich aufhöôre , Neger unter die Truppen aufzunehmen. Diese Kaste ergreift mit größtem Eifer die Sache der Republicaner, und ihre Anführer sind gendthigt, um sih die Zuneigung der er- steren zu verschaffen, zu den gräulichsten V ordnungen die Augen zuzudrücken. “Ohne Uebertreibung (schreibt man) läßt sih behaupten, daß unter den so eben -depor- tirten Negern oder Mulatten niht' Einer is, der nicht mehrere vorsábliche Mordrhaten begangen hätte: Es war in der Nacht vom 26. auf dem 27. Novbr., als der Gouverneur, unter dem Vorgeben, zu einem seiner Freunde zum Mittagsmahle zu gehen, glücklich am Bord der von Herrn v. Beaurepaire, einem ‘in ibrasili- schen Diensten stehenden Franzosen, fommandirten bra- silischen Fregatte gelangte. Dieses unerwartete Ereig- niß zerstörte shnell ‘die Pläne der Republicaner, und nach einigen ‘vérgeblichen Versuchen zu Proflamirung der Re- publif, mußten ‘sie nachgeben, “Der Gouverneur ließ die \<hwarzen Soldaten einschiffen und die außerhalb der Städt befindlichen Truppen in “dieselbe wieder einrü>en, Alles dieses geshah innerhalb der von ihm ‘als Frist : féstge- ]stellten-3 Tage. Hierauf fehrte der Gouverneur in die Stadt zurü, ' ward. Jenes unruhige Ereigniß kann die besten Föôl:; gen für den Régenten und für die Ruhe “Brasiliens haben.“ Seine ‘Partei ist die zahlreichste und die ‘rechts lichen Leute gehören derselbèn an; Die allgemeine Ges fahr hat Brasilianer und. Portugiesen vereinigt.

St. Dowingo (Hayti) Oeffentliche Blätter mel- dén aús Port¿au-Prince, vom 9, Jauuar: Am 1. d. is der Gedächtnißtag des 22. Jahres der Unab- hängigkeit von Hayti in dieser Hauptstädt der Repu blik gefeiert worden. S fi

Vom frühen Morgen an waren die Truppen, roelche die Besaßung bilden, auf dem Hauptplaße aufgestellt; und auch die Nationalgarde befand sih daselbst. in der shönstèn Haltung. Se. Etxz. der Präsident von Hayti begab si< alsdann auf den Plaß Petion in Begleitung

wo er mit Enthusiasmus empfangen f - 4 I Ms Oper in 2 Abtheilungen, mit Tanz,

seines Generalstaabs, der Generáse und der andery diesem Feste beiwohnenden Oberoffiziere. Der Präsident hielt an das Volk und die Armee eine ausdrucksvolle Rede, worauf er den herkömmlichen: Eid ablegte :

¿Laßt uns der Nachkommenschaft der ganzen Welt shwören , -auf ewig, nicht allein der Herrschaft, Frankf reihs, sondern auch jener einer jeden andern Macht zu entsagen, die ‘uns unterjochen wollte, und lieber R sterben y als aufzuhöôren ; frei und unabhängig ein.

Geschrei : 110) lebe die ‘Republik ! hoch lebe die Un abhängigkeit ! hoh lebe der Präsident von Hayti !‘/

J Ula u-d,

Berlin. Am verwichenen Freitag den 13. d. star) hier der Königliche Geheime Staats - und Justiz: Mi nister, Ritter des t Kirch eisen Excellenz, im 7b6sten Jahre seines Lebens,

Das hiesige Bürger - Rettungs - Jnstitut hat einen hô<st s<merzhaften Verlust erlitten dur<h den am 183ten d. M. erfolgten Tod ‘des Königlichen Wirklichen Gehei men-Staats - und Justiz- Ministers Herrn von Kirch eisen Excellenz. l

Es- betrauert in Ihm seinen Ersten hochverehrtet Vorstand und einen thätigen eifrigen Beförderer seine Zwecks. Die Menschenfreundlichkeit , welche sich in al lem ausspra<h, was Er that, fand ‘recht eigentlich ihr Gebiet in diesem ihr besonders gewidmeten Wirkung

freise.

Dem allgemeinen Anerkenntnisse, welches zuvorkom mend, freudig und gern Jedermann den Tugenden und dem Verdienste des Verewigten. zollte, verdankt Sein Vaterstadt eine neue Quelle der Wohlthätigkeit in der von Kircheisen schen Sriftung zur Unterstüßun húlfsbedürftiger Berliner Jubelgreise, welche 4821, bei Gelegenheit Seines stand.

Segensreichh und unvergeßlih bleibt Seinen Mit bârgern und der Nachwelt das Andenken eines Mannet groß durch seltene Vorzúge des Herzens ‘und- erhaben Eigenschaft des Geistes. at

Berlin , den 19. März 41825. :

Das Directorium des Berliner Bürger -Ret liß.

Klein. Bee

Königl i <e Schau sp i ele. Dienst. 22. März. Jin Opernhause: Dvn Jul Musik von Mozakl

_Mittw. 23. Juin Schauspielhause. - Zum Erste male: Stectenpfer de, Lustspiel in 5 Abtheilungel von P. A. Wolff. Vorher: Er is} ‘mein ‘Mant Scene ausdem. Vendeekriege „* in 1 Aufzug, von Meisl|l. R s U nta : :

Met eo rolo gi sche Beobachtung C 0 Barometer | Therm-| Hygr. | Wind| Witterung.

S.

NO.

sternhell , Frost. heiter, Fro. | heiter „angenehm.

20. März A. 20°. 8 ot | 58 21. Márz|F: 289 ::7/|—24°| 65° M. 389 624-219} 579

Gedruckt bei Feister.

Redacteur Joh!

Nach diésem Eíidschwur erschallte die Luft von demn

schwarzen Adler-Ordens 2c. Herr von}

50jáhrigen Amts - Jubel - Festes ent}

VOeffentlichfeit

Vgegebene Summe aufgeführt würde.

Nl gemeine

Preußische Staats-Zeitung.

N 09.

Berlin, Mittwoch, den 253sten Máârz 1825.

L Amtlihe Nachrichten.

Kronik des T.4.0, 6.

Se. Durchlaucht der Fürst von Reuß, Heinrich ver XLIV, is nach der Ober-Lausiß abgereist.

Im Bezirk der Königl. Regierung

n ist der Vifgr Johann Conrad Tissen Regierungsbezirk Köln, zum Húlfspfarrer

Millen, Kreis Heinsberg , er-

u-Aa che n Glesc), er fathol. Pfarrstelle zu annt, und

der fatholishe Húlfspfarrer , Greund, zu Mariaweiler, im Kreise Düren, in glei- hèr Cigenschaft nah Côrrenzig, im Kreise Erkelenz, verseßt worden. i

11, Zeitungs-Nachrichten.

Ausland.

tungs-Justituts. s

s

Paris, 15. März. Nachdem in der gestrigen Sißung der Deputirten-Kammer die beiden leßten \rtifel des Entschädigungsgeseßes angenommen worden

Ivaren, fam eine ganze Reihe von Zusaß - Artikeln zur

Berathung. Zuerst {lug Hr. v. Charencey vor, daß den Kammern jährlih- mit dem Rechnungsgeseß ine detaillirte Nachweisung der in Folge des Entscháä- digungs- Geseß-s stattgefundenen Liquidationen vorge- egt werden solle. Der Finanz-Minister erklärte, die Regierung würde gern alles thun, um der Aus ührung des gegenwärtigen Gesebes eine zwecdienliche zu geben; es scheine ihm aber, daß es fürdie Kammer nicht nur nicht nothwendig, söóndern nicht einmal núblih sein würde, wenn die verlangte Nachweisung detaillirt- sei, d, h. wenn sie so in das Einzelne ginge, daß sowohl der Name des Liquíidanten, als der Grund seiner- Reclamation, die Ursache warum et in diese: oder jene Categorie geseßt, endlich die ihm Der Minister machte die - Kammer darauf aufmerfsam, wie unnüß solche Details für sie sein würden. Hr. .Méchin. Wir verlangen ausdrücklich, daß die Etats mit Namen und Details versehen werden. Hr. v, Labourdon-

Carl Joseph |

|

Stimmenmehrheit angenommen.

naye. Sie haben dem Ministerium einen großen Be- weis von Zutrauen gegeben, indem Sie die Arbeiten der Liquidation einer einzigen Central-Commission über- wiesen haben, diese Arbeit wird lange dauern, da, wenn auch nicht die Zahl der Entschädigten so groß ist , als die der einzelnen Liquidationen, leßtere sich do<h immer auf eine Summe von 540,000 belaufen werden, deren jede eine strenge Prúfung erfordern wird. Lassen Sie sich aber weder hierdur<h no< durch die Kosten abschrek- fen, die dur<h deren Mittheilung an die Kammern er- wachsen werden ; diese werden hinlänglich dur<h die aus- geubte Wochsamfkeit aufgewogen. Der Finanz M i-

nister wiederholte, das Ministerium wolle fein Mittel,

die O-ffentlichkeit zu vermehren, abweisen, und würde sie fogar fordern ; indessen sei die Mitcheilung von de- taillirten Etacs mit vielen Schwierigkeiten verknüpft, man môge namentlich nicht vergessen, daß die Schnelligs feit in der Ausführung allein“ die guten Folgen der Maaßregeln sichern fônne. Das Amendement des Hrn. v. Charencey wurde scließli< mit einer großen reh Es wird den 21sten Art. des Gescbes ausmachen. Von vier verschiede- nen Deputirten sind demnächst Amendements vorgeschla- gen worden, die dahin zielen, die Rückcessionen confis- cirter Gúter von dem jeßigen an die ehemaligen Bes- siber von der shweren Proportionnal- Steuer zu be- freien. Der Gen. Foy. Jch bringe die vorläufige Frage rücksichtlich dieser sämmtlichen Amendements in Antrag, weil sie mit dem 2ten und 9ten Art. der Charte im Widerspruch sindz indem der 2te Art. -be- stimmt, daß alle Franzosen gleihmößig zu den -Staats- (asten beitragen sollen, und der neunte/Art. festsekt, daß zwischen den Nationalgürern und allen übrigen Grund-

stücken fein Unterschied statt finden darf. Herr D ü-

hyamel suchte zu beroeisen 7 daß die vorgeschlagenen Amendements keine Eingriffe in die Charte enthalteu, er ssttüßt sih auf ähnlihe Beispiele von Ausnahmen, die gemacht worden seien. Diese Rückverkäufe, sagt er, sind recht eigentlih dazu geeignet, die Erreichung des bei dem gegenwärtigen Geseße gehabten Zweckes zu erl-ichtern. Die Steuer, dexen Aufhebung wir. rücksichts lih diejer Rückcessionen fordern, beträgt 74 pCt.; sle ist demnach so bedeutend, daß sie solche Transactionen sehr ershweren wúrde, Die vorläufige Frage wurde verworfen, und nach einer Discussion, welche sih bis. zum Ende der Sibßung“erstre>te, entschieden: , die vier Amendements der Kommission zu übersenden, damit dieselbe hierüber einen Bericht erstatte. Man hatte

geglaubt, daß in dieser Sibung über das ganze Geseß

votirt werden würde, - daher alle Minister gegenwärtig

waren. L Londón, 11.- März. Die Nachrichten von: ‘der

Armee in Ostindien haben auf die vielen Ostindischen